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Forum: Haus & Smart Home Leistungsreduzierung eines Kondensatormotors einer Poolpumpe (600W)


Autor: Robert Seidel (djoma)
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Hallo,

ich habe eine Frage zu dem leidigen Thema, wie man am besten einen 
Kondensatormotor in seiner Leistung steuert. Ich weiß, dazu gibt es hier 
schon ein paar Threads, jedoch habe ich darin nicht alle meine Fragen 
beantworten können.

Zur Ausgangslage: Wir haben einen Pool, in dem eine Badu Magic 8 das 
Umwälzen und Filtern des Wassers übernimmt. Diese ist für den Pool 
ziemlich großzügig bemessen. Mittels eines Wärmetauschers haben wir 
jetzt übrig gebliebene Solarkollektoren in den Filterkreislauf der Pumpe 
eingebunden. Statt wie vorher drei bis vier Stunden am Tag zum Filtern 
muss die Poolpumpe jetzt aber je nach Sonne 8 oder mehr Stunden täglich 
laufen. Bei 600 Watt Leistungsaufnahme ist das ganzschön happig. Um das 
Wasser durch den Wärmetauscher zu befördern würden viel kleinere 
Fördermengen reichen.

Die Poolsteuerung habe ich mit einem Arduino selbst gebaut. Jetzt möchte 
ich über den Arduino die Leistung der Poolpumpe nach Anlaufen bzw. 
Erreichen der täglichen Filterzeit reduzieren. Zunächst hatte ich 
gedacht "Klasse, Asynchronmotor mit Steinmetzschaltung: Kondensator raus 
- Frequenzuumrichter ran - Fertig". Ein Blick in die Anschlussbox der 
Pumpe zeigte jedoch, dass es ein Kondensatormotor ist, was ja auch Sinn 
ergibt, um die Drehrichtung vorzugeben.

Frequenzumrichter für Kondensatormotoren gibt es für 290€, der 
Hersteller fordert dazu aber einen FI Typ B. Die gibt es nur 3-phasig 
und kosten nochmal so viel. Für das Geld kann ich mir auch fast eine 
regelbare Pumpe kaufen. Gegebenenfalls muss ich in den sauren Apfel 
beißen und in eine neue Pumpe investieren, würde aber zunächst gern 
etwas anderes probieren.

Wie ich gelesen habe, ist Phasen-An- bzw. Abschnitt nicht geeignet um 
den Motor zu regeln. Ich brauche keine feine stufenlose Steuerung, mir 
würde schon eine einzige Stufe mit ca. einem Viertel der Leistung 
(halber Durchfluss) oder sogar weniger reichen.

Mein Plan ist nun, Wellenpakete bzw. einzelne Halb- oder Vollwellen an 
den Motor zu schicken. Dafür möchte ich eines der typischen China-SSRs 
verwenden, welches hier noch rumfliegt. Dieses schaltet immer nur im 
Nulldurchgang, ist also nach meinem Verständnis geeignet für diesen 
Zweck.

Nun interessiert mich, wie ich das am besten umsetzte. Vom Grundgedanken 
dachte ich zunächst, immer eine Vollwelle durchlassen, dann eine 
aussetzen. Nun habe ich aber gelesen, dass das den Motor in der falschen 
Position erwischen kann. Wie finde ich heraus, wann ich welche und wie 
viele Wellen durchlassen sollte, um den Motor möglichst effizient und 
schonend mit reduzierter Leistung zu betreiben? Gibt es da sinnvolle 
Faustregeln?

Kann ich mit dem Arduino "blind" das SSR ausgehend von 50 Hz schalten 
oder sollte ich über einen Analogeingang immer schauen, was die Phase 
gerade macht? Wie stelle ich das am vernünftigsten an und wann sollte 
ich das SSR ein- bzw. ausschalten, also an welcher Position der 
Sinuswelle?

Autor: MaWin (Gast)
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Wärmetauscher ? Du hast also einen zweiten Kreislauf durch due 
Kollektoren mit einer zweiten Pumpe.
Verlege den Wärmetauscher ins Becken.

Autor: zoggl (Gast)
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lass das basteln und verwende eine eigene pumpe.
Heizungspumpen starten bei unter 50€ und 30-100W.

das ist sowohl kurz-, als auch langfristig billiger.

Autor: Robert Seidel (djoma)
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Es ist ein großer fest betonierter Pool, an dem kann ich nicht 
rumpfuschen. Der Solarkreislauf enthält eine kleine Heizungspumpe. In 
die fest verklebte PVC-Verrohrung der Filteranlage und Wärmetauscher, 
eine extra Pumpe reinzufrickeln wird extrem aufwendig, zumal ich 
mindestens ein Rückschlagventil 2" einbauen müsste. Hinzukommt, dass 
Heizungspumpen nicht für gechlortes Schwimmbadwasser geeignet sind.

Autor: Der Andere (Gast)
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Kauf ne kleinere Pumpe. Alles andere wird sehr wahrscheinlich teuerer 
werden oder dir im schlimmsten Fall deine jetzige Pumpe abrauchen 
lassen.

Und dann kaufst du dir ne neue Pumpe :-(

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Robert S. schrieb:

> eine extra Pumpe reinzufrickeln wird extrem aufwendig,

Bei einem Kondensatormotor die Leistung zu regeln,
wird noch aufwändiger.

Autor: Robert Seidel (djoma)
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Das Problem ist, ich brauche die volle Leistung der Pumpe für ca. zwei 
Stunden am Tag um den Pool korrekt zu Filtern. Die kleinere Leistung 
benötige ich nur, weil ich eben keine 8 - 9 Stunden am Tag Filtern, das 
Wasser aber zumindest langsam durch den Wärmetauscher befördern muss.

Die günstigste regelbare Pumpe, die in Frage kommt, kostet 690€. Da 
probiere ich doch gern vorher an einer 5 Jahre alten 200€ Pumpe rum und 
kaufe mir die teure, wenn ich es nicht hinbekomme.

Autor: Oliver S. (oliverso)
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Die üblichen Wellenpaketsteurungem für Solarpumpen schalten, wie der 
Name schon sagt, nicht für einzelne Halbwellen ein und aus, sondern für 
ganze Wellenpakete im niedrigen einstelligen Hertzbereich. Dazu laufen 
dann noch Paktesequenzen für die verschiedenen Leistungsstufen. Um den 
Anlauf der Pumpe zu gewährleisten, wird da zunächst mal für einige 
Sekunden Vollgas gegeben, bevor die Takterei anfängt.

Oliver

Autor: Robert Seidel (djoma)
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Danke Oliver, zum Anlaufen würde ich die Pumpe natürlich bei voller 
Leistung laufen lassen.

Ich bin mir jedoch nicht sicher, wie langsam ich die Poolpumpe takten 
kann. Bei einer Solarpumpe befindet sich ja die gesamte Flüssigkeit im 
Kreislauf in Bewegung und besitzt daher ein gewisses Moment und 
"schiebt" die Pumpe weiter.

In meinem Poolkreislauf hingegen habe ich aber 26 Kubikmeter quasi 
ruhendes Wasser dazwischen, weshalb die Pumpe beim Ausschalten 
eigentlich gar nicht nachläuft.

Die Frage ist darum, wie finde ich heraus, wann sollte ich welche Wellen 
schicken? Bzw. wie finde ich heraus, ob das, was ich sende gut zum 
System passt oder nicht? Ob ich irgendetwas am Kondensator oder den 
Anschlussleitungen messen bzw. am Oszilloskop sehen kann, was mir darauf 
hinweise gibt? Ich könnte auch mit einem Mikrofon die Laufgeräuche der 
Pumpe aufnehmen und das Spektrum analysieren. Ich kann sicherlich 
parallel auch die Drehzahl des Motors oder Spannungen/Ströme 
aufzeichnen.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Oliver S. schrieb:

> Die üblichen Wellenpaketsteurungem für Solarpumpen

...und die haben wirklich Kondensatormotoren drin?

Autor: ichbin (Gast)
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Nur mal so ein Gedanke:
Ein Kondensatormotor hat bei geringerer Nennspannung einen größeren 
Schlupf weil der Strom insbesondere auch durch die Hilfswicklung 
geringer wird.
Das macht sich die Firma Fischbach zunutze und baut für ihre 230V Lüfter 
mit Kondensatormotor geringfügig angepasste Motoren welche mittels 
vorgeschaltetem Stelltrafo bis auf ein sehr geringes Drehzahlniveau 
herunter eingestellt werden können.
Das treibt mich nun zu dem Gedanken, warum nicht deine Pumpe, die ja 
auch nur ein Fluid fördert, über einen Trafo mit einer sinusförmigen 
Spannung von meinetwegen 30 -60V zu betreiben. Einen genauen Wert 
müsstest Du ggf selber ermitteln und dann eben je nach Bedarf per Relais 
oder kleinem Schütz von geringer auf große Leistung umschalten.

ichbin

Autor: oszi40 (Gast)
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Oliver S. schrieb:
> Die üblichen Wellenpaketsteurungem für Solarpumpen

Im Anlaufmoment wird volle Leistung gebraucht und genau dieser 
Einschaltmoment versetzt Deinen Ferraris-Zähler richtig in Schwung. Die 
Kunst wäre danach evtl. mit einem Stelltrafo die Spannung und somit die 
Leistung etwas zu reduzieren ohne daß der Motor knurrt. Aber Aufwand> 
Nutzen. http://www.statron.de/details/219

Autor: ichbin (Gast)
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Warum mit Stelltrafo? Allenfalls zum Herausfinden welche Spannung ideal 
ist.
Einfach mit 230V anlaufen lassen und dann, wenn die Pumpe läuft, auf den 
Trafo umschalten...

ichbin

Autor: ichbin (Gast)
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Nachtrag: Wichtig wird sein, dass die Spannung sinusförmig und 
ununterbrochen ansteht. Sonst liefert der Kondensator bei jedem 
Wellenpaket ständig den Anlaufstrom.
Bei der Fischbachgeschichte haben die einen außenliegenden Rotor mit 
verstärkter Kühlung da dieser bei der Drehzahlsteuerung über die 
Spannung  durch die geringere Drehzahl schlechter gekühlt wird.

ichbin

Autor: Robert Seidel (djoma)
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Danke für den hilfreichen Input. Die Idee mit dem Trafo ist natürlich 
auch interessant. Wenn ich das aber richtig verstanden habe, bringt das 
ähnliche Nachteile mit sich wie ein Phasenanschnitt, der ja auch über 
den Schlupf regelt, weshalb auch die Kühlung bedacht werden muss.

>Wichtig wird sein, dass die Spannung sinusförmig und ununterbrochen ansteht.
>Sonst liefert der Kondensator bei jedem Wellenpaket ständig den Anlaufstrom.

Das leuchtet mir nicht ganz ein. Der Kondensator im Motor ist doch ein 
Betriebs- und kein Anlaufkondensator. Das heißt er erzeugt doch immer 
den selben Strom durch die Hilfswicklung, egal ob vorher ein Wellenpaket 
da war oder nicht.

Ich werde die vorgeschlagenen Lösungsansätze auf jeden Fall in Betracht 
ziehen , würde mich dennoch sehr über weitere Hinweise zu meinen 
ursprünglichen Fragen freuen, auch aus reinem Interesse.

In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass man die Halb- oder 
Vollwellen durchlassen sollte, die zur aktuellen Position des Rotors 
passen. Hat irgendjemand Hinweise, wie ich eventuell anhand von Drehzahl 
und Netzfrequenz berechnen kann, wann welche Welle zur Rotorposition 
passt. Hat sonst Jemand eine Idee, wie ich eventuell 
prüfen/erahnen/messen kann, ob die gesendeten Wellen gut zur erreichten 
Drehzahl passen oder nicht? Eventuell durch Klanganalyse oder Messen mit 
dem Oszi?

Danke!

: Bearbeitet durch User
Autor: Oliver S. (oliverso)
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Robert S. schrieb:
> Ich bin mir jedoch nicht sicher, wie langsam ich die Poolpumpe takten
> kann. Bei einer Solarpumpe befindet sich ja die gesamte Flüssigkeit im
> Kreislauf in Bewegung und besitzt daher ein gewisses Moment und
> "schiebt" die Pumpe weiter.

Tja, Versuch macht kluch...

Oliver

Autor: Anon Ymous (avion23)
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Ich habe bei mir den Kondensator entfernt und die drei Adern an einen 
Frequenzumrichter gehangen.

Die Hilfswicklung hat zwar einen anderen Widerstand und SVC bzw. alle 
Modi des Frequenzumrichters mit Feedback laufen nicht. Praktisch hat es 
keine Probleme gegeben.

Autor: Oliver S. (oliverso)
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Harald W. schrieb:
> Oliver S. schrieb:
>
>> Die üblichen Wellenpaketsteurungem für Solarpumpen
>
> ...und die haben wirklich Kondensatormotoren drin?

Haben die.

Oliver

Autor: Elektrofan (Gast)
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Mit ca. gedrittelter Spannung, gedrittelter Frequenz und dreimal so 
grossem Kondensator hätte man eine kleinere Stufe ...
-
Eine kleinere Pumpe dazubauen geht nicht ?

Autor: ichbin (Gast)
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Robert S. schrieb:
> Das leuchtet mir nicht ganz ein. Der Kondensator im Motor ist doch ein
> Betriebs- und kein Anlaufkondensator. Das heißt er erzeugt doch immer
> den selben Strom durch die Hilfswicklung, egal ob vorher ein Wellenpaket
> da war oder nicht.

Mein Gedanke ist da folgender:
Durch die niedrige (gewünschte)Drehzahl ist zum Zeitpunkt des 
Eintreffens eines Wellenpaketes die GegenEMK des Motors sehr gering 
wodurch ein hoher Stom, sowohl in der Haupt- als auch in der 
Hilfswicklung resultiert. Das Ergebnis wird eine wesentlich größere 
Erwärmung sein als mit reiner Spannungsreduzierung. Bei einer Phasenan- 
oder abschnittsteuerung(nichtsinusförmige Spannung) wird das Ergebnis 
ähnlich ausfallen.

ichbin

Autor: ichbin (Gast)
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Elektrofan schrieb:
> Mit ca. gedrittelter Spannung, gedrittelter Frequenz und dreimal
> so
> grossem Kondensator hätte man eine kleinere Stufe ...
> -

Bei Pumpenbetrieb benötigt man keinen dreimal so großen Kondensator da 
das benötigte Drehmoment, und somit auch der notwendige Strom, ungefähr 
proportional mit der Drehzahl steigt.

ichbin

Autor: Abu Simpel (Gast)
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Einfache Zeitsteuerung: 30sek ein, 90sek aus. Geht mit Relais oder SSR.
Ich gebe zu, das läuft dann nicht mehr gleichmäßig. Ist aber 
leistungsmäßig effektiv, weil die Pumpe im Soll-Arbeitspunkt betrieben 
wird. Und: ist billig, auch im Selbstbau. Wenn in einem Zwischenstecker 
eingebaut (bei schuko), leicht zu montieren oder entfernen.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Frequenzumrichter?

Autor: Holger R. (holgerr)
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Robert S. schrieb:
> Statt wie vorher drei bis vier Stunden am Tag zum Filtern
> muss die Poolpumpe jetzt aber je nach Sonne 8 oder mehr Stunden täglich
> laufen.

Das sollte auch so bleiben, sonst verkeimt oder veralgt Dir das Wasser,
trotz Clor oder noch schlimmer Sauerstoff.

Ein eigner Pool ist teuer, treuer als die Kinder mit dem Taxi zum 
Schwimmbad zu fahren.

Gruß Holger

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Bei Pumpenbetrieb benötigt man keinen dreimal so großen Kondensator da
> das benötigte Drehmoment, und somit auch der notwendige Strom, ungefähr
> proportional mit der Drehzahl steigt.

Stimmt, solange die Pumpe noch anläuft.

Autor: Frank (Gast)
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Eine in Bascom geschriebene Wellenpaketsteuerung für Kondensatormotore.

Autor: Frank (Gast)
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Hier noch der Schaltplan in eagle von Cadsoft.

Autor: Benjamin F. (Firma: Privat) (batterist)
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Hallo,

mein erster Beitrag hier...

Ich hab den Thread nicht komplett gelesen aber anhand des ersten Fotos 
sieht mir das nach einem normalen Drehstrommotor in Steinmetzschaltung 
aus.

Ich würde also, falls die Pumpe unbedingt weiter verwendet werden soll, 
den Kondensator rauswerfen und stattdessen einen kleinen 
Frequenzumrichter anschließen.

Die gibts so ab 125€ in der Bucht.

Besser wäre es aber, eine kleinere Pumpe einzusetzen, die mit 
Nenndrehzahl läuft und dabei einen besseren Wirkungsgrad hat.

Eine andere Möglichkeit wäre eine saugseitige Drossel. Also ein Ventil 
um den Druck vor der Pumpe zu reduzieren.

Die Fördermenge reduziert sich dann und die Leistungsaufnahme sinkt auch 
etwas.

Nur soweit drosseln, dass es nicht zu Kavitation in der Pumpe kommt. 
Sprich, Dampfdruckkurve beachten (Druck vs Temperatur).

Aber nicht druckseitig drosseln! Das reduziert zwar auch die 
Fördermenge, erhöht aber die Leistungsaufnahme.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Benjamin F. schrieb:
> Hallo,
>
> mein erster Beitrag hier...
>
> Ich hab den Thread nicht komplett gelesen

Aber gibst einen ersten Kommentar ab :-(

> aber anhand des ersten Fotos
> sieht mir das nach einem normalen Drehstrommotor in Steinmetzschaltung
> aus.

Deine Glaskugel braucht ein Update.

> Ich würde also, falls die Pumpe unbedingt weiter verwendet werden soll,
> den Kondensator rauswerfen und stattdessen einen kleinen
> Frequenzumrichter anschließen.

Macht das mal bei Deinen Mitoren, der TS sollte das sein lassen.

> Die gibts so ab 125€ in der Bucht.

Nö, ab 1,- ;-)

> Besser wäre es aber, eine kleinere Pumpe einzusetzen, die mit
> Nenndrehzahl läuft und dabei einen besseren Wirkungsgrad hat.

Besser wäre es, sich vor Anschaffung eines Pools Gedanken über 
Folgekosten zu machen. Ein Pool ohne anständige Wasserumwälzung ist bald 
tot. Habe ich durch und seit dem eine 1kW-Pumpe dran (32Kubikmeter 
Wasser) Läuft 10h am Tag, kostet entsprechend Strom.

> Eine andere Möglichkeit wäre eine saugseitige Drossel. Also ein Ventil
> um den Druck vor der Pumpe zu reduzieren.

Wie jetzt? Die Pumpe muss gegen den kleineren Ansaugquerschnitt 
ankämpfen und dabei weniger Strom ziehen? In Physik (6. Klasse) gepatzt?

> Die Fördermenge reduziert sich dann und die Leistungsaufnahme sinkt auch
> etwas.

Aha....!

> Nur soweit drosseln, dass es nicht zu Kavitation in der Pumpe kommt.

?

> Aber nicht druckseitig drosseln! Das reduziert zwar auch die
> Fördermenge, erhöht aber die Leistungsaufnahme.

Und saugseitig nicht?

Old-Papa

Autor: Benjamin F. (Firma: Privat) (batterist)
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Tja, Old-Papa,

Alter schützt nicht vor - wie war das noch?

Im Physikunterricht habe ich meistens geschlafen aber als ich 
Maschinenbau studiert habe war ich öfters mal wach.  ;-)

Wieso sollte FU nicht gehen? Kann ja sein dass ich da irre, aber ich 
vermute eine "normale" Wicklung, bloß mit Kondensator der ein 
elliptisches Feld aus 1~ produziert.

Da kein "normales" Klemmbrett drin ist, vermute ich inter feste Stern- 
oder Deieckschaltung.

Korrigiert mich gerne falls das nicht zutrifft.


Recherchiere doch mal nach Fördermenge, auch Volumenstrom genannt, und 
Förderhöhe.

Ich hab auch grad nochmal recherchiert um eine Quele benennen zu können 
und muss dir in einem Punkt Recht geben:

> Aber nicht druckseitig drosseln! Das reduziert zwar auch die
> Fördermenge, erhöht aber die Leistungsaufnahme.

Das ist falsch.

Hier nachzulesen auf Seite 112 oben:

http://machining.grundfos.de/media/60727/grundfos_...

In der Regel reduziert sich laut Grundfos die Leistungsaufnahme. In den 
Datasheets von z.B. Speck und KSB steht gleiches und ich hab mal das 
ständige Auslösen eines Motorschutzschalters durch die Reduktion des 
Saugdruckes beheben können. Leistung ( P_nenn ~300kW) ließ sich um 30% 
verringern und der Arbeitspunkt war noch akzeptabel - aber das ist 
Anlagenspezifisch.

Grundfos zeigt die druckseitige Drosselung. Das mache ich nie so. Alle 
unsere Pumpen - allerdings haben die bis zu 1MW - sind saugseitig 
gedrosselt. FU haben leider nur wenige, das ist viel besser.

Autor: Old Papa (old-papa)
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Vielleicht habe ich ja auch einen Knoten im Kopf, doch mir will es nicht 
logisch erscheinen, dass ein Motor, der gegen eine Last kämpft weniger 
Strom zieht also ohne. Wenn ich an meinem Pool die Ansaugseite zuhalte 
muss ich dafür Kraft aufwenden. Diese Kraft muss der Motor ja auch 
aufwenden....

Die Frage nach FU und "Kondensatormotor" kommt ja regelmäßig und immer 
wird festgestellt, dass es auf Dauer nicht geht. Ich selbst habe das mit 
einem 230V-Chinamotor an einem kleinen Mitsubishi-FU versucht, brummte, 
aber drehte irgendwie und der FU meldet kurz darauf Störung - Aus!

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
Autor: Benjamin F. (Firma: Privat) (batterist)
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> Vielleicht habe ich ja auch einen Knoten im Kopf, doch mir will es nicht
> logisch erscheinen, dass ein Motor, der gegen eine Last kämpft weniger
> Strom zieht also ohne.

Betrachte es mal so:

Die Leistungsaufnahme der Pumpe ist ein Kennfeld aus Volumenstrom und 
Förderhöhe.

Wenn man den Volumenstrom reduziert wird es auf einmal denkbar, dass 
sich auch die Leistung reduziert - und das tut sie auch.

> Die Frage nach FU und "Kondensatormotor" kommt ja regelmäßig

Sind denn diese Kondensatormotoren keine Drehströmer?

Ich seh da erstmal kein Problem wenn man Strom und Spannung im FU 
angemessen begrenzt.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Benjamin F. schrieb:
> Sind denn diese Kondensatormotoren keine Drehströmer?

Nein, sind sie nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kondensatormotor

Benjamin F. schrieb:
> Ich seh da erstmal kein Problem wenn man Strom und Spannung im FU
> angemessen begrenzt.

>> Die Frage nach FU und "Kondensatormotor" kommt ja regelmäßig

Einen Kondensatormotor kann man nur mit einer Wellenpaketsteuerung 
vernünftig in der Leistung einstellen. Ein FU funktioniert nicht 
richtig, weil der Kondensator am Motor mit einer der Wicklungen einen 
Schwingkreis bildet. Wenn ich mittels FU die Erregerfrequenz ändere, 
kommt Mumpitz raus.

Aber macht ruhig weiter, ich will Euch nicht stören.

MFG Paul

Autor: Robert Seidel (djoma)
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Also nochmal zur Klarstellung: Ich bin mir sicher, dass es ein 
Kondensatormotor ist und keine Steinmetzschaltung. Das bedeutet, dass es 
mit einem 3-Phasen FU funktionieren kann, aber nicht muss, zumal da auch 
der Versatz der Phasen 120° statt der vorgesehenen 90° ist, wenn ich das 
richtig verstanden habe.

Zum Thema Pool, ist halt teuer: Das weiß ich. Der Pool ist seit fünf 
Jahren in Betrieb! Dabei läuft die Umwälzpumpe täglich ca. 4 Stunden und 
das Wasser ist TOP!

Der Unterschied kommt eben durch den neuen Solarkreislauf ins Spiel und 
ich möchte nicht, dass die Pumpe täglich 8 bis 10 Stunden auf voller 
Leistung läuft. Eine kleinere Pumpe klingt zwar einfach, ergibt vor dem 
Hintergrund aber keinen Sinn. Ich möchte unbedingt die volle Leistung 
der Pumpe nutzen können, sei es um bei zusätzlichem reduzierten 
Solarbetrieb trotzdem täglich 2h mit voller Leistung zu filtern, um bei 
starkem Badebetrieb mit voller Leistung zu filtern, zum Reinigen oder 
zum Spülen des Filters.

Eine kleine Pumpe parallel bedeutet großen Aufwand in der Verohrung, da 
man so Rückschlagventile oder elektrische Mischer bräuchte, der Platz 
begrenzt ist und einfache Heizungspumpen nicht für Poolwasser taugen.

Vielen Dank an Frank für seinen Code, der weist in die erhoffte 
Richtung. Dort ist eine Erkennung des Nulldurchgangs integriert. Brauche 
ich die, wenn ich ein SSR nehme welches eh nur im Nulldurchgang schalte?

Als eine Option ist dort eine "Sequenz" von Halbwellen einprogrammiert. 
Stammt die aus Erfahrungswerten? Ist die so sinnvoll? Wie ermittle ich 
eine gute Sequenz?

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Old P. schrieb:

> Vielleicht habe ich ja auch einen Knoten im Kopf, doch mir will es nicht
> logisch erscheinen, dass ein Motor, der gegen eine Last kämpft weniger
> Strom zieht also ohne.

Bei Staubsaugern ist es typisch, das sie hochheulen, wenn man die
Ansaugöffnung zuhält. Allerdings  glaube ich nicht, das dieses
Verhalten auf Wasserpumpen übertragbar ist.

> Die Frage nach FU und "Kondensatormotor" kommt ja regelmäßig und immer
> wird festgestellt, dass es auf Dauer nicht geht. Ich selbst habe das mit
> einem 230V-Chinamotor an einem kleinen Mitsubishi-FU versucht, brummte,
> aber drehte irgendwie und der FU meldet kurz darauf Störung - Aus!

Den Glauben von Benjamin, das es sich um einen Drehstrommotor
handelt, teile ich nicht, aber es ist ja nichts Neues, das Maschi-
nenbauer einige Schlagwörter aus der Elektrotechnik kennen, aber
ansonsten das Grundwissen fehlt. :-( Es wird sich mit 90% Sicherheit
um einen normalen Kondensatormotor handeln. Das ergibt sich auch
aus den anderen Beiträgen  dieses Threads. Natürlich kann man
grundsätzlich auch Kondensatormotore an FUs anschliessen. Das sind
dann aber Spezialmodelle, die mit 90° Phasenverschiebung zwischen
den beiden Ausgängen arbeiten. Der Kondensator des "Kondensator-"
Motors wird dann weggelassen. Solche Spezial-FUs sind dann auch
deutlich teurer als Drehstrom-FUs. Ich bin nach wie vor der Ansicht,
das sich das Problem des TEs am Besten mit zwei verschieden grossen
Pumpen, die wasserseitig umgeschaltet werden, lösen liesse.

Autor: Robert Seidel (djoma)
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Paul B. schrieb:
> Einen Kondensatormotor kann man nur mit einer Wellenpaketsteuerung
> vernünftig in der Leistung einstellen.

Genau das interessiert mich eben, wie geht das vernünftig? Ich würde 
mich dazu wirklich gern belesen, aber ich finde außer Meinungen kaum 
hilfreiche Informationen, wie man das am besten angeht.

Ich weiß, dass die UVR1611 an meiner Heizung so die Solarpumpe regelt. 
Bei entsprechend niedriger Leistung hört man das auch pochen. Ich kann 
mir nicht wirklich vorstellen, dass lange Wellenpakete mit recht langen 
Pausen unbedingt die beste Art ist, eine recht große Pumpe wie die meine 
anzusteuern.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Robert S. schrieb:
> Genau das interessiert mich eben, wie geht das vernünftig?

Genau so, wie Frank das vorschlägt. Der hat nicht nur Schaltplan und 
Quelltext spendiert, der hat es offenbar selbst so in Betrieb.
Du kannst natürlich auch z.B. von der Firma Beckhoff eine solche 
Steuerung kaufen, wenn es Dir nicht an Münzen und Scheinen gebricht.

mfG Paul

Autor: Martin Schlüter (led_martin)
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Harald W. schrieb:
> Allerdings  glaube ich nicht, das dieses
> Verhalten auf Wasserpumpen übertragbar ist.

Wenn es sich bei der Wasserpumpe um eine 'Kreiselpumpe' handelt, ist es 
übertragbar, dann ist es genau das gleiche Funktionsprinzip, wie beim 
Staubsauger. Bei Kolbenpumpen, oder Zahnradpumpen, ist das was anderes, 
die blockieren, wenn der Flüssigkeitsstrom gesperrt wird. Solche Pumpen 
entlastet man, indem man den Druck verringert. Bei Hydraulikanlagen gibt 
es oft ein Ventil, daß das Öl direkt von der Druckseite der Pumpe in den 
Tank leitet, wenn der Druck gerade nicht gebraucht wird.

Mit freundlichen Grüßen - Martin

Autor: Robert Seidel (djoma)
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Das war auch sehr hilfreich, ich möchte das gern mit der vorhandenen 
Steuerung machen, drum meine Fragen:

1. Muss ich die Phase auch beobachten, wenn ich ein SSR mit 
Nulldurchgangschaltung verwende?

2. Ist die verwendete Sequenz irgendwie für seine Anwendung ermittelt, 
wenn ja, wie ermittle ich eine gute Sequenz für mein System?

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Robert S. schrieb:
> 1. Muss ich die Phase auch beobachten, wenn ich ein SSR mit
> Nulldurchgangschaltung verwende?

Unabhängig davon braucht das Programm ja einen definierten 
"Anlaßimpuls",
damit es immer gleich reagiert. Die wenigen Bauelemnte würde ich nicht 
einsparen.

>
> 2. Ist die verwendete Sequenz irgendwie für seine Anwendung ermittelt,
> wenn ja, wie ermittle ich eine gute Sequenz für mein System?

Offenbar hat er mehrere Arten von Sequenzen drin und anhand der 
Kommentare sieht man, daß er die mit mehr oder weniger gutem Ergebnis 
ausprobiert hat.
Ich würde das erst mal so nachbauen und das Programm auch so verwenden. 
Da die Sequenzen schön übersichtlich abgelegt sind, kannst Du dann ja 
selber auch noch experimentieren.

MfG Paul

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