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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Jobchancen mit diesem Lebenslauf als Ingenieur


Autor: David (Gast)
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Hallo Zusammen,

ich habe so eben meinen Master in NRW abgeschlossen und hätte gerne mal 
eure Einschätzung. Ich bin auf Grund von Schilderungen meiner 
Kommilitonen sehr verunsichert.

Alter: 28 Jahre
B.Sc. (TU) Verfahrenstechnik 3,3 (12 Semester)
M.Sc. (TU) Verfahrenstechnik 2,3 (4 Semester)

Erfahrungen:
- 2 Jahre Werkstudent und 6 Monate Praktika, beides großer Chemiekonzern
- 6 Monate Projektarbeit in Koop. mit Chemieunternehmen (Mittelstand)

Masterarbeit in Kooperation mit chem. Industrie zu einem für die 
Industrie sehr interessanten Thema (Mess-, Regel und 
Automatisierungstechnik) (Note leider 2,7 da subjektive Diskrepanz 
zwischen Zielsetzung Prof. und Unternehmen/mir)

Grund für langen Bachelor: Schwere Erkrankung und fulltime Betreuung 
eines Elternteils (2 Jahre im Bachelor pausiert)

Frage an euch:
1) Masterarbeit wiederholen (Ziel ist schon die 1,7, Schnitt wäre dann 
1,8) oder jetzt bewerben?
2) Welche Aussichten habe ich überhaupt mit meinem Lebenslauf?

Schöne Grüße
David

Autor: Horst (Gast)
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Wie kann man denn eine Masterarbeit wiederholen, wenn die bestanden war?

Und 2.7 klingt nach Dickkopf, der lieber was anderes als gefordert 
gemacht hat.

Autor: Dr. A. Fissur (Gast)
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Horst schrieb:
> Wie kann man denn eine Masterarbeit wiederholen, wenn die bestanden war?

Kann man schon, wenn man angibt geschummelt zu haben (unbedingt mit dem 
Prof und dem Prüfungsausschuss vorher sprechen).

Autor: Markus (Gast)
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Wenn Du trotz schlechter Master-Arbeit einen Schnitt von 2,3 hast, 
müssen die übrigen Noten sehr gut sein. Würde ich daher nicht so 
problematisch sehen. Und 16 Semester Gesamtstudienzeit. Naja, es geht 
schneller, aber solange es nicht 20 oder so sind. Zu Diplomzeiten waren 
16 Semester nicht ungewöhnlich, wenngleich schon damals nicht der 
Normalfall.
Testweise kannst Du ein paar Bewerbungen an Unternehmen rausschicken, 
die dich eigentlich nicht interessieren.

Autor: Lukas T. (tapy)
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Also, meiner bescheidenen Meinung nach ist ein Ergebnis von 3,3 im 
Bachelor bei doppelter Regelstudienzeit für viele sehr formal 
orientierte Unternehmen ein KO-Kriterium.
Das sieht einfach nicht gut aus.

Aber da angedeutet wurde, dass die "Eingliederung in das System" in 
einem Konflikt mit dem prof endete, empfiehlt es sich eventuell, bei 
einem jungen und kleinen Unternehmen anzufangen und sich mit 
Berufserfahrung bei einem großen Konzern zu bewerben.

Die Masterarbeit oder eine andere Prüfungsleistung zur 
Noteenverbesserung zu wiederholen ist ja mit vielen Prüfungsordnungen 
einfach so möglich. Allerdings würde ich das nur als letzten Ausweg 
nehmen, da da dann beim Master auch 6 Semester (1,5 fache 
Regelstudienzeit) stehen.

Was sagen denn die Firmen, bei denen die Werksstudententätigkeit und die 
Abschlussarbeit absiolviert wurde?

Autor: David (Gast)
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Ja die restlichen Noten liegen im Bereich von 1,0 bis 1,7. Wenige 
Ausreisser von 2,7...
Ich habe nur Angst, dass meine Nebentätigkeit unter den Tisch fallen 
wegen der hohen Studiendauer und Bachelornote/MA-Note ( Wie Lukas T. 
schrieb)

Bei den Firmen, bei denen ich schon Werkstudent/Praktikant war, habe ich 
die Umstände erklärt, habe jedoch keine klare Aussage seitens der 
Personalabteilung bekommen, ob es ein KO-Kriterium ist.

Autor: Lukas T. (tapy)
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David schrieb:
> klare Aussage seitens der Personalabteilung

DAS ist deren Lebensmotto. Der direkte Vorgesetzte ist da die 
nützlichere Informationsquelle.

Autor: Günther (Gast)
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David schrieb:
>
> Bei den Firmen, bei denen ich schon Werkstudent/Praktikant war, habe ich
> die Umstände erklärt, habe jedoch keine klare Aussage seitens der
> Personalabteilung bekommen, ob es ein KO-Kriterium ist.

Personalabteilungen sind ein Abfallprodukt der Arbeitsteilung. Höre 
nicht auf sie. Im Normalfall haben die sowieso nichts zu sagen.
Wenn du eine schlechte Note hattest, hast du wahrscheinlich bei deiner 
MA mehr im Sinne des AG als der Uni gehandelt. Dann sollte das deinem 
Cheffe doch gefallen haben, und er hoffentlich merken, dass du nützlich 
sein könntest (wenn du denn gute Arbeit für Ihn geleistet hast). Also 
frag den.

Autor: danielosna (Gast)
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Ich würde mit den langen Studienzeiten ganz offensiv umgehen - so zeigst 
du, dass dir die Problematik durchaus bewusst ist aber du deine Gründe 
hattest. Das Masterstudium wurde dann ja flotter durchgezogen.
Was die Note deiner Masterthesis angeht: Einfach nicht gesondert 
erwähnen und im Anschreiben die Gesamtabschlussnote betonen...

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Günther schrieb:
> Im Normalfall haben die sowieso nichts zu sagen.

Das hängt ganz empfindlich davon ab, welche Machtkämpfe in dem 
betreffenden Unternehmen zwischen den Fachabteilungen und der 
Personalabteilung ausgetragen werden. Ich kenne ganz konkret einen Fall, 
in dem sich ein erstklassiger ASIC-Entwickler auf eine Stelle als 
FPGA-Entwickler beworben hatte und der Entwicklungsleiter und 
Abteilungsleiter begeistert waren. Es ging dann also nur noch um den 
Formalismus der Einstellung. Dann fiel irgendeinem Sachbearbeiter in der 
Personalabteilung auf, dass der Begriff FPGA nirgendwo in seinem 
Lebenslauf auftauchte. Und damit wurde dann ganz einfach kein 
Arbeitsvertrag erstellt. Das gab unternehmensintern einen gewaltigen 
Streit zwischen Bereichsleiter und Personalleiter. Letzterer war ein 
Konzernbeamter, wie er im Bilderbuche steht, d.h. das eigentliche 
Unternehmensziel war ihm völlig gleichgültig. An zweiter Stelle kam der 
Leiter der Patentabteilung. Der spielte sich genauso auf, hätte aber 
eigentlich auch Archivar im Katasteramt Klein Pöppendorf-Hintertupfingen 
sein können.

: Bearbeitet durch User
Autor: Günther (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Das gab unternehmensintern einen gewaltigen
> Streit zwischen Bereichsleiter und Personalleiter.

Worauf hoffentlich richtigerweise dem Personalspinner ein gehöriger 
Einlauf verpasst wurde. Und in Folge dessen auch weniger Befugnisse an 
die Personalabteilung abgetreten wurden.
Personaler sind echt das Letzte und die große Pest in 
Ingenieur-Deutschland.

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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David schrieb:
> Grund für langen Bachelor: Schwere Erkrankung und fulltime Betreuung
> eines Elternteils (2 Jahre im Bachelor pausiert)

Also was eine "fulltime" Betreuung ist, weiß ich zwar nicht, aber wenn 
Du damit sagen möchtest, dass Du einen Elternteil pflegerisch betreut 
hast, dann würde ich das im Lebenslauf vielleicht sogar als Anmerkung 
anbringen, ohne da jetzt eine eigene Position draus zu machen. Ein 
Personaler sieht sonst nur "unfähig".

> 1) Masterarbeit wiederholen (Ziel ist schon die 1,7, Schnitt wäre dann
> 1,8) oder jetzt bewerben?

Ganz ehrlich: Mit der Note? Ich habe mein Studium auch nur mit 2,9 
abgeschlossen, weil mir einfach so manches Fach nicht lag oder mir dann 
die Wiederholerprüfungen um die Ohren gefolgen sind.

Aber meine Aschlussarbeit habe ich mit 1,3 bestanden (die 0,3, weil ein 
Teilaspekt hätte besser beschrieben sein können). Man wählt einen 
Professor, mit dem man gut kann, wählt ein Thema, mit dem man gut kann, 
und muss dann durch eine klare Zielsetzung auch dafür sorgen, dass man 
das Thema richtig bearbeitet. Ist etwas davon nicht gegeben, sollte man 
das schon vorher klären, und nicht hinterher über einer schlechten Note 
grübeln.

Und ja, alles unter 2 ist schlecht bei der Abschlussarbeit. Sorry, wenn 
ich das so hart sage.

> 2) Welche Aussichten habe ich überhaupt mit meinem Lebenslauf?

Gar keine soo schlechten. Vermutlich aber wirst Du je nach Ort keinen 
Direkteinstieg bekommen.

Autor: David (Gast)
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Ja es gab dort Diskrepanzen zwischen dem technischen Sinn und den 
Zielvorstellungen des Profs/des Uni-Betreuers. Manche Vorschläge und 
Ziele seitens der Uni machten einfach aus der industriellen Praxis 
keinen Sinn (falls euch modellprädiktive Regelungen was sagt)...

Eigentlich wollte ich mit dem Thema der MA Pluspunkte sammeln, weil 
sowas in der Prozessindustrie echt gefragt ist. Ne 2,7 sieht aber aus 
wie: "Der hat keinen Plan davon!" Ist aber ganz und gar nicht so...

Naja nen Chef hatte ich nicht wirklich. Ich habe da die Daten von 
mehreren Unternehmen aus der Industrie bekommen und Software des 
Lehrstuhls genutzt um die Arbeit anzufertigen. Ich war nicht direkt im 
Unternehmen, habe deren Vorgaben umgesetzt.

Wie auch immer... den Bachelor hätte es sicher so oder so nicht 
egalisiert, nehme ich an?!

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Günther schrieb:
> Worauf hoffentlich richtigerweise dem Personalspinner ein gehöriger
> Einlauf verpasst wurde. Und in Folge dessen auch weniger Befugnisse an
> die Personalabteilung abgetreten wurden.

Nein, der Personalleiter stand unternehmensintern sogar höher, weil er 
Prokurist war. Vermutlich wird er in solchen Fällen den Kaufleuten 
vorgerechnet haben, dass die Nichteinstellung bzw. verzögerte 
Einstellung Personalkosten spart.

In dem Laden wurde streng nach Organigramm entschieden. In einer 
entwicklungsinternen Projektbesprechung gab es ein paar grundlegende 
Unstimmigkeiten zur Softwarearchitektur. Statt das ganze nun ganz 
entspannt auszudiskutieren und eine gute Lösung zu finden, fragte der 
Projektleiter (Mechaniker), ob jemand ein Organigramm zur Hand habe. 
Dabei kam heraus, dass beide Entwickler auf einer Ebene standen. Dann 
warf jemand ein: "Aber Herr K. hat promoviert." Projektleiter: "Dann hat 
Herr K. also recht."

Ebenso durfte niemand einen dickeren Rechner als sein Chef haben. Der 
stellvertretende Entwicklungsleiter sagte, dass er für das bisschen 
Excel und Powerpoint keine teure CAD-Workstation brauche, sondern ihm 
sein alter einfacher Büro-PC völlig ausreiche. Das führte dazu, dass 
auch die Mechanikkonstrukteure ihre dicken CAD-Workstations abgeben 
sollten. Das Problem ließ sich durch den Hinweis lösen, 
UNIX-Workstations seien keine PCs und seien daher nicht mit dem PC des 
stv. Entwicklungsleiters zu vergleichen. Dummerweise wurden aber auch 
alle Investanträge für PC-basierte Workstations mit dem Hinweis auf den 
kleinen Rechner abgelehnt, obwohl der stv. Entwicklungsleiter deren 
Anschaffung ausdrücklich befürwortete.

Dafür kamen dann aber die dauerhaft eingenisteten Schmierlappen von 
PriceWaterhouseCoupers auf die tolle Idee, die angeblich viel zu teuren 
großen Netzwerkdrucker von HP (damals noch hohe Qualität!) zu verkaufen 
und stattdessen viel billigere einfache Drucker zu leasen. Abgesehen von 
den ganzen Betriebsstörungen gab es aber ein ganz massives Problem: es 
handelte sich um GDI-Drucker, für die keine UNIX-Treiber verfügbar 
waren. Damit konnten die Konstrukteure gar nicht mehr drucken, sondern 
mussten ihre Druckaufträge ans Rechenzentrum geben.

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus (Gast)
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David schrieb:
> Wie auch immer... den Bachelor hätte es sicher so oder so nicht
> egalisiert, nehme ich an?!

Wie wird das heutzutage gehandhabt von den Personalern, interessieren 
die sich wirklich für einen Bachelor, wenn gleichzeitig ein Master 
vorliegt? Glaub' ich nicht.


David schrieb:
> Eigentlich wollte ich mit dem Thema der MA Pluspunkte sammeln, weil
> sowas in der Prozessindustrie echt gefragt ist.

Das dürfte einer der wenigen noch verbliebenen Unterschiede zwischen Uni 
und FH sein: An einer Uni schreibt man die Abschlußarbeit nicht in der 
Industrie, sondern am Lehrstuhl. Die Profs sind diesbezüglich recht 
konservativ, weil Du eine 'wissenschaftliche Arbeit' verfassen sollst, 
nix praktisches.

Autor: Günther (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> [vieles]

Au weia, was ein kranker Laden. Kannst du sagen, welcher es ist?

Autor: G. P. (gpnt)
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Günther schrieb:
> Andreas S. schrieb:
>> [vieles]
>
> Au weia, was ein kranker Laden. Kannst du sagen, welcher es ist?

Würde mich als angehenden Ingenieur auch mal interessieren...

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Günther schrieb:
> Au weia, was ein kranker Laden. Kannst du sagen, welcher es ist?

Das könnte ich tun, aber es wäre nicht sinnvoll. Zum einen war ich schon 
im Jahr 2000 dort wieder ausgestiegen, so dass sich dort einiges 
geändert hat und für eine heutige Entscheidung nicht mehr relevant wäre. 
Zwischenzeitlich wurde der Laden auch schon einige Male weiterverkauft, 
hauptsächlich an irgendwelche Finanzinvestoren bzw. Hedgefonds. Das 
ursprüngliche Kerngeschäft ist auch nahezu tot; die eigene Fertigung 
wurde eingestellt. Der Laden ist auch von fast tausend Mitarbeitern auf 
eine Handvoll geschrumpft und befindet sich nicht einmal mehr in 
derselben Stadt. Ich habe aber durchaus noch Kontakt zu dem einen oder 
anderen Mitarbeiter und erfahre manchmal noch ein paar Interna.

: Bearbeitet durch User
Autor: Berater (Gast)
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David schrieb:
> Ich bin auf Grund von Schilderungen meiner
> Kommilitonen sehr verunsichert.


Was ist lost mit Dir? Du bist weder zu alt, hast Industrieerfahrung, 
kein triviales Fach studiert.

Ich glaube es fehlt Dir einfach an Selbstbewusstsein, Tat- und 
Überzeugungskraft, Durchsetzungsfähigkeit und Entwicklungspotential.


Diese sind deine eigentlich viel gröberen Defizite als dein bloßer 
Lebenslauf.
Man kann auch einen Mega-verkorksten Lebenslauf haben und trotzdem bei 
irgendeinem Mittelständler oder Klitsche unterkommen, wenn man 
wenigstens kein Waschlappen ist und gesehen werden kann, wo er herkommt, 
wie er sich entwickelt hat und welchen Leistungsumfang er in Zukunft 
noch bringen kann.

Es zählen Fähigkeiten und nichts anderes. Wenn Du schon selbst unsicher 
bei Deinen Fähigkeiten bist, was sollen erst die Unternehmen von Dir 
denken?

Autor: Master of ALG 2 (Gast)
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David schrieb:
> Hallo Zusammen,
>
> ich habe so eben meinen Master in NRW abgeschlossen und hätte gerne mal
> eure Einschätzung. Ich bin auf Grund von Schilderungen meiner
> Kommilitonen sehr verunsichert.

Wieso? Sind die auch alle schon arbeitslos? ;)

Autor: Hannes Jaeger (pnuebergang)
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David schrieb:
> Naja nen Chef hatte ich nicht wirklich. Ich habe da die Daten von
> mehreren Unternehmen aus der Industrie bekommen und Software des
> Lehrstuhls genutzt um die Arbeit anzufertigen. Ich war nicht direkt im
> Unternehmen, habe deren Vorgaben umgesetzt.

Eine Industriearbeit ohne in der Industrie gewesen zu sein?

Das klingt mehr danach als ob du deinem Prof nicht zuhören wolltest oder 
ihn nicht verstanden hast und statt dessen lieber dein eigenes Ding 
gemacht hast.

> Wie auch immer... den Bachelor hätte es sicher so oder so nicht
> egalisiert, nehme ich an?!

Eine wesentlich bessere Master-Note hätte schon geholfen. So musst du im 
Lebenslauf deutlich, aber nicht zu auffällig, den Pflegefall in der 
Familie thematisieren und für den schlechten Master hast du eigentlich 
gar keine gültige Begründung.

Du solltest dich bei kleinen Firmen bewerben und mit Abstrichen im 
Gehalt rechnen. Wenn du wirklich besser bist als deine Noten vermuten 
lassen, dann ziehst du nach ein paar Jahren von der kleinen Firma mit 
einem erstklassigen Zeugnis weiter.

Autor: EcmSpy (Gast)
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David schrieb:
> Alter: 28 Jahre
> B.Sc. (TU) Verfahrenstechnik 3,3 (12 Semester)
> M.Sc. (TU) Verfahrenstechnik 2,3 (4 Semester)
>
> Erfahrungen:
> - 2 Jahre Werkstudent und 6 Monate Praktika, beides großer Chemiekonzern
> - 6 Monate Projektarbeit in Koop. mit Chemieunternehmen (Mittelstand)
>
> Masterarbeit in Kooperation mit chem. Industrie zu einem für die
> Industrie sehr interessanten Thema (Mess-, Regel und
> Automatisierungstechnik)

Scheiss was auf Zahlen und Noten. Kümmer' Dich nicht darum, was die 
breite Masse macht, das hilft in Deiner Situation nicht weiter. Wichtig 
ist nur eins: dass Du weisst, was Du kannst, das alle anderen nicht 
können und das sich beruflich verwerten lässt. Die Diplomarbeit ist oft 
eine guter Aufhänger. Im zweiten Schritt suchst Du die Firma, die genau 
das sucht, was Du kannst und Viola, Arsch auf Eimer.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Andreas S. schrieb:
> Günther schrieb:
>> Au weia, was ein kranker Laden. Kannst du sagen, welcher es ist?
>
> Das könnte ich tun, aber es wäre nicht sinnvoll. Zum einen war ich schon
> im Jahr 2000 dort wieder ausgestiegen, so dass sich dort einiges
> geändert hat und für eine heutige Entscheidung nicht mehr relevant wäre.
> Zwischenzeitlich wurde der Laden auch schon einige Male weiterverkauft,
> hauptsächlich an irgendwelche Finanzinvestoren bzw. Hedgefonds. Das
> ursprüngliche Kerngeschäft ist auch nahezu tot; die eigene Fertigung
> wurde eingestellt. Der Laden ist auch von fast tausend Mitarbeitern auf
> eine Handvoll geschrumpft und befindet sich nicht einmal mehr in
> derselben Stadt. Ich habe aber durchaus noch Kontakt zu dem einen oder
> anderen Mitarbeiter und erfahre manchmal noch ein paar Interna.

Was zu bestätigen scheint: Schlecht geführte Unternehmen gehen 
langfristig gesehen kaputt.

Autor: Master of ALG 2 (Gast)
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EcmSpy schrieb:
> Wichtig
> ist nur eins: dass Du weisst, was Du kannst, das alle anderen nicht
> können und das sich beruflich verwerten lässt. Die Diplomarbeit ist oft
> eine guter Aufhänger. Im zweiten Schritt suchst Du die Firma, die genau
> das sucht, was Du kannst und Viola, Arsch auf Eimer.

Klingt so nach Superman und purem Idealismus, den nur die wenigsten 
erfüllen dürften? Das heißt übrigens voilà.

Autor: Inkognito (Gast)
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David schrieb:
> Bei den Firmen, bei denen ich schon Werkstudent/Praktikant war, habe ich
> die Umstände erklärt, habe jedoch keine klare Aussage seitens der
> Personalabteilung bekommen, ob es ein KO-Kriterium ist.

Die wird auch keiner mehr bekommen. Die haben alle Schiss vorm AGG,
obwohl die Firmen dagegen entweder versichert sind, oder dafür eine
wohl dotierte Kostenstelle haben. Da will einfach keiner die
Verantwortung übernehmen und wenn zwangsweise doch, bekommt
dann die Konsequenzen zu spüren. Eine legale Möglichkeit diesen
nutzlosen Teil der Gesellschaft per B-Arche auf einen anderen
Planeten zu deportieren sehe ich optimistisch noch nicht.

Günther schrieb:
> Personaler sind echt das Letzte und die große Pest in
> Ingenieur-Deutschland.

Denen kannst du wenigstens noch widersprechen. Bei Beamten wäre
das schon Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Mark B. schrieb:
> Was zu bestätigen scheint: Schlecht geführte Unternehmen gehen
> langfristig gesehen kaputt.

Seltsamerweise nicht. Die machen eher alles im Außenverhältnis kaputt.
Die Fluktuation im Innenverhältnis ist dann entsprechend hoch.

Autor: Schlaubi (Gast)
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Berater schrieb:
> Man kann auch einen Mega-verkorksten Lebenslauf haben und trotzdem bei
> irgendeinem Mittelständler oder Klitsche unterkommen

Das mag zwar stimmen, aber wer will denn bitteschön in so einer Firma 
arbeiten? Dann schon lieber arbeitslos und weiter suchen.

Autor: Schlaubi (Gast)
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EcmSpy schrieb:
> Du weisst, was Du kannst, das alle anderen nicht
> können und das sich beruflich verwerten lässt. Die Diplomarbeit ist oft
> eine guter Aufhänger.

Bei der miesen Note ist das aber eher kein gute Aufhänger!

Autor: EcmSpy (Gast)
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Master of ALG 2 schrieb:
> EcmSpy schrieb:
>> Wichtig
>> ist nur eins: dass Du weisst, was Du kannst, das alle anderen nicht
>> können und das sich beruflich verwerten lässt. Die Diplomarbeit ist oft
>> eine guter Aufhänger. Im zweiten Schritt suchst Du die Firma, die genau
>> das sucht, was Du kannst und Viola, Arsch auf Eimer.
>
> Klingt so nach Superman und purem Idealismus, den nur die wenigsten
> erfüllen dürften? Das heißt übrigens voilà.

Ich bin Ü55, und deshalb ziemlich unflexibel, vergesslich und 
beratungsresistent. Deshalb bitte ich Dich, mein Wissen wieder 
aufzufrischen: was genau ist noch mal falsch daran, sich seiner Stärken 
bewußt zu sein, Alleinstellungsmerkmale identifizieren und benennen zu 
können und seine Bewerbungstrategie daran auszurichten?

Autor: Tasg (Gast)
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Ein Master-Abschluss ist ja immer noch ein Master-Abschluss, auch wenn 
die Noten jetzt nicht so besonders toll sind. Bei jedem 
Vorstellungsgespräch wird natürlich irgendjemand versuchen, dich 
schlechtzureden und dein Gehalt runterzudrücken - das ist deren Job. 
Aber setz dir eine Untergrenze von ~45k. Irgendetwas wird sich schon 
finden.

Autor: Schlaubi (Gast)
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EcmSpy schrieb:
> was genau ist noch mal falsch daran, sich seiner Stärken
> bewußt zu sein, Alleinstellungsmerkmale identifizieren und benennen zu
> können und seine Bewerbungstrategie daran auszurichten?

Daran ist erst einmal nichts falsch, aber es klingt nach sehr hohen 
Erwartungen. Diese sollte man lieber an harten Fakten (wie Noten, 
Zeugnisse) und nicht in erster Linie an den genannten Kriterien 
festmachen. Ansonsten begeht man nur Selbstbetrug über die eigenen 
realistischen Chancen, und damit ist niemandem gedient.

Autor: Schlaubi (Gast)
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Tasg schrieb:
> Aber setz dir eine Untergrenze von ~45k. Irgendetwas wird sich schon
> finden.

Lustig, in vielen Regionen Deutschlands wäre die genannte Untergrenze 
bereits ein Traumgehalt für einen Berufseinsteiger!

Autor: Hans (Gast)
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Wie wird man überhaupt mit einer Abschlussnote von 3,3 zum Master 
zugelassen?

Autor: u50 (Gast)
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Hans schrieb:
> Wie wird man überhaupt mit einer Abschlussnote von 3,3 zum Master
> zugelassen?

Das ist eine ziemlich normale Note an einer TU. Bei diesen ist auch der 
Master oftmals ohne Zulassungsbeschränkung (für die eigenen Studenten)

Autor: Maurizio di Mauro (Gast)
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Tasg schrieb:
> Aber setz dir eine Untergrenze von ~45k. Irgendetwas wird sich schon
> finden.

Richtig. Irgendwas wird sich schon finden, aber die 45k sind eindeutig 
zu viel, mit denen findet sich als Einsteiger nichts.

Ein Einstiegsgehalt in Höhe des lokalen durchschnittlichen 
Facharbeitergehaltes ist angemessen. Mehr gibt es nur, wenn Du in der 
Hirarchie aufsteigst, sprich Führungs- und Leitungsaufgaben zugeteilt 
bekommst. Die Wahrscheinlichkeit, das Dir das passiert, liegt bei 5-10%

Für reine technische Tätigkeiten (also die restlichen 90-95%) ist bei 
einem guten Technikergehalt heute Obergrenze, es sei denn, Du machst 
irgendwas ganz spezielles,seltenes. Aber das Geld musst Du gut bunkern, 
weil wenn Du entlassen wirst, hast Du eine sehr lange Durststrecke. 
Seltenes findet auch selten einen passenden Platz.

Autor: Autor (Gast)
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Findest auf jeden Fall einen Job. Nur Selbstbewusstsein. Zu Beginn 
vielleicht keine 60k zum Einstieg aber die Zukunft kannst du selbst 
gestalten.
Alles Gute!

Autor: Autor (Gast)
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Maurizio di Mauro schrieb:
> Tasg schrieb:
> Aber setz dir eine Untergrenze von ~45k. Irgendetwas wird sich schon
> finden.
>
> Richtig. Irgendwas wird sich schon finden, aber die 45k sind eindeutig
> zu viel, mit denen findet sich als Einsteiger nichts.
>
> Ein Einstiegsgehalt in Höhe des lokalen durchschnittlichen
> Facharbeitergehaltes ist angemessen.
>

Nein... 45k passt. Alles andere ist einem Master nicht angemessen 
(insofern er das Wissen auch anwenden kann) Der Arbeiter beim Benz am 
Band bekommt schon >50k.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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David schrieb:
> Frage an euch:
> 1) Masterarbeit wiederholen (Ziel ist schon die 1,7, Schnitt wäre dann
So einen Blödsinn hab ich schon lang nicht mehr gehört!Mach lieber 
kleine Weiterbildungen in berufsnahen Themen.
> 1,8) oder jetzt bewerben?
Bewerben bis es kracht!
Du kannst dir ja einen Brückenjob suchen bei dem du Sozailversichert 
bist.
RentenVers, KV, Arbeitslosenversicherung.
Vorteil jeder Monat zählt!
a)Du mußt dich nicht selbst für ca. 160 € Krankenversichern!
b)Du hast mit jeden Monat in der AL-Vers. deine Schwelle von 360 Tagen 
erreicht.
c) Jeder Monat in der Rentenversicherung bringt dich an die 
5Jahre-Schwelle zur Erwerbnsminderungsrente heran.

> 2) Welche Aussichten habe ich überhaupt mit meinem Lebenslauf?

Die die die jeder andere auch hat!

> Schöne Grüße
> David


tipp noch von mir.
Bilde ich nebenberuflich weiter im Beruf.
1-3 Jahre in Themen der Technik, dann in BWL/Mangement/Recht!

Autor: Berater (Gast)
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Autor schrieb:
> Der Arbeiter beim Benz am
> Band bekommt schon >50k.

Kommt drauf an, ob er bei Daimler angestellt ist oder nicht. Sonst gibt 
es auch 08/50-Arbeiter beim Daimler.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Hans schrieb:
> Wie wird man überhaupt mit einer Abschlussnote von 3,3 zum Master
> zugelassen?

Warte-Zeit z.B.!
Oder die HS hatte noch freie Plätze!

Autor: Maurizio di Mauro (Gast)
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Autor schrieb:
> Nein... 45k passt. Alles andere ist einem Master nicht angemessen
> (insofern er das Wissen auch anwenden kann) Der Arbeiter beim Benz am
> Band bekommt schon >50k.

Das sind aber auch schon ziemlich ausgesuchte Leute, kein Durchschnitt.

Also kann man das auch nicht als Vergleich zu anderen durchschnittlichen 
Leuten sehen.

Autor: Autor (Gast)
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Maurizio di Mauro schrieb:
> Autor schrieb:
> Nein... 45k passt. Alles andere ist einem Master nicht angemessen
> (insofern er das Wissen auch anwenden kann) Der Arbeiter beim Benz am
> Band bekommt schon >50k.
>
> Das sind aber auch schon ziemlich ausgesuchte Leute, kein Durchschnitt.
>
> Also kann man das auch nicht als Vergleich zu anderen durchschnittlichen
> Leuten sehen.

Stimmt auch wieder. Hab auch ne BWL Freundin 35k verdient die... übel... 
aber ja ist halt auch nur durchschnittlich engagiert.
Wer Gas gibt kriegt die 45k da bin ich mir sicher.

Autor: Tasg (Gast)
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Wenn 45k für einen Master ein Traumgehalt sind, was verdient denn dann..

5) Master
4) Bachelor
3) Techniker/Meister/Weiterbildung
2) Berufsausbildung
1) Keine Berufsausbildung, aber Schulabschluss (Abitur)
0) Ungelernt -> Mindestlohn

Autor: Tasg (Gast)
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Wenn man mit jedem Abschluss nicht (ein bisschen) mehr verdienen würde, 
dann würde es sich doch nicht lohnen und dann könnte man das ganze teure 
Bildungssystem doch komplett abschaffen. Oder geht man jetzt 
Arbeiten/zur Schule, weils doch so viel Spaß macht und einen privat 
weiterbringt?!

Autor: Claus M. (energy)
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Mach am besten sofort einen Taxischein oder melde dich beim Aldi zum 
Regale einräumen!

Was für ein Schwachsinns-Thread. Schreib halt Bewerbungen und wenn es 
nicht klappt kannst Du in einem Jahr immer noch jammern.

Autor: Maurizio di Mauro (Gast)
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Cha-woma M. schrieb:

>> 1,8) oder jetzt bewerben?
> Bewerben bis es kracht!

Versuchen, besonders billig zu sein. Bei "Bewerben bis es kracht" könnte 
es passieren dass er tatsächlich Durch viel Glück die "Wunschstelle" 
bekommt, und dann überfordert ist.

Ist im im Bachelor mit dem erkrankten Familienmitglied ja auch passiert. 
"Pesch" wird immer als Unfähigkeit ausgelegt, und bei mehr als einem 
Indiz auch als nicht behebbare Unfähigkeit.

Jetzt braucht es nur noch den Andorra-effekt, und er liegt auf der Nase.
Merke: Eingestellt sein ist noch nicht das endgültige Ziel, sondern die 
Probezeit überstehen und dauerhaft eingestellt werden.


> Du kannst dir ja einen Brückenjob suchen bei dem du Sozailversichert
> bist.
> RentenVers, KV, Arbeitslosenversicherung.
> Vorteil jeder Monat zählt!
> a)Du mußt dich nicht selbst für ca. 160 € Krankenversichern!

Das wiederum ist sehr richtig. Er ist noch jung. D.h., er kann zum 
nächstbesten Verleiher gehen, und kriegt dann irgendeinen Job. das geht 
bis ca. 40-45 recht gut. Habe ich auch immer so gehandhabt. Job haben 
und halten ist das allerwichtigste. Die Bezahlung ist eher zweitrangig.

> c) Jeder Monat in der Rentenversicherung bringt dich an die
> 5Jahre-Schwelle zur Erwerbnsminderungsrente heran.

Die sollte man so weit es geht besser auch nicht in Anspruch nehmen, der 
Unterschied zu ALG2 ist in der Praxis marginal, mal ganz abgesehen davon
dass es sehr schwer ist den Status zu erreichen. Praktisch hat er dann 
vorher schon ein Jahrzehnt auf ALG2 abgesessen, oder ist vom Hals ab 
querschnitsgelähmt oder dergleichen.

Die 5 Jahres Schwelle ist meist das kleinere Problem, aber man muss auch 
noch in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre Rentenbeiträge 
eingezahlt haben. Da es ab 50 aber schwer wird, etwas anderes als 
befristete Anstellungen über zwei Jahre zu bekommen und für den nächsten 
Job ewig suchen muss, ist das eine zimliche Hürde.


>> 2) Welche Aussichten habe ich überhaupt mit meinem Lebenslauf?
>
> Die die die jeder andere auch hat!

Und das sind schlechte Aussichten.

> tipp noch von mir.
> Bilde ich nebenberuflich weiter im Beruf.
> 1-3 Jahre in Themen der Technik, dann in BWL/Mangement/Recht!

Aber erzähl das bei Bewerbungen nicht unbedingt rum. Deine potentiellen 
Chefs haben sonst Angst, dass Du schwer zu lenken bist.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Tasg schrieb:
> 1) Keine Berufsausbildung, aber Schulabschluss (Abitur)
> 0) Ungelernt -> Mindestlohn

Das, was mich als Student ziemlich geärgert hatte, war der um genau 
einen Pfennig niedrigere Stundenlohn für einen an der Uni angestellten 
HiWi als der für einen ungelernten Hilfsarbeiter. Mir ging es nicht um 
den einen Pfennig, sondern darum, dass ein Student somit als 
unqualifizierter galt als ein ungelernter.

Autor: Tasg (Gast)
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Wenn das alles so stimmt, was ihr behauptet, und die Situation am 
Arbeitsmarkt selbst für hochqualifizierte (Master) derart negativ ist, 
dann ist der einzig sinnvolle Berufsweg, den mag heutzutage in 
Deutschland noch gehen kann, folgender:

- So gut wie möglich vermeiden, irgendeinen 
Schul/Berufs/Hochschulabschluss zu erlangen
- Auf keinen Fall Kenntnisse erlangen, die irgendwie am 
Sklaven/Arbeitsmarkt von Wert sein könnten (oder das zumindest nicht in 
die Öffentlichkeit tragen)
- Hartz 4 beantragen
- Abgammeln

Autor: Maurizio di Mauro (Gast)
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Tasg schrieb:
> Wenn man mit jedem Abschluss nicht (ein bisschen) mehr verdienen würde,
> dann würde es sich doch nicht lohnen und dann könnte man das ganze teure
> Bildungssystem doch komplett abschaffen.

Nein. Es ist aber für Unbegabte nicht sinnvoll, etwas zu lernen. Und das 
tun zur Zeit zu viele. Mich selber eingeschlossen.

Firmen zahlen nur etwas für Leistung. Die steigt aber bei Unbegabten 
nicht proportional zur Ausbildung.

> Unausgebildete mit Begabung kriegen mehr als Ausgebildete ohne Begabung.
> Unbegabte müssen überproportional viel in ihre Ausbildung investieren

Allerdings bedeutet eine Ausbildung auch für Unbegabte auch, im Alter 
leichter überhaupt irgendeinen Job zu bekommen, verglichen mit 
unausgebildeten Unbegabten.


> Oder geht man jetzt
> Arbeiten/zur Schule, weils doch so viel Spaß macht und einen privat
> weiterbringt?!

Es macht schon Spass, etwas zu lernen. Aber man sollte nicht davon 
ausgehen, das auch beruflich nutzen zu können.

Raushängen lassen sollte man seine Allgemeinbildung auch nicht, weil 
einen "Erklärbär" will auch keiner.

Bildung ist in einer Demokratie aber auch eine 
Bürgertugend/Bürgerpflicht. Wie soll ein Bürger vernünftige 
Wahlentscheidungen treffen oder in Gremien mitarbeiten, wenn die Bildung 
dazu fehlt?

Diese Gründe für eine gute Ausbildung und Allgemeinbildung übersteigen 
den Grund "Karriere und Bezahlung" bei weitem.

Die Kehrseite eine Leistungsgesellschaft ist zwangsläufig auch immer 
eine Verlierergesellschaft. Für ein Drittel der Bevölkerung haben wir 
schon keine adäquaten Jobs mehr, auch wenn sie gut ausgebildet sind 
(aber die Begabung fehlt). Daher kann "Karriere und Bezahlung" auch kein 
Argument für Ausbildung sein.

Autor: Tasg (Gast)
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Na dann ist es ja kein Problem. Die Verlierer können ja Hartz 4 
beantragen und sich ausruhen, ihren Hobbies nachgehen oder eben etwas 
sinnvolles mit ihrer Zeit anstellen.

Autor: Schlaubi (Gast)
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Tasg schrieb:
> Wenn man mit jedem Abschluss nicht (ein bisschen) mehr verdienen
> würde,
> dann würde es sich doch nicht lohnen und dann könnte man das ganze teure
> Bildungssystem doch komplett abschaffen.

Oh Mann, bist du aber naiv! Im Mittel verdient man natürlich mit einem 
höheren Bildungabschluss auch mehr, das sagen alle Statistiken darüber 
(bei Bachelor und Master ist der Unterschied allerdings recht klein).

Aber was nützt diese statistische Aussage jetzt dem Einzelnen, der auch 
noch eine schlechte Abschlussarbeitsnote mit einer langen Studienzeit 
hat? Genau, rein gar nichts kann er sich davon kaufen.

> Oder geht man jetzt
> Arbeiten/zur Schule, weils doch so viel Spaß macht und einen privat
> weiterbringt?!

Man lernt vor allem für sich selbst, den eigenen Geist und vielleicht 
noch, um einen gewissen sozialen Status zu erreichen. Das Geld kommt in 
der Liste der Gründe erst weiter hinten. Da spreche ich für mich und 
alle, die ich kenne. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Autor: Maurizio di Mauro (Gast)
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Tasg schrieb:
> Na dann ist es ja kein Problem. Die Verlierer können ja Hartz 4
> beantragen und sich ausruhen, ihren Hobbies nachgehen oder eben etwas
> sinnvolles mit ihrer Zeit anstellen.

Entspann Dich. hör ein bisschen Musik. z.B. "Willkommen im Club":
Youtube-Video "Maxim - Willkommen im Club (Official Music Video)"

Autor: Tasg (Gast)
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"Sozialer Status"? Ein arbeitsloer Soziologe, der sagen wir mal 750€ 
(inkl. Wohnkosten) Hartz 4 im Monat bekommt hat also einen höheren 
sozialen Status als eine Putzfrau, die 1200€ netto im Monat verdient?!

Ich kann es grad nicht fassen, was ihr da für einen Unsinn schreibt. In 
welchem Land lebt ihr eigentlich? Schreibt ihr hier aus der 
Vergangenheit aus der DDR oder der Sowjetunion? Also ich lebe im 
*kapitalistischen, marktwirtschaftlichen* Deutschland wo der soziale 
Status über das eigene Einkommen und Vermögen definiert wird. In einem 
Land, wo nur das Geld zählt und Menschen, die kein Geld haben 
untergehen, im Knast landen oder so lange vom Jobcenter schikaniert 
werden, bis sie in der Psychiatrie landen. In einem Land, in dem die 
Politik nur das macht, was den Unternehmen Geld in die Kasse spült. Das 
ist meine Welt. Aber wenn ihr in einer Welt lebt, in der alles 
friede-freude-Eierkuchen ist und alle gleich und glücklich und zufrieden 
sind und jeder den gleichen sozialen Status hat, dann sagt mir bitte wo 
das ist, dann komme ich nämlich auch dorthin.

Realitätsverweigerung nennt man so etwas.

Autor: Maurizio di Mauro (Gast)
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Tasg schrieb:
> "Sozialer Status"? Ein arbeitsloer Soziologe, der sagen wir mal 750€
> (inkl. Wohnkosten) Hartz 4 im Monat bekommt hat also einen höheren
> sozialen Status als eine Putzfrau, die 1200€ netto im Monat verdient?!
>
> Ich kann es grad nicht fassen, was ihr da für einen Unsinn schreibt.

Das Zitat als Bezug zu Deinem Beitrag fehlt. Ohne dieses wird die 
Diskussion aber unverständlich. Ich vermute, Du meintest dieses hier:
Schlaubi schrieb:
> Man lernt vor allem für sich selbst, den eigenen Geist und vielleicht
> noch, um einen gewissen sozialen Status zu erreichen. Das Geld kommt in
> der Liste der Gründe erst weiter hinten. Da spreche ich für mich und
> alle, die ich kenne. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Bitte korriegiere, wenn ich falsch lag.

1) Nur Soziopathen sehen in Geld und Macht den alleinigen Grund für 
sozialen Status. Und in der Tat, das sind viele....darum sieht es ja 
hier so aus wie Du beschreibst.

2) Wenn Du das selber auch so siehst, mit dem sozialen Status, dann bist 
Du halt auch Soziopath, und das ist dann Dein Problem.

Tasg schrieb:
> In einem Land, wo nur das Geld zählt und Menschen, die kein Geld haben
> untergehen, im Knast landen oder so lange vom Jobcenter schikaniert
> werden, bis sie in der Psychiatrie landen.

Es ist an Dir, Parteien zu wählen, die das ändern möchten. Im Zweifel 
selber eine zu gründen.

> In einem Land, in dem die Politik nur das macht, was den Unternehmen
> Geld in die Kasse spült. Das ist meine Welt.

Die Bekämpfung von Korruption würde ich z.Z. als das wichtigste 
politische Ziel überhaupt ansehen. Dazu zählt dann vor allem progressive 
Transparenz. Der Staat, die Beamten und die Politiker müssen Transparent 
vor dem Bürger werden, nicht umgekehrt.

Der Feind steht nicht links oder rechts, er steht oben, es sind die 
Eliten.

Autor: Tasg (Gast)
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Deiner Definition nach sind dann etwa 90% der Menschen in diesem Land 
Soziopathen. Ich glaube eher, dass du der Soziopath bist. Es gibt eine 
Partei (DIE LINKE), die das ändern möchte, aber die wählt eben keiner. 
An sich ist das System ja auch kein Problem, man muss sich eben anpassen 
und selbst versuchen, so viel Geld wie möglich zu erwirtschaften oder 
alternativ irgendwann sterben oder im Knast landen. Ich kritisiere das 
System nicht, ich sage nur wie es ist. Und es ist töricht, gegen das 
System zu kämpfen, da man sich dabei nur selber bekämpft und schadet.

Autor: Maurizio di Mauro (Gast)
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Tasg schrieb:
> Deiner Definition nach sind dann etwa 90% der Menschen in diesem Land
> Soziopathen. Ich glaube eher, dass du der Soziopath bist.

Durchaus möglich. ;O) "Gerechtigkeitsgefühl" habe ich keines. Ich bin 
"Gleichmacher". Das würde schon einmal passen.

Selber merkt man ja sowas immer zuletzt. Und selbst wenn, besteht keine 
Möglichkeit das zu ändern. Weder bei Dir noch bei mir. ;O)
Von daher ist es für uns beide selber eher egal, nur unsere Mitmenschen 
interessiert das vieleicht.

> An sich ist das System ja auch kein Problem, man muss sich eben anpassen
> und selbst versuchen, so viel Geld wie möglich zu erwirtschaften oder
> alternativ irgendwann sterben oder im Knast landen.

Bei meinen nicht vorhandenen Fähigkeiten eher letzteres. Warum sollte 
ich mir also nicht den Spass machen, das System zum stolpern zu bringen?
Warum sollen andere Erfolg haben, wenn ich keinen haben kann? Narzissmus 
rulez. ;O) Tatsächlich ist Narzismus eher eine Art emotionaler 
Selbsterhaltungstrieb, der es uns ermöglicht, psychisch zu "überleben" 
im Zweifel sogar auf Kosten der physischen Existenz.

> Ich kritisiere das
> System nicht, ich sage nur wie es ist. Und es ist töricht, gegen das
> System zu kämpfen, da man sich dabei nur selber bekämpft und schadet.

Es ist töricht, nicht gegen das System zu kämpfen, wenn Ich erkenne, das 
ich ein Versager bin und darin keine Chance habe. ;O)
Da hat ja jeder Selbstmordattentäter mehr Spass, als wenn er sich 
anpassen würde. ;O)

Autor: Tasg (Gast)
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> Es ist töricht, nicht gegen das System zu kämpfen, wenn Ich erkenne, das
> ich ein Versager bin und darin keine Chance habe. ;O)
> Da hat ja jeder Selbstmordattentäter mehr Spass, als wenn er sich
> anpassen würde. ;O)

Das stimmt, das was ich vorhin geschrieben habe nicht (dass es keinen 
Sinn macht, das System zu bekämpfen).

Ich frage mich ohnehin, wie lange das noch so weitergeht, bis sich mal 
jemand wehrt.

Autor: Uwe (Gast)
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Back to the topic....

Autor: Bitwurschtler (Gast)
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Schlaubi schrieb:
> EcmSpy schrieb:
>> Du weisst, was Du kannst, das alle anderen nicht
>> können und das sich beruflich verwerten lässt. Die Diplomarbeit ist oft
>> eine guter Aufhänger.
>
> Bei der miesen Note ist das aber eher kein gute Aufhänger!


Note ist wurscht wenn ums EWrfahrung geht - wichtig ist das du bei der 
Diplomarbeit mit den Tools gearbeitet hat die du auch in Job brauchst.

Wenn der Lehrling beim Gesellenstück den ersten Stuhl zersägt weil er 
das das erste Mal macht dann ist das tausend mal besser als wenn er sich 
beim ersten Job ins Bein sägt weil er vorher noch nie ne Säge in der 
Hand hatte.

Autor: Rasenmäher (Gast)
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Gerade in einem anderen Forum gelesen:
"Its easier to get Hartz4 than a job as engnieer"

Autor: Benji (Gast)
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Rasenmäher schrieb:
> "Its easier to get Hartz4 than a job as engnieer"

Ja natürlich ist es das.
Hartz4-berechtigt ist so gut wie jeder, immerhin wollen wir hier keine 
Leute haben die auf der Straße verhungern.

Für den Job-as-engineer muss man schon mehr mitbringen, hierzulande oft 
ein abgeschlossenes Hochschulstudium.

Was also willst du uns damit sagen?

Autor: Ordner (Gast)
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Rasenmäher schrieb:

> "Its easier to get Hartz4 than a job as engnieer"

Klar jeder Trottel bekommt H4, für den Ingenieursjob muss man schon 
Grips im Schädel haben.

Autor: Jens (Gast)
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Hallo Leute,

ist ja ganz nett, was ihr alles zum Thema Sozialpolitik, Demokratie, 
Migration etc. mitzuteilen habt, aber wie ist dem Threadstarter damit 
geholfen?

Mein Tipp. Klar wirst du es nicht einfach haben, weil es eben auf dem 
Papier so aussieht als hätte man es eben besser machen können. Und 
besser haben es dann wahrscheinlich schon ein paar Leute gemacht. Und 
das auch kürzer. Aber lass dich nicht entmutigen, denn gute Leistung 
bringt man eh wenn möglich erst im Beruf über die Jahre. Ein 1,x Studium 
in 2 Semester unter Regel sagt nix aus, ob der jemand ins Team passt, 
dass der seine Leistung bringt und Ahnung von der Industrie hat. Klar 
kriegt der die Jobs eher, irgend ein MAß muss es geben, aber du wirst 
sicherlich nicht leer ausgehen. Vllt kein Traumgehalt beim 
Traum-Arbeitgeber 35 h/w 60k EUR Einstieg, aber mit 45k EUR und 40h ist 
doch auch erstmal i.O.!

Pflichtet mir da jemand bei?

Gruß J

Autor: Rasenmäher (Gast)
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Er soll sich endlich bewerben, wenn er nix findet kann er immer noch 
rumheulen, mehr gibts dazu nicht zu sagen und der Fred kann versiegelt 
werden oder besser gleich ganz löschen, ist ja wie im Kindergarten.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Rasenmäher schrieb:
> ...ist ja wie im Kindergarten.

Nein. Im Kindergarten müssen sich die Eltern um einem Platz bewerben. 
Hier muß er es selbst.

MfG Paul

Autor: Bitwurschtler (Gast)
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Rasenmäher schrieb:
> Er soll sich endlich bewerben, wenn er nix findet kann er immer noch
> rumheulen,


Vielleicht geht's ja  dem TO nicht ums Bewerben mit seinem Titel sondern 
er möcht dem Amt eine Umschulung zu wasweißich abschwatzen. Vielleicht 
träumt er ja auch von einer Frühverrentung ....

Autor: Gästchen (Gast)
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David schrieb:
> Ich bin auf Grund von Schilderungen meiner
> Kommilitonen sehr verunsichert.
Ich frage mich wirklich ob mit dem Studium automatisch auch Paranoja 
beigebracht wird? Lass dich nicht verunsichern, Schwarzmaler und Nörgler 
gehören zum Standardrepertoire bei Akademikern, dieses Forum ist das 
schönste Beispiel dafür. Vielleicht sollte man bei Unis 
Movitationstraining einführen, oder sonst irgendeinen Anti-Nerd-Training 
(Kampfsport wie Boxen usw.) damit verweichlichte Personen etwas 
Selbstvertrauen lernen.

> 2) Welche Aussichten habe ich überhaupt mit meinem Lebenslauf?
Was genau hast du vor? Willst du in DAX30-Unternehmen rein? Das wird 
knapp, je nach der Aufgabe. Ansonsten hast du ganz normale Aussichten 
ein ganz normales Leben eines ganz normalen Akademikers zu führen, nicht 
mehr und nicht weniger. Arm wirst du nicht sein und für deine Zukunft 
hast du mit deiner Qualifikation gut vorgesorgt.

Autor: Einfach_ich (Gast)
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Moin,

bin selber Verfahrenstechniker und sitze mittlerweile auf einer 
Position, in der ich über Einstellungen entscheide.

Hinweise aus der Praxis:

Noten sind nicht kriegsentscheidend, schafft man es ins VG - erst recht 
nicht mehr, werden höchstens nochmal im VG angesprochen um gewisse 
Reaktionen herauszufordern.
Astreine,vollständige und fehlerfreie Bewerbungsunterlagen sind ein 
Muss.
Lebenslauf und Anschreiben sollten plausibel sein und keine 
grundsätzlichen Fragen aufwerfen.

Empfehle auf die verlängerte Studienzeit im Anschreiben einzugehen.

Ansonsten ist bei entsprechender Mobilität der Arbeitsmarkt für VT´ler 
sehr gut und es sollte kein Problem sein irgendwas für mitte 40K zu 
finden.

Gruß

Autor: Elektron (Gast)
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Gästchen schrieb:
> Lass dich nicht verunsichern, Schwarzmaler und Nörgler
> gehören zum Standardrepertoire bei Akademikern, dieses Forum ist das
> schönste Beispiel dafür.

Nein, du verwechselst nur Schwarzmalerei mit Realismus.

> Was genau hast du vor? Willst du in DAX30-Unternehmen rein? Das wird
> knapp, je nach der Aufgabe.

Haha, was ein Euphemismus. Das wird nicht "knapp".

> Ansonsten hast du ganz normale Aussichten
> ein ganz normales Leben eines ganz normalen Akademikers zu führen, nicht
> mehr und nicht weniger. Arm wirst du nicht sein und für deine Zukunft
> hast du mit deiner Qualifikation gut vorgesorgt.

Du schreibst wie ein idealistischer Jungspund, der das Berufsleben nur 
aus Erzählungen kennt. Woher willst du denn wissen, dass er nicht arm 
sein wird und ihm eine güldene Zukunft bevorsteht?

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Elektron schrieb:
> Du schreibst wie ein idealistischer Jungspund, der das Berufsleben nur
> aus Erzählungen kennt. Woher willst du denn wissen, dass er nicht arm
> sein wird und ihm eine güldene Zukunft bevorsteht?

Einfach weil es wahrscheinlich ist?

An meiner ehemaligen Hochschule gibt es ebenfalls eine Fakultät für 
Verfahrenstechnik. Von den Absolventen war nicht einer nach dem Studium 
arbeitslos.

Deutschland hat nun mal eine große chemische Industrie und die Arbeit 
dort macht sich nicht von allein.

Autor: Ordner (Gast)
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Elektron schrieb:
> Gästchen schrieb:
>> Lass dich nicht verunsichern, Schwarzmaler und Nörgler
>> gehören zum Standardrepertoire bei Akademikern, dieses Forum ist das
>> schönste Beispiel dafür.
>
> Nein, du verwechselst nur Schwarzmalerei mit Realismus.

Real ist das, was aus seinen Möglichkeiten/Potential macht. Manche 
nehmen ihr Potential falsch wahr, nicht selten weil ihnen notorische 
Schwarzmaler eine Gehirnwäsche verpasst haben. Wer hat Dir eine 
Gehirnwäsche verpasst? Elternhaus? Lügenpresse? Falsche Freunde?

>> Ansonsten hast du ganz normale Aussichten
>> ein ganz normales Leben eines ganz normalen Akademikers zu führen, nicht
>> mehr und nicht weniger. Arm wirst du nicht sein und für deine Zukunft
>> hast du mit deiner Qualifikation gut vorgesorgt.
>
> Du schreibst wie ein idealistischer Jungspund, der das Berufsleben nur
> aus Erzählungen kennt. Woher willst du denn wissen, dass er nicht arm
> sein wird und ihm eine güldene Zukunft bevorsteht?

Ich antworte mal statt Gästchen aus meiner Sicht als End-vierziger: 
Jeder meiner Bekannten der irgendwann sein Leben in den Griff bekommen 
hat, kommt sehr gut über die Runden. Mehr schlecht als recht dagegen 
diejenigen, die Suchtkrank worden, bzw. seit ihrer Jugend blieben. Ob 
die Sucht nur Ausdruck einer seelischen Entwicklungsstörung bspw. 
Scheidungskind ist, mag ich nicht abschätzen.

Autor: Tasg (Gast)
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Die Frage ist, ob sich arbeiten in Deutschland noch lohnt, vor allem 
dann, wenn man ein bisschen mehr verdient. Angenommen jemand würde 40k 
im Jahr verdienen, dann kostet er laut www.nettolohn.de dem Arbeitgeber 
(mindestens) 48k. Netto bekommt derjenige dann noch 25k raus. Er bezaht 
also alleine 47,5% Einkommenssteuer (inkl. Arbeitgeberanteil). Hinzu 
kommen natürlich noch Umsatzsteuer (im Volksmund auch als 
"Mehrwertsteuer" bekannt), Mineralölsteuer, Energiesteuer, 
Rundfunksteuer, Immobiliensteuer und was weiss ich noch alles. Zählt man 
das alles zusammen, kommt man sicher darauf, dass zwei Drittel dieser 
48k beim Staat landen.

Die Löhne hierzulande sind also nur deswegen so "exorbitant hoch", weil 
die Steuern exorbitant hoch sind. Ich frage mich, ob das in asiatischen 
Niedriglohnländern auch so ist (hohe Steuern, nicht hohe Löhne). Laut 
einiger hier im Forum bekommt man ja voll ausgebildete Ingenieure dort 
schon für 600 im Monat und Programmier aus Indien kosten auch nur nen 
10er die Stunde. Persönlich bezweifle ich das allerdings, denn warum 
wird dann hierzulande noch überhaupt irgendetwas entwickelt, wenn dort 
alles so viel billiger und besser ist.

Ein Bruttogehalt von 45000€ entspricht einem Nettogehalt von 27500€. Bei 
2080 Arbeitsstunden im Jahr entspricht das einem Netto-Stundenlohn von 
13,22€. Rechne ich noch den Urlaub hinzu, komme ich auf 14,32€ netto pro 
Stunde. Wenn das für einen Master zu viel ist, dann würde ich empfehlen 
auszuwandern, denn dann stimmt irgendetwas nicht. Aber nicht nach Asien, 
denn dort würdest du ja nur 600€/Monat bekommen.

Autor: Zocker_50 (Gast)
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> Re: Jobchancen mit diesem Lebenslauf als Ingenieur

Mach Inbetriebnahme.

Die nehmen alles. Hauptsache du bist bereit in der inneren Mongolei bei 
Umgebungstemperaturen von -45 Grd. eine 100 Std. Woche abzuschruppen.

Dort triffst du nur Psychopathen , Knastbrüder und kaputte Existenzen.

Du wirst dich bestimmt wie zu Hause fühlen.

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Tasg schrieb:
> Persönlich bezweifle ich das allerdings, denn warum
> wird dann hierzulande noch überhaupt irgendetwas entwickelt, wenn dort
> alles so viel billiger und besser ist.

Irgendeiner muß den Mist der gebaut wird auch wieder wegräumen!

Autor: Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)
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Zocker_50 schrieb:
> Die nehmen alles. Hauptsache du bist bereit in der inneren Mongolei bei
> Umgebungstemperaturen von -45 Grd. eine 100 Std. Woche abzuschruppen.

Irrtum, die nehmen schon lange nicht alles.
Da die DL auch den Bereich IBN abdecken und immer mehr  Werkverträgler 
in die Branche einsteigen, sind die Kunden aufeinmal scharf drauf das 
Maximum an Preis/Leistung zu erhalten.

Autor: David (Gast)
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Hallo Zusammen,

ich wende mich nochmals an euch.

Ich habe nun mit dem folgenden Lebenslauf in einem guten halben Jahr bei 
50 Bewerbungen 2 Vorstellungsgespräche gehabt (1 Mal Mittelstand, 1 Mal 
Konzern (1. VS Techn. GF, 2. VS Personaler+GF)) wurde aber nicht 
genommen und sonst NUR Absagen erhalten. Habe mich durch die Bank 
beworben: ÖD, Konzern, Mittelstand, ING-Büros).

-------------------------------------
Alter: 28 Jahre
B.Sc. (TU) Verfahrenstechnik 3,3 (12 Semester)
M.Sc. (TU) Verfahrenstechnik 2,3 (4 Semester)

Erfahrungen:
- 2 Jahre Werkstudent und 6 Monate Praktika, beides großer Chemiekonzern
- 6 Monate Projektarbeit in Koop. mit Chemieunternehmen (Mittelstand)

Masterarbeit in Kooperation mit chem. Industrie zu einem für die
Industrie sehr interessanten Thema (Mess-, Regel und
Automatisierungstechnik) (Note leider 2,7)
-------------------------------------

Habe jetzt die Möglichkeit ein Praktikum bei einem Konzern zu machen und 
im Anschluss über diesen eventuell (falls ich zugelassen werde zur Promo 
seitens der Uni --> Noten!) an einem Institut zu promovieren.

Ich würde aber lieber direkt als ING arbeiten.


Was ist euer Tipp wie es weiter geht?
Dienstleister? Weiter bewerben? Vllt wenn nix klappt ne Ausbildung?
Ich bewerbe mich im Ruhrgebiet + 100km.

Schöne Grüße
David

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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David schrieb:
> Dienstleister?

this

David schrieb:
> Weiter bewerben?

this

David schrieb:
> Ich bewerbe mich im Ruhrgebiet + 100km.

Auf bundesweit ausdehnen.

David schrieb:
> llt wenn nix klappt ne Ausbildung?

Wenn sonst nichts mehr geht, bewerbe dich auf Stellen für 
Ausbildungsberufe, die zu deinem Studium passen.

Autor: Claus M. (energy)
Datum:

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David schrieb:
> Ich würde aber lieber direkt als ING arbeiten.

Dann lass jemand deine Bewerbungsunterlagen checken. Und geh mal zum 
Friseur, nimm die Piercings raus.

Autor: Cyborg (Gast)
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David schrieb:
> Was ist euer Tipp wie es weiter geht?
> Dienstleister?

Meide diese Pest.

Weiter bewerben?

Ja, aber Initiativ und nicht einfach schriftlich, sondern
erst mal telefonisch, wo du ein paar Details klärst und dich
so besser verkaufst. Wenn die dann Appetit auf dich bekommen
haben, schickst du die schriftliche Bewerbung. Dann wartest
du ein paar Tage und hakst nach. Viele Entscheider in den
Firmen haben gar nicht die Zeit um dutzende Bewerbungen von
Bewerbern zu lesen, die vielleicht nur auf Druck vom Amt sich
bewerben. Da zeigt sich doch dann viel effektiver schon am
Anfang wer wirklich interessiert ist. So eine Hurerei ist
natürlich nicht jedermanns Sache, aber sicher möchtest du
zu Einen von Vieren gehören, die bei der Wunsch-Job-Suche
erfolgreich sind. Die restlichen Drei müssen dann was anderes
machen. Ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Hat die AfA mal
so veröffentlicht (Statistik).

Autor: Autor (Gast)
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Cyborg schrieb:
> Meide diese Pest.

Red doch kein Mist. Kriegt dort auch 50k und Dienstleister sind für 
Leute wie ihn nun mal die einzige Chance...

Ansonsten würde er gar keine Chance bekommen, vom Dienstleister bekommt 
er immerhin eine.

Ansonsten mach dich selbständig, viel gehaltseinbußen musst du ja nicht 
hinnehmen.

Viel Glück.

Autor: Achim S. (achs)
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Abradolf L. schrieb:
> Auf bundesweit ausdehnen.

Sehe ich auch so. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. 2 Jahre Mannheim 
oder Hamburg gehen auch vorbei. Wichtiger ist, dass es fachlich passt. 
Die 2 Jahre Pflege im Bachelor kannst Du einfacher verkaufen (kurz und 
knapp) als ein Jahr Suche nach dem Studium. Und Dienstleister: Ja. Es 
schadet doch nicht. Wenn es nicht passt, sagst Du halt nein.

Autor: hannoveraner (Gast)
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Lass deinen Lebenlauf checken und bewirb dich zusätzlich noch bei 
Dienstleistern. Vielleicht hilft auch ein Xing-Konto mit nem netten Foto 
:)

Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)
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Du hast keine gute Chancen , sorry ist aber die Wahrheit ...

Autor: Berufsrevolutionär (Gast)
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David schrieb:

> Was ist euer Tipp wie es weiter geht?
> Dienstleister? Weiter bewerben? Vllt wenn nix klappt ne Ausbildung?
> Ich bewerbe mich im Ruhrgebiet + 100km.

1:Analyse:

Tabelle machen:

Firma     |Voraussetzung (v. der Firme genannt)   |von dir erfüllt   |in 
Bewerbung v.Dir herausgestellt|  Quote (alle erfüllt=100%) f. erfüllt 
und f. herausgestellt

mit der tabelle die Fehlbewerbungen (Quote < 50%) herausfiltern,
schauen wo man die quote von 50% auf 90% heben kann:
 -durch Herausstellungen im Lebenslauf: (bspw durch Hinweis auf 
Laborschein/Auslandserfahrung/Reisebereitschaft)
 -durch erwerbare Qualifikationen IHK-Kurs belegen, Praktikum, bei 
kleine Projekt beim Ingenieurbüro auf Stundenbasis aushelfen
 -an allgemeinen Qualifikatione wie Fremdsprachen arbeiten (Auch ein 
VHS-Kurs in Spanisch ist besser als nix)

Auch als "Besucher" kann man in die Branche kenneleren, also schau auf 
Messen was es so gibt, besuch deine Studienkollegen mal in ihren Job, 
schau in der Nachbarschaft hinter die Kulissen. Gut möglich das der 
Grossbäcker nebenan unerwartet Kontakt zu einen Anlagenbetreuer aufbauen 
kann, der hinteringend einen Comanion sucht.

Zum Branche kennelern gehört bundesweite Bewerbung, bist du schon bei 
Linde oder Wacker Chemie AG in Burghausen vorstellig geworden? Mal in 
Richtung Ausland gedacht (Holland, Belgien)?

Welche Branche kennst du als Verfahrenstechniker bisher? Nur Chemie?
Schon mal an andere Branchen gedacht? Halbleiterei (Infineon, Global 
Foundries; Applied Materials); Entsorgung (Klärwerke, 
Abfallaufbereitung), Elektronikferigung (PCB-Chemie), 
Lebensmitteltechnik, Krankenhaus (Sauerstoffverteilung, Prüfung/Wartung 
Gasbehälter (Lachgas etc.); Transportwesen (Grosstechnische Lagerung von 
Flüssigkeiten/Gasen in Häfen, Flugzeugbetankung, Verteilung von 
betriebsstoffen bei der Bahn), TÜV o.ä...

Autor: SamuelAfrica (Gast)
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Hallo David,


mach dir keinen Kopf über die Studienzeit. Was zählt ist nur deinen 
Abschluss und was du kannst.

Ich war selber Student (ET) und habe in der UNI Dortmund studiert.
Für das Studium habe ich 17 semester gebraucht bis ich fertig war.

Also das Stduium habe ich mit 30 angefangen und war mit dem alter von 37 
Jahre fertig.
Ich komme ursprünglich aus Africa und muss ich ehrlich sagen, habe 
keinen Problem auf Jobsuche gehabt.Es ist normal, dass beim 
Vorstellungsgespräch erwähnt wird warum hast du lange gebraucht? und... 
aber wenn man dass gut erklärt dann ist einen Nebensache.

Ich arbeite mittlerweile in eine grosse Konzern in Deutschland also was 
zählt ,ist nur was du kannst.


Viele Erfolg

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Berufsrevolutionär schrieb:
> hinteringend einen Comanion

Soll das "händerringend einen Kompagnon" heißen? Sonst müsste ich jetzt 
nachhaken ob es sich hierbei um eine mir unbekannte Sexualpraktik 
handelt scnr.

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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David schrieb:
> 2) Welche Aussichten habe ich überhaupt mit meinem Lebenslauf?

Bei den Großen (Siemens, BASF, ..) dürfte es mit einer Direktbewerbung 
nix werden.

Also kleinere Firmen, auch in unattraktiveren, ländlichen Gegenden 
bundesweit bewerben.
Dort bewerben sich nicht unbedingt die Einser-Kandidaten in 
Regelstudienzeit.
Über Dienstleister, ich weiß die Pest, den Einstieg versuchen, 18 Monate 
Zeit deine Fähigkeiten zu zeigen.

Aus einem Job heraus kann man sich besser und gelassener weiter 
umschauen.
Dies aber auch tun!


Lass Dich finden, XING, LinkedIN, monster, ...

Bei einem Vorstellungsgespräch kann man dann auch erzählen, warum das 
bei dir mit dem Bachelor so lange gedauert hat.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Cyborg schrieb:
> David schrieb:
>> Was ist euer Tipp wie es weiter geht?
>> Dienstleister?
>
> Meide diese Pest.

Unsinn.

Beim Dienstleister angestellt sein, Berufserfahrung sammeln und Geld 
verdienen ist allemal besser als arbeitslos zu sein.

Autor: EraIng (Gast)
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Mark B. schrieb:
> Cyborg schrieb:
> David schrieb:
> Was ist euer Tipp wie es weiter geht?
> Dienstleister?
>
> Meide diese Pest.
>
> Unsinn.
> Beim Dienstleister angestellt sein, Berufserfahrung sammeln und Geld
> verdienen ist allemal besser als arbeitslos zu sein.

Besser arbeitslos als Sklaverei und Ausbeutung bei einem Dienstleister! 
Die sind wirklich das Furunkel am Hintern des Arbeitsmarkts.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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EraIng schrieb:
> Besser arbeitslos als Sklaverei und Ausbeutung bei einem Dienstleister!

[ ] Du weißt was Sklaverei bedeutet.

Autor: Nop (Gast)
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EraIng schrieb:
> Besser arbeitslos

Nein, aus mehreren Gründen:

a) kriegst Du Arbeitslosengeld nicht beliebig lange.
b) auf ALG2 hast Du Erwerbspflicht. Das heißt notfalls auch Klos putzen, 
trotz Ingenieursabschluß.
c) sich aus ungekündigter Stellung bewerben ist leichter als aus 
Arbeitslosigkeit.
d) je länger man arbeitslos ist, desto schwieriger findet man einen Job.

c) und d) hängen eng zusammen, weil Arbeitgeber die Logik haben, daß 
gute Leute nicht arbeitslos sind, und schon gar nicht länger. Wer länger 
arbeitslos ist, wurde also schon von vielen anderen Arbeitgebern 
abgelehnt, also lohnt es sich in Arbeitgeberlogik ohnehin nicht, auch 
nur ein Vorstellungsgespräch anzubieten.

Autor: EraIng (Gast)
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Mark B. schrieb:
> EraIng schrieb:
> Besser arbeitslos als Sklaverei und Ausbeutung bei einem Dienstleister!


[X] Du weißt was Sklaverei bedeutet.

Autor: David (Gast)
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Bei xing bin ich angemeldet ebenso wie bei linkedin. Ich bewerbe mich in 
allen Branchen, nicht nur in der chemischen Industrie. Das sind Abfall- 
und Entsorgung, Energiesektor, Petrochem, Stahl, Metallbau, Umwelt, 
Behörden, Wasserwirtschaft. Umziehen ist schwierig, da ich familiär 
gebunden bin.
Daher bliebt mir nur der genannte Umkreis.
Habe eine Bewerbung an einen Dienstleister gesandt und sollte direkt am 
übernächsten Tag zum VS kommen. Dort wurde ich aber nur in die Kartei 
aufgenommen. Der Kunde des Dienstleisters entscheidet doch bestimmt mit, 
wen er für ein Projekt vom DL holt?!

Bis auf wirkliche Berufserfahrung passen die Anforderungen zumeist ca. 
80-90% auf mein Portfolio. Ich glaube es liegt nicht an fehlender Praxis 
(außer, dass ich keine BE habe) sondern eher am schwachen Studium 
(Dauer, Noten). Dies verwährt mir den gewünschten Jobeinstieg.

Ich würde mich jetzt bis März noch weiter überall bewerben und mir dann 
DL und evtl. nen Plan C überlegen.

Also 2 Monate vollgas bewerben und Stellen auch bei kleineren Suchen.

Mein Studium kann ja nicht umsonst gewesen sein.

Und NEIN, zum Friseur muss ich nicht, ebenso habe ich keinen Piercing. 
Ich sehe zumindest ganz passabel aus, bin der nette Schwiegersohn von 
nebenan und kleide mich gut (Sauberer Anzug im VS samt Hemd und Krawatte 
+ passende Schuhe)! :)

LG David

Autor: Ordner (Gast)
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David schrieb:
> sondern eher am schwachen Studium
> (Dauer, Noten). Dies verwährt mir den gewünschten Jobeinstieg.

Eher nicht, Noten sind bei Jobs wo man anfassen muss (ich zähle 
Verfahrenstechnik dazu) nebensächlich. Kommt natürlich auch darauf an 
was das für eine Stelle:

-Ersatz für Ruheständler: Note wurscht aber "Chemie im Team muss 
stimmen"
-neue Stelle für neues Geschäftsfeld: Note sehr wichtig wenn Cheffe 
selber keine Ahnung hat
-Ersatz für Fluktuation: Note mittelwichtig, Hauptsache der Neue bleibt 
länger als der Vorgänger

Und ausserdem zählt nur wenn der AG Auswahl an Bewerbern hat und der 
Bewerber nix an Erfahrung vorzuzeigen hat.

Dauer ist auch egal wenn man sie begründen kann. Wenn du schon aus 
Familiengründen nicht Umziehen kannst (schon mal an Pendeln gedacht), 
kannst das ja auch als Grund für die Dauer angeben (Familiengründung, 
Pflege Angehöriger etc.)

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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EraIng schrieb:
> Mark B. schrieb:
>> EraIng schrieb:
>> Besser arbeitslos als Sklaverei und Ausbeutung bei einem Dienstleister!
>
>
> [X] Du weißt was Sklaverei bedeutet.

Es gibt etwas das nennt sich 'window of opportunity'. Das ist eine 
Periode in der bestimmte Sachen möglich sind. Beispielsweise nach dem 
Studium einen Job zu finden. Jetzt hat der Arbeitsmarkt einen gewissen 
Schweinezyklus, und es kann durchaus sein daß es recht wenig brauchbare 
Stellen zu der Zeit gibt. Dann geht man halt zu ner Leihbude und 
versucht nach etwa 2 Jahren wieder sein Glück.
Wenn man aber die Gelegenheiten verstreichen lässt schließt sich dieses 
Fenster. Wie es dann weitergeht kannst du von deinem Taxifahrer oder dem 
Regaleinräumer bei Rewe erfahren.

Autor: David (Gast)
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Okay. Das scheint mir plausibel.
Was haltet ihr denn von der Option?

-->Praktikum mit anschließender Promotion. Ich habe sehr guten Kontakt 
zu einem großen Unternehmen. Dort konnte ich nach einem vorgeschalteten 
Praktikum in der Verfahrenstechnik als Doktorand im Doktorandenprogramm 
eventuell im Anschluss unterkommen.

LG

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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David schrieb:

> -->Praktikum mit anschließender Promotion. Ich habe sehr guten Kontakt
> zu einem großen Unternehmen. Dort konnte ich nach einem vorgeschalteten
> Praktikum in der Verfahrenstechnik als Doktorand im Doktorandenprogramm
> eventuell im Anschluss unterkommen.

Die Rede war ja von einem Job. Praktikum und Promotion sind erst mal 
keine Jobs und als Lückenfüller, weil du sonst nichts findest, ist eine 
Promotion echt übel.

Und davor ein Praktikum und dann VIELLEICHT die Promotion ist alles sehr 
vage.

Autor: David (Gast)
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Wieso übel?

Ja vage ist es, habe eben keine Garantie.. muss erst geprüft werden vom 
Unternehmen....

Autor: Ordner (Gast)
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David schrieb:

> -->Praktikum mit anschließender Promotion. Ich habe sehr guten Kontakt
> zu einem großen Unternehmen. Dort konnte ich nach einem vorgeschalteten
> Praktikum in der Verfahrenstechnik als Doktorand im Doktorandenprogramm
> eventuell im Anschluss unterkommen.

Das löst dein Problem nicht sondern verschiebt es nur mit der Hoffnung 
auf sonniger Zeiten auf später - Promo als Überwinterungsoption.

Gegen diese "Plan" spricht
1) deinem Studium nach wird die Promotion ohne Abschluss bleiben
2) Und selbst bei Erfolg die Jobaussichten sind für promirrte 
Nichtskönner noch schlechter als für nicht-promoirrte 
NichtsVorweikönner. Siehe die Heerscharen an arbeitslosen 
Chemiedoktoren.


Wenn du deine Qualifikation praxisrelevant verbessern willst, dann mach 
ein postgraduales Zeitstudium was mehr in Richtung gesuchte Jobs geht 
also Informatik/Elektronik.

Autor: David (Gast)
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Was ist wenn ich nach dem Praktikum nicht übernommen werde/nicht 
promovieren kann? Ist dann der Zug abgefahren?

Also lieber direkt an die Schüppe bei nem Ing-Büro/DL?

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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David schrieb:
> Also lieber direkt an die Schüppe bei nem Ing-Büro/DL?

Wenn eine Promotion eh nicht Dein eigentliches Ziel war, dann ja.

Autor: Ordner (Gast)
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David schrieb:
> Also lieber direkt an die Schüppe bei nem Ing-Büro/DL?

Ja. Oder glaubst Du ein Argument wie "Die sind wirklich das Furunkel 
am Hintern des Arbeitsmarkts" sollte man Ernst nehmen?!

Autor: Niedliches Kerlchen (Gast)
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Ordner schrieb:
> Oder glaubst Du ein Argument wie "Die sind wirklich das Furunkel
> am Hintern des Arbeitsmarkts" sollte man Ernst nehmen?!

Ja, das sollte man nicht nur ernst nehmen, daß muß man ernst nehmen. 
Spätestens dann, wenn Du die Erfahrung am eigenen Leib gemacht hast, 
ändert sich die Einstellung radikal.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Niedliches Kerlchen schrieb:
> Ja, das sollte man nicht nur ernst nehmen, daß muß man ernst nehmen.
> Spätestens dann, wenn Du die Erfahrung am eigenen Leib gemacht hast,
> ändert sich die Einstellung radikal.

Besser als hartzen.

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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David schrieb:
> Umziehen ist schwierig, da ich familiär gebunden bin.

Was hältst du von Wochenend-Pendeln, ich weiß aus eigener Erfahrung das 
das Mist ist. Aber mit Familie muss Kohle reinkommen.

David schrieb:
> Der Kunde des Dienstleisters entscheidet doch bestimmt mit,
> wen er für ein Projekt vom DL holt?!

Natürlich! Die legen nur ein paar anonymisierte Profile vor und der 
Kunde sagt, wen er gerne persönlich kennenlernen möchte.

David schrieb:
> Ich würde mich jetzt bis März noch weiter überall bewerben und mir dann
> DL und evtl. nen Plan C überlegen.

Ich würde mich jetzt schon auch bei DL bewerben.
Jobangebote deutschlandweit kann man dann auch ablehnen.

Autor: Ordner (Gast)
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Niedliches Kerlchen schrieb:
> Ordner schrieb:
>> Oder glaubst Du ein Argument wie "Die sind wirklich das Furunkel
>> am Hintern des Arbeitsmarkts" sollte man Ernst nehmen?!
>
> Ja, das sollte man nicht nur ernst nehmen, daß muß man ernst nehmen.
> Spätestens dann, wenn Du die Erfahrung am eigenen Leib gemacht hast,
> ändert sich die Einstellung radikal.

Ich hab da meine Erfahrungen gemacht, ein Furunkel war nicht dabei. 
Meine Einstellung zur Arbeit als Broterwerb und um eine Familie zu 
ernähren hat sich auch nicht geändert. Aber das kannst du wahrscheinlich 
nicht nachempfinden.

Scheinst ja auch sonst recht wirr zu sein, das du hier ständig deinen 
Nick vergisst und dir einen neuen zulegst.

Autor: Ordner (Gast)
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Niedliches Kerlchen schrieb im Beitrag #4867228:
> Das sind die Auswirkungen der Arbeit für Dienstleister.

Neee, du warst sicher schon von deinem Job als DL ein Troll, liegt wohl 
an der familiären Erziehung und/oder niedrigen IQ.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Nun, am Arbeitsmarktbuffet gibt es nun mal nicht für jeden ein 
Filetstück, manche müssen auch mit einem Schnitzel klarkommen und wieder 
andere mit einem Schälchen Blattsalat.

: Bearbeitet durch User
Autor: Qwertz (Gast)
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Ordner schrieb:
>> Ja, das sollte man nicht nur ernst nehmen, daß muß man ernst nehmen.
>> Spätestens dann, wenn Du die Erfahrung am eigenen Leib gemacht hast,
>> ändert sich die Einstellung radikal.
>
> Ich hab da meine Erfahrungen gemacht, ein Furunkel war nicht dabei.

Dann hast du aber verdammt Glück gehabt, ich habe da von ganz anderen 
Geschichten im Bekanntenkreis gehört. Dienstleister sind wirklich nur 
dritte Wahl, wenn sich sonst so gar nichts ergibt und man dringend Geld 
braucht.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Qwertz schrieb:
> Dienstleister sind wirklich nur dritte Wahl, wenn sich sonst so gar nichts
> ergibt und man dringend Geld braucht.

Dienstleister sind zweite Wahl.

Lieber ausgeliehen an eine gute Firma als fest angestellt in einer 
unprofessionell geführten Klitsche.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Niedliches Kerlchen schrieb:
> Ordner schrieb:
>> Oder glaubst Du ein Argument wie "Die sind wirklich das Furunkel
>> am Hintern des Arbeitsmarkts" sollte man Ernst nehmen?!
>
> Ja, das sollte man nicht nur ernst nehmen, daß muß man ernst nehmen.
> Spätestens dann, wenn Du die Erfahrung am eigenen Leib gemacht hast,
> ändert sich die Einstellung radikal.

Ich war auch mal beim Dienstleister. Hat mir nicht geschadet.

Autor: Qwertz (Gast)
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Mark B. schrieb:
> Ich war auch mal beim Dienstleister. Hat mir nicht geschadet.

Eigenwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung?

Autor: Titanium (Gast)
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Michael X. schrieb:
> Es gibt etwas das nennt sich 'window of opportunity'. Das ist eine
> Periode in der bestimmte Sachen möglich sind. Beispielsweise nach dem
> Studium einen Job zu finden. Jetzt hat der Arbeitsmarkt einen gewissen
> Schweinezyklus, und es kann durchaus sein daß es recht wenig brauchbare
> Stellen zu der Zeit gibt. Dann geht man halt zu ner Leihbude und
> versucht nach etwa 2 Jahren wieder sein Glück.

Mehr als opportunity ist es auch nicht, leider haben die Dienstleister 
noch nicht mal mehr den sehr früheren Charakter als sicheres Netz für 
den Jobeinstieg, wenn alles andere nicht gefruchtet hat. Da deren Kunden 
fast immer Großindustrie ist, hat man den Ansturm, gerade im 
Absolventenbereich und das Schauen auf reine formale Kriterien ebenso an 
der Backe, und die meisten versauern als Bits und Bytes auf den Servern 
der Dienstleister. Die haben ne Vermittlungsquote von deutlich unter 5 
Prozent übers Jahr betrachtet!
Deshalb ist man auch meist erstmal auf Telefoninterviews umgestiegen, 
die Einstellungstests zur groben Eingruppierung der Bewerber auch meist 
online geworden, früher hatten die jeden eingeladen. Gilt für die 
Dienstleister, die wegen Imagegründen Bewerbungskosten erstatten. Die, 
die es nicht tun, laden natürlich nur direkt weiter ein, kostet sie ja 
nix.


Michael X. schrieb:
> Wenn man aber die Gelegenheiten verstreichen lässt schließt sich dieses
> Fenster. Wie es dann weitergeht kannst du von deinem Taxifahrer oder dem
> Regaleinräumer bei Rewe erfahren.

Ich dachte, da muss man den VDI fragen, wir haben doch seiner Meinung 
nach eklatanten Ingenieurmangel!? D:

Autor: Ordner (Gast)
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Qwertz schrieb:

> Dann hast du aber verdammt Glück gehabt, ich habe da von ganz anderen
> Geschichten im Bekanntenkreis gehört. Dienstleister sind wirklich nur
> dritte Wahl, wenn sich sonst so gar nichts ergibt und man dringend Geld
> braucht.

Ja mei und andere haben erlebt das beim DL in Bavaria es bei weniger 
Stunden mehr Gehalt gibt als beim Mittelständler/Kräuter in Sachsen.
Das hat nix mit Glück zu tun, das simpler Vergleich zwischen den 
Vertragsangeboten.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Nach meiner Beobachtung hat sich der Arbeitsmarkt für E-Ingenieure nicht 
zum Vorteil verändert. Wenn direkt gesucht wird muß der Kandidat alle 
Anforderungen erfüllen und darf nicht zu teuer sein. Gut, wenn das Dach 
brennt dann darf die Feuerwehr auch was kosten.
Als Absolvent hat man entweder Vitamin-B oder bereits durch Praktika 
oder Werksstudent einen Fuß in der Tür. Das ist ja auch ein Vehikel um 
geeigneten Nachwuchs zu finden. Ohne steht man dumm da.
Leute, die man sowieso erst einlernen muß holt man sich von einer 
Leihbude. Da kommt es schon vor daß 3-4 Leute geschickt werden müssen 
bis einer auf die Stelle passt. Für die Firma ist das kein Problem, der 
administrative Aufwand ist recht gering. Sollte der Leiharbeiter gut 
sein kann er ins Stammpersonal wechseln.
Gefällt mir auch nicht, aber so läufts aktuell.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Qwertz schrieb:
> Mark B. schrieb:
>> Ich war auch mal beim Dienstleister. Hat mir nicht geschadet.
>
> Eigenwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung?

Berufseinstieg beim Dienstleister. Heute unbefristete Festanstellung 
nach IG Metall Tarif. Kann man durchaus als Erfolg werten - wenn man 
nicht auf den Kopf gefallen ist.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Mark B. schrieb:
> Berufseinstieg beim Dienstleister. Heute unbefristete Festanstellung
> nach IG Metall Tarif. Kann man durchaus als Erfolg werten - wenn man
> nicht auf den Kopf gefallen ist.

Ja das ist heute kein ungewöhnlicher Weg. Verwundert braucht man über 
diese Entwicklung nicht sein. Unproduktives teures Altgewächs, welches 
man nicht mehr losbekommt und teuer bezahlen muss, auf der einen Seite, 
und Gasgerds rot-grüner Spaß von damals auf der anderen Seite.

Autor: Ordner (Gast)
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Michael X. schrieb:
> Nach meiner Beobachtung hat sich der Arbeitsmarkt für E-Ingenieure nicht
> zum Vorteil verändert. Wenn direkt gesucht wird muß der Kandidat alle
> Anforderungen erfüllen und darf nicht zu teuer sein.

Das war früher auch nicht anders. Vielleicht liegt es ja an den 
Kanditaten das diese nicht alle Anforderungen erfüllen (dennoch von 
Gehältern wie die für Vollgenies träumen)

> Als Absolvent hat man entweder Vitamin-B oder bereits durch Praktika
> oder Werksstudent einen Fuß in der Tür.

So wir früher, Praktika heisst die Eintrittskarte in die Praxis.


> Das ist ja auch ein Vehikel um
> geeigneten Nachwuchs zu finden. Ohne steht man dumm da.
> Leute, die man sowieso erst einlernen muß holt man sich von einer
> Leihbude.

Genau "Einlernen" ist das Stichwort, Halbausgebildete bekommen nun mal 
einen Lehrvertrag und keine Festanstellung.

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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Ordner schrieb:
> Michael X. schrieb:
>> Nach meiner Beobachtung hat sich der Arbeitsmarkt für E-Ingenieure nicht
>> zum Vorteil verändert. Wenn direkt gesucht wird muß der Kandidat alle
>> Anforderungen erfüllen und darf nicht zu teuer sein.
>
> Das war früher auch nicht anders. Vielleicht liegt es ja an den
> Kanditaten das diese nicht alle Anforderungen erfüllen (dennoch von
> Gehältern wie die für Vollgenies träumen)

Früher musste ein Unternehmen sich selbst nach Ingenieuren umschauen, 
jetzt werden die von Dienstleistern angeboten, einfach, schnell und 
unkompliziert.
Innerhalb von wenigen Wochen oder Tagen verfügbar, monatlich abmeldbar.

Mark B. schrieb:
> Berufseinstieg beim Dienstleister. Heute unbefristete Festanstellung
> nach IG Metall Tarif. Kann man durchaus als Erfolg werten - wenn man
> nicht auf den Kopf gefallen ist.

Dienstleister:
Man hat einen Job und kann alle anderen Angebote von anderen 
Dienstleistern sich anschauen und mal fragen, was die so mehr zahlen und 
dann "Nein, Danke" sagen.
Man gibt beim Kunden alles, damit die einen übernehmen, auch vor den 18 
Monaten UND (!) bewirbt sich intensiv weiter bei richtigen Unternehmen.

Autor: Ben W. (ben_w)
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Mark B. schrieb:
> Qwertz schrieb:
>> Mark B. schrieb:
>>> Ich war auch mal beim Dienstleister. Hat mir nicht geschadet.
>>
>> Eigenwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung?
>
> Berufseinstieg beim Dienstleister. Heute unbefristete Festanstellung
> nach IG Metall Tarif. Kann man durchaus als Erfolg werten - wenn man
> nicht auf den Kopf gefallen ist.

Meine persönliche Erfahrung war auch positiv mit einem Dienstleister.
Ich habe den Dienstleister einfach als Sprungbrett genutzt und mir 
dadurch sehr gute Referenzen aufgebaut.

Seid doch mal ehrlich, wenn man gut ist, wird man immer gebraucht, egal 
wie es um den Arbeitsmarkt steht ... die Heruasforderung besteht 
lediglich darin, zu zeigen wie gut man ist (voraus gesetzt man ist gut 
in seinem Job).

Daher würd eich eher ein meinen "Referenzen" arbeiten als an einer 
erneuten Masterarbeit.
Nach meinen Noten oder meinem Diplom, hat mich schon ewig niemand 
gefragt, dafür gibt es imemr wieder Abwerbungsversuche :)

: Bearbeitet durch User
Autor: ENG_ (Gast)
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Andreas S. schrieb:
> Das hängt ganz empfindlich davon ab, welche Machtkämpfe in dem
> betreffenden Unternehmen zwischen den Fachabteilungen und der
> Personalabteilung ausgetragen werden. Ich kenne ganz konkret einen Fall,
> in dem sich ein erstklassiger ASIC-Entwickler auf eine Stelle als
> FPGA-Entwickler beworben hatte und der Entwicklungsleiter und
> Abteilungsleiter begeistert waren. Es ging dann also nur noch um den
> Formalismus der Einstellung. Dann fiel irgendeinem Sachbearbeiter in der
> Personalabteilung auf, dass der Begriff FPGA nirgendwo in seinem
> Lebenslauf auftauchte. Und damit wurde dann ganz einfach kein
> Arbeitsvertrag erstellt. Das gab unternehmensintern einen gewaltigen
> Streit zwischen Bereichsleiter und Personalleiter. Letzterer war ein
> Konzernbeamter, wie er im Bilderbuche steht, d.h. das eigentliche
> Unternehmensziel war ihm völlig gleichgültig. An zweiter Stelle kam der
> Leiter der Patentabteilung. Der spielte sich genauso auf, hätte aber
> eigentlich auch Archivar im Katasteramt Klein Pöppendorf-Hintertupfingen
> sein können.

Kommt mir doch sehr komisch vor, da in allen, auch größeren Unternehmen, 
die ich so kenne, spätestens bei sowas der Abteilungsleiter beim 
Bereichsleiter angeklopft hätte und dieser das dann entschieden hätten. 
Solche Leiter einer "Business Unit" (wie es modern heißt) haben idR sehr 
weitreichende Befugnisse im Unternehmen und können sowas ohne Probleme 
auch über die HR hinweg entscheiden bzw. sitzen haben solche Leute 
ziemlich weitreichende Kontakte..

Aber es gibt nichts, was es nicht gibt.

Autor: Titanium (Gast)
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Michael X. schrieb:
> Nach meiner Beobachtung hat sich der Arbeitsmarkt für E-Ingenieure nicht
> zum Vorteil verändert.

Am besten waren in den letzten Jahre die Bauigenenieure dran, kamen aber 
vom niedrigen Niveau. Am schlechtesten dran sind Maschinenbauer, da war 
die Fallhöhe in den letzten Jahren sehr tief, dafür vom hohem Niveau 
kommend.
E-Technik ist noch das geringste Übel von den Fachdisziplinen und bietet 
dank Komplexität und Bedarf noch die besten Chancen. 
Allgemeinmaschinenbauer mit kaum Ahnung von Steuer- und Regelungstechnik 
ohne jegliche Programmierfähigkeiten sind hingegen massiv bedroht.
In Deutschland ist sowieso dank Auslagerung immer mehr 
Wirtschaftsingenieurtätigkeit gefragt, was aber von ausreichend 
Absolventen abgedeckt, also auch keine Goldgrube für 
100-%-Jobeinstiegschancen.

Autor: Cyborg (Gast)
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Rick M. schrieb:
> Was hältst du von Wochenend-Pendeln, ich weiß aus eigener Erfahrung das
> das Mist ist. Aber mit Familie muss Kohle reinkommen.

Lässt der Staat neuerdings Familien verhungern? Selbst hartzer Familien
stehen nicht schlecht da. Da muss schon ein wirklich gutes Jobangebot
toppen.

Rick M. schrieb:
> Natürlich! Die legen nur ein paar anonymisierte Profile vor und der
> Kunde sagt, wen er gerne persönlich kennenlernen möchte.

Mit anonymisierten Profilen gibt sich doch kein Entleiher zufrieden.
Hier setzt sich der Markt durch und wer nicht spurt der verliert
an einen Konkurrenten und der macht, was der Kunde verlangt.
Da wird sich nicht an hemmende Datenschutzgesetze gehalten.

Rick M. schrieb:
> Ich würde mich jetzt schon auch bei DL bewerben.
> Jobangebote deutschlandweit kann man dann auch ablehnen.

Wenn die dir so viel Spielraum lassen. Wenn die geschickt sind und
das sind die meisten, dann bekommst du bestenfalls einen Knebelvertrag.
Hat doch schon genug Reportagen gegeben wie die DL mit ihren Leuten
umgehen.

Qwertz schrieb:
> und man dringend Geld
> braucht.

Wenn, dann sollte man diese Situation vermeiden. Klar kann jeder
Schulden machen, wie es ihm Spaß macht, aber wenn man die nicht
zurück zahlen kann, vergeht einem das Lachen. Man sollte eben
nicht über seine Verhältnisse leben.

Titanium schrieb:
> Ich dachte, da muss man den VDI fragen, wir haben doch seiner Meinung
> nach eklatanten Ingenieurmangel!? D:

Wir haben einen Mangel an Eseln, die naiv hinter jeder Möhre
her rennen.

Ordner schrieb:
> So wir früher, Praktika heisst die Eintrittskarte in die Praxis.

Mit Garantie? Du glaubst wohl auch an den Weihnachtsmann?

Rick M. schrieb:
> schnell und
> unkompliziert.

Dafür aber ungleich behandelnd und bedingungsfeindlich.
Chancengleichheit? -> Esel.

Rick M. schrieb:
> richtigen Unternehmen.

Was wären denn dann unrichtige Unternehmen?

Ben W. schrieb:
> Ich habe den Dienstleister einfach als Sprungbrett genutzt und mir
> dadurch sehr gute Referenzen aufgebaut.

Wers glaubt, wird selig. Wenn der Pool leer ist und nichts her gibt
vergeudet man da nur seine Zeit und schleppt andere Probleme vor sich
her. Ein Sprung in einen leeren Pool kann also ziemlich schmerzhaft
werden. Sprungbrett hört sich wie die Werbung von so einem Nerd-
Laden an.

Ben W. schrieb:
> egal
> wie es um den Arbeitsmarkt steht ...

Schönfärberei ist nicht besonders logisch.

Autor: Michael X. (Firma: vyuxc) (der-michl)
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Cyborg schrieb:
> Rick M. schrieb:
>> Was hältst du von Wochenend-Pendeln, ich weiß aus eigener Erfahrung das
>> das Mist ist. Aber mit Familie muss Kohle reinkommen.
>
> Lässt der Staat neuerdings Familien verhungern? Selbst hartzer Familien
> stehen nicht schlecht da. Da muss schon ein wirklich gutes Jobangebot
> toppen.

Gehst du noch zur Schule? Bevor du H4 bekommst darfst du dein Erspartes 
verbrauchen.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Michael X. schrieb:
> Cyborg schrieb:
>> Rick M. schrieb:
>>> Was hältst du von Wochenend-Pendeln, ich weiß aus eigener Erfahrung das
>>> das Mist ist. Aber mit Familie muss Kohle reinkommen.
>>
>> Lässt der Staat neuerdings Familien verhungern? Selbst hartzer Familien
>> stehen nicht schlecht da. Da muss schon ein wirklich gutes Jobangebot
>> toppen.
>
> Gehst du noch zur Schule? Bevor du H4 bekommst darfst du dein Erspartes
> verbrauchen.

Er weiß schon wovon er redet... Ihm reicht H4 wohl gut.

Autor: Cyborg (Gast)
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Michael X. schrieb:
> Bevor du H4 bekommst darfst du dein Erspartes
> verbrauchen.

Gesetze und Papier sind geduldig. Schon mal was von Schonvermögen 
gehört?

Autor: Masl (Gast)
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Cyborg schrieb:
> Ordner schrieb:
>> So wir früher, Praktika heisst die Eintrittskarte in die Praxis.
>
> Mit Garantie? Du glaubst wohl auch an den Weihnachtsmann?

Wo schreibt Ordner denn was von Garantie?
Eintrittskarte, Türöffner, ja. Aber Garantie gibts natürlich nicht, 
wieso auch?

Wenn du nicht völlig versagst und dich gut ins Team integrierst dann 
wirst du übernommen. Immerhin spart sich die Firma dann die 
Einarbeitung.
Wenn du nicht übernommen wurdest hast du halt versagt.
Oder aber, was ich eher vermute, du warst nie in so einer Situation.

Cyborg schrieb:
> Ben W. schrieb:
>> Ich habe den Dienstleister einfach als Sprungbrett genutzt und mir
>> dadurch sehr gute Referenzen aufgebaut.
>
> Wers glaubt, wird selig. Wenn der Pool leer ist und nichts her gibt
> vergeudet man da nur seine Zeit und schleppt andere Probleme vor sich
> her. Ein Sprung in einen leeren Pool kann also ziemlich schmerzhaft
> werden. Sprungbrett hört sich wie die Werbung von so einem Nerd-
> Laden an.

Tja da geben Brandis und andere hier ihre Erfahrungen wieder und du 
ignorierst sie bzw. glaubst ihnen nicht.
Mach mal, ist bequemer sich sein dystopisches Weltbild aufrecht zu 
erhalten.

Du bist ein seltsamer Kasper.

Autor: Ordner (Gast)
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Cyborg schrieb:
> Michael X. schrieb:
>> Bevor du H4 bekommst darfst du dein Erspartes
>> verbrauchen.
>
> Gesetze und Papier sind geduldig.

Nö, die kommen schon mal mit Hundertschaft Polizei um Steuern 
einzutreiben:
http://www.mz-web.de/burgenlandkreis/-adrian-ursac...

> Schon mal was von Schonvermögen
> gehört?

Schon mal nachgerechnet?
http://www.brutto-netto-rechner.info/schonvermoegen.php

Und mal für den Fall geplant das die eigenen Lebensumstände nicht mehr 
als angemessen gelten:
http://www.focus.de/immobilien/33-quadratmeter-zu-...

Oder man das Ersparte wegen Zahnersatz/Reperaturen anknabbern muss und 
wg. Dauer-Arbeitslosigkeit nicht mehr in der Lage ist den Notgroschen 
aufzufrischen?

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Ordner schrieb:
> Schon mal nachgerechnet?
> http://www.brutto-netto-rechner.info/schonvermoegen.php

2 35jährigen, also einem Pärchen, werden somit 12k€ als Schonvermögen 
belassen. Ich denke das ist kein schlechtes Polster wenn man auf H4 
angewiesen ist. Ansonsten steht es ja jedem frei einen Mindestlohnjob 
anzunehmen, damit man sein 200k€ Aktiendepot nicht vorher abschmelzen 
muss.

: Bearbeitet durch User
Autor: Ordner (Gast)
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Abradolf L. schrieb:
> 2 35jährigen, also einem Pärchen, werden somit 12k€ als Schonvermögen
> belassen. Ich denke das ist kein schlechtes Polster wenn man auf H4
> angewiesen ist.

12k für alle Schicksalschläge der nächsten 32 Jahre ?! Und  der 
Technikpark will auch aller paar Jahre erneuert werden - Kühlschrank und 
Waschmasch sterben aller 10 Jahre und mit einem Alt-PC kommst du nicht 
mehs ins Internet, TV verlangt auch immer wieder neue Technik (DVB-T 
Abschaltung)... .

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Ordner schrieb:
> 12k für alle Schicksalschläge der nächsten 32 Jahre ?! Und  der
> Technikpark will auch aller paar Jahre erneuert werden - Kühlschrank und
> Waschmasch sterben aller 10 Jahre und mit einem Alt-PC kommst du nicht
> mehs ins Internet, TV verlangt auch immer wieder neue Technik (DVB-T
> Abschaltung)... .

Ja! Dafür wird ihr ganzes Leben von anderen alimentiert. Wie weit kann 
das Anspruchsdenken denn noch gehen? Die sollten eigentlich bei den 
Leute die sie finanzieren den Hof fegen.

Autor: Abradolf Lincler (Firma: Ricksy Business) (abradolf_lincler) Benutzerseite
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Ordner schrieb:
> 12k für alle Schicksalschläge der nächsten 32 Jahre ?! Und  der
> Technikpark will auch aller paar Jahre erneuert werden - Kühlschrank und
> Waschmasch sterben aller 10 Jahre und mit einem Alt-PC kommst du nicht
> mehs ins Internet, TV verlangt auch immer wieder neue Technik (DVB-T
> Abschaltung)...

Wenn man 32 weitere Jahre soziales Minimum als begrüßenswerte Aussicht 
empfindet, muss man sein Anspruchsdenken etwas zurückschrauben. Außerdem 
gibt es für die meisten deiner Punkte preiswerte 
Second-Hand-Alternativen. Es gibt etliche Facebookgruppen, 
Sozialkaufhäuser usw. wo man günstig an gute Ware kommt. In Letzteren 
als H4ler mit Berechtigungsschein sogar nochmal mit ordentlich Rabatt. 
Technik, Kleidung, Haushalt, usw. alles ist dermaßen im Überfluss 
vorhanden, dass man nicht gezwungen mit schmalem Geldbeutel zu 
verzichten. Man kann sich lediglich nicht das Neueste kaufen.

Autor: See (Gast)
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Bewirb dich doch einfach mal bei ein paar Firmen und schaue zu das du 
Referenzen sammelst.
Schau zu das du was zu zeigen hast, es gibt genug kleine Klitschen die 
auch interessante Dinge machen.
Ich bin ne 1-Mann Firma und verdiene sicher mehr als 3-4 Angestellte bei 
Siemens im Jahr. Zudem sehe ich auch wie meine Kinder aufwachsen da ich 
von zuhause aus arbeite.
Angestellte bei Siemens haben's aber sicherlich einfacher, man muss halt 
abwiegen was man kann/will.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Ordner schrieb:
> und mit einem Alt-PC kommst du nicht mehs ins Internet

Mit einem zehn Jahre alten PC kommt man auch heute noch locker ins 
Internet. Wenn auch nicht mit dem neusten Windows, so doch spätestens 
mit einer speichersparenden Linux-Installation.

Autor: Qwertz (Gast)
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Masl schrieb:
> Wenn du nicht völlig versagst und dich gut ins Team integrierst dann
> wirst du übernommen. Immerhin spart sich die Firma dann die
> Einarbeitung.
> Wenn du nicht übernommen wurdest hast du halt versagt.

So ein Müll, als wäre die Übernahme der Regelfall. Das ist der 
sogenannte "Klebeeffekt", der auch von der Politik immer herangezogen 
wurde, um das Thema Dienstleister und Leiharbeit schönzureden. Dieser 
Mythos ist längst widerlegt.

Eine mögliche Übernahme ist einfach nur die Karotte, die dem Esel 
vorgehalten wird, damit er auch ja 100% Leistung gibt. Natürlich 
passiert eine Übernahme auch hin und wieder, aber zu behaupten, dass man 
"halt versagt" hat, wenn das nicht passiert, ist einfach nur falsch. 
Viel wahrscheinlicher ist, dass die Stelle von vorneherein als befristet 
und für eine rein externe Besetzung vorgesehen war.

Autor: abc (Gast)
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16Semester und 28J. finde ich jetzt nicht so dramatisch?
Zu Diplomzeiten völlig normal?

Autor: mastermind (Gast)
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Titanium schrieb:
> Am besten waren in den letzten Jahre die Bauigenenieure dran, kamen aber
> vom niedrigen Niveau. Am schlechtesten dran sind Maschinenbauer, da war
> die Fallhöhe in den letzten Jahren sehr tief, dafür vom hohem Niveau
> kommend.

Du musst allerdings dazuschreiben, dass du vom letzten Viertel (in etwa) 
schreibst, also von den sogenannten Luschen. Früher gab es eben nicht so 
viele Absolventen, da hat man auch die Nichtskönner irgendwie mit 
durchgeschliffen und so integriert, dass sie wenigstens einigermaßen 
produktiv einsetzbar waren. Das gibt es glaube ich heute immer weniger. 
Die Luschen werden nicht mehr durchgeschliffen, sondern gleich von der 
Bundesagentur für Arbeit absorbiert, also da wo sie lieber mal vor 
Aufnahme ihres Studiums vorstellig geworden wären. Hätten die Kandidaten 
VOR Beginn ihr Studiums nämlich ein wenig Selbstreflexion betrieben, 
hätten sie 3,5 Jahre (Bildungs-)Urlaub an der Berufsschule Buxtehude 
gemacht und einen soliden Beruf erlernt. Nicht jeder ist eben für ein 
Studium geeignet, nur weil er eine HZB erlangen konnte.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Paul B. schrieb im Beitrag #4868942:
> Mark B. schrieb im Beitrag #4868929:
>> Wenn ein aktuelles Linux drauf ist: Na klar kommt man da heil wieder
>> raus.
>>
>> Und ja, aktuelle Linuxe gibt es auch für ältere Hardware.
>
> Meinst Du nicht, daß dieses Linux-Angepreise den Leuten langsam aber
> sicher auf den Sack geht, um nicht zu sagen: Die Leute /maximal/
> ankotzt?
>
> :((
>
> Paul

Es ist nicht mehr und nicht weniger als eine kostenlose Alternative zu 
Windows. Man kann es nutzen, muss aber nicht.

Aufgrund der Kostenfreiheit kann es für manchen Hartz IV Empfänger 
durchaus eine Überlegung wert sein.

Autor: Masl (Gast)
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Paul B. schrieb im Beitrag #4868942:
> Meinst Du nicht, daß dieses Linux-Angepreise den Leuten langsam aber
> sicher auf den Sack

Lol, sagt der Dauertroll. Zu geil.

Qwertz schrieb:
> So ein Müll, als wäre die Übernahme der Regelfall. Das ist der
> sogenannte "Klebeeffekt", der auch von der Politik immer herangezogen
> wurde, um das Thema Dienstleister und Leiharbeit schönzureden. Dieser
> Mythos ist längst widerlegt.

Nix aus dem Kontext reißen, Freundchen.
Meine Aussage bezog sich auf Praktikanten/Werkstudenten.
Wobei das auch nix ändert. Aber zeig doch mal wo irgendwer irgendwas 
widerlegt hat.

Und ja, das ist der Regelfall.
Unsere Neueinstellungen sind ca. 70% aus dem eigenen Nachwuchs.
Nur wenn da nichts geeignetes dabei ist werden Externe gecastet.
Wieso sollten wir ohne Not Leute einstellen die unsre 
Abteilung/Tools/Workflow nicht kennen?

Autor: Qwertz (Gast)
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mastermind schrieb:
> Die Luschen werden nicht mehr durchgeschliffen

Du meinst so "Luschen", die nicht einmal richtig die deutsche Sprache 
beherrschen?

Masl schrieb:
> Nix aus dem Kontext reißen, Freundchen.

Nein, ich bin ganz sicher nicht dein "Freundchen". So wie du dich hier 
als arroganter Besserwisser gibst, bist du mir maximal unsympathisch.
Daher diskutiere ich mit dir nicht weiter, dafür ist mir meine Zeit dann 
doch zu kostbar.

Autor: Ordner (Gast)
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Qwertz schrieb:
> Masl schrieb:
>> Wenn du nicht völlig versagst und dich gut ins Team integrierst dann
>> wirst du übernommen. Immerhin spart sich die Firma dann die
>> Einarbeitung.
>> Wenn du nicht übernommen wurdest hast du halt versagt.
>
> So ein Müll, als wäre die Übernahme der Regelfall. Das ist der
> sogenannte "Klebeeffekt", der auch von der Politik immer herangezogen
> wurde, um das Thema Dienstleister und Leiharbeit schönzureden. Dieser
> Mythos ist längst widerlegt

Ja, aber als Mythos widerlegt, Übernahme von Leihingenieuren ist ganz 
real in Deutschland. Da kann dir jeder mindestens ein Beispiel aus 
seinem Bekanntenkreis erzählen.

>Eine mögliche Übernahme ist einfach nur die Karotte, die dem Esel
>vorgehalten wird, damit er auch ja 100% Leistung gibt.

Kann das sein das deine ganze "Lebenserfahrungen" aus Oma's 
Vorlesestunde stammt?

100% Leistung gibt man um mit  100% Gehalt entlohnt zu werden. Keine 
Leistung - kein Lohn - so ist die Realität.
Und man kann auch im Umkehrschluss sagen, wer keinen Lohn bekommt, als 
von H4 abhängig ist  - der hat auch nichts geleistet.

Autor: Qwertz (Gast)
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Ordner schrieb:
> 100% Leistung gibt man um mit  100% Gehalt entlohnt zu werden. Keine
> Leistung - kein Lohn - so ist die Realität.

Nein, die Praxis sagt etwas Anderes. Normalerweise bekommt man auch mit 
50% Leistung seine 100% Gehalt, bei den meisten Jobs ist das Gehalt ja 
nicht so variabel (außer im Vertrieb usw.). Und der kleine variable 
Anteil am Gehalt, die Leistungszulage, wird ja bekanntermaßen nicht nach 
Leistung vergeben, sondern nach Nasenfaktor.
Für 0% Gehalt, also entlassen zu werden, muss man schon einen silbernen 
Löffel gestohlen haben.
Und als Extrembeispiel: Wann warst du das letzte mal auf einem Amt? Da 
bekommen viele Mitarbeiter sogar 100% Gehalt bei 0% Leistung, der 
Beamtenstatus macht's möglich.

> Und man kann auch im Umkehrschluss sagen, wer keinen Lohn bekommt, als
> von H4 abhängig ist  - der hat auch nichts geleistet.

Was ist mit ehrenamtlichen Tätigkeiten, die sind auch nicht bezahlt - 
also hat man dann auch nichts geleistet für die Gesellschaft? Ich 
glaube, du bist viel zu sehr auf's Geld fixiert.

Autor: Ordner (Gast)
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Qwertz schrieb:

Ordner schrieb:
> 100% Leistung gibt man um mit  100% Gehalt entlohnt zu werden. Keine
> Leistung - kein Lohn - so ist die Realität.

> Nein, die Praxis sagt etwas Anderes. Normalerweise bekommt man auch mit
> 50% Leistung seine 100% Gehalt, bei den meisten Jobs ist das Gehalt ja
> nicht so variabel (außer im Vertrieb usw.).

Sag doch nicht immer "Praxis" zu dem was du nur vom Hörensagen kennst.

> Für 0% Gehalt, also entlassen zu werden, muss man schon einen silbernen
> Löffel gestohlen haben.

"silberner Löffel" - jaja das hast aus Oma's Märchenstunde, ganz 
eindeutig.


>Und als Extrembeispiel: Wann warst du das letzte mal auf einem Amt? Da
>bekommen viele Mitarbeiter sogar 100% Gehalt bei 0% Leistung, der
>Beamtenstatus macht's möglich.

Jetzt haste mich aber erwischt, es tatsächlich Jahrzehnte her, das ich 
auf dem Arbeitsamt war - das seh ich aber nicht als Wissenlücke, eher 
als Qualitätsmerkmal ;-). Was die anderen Ämter betrifft mit denen man 
so zu tun hat: Kfz-Amt, Finanzamt, Standesamt, Einwohnermeldeamt - die 
haben mich immer korrekt und zügig bedient.


>> Und man kann auch im Umkehrschluss sagen, wer keinen Lohn bekommt, als
>> von H4 abhängig ist  - der hat auch nichts geleistet.
>
> Was ist mit ehrenamtlichen Tätigkeiten, die sind auch nicht bezahlt -
> also hat man dann auch nichts geleistet für die Gesellschaft? Ich
> glaube, du bist viel zu sehr auf's Geld fixiert.

Nö, aber du scheints mir auf Dauer-H4 und dessen Rechtfertigung fixiert. 
Ehreamtliche Tätigkeit ist keine gesellschaftliche akzeptierte 
Begründung sich nicht selbst um seinen Lebensunterhalt zu kümmern. 
Ehrenamt neben der Arbeit  - das ist edelmütig. Ehrenamt statt Arbeit - 
naja für mich klingt das wenig "edelmütig".

Autor: Qwertz (Gast)
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Ordner schrieb:
> Sag doch nicht immer "Praxis" zu dem was du nur vom Hörensagen kennst.

> "silberner Löffel" - jaja das hast aus Oma's Märchenstunde, ganz
> eindeutig.

> Nö, aber du scheints mir auf Dauer-H4 und dessen Rechtfertigung fixiert.

Du schätzt mich offensichtlich völlig falsch ein. Ich arbeite seit 
vielen Jahren als Ingenieur in einem Konzern und kenne die Praxis 
dementsprechend sehr gut.

> Ehreamtliche Tätigkeit ist keine gesellschaftliche akzeptierte
> Begründung sich nicht selbst um seinen Lebensunterhalt zu kümmern.

Habe ich das behauptet? Nein. Jeder sollte sich natürlich selbst um 
seinen Lebensunterhalt kümmern, nur geht das aus verschiedensten Gründen 
nicht immer.
Es ging mir bei dem Beispiel Ehrenamt um das Widerlegen deiner These 
"wer keinen Lohn bekommt, also von H4 abhängig ist - der hat auch nichts 
geleistet".

> Ehrenamt neben der Arbeit  - das ist edelmütig. Ehrenamt statt Arbeit -
> naja für mich klingt das wenig "edelmütig".

Beides ist moralisch gleich wertvoll, warum machst du da einen 
Unterschied?

Autor: Ordner (Gast)
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Qwertz schrieb:
>> Ehreamtliche Tätigkeit ist keine gesellschaftliche akzeptierte
>> Begründung sich nicht selbst um seinen Lebensunterhalt zu kümmern.
>
> Habe ich das behauptet? Nein. Jeder sollte sich natürlich selbst um
> seinen Lebensunterhalt kümmern, nur geht das aus verschiedensten Gründen
> nicht immer.

Nein, das ist so pauschal falsch, es gibt sehr wenig Gründe sich nicht 
aus eigener Leistung durchzubringen, die meisten sind Krankheitsbedingt.

> Es ging mir bei dem Beispiel Ehrenamt um das Widerlegen deiner These
> "wer keinen Lohn bekommt, also von H4 abhängig ist - der hat auch nichts
> geleistet".

Ja das ist aber halt so, wenn bspw. der Bauer nicht aufs Feld fährt um 
Kartoffeln einzuholen sondern anstatt die alten Landfrauen zum Umtrunk 
chauffiert - dann hat der Bauer nix wesentliches geleistet. Erst die 
Arbeit - dann das Vergnügen. Das Vergnügen auch anstrengend sein kann, 
steht hier nicht zur Debatte.

>> Ehrenamt neben der Arbeit  - das ist edelmütig. Ehrenamt statt Arbeit -
>> naja für mich klingt das wenig "edelmütig".
>
> Beides ist moralisch gleich wertvoll, warum machst du da einen
> Unterschied?

Eben nicht, wenn ehrenamtliche Tätigkeit nur als Feigenblatt für 
Sozialschmarotzertum (und das ist Dauer-H4 wie hier dargestellt) dient
dann ist sie nicht besonders wertvoll.

Das ist auch keine neue Erkenntnis das wurde beispielsweise schon 2012 
am Ponader deutlich:

Das Arbeitsamt hat die ehrenamtliche Tätigkeit dieses Piratenfunktionärs 
als "persönliche Selbstverwirklichung" erkannt, die nicht vom 
Steuerzahler zu finanzieren ist: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Ponader#Aus...

Autor: David (Gast)
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Hallo zusammen,

anbei nochmals ein Feedback meinerseits. Habe jetzt ordentlich 
Bewerbungen geschrieben und nächste Woche ein Vorstellungsgespräch bei 
einem kleinen Ingenieurbüro. Die Stelle dort hat eher weniger mit meiner 
gewünschten Richtung (chemische Industrie) zu tun. Ist mehr Beratung und 
Planung...

1)
Sollte ich mich, für den Fall der Jobzusage, weiter bewerben und bei 
einem besseren Jobangebot in der Probezeit wechseln? Oder sollte ich 
froh sein, überhaupt was zu bekommen?
Ich bin von dem Tätigkeitsfeld aktuell eher weniger begeistert.

2) Für die Stelle wird ein privateigener PKW für Dienstfahrten 
vorausgesetzt. Ich habe aber kein Auto und aktuell wenig Kohle, um mir 
eines zu kaufen/unterhalten. Was tun?

LG David

Autor: Ordner (Gast)
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David schrieb:
> 2) Für die Stelle wird ein privateigener PKW für Dienstfahrten
> vorausgesetzt. Ich habe aber kein Auto und aktuell wenig Kohle, um mir
> eines zu kaufen/unterhalten. Was tun?

Kenn ich, ist i.d.R. kein Problem. Im ersten halben Jahr schickt man 
sowieso keinen Frischling allein zum Kunden, da sitzt man im Wagen des 
Kollegen. Und für spätere schreibt man einen Satz in den Arbeitsvertrag 
der zur Erfüllung dieser Jobvoraussetzung innerhalb eines Jahres 
auffordert.

Ansonsten:
 -muss es ein PKW sein? Manche Ings machen den Easy Rider auf ihrer 
Maschine. Für Baustellen eh die bessere Variante.
 -Das Car-Sharing Angebot wird auch immer breiter. bspw: 
http://www.ruhrautoe.de/
 -nimm ein Wagen aus der Familie bspw das der Oma, du schreibst doch du 
bist familiär gebunden?!

Autor: klausi (Gast)
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Hi David
Gratuliere erst mal zum Masterabschluss!
2,3 ist ja gut, und das was Du sonst so geschrieben hast (Anzug etc. zum 
Vorstellungsgespräch usw.) klingt auch gut! Praktika hast ja auch 
gemacht..

Sehr da keine Probleme.. meist liegt es nicht nur an einem selbst! Die 
Wirtschaftslage ist ja auch nicht die Beste. Aber eine Aussicht auf eine 
Doktorandenstelle hast du anscheinend auch schon. Was soll gross 
schiefgehen?
Habe auch ein bisschen gesucht, Schnitt 2,2 aber dann auch etwas 
gefunden!

Es läuft halt nicht immer gleich.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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klausi schrieb:
> Die Wirtschaftslage ist ja auch nicht die Beste.

Wieviel besser soll sie denn noch werden?

Autor: Nop (Gast)
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David schrieb:
> Für die Stelle wird ein privateigener PKW für Dienstfahrten
> vorausgesetzt.

Das klingt nach Beschiß. Wenn der PKW dienstnotwendig ist, soll die 
Firma den auch stellen!

Laß mich raten, das Kilometergeld deckt auch nur den Sprit ab, nicht 
aber Anschaffung, Versicherung, Steuern, Abnutzung, Inspektionen, Tüv 
usw? Unfallrisiko mit Schaden am eigenen Wagen auch nicht?

Autor: DAvid (Gast)
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Stimmt ja Nop und Ordner!
Aber meine Zweifel sind:
Wenn ich bei so einem kleinen (max. 25 Mann) Ingenieurbüro unterkomme 
(Erstelle da Gutachten), komm ich dann noch in die Industrie/chemische 
Industrie?
Oder einmal  in son einem kleinen Ingenieurbüro = immer Ingenieurbüro??
Wäre da nicht besser, ich bewerbe mich weiter? Sollte ich überhaupt froh 
sein was zu finden?

Bin irritiert...

Autor: Jack (Gast)
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DAvid schrieb:
> Stimmt ja Nop und Ordner!
> Aber meine Zweifel sind:
> Wenn ich bei so einem kleinen (max. 25 Mann) Ingenieurbüro unterkomme
> (Erstelle da Gutachten), komm ich dann noch in die Industrie/chemische
> Industrie?

Meinst du die Firmengröße?

Gängig ist nach ein paar Jahren in einem Konzern ein Wechsel runter in 
den Mittelstand - bei gleichzeitigem Aufstieg in der Position.

Umgekehrt, vom Mittelstand in den Konzern ist unüblich und geht selten, 
aber wir haben ja Fachkräftemangel (hahaha), da sollen die Konzerne sich 
nicht so haben.

Oder meinst du die Tätigkeit?

Firmen sehen gerne einen Roten Faden in der Tätigkeit. Nach dem ersten 
Job noch einmal grundsätzlich die Richtung wechseln kann man noch so 
gerade als Jugendsünde verkaufen. Dann sollte aber alles andere 1A sein.

> Oder einmal  in son einem kleinen Ingenieurbüro = immer Ingenieurbüro??

Häufig ja, aber auch dort kann man Karriere machen und sich wohl fühlen.

> Wäre da nicht besser, ich bewerbe mich weiter?

Wenn das nicht dein Traumjob ist, dann bewerbe dich selbstverständlich 
weiter.

> Sollte ich überhaupt froh
> sein was zu finden?

Auch das. Jeder Job ist besser als Arbeitslosigkeit. Wenn dir der Job 
wirklich nicht passt, nimm ihn trotzdem, solange du nichts besseres 
hast. und bewerbe dich weiter. Allerdings sieht es besser aus wenn man 
erst nach ein paar Jahren, mit gutem Zeugnis wechselt, statt nach ein 
paar Monaten.

Autor: S. B. (mitgelesen)
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> Auch das. Jeder Job ist besser als Arbeitslosigkeit. Wenn dir der Job
> wirklich nicht passt, nimm ihn trotzdem, solange du nichts besseres
> hast. und bewerbe dich weiter. Allerdings sieht es besser aus wenn man
> erst nach ein paar Jahren, mit gutem Zeugnis wechselt, statt nach ein
> paar Monaten.
Coole Binsenweisheiten!
Finde Dich einfach mal mit einem lebenslangen Job in der Nähe des 
Mindestlohns ab - Dein Studium war umsonst bezogen auf den Beruf.
Pech gehabt, es gibt nicht immer nur Erfolg und Hilfe wirst Du hier wohl 
nicht bekommen.

Autor: Ordner (Gast)
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DAvid schrieb:
> Wenn ich bei so einem kleinen (max. 25 Mann) Ingenieurbüro unterkomme
> (Erstelle da Gutachten), komm ich dann noch in die Industrie/chemische
> Industrie?

Verfahrenstechnik ist nicht so mein Metier, Elektronik dagegen schon. 
Ich hab damals nach dem Studium in einem kleinen Ing.-Büro (5 
Mitarbeiter) angefangen und wurde 7 Jahre später bei einem Weltkonzern 
angestellt. Hab mich halt auf digitale Hardwareentwicklung spezialisiert 
und das wird unabhängig von der Firmengröße stark nachgefragt.

Das könnte in der Verfahrenstechnik ähnlich sein. Du schreibst von 
Messtechnik und Überwachung wenn das im kleinen wie in Großen gefragt 
wird - warum soll dir dann der Weg in die Grossindustrie versperrt sein? 
Und selbst wenn Deine Tätigkeit im Büro nicht so HiTech ist, damit 
stichst du in einem halben Jahr wenn der nächste Hochschuljahrgang in 
die Firmen drängt, auch Absolventen mit besseren Noten-Schnitt aber 100% 
Lehrbuchwissen aus.

Falls einer HR'ler nachfragt wegen kurzer Tätigkeit nachfragt, sagt halt 
das die Auftragslage bei kleinen Büros stark schwankt und du zwecks 
Familiengründung was Langzeitstabileres suchst - das akzeptiert jeder.

S. B. schrieb:
> Coole Binsenweisheiten!
> Finde Dich einfach mal mit einem lebenslangen Job in der Nähe des
> Mindestlohns ab - Dein Studium war umsonst bezogen auf den Beruf.

Unbegründeter Dummschwatz.

Autor: Frühaufsteher (Gast)
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Mark B. schrieb:
> klausi schrieb:
> Die Wirtschaftslage ist ja auch nicht die Beste.
>
> Wieviel besser soll sie denn noch werden?

So dass es halt stetig wächst, jetzt macht die Wirtschaft zwei Schritte 
vor, dann zwei zurück. Sie wächst bestenfalls noch nominal, guck dir den 
Maschinenbau. Kein reales Wachstum mehr, wir brauchen aber 2 Prozent pro 
Jahr, um die Beschäftigung zu finanzieren.

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