Vor längerer Zeit habe ich in einem Shop das Ding im Anhang mit gekauft.
Jetzt habe ich das gebraucht, und bin recht angetan von dem Ding. Das
Ding braucht Zeit um auf Temperatur zu kommen, aber danach kriegt man
durchkontaktierte Löcher frei.
Die Dinger werden von allen möglichen Läden für unter 10€ verhökert.
Kann man das Ding im heißen Zustand aufmachen und entleeren?
Wenn nicht, wird man bei Verstopfungen der Pumpe seine helle
Freude haben, wenn das Ding erst abkühlen muss.
Inkognito schrieb:> Kann man das Ding im heißen Zustand aufmachen und entleeren?> Wenn nicht, wird man bei Verstopfungen der Pumpe seine helle> Freude haben, wenn das Ding erst abkühlen muss.
Alle Entlötpumpen, die ich kenne, kann man im kalten Zustand entleeren.
Ich kenne keine einzige, die bei der Entleerung heiß bleiben muß...
Thomas B. schrieb:> Es gibt nichts besseres als Entlötlitze.Sebastian S. schrieb:> Toll, hätte ich mir vor 20 Jahren auch gekauft.>> Aber heute?
Gibts immer noch. Wirklich!
Hab das Teil auch. Zwar selten im Einsatz, aber funktioniert super.
Sollte sich jemand so eine Entlötpumpe kaufen, dann sollte er auch ein
paar Lötspitzen als Zubehör kaufen. Die Lötspitzen halten nämlich nicht
sonderlich lange.
lg
von P*llin?
Einen Haken muss das Ding haben, das geht in dem Laden kaum anders.
so'n Billchkram verströmt z.B. gerne Weichmacherdüfte,
mit denen man auch in einer Turnhalle raumfüllende Duftmarken setzen
kann
Haken?
Ja, hat es. Aber nicht etwa der Geruch. Der ist einwandfrei.
Sondern der Griff. Wenn man es falsch macht, dann wird dieser Griff sehr
schnell sehr heiß, weil er ja innen hohl ist und als Reservoir für die
angesaugte Grütze fungiert.
Aus diesem Grund habe ich mir einen alten Lötkolbenhalter so
modifiziert, daß der Entlötkolben dort fast waagrecht abgelegt werden
kann. Im Ergebnis steigt die heiße Luft viel weniger in den Griff, so
daß der Apparillo auch bei längeren Sitzungen mit mehreren Hundert
Lötpunkten (z.B. Stiftleisten und ähnliches Geraffel) einwandfrei
benutzbar bleibt.
Auch bei der Benutzung halte ich den Kolben - ganz anders als einen
normalen Kolben - in der geschlossenen Faust und mit dem Daumen auf dem
Abzug. Die zu bearbeitende Leiterplatte steht fast senkrecht, der Kolben
in der Faust fast waagrecht, wie schon gesagt.
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist damit sehr hoch, bei einlagigen Platinen
sogar nahezu im Sekundentakt!
Der Deckel des Reservoirs sitzt bei meiner Pumpe sehr streng und konnte
bei den ersten Malen nur mit einem kräftigen Schraubendreher aufgehebelt
werden. Inzwischen ist die Rastnase angenehm geschmeidig geworden.
Der Innendurchmesser der Spitze bzw. überhaupt der Spitzendurchmesser
ist für manche Packungsdichten etwas groß, aber durch etwas
außermittiges Ansetzen ist das meist gut auszugleichen.
Für gute Ergebnisse sollte außerdem großzügig angeheizt werden. Ich gehe
immer von etwa 10 Minuten aus.
Fazit:
Sobald man mal den Bogen raus hat, ist das Ding wirklich jeden Pfennig
wert!
Lötlitze schätze ich zwar auch, aber brauche sie inzwischen viel
seltener als den süßen Sauger, was den Geldbeutel schont :-)
● J-A V. schrieb:> Diodenes schrieb:>> modifiziert>> = Quick + dirty?
Ne ne, ganz im Geigenstil. Grundsolide und für die Ewigkeit gemacht. Ich
will ja nicht, daß mir das heiße Teil irgendwann vor die Füße knallt.
Hans Christian Knäckebröt schrieb:> Der kunstoff ist mit der Zeit zerbröselt, bis> es durch die Federkraft spontan auseinanderflog.
Derlei Überraschungen hat mein Exemplar bis dato glücklicherweise noch
nicht abgeliefert. Nur gute Arbeit ;-)
Dürften inzwischen einige zig-zehntausend Lötpunkte gewesen sein.
Rohrfrei schrieb:> Jetzt habe ich das gebraucht, und bin recht angetan von dem Ding. Das> Ding braucht Zeit um auf Temperatur zu kommen, aber danach kriegt man> durchkontaktierte Löcher frei.
FRustriert von Gestank, Materialverbrauch und Zeitaufwand der
Entlötlitzenvariante hatte ich bereits in den 90igern solch ein Modell
(blaue Variante) zugelegt und zufriedenstellend einsetzen können, leider
habe ich es unauffindbar vergraben... bin aber kürzlich über die
seinerzeit besorgten Ersatzspitzen gestolpert.
Da ich mein zwar erfolgreich getestetes Entlötpistolenprojekt immer noch
in kein Gehäuse verfrachtet habe und bei meiner letzten Litzenaktion
letzendlich 40% der Pads zertört habe, hat mich dieses Thema ermutigt,
das oben gezeigte "gelbe Modell" bei ebay für knappe 9€ als hoffentlich
brauchbare Zwischenlösung zu ordern.
Als Testobjekt diente ein Phantasiewerte-Exemplar eines 1$27
Lipo-Testers(Bauteilgröße 0603), wo ich die 7-Segment-Anzeige
extrahierte.
Im Auslieferungszustand ging gar nichts außer eingesaugter heißer Luft.
Mit kontrollierter Gewalt ließ sich die festzementierte Düse
letztendlich lösen und... hurra, das Gewinde passte.
Ausgerüstet mit einer weitaus engeren Düse ging der Job zügig und vor
allem erfolgreich vonstatten.
Hamster schrieb:> Ernsthafzt?!> Nur Weller macht heller und es geht auch schneller.> Also ich benutze eine Weller WXR 3030 geht super.
Vergleich nur weiter einen 5€ Lötkolben/Entlöter mit einer 2700+€
Rework-Station. Ich bin sicher die ganzen Bastler da draußen werden dann
nochmal darüber nachdenken ein paar Monatslöhne zu sparen...
Mein Porsche fährt auch schneller als das Moped vom Nachbarn.
Ernsthafzt.