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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kupferblech 0,1mm vergoldet?


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von Ich (Gast)


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Hallo allerseits,

kennt jemand eine Bezugsquelle für vergoldetes 0,1 mm Kupferblech? 
Mengen sind überschaubar, ein paar A4-große Bögen reichen. Band würde 
auch gehen, ab 30 mm Breite.
Am liebsten hätte ich 0,5 µm Gold (galvanisch) drauf, zur Not geht aber 
auch ENIG.

Kennt jemand eine Bezugsquelle für sowas? Der lokale Galvanisierer guckt 
mich bei den Mengen, wenn überhaupt, nur sehr mitleidig an :-(

Viele Grüße,
Der Samuel

von Philipp K. (philipp_k59)


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Goldschmiede?

von Bernd F. (metallfunk)


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Das ist jetzt nicht ganz ernst gemeint!
Youtube-Video "Die Feuervergoldung"

Aber ich würde mal in Pforzheim suchen.

Nicht nach dem Blech, sondern die fertigen Teile vergolden.

Grüße Bernd

von Georg (Gast)


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Ich schrieb:
> Am liebsten hätte ich 0,5 µm Gold (galvanisch) drauf, zur Not geht aber
> auch ENIG.

Gold auf Kupfer ist ziemlich sinnlos, das diffundiert ins Kupfer und ist 
nach einiger Zeit einfach weg (ist schon noch da, im Kupfer, aber man 
sieht nix mehr davon und es hat auch sonst keine Wirkung mehr). Wenn 
Gold dann über einer Trennschicht aus Nickel.

Da 100 µ Kupfer keineswegs ein stabiles Blech ist, sondern eine 
empfindliche Folie, ist das eine Sonderfertigung mit Experimentieren, 
wahrscheinlich müsste man das Kupfer zur Bearbeitung auf einen Träger 
aufbringen und später wieder ablösen. Wer soll sich denn für einen 
bezahlbaren Betrag auf sowas Riskantes einlassen?

Übrigens geht aus dem Post nicht hervor, ob einseitig oder doppelseitig 
zu vergolden ist. Das ist auch ein erheblicher Unterschied.

ENIG hat nach IPC4552 0,05 µ Gold.

Wie wärs mit Selbermachen? Mit 100g Gold (als Goldsalz) kann man schon 
ein kleines Bad ansetzen.

Georg

von ??? (Gast)


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Tamponvergolden: https://www.tifoo.de/

von michael_ (Gast)


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Nimm doch gleich Goldfolie.

von L. H. (holzkopf)


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Ja, in Schwabach gibt es noch "Goldschläger", die Au bis auf 0,001 mm 
schlagen.
http://www.blattgold-rupprecht.de/

Kannst Du so gut wie überall aufbringen. ;)

von Inkognito (Gast)


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Georg schrieb:
> 0,05 µ Gold

Die Schichtstärke müsste schon mit chemisch Gold hin zu kriegen
sein, aber man müsste was über die Verwendung wissen, ansonsten
Blattgold verwenden.

von Ich (Gast)


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Vielen Dank für die Beiträge.

Georg schrieb:
> Gold auf Kupfer ist ziemlich sinnlos, das diffundiert ins Kupfer
Dass da noch eine Diffusionsbarriere dazwischen muss, ist schon klar. 
Wer das Gold draufbekommt, sollte mit dem Nickel kein Problem haben ;-)

Ziel der ganzen Aktion ist ein nicht oxidierendes, gut lötbares Halbzeug 
zum Basteln für diverse HF-Aufbauten. Teilweise mit Druckkontakten als 
Kontaktierung, daher das Gold - momentan nehmen wir 100 µm Kupfer, das 
oxidiert halt. Zinn ist auch nicht so dolle, der Kontakt wird schnell 
schlechter.

Das Blech bzw. Band wird dann entweder von Hand oder mit einem Laser 
strukturiert, damit kann man sich z.B. sehr schöne, kleine, perfekt 
passende Schirmbleche bauen.

Georg schrieb:
> Da 100 µ Kupfer keineswegs ein stabiles Blech ist, sondern eine
> empfindliche Folie,
Hattest Du das schonmal in der Hand? Das ist schon eher steif, noch dazu 
wenn ein paar Kanten gebogen sind. Auch im A4-Bogen würde ich das nicht 
als "empfindliche Folie" bezeichnen.

von Der Andere (Gast)


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Ich schrieb:
> Hattest Du das schonmal in der Hand? Das ist schon eher steif,

Trotzdem würde ich das eher als Folie bezeichnen. Wenn ich was mit einer 
Hand zerknüllen kann ist es für mich kein Blech mehr :-)

von Harald W. (wilhelms)


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Der Andere schrieb:
> Ich schrieb:
>> Hattest Du das schonmal in der Hand? Das ist schon eher steif,
>
> Trotzdem würde ich das eher als Folie bezeichnen. Wenn ich was mit einer
> Hand zerknüllen kann ist es für mich kein Blech mehr :-)

Ich hab mal gehört, im Schiffbau sind alle Bleche unter 50mm Dicke
sogenannte "Feinbleche".

von Georg (Gast)


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Ich schrieb:
> Hattest Du das schonmal in der Hand? Das ist schon eher steif

Das ist garnicht die Frage, sondern ob man sowas in ein galvanisches Bad 
hängen kann - kann man eben nicht, jedenfalls nicht mit Bewegung. Die 
übliche Ausrüstung kann mit Kleinteilen umgehen oder mit Leiterplatten. 
Schon flexible Leiterplatten gehören nicht mehr zum Üblichen.

Aber ob das grundsätzlich geht ist wenig relevant - du musst jemand 
finden, der das schon mal gemacht hat, oder der bereit ist das Risiko 
des Scheiterns einzugehen. Viel Spass.

Georg

Ich schrieb:
> Der lokale Galvanisierer guckt
> mich bei den Mengen, wenn überhaupt, nur sehr mitleidig an

Der Mann hat halt Erfahrung.

Georg

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ich schrieb:
> Ziel der ganzen Aktion ist ein nicht oxidierendes, gut lötbares Halbzeug
> zum Basteln für diverse HF-Aufbauten.

Müssen die Signale über das Blech laufen?

wenn nicht:
warum kein Weissblech nehmen?
Die Deckel von TV-Tunern rosten auch nach 40 Jahren nicht.

von frist (Gast)


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Hi,
Du könntest hier mal fragen:

http://www.martin-klobassa.at/

Fällt nicht so direkt ins sein Spezialgebiet, aber er ist auch für 
ungewöhnliche Projekte zu haben.

Viele Grüße
Florian

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Taugen die Galvanisierwerkzeuge von Conrad was?
530506 Handgalvanisier-Set 46,29 € incl.30 ml Gold-Elektrolyt

527983 Galvanisier Zubehör-Set 18,49 € dazu noch
530522 Gold-Elektrolyt Nachfüllung 30 ml 14,95 € oder
530832 Gold-Elektrolyt 100 ml 42,44 €

von ??? (Gast)


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Das ist die sog. Tampongalvanisierung. Da muss die Folie nicht in ein 
Bad. Das bad kommt auf die Folie! Also ein Schwamm bindet den 
Goldelektrolyten und und wird über die Folie gezogen. Dazu der übliche 
Stromkeis...
Das ist für diese Kleinmenge wohl das preiswerteste neben chemisch Gold.

von ??? (Gast)


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ah, das conrad-Zeugs ist mechanisch Schrott. Der Schwamm ist für diesen 
Anwendungsfall wohl zu schmal. Aber der Goldelektrolyt von conrad oder 
Tifoo ist ok. Dann ein Labornetzteil mit einem vernickelten Blech 
passender Breite und darauf ein Schwamm der sich im feuchten Zustand 
über die Folie ziehen läßt. Der Schwamm sollte so 5mm dick sein. 
igendwas Viskose-artiges z.B.
Mit dem Strom muss man etwas experimentieren. Nickel-Elektrolyt zum 
grundieren mit einem eigenen Schwamm spart die Reinigung des Schwamms 
und spart Elektrolyt.

von ??? (Gast)


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was wohl auch ginge wär eine flache Nickelwanne da den Schwamm flach 
rein und die Cu-Folie drauflegen. Dann braucht man etwas mehr 
Elektrolyt, aber die Sache wird reproduzierbarer.
Blattgold ist vollkommen ungeeignet. Das bekommt man ohne organischen 
Haftwermittler nicht fest! Der ist dann weder lötbar noch kratzfest oder 
elektrisch leitend.

von michael_ (Gast)


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Ich schrieb:
> Ziel der ganzen Aktion ist ein nicht oxidierendes, gut lötbares Halbzeug
> zum Basteln für diverse HF-Aufbauten.

Zum Basteln?

Ich schrieb:
> Teilweise mit Druckkontakten als
> Kontaktierung, daher das Gold - momentan nehmen wir 100 µm Kupfer, das
> oxidiert halt.

Aus Gold habe ich sowas noch nie gesehen, aus Kupfer sehr selten.
Aus Basismaterial wurde das oft gemacht. Meist mit Lack geschützt.
Was verstehst du unter oxidieren? Ich kenne Kühlbleche fast wie neu, 
auch nach 20 Jahren.
Nimm, wie genannt, Weißblech.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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> Zum Basteln

einige von Euch machen sich das Leben nur unnötig schwer.

von Rainer V. (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Ich hab mal gehört, im Schiffbau sind alle Bleche unter 50mm Dicke
> sogenannte "Feinbleche".

Jau und "warm" bedeutet knapp unter rotglühend. Konnte das bei einem 
Ferienjob an einer Schweissmaschine im Großrohrwerk Mannesmann "hautnah" 
erfahren. Die Feinbleche hatten übrigens Abmessungen von 4x12 Metern :-)

Gruß Rainer

...aber das hilft dem Fragesteller natürlich gar nicht...sorry

von Kontroller (Gast)


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> vergoldetes 0,1 mm Kupferblech

Ich glaub da isses billiger gleich prof., eine Platine fertigen zu 
lassen als so Sonderlösungen... die Platinenfertiger vergolden Dir die 
Oberfläche natürlich auch und man kann direkt beliebige 
Montagebohrungen, Versorgungsleitungen usw. hinzufügen - und stabil 
isses auch direkt ;-)

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