historische ClassD Endstufe (Sony ta-n88)

Gast #4685833
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Hallo
Ich bin im Internet auf diese Endstufe gestoßen. Muss wohl einer der 
ersten ClassD Amps sein... Mittlerweile habe ich auch das Service Manual 
gefunden. Die Schaltung sieht sehr interessant aus und ich würde sie 
gerne verstehen.
Doch manche Ausschnitte kommen mir etwas suspekt vor :(. Vielleicht kann 
mir hier einer meine Fragen beantworten. Es handelt sich bei diesem 
Verstärker ja um eine "digital" Endstufe, die mit Pwm arbeitet. 
Normalerweise wird das analoge Signal mit einem Dreiecksignal 
verglichen, aber in diesem Fall anscheinend nicht... Hier ist die Rede 
von einem Rechtecksignal (Square Wave). Desweiteren wird ja hier 
Integriert und nicht Verglichen? Der folgende Comperator scheint mir 
auch komisch beschaltet zu sein. Mit was vergleicht er denn das 
einkommende Signal? Mit Ground? Über den 2,2k Widerstand? Dann frage ich 
mich noch, was der Zerocross Amp genau macht.
Zu guter letzt habe ich noch ne Frage zu der VFet Ansteuerung. Das 
Signal was an R206 gezeigt wird ja mit Bezug zur Versorgungsspannung nur 
um -1 Volt negativ: 77-78=-1. Die anzusteuernden Fets sind PFets und die 
sollen bei -1 Volt Ugs voll durchsteuern?!
Wie ihr seht sind das recht viele Fragen, aber ich wäre Dankbar wenn mir 
jemand helfen könnte.:)

PS: Schaltung hängt im Anhang.
Angehängte Dateien:
Gast #4687965
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Das folgende ist alles nur Theorie, vielleicht hat noch jemand bessere 
Erklärungen. Aber da sich sonst niemand äußert versuche ichs mal, finde 
die Schaltung ebenfalls sehr interessant.


Simon B. schrieb:
> Wo liegt denn an dem Komparator das Ausgangssignal

Überhaupt nicht. Aber das was wie eine Gegenkopplung aussieht, vom 
Ausgang über R124 (R174) an das G2 von Q102 (Q152) wird wohl dafür 
zuständig sein.
Denn wie eine "normale" analoge Gegenkopplung kann das ja nicht wirken, 
aufgrund des Rechteck formenden Komparators im folgenden Signalweg.

Simon B. schrieb:
> wie genau soll
> durch das Vergleichen des Ausgangssignal mit dem Eigangssignal ein PWM
> entstehen?

Nun ja, der Vergleich Eingang/Ausgang findet also schon im 
Eingangsdifferenzverstärker statt:

Ausgangssignal zu klein -> Q104 ein -> Komperator ein ->.....-> oberen 
Endstufenzweig ein
Ausgangssignal zu groß -> Q104 aus -> Komparator aus ->.....-> unteren 
Endstufenzweig ein
u.s.w.u.s.f.

Irgendwo im Signalweg findet sich sicher ein Tiefpass, der dafür sorgt 
daß die Pulse um so länger werden, je größer die Differenz zwischen 
Eingang/Ausgang ist.

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