Moin, ich suche ewas ähnliches wie die Temperaturregelung bei einem OCXO. Es geht um einen Messeinrichtung, deren Elektronik temperaturstabilisert werden soll. Eingebaut ist alles in einem Metallgehäuse mit einer Größe einer Zigarettenschachtel. Dieses Gehäuse soll nun auf eine Temperatur von etwa 30°C gebracht werden. Eine Hysterese von 1 K ist akzeptabel. Vorschläge??? Danke! Holger
Ich würde irgend einen Transistor im TO220-Gehäuse nehmen und den auf einen passenden Kühlkörper montieren. Wieviel Leistung verbrät Deine Schaltung? Ggf. sind die 30° nicht machbar, wenn die Eigenerwärmung zu groß ist. Die Umgebungstemperatur muß natürlich auch immer drunter liegen (Hochsommer?)...
Holger schrieb: > ich suche ewas ähnliches wie die Temperaturregelung bei einem OCXO. Du suchst also einen Thermostat. </Zaunpfahl> > Es > geht um einen Messeinrichtung, deren Elektronik temperaturstabilisert > werden soll. Eingebaut ist alles in einem Metallgehäuse mit einer Größe > einer Zigarettenschachtel. Dieses Gehäuse soll nun auf eine Temperatur > von etwa 30°C gebracht werden. Eine Hysterese von 1 K ist akzeptabel. 1K ist doch grobschlächtig. Da reicht ein simpler 1-Punkt Regler. Du brauchst eine Heizung (Widerstand, Transistor etc.) und einen Temperaturfühler (NTC oder integriert). Der Rest der Regelelektronik kommt in den Thermostaten, deshalb ist dessen Temperaturabhängigkeit unkritisch. Worüber du nachdenken solltest: - kannst/willst du das thermostatierte Volumen nach außen isolieren? - was ist mit Wärmeeintrag von anderen Bauteilen im Inneren? - was mit der Umgebungstemperatur? Sind die 30°C unter allen Umständen einzuhalten? - sind die 30°C eine irgendwie begründete Wahl? Bei OCXO sind Quarz und Ofentemperatur aufeinander abgestimmt: der Quarz hat bei der gewählten Temperatur einen besonders kleinen TempCo
Moin, ja der Raum ist auf 20°C temperiert. Es gibt keinen nennenswerten Temperatureintrag. Auch nicht von der Messelektronik. 30°C ist ausreichend.Isolierung kann über Styroporschichten erzielt werden. Es geht nicht um OCXO. Das Heizsystem war nur die Grundidee. Gibt es Schaltpläne? Holger
Die Schaltung ist ausgelegt für Temperaturmessung mit Pt-100 und eine Temperatur von 42,8 °C. Die Heizung erfolgt mit einer selbstklebenden Heizfolie (Conrad oder so). Musst du ein bisschen anpassen auf deine Bedürfnisse. Die Regelqualität hängt ebenso von der Schaltung und der Qualität der Komponenten ab wie von dem mechanischen und thermischen Aufbau. Hatte eine kiloschwere Alubüchse in 30 mm Schaumzeig isloiert eingebaut, der Pt 100 direkt an der Heizfolie montiert. In der Alubüchse war die Temperaturschwankung im eingeschwungenen Zustand im mK-Bereich.
ths schrieb: > Hatte eine kiloschwere Alubüchse in 30 mm Schaumzeig isloiert eingebaut, > der Pt 100 direkt an der Heizfolie montiert. Und woher kannte deine Regelung die wahre Temperatur deiner Alubüchse? In der Aufheizphase läuft die durch ihre Wärmekapazität sicher hinter der Folie hinterher und im eingeschwungenen Zustand liegt die auf Grund der Wärmeübergänge zwischen Heizfolie-Büchse bzw. Büchse-Umgebung irgendwo zwischen der gemessenen Temperatur und Umgebungstemperatur.
Läuft hinterher, ja. Das ist so, stell die DGL auf und rechne nach. Durch die Isolation und die Dissipation der restlichen Komponenten ist die Temperatur nicht exakt 42,8000 Grad, aber vor allem konstant. Hängt alles sehr von den Randbedingungen ab. Für mich passt es.
Wenn die Verluste im kritischen Bereich klein sind, sollte die Regelschaltung selber eher nicht mit in den geregelten Bereich, um dort nicht unnötig viel Wärme rein zu bringen. Nur der Wirklich kritische Teil, wie Sensor und Vergleichselement (z.B. Diode/Transistor und Ref. Spannung oder NTC und Widerstand) sollten ggf. im stabilen Bereich sein. Es ist ggf. ganz vorteilhaft den Steuertransistor auch als Heizer zu nutzen, denn dann wird die Heizleistung linear von der Steuerspannung abhängig und nicht quadratisch wie bei einem Heizwiderstand. Wegen der Symmetrie wären ggf. 2 Heizer ganz gut. Die Regelung kann man i.A. auch noch analog machen, auch wenn es ggf. unhandlich großen Kapazitäten braucht. Eine relativ schnelle Kopplung vom Heizer zum Sensor kann da helfen die Zeitkonstante im praktikablen Bereich zu halten.
Vom Aufbau passt es relativ gut mit Metallhülle und Heizer und Sensor relativ eng daran gekoppelt. Eine gute Kopplung Heizer - Sensor erlaubt eine relativ schnelle und gute Regelung der eigentlich kritische Teil hinkt dann zwar ggf. hinterher - das ist halt eine zusätzliche Tiefpasswirkung. Über die Verlustleistung am kritischen Teil kann es da etwas wärmer sein, aber aber um einen berechenbaren, eher konstanten Wert. Ggf. bräuchte man da einen 2. Sensor, wenn die Leistung da sehr schwankt. 1 K Hysterese wäre schon sehr viel - das sollte in der Regel viel besser werden. Luftdruckschwankungen setzen dann irgendwann ein Limit.
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