Windmühle antreiben

OP #4683935
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Hey Leute,

ich habe hier im Garten eine Windmühle (Flügelspannweite ca. 50cm) die 
ich mit hilfe eines Motors langsam antreiben möchte (max. 30 
Umdrehungen/Minute). Ich dachte da an einen normalen Elektromotor wie er 
in Ferngesteuerten Autos vorkommt nur mit viel weniger Drehzahl. Würdet 
ihr da einen anderen Motor empfehlen? Beispielsweiße einen Schrittmotor? 
Kenne mich da leider nicht all zu sehr aus. Für den Antrieb habe ich mir 
folgendes gedacht. Die Antriebswelle müsste Parallel zur großen 
Schraube, die mit allen 4 Blättern verbunden ist, sitzen. An der großen 
Schraube ist eine Mutter. Diese Mutter verbinde ich mit einem Zahnriemen 
mit der Antriebswelle. Denkt ihr das funktioniert so? Habt ihr eine 
bessere Idee?

Lg,
Torenjk :)
Gast #4684005
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Christian M. schrieb:
> Ja, aber irgendwo muss der Wind ja wieder erzeugt werden! Logisch!

Dann brauchen wir ja gar keine 380kV Trasse mehr, die quer durch 
Deutschland geht. Einfach die Windräder Wind erzeugen lassen. Im Süden 
wird's dann stürmisch und es kann wieder gewandelt werden. Klasse.

Habe den Schalter gerade umgelegt, bin mal bei der BNetzA meine extra 
Vergütung abstauben...

PS: Nur nicht zu laut sagen, sonts glaubt's am Ende noch unser lieber 
Herr Energieminister... Bei der Gelegenheit könnte man auch noch Licht 
aus der Wüste hierher spiegeln...
Gast #4684014
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PS: Bisher gab es nur eine sinnvolle Antwort ;)

Pink S. schrieb:
> Getriebemotor

Ja, das ist die beste Lösung für dein Problem. Schau dich auf diesem 
Gebiet einfach mal um.

Ggf. kannst du ja den Motor in ein Gehäuse einbauen und die Welle nach 
außen führen. So bleibt der Motor samt Stromversorgung vor 
Umwelteinflüssen geschützt.
#4684029
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Bei einem Direktantrieb hätte ich Sorge, dass das Getriebe schaden 
nimmt, wenn das Windrad bei stehendem Motor von Hand oder durch Wind 
gedreht wird. Die Kraft bei 50cm Hebel kann auf das kleine Geriebe schon 
enorm sein. Wie wäre es mit einem nicht zu strammen Keilriemen oder 
einer Gummiwalze, die die Welle antreibt.
z.B. 
http://www.pollin.de/shop/dt/Nzc1OTg2OTk-/Bauelemente_Bauteile/Motoren/DC_Getriebemotoren/Gleichstrom_Getriebemotor_CHM_2435_1.html

Als Motor kämen auch Grillantriebe oder Spiegelkugelmotore in Frage.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4684038
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Neben der Geschwindigkeit und dem (geringen) nötigen Drehmoment solltest 
Du ggf. auch beachten, dass sich die Windmühle im Freien befindet und 
daher Regen-, Schmelz- und Kondenswasser eindringen werden. So etwas 
kann dann im Frühjahr auf Grund verrosteter Lager und korrodierter 
Kontakte zu einer heftigen Überaschung führen. Modellbaumotoren hingegen 
sind meist nicht für den Dauerbetrieb, sondern nur für eine 
vergleichsweise geringe Zahl an Betriebsstunden ausgelegt, die man in 
wenigen Wochen überschreiten kann.

Ein schrittmotorbasierter Direktantrieb wäre sicherlich am 
zuverlässigsten, sofern man einen so dicken Motor verwendet, dass er 
auch Stöße gegen die Flügel und andere Biegekräfte aushält.

Bei einer Motorsteuerung im Außenbereich gibt es zwei Möglichkeiten: 
wirklich komplett wasser- und luftdicht oder stattdessen belüftet, am 
Besten mit entsprechendem Einschraubelement.
#4684749
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Ein Schrittmotor ist hier vielleicht wirklich eine Überlegung wert, auch 
weil man sich dann die Kupplung spart. Aufgrund der deutlich 
komplizierteren Ansteuerung (Zumindest wenn man nicht im 
Vollschrittbetrieb arbeiten möchte, was ich aufgrund der dann sicher 
auftretenden, sichtbaren schwingungen vermeiden wollen würde) würde ich 
ihn aber nicht favorisieren. Ein Getriebemotor mit einer Rutschupplung 
(Kann auch ein Reigbradgetriebe sein) sollte hier vermutlich ausreichen.
#4684784
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Simpel schrieb:
> Eine Getreidemühle mahlt Getreide, eine Pfeffermühle mahlt Pfeffer...
> Der Zweck einer Windmühle hat sich mir noch nie erschlossen. ;-)

Wer weiß, ohne müssten wir vielleicht Bröckchen atmen!

Ich dreh am Windrad schrieb:
> PS: Nur nicht zu laut sagen, sonts glaubt's am Ende noch unser lieber
> Herr Energieminister... Bei der Gelegenheit könnte man auch noch Licht
> aus der Wüste hierher spiegeln...

So ein Trottel. Licht transportiert man in Säcken!


Ach so was ich zur Sache zu sagen habe. JA
Gast #4684832
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Christian B. schrieb:
> Ein Getriebemotor mit einer Rutschupplung
> (Kann auch ein Reigbradgetriebe sein) sollte hier vermutlich ausreichen.

Ein Scheibenwischermotor, Garagentoröffner, Rolltorantrieb .. hält die 
Realität auch ohne aufwändige Kupplungen aus. Die kann man gebraucht auf 
dem Schrottplatz, der Bucht usw für kleines Geld bekommen. Und die Lager 
sind meißt so massiv, daß man das Flügelrad direkt an der Achse 
befestigen kann. Das hält länger, als man Spass an der Sache hat.

MfG Klaus
Gast #4684853
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Tom T. schrieb:
> Kenne mich da leider nicht all zu sehr aus.

Wie lange soll's denn halten ?

Für ein paar Stunden ? Oder jahrelang ?

Wenn es halten soll, nimmt man bürstenlose Motore, also z.B. 
Wechselstrommmotore wie

http://www.pollin.de/shop/dt/MTM4OTg2OTk-/Bauelemente_Bauteile/Motoren/Wechselstrommotoren/Spiegelkugelmotor.html

oder so was

http://www.pollin.de/shop/dt/OTQ1OTg2OTk-/Bauelemente_Bauteile/Motoren/AC_Getriebemotoren/Synchron_Getriebemotor_50TYZA_4D_4_1_U_min.html

Da die Flügel ja im Prinzip ausgewuchtet sind, braucht man nicht viel 
Leistung.

Klaus schrieb:
> Scheibenwischermotor, Garagentoröffner, Rolltorantrieb

Alles Kurzzeitbetrieb.

Andreas S. schrieb:
> Ein schrittmotorbasierter Direktantrieb wäre sicherlich am
> zuverlässigsten

Na ja, Schrittmotore brauchen immer vollen Strom, damit sie im Ernstfall 
ihr Drehmoment auch liefern können, bei ihnen passt sich die 
Stromaufnahme nicht an die Abgabeleistung an.

Tom T. schrieb:
> normalen Elektromotor wie er in Ferngesteuerten Autos

Kurzzeitlebensdauer.

Wenn man mit Schutzkleinspannung auskommen will, würde ich so was wie 
einen Cassettenrecordermotor nehmen (wenn dein Windrad leichtgängig ist) 
und den mit einem Gummiriemen zur Untersetzung an dein Modellwindrad 
koppeln.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #4685108
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MaWin schrieb:
> Na ja, Schrittmotore brauchen immer vollen Strom, damit sie im Ernstfall
> ihr Drehmoment auch liefern können, bei ihnen passt sich die
> Stromaufnahme nicht an die Abgabeleistung an.

Stimmt, das hatte ich nicht beachtet, dass die Energieeffizienz dabei 
natürlich unter aller Sau ist. Andererseits kann man aus der Not eine 
Tugend machen: sollte das ganze im Winter doch einfrieren, taut es sich 
selbst auf, ohne dass der Antrieb bei blockierender Welle Schaden nimmt. 
Selbiges gilt natürlich auch ganzjährig für Hindernisse, die im Weg 
stehen könnten.

Natürlich sollte man den Motorstrom nicht grundsätzlich auf den 
Maximalwert setzen, sondern experimentell einen sinnvollen Wert wählen.
Gast #4692632
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Stell vor die Windmühle einen Ventilator. Durch den Wind des Ventilators 
wird dann die Windmühle angetrieben. Umweltfreundlicher, da ohne 
Stromverbrauch: die Welle der Windmühle mit einem Hamsterrad koppeln.

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