Hallo,
es soll für ein Bastelprojekt der Strahl eines Laserpointers (rot) mit
einer LED detektiert werden (das ganze ist eine Art primitive
Fernbedienung).
Welche LED-Art mag für diese Aufgabe besonders geeignet sein?
(habe ein paar rote LEDs aus der Bastelkiste getestet, von denen nur
eine Uralt-LED brauchbare Ergebnisse geliefert hat, nämlich ca. 800mV
bei direkter Bestrahlung. Die eine reicht leider nicht für das Projekt.)
Gut funktioniert das nur mit Roten, Orangenen oder Gelben. Ein klares
Gehäuse der LED ist auch von Vorteil. Da wirst Du auch bei aktuellen
LEDs was finden. Blaue und Grüne reagieren nur auf kurzwelliges Licht,
und auch da ist die Empfindlichkeit eher gering.
Mit freundlichen Grüßen - Martin
Martin S. schrieb:> Gut funktioniert das nur mit Roten, Orangenen oder Gelben. Ein> klares> Gehäuse der LED ist auch von Vorteil. Da wirst Du auch bei aktuellen> LEDs was finden. Blaue und Grüne reagieren nur auf kurzwelliges Licht,> und auch da ist die Empfindlichkeit eher gering.>> Mit freundlichen Grüßen - Martin
Wobei rote LEDs durchaus sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern.
Ich habe fast die Vermutung, dass low-current-LEDs nur wenig Spannung
erzeugen, während normale LEDs (also Nicht-low-current-Typen) teilweise
Ausgangsspannungen von >1,3V liefern (bei direkt aufgesetztem Pointer).
Kann das jemand bestätigen?
Gerald schrieb:> Ich habe fast die Vermutung, dass low-current-LEDs nur wenig Spannung> erzeugen
Möglicherweise ist der Chip von low-current-LEDs kleiner -> Weniger
Fläche -> Weniger Fotostrom.
Ich habe schon lange keine Low-current-LEDs mehr gekauft, 'normale' LEDs
sind, heutzutage, so hell, daß man die auch mit deutlich weniger als
20mA betreiben kann.
Der Einwand von John Drake (drake) ist übrigens absolut richtig.
Mit freundlichen Grüßen - Martin
Gerald schrieb:> es soll für ein Bastelprojekt der Strahl eines Laserpointers (rot) mit> einer LED detektiert werden (das ganze ist eine Art primitive> Fernbedienung).
Gibt es einen vernünftigen Grund, warum es UNBEDINGT eine LED sein muss?
Wenn du eh schon bestellen musst, dann kauf doch gleich eine Fotodiode
mit, die kosten auch nicht viel mehr.
Muss dein Ausgangssignal eine SPANNUNG sein? Licht detektiere ich
üblicherweise eher mit STROM! Also Transimpedanzverstärker dahinter oder
ähnliches.
Ansonsten wird dir nur übrig bleiben, einfach mal ein paar LEDs zu
testen. Kaum ein Hersteller wird eine solche Anwendung gesondert
spezifizieren. Also kauf die ein paar rote/rötliche/IR LEDs und probiers
aus.
Johannes O. schrieb:> Gibt es einen vernünftigen Grund, warum es UNBEDINGT eine LED sein muss?> Wenn du eh schon bestellen musst, dann kauf doch gleich eine Fotodiode> mit, die kosten auch nicht viel mehr.
Da Fotodioden oder besser Fototransistoren wesentlich
empfindlicher sind, braucht man auch keinen Laserpointer,
sondern kann die LED zur Beleuchtung nehmen.
Danke für die vielen Antworten!
Jim K. schrieb:> Die Wellenlänge der LED muss länger sein als die des Lasers.
Das klingt logisch. Deshalb funktionieren die roten Uralt-LEDs
wahrscheinlich auch so gut!?!
John D. schrieb:> Detektiere doch den Diodenstrom, nicht die Spannung! Der Fotostrom ist> proportional der einfallenden Lichtleistung.
Wie detektiert man den Diodenstrom?
Gerald schrieb:> Wie detektiert man den Diodenstrom?
Siehe meine Antwort zuvor ;-)
Beispielsweise mit einem Transimpedanzverstärker. Wird zwar
üblicherweise mit Fotodioden verwendet, sollte aber auch mit einer LED
laufen.
Ah, Danke, jetzt kommt es mir bekannt vor!
https://de.wikipedia.org/wiki/Photodiodenverst%C3%A4rker#Elektrisches_Verhalten
Eigentlich wollte ich die LEDs mehr oder weniger direkt an die ADCs
eines Atmegas anschließen.
Bei Detektion soll die betreffende LED von einem anderen Portpin für
zwei Sekunden zum Leuchten gebracht werden. IR-Dioden wären da eher
witzlos :-)
Mal schauen, ob es sich so einfach verwirklichen lässt. Wahrscheinlich
ist die Haupt-Frage, ob man solch langwellige rote LEDs heutzutage noch
bekommt.
Oder doch mit zwischengeschaltetem Transimpedanzverstärker und
gesonderter (z.B. grüner) Feedback-LED - wäre natürlich mehr Aufwand.
Teo D. schrieb:> Da würd ich noch mal drüber nachdenken, ob da wirklich ein anderer> Port-Pin von Nöten ist :)
Wenn man nur detektieren will nicht, aber wenn man abwechselnd
detektieren, und leuchten will, braucht man 2 Pins, da man die LED
umpolen muß. Bei LEDs mit kleiner Flußspannung gibt's einen Trick, um es
mit einem Pin zu machen: Ein Anschluß der LED wird an eine Spannung in
der Nähe von VCC/2 gehängt, der Andere an einen Port-Pin. Mit der
Spannung fürs leuchten wird es dann aber recht knapp.
Für Dein Vorhaben könnte der Ablauf folgendermaßen sein: (Led mit
Vorwiderstand zwischen 2 Port-Pins, einer davon ADC) LED in
Sperrrichtung aufladen (Beide Pins auf Ausgang), ADC-Pin hochohmig
schalten, definierte Zeit warten (z.B. 0,2 Sekunden, Fotostrom baut die
Ladung der LED mehr oder weniger ab), ADC-Messung durchführen, LED
eventuell in Durchlassrichtung bestromen, ...
LEDs sind, als Lichtsensoren, nicht nur für kürzere Wellenlängen
empfindlich, auch das Licht, das sie selbst ausstrahlen würden, wird
recht gut erfasst, eine rote LED sollte also einen roten Laser 'sehen'.
Vielleicht mal eine LED mit recht langwelligem, aber noch gut
sichtbaren, roten Licht versuchen. Werden zum Teil als 'superrot' oder
'deep red' angeboten.
Mit freundlichen Grüßen - Martin
Martin S. schrieb:> Wenn man nur detektieren will nicht, aber wenn man abwechselnd> detektieren,
Ämm... das sollte so eigentlich garnich raus. Link u. Text gehören nich
mal wirklich zusammen. War nur der Anfang eines Gedanken.... :-/