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Forum: Offtopic Warum haben die Menschen keinen Respekt vor dem "Wert der Technik"?


Autor: van Brun (Gast)
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Meine Tante gestern: "Ich suche ein Tablet als Weihnachtsgeschenk für 
meinen Freund!"

Ich: "Wieviel soll bzw. darf es denn kosten?"

Tante: "100€"

Ich: "Für 100€ bekommst Du kein gescheites Gerät. Ab 150€ fangen die 
ersten brauchbaren Geräte an, für 200€ bekommt man schon gut 
ausgestattete aktuelle Tablets!"

Tante: "Soviel wollte ich eigentlich nicht ausgeben. Warum kosten die so 
viel?"

Ich: "Was heißt viel?"

Tante: "Naja, man sagt doch, dass Technik immer billiger wird. Warum 
werden Tablets nicht billiger?"

Ich: "Wieviel billiger denn noch? Die Produktion kostet nun mal einen 
Fixbetrag. Die ersten Laptops und Tablets kosteten Tausende von $, heute 
bekommst Du gut ausgestattete Consumer-Tablets für 200€ und Laptops für 
300€ nachgeworfen. Was ist daran teuer?"

=> Das Gespräch endete dann mit "Maximal 150€, nicht mehr"....

Warum zum Teufel schätzen Menschen in der westlichen Welt nicht den Wert 
der Technik!? Wissen die meisten überhaupt, wieviel Forschung und 
Entwicklung notwendig war, wieviele Menschen beteiligt waren, wieviele 
Vorleistungen nötig gewesen sind, um so ein Tablet herzustellen? 
Wieviele Mannstunden Arbeit da letztendlich reingeflossen sind!? Würde 
ich Menschen vor 50 Jahren ein Tablet in die Hand drücken, dann hielten 
die mich für ein Alien, das gerade aus dem Ufo gestiegen ist. Etwas mehr 
Respekt für die Wunder der Technik wäre angebracht.

Die Menschen versaufen an einem Abend 100€ aufm Kiez, geben 200€ für 
Schuhe und andere billig zusammengefriemmelte Kleidungsstücke aus, 'ne 
Anwaltsstunde ist den meisten auch 100€ und mehr wert,  aber wenn so ein 
Wunderwerk der Technik wie ein Tablet mehr als 100€ kostet, dann bricht 
für viele Leute (Amöben) die Welt zusammen. Was ist bloß los mit den 
Leuten?

: Verschoben durch Moderator
Autor: UST (Gast)
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Ich sag nur "Bei Technik Fragen, Tech Nick fragen" Den Leuten wird es 
doch so verkauft das Geiz geil ist und alles billig zu haben ist.
Dazu kommt noch eine nicht vorhandene (Grund)Bildung im Bereich Technik 
die es den meisten voellig schleierhaft macht wie so ein Tablet, 
Waschmaschine etc. entsteht bzw. was es fuer Arbeit enthaellt.

Autor: Ordner (Gast)
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Hm Respekt vor Technik?
Ich schätze "die Technik" macht nur einen kleine Teil der 100€ aus. Der 
andere andere Teil sind "Personalkosten".

Vielleicht handelt es hierbei eher um einen Mangel an Respekt vor 
menschlicher Arbeit.




PS:
Sonst würde man eher Produkte kaufen deren "Hersteller" ähnlich 
entlohnen wie das deutsche Rentensystem.

Autor: D. I. (Gast)
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van Brun schrieb:
> dann bricht
> für viele Leute (Amöben) die Welt zusammen. Was ist bloß los mit den
> Leuten?

Willkommen auf dem wunderbaren Pfad zum (Alltags-)Zyniker :)

Autor: Kaj (Gast)
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van Brun schrieb:
> geben 200€ für
> Schuhe und andere billig zusammengefriemmelte Kleidungsstücke aus,
Also mein eines Paar Schuhe von Meindl fuer 200 Euro wuerde ich nicht 
als billig bezeichnen, sondern (im gegensatz zu der meisten Technik) 
sogar nachhaltig, da man die wiederbesohlen lassen kann :P

Autor: Marc Horby (marchorby)
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van Brun schrieb:
> Warum zum Teufel schätzen Menschen in der westlichen Welt nicht den Wert
> der Technik!?

Es ist deine Tante die den Wert von Technik nicht schätzt! Nicht alle 
Menschen sind gleich!

Autor: Haben "Haben will Nerds" Respekt vorm Geld? (Gast)
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Vieleicht schätzt Sie einfach nur den für Sie individuellen Nutzwert für 
so ein Produkt richtig ein.

Autor: Gernot Hassknecht (Gast)
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Ist doch fast überall in DE so. Hier ein Beitrag von Gernot Hassknecht: 
Youtube-Video "Vollidiot und Döner! Der blöde deutsche Verbraucher: Hauptsache BILLIG und VIEL!"

Mehr gibt es zu solch einem Thema nicht zu sagen...

PS: Bitte bis zum Ende schauen ;)

Autor: Hensel (Gast)
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Ich kenne Ähnliches aus meinem Bekanntenkreis ...

Viele Leute glauben, der Preis skaliert linear mit dem Nutzen ... mein 
Bekannter meint, er ist "eh nur 2-3 mal am Computer in der Woche". Dann 
geht bei ihm im Kopf ein Pauschalüberschlag auf:

"Hmmmm neulich habe ich ein endteuren (sic!) Computer für 300 EUR in der 
Werbung gesehen ... bei 30% Nutzzeit darf der also so maximal 100 
kosten!"

Gesagt hat er aber "Muss ja auch kein teurer sein, so viel nutze ich den 
ja eh nicht ..."

Als wenn in der Fabrik jemand einen Schalter umlegt und sagt "So, jetzt 
produzieren wir nur noch günstige PC's für Leute, die ihn wenig nutzen"

Das Problem ist wie bereits gesagt das Umfeld und so wie es einem 
vorgelebt wird.

Software wird nicht geschätzt, weil man sie nicht anfassen kann. Wenn 
jeder Software schwarz kopiert will man natürlichnicht der einzige Depp 
sein ,der dafür Geld ausgibt. Und wenn es keine Konsequenzen hat, who 
cares?

Hardware wird nicht geschätzt, weil einem vorgekaukelt wird, dass jeder 
sie sich immer und überall leisten kann. Billiger. Billiger. Billiger.

Autos ... tja Autos ... da wird komischerweise unendlich viel Geld in 
die Hand genommen.

Und sei es "nur" eine VW Blechbüchse ... GTI ... R ... da ist man ja 
locker bei 40-50k dabei und kommt auch nur von A nach B ... davon kauft 
sich manch einer ein Haus von einer Auktion und saniert mit dem Budget 
komplett!

Das erkläre ich mir wiederum mit der Generation von Menschen, die solche 
Aussagen treffen.

Ein 18 jähriger legt viel mehr Wert auf ein Smartphone, als das 
vielleicht ein 60 jähriger macht. Der 60 jährige legt aber trotzdem 
großen Wert auf seinen Mercedes, auch wenn mittlerweile manch 
ausländische Auto drastisch aufgeholt hat, was Qualität anbelangt.

...

Autor: van Brun (Gast)
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@Hensel (Gast)

Danke für den wunderbaren Beitrag.
Ja, genauso ist es.

Autor: Guido Lehwalder (guidol1970)
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van Brun schrieb:
> Meine Tante gestern: "Ich suche ein Tablet als Weihnachtsgeschenk für
> meinen Freund!"
> Ich: "Für 100€ bekommst Du kein gescheites Gerät. Ab 150€ fangen die
> ersten brauchbaren Geräte an, für 200€ bekommt man schon gut
> ausgestattete aktuelle Tablets!"

ist evtl. ein nicht so guter Freund? :)
Kindertablet bekommt man hier in der Tuerkei (7" QuadCore miz 1024x600 
und Android 5.1) fuer ca. 51EUR.

Der kleine Android-KIndle auch mit Android liegt glaube bei ca. 55EUR.

Natuerlich ist es nach oben offen... mein Samsung TabPro (SM-T900) mit 
12.2" hat vor Jahren knapp 600EUR gekostet....hat sein letztes 
CyanoGenMod 12.2 Update erst gestern bekommen :) (unofficial).

Klar ein gutes brauchbares 10" Tab liegt bei ca. 200EUR......

Autor: Guido Lehwalder (guidol1970)
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Hensel schrieb:
> Ich kenne Ähnliches aus meinem Bekanntenkreis ...
> "Hmmmm neulich habe ich ein endteuren (sic!) Computer für 300 EUR in der
> Werbung gesehen ... bei 30% Nutzzeit darf der also so maximal 100
> kosten!"

dan koennen die sich ja gerne nachhaltig einen Firmen-Leasing 
Ruecklaeufer fuer 40-80EUR kaufen....die sind fuer Gelegenheitstaeter 
prima....

Habe meinen AMD TripleCore 3GHz mit 4GB Ram und 250GB Platte (Win7) fuer 
69EUR bekommen auf eBay.... ist von HP 6500 und ein Small Desktop.... 
hat nun 16GB Ram und Win10 und eine 30EUR HDMI Grafikkarte bekommen, 
weil Linux die onboard nicht so mochte....aber die Kiste laeuft echt gut 
und leise

Autor: Horst (Gast)
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Ganz einfach: mehr Schein als Sein!
Oder auch: Beine sieht man im Club nicht.

Daher zahlt der Deutsche nur für das, was bei anderen Neid erzeugt. Das 
den ganzen Tag zuhause vergammelnde Tablet hingegen ist kein 
Statussymbol.

Autor: Alex S. (Gast)
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Ja, dann lass sie doch das 100 € kaufen. Sag ihr aber gleich, dass du 
dafür kein Support übernimmst.
Wenn dann eines Tages nicht mal mehr die Wetter-App sich aktualisieren 
will, weil von den "großzügigen" 1GB RAM nur noch 149 MB frei sind, 
merken die Leute vielleicht, dass es nicht günstig, sondern billig war.

Autor: W.S. (Gast)
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van Brun schrieb:
> Warum zum Teufel schätzen Menschen in der westlichen Welt nicht den Wert
> der Technik!? Wissen die meisten überhaupt, wieviel Forschung und
> Entwicklung notwendig war, wieviele Menschen beteiligt waren, wieviele
> Vorleistungen nötig gewesen sind, um so ein Tablet herzustellen?

Weil das ganze Zeugs eigentlich nicht wirklich einem echten Bedarf 
entspricht, sondern nur einem künstlich hervorgerufenen "Habenwollen".

Vergleichst du das mit eimen guten Paar Schuhe? solchen aus richtigem 
Leder und gutem Design und obendrein auch noch lange haltbar? Ich meine 
nicht so ein Zeugs von Deichmann oder Siemes, sondern etwas, das 
wirklich gut ist und was man (sofern es die dann noch gäbe) auch nach 3 
Jahren noch nachkaufen wollen würde.

Die guten Schuhe braucht man tatsächlich, aber das schöne neue 
Tablett-Dingens? Ich hätte da noch eins an Bastler abzugeben: einmal 
ordentlich runtergefahren, weil man's für 2 Monate nicht gebraucht hat 
und dann beim Wiederhochfahren "toter grüner Roboter" - ohne Möglichkeit 
das Teil wiederzubeleben. Das ist eben Technik vom Feinsten.

Die Schuhe hingegen kann der nächste Schuster mit ner neuen Absatzsohle 
versehen, wenn abgelatscht.

Nein, all dieses Elektronik-Spielzeug ist zu mehr als 55% nichts 
wirklich Nützliches, sondern eben nur höheres Spielzeug - und zum großen 
Teil mit eingebautem Verfallsdatum. Und das soll man "hochschätzen"?

W.S.

Autor: Bastler (Gast)
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Hallo

du hast es meiner Meinung indirekt durch deine "Frage" nach schon 
gesagt:

"Wissen die meisten überhaupt, wieviel Forschung und
Entwicklung notwendig war, wieviele Menschen beteiligt waren, wieviele
Vorleistungen nötig gewesen sind, um so ein Tablet herzustellen?
Wieviele Mannstunden Arbeit da letztendlich reingeflossen sind!?"

Nein sie wissen es nicht, noch viel schlimmer teilweise werden die 
Menschen die das nicht nur des Geldes wegen machen sondern aus echten 
Interesse ("Berufung") als lebensfremde Nerds dargestellt.

Weiterhin liegt es daran das ein einmal fertig entwickeltes 
Technikprodukt zumindest im Consumerbereich wirklich mit sehr wenig 
Kostenaufwand produziert werden kann.

Ich behaupte das selbst einige Hobbyelektroniker und sogar einzelne 
Entwickler zum Teil keinen "Respekt" vor der Technik ,bzw. deren 
Entwickler haben.
Für fast alle Anwendungen gibt es fertige Module welche sich relativ 
einfach in ein größeres Gerät als Bestandteil integriert werden können.

Wer sich z.B. jemals auch nur ansatzweise mit HF Technik bei Frequenzen 
von >100MHz auseinander gesetzt hat, nur ansatzweise versucht hat genaue 
Oszillatoren auf Bauteilebene zu bauen und nur oberflächlich versucht 
hat zu verstehen wie GPS im Detail funktioniert kann verstehen wieviel 
Wissen und Grundlagenarbeit letztendlich in ein GPS Modul steckt das man 
teilweise schon für 25Euro bekommt.

Schonmal versucht irgendein Digitales Funksystem bis auf Bauteilebene 
und  in jeden Softwarebestandteil bis auf "Bitebene" zu verstehen? -Also 
auch wie der Codes bis ins kleinste funktioniert, wie irgendwelche 
Speicher ICs tatsächlich aufgebaut sind (entwickelt wurden) usw.
Ich behaupte mal das das keiner vollständig beherrschen kann oder als 
Gesamtes komplett von Null aus neu entwickeln und aufbauen könnte (also 
ohne fertig vorliegende Codecs oder auch nur das Wissen über andere, 
ähnliche als Grundlage dienende, fertige Entwicklungssoftware, 
hochintegrierte ICs, ferige Bussystheme usw.).

Weil aber unsere Gesamte (Consumer-)Technik nach aussen hin so einfach 
zu benutzen (das ist nicht verstehen) ist und "nichts" kostet ist der 
Respekt und die Bewunderung gegenüber ihr verloren gegeangen.

Das sieht man auch recht gut in den Massenmedien:
Zu fast jeder Minute kann man bei irgend einen Sender einen Bereicht 
über irgend ein (altes) Handwerk oder die Herstellung eines 
Lebensmittels sehen und es werden die Leistungen und das Können immer 
wieder herausgestellt.

Aber Berichte über die Arbeitstechniken und Menschen welche unser 
modernes Leben ermöglichen, gibt es so gut wie nicht.

Und wenn doch mal ist es dirkt auf Forschungsebene, aber der Entwickler, 
der Elektroniker, der einfache Elektriker oder selbst der 
Automechatroniker sind in den Massenmedien nicht vertreten obwohl diese 
wesentlich wichtiger sind als der letzte Hufschmied, die Manufaktur die 
heute noch meachnische Uhren herstellt, der letzte Korbflechter, der der 
Metzger der eine besonder Salami produziert.

Schade...

Bastler

Autor: Rene (Gast)
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Hier sitzen ja wiedermal einige auf einem sehr hohen Ross.
Stellt euch vor, der Durchschnittsverdienst liegt in Deutschland bei 
etwa 30000EUR Jahresbrutto.
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1640...
Berücksichtigt man, dass dieser Durchschnitt von einigen 
Spitzenverdienern in die Höhe getrieben wird, so ist davon auszugehen, 
dass die Mehrheit keine 30k Verdienst hat sondern viel weniger. Und ja, 
dann sind 200Euro sehr viel Geld. Die schöngerechnete Inflationsrate von 
0,x% steht den steigenden Mietpreisen und Lebenshaltenskosten und 
sinkenden Reallöhnen gegenüber. Dazu kommt noch dass diese Tablets (egal 
welche Preisklasse) eigentlich nichts wert sind, weil es Wegwerfartikel 
sind. In 3 Jahren bekommt man da sicher kein Softwareupgrade und keinen 
Akku mehr. Außer vielleicht für die teuersten Apple-Lifestylegeräte. 
Außerdem sind Tablets für die meisten Leute wirklich nicht notwendig. Zu 
fast nichts wirklich komfortabel brauchbar. Es ist ein von Werbung 
erzeugtes Bedürfnis, ein "Habenwollen" ohne nachvollziehbaren Grund, wie 
ein anderer hier treffend geschrieben hat. Wozu also für die üblichen 
Anwendungen wie Internetsurfen, E-Mail und Whatsapp, 200EUR zum Fenster 
heraus werfen wenn diese Aufgaben auch ein Tablet für die Hälfte 
erledigen kann? Wobei die billigen Tablets oft Zusatzfunktionen wie 
eingebauten Mobilfunk haben, was in der 200EUR-Klasse bei Markengeräten 
nicht zu haben ist.

Betrachtet man es mal unabhängig des persönlichen Verdienstes, überlegt 
sich jeder denkende Mensch welchen Verlust es für ihn bedeutet, einen 
Wegwerfartikel für 200EUR zu kaufen. Die 200 EUR angelegt für 
durchschnittlich 8% (Zinseszins) pro Jahr (an der Börse locker möglich), 
ergibt nach 20 Jahren fast 1000EUR. Und wenn man dann für anderen Schund 
auch mal da und mal dort 200EUR verprasst, wie in diesem Forum 
propagiert, kommen da beachtliche Summen zustande.

Ich würde jedem normalen und Gelegenheitsnutzer ein preiswertes 
Gebrauchtgerät empfehlen, wenn überhaupt. Ich kaufe auch keine neuen 
Computersachen mehr, obwohl ich es mir leisten könnte. Wozu auch? Ich 
kaufe auch kein neues Auto.

Autor: Urban (Gast)
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> Die 200 EUR angelegt für durchschnittlich 8% (Zinseszins) pro Jahr (an
> der Börse locker möglich), ergibt nach 20 Jahren fast 1000EUR

1. Es sind nur 932,19 Euro.
2. Die Inflation fehlt in der Rechnung.
3. Das "(an der Börse locker möglich)" glaube ich dir nicht.

Autor: Elektrofan (Gast)
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> Warum haben die Menschen keinen Respekt vor dem "Wert der Technik"?

Vielleicht ist das ganz einfach 'menschlich'? In etwa so:

"Die Arbeit, die andere machen, ist immer VIEL leichter, als meine."

Autor: Tommi (Gast)
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Da spielt m.E. auch der Dunning-Kruger-Effekt mit rein: Man kennt die 
Schwierigkeiten bei der Entwicklung/Herstellung/Vermarktung nicht und 
unterschätzt dann den zugrunde liegenden Aufwand. Ich hab auch immer 
gedacht, es kann doch nicht sein, dass eine Jeans für 100EUR nicht in 
Deutschland hergestellt werden kann. Bis ich dann mal selber eine Hose 
genäht hab und mir überlegt hab wo denn Kosten anfallen.
Von den 100EUR gehen schon mal 50EUR an den Handel. Material schlägt mit 
minestens 10EUR zu Buche. Maschinen müssen vorgehalten werden und zwar 
teilweise teure CNC-Nähmaschinen, wenn man technisch konkurrenzfähig 
sein möchte. Dann braucht man Designer, Einkäufer, einen Vertrieb, hat 
Ausgaben für Werbung und für das Management. Am Schluss soll auch noch 
was verdient sein, Profit. Wenn man dann noch 10EUR Budget fürs 
Schneiden ,Nähen und Verpacken hat, müsste eine komplette Hose in 10 
Minuten runtergenäht sein, was einfach nicht drin ist...

Was ich damit sagen will, es ist nicht nur die Technik, welche 
unterschätzt wird, sondern es betrifft genauso klassische Produkte 
wie Kleider, Möbel etc, welche heute dank Massenproduktion und durch 
moderne Technik eigentlich extrem günstig sind. Deshalb gibt es ja auch 
keine Fernsehreparatur mehr. Und ein abgelaufener TÜV bei einem Ford mit 
200.000km bedeutet doch oft Totalschaden, obwohl 99% vom Auto noch 
funktionieren.

Und ob etwas als günstig oder teuer betrachtet wird hängt dann auch mit 
dem Angebot zusammen. Wenn ein Liter Milch halt für 70Cent zu haben ist, 
dann betrachtet man ein Angebot für 2EUR als Wucher, obwohl ein solcher 
Preis für eine artgerechte Haltung, d.h. von der Kostenseite betrachtet, 
angemessen wäre. Und selbst von der Nutzenseite, d.h. was der Konsument 
bekommt, scheinen mir 2 EUR nicht unangemessen.

Autor: Rene (Gast)
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> 1. Es sind nur 932,19 Euro.

Fast 1000EUR eben

> 2. Die Inflation fehlt in der Rechnung.

Die liegt laut Gutmenscherntum bei nahezu 0%

> 3. Das "(an der Börse locker möglich)" glaube ich dir nicht.

Das schafft ein beliebiger DAX-ETF ohne dass man sich darum kümmern 
müsste und wenn man sein Hirn benutzt, wird die Rendite auch noch 
größer.

Autor: c. m. (Gast)
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Bastler schrieb:

> Ich behaupte das selbst einige Hobbyelektroniker und sogar einzelne
> Entwickler zum Teil keinen "Respekt" vor der Technik ,bzw. deren
> Entwickler haben.

stimmt, und zwar gewollt.
ich will nicht wissen was die feinheiten beim kupferabbau, der 
raffination und der schlussendlichen produktion sind, wenn ich nur ein 
kabel benutzen möchte - du etwa?

mehr on topic:
"die technik" wird nicht mehr wert geschätzt, weil sie als konsum- und 
wegwerfartikel gebaut und vermarktet werden. das schlägt sich auf lange 
sicht auf die einstellung der verbraucher zu diesen artikeln nieder.

und niemand hier braucht auf "amöben" herab zu blicken - diese 
einstellung haben wir alle, schlicht weil wir in diesem system 
aufgewachsen sind, und uns konsum mit der muttermilch eingetrichtert 
wurde… und wir auch gar keine andere wahl haben.

Autor: Bastler (Gast)
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Hallo

Tommi deine Argumente haben es in sich und mit deinen leicht 
Nachdenklichen Schlußsatz hast du nicht mal unrecht.
Aber das würde ein deutliches und sehr weitreichendes Umdenken aller 
Menschen weltweit voraussetzen, das wird aber glaub ich nicht möglich 
sein da der dem Gesamtsystem inne wohnende Egoismaus zutiefst menschlich 
(aber auch "tierisch") verwurzelt ist.

Wir wissen eigentlich verstandesgemäß alle wie es laufen und wie wir 
handeln müssten aber wir können es einfach nicht umfassend ändern.
Nich umsonst sind der Kommunismus und auch andere (leider nur) 
theoretisch wunderbare Ideen gescheitert.
Auch die Religionen (die alle von Menschen erfunden und erdacht worden 
sind) sollen eigentlich für ein gutes und faires Miteinander sorgen - 
was der Mensch aber daraus schon immer gemacht hat und auch immer machen 
wird ist ja bekannt.

Zumindest ich bin nicht bereit mein Leben derart umzustellen wie es wohl 
notwendig wäre damit alle zufrieden sein können - eben weil auch ich 
letztendlich zwangsläufig ein Egoist bin (ich will überleben und 
möglichst auch "richtig" leben, das ist von der Natur so einprogrammiert 
worden) und es immer viel schlimmere Egoisten geben wird die mein (dein) 
theortiesch vorbildlichers und richtiges, faires Verhalten zum meinen 
(deinen) Nachteil ausnützen würden.
Ich behaupte sogar das selbst die aufoperungsvollsten, friedlichsten und 
freigiebigsten Menschen (auch Eltern gegenüber ihren Kindern) 
letztendlich auch nur irgendwelche egoistischen Bedürfnisse befriedigen 
ohne das sie  das bewusst erkennen.

Jetzt ist es aber ziemlich Off Topic geworden :-)

Bastler

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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c. m. schrieb:
> diese
> einstellung haben wir alle, schlicht weil wir in diesem system
> aufgewachsen sind, und uns konsum mit der muttermilch eingetrichtert
> wurde… und wir auch gar keine andere wahl haben.

Ich zum Beispiel habe diese Einstellung absolut nicht, aber ich bin ja 
auch nicht in diesem System aufgewachsen. Natürlich haben WIR eine Wahl: 
Die Wahl, die Arbeit Anderer nicht gering zu schätzen, uns selbst nicht 
für den/die Größten zu halten ist, diese Wahl haben wir allemal.

MfG Paul

Autor: Georg A. (georga)
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Ich würde mal sagen, das liegt einfach daran, dass man heute nicht mehr 
sieht, was da alles drinsteckt.

So als Gegenbeispiel: Für Uhren werden ja teilweise aberwitzige Preise 
verlangt. Ich finde es handwerklich toll, so ein mechanisches Wunderwerk 
mit Turbillon, unzähligen Komplikationen, etc. zusammenzubekommen. Man 
sieht da (meistens) auch, was sich alles tickt, dreht und schraubt. Und 
dann kostet sowas selbst ohne Gold und Diamanten 5- bis 6-stellig. Aber 
rein "vom Wissen" her ist selbst eine Werbegeschenk-Digitaluhr 
sicherlich mindestens hunderttausendmal komplexer. Digitaltechnik, CMOS, 
Quarz, LCD, daran haben zehntausende Wissenschaftler die letzten paar 
100 Jahre intensiv geforscht. Dagegen ist so eine Mechanikuhr nur ein 
kleiner Hirnfurz.

Autor: Reinhard M. (Gast)
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Ich glaube das Problem sitzt noch viel tiefer.
In meinem Bekanntenkreis werde ich immer wieder nach dem Nutzen
der Mathematik gefragt.
Für mich ist das die Grundlage jeder Technik.
Ich versuche dann immer wieder Beispiele zu bringen:
Radio, TV, DVD, MP3-Player und ....

Viele Leute können den Zusammenhang zur "abstrakten" Mathematik
einfach nicht erkennen.

-- meine 5 Cent zu diesem Thema --

Autor: Chris M. (yoblid) Benutzerseite
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van Brun schrieb:
> Warum zum Teufel schätzen Menschen in der westlichen Welt nicht den Wert
> der Technik!?

Keine Ahnung, ob das wirklich so ist.

Aus meiner Sicht ist z.B. ein Tablet ein Luxusartikel - sprich: ich 
brauche es nicht wirklich.
Ich habe zwar eins, aber es hat deutlich weniger als 100€ gekostet und 
ist für mich trotzdem brauchbar. Die Einschätzung, was brauchbar ist, 
ist individuell und wird von vielen Faktoren beeinflusst.

Wenn hier von "Wert" die Rede ist, kann nicht einzig der finanzielle 
Wert gemeint sein, der die Entwicklungsleistung etc. ja schon enthält 
und mit dem Kauf bereits abgegolten ist.
"Wert" beinhaltet m.E. auch den Nutzwert, und sei es nur als 
Statussymbol. Wenn es also um Ausgaben für ein bestimmtes Produkt geht, 
steht der Preis im Vordergrund.

Der Preis muss für mich im Einklang mit dem Wert, also der Notwendigkeit 
des Gerätes und der erwarteten Lebensdauer des Gerätes stehen. Wobei 
auch für mich Notwendigkeit manchmal schlicht "Haben wollen" ist, weil 
es technisch interessant, schön designed oder erstklassig verarbeitet 
ist.
Dann gebe ich auch gerne etwas mehr dafür aus, als sinnvoll wäre. ;-)

Alex S. schrieb:
> Wenn dann eines Tages nicht mal mehr die Wetter-App sich aktualisieren
> will, weil von den "großzügigen" 1GB RAM nur noch 149 MB frei sind,
> merken die Leute vielleicht, dass es nicht günstig, sondern billig war.

... zeugt auch von den sehr kurzen Entwicklungszyklen dieser Technik, 
von denen teuere Geräte mitunter auch betroffen sind.

Autor: Le X. (lex_91)
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van Brun schrieb:
> Meine Tante gestern: "Ich suche ein Tablet als Weihnachtsgeschenk für
> meinen Freund!"
>
> Ich: "Wieviel soll bzw. darf es denn kosten?"
>
> Tante: "100€"

Nun, dann hat die Tante als Einzige hier den Wert des Tablets richtig 
eingeschätzt (oder war zumindest nur knapp daneben, 130-150€ hätt ich 
für was Brauchbares veranschlagt).

So, jetzt sind wir mal ehrlich:
Konsumerelektronik ist heute verdammt billig. Jeder in D kann sich jedes 
technische Spielzeug leisten dass er will. Tablet, Smartphone, TV, 
Hifi...

Das Zeugs ist aber nicht nur spottbillig, sondern bei niedrigem Preis 
auch noch brauchbar. Und das ist der Gedankengang, den viele nicht 
bereit sind zu gehen. "Teuer = gut, billig = schlecht" ist bei einigen 
noch zu tief eingebrandt.

Schaun wir uns doch mal die Smartphones an.
Hersteller wie Apple und Samsung erheben ihre Produkte zu 
"Premiumprodukten" und verpassen sich selbst ein Premiumimage. Müssen 
sie auch, um gegen die low-cost-Konkurrenz anstinken zu können.
Im Mediamarkt beten sie die Dinger auf Altare und sorgen für ein 
Ambiente, dass bei einfacheren Menschen sofort eine irrationale Begierde 
erweckt.
Nur durch das Image sind Leute bereit, 600€++ für ein Smartphone 
hinzulegen. Oder, wie ein Bekannter, letztens 750 fürs S7-edge und 200€ 
für die Versicherung.
Und jetzt? Das teil sieht schick aus, objektiv ist es aber nicht viel 
hochwertiger oder bietet mehr Features als mein 3 Jahre altes Moto G für 
damals 160€.
Grad Apple und Samsung sollten aber alleine durch ihre Stückzahlen in 
der Lage sein, günstig zu produzieren.
Sind sie auch. Nur geben sie dass nicht dem Kunden weiter sondern haben 
eben eine entsprechend hohe Rendite.

Das bringt mich zum "Premium"-Auto deutscher Hersteller.
Dazu könnte man einen eigenen Thread füllen. Tun wir aber nicht.
Aber jeder hier der beruflich in diesem Umfeld schon mal unterwegs war 
sollte wissen, wieso Audi & Co. so teuer sind, bzw. wo intern das Geld 
draufgeht. Die Qualität oder der "technische Vorsprung" sind es aber 
eher nicht.

Was fällt mir noch ein... Ahja, Fernseher. Mein Samsung aus dem 
Blödmarkt, wie der Media hier oft liebevoll tituliert wird ist 8 Jahre 
alt, kostete damals um die 600€. Der hat noch nicht mal Full-HD, aber er 
weigert sich kaputt zu gehen und kann deswegen noch nicht so schnell 
ersetzt werden.
Meine Eltern und Großeltern dagegen haben endlich ihre teuren Technisat 
und Loewe entsorgt, natürlich nicht ohne davor nochmal Geld in die 
Reparatur verbraten zu haben.
Also, grade wenn ich an diesen Technisat zurück denke... Mein Gott ist 
dieser "Premium"-Hersteller dreist..

Im Konsumerbereich ist Image alles. Das teure Zeugs mag meinetwegen 10% 
"besser" sein (wobei besser hier noch zu definieren wäre), aber ob das 
einen Aufpreis von 100-400% rechtfertigt?
Ich meine nein.

Anders sieht es freilich bei Waren wie Werkzeug aus.
Wenn ich viel handwerklich unterwegs bin macht die grüne oder blaue 
Bosch natürlich Sinn.
Bei engagierten Hobbyköche kann ruhig auch die unkaputtbare 
Profi-Küchenmaschine angeschafft werden.
Aber das sind keine Konsumergeräte mehr, und um die gings.

So, natürlich will ich die Technik, die in so einem Smartphone werkelt 
nicht schlechtreden.
Ja, es ist schon ein Wunder was so ein kleines Teil zu leisten vermag. 
Man denke nur mal ein paar Jahrzehnte zurück...
Allerdings betreiben die ganzen Hersteller aus Fernost auch keine 
Grundlagenforschung.
Da wird auch nur Standardzeugs zusammengepappt, gelabelt und 
irgendwelche OS-Software mit paar Anpassungen draufgespielt.
Die Vorarbeit dazu haben IBM und andere im letzten Jahrtausend 
geleistet.

Ich würde also nicht pauschal sagen dass die Technik nicht mehr 
wertgeschätzt wird.
Eher ist es doch so, dass Käufer der teureren Marken den Wert der 
Technik nicht einschätzen können sondern irgendwelchen Werbeversprechen 
erliegen.
Ist ja auch gut so, irgendwer muss ja die Wirtschaft ankurbeln.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lukey S. (lukey3332)
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Um wieder Ontopic zu gelangen:
Besser wäre es, deine Tante zu überreden, kein Tablett zu schenken, da 
nach ausführlicher Untersuchung des Problems,

a) ihr Freund überhaupt kein Tablett braucht/will.
b) Und selbst wenn, wäre das Tablett etwas schlecht ausgestattet und
c) hätte eine (statisch sowie Updatemäsig gesehen) nur kurze Lebenszeit.
d) es deiner Tante eh (für einen Wegwerfartikel* ) zu teuer wäre.

*Selbst der normale Consumer scheint das mittlerweile bemerkt zu haben 
und es auf teure Geräte zu projezieren (schlimmer noch, es stimmt oft 
sogar).

Autor: A. K. (prx)
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Es gibt schon noch Kriterien jenseits des Preises. Beispielsweise ob man 
das Gerät unterwegs betreiben will ohne auf WLAN angewiesen zu sein, 
also ob es Mobilfunk kann, evtl. LTE. Oder ob man bereits ab Kauf mit 
einem alten und recht wahrscheinlich nie mehr gepatchten System 
zufrieden ist. Ein besseren Gerät kann einem auch weit mehr als der 200€ 
wert sein, zumal die Preisdifferenz nicht für jeden eine grosse Hürde 
sein muss.

Diese Technik ist immer noch kurzlebig. Das liegt auch daran, dass sie 
noch vegleichsweise jung ist und die technologische Sättigung noch nicht 
erreicht ist. Bei PCs ist sie das längst, da kommt nicht mehr so viel, 
weshalb sie ausserhalb der Gamer-Sphäre recht alt werden können. Bei 
Mobilgeräten wie Tablets kommt man jetzt wohl langsam in diesen Bereich 
hinein. Weil aber Tablets regelmässig keine Wechselakkus haben ist 
trotzdem mit einer kürzeren Lebensdauer als bei PCs zu rechnen.

Viel hängt dann auch davon ab, wozu man es verwenden will. Sitzt man 
wirklich täglich dran oder nutzt man das Teil eigentlich nur 2x im Jahr 
im Urlaub? Muss es neu sein, oder tut es auch ein billiges Gebrauchtes 
(eben für den Urlaub)?

Autor: A. K. (prx)
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Mancher fängt klein an und arbeitet sich hoch. Spätestens nach dem 
dritten Billigteil mit je 6-12 Monaten Einsatzdauer kann schon mal der 
Drang aufkommen, die Tücken der Billigtechnik durch etwas höheren 
monetären Einsatz zu vermeiden (Erfahrung aus der persönlichen 
Umgebung).

Klar, beim ersten Exemplar eines Gerätetyps, dessen persönlichen Nutzen 
man noch nicht einschätzen kann, lohnt sich ein günstiger Einstieg 
schon. Zumal man dadurch lernt, worauf es einem ankommt.

: Bearbeitet durch User
Autor: X. H. (shadow0815)
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Wieso soll man für Technik die ein dauernd ausspioniert und der 
hersteller oft noch den bootloader lockt viel geld zahlen?

Autor: A. K. (prx)
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X. H. schrieb:
> Wieso soll man für Technik die ein dauernd ausspioniert und der
> hersteller oft noch den bootloader lockt viel geld zahlen?

Wettervorhersage unterwegs, mit Satellitenbild in gross. ;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Timm T. (Gast)
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Le X. schrieb:
> Nun, dann hat die Tante als Einzige hier den Wert des Tablets richtig
> eingeschätzt (oder war zumindest nur knapp daneben, 130-150€ hätt ich
> für was Brauchbares veranschlagt).

Klar, so ein Billigtablet hat hier auch jemand verschenkt, so ein 
Trekstor-Teil: Das Display ist grottig, wenn man nicht genau von vorn 
draufsieht gibts Falschfarben oder man erkennt nichts. Der Akku ist so 
mies, daß man es wirklich jedes Mal ausschalten muß. Also richtig 
ausschalten, mit neu booten, sonst ist es über Nacht leer.

Auf die Frage, ob er meinem Kind auch so eins schenken soll: Nee laß 
mal.

Jaja, einem geschenkten Barsch... Aber in dem Fall ist das wirklich 
Verschwendung von wertvollen Ressourcen. Es muß kein Ipad für 800 Eur 
sein, aber entweder ich kaufe mir was Vernünftiges, oder ich laß es.

Ich habe inzwischen aufgehört, mich über billiges geschenktes Werkzeug 
zu ärgern. Ich werfe es einfach weg. Letztens den billigen Rasenmäher 
entsorgt, in dessen Reparatur ich vor ein paar Monaten noch viel Zeit 
reingesteckt habe und der trotzdem ständig wieder nach dem Hammer rief.

Autor: Timm T. (Gast)
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A. K. schrieb:
> beim ersten Exemplar eines Gerätetyps, dessen persönlichen Nutzen
> man noch nicht einschätzen kann, lohnt sich ein günstiger Einstieg
> schon. Zumal man dadurch lernt, worauf es einem ankommt.

Jain, daß kann auch so frustrierend sein, das man dann erstmal nix mehr 
damit zu tun haben will.

Hatte für meine Große eine Kamera besorgt, sollte was Robustes sein, was 
man auch an den Strand mitnehmen kann. Ja, Rollei hatte da was, und da 
gabs auch gute Rezensionen. Der erste Test im Markt war auch ganz 
passabel. Dummerweise hatte da ein Entwickler den Brown-Out zu hoch 
angesetzt, so daß das Ding egal ob mit Akkus oder Batterien, selbst 
frisch geladenen Eneloops, nach 10 Bildern Batterie leer anzeigte. Das 
war so frustrierend, daß das Ding nur in der Ecke lag.

Gut, gelernt habe ich daraus, daß man darauf achten muß, war bei meinen 
bisherigen Kameras nie ein Problem.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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van Brun schrieb:
> Meine Tante gestern: "Ich suche ein Tablet als Weihnachtsgeschenk für
> meinen Freund!"
>
> Ich: "Wieviel soll bzw. darf es denn kosten?"
>
> Tante: "100€"
>
> Ich: "Für 100€ bekommst Du kein gescheites Gerät. Ab 150€ fangen die
> ersten brauchbaren Geräte an, für 200€ bekommt man schon gut
> ausgestattete aktuelle Tablets!"
>
> Tante: "Soviel wollte ich eigentlich nicht ausgeben. Warum kosten die so
> viel?"
>
> Ich: "Was heißt viel?"
>
> Tante: "Naja, man sagt doch, dass Technik immer billiger wird. Warum
> werden Tablets nicht billiger?"
>


Lol der gleiche unrealistische Dialog wie letztens beim Master vs. 
Meister. Vom gleichen Autor sicherlich.

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