triac aus transistoren

Gast #4666935
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Hallo zusammen,

um die Funktionsweise von Triacs zu verstehen wollte ich diesen in 
LTSpice simulieren. Ich habe einmal eine einfache Schaltung mit einem 
"fertigen" Triac und einmal zusammengebastelt mit Transistoren 
simmuliert. beides liefert jedoch unterschiedlich Ergebnisse und auch 
nicht das, was laut Internet passieren soll.

Zum fertigen Triac
--> Solange die Spannung von V1 null ist müsste der Strom durch den 
Widerstand R1 null sein und somit der Triac sperren bzw. hochohmig sein. 
Was für mich im Umkehrschluss bedeutet, dass an R2 die komplette 
Spannung von V1 abfällt. Ich messe jedoch an dem Punkt "U1" die selbe 
Spannung wie über R2

Habe ich einen Fehler im Aufbau der Schaltungen?
Spielt die größe der Widerstände hierbei eine entscheidende Rolle?
Angehängte Dateien:
#4666985
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Sabrina schrieb:
> Was für mich im Umkehrschluss bedeutet, dass an R2 die komplette
> Spannung von V1 abfällt. Ich messe jedoch an dem Punkt "U1" die selbe
> Spannung wie über R2

Was faselst Du da?

Solange der Triac nicht zündet (wie im vorliegenden Fall), fällt an R2 
keine Spannung ab. Daher ist U1 identisch mit V2.

> Habe ich einen Fehler im Aufbau der Schaltungen?

Bezüglich Deiner Frage nicht.

Beim simulierten Triac würde ich aber die Basis von Q3 (statt Q2) als 
Gate benutzen. So kann der Triac nicht sperren (zwei Basisstrecken in 
Serie).

> Spielt die größe der Widerstände hierbei eine entscheidende Rolle?

Ja.

Erhöhe doch mal den Zündstrom.
Gast #4667003
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jetzt mal den Fall mit dem Triac aus der Bibliothek betrachtend...

V1 ist bei mir pulsierend, da ich zu Beginn den sperrenden Zustand 
simulieren möchte.
1. V1 = 0V
2. I durch R1 = 0A
3. I druch R3 = 0A
--> Triac sperrt also wie gewollt und die Spannung von V2 sollte an U1 
abfallen. (Sorry, da ich ja nur einen Messspitze hab misst er ja im 
Bezug auf Masse. Wenn ich also oberhalb von R2 klicke wird die Spannung 
U1 addiert da diese in Reihe ist). Der Strom durch R2 ist aber nahezu 
Null also sollte es ja soweit passen.


Sobald V1 dann eine Spannung liefert, sollte ja der Triac zünden ... U1 
müsste in diesem Fall aber doch dann 0 sein?
#4667007
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@ Sabrina (Gast)

>"fertigen" Triac und einmal zusammengebastelt mit Transistoren
>simmuliert. beides liefert jedoch unterschiedlich Ergebnisse

Logisch. Dein selbstgestrickter TRIAC funktioniert so nicht. Ein TRIAC 
ist mehr als 2 antiparallele Thyristoren. Die Potentiale der Gates sind 
verschieden, darum kann man die nicht einfach verbinden!
Gast #4667024
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Ich kann den Zündstrom noch so weit erhöhren und bekomm den Triac nicht 
gezündet. Kann es sein das der Triac aus der LT Spice Bibliothek quasi 
nur das Bauteil mit seinen Anschlüssen ohne irgendwelche Daten 
bereitstellt? Ich habe nämlich keine extra Bibliothek und keinen 
bestimmten Triac ausgewählt
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4667043
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Reale TRIACs bestehen nicht aus der von Dir dargestellten 
Ersatzschaltung, sondern die hochgradig asymmetrische geometrische 
Anordnung der Halbleiterstrukturen ist dabei ganz entscheidend. 
Insbesondere stellt die Ersatzschaltung auch nicht dar, wieso ein TRIAC 
während der negativen Halbwelle trotzdem mit einem positiven Zündimpuls 
am Gate getriggert werden kann. Du solltest Dir unbeding einmal die 
Schichtenfolgen anschauen und die dort entstehen 
Ladungsträgerverteilung. Dann kannst Du eventuelle erkennen, wo dort 
welche "Dioden" und "Transistoren" vorliegen.
#4667055
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Sabrina schrieb:

> um die Funktionsweise von Triacs zu verstehen wollte ich diesen in
> LTSpice simulieren. Ich habe einmal eine einfache Schaltung mit einem
> "fertigen" Triac und einmal zusammengebastelt mit Transistoren
> simmuliert. beides liefert jedoch unterschiedlich Ergebnisse und auch
> nicht das, was laut Internet passieren soll.

So wie bereits gesagt: Das wird wohl nicht gehen. Was aber geht,
ist ein Thyristor bestehend aus zwei Transistoren. Eine solche
Schaltung funktioniert ja auch "in echt".
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4667072
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Harald W. schrieb:
> Was aber geht, ist ein Thyristor bestehend aus zwei Transistoren.
> Eine solche Schaltung funktioniert ja auch "in echt".

Zumindest die Grundfunktion kann man so darstellen. Ich erwarte aber 
nicht, dass sich mit solch einem Modell "höhere" Effekte darstellen 
lassen, z.B. eine(n) Thyristor(tetrode) als programmierbaren 
Unijunctiontransistor einzusetzen.
#4667400
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Harald W. schrieb:
> Was aber geht,
> ist ein Thyristor bestehend aus zwei Transistoren. Eine solche
> Schaltung funktioniert ja auch "in echt".

Oft, wegen der geringen B-E-Sperrspannung, aber auch nicht befriedigend.


Harald W. schrieb:
> Übrigens werden m.W. auch heute noch professionelle Dimmerschaltungen
> mit Thyristoren gebaut, dadiese teilweise bessere Kenndaten gegenüber
> Triacs haben.

Das immer erforderlich, wenn höhere Frequenzen im Spiel sind.
Dann steht für den Ladungsträgerabbau, der eine Fehlzündung verhindert, 
beim Triac nur der kurze Moment des Nulldurchgangs zur Verfügung, 
während beim SCR die gesamte negative Halbwelle dafür verfügbar ist.
Die schnellsten Thyristorschaltungen, die in größerem Umfang gebaut 
wurden, waren vermutlich die Horizontalablenkschaltungen in Fernsehern, 
die mit über 15kHz liefen.
Gast #4667651
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> Übrigens werden m.W. auch heute noch professionelle Dimmerschaltungen
> mit Thyristoren gebaut, da diese teilweise bessere Kenndaten gegenüber
> Triacs haben. Nur die Ansteuerung word dann etwas aufwändiger.

Die Leistungsseite natürlich auch, wenn beide Polaritäten geschaltet 
werden sollen.

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