Hi Leute, Welcher Batterietyp ist eigentlich am besten für große Höhen (=niedriger Luftdruck) geeignet? Ich meine jetzt u.a. auch in Hinsicht auf "Ausgasen" (aufrund des geringeren Lufdruckes) und Explosionsgefahr (Druckdifferenz Batterie-Innenleben zu Umgebungsdruck). mfg
Dein größeres Problem dürfte die Kälte sein. Kalter Akku/Batterie schafft nicht gerne.
Hallo, wie viel Kapazität enötigst Du? Wiederverwendbar oder nicht? Nimh LowSelfDischarde oder Liion(Lipo4 oder Nickel Mangan). Blei ist zu schwer. SAFT ist eine gute Adresse, die haben in jedem Fall was geeignetes, da kannst Du auch wehen konventioneller Akkus die nicht für Space sind anfragen ob die prinzipiell geeignet sind. Man will ja nicht dass die "Rupture-Disk" den Akku entgast und dass Elektrolyt wegen dem geringen Druck anfängt zu kochen. Wenn Du tags fliegstkannst Du ebentuell auch eine Solarzelle nehmen, Du fliegst ja über den Wolken. Ich denke bei 30-40km Höhe hast Du auf fast das thermische Verhalten von Vakuum,... ich denke da musst Du mal Fachliteratur blättern. Eventuell oben Hitzeschutz, unter schwarz zur Abstahlung von Wärme. Space ist interessant,...ist es ein Privatprojekt oder kommerziell? Grüße Seppel
Hallo ! Ich hab' vor langer Zeit mal einen Wetterballon gefunden, da waren normale R6-Batterien zur Stromversorgung drin, eventl. etwas Bessere. Die waren in einer passenden Styropor-Schachtel drin - gegen die Kälte. MfG
Hi, ich habe etwas Erfahrung im Bereich Weltraum und Batterie... Um es kurz zu machen: Man nimmt teure Batterien, die sowohl chemisch als auch mechanisch genau auf die Bedürfnisse zugeschnitten sind (u.A. SAFT), oder man qualifiziert sich COTS Zellen. Eine häufig benutzte Zelle sist z.B. die hard carbon 18650 Zellen von Sony. Diese werden Chargenweise gekauft, selektiert und Qualifiziert. Beides kostet salopp gesagt ein Arsch voll Geld. Es gibt eine Menge an Dokus zu dem Thema. ABSL arbeitet z.B. mit den besagten 18650 Zellen. Diese werden u.A. auch von Deep Space Missionen der ESA und NASA benutzt. SSTL war eine der ersten Firmen die COTS Zellen Qualifizierten. Wenn es an Zellen geht, die bei geringer Temperatur noch Energie halten sollen, nimmt man versuchsweise auch schon mal LiFePo4 Chemien. Zellen Beheizen ist natürlich auch oft erforderlich. Google mal nach "NASA Battery Workshop", da gibt es duzende Artikel zu den Themen Ein ganz interessanter Bericht/Forumseintrag ist dieser: https://speakev.com/threads/long-term-care-of-your-tesla-battery-its-not-rocket-science-maybe.6705/ Wenn man den gelesen hat, weiß man, wo Tesla seine Idee her hat und wie diese Idee aus dem Weltraum auf die Erde gekommen ist :)
Gegenfrage: warum hast du für diese Frage genau dieses Unterforum ausgesucht? Was hat das mit Microcontrollern zu tun?
Hallo, das ganze Tesla-Konzept stammt eigentlich nicht von Tesla, sondern von AC-Propulsion. Was Max Max noch nicht beantwortet hat ist die Frage ob Primärzellen, oder aufladbar. Faktisch müsste er auch BMS für die zellen haben dass die extremen bedingungen berücksichtigt, keine einfache Aufgabe, man muss ein Batterie-Modell haben, eventuell temperieren,... . Wenn's er nur am Tag fliegt, ist eine Solarzelle und ein großer Kondensator(Mil oder mind. Automotive Grade) eventuell gar keine schlechte Lösung, oder? Grüße Sebastian
Sebastian schrieb: > Wenn's er nur am Tag fliegt, ist eine Solarzelle und ein großer > Kondensator(Mil oder mind. Automotive Grade) eventuell gar keine > schlechte Lösung, oder? Wenn du auf Supercaps hinaus willst, sind die zwar toll was Impulsströme angeht, aber von der Energiedichte sind diese einfach zu schwer und/oder zu groß. Sie werden eh meist (also in den aktuellen Forschungsstudien) als Hybrid (Akku/Cap) benutzt um die Akkus vor Peaks zu schonen. Ein aktuelles ESA Forschungsprojekt hierzu ist aktuell dies: https://artes.esa.int/news/supercapacitors-space mit einer Tschechischen Firma die COTS Zellen evaluiert. Primärzellen sind natürlich auch super! Philae (der Kind-Sonde von Rosetta) hatte neben solargeladenen Akkus (übrigens ein ABSL 18650 Pack) Primärzellen von Saft [Pack entwickelt von CNES (das franzäsiche Pondont zur DLR)], welche Kommerziell sind (LSH-20 mit 3,6V @ 13Ah) und auf alle erdenklichen Gebrächen getestet wurden. - Diese versorgten übrigens auch die Sonde, nachdem sie unglücklich im Schatten landeten. Die Zellen haben idealerweise einen sehr tiefe Operationstemperatur von bis zu -60°C (bei verringerter Gesamtkapazität) was den Einsatzzweck entgegen kam.
Kurze Korrektur: Aus der LSH 20 wurde eine spezielle Version, die LSH 20 HTS. Sie ist ähnlich zur std. LSH 20, wurde aber von der Kapazität etwas beschränkt (vermutlich um bei allen Temperaturen zuverlässige Kapazitätszahlen zu erlangen). Link: http://www.saftbatteries.de/local-sites/germany/pdf/55-05_germ.pdf Aber für einen "Stratos Ballon" (ich denke mit einer begrenzten Einsatzzeit und geringem Gewicht) wäre eine std. LSH 20 (o.Ä.) alleine schon wegen ihrer Energiedichte und Temperaturbereich eine Überlegung wert!
Unterdruck ist in der Regel nicht kritisch, da der Druckunterschied nie 1bar überschreiten kann. Nimmt man eine druckfeste Zelle die für >2bar spezifiziert ist, dann geht die auch für beliebigen Unterdruck.
Auch dazu gab es schon viele Untersuchungen - vornehmlich mit den eingeschweißten Zellen, den so genannten "Coffee Bag" LiPos. Diese blähen sich ungeschützt auf, was für eine Trennung zwischen Anode und Kathode sorgt. Darum werden diese, wenn sie z.B. für Cubesatz benutzt werden durch eine Mechanische Spannvorrichtung in Form gehalten. Hier ganz gut zu sehen: https://www.clyde.space/products/48-10whr-cubesat-battery -> Die Zelle ist zwischen zwei Platten Verkeilt, so das diese sich nicht aufblasen kann. Einige Zellen (vornehmlich Rundzellen) haben auch "Blow Off" Membranen/Ventiele, die gerne im Vakuum zu früh oder ungewollt öffnen und das Elektrolyt in die Freiheit entlassen (poetisch: "Der Weltraum, unendliche Weiten..."). Aber wie gesagt, "Max Max" sollte schon mit ein paar weiteren Infos rüber kommen.
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