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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mosfets in Schaltnetzteil defekt (Primärseite). Wie passiert sowas?


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von Alex (Gast)


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Hi,

ich habe gestern ein Autobatterieladegerät angeklemmt und heute Morgen 
festgestellt, dass es über Nacht kaputt gegangen ist. Die primärseitige 
5A-Sicherung (flink) brennt sofort durch. Bisher habe ich 
herausgefunden, dass die beiden Mosfets (N, 9N50C, 9 A, 500 V, Vgss=+-30 
V) 0 Ohm zwischen allen 3 Beinchen haben.

Welche Erklärung gibt es denn für so einen Defekt? Bringt es was, die 
Mosfets zu ersetzen, oder ist wahrscheinlich auch der Treiber futsch?

Link zum Ladegerät:
https://www.conrad.de/de/ladegeraet-mbc-16iu-853368.html

Link zum Datenblatt der Mosfets:
https://www.fairchildsemi.com/datasheets/FQ/FQPF9N50C.pdf

Danke & Gruß,
Alex

von Mark S. (voltwide)


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Wenn noch Garantie darauf ist, einschicken.
Derartige Ausfälle passieren ständig und überall. Möglicherweise 
verursacht durch eine Überspannungsspitze auf dem Stromnetz.

Austausch der MOSFETs hilft üblicherweise, und ja, es können noch mehr 
Teile hierbei ausgefallen sein, z.B. der Ansteuerbaustein und die 
Stromfühlerwiderstände im Source-Zweig.

von Alex (Gast)


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Das Gerät ist schon einige Jahre alt, war aber nur 3x in Betrieb. Ich 
bestelle bei Gelegenheit mal 2 passende Mosfets..
Danke!

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Könnte eine kurze Überspannung gewesen sein (z.B. Blitzeinschlag in eine 
Leitung) oder das Ding ist einfach den Hitzetod gestorben, oder ein 
Schaden auf der Sekundärseite (z.B. Kurzschluß) hat den Schaden auf der 
Primärseite verursacht.

Die Treiber gehen sehr oft kaputt, da die 330..450Vdc aus dem 
Zischenkreiskondensator kommen plötzlich aus dem Gate raus und dann 
bekommt die Treiberschaltung in die Fresse.

von Mark S. (voltwide)


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Ben B. schrieb:
> Die Treiber gehen sehr oft kaputt, da die 330..450Vdc aus dem
> Zischenkreiskondensator kommen plötzlich aus dem Gate raus und dann
> bekommt die Treiberschaltung in die Fresse.

Das kann ich bestätigen!

von Alex (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Die Treiber gehen sehr oft kaputt, da die 330..450Vdc aus dem
> Zischenkreiskondensator kommen plötzlich aus dem Gate raus und dann
> bekommt die Treiberschaltung in die Fresse.

Ja, das ist klar. Bei der Schaltung hier scheinen die beiden Mosfets 
über eine Spule / Übertrager "gepulst" zu werden, der wiederum durch 
Transistoren bestromt wird, und die hängen dann am IC.

Sichtbare Beschädigungen oder Spuren von Erwärmung gibt es keine. Der 
Lader kann 16A und wurde vermutlich immer mit der 2A STandardeinstellung 
betrieben.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wenn das Ding mit einem Gate-Drive-Transformer läuft könntest Du Glück 
haben. Miss die Wicklungen auf Durchgang und Wicklungsschluß und prüf 
seine Treibertransistoren. Was außer dem GDT noch an den Gates hängt (da 
gibts diverse Schaltungsvarianten) ebenfalls genau prüfen, genauso wie 
Teile im Strompfad (z.B. Strom-Messwiderstand) der FETs.

Wenn das Netzteil nicht zu schlau ist (wie etwa Messung der 
Zwischenkreisspannung) kannst Du das SteuerIC mit einem Labornetzteil 
versorgen und mit dem Oszi schauen wie die Steuersignale zu den FETs 
aussehen.

von Mark S. (voltwide)


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Alex schrieb:
> Ja, das ist klar. Bei der Schaltung hier scheinen die beiden Mosfets
> über eine Spule / Übertrager "gepulst" zu werden, der wiederum durch
> Transistoren bestromt wird, und die hängen dann am IC.

Dann werkelt dort vmtl ein TL494 als controller (=Steinzeit-Technik).
Wg des gate-drive-transformer besteht in der Tat eine gute Chance, dass 
außer den beiden PowerMOSFETs nichts weiter kaputt gegangen ist.

von Alex (Gast)


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Es ist ein K7500C. Liest sich aber ähnlich wie der TL494.
http://pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/fairchild/KA7500C.pdf

von Homo Habilis (Gast)


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Kein Wunder.

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