Forum: Offtopic Das Ende aller Sicherheitslücken oder der Anfang von Skynet?


von Icke ®. (49636b65)


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Ein Haufen irrer Nerds hat auf der Cyber Grand Challenge der DARPA einen 
Wettbewerb ausgetragen, oder besser gesagt -austragen lassen-, bei dem 
sich von den Teams präparierte Systeme völlig autonom gegenseitig 
hackten und! auch völlig autonom Sicherheitslücken erkannten und! diese 
völlig autonom durch Erzeugen neuen Codes fixten:

http://www.heise.de/security/meldung/Cyber-Grand-Challenge-Unsichere-Computer-heilten-sich-selbst-3288657.html

Menschliches Eingreifen war dabei weder vorgesehen noch möglich. Sicher, 
die Rahmenbedingungen der Challenge waren eng gesteckt, aber wenn der 
Zug auf dieser Schiene weiterfährt, sind sich selbst programmierende 
Systeme bald kein SciFi mehr. Und wenn es soweit ist, wird der Mensch 
irgendwann nicht mehr nachvollziehen, respektive begreifen können, was 
der von ihm geschaffene Colossus ausheckt und ob er sich an die 
Asimovschen Regeln halten wird. Bis dahin rauschen noch etliche 
Yottabytes durchs Web, aber Skynet rückt ein wenig näher...

von Johann L. (gjlayde) Benutzerseite


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Schlimmer: Ein Skynet MIT Sicherheitslücken!

von Icke ®. (49636b65)


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Johann L. schrieb:
> Schlimmer: Ein Skynet MIT Sicherheitslücken!

Wieso? Dann hätte John Connor wenigstens ein Chance, Skynet zu hacken.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Bekannte Sicherheitslücken automatisiert mittels Codeanalyse zu finden 
und das zu patchen ist ja wohl nicht wirklich Skynet.

Das schwierige ist wohl die Codeanalyse und das Wissen darüber welche 
Programmversion welche Sicherheitsrisiken birgt und das mit einem 
aktuellen Patch zu fixen.

Da waren wohl ein haufen Virenschreiber am Werk, die gegenseitig die 
anderen Computer zu hacken versuchten. Deshalb wurde das Projekt mit 
mehreren Millionen vom Militär gefördert.

von Icke ®. (49636b65)


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Markus M. schrieb:
> Das schwierige ist wohl die Codeanalyse und das Wissen darüber welche
> Programmversion welche Sicherheitsrisiken birgt und das mit einem
> aktuellen Patch zu fixen.

Soweit ich das richtig interpretiere, haben die Systeme nicht einfach 
vorhandene Patches installiert, sondern sie haben die Patches selbst 
programmiert. Ob man das schon als KI einstufen kann, vermag ich nicht 
zu beurteilen, aber immerhin ist es durchaus ein gewisses, 
menschenunabhängiges Eigenleben. Von Skynet freilich noch so weit 
entfernt, wie Lilienthal von der Marslandung.

von Kai S. (kai1986)


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Hallo,

ich finde es interessant, das es solche Wettbewerbe gibt. Allerdings hab 
ich gleichzeitig auch den Eindruck, das die Sicherheitslücken das 
Ergebnis schlechter Arbeit sind oder durch alten Quellcode entstehen, 
der für leistungsschwache Systeme mit minimalen Sicherheitsanforderungen 
geschrieben war und "einfach kopiert wurde" ohne die neuen Anforderungen 
zu prüfen (bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre, ich stecke da 
nicht wirklich tief drin).
Von daher sieht es in meiner Welt so aus, als müsste man den vorhandenen 
Code "einfach auf Regeln der guten Praxis" prüfen und dies bei 
Missachtung im Code nachbessern. Im Endeffekt der nächste Schritt der 
Syntaxprüfung, wenn auch sicher deutlich aufwengier zu implementieren.
Das Hacken beruht nach meinem Verständnis im wesentlichen darauf die 
"Fehler durch nicht eingehaltene Praxisregeln" auszunutzen. Somit 
beläuft sich das automatische Hacken auf Standardangriffsmuster, die von 
der Maschine an den unterschiedlichsten Stellen ausprobiert werden.
Bitte nicht falsch verstehen, das ist eine super Leistung (und großer 
Arbeitsaufwand) der Programmierer ein System für einen solchen 
Wettbewerb umzusetzten. Anschaulich gesprochen schauen die aber nur 
noch, ob neben der verschlossenen Haustüre ein Loch in der Wand gelassen 
wurde und beim schließen der Sicherheitslücken wird das Loch zugemauert, 
was eigentlich der Erbauer/Programmierer schon vor dem Veröffentlichen 
hätte machen sollen, wenn er anständig gearbeitet hätte (z.B. er hat 
nicht das nötige Können, der Chef lässt nicht genug Zeit, um die Arbeit 
fachgerecht auszuführen, oder oder oder).

Ich persönlich sehe da die Skynetgefahr dann doch deutlich eher bei den 
Deep Learning Algorithmen.

Gruß Kai

von Daniel A. (daniel-a)


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Kai S. schrieb:
> Ich persönlich sehe da die Skynetgefahr dann doch deutlich eher bei den
> Deep Learning Algorithmen

Das halte ich für ausserst unwahrscheinlich. Deep Learning Algorithmen 
sind ziemlich einfache Programme, und die heute üblichen basieren alle 
auf dem selben Prinzip, nähmlich die Wahrscheinlichkeit eines Sinvollen 
resultats zu erhöhen. Eigentlich sind es Algorithmen zur Lösung von 
Optimierungsproblemen. Für eine echte KI braucht man noch weitere 
Komponenten, wie eine generische Datenbank, Fuzzylogic, und etwas um die 
KI Dinge erkennen und modifizieren lassen kann, sowie ein internes 
Realitätsmodell, etc. Bisher war noch niemand verrückt genug, das alles 
zu kombinieren, vermutlich weil es sich Finanziell nicht lohnt. Deshalb 
sind unsere "KI" nicht wirklich Intelligent.

Edit:
1
Shall I write Skynet? [Y/n]

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