Hallo zusammen, ich habe einen Digitalausgang, der mir Impulse (24V) ausgibt. Nun wollte ich mittels Oszilloskop die Laufzeitunterschiede aufzeichnen, wenn ich mit dem Tastkopf: 1. direkt an den Digitalausgang gehe 2. nach 200m Kupferkabel erst verbinde Schön wäre natürlich über Channel 1 die erste Messung und parallel dazu über Channel 2 die zweite Messung durchführen lasse. Je nach Oszi Auflösung und nach Leitungslänge, erhoffe ich mir minimale Laufzeitunterschiede zu detektieren. Die Pulse kommen mit 3Hz aus dem Digitalausgang. Im Anhang habe ich mal eine grobe Skizze erstellt. Kann ich mit dem Messaufbau das generell so machen, oder messe ich mist?
Geht N. schrieb: > Kann ich mit dem Messaufbau das generell so machen, oder messe ich mist? Nein, nicht wenn du nicht ein 200m langes Oszikabel benutzt. Du misst, was dein Oszi messen kann. Die Verzögerung beträgt mindestens ein paar µs. Ausserdem ist die Eingangsverzögerung bei gleicher Einstellung an beiden Oszi-Eingängen gleich, also ist die sichtbare Verzögerung die des Kabels. Georg
@Geht Nicht (jollepe) >ich habe einen Digitalausgang, der mir Impulse (24V) ausgibt. >Nun wollte ich mittels Oszilloskop die Laufzeitunterschiede aufzeichnen, >wenn ich mit dem Tastkopf: >1. direkt an den Digitalausgang gehe >2. nach 200m Kupferkabel erst verbinde Kann man machen, vorausgesetzt das Kabel liegt in einer Schleife, denn ein 200m langes Tastkopfkabel will man wohl eher nicht nutzen ;-) >Schön wäre natürlich über Channel 1 die erste Messung und parallel dazu >über Channel 2 die zweite Messung durchführen lasse. Das macht jedes normale Oszi. >Je nach Oszi Auflösung und nach Leitungslänge, erhoffe ich mir minimale >Laufzeitunterschiede zu detektieren. Normale Kabel haben ca. 5,5us/km Laufzeit. >Kann ich mit dem Messaufbau das generell so machen, Ja.
Geht N. schrieb: > ich habe einen Digitalausgang, der mir Impulse (24V) ausgibt. Warum so viel? Steile Impulsflanken sind für eine Zeitmesung wichtiger. Die Laufzeit düfte bei etwa 1µs liegen. Verwendest du ein Koaxkabel oder eine symmetrische Leitung?
@Hp M. (nachtmix) >> ich habe einen Digitalausgang, der mir Impulse (24V) ausgibt. >Warum so viel? Wahrscheinlich aus einer SPS ;-) >Steile Impulsflanken sind für eine Zeitmesung wichtiger. Stimmt. Da baut man sich besser ein TDR für Arme. http://www.epanorama.net/circuits/tdr.html
Geht N. schrieb: > Im Anhang habe ich mal eine grobe Skizze erstellt. > Kann ich mit dem Messaufbau das generell so machen, oder messe ich mist? Bei den meisten Oszis sind die Massen der Kanäle intern verbunden und haben meistens auch Schutzleiterpotential. Mit der Messung in der Skizze wird die - Leitung also am Anfang und am Ende somit kurzgeschlossen. Wenn das so beabsichtigt ist, dann ok. Falls nicht muss man da schon für Potentialtrennung sorgen, z.B: mit Differenztastköpfen.
Geht N. schrieb: > Je nach Oszi Auflösung und nach Leitungslänge, erhoffe ich mir minimale > Laufzeitunterschiede zu detektieren. "Minimal" ist gut. Selbst bei 1m Kabel hast du schon eine Verzögerung von gut 10ns.
@GeGe (Gast) >Bei den meisten Oszis sind die Massen der Kanäle intern verbunden und >haben meistens auch Schutzleiterpotential. Stimmt. >Mit der Messung in der Skizze wird die - Leitung also am Anfang und am >Ende somit kurzgeschlossen. Stimmt nur zur Hälfte. Für Gleichstrom und niedrige Frequenz ist es ein Kurzschluß der Masse. Für Hf nicht! >Falls nicht muss man da schon für Potentialtrennung sorgen, z.B: mit >Differenztastköpfen. Nö. Macht keiner, braucht man auch nicht.
p.s Das gilt natürlich für Hin-und Rückweg zusammen. Das Messen am Kabelende kannst du dir eigentlich sparen. Es reicht, wenn du das Signal mit einem Oszikanal am Einspeisende anguckst. Am Kabelende wird das Signal reflektiert (sofern offen oder kurzgeschlossen) und läuft dann zurück, so dass es wieder am Oszi vorbei kommt. Du solltest allerdings mit 50Ω Leistungsanpassung arbeiten, damit das ganze etwas performant wird.
Geht N. schrieb: > Kann ich mit dem Messaufbau das generell so machen, oder messe ich mist? Das hat Dir Falk schon gesagt. Weisst Du schon was herauskommen soll? Du hättest auch etwas über das Kabel sagen sollen. Ist Dir der Wellenwiderstand bekannt oder sind es nur verdrillte Drähte? Am saubersten kannst Du die Laufzeiten messen, wenn das Kabel am Anfang und am Ende mit dem Wellenwiderstand des Kabels abgeschlossen wird. Ansonsten wirst Du Echos des Impulses sehen können. Dieses Verfahren hat man auch zur Fehlerortung bei Fernmeldekabeln eingesetzt. Man konnte da die Fehlerstelle oft auf den Meter genau berechnen. mfg klaus
Jupp, ich habe mit einem simplem TTL IC als Impulsgeber und einem Oszilloskop Fehlerstellen in koaxialen Netzwerkkabeln lokalisiert. Klappt super.
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