Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LM2596 DC-DC CC-Modul als LED-Treiber verwendbar? (Kaputte LED hier.)


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von Stefan H. (huste511)


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Hallo!

Ihr kennt sicherlich diese DC/DC Konverter auf Basis des LM2596?
Ebay z.B.: Ebay-Artikel Nr. 321594285589

Ich hab hier auch so ein paar Module rumliegen und wollte damit heute 
LEDs bzgl. Eignung und Helligkeit durchtesten.


Versogt wurde das Teil mit 12V Akku.
Eingestellt war es auf 5V.
Per Multimeter konnte ich den Kurzschlußstrom auf 100 bzw. 300mA 
stellen.

So habe ich dann mehrere LEDs problemlos getestet.
Platine immer unter Strom gelassen und nur die LEDs getauscht.

Dann unterbrach ich die Arbeit und trennte den Eingang.
Als ich weitermachen wollte, und die Platine wieder mit Strom versorgte, 
war die LED plötzlich kaputt.

Da es sich um IR-LED handelt, konnte ich kein Aufplitzen etc, sehen.
Die LED haben 1,6 bis 2V Vorwärzspannung und sind für 1000 bis 1400mA.

Temperatur hat sich die ganze Zeit absulut im Rahmen gehalten.
Die LEDs sind mit solchen Bemessungströmen auch nicht grage klein. Und 
der Solltrom war auch deutlich unnter Nennstrom.


Jetzt die spannende Frage ... ist dieses Modul überhaupt für LEDs 
geeignet?
Insbesondere wenn die Last schon angeschlossen ist und dann erst die 
Schaltung mit Strom versogt wird?

Leider habe ich kein Scope.
Ich wüßte auch nicht wie sonst testen sollte ohne weitere teuere LEDs zu 
opfern. ;-(

Wie sieht aber bei einer LED als Last der Spannungs und Stromverlauf 
aus? Überschießt das Ding leicht?

von Danish B. (danishbelal)


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Wenn du den Spannungsregler in der Version mit feedback Eingang hast 
kannst du ihn als Konstantstrom Regler nutzen.

Pack die LED in die Rückkopplung.

PS: Wie immer wäre sowas wie ein Schaltplan hilfreich.

von Stefan H. (huste511)


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Sorry, kein Schaltplan.
Ich hab die Module fertig gekauft.

Woran erkenne ich den Feedback-Eingang?
Ein Modul was als CC daher kommt und auch im normalen Betrieb so 
funktioniert hat sowas prinzipbedingt?

LED in Rückkopplung weiß ich auch nicht was gemeint ist.

von Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)


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Die simple Switcher sind nicht besonders geeignet für sowas. Die 
Referenzspannung ist ~1,2V, als Stromquelle müßte dies am Shunt 
abfallen.

von Stefan H. (huste511)


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Hi!

Du meinst der LM2596 ist generell ungeeignet oder nur bei CC unterhalb 
1,2V?
Oder sollte es mit einer LED bei 1,6V@300mA funktionieren?

Ist der Betrieb auch gefährlich oder nur das Starten?
Vielleicht kannst Du noch ein paar Worte schreiben. So sehr der große 
Elektronikexperte bin ich nicht. Thx!

Was könnte ich sonst verwenden?
Ich hab ebay schon mal durch, finde aber kaum andere einstellbare 
Stromqellen.
Ich suche was für *ca.* 5-24VDC input und Output 1-10V / 20-2000mA.

CU

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Stefan H. schrieb:
> Du meinst der LM2596 ist generell ungeeignet oder nur bei CC unterhalb
> 1,2V? Oder sollte es mit einer LED bei 1,6V@300mA funktionieren?

Bei der Beschaltung eines Reglers als Stromregler (im Gegensatz zu 
Spannungsregler) fließt der zu regelnde Strom durch einen Shunt und der 
Regler regelt die Spannung über dem Shunt (und dadurch den Strom).

Der LM2596 regelt die Spannung am Shunt auf 1.27V. Für 300mA muß der 
Shunt also 1.27V / 0.3A = 4.2R haben und verheizt 1.27V * 0.3A = 0.38W. 
In absoluten Zahlen sieht das erstmal nicht schlecht aus, auber wenn man 
den Wirkungsgrad ausrechnet, dann nicht mehr. Wenn du eine einzelne LED 
mit 1.6V/300mA mit so einem Regler betreibst, dann kriegt die LED 0.48W 
ab, 0.38W werden im Shunt verheizt und zusammen mit weiteren Verlusten 
kommt der Wirkungsgrad bestenfalls bei 50% raus.

Wenn man hingegen eine Kette aus 10 weißen LED mit 3V pro LED auf diese 
Weise regelt, dann fallen die 1.27V über dem Shunt im Vergleich zu den 
30V über den LED nicht mehr ins Gewicht.

> Ist der Betrieb auch gefährlich oder nur das Starten?

Bei einem Schaltregler ist es vor allem gefährlich, eine Last wie eine 
LED an den Ausgang des bereits eingeschalteten Reglers zu hängen. Denn 
im ersten Moment kann der Regler den Ausgangsstrom nicht regeln. Der 
fließt direkt aus dem Ausgangskondensator durch die LED und wird nur 
durch den Innenwiderstand von LED und Anschlußdrähten begrenzt. Der 
Stromimpuls ist zwar kurz, kann die LED aber trotzdem töten.

Besser die LED an den ausgeschalteten Regler anschließen und dann erst 
den Stromkreis vor dem Regler einschalten.

> Ich suche was für *ca.* 5-24VDC input und Output 1-10V / 20-2000mA.

Zum Testen und Ausprobieren nimm ein Labornetzteil mit Strombegrenzung. 
Für den Wirkbetrieb brauchst du die Einstellbarkeit von Spannung und 
Strom dann nicht mehr, oder?

von B.A. (Gast)


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Stefan H. schrieb:
> Jetzt die spannende Frage ... ist dieses Modul überhaupt für LEDs
> geeignet?
> Insbesondere wenn die Last schon angeschlossen ist und dann erst die
> Schaltung mit Strom versogt wird?

Dort ist ja ein Ausgangskondensator vorhanden und wenn du keine Last 
dran hast steigt die Spannung bis zu dem Wert den du eingestellt hast.
Wenn du dort dann wieder die LED anschließt, dann liegt die hohe 
Spannung ja direkt an der LED an.

Ich würde die Last niemals einfach abnehmen so wie du es gemacht hast, 
sondern das Netzteil immer vorher abschalten.

Eigentlich sollte es so richtig sein wie du es zum Schluss gemacht hast, 
also dass man die Schaltung erst mit Last einschaltet.

Was steht auf dem 8 Beinigen Chip im SO8 Gehäuse ?
Das ist vielleicht ein OpAmp der die Spannung eines kleineren Shunts 
verstärkt und mit der Referenz vom Poti vergleicht.
Ich bezweifle dass sie 2.5V als Referenz an einem Shunt abfallen lassen.

Vielleicht ist der OpAmp nicht schnell genug um die Referenz des 
Schaltreglers schnell genug manipulieren zu können.

von batman (Gast)


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Ja, der OP verstärkt die Spannung über ein Stück Leiterbahn in der 
Masseleitung. Das Ding regelt den Strom gähnend langsam. Guck dir das 
mal auf dem Oszilloslop an. Für kleine LED würde ich das Ding nicht 
nehmen, große verkraften ein paar Stöße meist ganz gut.

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