Stromsparender 74HC123 Typ gesucht

Gast #4652054
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Hallo,

ich suche einen stromsparenden Vergleichstypen für den 74HC123.
Zum Hintergrund, die jetzige Schaltung verbraucht nur durch den Monoflop 
schon 4mA. Da die Schaltung batteriebetrieben ist suche ich ein IC was 
die selbe Funktion hat aber am besten nur uA benötigt.

Hat jemand vieleicht einen Tipp?
Meine Recherchen haben zwar 2 Typen ergeben, diese sind aber nicht bei 
den üblichen Händlern (Reichelt/RS) zu bekommen.

Für jeden Hinweis bin ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Timo
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4652066
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Timo schrieb:
> die jetzige Schaltung
Welche denn? Und warum braucht der HC123 darin so viel Strom?

> suche einen stromsparenden Vergleichstypen für den 74HC123.
Der HC123 ist ohne Takt per Definition schon stromsparend, weil er ein 
CMOS-Baustein ist. Wenn du da eine Stromaufnahme von 4mA hast, dann 
kommt die nicht durch den Eigenbedarf des ICs, sondern z.B. von einem 
Pullup/Pulldown o.ä.
Deshalb wird auch ein Wechsel des ICs keine Besserung bringen...
#4652126
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Timo schrieb:
> ich suche einen stromsparenden Vergleichstypen für den 74HC123.
> Zum Hintergrund, die jetzige Schaltung verbraucht nur durch den Monoflop
> schon 4mA.

Wohl kaum. Selbst wenn du die beiden Monoflops zu einem Ring schaltest 
und so permanent bei hoher Geschwindigkeit toggeln läßt, kommst du kaum 
auf 4mA. Irgendwas machst du also falsch.

Was Ersatz angeht: dazu müßte man wissen, was der HC123 in deiner 
Schaltung tun soll. Einen 100% Ersatztypen mit weniger Stromaufnahme als 
74HC wirst du nicht finden. Eine Schaltung die bei gleicher Funktion 
weniger Strom braucht hingegen ziemlich sicher.
Gast #4652158
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Ich habe nur rein den IC gemessen, ohne Beschaltung. Siehe Bild.


- Habe auch schon mit Pulldown bzw. auf Masse gelegten Pins versucht
- IC gewechselt (2x)
- Messgerät getauscht
- Alle verbindungen geprüft
- Wenn ich von 5V Spannung auf 3,7V gehe sinkt der Verbauch auf 2,5mA

Wie gesagt es kommt mir in der Schaltung schon komisch vor, aber selbst 
auf dem Steckboard verbrauchen sie 4 mA.

Alle diese Versuche ergab keine Änderung.
Auch das Datenblatt habe ich mir schon angeguckt, ja es steht etwas 
anderes drin aber ich kann es ja nicht ändern;-)


Aber danke für die bisherigen Antworten
Angehängte Dateien:
#4652166
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@  Timo (Gast)

>ich suche einen stromsparenden Vergleichstypen für den 74HC123.

Naja, der ist im Ruhezustand schon SEHR stromsparend, real deutlich 
unter den Datenblattwerten im einstelligen uA-Bereich und darunter.

>Zum Hintergrund, die jetzige Schaltung verbraucht nur durch den Monoflop
>schon 4mA.

Wirklich? Hast du das korrekt am Monoflop gemessen?

ALLERDINGS muss man sagen, daß diese Monoflops im akjtiven Zustand 
(Monoflopzeit läuft ab) DEUTLICH mehr Strom benötigen! Da hab ich vor 
langer Zeit auch mal getestet, weil ich auch ein sehr stromsparendes 
Monoflop brauchte. Den Wert für den 74HC123 hab ich nicht mehr, 1mA++ 
war es aber!

Die Alternativen heißen
1
Typ    ICC max. / uA  Lieferant
2
HEF4538          70        Labor            
3
74HC4538  180           RS 1697728
4
CD14538BE        80           Farnell 1470900
5
74HC4538        180           Farnell 381020

>Da die Schaltung batteriebetrieben ist suche ich ein IC was
>die selbe Funktion hat aber am besten nur uA benötigt.

Das schafft ein uC mit Sleep Mode.
#4652173
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@Timo (Gast)

>- Habe auch schon mit Pulldown bzw. auf Masse gelegten Pins versucht

VORSICHT!!! Wenn man nur 1 der 2 Monoflops benutzt, darf man das Pin RCX 
(Pins 15 und 7) NICHT anschließen, das muss offen bleiben! Alle anderen 
Eingänge MUSS man auf ein festes Potential legen, GND oder VCC!! Die 
Ausgänge müssen auch offen bleiben.
#4652192
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Joachim B. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Ein CMOS-IC mit offenen Eingängen verhält sich undefiniert.
>
> flattert und zieht permanent undefiniert Schaltstrom

Schwingungen (was Du wohl mit "flattern" meinst) sind eher nicht des 
Problem der erhöhten Stromaufnahme. Durch die offenen Eingänge mit ihren 
parasitären Kapazitäten treten sicher keine so hohen Frequenzen auf, daß 
sie durch Schaltvorgänge eine relevante Stromaufnahme ergeben könnten.
Vielmehr kommt die erhöhte Stromaufnahme daher, daß im "verbotenen" 
Eingangsspannungs-Bereich sowohl die High-Site FETs, als auch die 
Low-Site FETs im IC leiten. Im Digitalbetrieb leitet immer nur eine 
Seite, wodurch praktisch kein statischer Strom fließen kann.
Gast #4652243
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Timo mach dich mit den elektrotechnischen Grundlagen vertraut. Falls 
dann wider Erwarten noch Fragen offen bleiben, helfen wir dir gerne 
weiter! Ohne Ahnung von nichts eine Schaltung zusammenzustöpseln ist der 
falsche Weg.
#4652249
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Eine solches Monoflop arbeitet im zeitbestimmenden Teil analog und damit 
mindestens in der aktiven Phase nicht so stromsparend wie rein digitale 
Technik. Allerdings hat man über die Auswahl des R/C eine Kontrolle über 
den dadurch fliessenden Strom.

Da R/C Oszillatoren kleiner µCs im Unterschied zu solchen Monoflops 
extrem auf stromsparenden Betrieb ausgelegt sind, könnte der Ersatz 
eines 74HC123 durch einen solchen µC erheblich Strom sparen.
Gast #4652251
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Hallo,

alles gut.
Der Fehler waren die offenen Eingänge bzw. falsches Setzen der 
Pulldowns.
Ganz wichtig wie beschrieben Pin RCX
(Pins 15 und 7) NICHT anschließen, und mein Fehler war das ich beim Test 
mit den Pulldowns einen Ausgang mit runtergezogen habe.

Verbrauch im Ruhemodus 5uA und offen 10uA. Alles Super.

Danke für die Hilfe.
#4652253
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@ A. K. (prx)

>Eine solches Monoflop arbeitet im zeitbestimmenden Teil analog und damit
>mindestens in der aktiven Phase nicht so stromsparend wie rein digitale
>Technik.

Ja.

> Allerdings hat man über die Auswahl des R/C eine Kontrolle über
>den dadurch fliessenden Strom.

Jain. Die Querströme IM IC kann man damit nicht beeinflußen.
#4652280
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Thomas E. schrieb:
> Schwingungen (was Du wohl mit "flattern" meinst) sind eher nicht des
> Problem der erhöhten Stromaufnahme.

Doch zum Ersten hast du Recht das es im Übergang beide Transistoren halb 
leiten und damit Verluste bilden, zum Zweiten je nach Schalthäufigkeit 
kommen noch Umladungsverluste der parasitären Kapazitäten dazu.

Ob das zusammen 4mA wird kann ich aber ohne belastbare Daten nicht 
sagen.

In einem sind alle einer Meinung hoffe ich, keine CMOS Eingänge offen 
lassen.
Moderator Persönliche Seite #4652283
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guter Rat schrieb:
> Man braucht nicht für jeden Pups einen Mikrocontroller.

Das ist zwar prinzipiell richtig, dennoch schätze ich solche Hinweise 
wie den von A.K., dass man es durchaus auch anderes machen kann.

Solche komplett quer laufenden Ideen, um ein bestimmtes Problem zu 
lösen, sind wertvoll - egal ob im konkreten Fall sinnvoll oder nicht.
Gast #4652338
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Hallo,

um es noch mal kurz zu erläutern um anderen den Fehler zu ersparen.

Der Fehler war, das ich den Ausgang der zweiten Kippstufe auf Masse 
gezogen habe. In der Schaltung selbst und auch auf dem Steckboard.

In der Schaltung selbst hatten die Eingänge schon Pulldowns aber eben 
auch der Ausgang.

Bitte Beitrag schließen und danke für die Hilfe.

Grüße

Timo

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