Hey, ich hab mal eine frage ich hab mehre NPN Trasistoren (BC 546B)
hier, und frage mich wie ich diese schalten muss, damit ich sie wie ein
Wechselschalter nutzen kann. Am Ausgang soll zwischen UB und GND hin und
her geschaltet werden.
Ich hatte erst die Idee den Ausgang mit einen 10k Widerstandgegen Masse
zu verbinden und den Transistor, dann die Leitung beim Schalten auf UB
anhebt.
Doch für mich hört sich das nicht ganz so schön gelöst an, gibt es da
schon bekannte andere, schönere Lösungen?
In der Tat, es ist ein bischen unklar,
Aber ich habe orakelt und biete folgende Schaltung an. Sie schaltet über
eine Spannung zwei Lasten wechselseitig an- und aus.
Hast Du sowas gesucht?
Hab mal ein Auszug aus der Schaltung. Der Schalter S1 soll durch die
NPN's ersetzt werden.
Ist das ganze mit einem NPN möglich oder geht es nur mit mehreren?
DerNeuling schrieb:> Ist das ganze mit einem NPN möglich oder geht es nur mit mehreren?
Naja, du musst eben in Kauf nehmen, dass die Schalterstellung 1-2, die
ja praktisch eine 0Ω-Verbindung darstellt, bei Verwendung eines
Widerstandes eine andere Zeitkonstante ergibt. Die Verbindung 2-3 bei
gedrücktem Schalter kannst du sicherlich recht gut mit dem Transistor
nachbilden, wenn auch nicht ganz ideal.
Ich hätte bei der Aufgabenstellung also einen 1kΩ (oder weniger, je nach
dem, was der Transistor kann) zwischen 2 und 3 des Schalter gelegt und
dann einen NPN von Pin 2 auf GND.
Es geht auch ein PNP von 1 nach 2 und ein Widerstand von 2 nach GND.
Aber 10kΩ sind natürlich weit weg von den 0Ω des Schalters.
DerNeuling schrieb:> Hab mal ein Auszug aus der Schaltung. Der Schalter S1 soll durch die> NPN's ersetzt werden.>> Ist das ganze mit einem NPN möglich oder geht es nur mit mehreren?
Sowas nennt man Gegentaktausgang oder Halbbrücke und man baut das
mit einem PNP oben und einen NPN unten. Viele ICs haben sowas
standardmäßig am Ausgang, z.B. praktisch alle Digital-ICs.
Hab mal gerade auf ner Experimentierplatte rumprobiert, wie sieht das
eigentlich aus, wenn ich den NPN High-Side Schalte. Zwischen GND und
Emitter einen Wiederstand (10k) einsetzte, dann hab ich doch im
Schaltbetrieb zwischen Emitter und widerstand meine 5V, und im nicht
schaltenden Zustand mein GND dort anliegen oder hab ich jetzt dabei was
übersehen?
DerNeuling schrieb:> Hab mal gerade auf ner Experimentierplatte rumprobiert, wie sieht das> eigentlich aus, wenn ich den NPN High-Side Schalte. Zwischen GND und> Emitter einen Wiederstand (10k) einsetzte, dann hab ich doch im> Schaltbetrieb zwischen Emitter und widerstand meine 5V, und im nicht> schaltenden Zustand mein GND dort anliegen oder hab ich jetzt dabei was> übersehen?
Ein Transistor wird grundsätzlich zwischen Basis und Emitter
angesteuert. "Ground" spielt keine Rolle. Ist ein NPN mit dem
Kollektor mit Plus verbunden, brauchst Du normalerweise eine
Ansteuerspannung, die höher als die Betriebsspannung ist.
Ansonsten kann der Transistor nur teilweise durchgesteuert werden.
Achso. Du schaltest ja nur einen Ausgang zwischen Supply und Ground hin-
und her.
Das kannst Du mit einer Push-Pull Ausgangsstufe machen (google mal
danach). Normalerweise setzt man dazu ein NPN/PNP Transistor-Paar ein.
Mit einem Transistor kommst Du nicht aus, da ein Transistor immer nur
eine Verbindung schließen und öffnen kann.
Schau Dir mal das Bild im Anhang an. Q1 und Q2 ist eine ganz simple
Push-Pull Ausgangsstufe. Q3 und R1 sind ein Treiber dafür (bei Dir
eventuell nicht nötig, kommt auf die Schaltung drum herrum an). Wichtig
ist, das so eine Stufe immer voll durchgeschaltet wird, dafür der
Treiber.
Bei den Transistoren hast Du freie Auswahl, das geht natürlich nicht nur
mit den von mir benutzten, sondern auch mit einem BC546/BC556 Paar.
Jein, es geht nur so halb.
Wenn Du das so aufbaust und mit einem Messgerät die Ausgangsspannung
misst, dann wirst Du dort 0V/5V messen können. Allerdings funktioniert
das nur, weil Dein Messgerät sehr hochohmig ist.
Du schaltest ja nicht mehr direkt gegen Ground sondern über einen 10k
Widerstand gegen Ground.
Der Kondensator, der in deiner Originalschaltung war wird dadurch viel
langsamer entladen. Wenn das für Dich okay ist, dann kannst Du das
natürlich so machen.
DerNeuling schrieb:> Und sowas wie im Bild geht nicht ?
Gehen tut das schon, nur wie gut.
- diese Variante hat am Emitter maximal 4.3V; mit PNP nach 5V oder NPN
nach GND wären es wenigstens 4.8V, wobei der R1 (vom letzten Post)
jeweils am Kollektor angeschlossen ist.
- mit der Variante von Nils P. hast du nur noch 3.6V Hub, aber in beide
Richtungen recht niederohmige Verbindungen, die dem Schalter wieder nahe
kommen.
- der 10k-Widerstand ist noch immer viel größer als die 0Ω, die der
Schalter liefert.
- was willst du mit der Schaltung eigentlich machen? Sieht aus, wie ein
Teil einer Ladungspumpe, wobei noch entscheidendes fehlt.
Probiere es doch einfach aus! Bisher hast du ja auch nichts über den
Lastwiderstand verraten.
Wie beschreiben ist es mehr zum Probieren gedacht. Hab verschiedene
lasten mal getestet (4,7k, 10k, 33k).
Mir geht es nur darum das verhalten eines Kondensators besser zu
verstehen.
Sprich Lade- und Entladezyklen und wie das sich verhält, wenn sich lade
und entlade Zyklus schnell abwechseln (bisher mit nen Schalter), nur bis
einige Hz und jetzt mit nen UC und mehreren kHz.
Ich weiß für eine Ladungspumpe fehlt die 2. Diode und der 2. Kondensator
etvl. sogar noch ein 3. zur Stabilisierung der Ausgangsspannung. ;-)
HildeK schrieb:> Dann nimm doch LTSpice - da lötet es sich viel schneller und messen ist> auch wesentlich einfacher ... :-)
Und es spielt keine Rolle, ob die reale Bastelkiste nur zwei Arten
Transistoren enthält. Noch dazu werden durch Fehler nicht weniger draus.
Guter Tipp...