Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ladeelektronik, Laden paralleler 36V Akkupacks


von P.Panther (Gast)


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Hallo!

Nach einiger Recherche im Forum und im Netz, bitte ich nun doch um eure 
Hilfe:

In einem existierenden Gerät kann der eingebaute 36V Li-Ion Akkupack 
mittels Ladenetzteil (42V, 2A) geladen werden.
So wie ich das verstehe ist es sinnvoll bzw. notwendig eine 
Ladeelektronik zu verwenden um ein Überladen zu vermeiden. (Mein 
Verständnis ist, dass die Ladeelektronik erkennt, wann der Akku voll ist 
und dann abschaltet bzw. mittels Impulsen die Ladung hält!?)

Ich möchte um die Ladung zu Erhöhen, 2 36V Akkupacks parallel schalten. 
Ich habe verstanden, dass man Akkus angleichen kann usw, möchte die 
beiden aber doch mit Shotkys und Sicherungen absichern (ich plane da 
eine Serie zu bauen und möchte mir die 'Arbeit' ersparen und zusätzliche 
Sicherheit bekommen).

1)
Was mir nun fehlt ist die Ladelektronik, d.h. was muss ich machen bzw. 
gibt es so etwas vl. schon fertig, um diese beiden Akkupacks (möglichst 
gleichzeitig, also parallel) zu laden?
Die eingebaute Ladeelektronik kann ich denk ich nicht verwenden, da ich 
ja 2 Akkus habe?
Gehe ich richtig in der Annahme, dass ich 2x eine Ladeelektronik 
brauche, da sonst das Sensing (Abschaltautomatik bei vollem Akku) nicht 
funktioniert?

Habt ihr einen Guide für mich o.ä. wo ich mehr über die Dimensionierung 
und den Aufbau einer Ladeelelektronik lernen kann?

2)
Bzgl. Netzteil, wenn ich das existierende verwende, lade ich 
warscheinlich doppelt solange, da der Strom sich ja aufteilt. D.h. 
einfach doppelt dimensionieren vom Strom her sollte reichen oder?

Vielen Dank für eure Hilfe!
lg

P. Panther

von Stefan F. (Gast)


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Schau erstmal auf Wikipedia nach dem Akkutyp und dann schau Dir mal eine 
der Zahlreichen Webseiten an, wo das Ladeverfahrend etailliert erklärt 
wird.

Daraus ergeben sich dann Antworten auf deine Fragen. Den Inhalt dieser 
Seiten abzuschreiben macht hier im Forum wenig Sinn.

Sinn macht allerdings die dringende Warnung: Lass die Finger davon! 
Wirklich, lass es bleiben.

Du hast keine Ahnung, was du da tust. Lithium Akkus sind sehr 
gefährlich. Vor allem welche in dieser Größe. Hast du die Videos von 
Hoverboards nicht gesehen, wo brennende Flüssigkeit sich durch das 
Gehäuse bohrt und dann meterweit in die Umgebung spüht?

42V 2A ist genau die Grö0ße, die in Hoverboard verbaut ist. Ohne 
jegliche Sicherung und ohne Balancer - technisch unverantwortlich. Die 
Qualität der zugehörigen chinesischen Ladegeräte ist ebenfalls 
unverantwortlich.

von P.Panther (Gast)


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@stefanus:
Danke für deine Antwort.
Aus eben genau den Gründen möchte ich (1) nur Samsung/LG Akkus verwenden 
und (2) diese mittels Sicherung absichern und nicht verändern.
Soweit ich verstehe, haben diese Packs Balancer eingebaut, sonst würde 
das ganze ja sowieso fahrlässig sein. (Die Akkupacks haben ja nur den 
2-Pol-Anschluss)

Falls trotzdem jemand noch einen Pointer für mich hat oder mir helfen 
will, danke.

lg

P.Panther

von Stefan F. (Gast)


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Samsung Akkus sind bei falscher Behandlung genau so unsicher wie andere. 
Eine gewöhnliche Sicherung schützt praktisch gar nicht vor der 
gefürchteten Selbstentzündung und auch nicht vor Überladung.

> Soweit ich verstehe, haben diese Packs Balancer eingebaut

Der angeblich originale Samsung Akku-Pack vom Elektroroller meiner 
Tochter enthält keinen Balancer. Ich habe nachgeschaut.

Mal vorausgesetzt du kennst und beachtest alle Sicherheitsmaßnahmen, 
dann kannst du zwei Akku Packs parallel schalten, sofern sie die gleiche 
Spannung haben. Danach kannst du sie parallel auch am alten Ladegerät 
laden - es dauert dann nur doppelt solange.

Verbinde aber niemals zwei Akkupacks, die nicht exakt die selbe Spannung 
haben.

Exakt gleiche Spannung kann man z.B. erreichen, indem man sie zuerst 
durch einen Widerstand aneinander angleicht und dann den Widerstand 
durch eine direkte Verbindung ersetzt.

von Harald W. (wilhelms)


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P.Panther schrieb:

> In einem existierenden Gerät kann der eingebaute 36V Li-Ion Akkupack
> mittels Ladenetzteil (42V, 2A) geladen werden.
> So wie ich das verstehe ist es sinnvoll bzw. notwendig eine
> Ladeelektronik zu verwenden um ein Überladen zu vermeiden.

Es geht nicht nur ums Überladen, sonder darum, das Li-Akkus dazu
neigen, sich bei Spannungen von über 4,2V pro Zelle intern zu
zersetzen. Dabei kann es auch zu Bränden kommen (früher häufiger,
heute seltener). Die Spannung sollte dabei auf 1% genau eingehal-
ten werden. Deshalb sollte man nur für Li-Akkus geeignete Lade-
geräte verwenden. Das Parallelschalten von weitgehend leeren Akkus
ist dagegen kein Problem. Das Laden dauert dann nur entsprechend
länger. Bei µC-gesteuerten Ladegeräten schlägt aber möglicherweise
eine Zeitbegrenzung zu.

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