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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik STM32 DAC - invertiert ohne Buffer?


Autor: Nop (Gast)
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Hi,

Ich habe ein merkwüdiges Phänomen mit dem Olimex H405-Board, welches 
einen STM32F405RG in LQFP64-Package verwendet. Packagebedingt ist daher 
V_REF gleich VDDA, was ich schonmal sauber mit 3.3V messe.

Wenn ich bei DAC1 (geht auf PA4) den output buffer auf enabled setze, 
verhält sich alles wie erwartet. Der Output ist linear mit V_REF * Wert 
/ 4095.

Aber wenn ich den output buffer disable, dann invertiert der Output. 
Also ein Wert von 0 wird zu 3.3V, und 4095 ergibt dann 0V!

Der Grund, wieso ich das ohne Buffer machen will, ist der, daß ich nach 
unten hin gerne an die 0V ranwill, während es mit Buffer erst ab 0.2V 
Ausgabespannung spezifiziert ist. Manchmal schaffen die Chips auch 
weniger, das ist aber nicht garantiert.

Nun lese ich in STs AN4566 etwas, das das vielleicht erklären könnte, 
denn in Kapitel 1.1 steht: "When the buffer is enabled, the OpAmp is 
configured as an inverting amplifier with A v = -1".

Dazu gibt's noch die Schaltung und die Anmerkung, wenn der Buffer 
disabled ist, dann sind DACINT und DACOUT miteinander verbunden (über 
R_b). Siehe angehängtes Bild.

Meine Frage: Darf ich das so verstehen, daß ich ohne Buffer in der 
Software meinen Output invertieren muß?

Hätte ich ja kein Problem mit, WENN ich das Datenblatt so verstehen 
darf, daß das auch so spezifiziert ist. Ich würde nur ungern einen Hack 
der Marke "aha, mit Invertieren läuft es ja" verwenden.

Autor: Nop (Gast)
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Achso, und wozu das überhaupt sein soll: Ich will an den DAC-Ausgang den 
VEE-Kontrastspannungseingangs eines 4x20-Textdisplays anschließen, damit 
ich den Displaykontrast per Software regeln kann. Meiner Meinung nach 
sollte das ausreichend hochohmig sein, zumal ich da auch nicht unbedingt 
sonderlich hohe Präzision benötige.

Autor: Ingo (Gast)
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Warum bezeichnest du das Invertieren in Sodtware als Hack? Es ist ein 
Umskalieren an deine Ergonomie

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Nop schrieb:
> "When the buffer is enabled, the OpAmp is
> configured as an inverting amplifier with A v = -1"

Das ist doch eindeutig. Ja, der Buffer invertiert, und das sieht man 
auch am Innenschaltbild.

: Bearbeitet durch User
Autor: Nop (Gast)
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@ Ingo: Wenn es nach Datenblatt so sein soll, ist das sauber und kein 
Hack. Mir kam das alles nur etwas merkwürdig vor, weil ich sonst keine 
Erwähnung gefunden habe, daß der Buffer auch noch invertiert.

@ Matthias: thx!

Autor: Nop (Gast)
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Und nur der Vollständigkeit halber:

Ohne Buffer messe ich nach der Software-Invertierung zwar statisch (also 
ohne angeschlossenes Display) die richtige Kontrastspannung, es geht 
aber nicht. Mit Buffer und dann ohne Software-Invertierung funktioniert 
es.

Die Moral: Der Kontrastspannungseingang des Displays ist nicht 
ausreichend niederohmig, um ohne Buffer betrieben zu werden. Hätte ich 
nicht gedacht.

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