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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Feuchtesensor für Bewässerung ansteuern


Autor: Markus Horbach (dasrotemopped)
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Hallo zusammen,

nach einem Fehlschlag mit Hydrokultur (die Pflanzen wurden je nach Art 
zu nass) will ich die Bewässerung auf was mit uC umstellen. Habe mir 
erst mal einen Arduino Soil Moist Sensor gekauft, bin da aber bei den 
ersten Tests auf ein Problem gestoßen. Und zwar wird ja im Prinzip nur 
die Leitfähigkeit der Erde gemessen und dann darüber auf die Trockenheit 
geschlossen. Allgemein gilt nach erstem Augenschein, weniger Wasser, 
höherer Widerstand, der uC muss Wasser nachregeln.
Jetzt kommt aber die Düngung ins Spiel. Ca. 1x pro Woche wird gedüngt -> 
weniger Wasser bedeutet mehr Salz, also geringerer Widerstand. Das 
bringt die Regelung natürlich vor ein Problem. Die Pflanzen (Chilis) 
brauchen leichte Trockenphasen und eine regelmässige Düngung wärend sie 
Früchte tragen.
Frisch gedüngt und gut gewässert messe ich einen Widerstand von <20kOhm,
ungedüngt und gut gewässert messe ich einen Widerstand von >300kOhm.
Hat jemand eine Idee, wie ich Trockenheit und Salzgehalt gegeneinander 
kompensieren kann ?

Gruß,

dasrotemopped.

PS: Langfristig wäre eine Überwachung des Düngezustands interessant, um 
auch die Düngung zu automatisieren, gibts da auch entsprechende NPK 
Sensoren ?

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Diese Messart hat noch den viel größeren Nachteil, dass Deine Elektroden 
dabei verschleißen.

Es gibt hier im Forum ein Projekt, da wird das glaube ich kapazititv 
gemessen.

Such mal danach.

Autor: matt (Gast)
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http://www.gardena.com/de/rasenpflege/smartsystem/

(ehemals Koubachi) nutzen Feuchtesensoren (Koubachi nutzte Sensirion). 
Dann hätte man beide Informationen.

Autor: dasrotemopped (Gast)
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die Gardena Lösung ist ja schick, aber so groß ist die Fensterbank 
nicht.
http://www.dasrotemopped.de/index.php?var=chili&nr=0

Den Elektrodenverschleiss wollte ich verringern, in dem der Sensor nicht 
dauerhaft misst, sondern nur 2 bis 4 mal am Tag/ in der Nacht. Ggf. 
vergoldete Elektroden und alles wird gut.

Gruß,

dasrotemopped.

Autor: oszi40 (Gast)
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dasrotemopped schrieb:
> Elektrodenverschleiss

Man nimmt Wechselspannung (oder H-Brücke) wegen der Elektrolyse und 
Anordnung ähnlich einer Monozelle: Gitter außen und Stab drin um die 
Pflanzen möglichst nicht zu ärgern.

Autor: Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat)
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Die Bestimmung der Bodenfeuchte über die Leitfähigkeit des Erdreiches 
(mit niedriger Wechselspannung, wegen der ansonsten eintretenden 
Elektrolyse), ist wirklich nur ein ganz primitivers Verfahren, hat mit 
"Messen" eigentlich nicht viel zu tun. Hinzu kommt die lokal 
unterschideliche Leitfähigkeit unabhängig vom Wassergehalt aufgrund der 
Anwesenheit von Salzen, Laugen, Säuren ...

Professionelle Sensoren machen das anders: Es wird eine kleine Kammer 
mit dampfdurchlässiger Membrane als Wandung (z.B. Ton oder Goretex) ins 
Erdreich verbracht. In dieser Kammer stellt sich die Luftfeuchte auf 
einen Wert analog zur umgebenden Erde ein und diese wird dann mit einem 
geeigneten Sensor gemessen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rechberger (Gast)
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Autor: dasrotemopped (Gast)
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wird bei der kapazitiven Mesung der Feuchtigkeit nicht auch der Messwert 
verfälscht, wenn sich die Zusammensetzung des Elektrolyten verändert ? 
Oder ist der Einfluss zu gering ?

Gruß,

dasrotemopped.

Autor: Rechberger (Gast)
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Diesen Link kennst du?
https://wwwvs.cs.hs-rm.de/vs-wiki/index.php/Intern...

Da sind alle Messmethoden beschrieben.

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Was mich dazu aber interessiert: Warum müssen die Sensoren denn direkt 
Kontakt mit der Erde haben?

Es wäre doch durchaus möglich, dass man die Elektroden für die resistive 
Messung direkt in Gips oder Ton einbringt. Der Vorteil wäre dann, dass 
man

a) keine direkte Beeinflussung mehr hat (Ionenaustausch mit der Erde)
b) Durch den Keramikträger dann eine Mittelung des Messwertes erhält. 
Partielle trockene Stellen oder Löcher durch Wachstum würden dann gar 
nicht mehr in die Suppe spucken.

Autor: Rechberger (Gast)
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Hast du schon mal einen Nagel o.ä. in Gips gehabt, und nach einigen 
Wochen genau angesehen?
Du weist, das Gibst aus Kalk und Schwefel besteht?
Du weist, du verstärkst den Effekt mit dem Anlagen einer Spannung?

Autor: Martin Schwaikert (sirnails)
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Rechberger schrieb:
> Hast du schon mal einen Nagel o.ä. in Gips gehabt, und nach einigen
> Wochen genau angesehen?

Naja, man braucht schon was edleres. Aber man muss ja auch keinen Gips 
benutzen.

> Du weist, das Gibst aus Kalk und Schwefel besteht?

Streng genommen aus Calcium und Schwefel. Aber ja.

> Du weist, du verstärkst den Effekt mit dem Anlagen einer Spannung?

Na man sollte natürlich keine Gleichspannung nutzen.

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