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Forum: Platinen Board to Boardconnector DF59


Autor: Thorsten (Gast)
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Hi,

habe mal eine Verständnisfrage:
Laut Datenblatt dürfen über einen D59 (Hirose, 
http://www.mouser.com/ds/2/185/DF59_catalog-939207.pdf) 3A fließen.

Bezieht sich das auf einen PIN?
Mal angenommen ich nehme den 4-poligen Stecker und verbinde alle 4 Pins 
mit meiner 24V Stromversorgung - kann ich dann problemlos Verbraucher 
bis 12 A anschließen?

Wie sieht das mit GND aus? Müsste ich hier ebenfalls 4 Pins belegen?
Oder könnte ich auch einfach nur einen 4er nehmen, drei PINs mit 24v und 
einen PIN mit Gnd belegen, und könnte problemlos 9A verbrauchen?

Vielen Dank für ein wenig Aufklärung
Thorsten

Autor: Tuxpilot (Gast)
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Thorsten schrieb:
> Bezieht sich das auf einen PIN?
> Mal angenommen ich nehme den 4-poligen Stecker und verbinde alle 4 Pins
> mit meiner 24V Stromversorgung - kann ich dann problemlos Verbraucher
> bis 12 A anschließen?

Hallo Thorsten,

so verstehe ich das auch.
Angeblich haben die Dinger einen Kontaktwiderstand von 50mΩ. Das 
bedeutet bei 3A pro Pin einen Spannungsabfall von 0,15V. Das muss nicht 
schlimm sein, wird es bei dauerhaft vier mal 3A aber sicherlich doch 
sein. Der Stecker verheizt dann 1,8W, wenn ich richtig rechne. Das ist 
normalerweise die Aufgabe von Hochlastwiderständen...

Thorsten schrieb:
> Wie sieht das mit GND aus? Müsste ich hier ebenfalls 4 Pins belegen?
> Oder könnte ich auch einfach nur einen 4er nehmen, drei PINs mit 24v und
> einen PIN mit Gnd belegen, und könnte problemlos 9A verbrauchen?

Da müsstest du genauso viele Pins belegen, schließlich fließt der 
gesamte Strom wieder zur Quelle zurück. (Der Spannungsabfall erhöht sich 
dann schon auf 0,3V.)

Ich hoffe, ich kann dir helfen, indem ich dir in diesem Fall zu größeren 
Steckern rate. ;)

Gruß, Tuxpilot

P.S.: Modellbahner wie ich (1:87) lassen übrigens nicht selten 
2,5mm²-Leitungen parallel zu den Gleisen verlaufen, nur um den 
Spannungsabfall klein zu halten. Steckverbinder dementsprechend 
ebenfalls deutlich größer, bei Strömen um die 3A.

Autor: Thorsten Druecker (Gast)
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Hi tuxpilot,

geholfen ja. Danke.
Aber würde gern noch verstehen wo das Problem sein wird? Also die 
"verbrannten" Stromkosten wären egal. Wird das zu heiss?

Wenn du ne bessere alternative weist gerne, aber ich hab nix besseres 
gefunden um zwei pcbs nebeneinander zu verbinden.

BG
Thorsten

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Thorsten Druecker schrieb:
> Wird das zu heiss?

Na sicher, das ist das Problem. Sieh Dir den Kunststoffkörper des 
Steckers an, sieh Dir die winzigen Kontaktbleche an, wie sollen die das 
knappe halbe Watt pro Kontakt bei 3A thermisch loswerden?

Autor: Thorsten Druecker (Gast)
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OK.
Allerdings handelt es sich um eine 1,6mm alukernplatine die widerrum auf 
einem Kühlkörper montiert wird.
Würde das ausreichen? Die highpower leds geben so ja auch ihre Hitze ab.
Gruss
Thorsten

Autor: Tuxpilot (Gast)
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Hallo Thorsten,

bezüglich der Wärmeabgabe habe ich intuitiv Zweifel.
Angenommen, die Wärmeabfuhr funktioniert gar nicht, dann würden die 
Stecker bei geschätzten 1g Gewicht und 1,8W jede Sekunde 1K wärmer 
werden. (In der Größenordnung.) Nach einer Stunde Dauerbetrieb wären sie 
fast so heiß wie die Sonne von außen. In der Realität dürften die 
Alukernplatinen und die Luft die Temperatur bei höchstens 150°C halten. 
Berechnen kann ich das nicht, daher ein Schätzwert.

Alternativen? Je nach dem, wie viel Platz du hast und was du montieren 
kannst, könntest du B-Stecker (o.Ä.) nach DIN 41612 nehmen, da liegt der 
Kontaktwiderstand angeblich unter 20mΩ. Ausserdem hast du jede Menge 
(bis 96) Pins zur Verfügung, auf die du den Strom verteilen kannst. (An 
meiner segmentierten Deckenlampe habe ich 6 Pins für bis zu 4A genommen, 
über 1,5A konnte ich bisher nicht an LEDs auftreiben. Spannungsabfall 
laut Multimeter: <10mV)
Mein Vorschlag nach Reichelt Bestellnummern: ML-B3 20W und FL-Q3 20W. 
(Weiß nur nicht, ob B und Q tatsächlich zusammenpassen.)
Wenn kein Fehlsteckschutz nötig ist, geht auch Selbstbau mit Stift- und 
Buchsenleisten wie BL 2X36W8 2,54 , dass düfte auch auf Alukernplatinen 
montierbar sein.

Gruß, Tuxpilot

P.S.: Modellbahner nehmen oft Bananenstecker, geht aber nicht für Board 
to Board.

Autor: Thorsten Druecker (Gast)
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Hi,
das mit der Sonne kann ich mir zwar nicht ganz vorstellen aber ich 
versteht worauf du hinaus willst.
Ich werde die df59 nur für die Leds nutzen die ich bei max 1000mA bei 
max 40v betreibe. Dafür sind sie ja auch scheinbar entworfen.

Für die Stromversorgung der KSQs nutze ich dann belastbarer er. Mit 
Stift/buchsenleisten meinst du vermutlich sowas?
http://www.gradconn.com/Images/Info/PCB-3tier-image.jpg

Da würde ich dann je nach platz 4 oder 6 Pins nehmen.

Autor: Thorsten (Gast)
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Hallo,

bin immer noch auf der Suche für die Stromversorgung und bin wieder auf 
einen Connector von Hirose gestolpert:
https://www.hirose.com/product/en/products/DF64/

- 5A / bis 350V DC
- Resistant to High Heat

Dürfte ich damit Erfolg haben?
Werde mal parallel den Hersteller anschreiben

Autor: bin immer noch auf der Suche für die Stromversorgu (Gast)
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Hallo.

Thorsten Druecker schrieb:
> Ich werde die df59 nur für die Leds nutzen die ich bei max 1000mA bei
> max 40v betreibe. Dafür sind sie ja auch scheinbar entworfen.

Ergibt 0,1W pro Stecker, sollte also gehen.

Thorsten Druecker schrieb:
> Mit Stift/buchsenleisten meinst du vermutlich sowas?
> http://www.gradconn.com/Images/Info/PCB-3tier-image.jpg

Genau.

Thorsten schrieb:
> bin immer noch auf der Suche für die Stromversorgung und bin wieder auf
> einen Connector von Hirose gestolpert:
> https://www.hirose.com/product/en/products/DF64/

30mΩ Kontaktwiderstand.
2,8A Hin und rück würden 0,5W am Stecker ergeben, 2A nur 0,24W. Bei 5A 
komme ich auf 1,5W.
Je nachdem, wie groß deine Ströme sind, sollte der Stecker geeignet 
sein. Mein intuitiver Grenzwert wäre 2,3A, ergibt 0,32W Verlust.

Gruß, Tuxpilot

Autor: Thorsten Druecker (Gast)
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Wieso wird ein Stecker mit 5A ausgewiesen wenn du beispielsweise 
einen.Grenzwert von 2,3a errechnest?

Pro Platine habe ich 8 konstantstromquellen a 400mA. Macht also 3.2A. 
Mein Plan ist es maximal drei Platinen an einem Netzteil zu betreiben.

Versteht ich das richtig:
Ein 10a Netzteil wird an Platine 1 angeschlossen. Am Anschluss werden 
also 3*3,2a fliessen.
Am b2b connector zwischen Platine 1 und 2 fliessen nur noch 2*3,2a und 
am connector zwischen Platine 2 und 3 nur noch 1*3,2a.
Zumindest sollte dann der Anschluss mind. 3*3,2a ohne deutliche 
Überhitzung ab können.
Oder denk ich hier falsch?

Gruss

Autor: Horst (Gast)
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Ich hab nicht nachgeschaut, wie teuer die ganzen Hirose-Teile da sind, 
aber ich vermute teuer. Daher könntest du auch einfach Stecker aus dem 
Modellbau nehmen. Aufgrund der Stückzahlen gibt es die einigermaßen 
preiswert zB bei hobbyking.

Autor: Tuxpilot (Gast)
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Thorsten Druecker schrieb:
> Wieso wird ein Stecker mit 5A ausgewiesen wenn du beispielsweise
> einen.Grenzwert von 2,3a errechnest?

Hmmm...
Die Stecker funktionieren wohl auch bei 5A, solange die Wärme abgeführt 
wird. Sicher funktionieren die Stecker auch noch bei 20A gut, wenn 
jemand flüssigem Stickstoff draufgießt...
Ich halte diese Angaben für Vergleichswerte für Stecker jeweils eines 
Herstellers.
Vielleicht reicht deine Alukernplatine als Wärmeabfuhr für 5A. Laut 
Hirose soll man wenigstens Leitungen mit AWG 22 (0,326mm²) verwenden, 
anscheinend reicht das, um 0,75W Wärme abzuführen.

Gruß, Tuxpilot

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