Ich lobe einfach mal billiges Werkzeug (Entlöter)

Gast #4674664
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Vor längerer Zeit habe ich in einem Shop das Ding im Anhang mit gekauft. 
Jetzt habe ich das gebraucht, und bin recht angetan von dem Ding. Das 
Ding braucht Zeit um auf Temperatur zu kommen, aber danach kriegt man 
durchkontaktierte Löcher frei.

Die Dinger werden von allen möglichen Läden für unter 10€ verhökert.
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Persönliche Seite #4674680
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Rohrfrei schrieb:
> Vor längerer Zeit habe ich in einem Shop das Ding im Anhang mit
> gekauft.
> Jetzt habe ich das gebraucht, und bin recht angetan von dem Ding. Das
> Ding braucht Zeit um auf Temperatur zu kommen, aber danach kriegt man
> durchkontaktierte Löcher frei.
>
> Die Dinger werden von allen möglichen Läden für unter 10€ verhökert.

z.B. bei Pollin (4,95€): 
http://www.pollin.de/shop/dt/MTE5OTUxOTk-/Werkstatt/Loettechnik/Entloetgeraete/Entloetsaugpumpe_ZD_211.html
Gast #4674822
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Inkognito schrieb:
> Kann man das Ding im heißen Zustand aufmachen und entleeren?
> Wenn nicht, wird man bei Verstopfungen der Pumpe seine helle
> Freude haben, wenn das Ding erst abkühlen muss.

Alle Entlötpumpen, die ich kenne, kann man im kalten Zustand entleeren. 
Ich kenne keine einzige, die bei der Entleerung heiß bleiben muß...
Gast #4675295
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Haken?

Ja, hat es. Aber nicht etwa der Geruch. Der ist einwandfrei.

Sondern der Griff. Wenn man es falsch macht, dann wird dieser Griff sehr 
schnell sehr heiß, weil er ja innen hohl ist und als Reservoir für die 
angesaugte Grütze fungiert.

Aus diesem Grund habe ich mir einen alten Lötkolbenhalter so 
modifiziert, daß der Entlötkolben dort fast waagrecht abgelegt werden 
kann. Im Ergebnis steigt die heiße Luft viel weniger in den Griff, so 
daß der Apparillo auch bei längeren Sitzungen mit mehreren Hundert 
Lötpunkten (z.B. Stiftleisten und ähnliches Geraffel) einwandfrei 
benutzbar bleibt.

Auch bei der Benutzung halte ich den Kolben - ganz anders als einen 
normalen Kolben - in der geschlossenen Faust und mit dem Daumen auf dem 
Abzug. Die zu bearbeitende Leiterplatte steht fast senkrecht, der Kolben 
in der Faust fast waagrecht, wie schon gesagt.

Die Arbeitsgeschwindigkeit ist damit sehr hoch, bei einlagigen Platinen 
sogar nahezu im Sekundentakt!

Der Deckel des Reservoirs sitzt bei meiner Pumpe sehr streng und konnte 
bei den ersten Malen nur mit einem kräftigen Schraubendreher aufgehebelt 
werden. Inzwischen ist die Rastnase angenehm geschmeidig geworden.

Der Innendurchmesser der Spitze bzw. überhaupt der Spitzendurchmesser 
ist für manche Packungsdichten etwas groß, aber durch etwas 
außermittiges Ansetzen ist das meist gut auszugleichen.

Für gute Ergebnisse sollte außerdem großzügig angeheizt werden. Ich gehe 
immer von etwa 10 Minuten aus.

Fazit:
Sobald man mal den Bogen raus hat, ist das Ding wirklich jeden Pfennig 
wert!
Lötlitze schätze ich zwar auch, aber brauche sie inzwischen viel 
seltener als den süßen Sauger, was den Geldbeutel schont :-)
#4675399
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● J-A V. schrieb:
> Diodenes schrieb:
>> modifiziert
>
> = Quick + dirty?

Ne ne, ganz im Geigenstil. Grundsolide und für die Ewigkeit gemacht. Ich 
will ja nicht, daß mir das heiße Teil irgendwann vor die Füße knallt.

Hans Christian Knäckebröt schrieb:
> Der kunstoff ist mit der Zeit zerbröselt, bis
> es durch die Federkraft spontan auseinanderflog.

Derlei Überraschungen hat mein Exemplar bis dato glücklicherweise noch 
nicht abgeliefert. Nur gute Arbeit ;-)
Dürften inzwischen einige zig-zehntausend Lötpunkte gewesen sein.
Gast #4688408
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Rohrfrei schrieb:
> Jetzt habe ich das gebraucht, und bin recht angetan von dem Ding. Das
> Ding braucht Zeit um auf Temperatur zu kommen, aber danach kriegt man
> durchkontaktierte Löcher frei.

FRustriert von Gestank, Materialverbrauch und Zeitaufwand der 
Entlötlitzenvariante hatte ich bereits in den 90igern solch ein Modell 
(blaue Variante) zugelegt und zufriedenstellend einsetzen können, leider 
habe ich es unauffindbar vergraben... bin aber kürzlich über die 
seinerzeit besorgten Ersatzspitzen gestolpert.
Da ich mein zwar erfolgreich getestetes Entlötpistolenprojekt immer noch 
in kein Gehäuse verfrachtet habe und bei meiner letzten Litzenaktion 
letzendlich 40% der Pads zertört habe, hat mich dieses Thema ermutigt, 
das oben gezeigte "gelbe Modell" bei ebay für knappe 9€ als hoffentlich 
brauchbare Zwischenlösung zu ordern.
Als Testobjekt diente ein Phantasiewerte-Exemplar eines 1$27 
Lipo-Testers(Bauteilgröße 0603), wo ich die 7-Segment-Anzeige 
extrahierte.
Im Auslieferungszustand ging gar nichts außer eingesaugter heißer Luft.
Mit kontrollierter Gewalt ließ sich die festzementierte Düse 
letztendlich lösen und... hurra, das Gewinde passte.
Ausgerüstet mit einer weitaus engeren Düse ging der Job zügig und vor 
allem erfolgreich vonstatten.
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Gast #4703033
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Hamster schrieb:
> Ernsthafzt?!
> Nur Weller macht heller und es geht auch schneller.
> Also ich benutze eine Weller WXR 3030 geht super.

Vergleich nur weiter einen 5€ Lötkolben/Entlöter mit einer 2700+€ 
Rework-Station. Ich bin sicher die ganzen Bastler da draußen werden dann 
nochmal darüber nachdenken ein paar Monatslöhne zu sparen...

Mein Porsche fährt auch schneller als das Moped vom Nachbarn. 
Ernsthafzt.

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