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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Trafo Brummt


Autor: Andreas (Gast)
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Grrr ...
Ich wollte für jemanden ein Gerät umbauen, in dem ein uralter, 
unvegossener Eisentrafo ziemlich laut vor sich hinbrummt.

Bei R. zwei Trafos von Block bestellt - große Enttäuscheung - die 
Brummen auch - etwas leiser aber dennoch vernehmbar.
Ich dachte, Block wäre Markenware???

Autor: Die gelbe Gefahr (Gast)
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Nicht mehr, der Chinese hat dort inzwischen "investiert".

Autor: Old P. (old-papa)
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Ein Trafo brummt immer (an 50Hz)! Mal mehr, mal weniger....
Wird er im Leerlauf auch warm? Die kleinen Printtrafos brauchen immer 
eine bestimmte Grundlast, sonst werden sie auch warm, größere können 
komplett leer laufen.

Old-Papa

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Ein Trafo, der nicht brummt, ist kaputt ;-)

  http://www.spektrum.de/frage/warum-brummen-transfo...

Autor: Der Andere (Gast)
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Schreib "Bärengehege" drauf

SCNR

Autor: Andreas (Gast)
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Ich hab jetzt mal Wahllos aus der Asservatenkammer diverse Trafos 
rausgeholt, vergossen unvegossen, Eisenblech, Schnittband, Ringkern, 
unbelastet oder auch mal belastet.
KEINER von denen war so laut wie die von Block, bei den Meisten musste 
ich sogar mit dem Stehthoskop nachhorchen, wo die 100Hz bleiben.
Also für mich ist das kein Normalzusstand.

BW Block FL30/15 und ein Block FL24/9 - beides Brummer.
Das kann ja nur an der Produktion liegen?!?

Autor: Die gelbe Gefahr (Gast)
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Die gelbe Gefahr schrieb:
> Nicht mehr, der Chinese hat dort inzwischen "investiert".

War glaube ich doch nicht Block, sondern ein anderer, bekannter 
Anbieter. Finde es aber gerade nicht.

Autor: Karl B. (gustav)
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Die haben 2 Primärwicklungen, wie ich gerade gegoogelt habe. Mit allen 
Vorsichtsmaßnahmen einmal die Stifte anders verdrahten. (Kommt Null Volt 
am Ausgang raus, war's leider Fehlanzeige.) Oft ist aber die 
Pinbezeichnung irreführend, da hat man schnell die eine 
110V-Primär-Wicklung falsch herum phasenverkehrt angeschlossen. Die 
müssen in Reihe geschaltet werden, aber richtig herum.
Auch mal schauen, wie es mit der Sekundärseite verdrahtungsmäßig 
ausschaut.



Hatte auch einmal ein unerklärliches Trafo-Brumm-Problem, allerdings 
hatte das mit der Montage zu tun. Man sollte zwei Trafos dieser Art nie 
direkt nebeneinander auf der Printplatte montieren. Die Streufelder 
beeinflussen sich so stark, dass sie gegenphasig gegeneinander 
geschnarrt hatten. Den Primäranschluß des einen Trafos umpolen. - Ruhe

gustav

Autor: Thomas (Gast)
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Ringkerntrafos brummen kaum.

Autor: oszi40 (Gast)
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Andreas schrieb:
> ein Gerät umbauen
> große Enttäuscheung - die (neuen) Brummen auch

1. Wie hoch ist die Last und was steht auf dem Typenschild? Es könnte 
auch an der Last liegen. Brummt er mit UND ohne Last?
2. Mach mal ein Foto vom Trafo ob er sauber gestopft ist.
3. Ganz allgemein http://www.jogis-roehrenbude.de/Transformator.htm

Autor: Thomas (Gast)
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Ein Einweggleichrichter als Last ist ganz ungünstig weil der Gleichstrom 
den Trafo in die Sättigung treibt.

Autor: Bär (Gast)
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Andreas schrieb:
> ein Gerät umbauen, in dem ein uralter,
> unvegossener Eisentrafo ziemlich laut vor sich hinbrummt.


Andreas schrieb:
> Also für mich ist das kein Normalzusstand.
>
> BW Block FL30/15 und ein Block FL24/9 - beides Brummer.

Kann mechanische Ursachen haben, Befestigung, magnetische Bauteile in 
der Nähe??

Oder hinter den Trafos hängt ein Einweg-Gleichrichter, soll bei 
"uralten" Geräten ja gelegentlich vorkommen...

Autor: Bär (Gast)
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Ämmm... oder in der Gleichrichterbrücke ist ein Zweig defekt..

Autor: Andreas (Gast)
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Die Brummen schon "in der Luft"
Also nur an 230, Enden offen - Brummt
Versuch mit Lastwiderstand 1K - Brummt genauso

Ich habe gerade den Vorschlag von Karl B. probiert und die 
Primärwicklung verdreht angeschlossen.
Der FL30/15 ist davon unbeeindruckt, kommt aber nur noch 1/3 Spannung 
raus.
Der an sich schon etwas lautere FL24/9 hüpft mir bei der selben 
beschaltun fast vom Tisch, der brummt dann SO laut, dass ich nach einer 
Sekunde wieder abgeschaltet habe.
(Alle Versuche nach besten Wissen und Gewissen am Trenntrafo!)

Autor: oszi40 (Gast)
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Im Zweifel Hersteller anrufen. Es könnte ja eine Serie aus der 
Schrottkiste sein, die schlecht gestopft wurde oder Wicklungsschluss 
hat? Wie ist die Wärmeentwicklung?

Autor: Andreas (Gast)
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Wärme ist normal.
Ich habe Block vorhin auch mal angeschrieben.
Mal sehen, was die dazu sagen können

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Ich habe gerade den Vorschlag von Karl B. probiert und die
> Primärwicklung verdreht angeschlossen.
> Der FL30/15 ist davon unbeeindruckt, kommt aber nur noch 1/3 Spannung
> raus.                                                    ************

Dann ist er defekt, im Normalfall gilt:

Die beiden Primärwicklungen 115 V müssen elektrisch (fast) gleich sein, 
sonst wäre Betrieb an 115 V ja gar nicht möglich.
Schliesst man bei 230 V eine Wicklung verdreht an, käme sekundär (fast) 
nix heraus (und der Trafo wäre schnell abgebrannt bzw. die 
Thermosicherung löste aus).

Autor: Andreas (Gast)
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Das hatte mich auch ein wenig gewundert, allerdings habe ich solche 
"Spielchen" auch noch nie bewusst gewagt.

Ich warte jetzt mal ab ob und was Block dazu sagt.

Autor: michael_ (Gast)
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Andreas schrieb:
> Der an sich schon etwas lautere FL24/9 hüpft mir bei der selben
> beschaltun fast vom Tisch, der brummt dann SO laut, dass ich nach einer
> Sekunde wieder abgeschaltet habe.
> (Alle Versuche nach besten Wissen und Gewissen am Trenntrafo!)

Da machst du was grundlegend falsch.
Oder ist dein Trenntrafo defekt.

Autor: Toni Tester (Gast)
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Bär schrieb:
> Oder hinter den Trafos hängt ein Einweg-Gleichrichter, soll bei
> "uralten" Geräten ja gelegentlich vorkommen...

Nicht nur bei Einweggleichrichtung - Generell sind Aufbauten "kritisch", 
bei denen ein größerer Elko unmittelbar hinter dem Gleichrichter hängt, 
weil der Trafo dann im Nachlademoment eine kurze, steile Stromspitze 
liefern muss. Stichwort hierzu ist "Stromflusswinkel". Traditionelle 
Abhilfe ist hier die serielle Zwischenschaltung eines Widerstandes oder 
einer Induktivität - das verändert natürlich die Ausgangswerte des 
Netzteils und erfordert daher eine entsprechende Dimensionierung.

Die 24-/30-VA-Dinger des TO wären schon hinreichend groß (und damit 
"steif"), dass sowas vorkommen könnte (im Gegensatz zu irgendwelchen 
butterweichen, "kurzschlussfesten" 1,5VA-Dingern). Aber das Brummen im 
Leerlauf spricht einfach nur für eine miese Trafoqualität.

Autor: Old P. (old-papa)
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Lesen bildet:
Der Kollege schrieb doch, dass die Trafos auch nackich auf dem Tisch (an 
230V) brummen.

Old-Papa

Autor: Axel S. (a-za-z0-9)
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ObJoke:

Einführungsvorlesung E-Technik. Auf dem Tisch steht ein Trafo und 
brummt. Studentin: "Herr Professor, warum brummt der Trafo?" - "Wenn Sie 
50 Perioden pro Sekunde hätten, dann würden Sie auch brummen"

OK, heutzutage gilt dieser Witz sicher als sexistisch.

Autor: Ludger (Gast)
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Hallo,

ich hab hier einen Block FL 18/15, da höre ich das Brummen nur wenn ich 
direkt das Ohr drauflege. Und das noch sehr leise.

Ludger

Autor: Peter R. (pnu)
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Also wenn man Trafos auf Eisenbleche legt, wie im Bild, ist es klar, 
dass sie brummen. Schließlich haben sie ein Streufeld, das auf das Eisen 
Kraft ausübt. Das Eisen dient auch dann als Klangkörper, der die 
eigentlich geringe Bewegung großflächig als Schall an die Luft übergibt.

Wenn dazu die Vergussmasse sehr schallhart ist, überträgt sie das 
Vibrieren des Eisens bzw. der Wicklung stark auf die Anschlusspins.

Auf einer Leiterplatte (Epoxy-Glasfaser) montiert, würde das Brummen 
wesentlich geringer sein. Wenn dann noch irgendwelche Haltewinkel aus 
Alu dazukämen, wäre ein Brummen sicher nicht mehr hörbar. Man sollte 
auch nach Möglichkeit die Entfernung zu Eisenblechwänden groß halten und 
dabei auch die Ausrichtung des Trafo-Streufeldes beachten.

Es gibt aber auch Leute, die ganz schrecklich empfindlich auf solches 
Brummen reagieren.  (Motto: Mein Gott was bin ich sensitiv, ich spüre 
das leiseste Geräusch SOFORT)

: Bearbeitet durch User
Autor: Andreas (Gast)
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Die Trafos waren ursprünglich schon auf Leiterplatte und eingebaut.
Kein Unterschied.

Die Keksdose habe ich bewusst als "Resonator" benutzt, um einen 
Vergleich bei anderen Trafos zu haben und nicht ständig mit dem 
Stehoskop rumzufummeln.

Nein, die Dinger sind einfach laut und wenn im 1HE Gehäuse verbaut erst 
recht unerträglich trotz aller versuchten Gegenmaßnahmen Ich bin da 
nicht wirklich sooo empfindlich.

Autor: Andreas (Gast)
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So, Beweisphoto:
Falsch angeschlossen, es kommen noch 6,8VAC von ursprünglich 18VAC raus.
Der Andere genauso angeschlosssen BRRRRRRRRRR Dröhn Schepper!

Der Trenner funktioniert einwandfrei, der Gute von Knecht :-)
Selbiges Ergebnis übrigens auch wenn an der "heissen Leitung"

Autor: michael_ (Gast)
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Andreas schrieb:
> Die Trafos waren ursprünglich schon auf Leiterplatte und eingebaut.
> Kein Unterschied.

Du hast aber geschrieben, dass sie ladenneu sind.
Was nun?

Andreas schrieb:
> Grrr ...
> Ich wollte für jemanden ein Gerät umbauen, in dem ein uralter,
> unvegossener Eisentrafo ziemlich laut vor sich hinbrummt.

Dann zieh mal die Trafoschrauben an.
Oder er brummt, weil in der Schaltung etwas faul ist. Da ändert auch ein 
neuer Trafo nichts.

Autor: Homo Habilis (Gast)
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Andreas schrieb:
> So, Beweisphoto

Die Beweiskraft hält sich in Grenzen, wenn man einfach nur ein DMM mit 
Anzeige 6,xx V sieht. Wir können nicht einmal wissen, wie genau Du was 
genau angeschlossen hast. Aber: Sogar mit Bildern des Gesamtaufbaus wäre 
es nur ein "Indiz", da man - versteckt unter/hinter/in allem möglichen - 
alles mögliche machen könnte... Das nur nebenbei, wegen des Wortes 
"Beweis". ;-)

Nun ist zwar mir auch nicht klar, wie genau diese Spannung zustande 
kommt - aber es wurde weiter oben schon "Windungsschluß" und "defekt" 
genannt. Sollte man daher nicht mal alle Anschlüsse der Wicklungen 
(sicherheitshalber sogar mal zwischen allen eigentlich laut Datenblatt 
"nicht verbundenen" Pins) ohmsch vermessen?

Autor: Mani W. (e-doc)
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Homo Habilis schrieb:
> wenn man einfach nur ein DMM mit
> Anzeige 6,xx V sieht. Wir können nicht einmal wissen, wie genau Du was
> genau angeschlossen hast.

Bei "Messungen" sollte mit "LOW OHM" gemessen werden oder eben
ein schon besagter Lastwiderstand eingesetzt werden...

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