Kann es sein, daß die Engländer langsam am Rad drehen?
Ich kriege seit rund 4 Wochen permanent und penetrant Angebote von
englischen Recruitern von den Firmen Eurostaff, Real Staffing, Oxford
und Progressive. Die suchen momentan offenbar alles und jeden und texten
einen mit Anfragen regelrecht zu. Abgesehen davon, dass die Inhalte
hinten und vorne nicht passen, scheinen sie sich ja nun gar keine Mühe
mehr zu machen, noch Profile zu vergleichen.
Stattdessen verschicken sie ihre Anfragen in Massen, so wie einst
Göbbels seine Propagandaschriften mit dem Flugzeug abwerfen liess! Jeden
Tag regnet es recruiter job offers!
Mich nervt es kollosal, dass dieses Volk es vollkommen ignoriert, dass
ich ausdrücklich auf meiner HP und in den einschlägigen Netzwerken
geschrieben habe, dass ich keine Anfragen dieser Art will.
Entweder gibt es da drüben immer mehr Konkurrenz oder aber die
Freiberufler sind schlagartig alle ausgestorben.
Oder ist es vielleicht so, daß viele Freiberufler nicht mehr mit
englischen Firmen zusammenarbeiten wollen, wegen Brexit? Der zeitliche
Zusammenhang ist evident.
Wie wird man das lästige Volk los?
> Wie wird man das lästige Volk los?
Spamfilter ordentlich konfigurieren. Und wenn Du sonst nix zu tun hast
einen Autoresponder adäquat (freundlich!) einrichten.
eingebetteter Ausroller schrieb:> Ich kriege seit rund 4 Wochen permanent und penetrant Angebote von> englischen Recruitern von den Firmen Eurostaff, Real Staffing, Oxford> und Progressive.
Darf man fragen was du beruflich machst, also wo bzw. wie (selbstständig
oder angestellt) du arbeitest?
Selbständig als embedded developper. Ich habe auf allen Plattformen ein
Profil und nach einigen Jahren ist bei denen denen in den Datenbanken
drin. Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass ich keine Angebote mehr
will, wird ignoriert. Die haben immer wieder neue Leute, die die Profile
im Netz durchforsten und anschreiben.
eingebetteter Ausroller schrieb:> Abgesehen davon, dass die Inhalte> hinten und vorne nicht passen, scheinen sie sich ja nun gar keine Mühe> mehr zu machen, noch Profile zu vergleichen.
Wieso vergleichen, wenn es passt, antwortet schon einer.
eingebetteter Ausroller schrieb:> Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass ich keine Angebote mehr> will, wird ignoriert.
Zurückschreiben, es passt nicht, bla bla bla, bringt nichts.
Wenn etwas nicht passt, Papierkorb.
Oder diese Anfragen direkt in den Spamfilter weiterleiten.
eingebetteter Ausroller schrieb:> ... Göbbels seine Propagandaschriften ...
Du verharmlost die Propaganda der Nazis.
> Wie wird man das lästige Volk los?
Wie wird man dich los?
Nebenbei: Bist du ein Troll oder nur jemand der nicht klug genug ist
einen E-Mail-Client einzurichten?
Die wollen halt noch ein paar Anker setzen bevor das Tor zum Binnenmarkt
für die EU-Republikflüchtlinge zuschlägt.
IMHO Man sollte wegen der unsicher werdenden Rechtslage alle
Geschäftskontakte zu britischen plc wie Hays, SThree Plc, Computer
Futures etc. abblehnen bzw. auslaufen lassen.
Sebastian S. schrieb:> Schon Obelix hat die Insulaner umfassend analysiert:> Die spinnen die Briten!
Könnte auch genau andersherum sein. Jetzt, wo sie sich Brüssel vom Hals
geschafft haben, brummt es bei ihnen. Und jetzt brauchen sie Leute ohne
Ende...
eingebetteter Ausroller schrieb:> Selbständig als embedded developper. Ich habe auf allen Plattformen ein> Profil und nach einigen Jahren ist bei denen denen in den Datenbanken> drin. Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass ich keine Angebote mehr> will, wird ignoriert. Die haben immer wieder neue Leute, die die Profile> im Netz durchforsten und anschreiben.
Dann würde ich das mal schon auf diesen Plattformen unterbringen, dass
Anfragen nicht erwünscht/erlaubt sind. Wer sagt denn, dass bei diesen
Recruitern reale Sacharbeiter den Spam an dich bearbeiten.
Kann nämlich auch ein Spam-Robotor sein. Da musst du das versuchen
schon an der Quelle aus zu bremsen. Eine Erfolgsgarantie ist das
natürlich nicht. Andere Möglichkeit wäre so zu tun, als wenn du
interessiert wärst, lässt die aber sauber stranden. Feuer mit Feuer
bekämpfen.
Gottlieb Samso schrieb:> IMHO Man sollte wegen der unsicher werdenden Rechtslage alle> Geschäftskontakte zu britischen plc wie Hays, SThree Plc, Computer> Futures etc. abblehnen bzw. auslaufen lassen.
Für deutsche Geschäftspartner ist die Hays AG mit Sitz in Mannheim der
Vertragspartner, nicht das britische Stammhaus. Da gibt es überhaupt
keine Rechtsunsicherheit.
Andreas S. schrieb:> Für deutsche Geschäftspartner ist die Hays AG mit Sitz in Mannheim der> Vertragspartner, nicht das britische Stammhaus. Da gibt es überhaupt> keine Rechtsunsicherheit.
Interessanterweise ist diese AG die Tochter einer GmbH, der Hays Holding
GmbH:
https://www.hays.de/impressumhttp://www.unternehmen24.info/Firmeninformationen/DE/4110877
was schon man hinsichtlich der Haftungsbeschränkung ein Nachteil ist.
Richtig koscher scheint mir das nicht.
Moeglicherweise sond die Recruiter Aktionen auch Teil einer Politik. zB
um gegenueber der Regierung und Wirtschaft zu signalisieren, dass sie
nun zB Idner holen sollten. Denn "wir finden die Fachkraefte nicht
mal/mehr in Europa"
Dann ist sogar erwuenscht niemanden zu finden...
Andreas S. schrieb:> Gottlieb Samso schrieb:>> IMHO Man sollte wegen der unsicher werdenden Rechtslage alle>> Geschäftskontakte zu britischen plc wie Hays, SThree Plc, Computer>> Futures etc. abblehnen bzw. auslaufen lassen.>> Für deutsche Geschäftspartner ist die Hays AG mit Sitz in Mannheim der> Vertragspartner, nicht das britische Stammhaus. Da gibt es überhaupt> keine Rechtsunsicherheit.
Im Bezug auf Hays ist das richtig, man muss mit Projektgebern aus Englad
momentan vorsichtig sein. Die Kunden sind auch skeptisch geworden und
gehen ein bischen um die herum, habe ich den Eindruck.
Noch vor 3 Wochen hätte ich gesagt, dass man cool bleiben kann, weil die
Briten das Referendum kaum umsetzen werden, weil sie sonst Schottland
verlieren, aber inzwischen sieht es ja so aus, als ob die Schotten mit
der EU verhandeln und das ist ein klares Indiz dafür das die Engländer
rausgehen.
Das wird dann ähnlich prüblematisch wie mit der Schweiz.
Martin K. schrieb:> Das wird dann ähnlich prüblematisch wie mit der Schweiz.
Was solln da problematisch sein? So problematisch wie mit dem Rest der
Welt? Die EU ist völlig unbedeutend, nur ein Moloch in Brüssel, der sich
an den Fleischtöpfen maßlos bedient, die von den Bürgern der
Mitgliedsstaaten zwangsweise gefüllt werden. Normalerweise müssten alle
aus diesem Abzockverein austreten, der ist ja schlimmer als die zentrale
Gebühreneinzugzentrale.
Die Briten haben nur ein Problem und das nennt sich Industrie. Die gibts
da kaum noch, Dienstleistungen machen fast alles aus. Und der
ungezügelte Finanzsumpf sorgte bisher, dass die Kohle auch ohne
Exportschlager auf die Insel kam. Das Modell bröckelt aber langsam vor
sich hin, man könnte sagen, die Geldquelle versiegt langsam. Deshalb
rudern die jetzt wie wild rum.
MaWin schrieb im Beitrag #4678966:
>> Inkognito schrieb im Beitrag #4678658:>>> Du solltest dich mal lieber von Hotel Mama lösen.>> Es gibt da draußen noch andere Frauen.>> Ich bin 32 und wohne schon seit zehn Jahren nicht mehr "bei Mama".
Ich dachte immer "der MaWin" ist 32 geboren! (zumindest der richtige)
Old-Papa
Butler James schrieb:> Was solln da problematisch sein? So problematisch wie mit dem Rest der> Welt? Die EU ist völlig unbedeutend,
Schon mal Rechnungen in die EU geschrieben: Alles, was weniger, als eine
Woche Arbeit ist, hat zu wenig Umsatz, als dass sich die zusätzliche
Meldung nach Saarlouis lohnt.
Schon mal in der Schweiz gearbeitet? Extra Anmeldung beim Amt, nur 90
Tage, dann Rechnungsprüfung und Projektfeststellung ob Selbständigkeit.
Butler James schrieb:> Die Briten haben nur ein Problem und das nennt sich Industrie. Die gibts> da kaum noch, Dienstleistungen machen fast alles aus.
Und dafür kann die EU nichts: Das haben die Briten ganz alleine
verbockt.
Butler James schrieb:> als die zentrale> Gebühreneinzugzentrale.
Damit hast du schon die Sinnhaftigkeit deines Beitrages reduziert und
gezeigt wie wenig durchdacht deine Aussagen sind.
So, ich fülle jetzt den Fleischtopf der dezentralen
Gebühreneinzugszentrale, via P2P versteht sich.
SCNR
Ich habe regelmäßig Spam von einem Chinesen bekommen der Fotobearbeitung
machen wollte. Ein "das mach ich selbst" hat er ignoriert und mich dazu
gedrängt im doch ein paar Bilder zur Bearbeitung zuzusenden.
Ich habe ihm dann unzählige Fotos von Wänden, Krümeln, Wolken etc
zugesendet.
Auf seine Frage mit was er das nun bearbeiten solle, schrieb ich ihm
(use a Hex-Editor).
Danach war Ruhe...
Du kannst dem "Recruitern" doch einfach ein für sein Suchen passendes
Profil zusenden! So mit Alter 25 und Berufserfahrung 36 Jahre etc. Am
besten verschiedene damit er was zu Arbeiten hat. Irgendwann fliegst aus
dem Spam-Verteiler, da jede eMail an dich potentiell unbezahlte Arbeit
bedeutet...
So einfach ist das nicht. Die meisten dieser Firmen arbeiten mit
automatisierten Datenbanken und Notepads, wo die recruiter die Infos
eintragen, die vom Kunden und dem Consultant kommen. Danach wird
recherchiert und per Knopfdruck gehen mehrere Nachrichten raus. Die
Programme können sogar Telefonnummern wählen.
Nicht wundern, wenn also wer anruft und man erst nachdem man selber
drangegangen ist nochmal ein Klingeln hört. Der Anruf wird erst zu dem
recruiter durchgestellt, wenn man abgehoben hat.
Die ganzen Leeranrufe und Leeremails kosten die keine einzige Minute.
Besonders ärgerlich ist, daß sich die Engländer gerne Nummern aus
Deutschland besorgen, damit der Anruf authentischer ist.
Die Firma selber sitzt aber in England oder in einem Fall in Dublin/IRE.
Wie geht man mit denen um?
Ganz einfach. Ich kenne da jemanden, der führt gerne mal eine
Verhandlung mit denen, bietet seine Leistungen bei Bedarf sehr billig
an, um in die Verhandlung zu kommen und bekommt so gute Kundenkontakte.
Man lässt dann das Geschäft einfach an einer Kleinigkeit scheitern.
Monate später sendet man einfach mal sein Profil an die Abteilung.
Thomas U. schrieb:> Ganz einfach. Ich kenne da jemanden, der führt gerne mal eine> Verhandlung mit denen, bietet seine Leistungen bei Bedarf sehr billig> an, um in die Verhandlung zu kommen und bekommt so gute Kundenkontakte.> Man lässt dann das Geschäft einfach an einer Kleinigkeit scheitern.> Monate später sendet man einfach mal sein Profil an die Abteilung.
Cool! DAS versuche ich nun auch mal! Eventuell kann ich so neue Kunden
für die Firma gewinnen (auf Kosten der Recruiter).
Marc H. schrieb:>> Man lässt dann das Geschäft einfach an einer Kleinigkeit scheitern.>> Monate später sendet man einfach mal sein Profil an die Abteilung.>> Cool! DAS versuche ich nun auch mal! Eventuell kann ich so neue Kunden> für die Firma gewinnen (auf Kosten der Recruiter).
Ob das klapp?
Wenn der Recruiter einen vorgestellt hat, ist in den AGB`s bei denen
immer dier Satz das sie auch dann noch eine Prämie bekommen, wenn der
Kandidat über andere Wege zur Firma fand!
Also u.U. kann sowas noch ganz schön ärger machen!
Cha-woma M. schrieb:> Marc H. schrieb:>>> Man lässt dann das Geschäft einfach an einer Kleinigkeit scheitern.>>> Monate später sendet man einfach mal sein Profil an die Abteilung.>>>> Cool! DAS versuche ich nun auch mal! Eventuell kann ich so neue Kunden>> für die Firma gewinnen (auf Kosten der Recruiter).>> Ob das klapp?> Wenn der Recruiter einen vorgestellt hat, ist in den AGB`s bei denen> immer dier Satz das sie auch dann noch eine Prämie bekommen, wenn der> Kandidat über andere Wege zur Firma fand!> Also u.U. kann sowas noch ganz schön ärger machen!
Ja, als Arbeitnehmer! Nicht als bereits beschäftigter der dem Boss einen
neuen Kunden zujubelt! Abgesehen muss man bei den Recruitern ja nicht
unbedingt den echten Namen angeben! Ist so wie bei den ganzen Spam-Mails
bzw Fishung-Mails die möchten das man seine Kontonummer angibt. Da macht
es Spaß die Nummer der Busgeldstelle oder des Finanzamts anzugeben. Das
geklaute Geld wird nämlich den Opfern wieder zurückgebucht! In der
Zwischenzeit haben die wohl rausgefunden das sie betrogen wurden...
Cha-woma M. schrieb:> Also u.U. kann sowas noch ganz schön ärger machen!
Nicht wirklich. Zunächst ist es so, dass weder Recruiter noch Firma in
der Lage sind, eine vernünftige Aufgabenstellung zu definieren. Daher
gibt es immer ERST ein Gespräch und danach sehen alle klarer.
Was soll denn passieren, wenn ich Ich sage, dass ich den Auftrag nicht-
infolge mangelnden Wissens oder Gerätschaften nur zu erhöhten Kosten
übernehmen kann und der Kunde einen anderen beauftragt?
Garnichts passiert da.
Habe auch gerade wieder Stress mit Progressive! Maulen rum, weil ich ein
Projekt nicht machen will. Wurde nicht beschrieben, verursacht hohe
Reisekosten, soll weitgehend beim Kunden sein, etc. Abgesagt! Dann kam
die böse mail, wie ich sowas machen könne einfach mich nicht dazu bereit
zu erklären, für deren Mini-Sätze zu arbeiten.
Das ist jetzt die dritte negative Erfahrung mit solchen Briten in einer
Woche. So langsam ticken die da aus auf ihrer Insel.
EU-Bürger schrieb:> Habe auch gerade wieder Stress mit Progressive! Maulen rum, weil ich ein> Projekt nicht machen will. Wurde nicht beschrieben, verursacht hohe> Reisekosten, soll weitgehend beim Kunden sein, etc. Abgesagt! Dann kam> die böse mail, wie ich sowas machen könne einfach mich nicht dazu bereit> zu erklären, für deren Mini-Sätze zu arbeiten.
Na, sei froh ned bei solchen Abzockern gelandet zu sein!
> Das ist jetzt die dritte negative Erfahrung mit solchen Briten in einer> Woche. So langsam ticken die da aus auf ihrer Insel.
Ach, die sitzen def. ned auf der Insel!
eingebetteter Ausroller schrieb:> Angebote von> englischen Recruitern von den Firmen Eurostaff,
So ein Hampel von denen hat mich heute auch wieder kontaktiert erst per
Mail dann per Telefon. Der konnte nicht mal richtig deutsch, erst dachte
ich das sind wieder so Trickbetrüger aus Asien die hier auch immer
wieder anrufen aber dann sah ich ne berliner Telefonnummer habe trotzdem
nix verstanden. "Projekt" habe ich noch verstanden, den restlichen
Kauderwelsch nicht.
eingebetteter Ausroller schrieb:> Wie wird man das lästige Volk los?
Das "lästige Volk" hat sich doch selber rauskatapultiert. Pass mal auf,
wie schnell das mit den Engländern bergab geht, wenn der Brexit durch
ist.
Die Stimmung ist in England inzwischen ziemlich gekippt, nachdem mehr
Fakten auf den Tisch gekommen sind. Die meisten haben es verstanden,
dass es eine reine Bauchentscheidung war und niemand weiß, was dabei
rauskommt. Es gibt seriöse Quellen, die der englischen Wirtschaft einen
Niedergang um bis zu 5% bescheinigen. Zum Vergleich: in der Krise 2008
gab Deutschland um 3% nach und die Auswirkungen kennen wir ja.
Das englische Parlament könnte das zwar noch stoppen, wird aber mit
hoher Wahrscheinlichkeit nichts gegen den Brexit unternehmen, weil
dieser von weit oben gesteuert wurde! Da stecken hohe englische Kreise
aus dem Adel und Wirtschaftsbosse dahinter. Das wurde sogar in der
englischen Wikipedia belegt und untermauert und immer wieder durch
Editoren gekillt. Angeblich sollen Adelskreise mit Verbindungen zum
Oberhaus mit Desinformation seit Jahren dafür sorgen, dass eine
Anti-EU-Stimmung erzeugt wird. Die haben im Vorfeld des Brexit z.B.
Studien beauftragt und dann nur die publiziert, die ein positives Bild
des Brexit zeichneten. Ein Journalist der London Times hat kürzlich
sogar aufgedeckt, dass Druck auf die Universität Cambridge gemacht
wurde, eine kritische Analyse des Brexits von ihren Wissenschaftler n
aus dem Jahre 2014 wieder vom Netz zu nehmen. Stattdessen steht dort nun
eine Forschungsarbeit eines anderen Professors, der erst seit 2015 in
CAmbridge ist und der von diesen Kreisen finanziert wurde, wie nun raus
kam. Dessen Studie hatte ein positives Ergebnis eines Brexits
gezeichnet.
Ein Grossteil der englischen Firmen zittert nun und fragt nach
Möglichkeiten nach, ihr Headquarter nach Irland oder Schottland zu
verlegen, in der Annahme, dass Schottland Mitglied bleibt. Dies ist auch
ziemlich wahrscheinlich, weil es hinter den Kulissen seitens der EU
schon Gespräche mit dem Umfeld der Ministerpräsidentin Sturgeon und
Vertretern gibt, um auszuloten, wie Schottland drin bleiben kann.
Die Sache ist also die, dass die Engländer entweder den Schotten starke
Zugeständnisse machen müssen, z.B. die Förderungen der EU ausgleichen,
die ja wegfallen, oder sie verlieren schlagartig 30% ihres Empires.
Schon bei dem Referendum 2014 hatten sich die Meisten im Vorfeld für
einen Austritt ausgesprochen, sich dann aber umentschieden, als ihnen -
von den Engländern! - die Folgen eines EU-Austritts vorgehalten wurde,
den ein Abkoppeln nach sich gezogen hätten. Die Schotten werden also die
Engländer ziemlich pressen oder sich einfach wieder an die EU
dranhängen. Wahrscheinlich so, wie die Schweiz.
Auch die Firmen spielen auf Sicherheit: Für den Fall des Nichtverbleibs
Schottlands in der EU gibt es Pläne, die Headquarter einfach in die
Niederlande zu verlegen. Dort hat man schon Angebote dahingehend
gemacht, Firmen, die aus Enland zuwandern, mit weitgehenden
Steuererleichterungen zu bedenken.
Das alles wird dazu führen, dass die Initiatoren unter den Engländer
nicht sonderlich leidern werden. Groß durch den Brexit bluten, werden
nur die Kleinen. Die Firmen werden das aber teilweise zum Anlass nehmen,
bereits geplante Verlagerungen durchzuführen, um das auszugleichen. Die
Erwartung ist also, dass die Arbeitslosigkeit in Grossbrittanien eher
weiter steigt und die EU-Feindlichkeit weiter zunimmt.
Ach ja:
Noch als eine kleine Information für diejenigen, die an das Märchen mit
dem schönen Wetter glauben, dass die Jugend dort abgehalten haben
könnte, zur Wahl zu gehen und dass sich am Brexit noch was ändern
könnte, folgende Infos: Ich habe auch daran geglaubt, musste mich aber
eines besseren belehren lassen. Mein Partnerin kannt sich berufsbedingt
in internationalen Wirtschaftstehmen extrem gut aus, hat auch Kontakte
nach GB und in die USA - bis hin in höchste Loobykreise. Die haben in
ihrer Beraterfirma auf der Basis der Bevölkerungszahlen die
Wahlergebnisse korrigiert, so als ob alle Schichten und Altersklassen
gleich gewählt hätten, um rauszubekommen, wie es bei einer weiteren Wahl
ausfallen könnte: Es wären trotzdem über 50% pro Brexit gewesen! Ich
habe es nachgerechnet und es stimmt. Das Registrierungsproblem sorgte
also nur für eine Verschiebung. Die Engländer sind heiss auf den
Ausstieg. Und wahrscheinlich rennen viele daduch in ihr Verderben.
Am Schlimmsten wird es für die Grenzregion in Nordirland: Das
Karfreitagsabkommen, das unter anderem besagt, dass Irland keine
Versuche mehr unternehmen wird, Nordirland wiederzuvereinigen, ist damit
obsolet, weil darin nämlich auch die Grenzen, die Grenzkontrollen, Zölle
und Handelsbeschränkungen aufgehoben wurden. Nach dem Brexit ist aber
die Grenze von Nord-Irland EU-Aussengrenze, muss gesichert werden und
Zölle werden erhoben werden. Das gibt wieder neuen Zündstoff für
geschätzt 4000 Familien, die geteilt wohnen und arbeiten. Je nach
Wohnort sind das dann EU-Bürger und ihre Brüder im Norden nicht. Da
werden die Engländer einiges durchzustehen haben, wenn die patriotischen
Iren in Nord Irland ihnen ihre Dankeschön dafür überbringen werden.
Warten wir mal ab, wie stark die Engländer in 5 Jahren sind. Nach
Forschungen zufolge werden sich dann etwa die ersten Auswirkungen
genügend gut gezeigt haben.
Ob sich nach dem Brexit englische Recruiter noch halten können, ist
fraglich, weil sich deren faules Umsatzsteuermodell nicht mehr lohnen
wird. Kann sein, dass die dann auch nach Irland oder Schottland gehen
müssen.
Charlie schrieb:> Die Stimmung ist in England inzwischen ziemlich gekippt, nachdem mehr> Fakten auf den Tisch gekommen sind.
Worauf bezieht sich deine Einschätzung?
> Autor: Marx W. (Gast)> Datum: 09.08.2018 18:35> Charlie schrieb:> > Die Stimmung ist in England inzwischen ziemlich gekippt, nachdem mehr> > Fakten auf den Tisch gekommen sind.> Worauf bezieht sich deine Einschätzung?
Bild Zeitung !
Marx W. schrieb:> Charlie schrieb:>> Die Stimmung ist in England inzwischen ziemlich gekippt, nachdem mehr>> Fakten auf den Tisch gekommen sind.>> Worauf bezieht sich deine Einschätzung?
Darauf, dass sich viele dort getäuscht sehen, die den Herren Johnson und
Farage geglaubt haben, dass die Briten wöchentlich Millionen sparen
können, die dann in die Krankenversicherung fliessen könnten. Das hatten
sie so auf den großen Bussen als Werbebanner laufen. Man konnte da an
einem Tag wenigstens 5 Stück von den Dingern erspähen. Diese Seifenblase
ist bereits geplatzt. Auch wird man das Nettogeld, das man sparen
könnte, die ersten 3 Jahre nicht haben, weil es von den
Abschlusszahlungen aufgefressen wird, sowie von Zinsen. Obendrein fallen
Förderungen weg, für die man früher mal "mitbezahlt" hat, durch Verzicht
an anderer Stelle, nun aber nichts mehr bekommt. Das betrifft die
Problemregionen Wales und Nordirland. Für die werden die Engländer nun
selber sorgen müssen.
Ebenso ist es nicht anzunehmen, dass man nun einen schnellen, guten und
harten Brexit hinbekommt, ohne mit leeren Händen dazustehen, weil nichts
durchverhandelt ist. Die Streiten sich ja jetzt schon ums Geld und um
die Beiträge. Deshalb schieben sie es auf die lange Bank. Fürs erste
ändert sich da garnichts. Den Nein-Wählern hat es also nichts genutzt,
dass die Nein gestimmt haben, weil sie den Brexit nicht bekommen und
wenn, dann praktisch nichts davon haben werden. Den JA-Wählern hat es
auch geschadet, weil nun große Unsicherheit ausgebrochen ist und
Investment gestoppt wurde. Das absurde ist, dass die Briten mit dem
weichen Bexit ab 2020 erst einmal 2 Jahre weiterzahlen, keine
Förderungen mehr bekommen, kein Mitspracherecht mehr haben und damit nur
Nachteile haben werden. Weil sich das noch länger hinzieht, werden die
Schotten abspringen, wie auch viele Firmen abspringen werden. Das heisst
noch mehr Probleme durch Unsicherheit. Und wenn die Wirtschaft eins
nicht mag, dann Planungsunsicherheit.
Wie gesagt, die Firmen reagieren: Toyota hat bereits entschieden zwei
der neuen Modelle in Toulouse bauen zu lassen, der französischen
Niederlassung, die eigentlich zu Gunsten der englischen aufgegeben
werden sollte. Nun ist es wohl umgekehrt. Der einzige Grund: die
Importzölle in die EU auf Neuwagen. Momentan klappt es noch, wenn Nissan
und andere ihren Quashquai oder was auch immer in England bauen und nach
DE exportieren lassen. Aber nach einem Austritt wird das teuer. Und bei
Autos sind die Margen inzwischen sehr gering. Die Steuer ist für sehr
viele Firmen der Grund, Autos IN der EU zu bauen. Toyota hat ja auch
noch ein Werk beim Erdogan wo sie den CH-R zusammendönern. Das liesse
sich auch sofort aufblähen, wenn es nicht um die Zölle ginge. Für andere
Produkte gilt dasselbe. Die Engländer werden einiges an Handel
verlieren, weil es umständlicher ist, an der Londoner Börse zu handeln,
als z.B. in Frankfurt/Eschborn.
Charlie schrieb:> Marx W. schrieb:>> Worauf bezieht sich deine Einschätzung?>> Darauf, dass sich viele dort getäuscht sehen, die den Herren Johnson und> Farage geglaubt haben, dass die Briten wöchentlich Millionen sparen> können, die dann in die Krankenversicherung fliessen könnten. Das hatten> sie so auf den großen Bussen als Werbebanner laufen. Man konnte da an> einem Tag wenigstens 5 Stück von den Dingern erspähen. Diese Seifenblase> ist bereits geplatzt.
Darum ging und geht es gar nicht. Die Briten ziehen ihren Kopf aus der
Schlinge der EU-Diktatur. Dass das kostet und die EU alles dafuer tun
wird England dafuer zu bestrafen ist klar. Aber wie das in der Politik
so ist, sind beide Seiten die Getriebenen. England konnte die
EU-Zentralisierung nicht aufhalten, der Euro wurde einfach ohne sie
eingefuehrt. Wenn man mit dieser Politik nicht einverstanden ist, bleibt
nur der Austritt. Fuer die EU ist jeder Austritt brandgefaehrlich,
folglich koennen sie potentielle Austreter nicht in Watte packen. Also
gibts keine Zollfreiheit fuer England. Trotz gebredigtem
Welt-Freihandel...
Umrichter schrieb:> Dass das kostet und die EU alles dafuer tun> wird England dafuer zu bestrafen ist klar.
Hui, die böse EU bestraft die armen Engländer. Nachdem sich die
Engländer jahrzehntelang Extrawürste haben braten lassen.
Mich wundert eher der Langmut der EU mit Little Britain. Ich hätte da
klar gesagt: Ihr wollt raus. Ok, ihr habt 6 Monate das zu regeln.
Stattdessen lassen sie sich weiter und weiter auf der Nase rumtanzen.
Die ganzen Gestalten, die damals den Brexit getrieben haben, sind schon
lange abgetreten und lachen sich nen Ast.
Ich bin mir ja noch nicht sicher, ob der Brexit in 50 Jahren als "die
schlechteste Entscheidung des Jahrhunderts" oder "die beste Entscheidung
des Jahrhunderts" gesehen werden wird.
Die EU ist bei weitem nicht so homogen, wie sie gern wäre (vgl. Estland
mit Deutschland mit Rumänien) und so wie jetzt kann es nicht ewig
weitergehen. Und eine "EU der zwei Geschwindigkeiten" ist de facto ein
Zusammenbruch.
Schauen wir mal. Ich sehe dem eher gelassen entgegen. Die älteren
Generationen haben auch ihre Rente bekommen, trotz zweifachem
Staatszusammenbruch.
eingebetteter Ausroller schrieb:> und in den einschlägigen Netzwerken> geschrieben habe, dass ich keine Anfragen dieser Art will.
Warum preist Du Dich dann überhaupt in den "einschlägigen Netzwerken" an
wenn Du doch in Ruhe gelassen werden willst? Klingt irgend wie nach
selber schuld.
Umrichter schrieb:> Die Briten ziehen ihren Kopf aus der> Schlinge der EU-Diktatur.
Die Briten haben sich selbst für ihren Beitritt entschieden, selbst auf
die Osterweiterung gedrängt, jede Menge wichtige Entscheidungen
blockiert, sich jede Menge Extrawürste einlegen lassen -- nur, um dann
beleidigt auszutreten, weil man ja angeblich bevormundet wird.
Vermissen wird sie niemand.
Karl K. schrieb:> 6 Monate
Die EU-Verträge sehen vor, dass verhandelt wird und wenn es zu keinem
Ergebnis kommt, dann ist zwei Jahre nach Antrag Schluss. Die können also
verhandeln, wie sie wollen. Je länger es dauert, desto länger bleiben
sie drin. Und desto schöechter wird die Position der Britten, denn die
Zeit spielt gegen sie. Ein schneller Austritt wäre besser gewesen. Aber
den hätte man VOr der Überraschungsaktion planen müssen. Das haben sie
ja nicht. Hat ja keiner mit gerechnet.
Umrichter schrieb:> Darum ging und geht es gar nicht. Die Briten ziehen ihren Kopf aus der> Schlinge der EU-Diktatur.
Naja, die Zahl der Einbürgerungen der Engländer hierzulande steigt und
steigt. Die kehren ihrem schönen Bitannien politisch den Rücken und
besuchen fortan ihre Heimat von DE aus. Es sind auch viele in
Frankreich, die sich einbürgern lassen, vor allem in der Bretagne.
Lustig wird die Sache mit Gibraltar!
Nachtrag:
Bis 2015 waren das unter 600, seither 2800, 7500 und für 2018 rechnet
man mit über 10.000. Wenn der Brexit kommt dürften nochmals 10.000 bis
20.000 Anträge stellen. Insgesamt rechnet man mit bis zu 40.000 Briten
in DE und nochmal sovielen in Frankreich. Weitere 20.000 in Resteuropa
und der Schweiz. Auf Dauer gesehen liebäugeln angeblich 100.000 mit den
USA. Zwischenstation wäre Irland. Die haben ja schon angeboten,
zahlunskräftige Briten zu nehmen, die sich selber finanzieren und
steuern zahlen wollen.
Insgesamt 1% der zahlungskräftigen Steuerzahler weg, macht 2% weniger
Steuereinnahmen. Das merken die.
Durch den Brexit wird England in 6 Jahren UNBEWOHNBAR !!!
Ich wollte vor zwei Jahren meine Bewerbungen dahin schicken , zum Glück
habe ich das NICHT gemacht.
Charlie schrieb:> Ein Grossteil der englischen Firmen zittert nun und fragt nach> Möglichkeiten nach, ihr Headquarter nach Irland oder Schottland zu> verlegen, in der Annahme, dass Schottland Mitglied bleibt.
Sie mögen zittern, aber sie fragen nicht. 2/3 der britischen Firmen sind
auf den Brexit immer noch nicht vorbereitet.
> Nach dem Brexit ist aber> die Grenze von Nord-Irland EU-Aussengrenze, muss gesichert werden und> Zölle werden erhoben werden. Das gibt wieder neuen Zündstoff für> geschätzt 4000 Familien, die geteilt wohnen und arbeiten. Je nach> Wohnort sind das dann EU-Bürger und ihre Brüder im Norden nicht.
Das stimmt nicht.
Das Good Friday Abkommen enthält eine Geburtsrechtsregelung. Jeder der
in der Region geboren ist darf sich als irisch, britisch oder beiden
Nationen zugehörig sehen und hat das Recht einen irischen, britischen
oder beide Pässe zu führen.
Die "Irish citizenship through birth or descent" Rechte sehen dann so
aus:
Recht auf irische Staatsbürgerschaft, und damit EU-Staatsbürgerschaft,
wenn
Vor 2005 auf der Insel (immer der ganzen Inseln, nicht nur der Republik)
geboren, egal woher die Eltern kommen und welche Nationalität sie haben.
2005 und später auf der Insel als Kind von Iren geboren.
2005 und später auf der Insel als Kind von Briten geboren.
2005 und später auf der Insel als Kind von Personen geboren, die ein
Recht haben in Nord Irland zu wohnen (sie müssen nicht in NI wohnen, nur
das Recht dazu haben).
2005 und später auf der Insel als Kind von Personen geboren, die eine
starke Verbindung zu Irland haben (die letzten 3 von 4 Jahren und
unmittelbar vor der Geburt in Irland gelebt zu haben reicht).
Außerhalb Irlands geboren, irische Eltern.
Reicht noch nicht? Dann gibt es den Joker, den momentan viele Briten
ziehen: Großeltern in Irland geboren? Recht auf irische
Staatsbürgerschaft.
Von den 4000 geteilten Familien bleibt dann nicht mehr viel - wenn sie
ihre Rechte wahrnehmen und sich doppelte Staatsbürgerschaften besorgen.
Wenn es trotzdem wieder Ärger gibt und die Troubles wieder beginnen,
dann liegt das nicht daran, dass man nicht friedlich bleiben kann,
sondern das man nicht friedlich bleiben will.
Hannes J. schrieb:> Von den 4000 geteilten Familien bleibt dann nicht mehr viel - wenn sie> ihre Rechte wahrnehmen und sich doppelte Staatsbürgerschaften besorgen.
Zufällig ist meine Schwester mit einem Iren zusammen und die diskutieren
das Thema heiss. Es reicht leider nicht, einfach die Staatsbürgerschaft
zu wechseln, wenn man eine Firma hat, die auf der Insel eingetragen ist
und in den Norden liefert. Selbst wenn dort der Chef ebenfalls EU-Bürger
ist, bleibt seine Firma im Norden und damit auf Nicht-EU Gebiet. Alle
Lieferungen müssen dann über die Grenze. Momentan ist da richtig
Aufruhr, weil es im Grenzgebiet viele gibt, die hier und da was
einkaufen und über die grüne Grenze mitnehmen. Bislang interessiert das
keine Sau. Das wird sich ändern.
prolet schrieb:> Umrichter schrieb:>> Die Briten ziehen ihren Kopf aus der>> Schlinge der EU-Diktatur.>> Die Briten haben sich selbst für ihren Beitritt entschieden,
Diejenigen (Cameron&Co.) haben aus eigennützigen Interesse das Votum
provoziert! Als sie das Plebiszit ankündigten ging es ihnen nur drum die
nächste Unterhauswahl positiv für sich selbst zu gestalten!
Die Arbeitsmarktlage auf der Insel ist der unseren halt ca. 10 Jahre
voraus.
Medial rotiert mit Sprüchen von der "Vollbeschäftigung,
Fachkräftemangel und ....." die PR-Maschine auf Hochtouren.
Aber in der "gemeinen" Bevölkerung hat es schon lange rumort wg. den
Veränderungen durch osteuropäische Billigarbeitnehmer (MINT&Co. halt).
Schon als Tony Blair mit seiner "New Labour" die
Arbeitnehmerfreizügigkeit für AN aus Osteuropa defacto vor deren
Beitritt ermöglichte.
Da konnte ich mir nur mehr an den Kopf fassen wie Blöd eine
"Arbeiterpartei" an der Spitze wohl sein muß.
Was das Ende vom Lied ist, ist zwar noch nicht ganz raus.
Aber die Strophen die man bisher hörte sind zum fürchten und lassen nix
Gutes erwarten!
> selbst auf> die Osterweiterung gedrängt, jede Menge wichtige Entscheidungen> blockiert, sich jede Menge Extrawürste einlegen lassen -- nur, um dann> beleidigt auszutreten, weil man ja angeblich bevormundet wird.
lies mal das:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/polen-der-fehler-der-eu-osterweiterung-kolumne-a-1071041.html> Vermissen wird sie niemand.
Doch, den die die jetzt kommen, die haben schon die EU an den Rand des
Abgrundes getrieben!
Tipp von mir an dich:
Schmeiß den Scheiß der von Liz und Friede kommt in die Tonne und beginn
zu Denken rational und in strategischen Zusammenhängen.
Dann kannste die PR der DDR4.0 sehr schnell durchschauen.
"Fachräftezuwanderungsgesetzes"
Ich weis wie ich am 14.10 wählen werde!
Cha-woma M. schrieb:> "Fachräftezuwanderungsgesetzes">> Ich weis wie ich am 14.10 wählen werde!
Das sehen (leider) inzwischen sehr viele ähnlich! Ich sehe auch eine
Radikalisierung unter den Ingenieuren und Informatikern. Immer mehr
merken, dass sie aufs Abstellgleis geschoben werden sollen, besonders
die Älteren. Eine Firma für die ich öfters tätig bin, ist auch am
Abbauen, was die alten Entwickler angeht. Da scheidet mit schöner
Regelmässigkeit einer Ü60 aus, der steuerfinanziert in der
Altersteilzeit war und nun in die Rente mit Abschlag geht.
Ersetzt wird der aber nicht. Die Firma schaltet zwar Stellenanzeigen,
stellt aber nichts Gleichwertige sein. Es wird von unten her
nachgerückt, was sehr gut funktioniert, weil es schon ein Überangebot an
Bewerbungen gibt. Die vergeben sehr viele Programmierprojekte als
Masterarbeit und stellen sich dann die Besten ein. Faktor 1:5. Die
anderen 80% müssen woanders suchen.
Von der Arbeit her könnte und müsste man 3 einstellen. Das muss man aber
nicht, weil sie immer mehr an einen externen Informatikdienstleister
rausgeben, der sehr günstig ist, weil er mit sehr vielen jungen Leuten
arbeitet, die fast alle aus dem Ausland kommen. Die stellt er dann als
Resident in der Firma ein.
Bego schrieb:> Bis 2015 waren das unter 600, seither 2800, 7500 und für 2018 rechnet> man mit über 10.000. Wenn der Brexit kommt dürften nochmals 10.000 bis> 20.000 Anträge stellen.
Das sind aber jetzt nicht so wirklich viele oder? Ich meine, in Relation
zu den 80Mio in DE?
Ok, 20000 Briten in Deutschland werden irgendwo auch den Arbeitsmarkt
belasten, aber die, die da kommen, haben in der Regel einen Job. Die
kommen oft wegen des Jobs. Der Durchschnittsbrite ist nicht so erpicht
darauf, bei den Germans zu leben :-)
Martin K. schrieb:> Das sehen (leider) inzwischen sehr viele ähnlich! Ich sehe auch eine> Radikalisierung unter den Ingenieuren und Informatikern.
Ich sehe unter Ings und Infs keine größere Radikalisierung als im Rest
der Bevölkerung. Es findet gerade ein kräftiger Gesellschaftswandel
statt, der zu einer starken - zumindest empfundenen - Abwertung eines
guten Bevölkerungsdrittels führen soll. Dass das nicht ohne Reibereien
ablaufen kann, sollte selbstverständlich sein.
Martin K. schrieb:>> Wenn der Brexit kommt dürften nochmals 10.000 bis>> 20.000 Anträge stellen.>> Das sind aber jetzt nicht so wirklich viele oder?> Ich meine, in Relation zu den 80Mio in DE?
Nun, mit den Jahren summiert sich das trotzdem ganz ordentlich.
Das Problem sind nicht die 10k oder 20k, sondern der Punkt, dass die
sich sicherlich nicht im Hohen Fläming oder in der Uckermark
niederlassen werden...
Martin K. schrieb:> Ok, 20000 Briten in Deutschland werden irgendwo auch den Arbeitsmarkt> belasten, aber die, die da kommen, haben in der Regel einen Job. Die> kommen oft wegen des Jobs.
Sie haben jetzt einen Job. Wenn sie kommen, haben sie keinen Job mehr,
denn sonst bräuchten sie ja nicht kommen. Das ist der Unterschied.
S. R. schrieb:> Ich sehe unter Ings und Infs keine größere Radikalisierung als im Rest> der Bevölkerung.
Ich würde sogar eher sagen, dass dort die Welt noch in Ordnung ist. Wem
es finanziell sehr gut geht, warum sollte der sich denn radikalisieren?
Nein, das betrifft doch nur die vermeintlich "Abgehängten".
> Es findet gerade ein kräftiger Gesellschaftswandel> statt, der zu einer starken - zumindest empfundenen - Abwertung eines> guten Bevölkerungsdrittels führen soll.
Davon merke ich in meinem Umfeld rein gar nichts. Welches Drittel soll
warum abgewertet werden?
Qwertz schrieb:> Davon merke ich in meinem Umfeld rein gar nichts.
An den Hochschulen, wo ich war, war der Frauenanteil im Ingeneurswesen
überall gleich, aber sehr gering. Wenig überraschend ist das bei uns in
der Entwicklung nicht viel anders. Im mittleren Management ist es
umgekehrt.
> Welches Drittel soll warum abgewertet werden?
Wenn du die Medien beobachtest, dann ist das ziemlich offensichtlich:
Eine Abwertung des Einen ist auch eine Aufwertung des Anderen.
Warum das passiert, kann ich immerhin durch Machtwillen (um der Macht
willen) begründen. Warum das gut sein soll, wüsste ich gerne. Wie das
funktionieren soll, ebenfalls.
Qwertz schrieb:> Nein, das betrifft doch nur die vermeintlich "Abgehängten".
Nein, es betrifft die tatsächlich Abgehängten.
Abgehängt bist Du heute auch mal schnell als Hochqualifizierter, weil
man Dir in jedem Gespräch erklärt, dass Du überqualifiziert bist.
Viele Ältere Fachkräfte kriegen keinen Job mehr, obwohl sie das
Erforderliche dreimal drauf haben. Das betrifft neben Technikern auch
zunehmend Ingenieure. Ich kenne selber Fälle embedded Entwicklern, die
30 Jahre einen guten Job hatten un nun beim Amt sind, weil die Firma
zugemacht hat. Die sind erst Mitte 50 und dürfen nun ihr Hab und Gut
verbrauchen, weil sie keiner mehr einstellen will. Selbst bei den
Zeitarbeitsgebern kommen sie nicht unter, weil die genug billige haben
und das sind eben jene aus dem EU-Ausland und zunehmend auch
Nicht-EU-Ausland.
Die sitzen dann da und fragen sich zurecht, warum die Politik alles
dafür tut, junge Ausländer anzuwerben, die den angeblichen Mangel
beheben sollen, der real nur bei den 30jährigen besteht, die jeder haben
will.
Techniker schrieb:> Abgehängt bist Du heute auch mal schnell als Hochqualifizierter, weil> man Dir in jedem Gespräch erklärt, dass Du überqualifiziert bist.
Ist Generation Snowflake jetzt bei den Endfuffzigern angekommen?
Das war vor 20 Jahren als ich angefangen hab genauso. Da wurde auch
schon von überqualifiziert gefaselt, wenn der AG weniger zahlen wollte.
Und erklär mal, warum ein kapitalistisches Albeitgebel einen
Ü50-jährigen, der die letzten 10 Jahre der technischen Entwicklung als
neumodischen Kram abtut und am liebsten alles mit 709 und Z80 macht
einstellen soll, wenn er für gleiches oder weniger Geld einen
30-jährigen bekommt, der auch noch aktuelle Technik kennt.
Karl K. schrieb:> Ist Generation Snowflake jetzt bei den Endfuffzigern angekommen?
Nö, nur die Geschwindigkeit, mit der sich das Hamsterrad dreht, hat
zugenommen. Wer im letzten Jahr in Sachen Web-Development, Javascript
und Cloud nicht aufgepasst hat, ist schon nicht mehr up-to-date. In
einigen Bereichen - Embedded jetzt weniger - ist das ein Todesurteil.
Karl K. schrieb:> Und erklär mal, ...
Nö, aus der Sicht des Albeitgebels ist das vollkommen korrekt.
Aber erklär du mir mal, wie du so eine funktionierende, stabile und sich
selbst stabilisierende Gesellschaft aufbauen willst.
S. R. schrieb:> Nö, aus der Sicht des Albeitgebels ist das vollkommen korrekt.> Aber erklär du mir mal, wie du so eine funktionierende, stabile und sich> selbst stabilisierende Gesellschaft aufbauen willst.
Wenn juckt`s?
Merke dir, in D-Land bestimmt eine Gesellschaftsschicht von ca. 1% der
Gesamtbevölkerung.
Denen geht`s nur drum ihren Vorteil zu "optimieren".
Wie`s den Rest geht, ist nur dann wichtig wenn vom "Rest" halt noch
welche nötig sind um beim "optimieren" die Arbeit zu machen.
Diejenigen die für 1% der Gesellschaft die Handlanger machen, bekommen
wie die Hunde beim Bankett der Mächtigen die Rest zum abnagen
zugeworften und verteigigen ihren Fressplatz und "Gönner" gegen den Rest
mit "Zähnen und Klauen".
Was an Bevölkerung übrig bleibt ist halt das Volk, im Verständnis
unserer Bundeskönigin AM halt diejenigen die "auf der Strasse
rumlaufen". In der Sprache der kulturwissenschaftlichen Linken kann auch
mal "Pack" dafür verwendet werden.
Auf jedenfall diejenigen die nix zu bestimmen haben!
S. R. schrieb:> Wer im letzten Jahr in Sachen Web-Development, Javascript> und Cloud nicht aufgepasst hat, ist schon nicht mehr up-to-date. In> einigen Bereichen - Embedded jetzt weniger - ist das ein Todesurteil.
Du hast Blockchain vergessen!!!!!einself
Karl K. schrieb:> wenn er für gleiches oder weniger Geld einen> 30-jährigen bekommt, der auch noch aktuelle Technik kennt
Ist ist ein Trugschluss, denn auch der 50er kennt aktuelle Technik. Er
hat dazu aber auch noch Hintergrund von den Produkten, die vor 20 Jahren
entwickelt wurden, vor 10 Jahren in den Markt gebracht wurden und damit
momenten massenhaft umher geistern.
Vor 20 Jahren haben die Mikrocontroller auch nicht anders funktioniere.
D ist nie eingeführt worden, sondern es wird immer noch in C
programmiert.
Und auch wenn es OT ist:
Charlie schrieb:> Am Schlimmsten wird es für die Grenzregion in Nordirland: Das> Karfreitagsabkommen, das unter anderem besagt, dass Irland keine> Versuche mehr unternehmen wird, Nordirland wiederzuvereinigen, ist damit> obsolet
Sieht man schon: Am heutigen Karfreitag gab es den ersten Anschlag der
neuen IRA: Eine Journalistin ist tot. Der Konflikt wird wieder
aufbrechen und es wird diesmal um so mehr auch England treffen. Für mich
ein klarer Grund, dort nicht hinzufahren oder gar zu arbeiten.
>Re: Englische Recruiter immer aggressiver
Letzte Woche wieder Anrufe von einer komischen Nummer gehabt: Die
Rufnummer ist exakt die von Real Staffing, wenn man sich die Deutsche
Vorwahl +49 hinzudenkt. So kann man sie aber komischerweise nicht
zurückrufen, weil es das Land +89 xxxxx xxxx nicht gibt. Mit der
deutschen Vorwahl hingegen, ergibt sich lustigerweise genau deren
Münchener Telefonnummer. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.