Haken?
Ja, hat es. Aber nicht etwa der Geruch. Der ist einwandfrei.
Sondern der Griff. Wenn man es falsch macht, dann wird dieser Griff sehr
schnell sehr heiß, weil er ja innen hohl ist und als Reservoir für die
angesaugte Grütze fungiert.
Aus diesem Grund habe ich mir einen alten Lötkolbenhalter so
modifiziert, daß der Entlötkolben dort fast waagrecht abgelegt werden
kann. Im Ergebnis steigt die heiße Luft viel weniger in den Griff, so
daß der Apparillo auch bei längeren Sitzungen mit mehreren Hundert
Lötpunkten (z.B. Stiftleisten und ähnliches Geraffel) einwandfrei
benutzbar bleibt.
Auch bei der Benutzung halte ich den Kolben - ganz anders als einen
normalen Kolben - in der geschlossenen Faust und mit dem Daumen auf dem
Abzug. Die zu bearbeitende Leiterplatte steht fast senkrecht, der Kolben
in der Faust fast waagrecht, wie schon gesagt.
Die Arbeitsgeschwindigkeit ist damit sehr hoch, bei einlagigen Platinen
sogar nahezu im Sekundentakt!
Der Deckel des Reservoirs sitzt bei meiner Pumpe sehr streng und konnte
bei den ersten Malen nur mit einem kräftigen Schraubendreher aufgehebelt
werden. Inzwischen ist die Rastnase angenehm geschmeidig geworden.
Der Innendurchmesser der Spitze bzw. überhaupt der Spitzendurchmesser
ist für manche Packungsdichten etwas groß, aber durch etwas
außermittiges Ansetzen ist das meist gut auszugleichen.
Für gute Ergebnisse sollte außerdem großzügig angeheizt werden. Ich gehe
immer von etwa 10 Minuten aus.
Fazit:
Sobald man mal den Bogen raus hat, ist das Ding wirklich jeden Pfennig
wert!
Lötlitze schätze ich zwar auch, aber brauche sie inzwischen viel
seltener als den süßen Sauger, was den Geldbeutel schont :-)