Hi, ich würde gerne den Ladestand eines Blei-Akkus mit einem Spannungs- und Stromsensor überwachen. Komme ich zu besseren Ergebnissen, wenn ich die ein- und ausfließende Energiemenge zähle oder wenn ich die ein- und ausfließende Ladung zähle? Denkbar wäre auch eine fiktive Größe die auf der Energie- oder Ladungsmenge basiert, in die aber noch Einflüsse wie Ladewirkungsgrad und Verluste am Innenwiderstand mit einfließen. Bei jeder längeren Volladung, also wenn der Akku eine ausreichend lange Zeit am Ladegerät hängt, könnte man den Zähler wieder auf 0 (="vollgeladen") setzten. Die Genauigkeit der Ladestandsschätzung sollte hinter so 5-10% betragen. lg
Paul H. schrieb: > Komme ich zu besseren Ergebnissen, wenn ich die ein- und ausfließende > Energiemenge zähle oder wenn ich die ein- und ausfließende Ladung zähle? Ja. Wenn das nicht nötig wäre, würden z.B. die 'Batteriemanager' in Kraftfahrzeugen den Aufwand gar nicht erst betreiben. Allerdings kann man dazu fast beliebig viele Kennlinien und Kennfelder ermitteln, vielleicht teilweise selbstlernend, um die Genauigkeit zu verbessern. Bleiakkus reagieren z.B. recht unterschiedlich auf 'Zyklisierung' oder Temperatureinflüsse. Falls sich Randbedingungen ständig ändern, sind 5-10% kein leichtes Ziel. VG Torsten
Du hast jetzt auf eine entweder-oder-Frage ganz klar mit "Ja" geantwortet ;-) Danke für deine Ausführung, aber das war mir schon vorher ziemlich klar. Es geht jetzt nur noch darum, ob es geschickter ist entweder nur die Ladung zu zählen, also das Integral über die vom Stromsensor gelieferten Messwerte zu bilden oder die Energie zu zählen, also das Integral aus dem Produkt des Stroms und der Klemmenspannung am Akku zu bilden.
Bei bekannten und konstanten Randbedingungen reichen für 5-10% vielleicht die Amperesekunden. Keiner kennt Deine Randbedingungen. Also brauchst Du Strom, Spannung, Temperatur, deren Historien und ein Software-Batterie-Modell, falls die Randbedingungen unbekannt sind. Die Welt ist nicht schwarzweiss. Kompromisse bei teilweise bekannten Randbedingungen sind auch möglich.
Die Kapazität von Bleiakkus wird ja schon mal nicht in Joule angegeben, sondern in Ah. Dazu sind für verschiedene Ströme dann auch die jeweiligen (unterschiedlichen) Kapazitäten angegeben. Daraus könnte man leicht den jeweiligen Korrekturfaktor ermitteln und beim Integrieren einbeziehen. Die Spannung ist dagegen recht konstant und würde nach meiner Vermutung weniger zur Präzision beitragen.
Angenomen, die dem vollen Akku entnehmbare Ladung ist für konstanten
Strom, z.B. 20-stündig ("C20"), angegeben.
Entlädt man auf diese Art, erhält man eine von der jeweiligen (langsam
fallenden) Spannung abhängige Energie (=Zeitintegral von Spannung mal
Strom).
Entlädt man aber mit z.B. 5 mal so grossem Strom, ist nicht nur die
entnehmbare Ladung kleiner, sondern zusätzlich auch die Spannung:
Der Akku ist also (noch) viel schneller alle, als es der eigentlich
entnommenen und gezählten Energie entspricht.
Die fehlende bzw. nicht erfasste Energie wird z.T. im Innenwiderstand
umgesetzt bzw. ist dem Akku so schnell gar nicht entnehmbar.
Also müsste man den Strom zählen und dabei höhere Ströme stärker
gewichten.
Und zusätzlich natürlich die Entladeschlussspannung überwachen.
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