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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Deutscher Ingenieur wohnt in Frankreich


Autor: Danilo (Gast)
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Also ein Bekannter von mir arbeitet als Ingenieur in einer Fa. nahe der 
franz. Grenze.

Ein paar wenige von den Kollegen wohnen allerdings in Frankreich und 
geben unter vorgehaltener Hand zu, dass Sie dies neben dem guten franz. 
Wein und den Baguettes auch wg. den Lohnabzügen machen.

Kann da einer was zu sagen, ob beim Franzmann auch die ersten 1.000 € 
über 50k mit ca. 58 % wegrasiert werden wie beim Schäuble?

Also sagen wir ein Bruttogehalt von 50k (ledig, keine Alimente usw..). 
Also nicht 65 - 88 k wie die wahrhaft fähigen Ingenieure verdienen.

Übrigens: es ist noch nicht Freitag und ich habe bereits im Netz gesucht 
und nix verständliches gefunden.

Im übrigen ist dieses Forum ein wirklich Klasse-Ding weil immer wieder 
auch Neues beleuchtet wird. Das muss dann auch mal gesagt werden.

Autor: Harald Wilhelms (wilhelms)
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Danilo schrieb:

> Kann da einer was zu sagen, ob beim Franzmann auch die ersten 1.000 €
> über 50k mit ca. 58 % wegrasiert werden wie beim Schäuble?

Tja, Frankreich tut eben was für seine reichen Mitbürger.
Dafür werden dann vermutlich die Armen entsprechend stärker
besteuert.

Autor: Drogbar (Gast)
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Danilo schrieb:

> Übrigens: es ist noch nicht Freitag und ich habe bereits im Netz gesucht
> und nix verständliches gefunden.

Bist du der Bruder der Online-Märchentante?

https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuer_(Frankreich)

Ist ein guter Ausgangspunkt.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Drogbar schrieb:
> Danilo schrieb:
>
>> Übrigens: es ist noch nicht Freitag und ich habe bereits im Netz gesucht
>> und nix verständliches gefunden.
>
> Bist du der Bruder der Online-Märchentante?
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuer_(Frankreich)
>
> Ist ein guter Ausgangspunkt.

Der Tabelle nach liegt die Einkommenssteuer dort für normale 
Ingenieurgehälter also bei 30 oder 41 Prozent.

Autor: Oliver S. (oliverso)
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Danilo schrieb:
> Kann da einer was zu sagen, ob beim Franzmann auch die ersten 1.000 €
> über 50k mit ca. 58 % wegrasiert werden wie beim Schäuble?

"Der Schäuble" rasiert dir 357 Euro mehr Steuer für die ersten 1000 Euro 
über 50k. Den Rest machen die Sozialabgaben.

Oliver

Autor: Danilo (Gast)
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Drogbar schrieb:
> Bist du der Bruder der Online-Märchentante?
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuer_(Frankreich)
>
> Ist ein guter Ausgangspunkt.

Danke für den Link. Der Link geht bei mir leider nicht.

Im Übrigen haben mich die gesamten Abgaben interessiert (also inkl. der 
SV) die sich eben bei dem besagten Spitzenlohn von Brutto 50 k schon 
etwas oberhalb von 50 Prozent einpendeln in der BRD. Also bei dem Lohn 
von 50 k auf 51 k.

Der reine Steuersatz ist da so aussagekräftig wie die Abgaswerte eines 
Autos auf dem Abgasprüfstand für die realen "Strassenwerte". LOL

Autor: A. K. (prx)
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Vergleich der Brutto- und Nettolöhne in Frankreich und Deutschland
http://www.eurorekruter.com/index.php/page/getFile...

Man beachte freilich auch die darin dargestellten Kosten des 
Arbeitsplatzes für den Arbeitgeber.

: Bearbeitet durch User
Autor: Drogbar (Gast)
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Danilo schrieb:
> Drogbar schrieb:
>> Bist du der Bruder der Online-Märchentante?
>>
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuer_(Frankreich)
>>
>> Ist ein guter Ausgangspunkt.
>
> Danke für den Link. Der Link geht bei mir leider nicht.
>
> Im Übrigen haben mich die gesamten Abgaben interessiert (also inkl. der
> SV) die sich eben bei dem besagten Spitzenlohn von Brutto 50 k schon
> etwas oberhalb von 50 Prozent einpendeln in der BRD. Also bei dem Lohn
> von 50 k auf 51 k.
>
> Der reine Steuersatz ist da so aussagekräftig wie die Abgaswerte eines
> Autos auf dem Abgasprüfstand für die realen "Strassenwerte". LOL

"Du glaubst doch nicht, dass ich dir alles vorm Arsch krame! (Autor 
unbekannt.)

Nebenbei: Die hellste Lampe im Laden bist du nicht. Zum einen schreibe 
ich Ausgangspunkt, zum anderen hat Mark den Link zum Laufen bekommne.

Autor: D. I. (Gast)
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A. K. schrieb:
> Vergleich der Brutto- und Nettolöhne in Frankreich und Deutschland
> 
http://www.eurorekruter.com/index.php/page/getFile...
>
> Man beachte freilich auch die darin dargestellten Kosten des
> Arbeitsplatzes für den Arbeitgeber.

Deswegen sind die so konkurrenzfähig, danke für den Link ;)

Autor: troll_hunter (Gast)
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> Ein paar wenige von den Kollegen wohnen allerdings in Frankreich und
> geben unter vorgehaltener Hand zu, dass Sie dies neben dem guten franz.
> Wein und den Baguettes (...) machen.

Bewohner der Grenzregionen beiderseits des Rheins kennen fast immer
sehr genau das Angebot, die Qualität und das Preisniveau des jeweils
anderen Landes – nicht nur im Food-Bereich!

Kaum jemand von dort wird solche Sprüche absondern. Er würde sich
augenblicklich als strunzdummer Halbdackel blamieren. Das Eigangs-
posting wirkt nicht nur deshalb unglaubwürdig und ausgesprochen
dümmlich erdichtet, sondern auch aus vielen anderen Details.

Deshalb lautet die geschätzte Trollwahrscheinlich: > 95 Prozent.

Autor: Tax (Gast)
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Die Steuern sind in Frankreich selbst für Gutverdiener meist geringer 
als in Deutschland, dazu ein Artikel:

http://www.grenzgaenger-forum.de/wiki/Steuern_in_F...

Wer in Frankreich wohnt, aber in Deutschland arbeitet, dessen AG bezahlt 
nur in Deutschland für seinen AN Sozialabgaben. Der AN bezahlt ebenfalls 
ausschließlich in Deutschland Sozialabgaben. Steuern fallen nur am 
Wohnsitz an. Man bekommt später eine Rente aus Deutschland und ist in 
Deutschland (normalerweise) krankenversichert. Aber Vorsicht: Im Falle 
einer Arbeitslosigkeit untersteht man der französischen 
Krankenversicherung und kann häufig nicht mehr ohne weiteres zu einem 
Arzt in Deutschland.

Generell ist die Abgabenlast in Frankreich recht hoch, diese kommt aber 
durch die hohen Sozialabgaben, nicht durch die Einkommensteuern. Im 
verlinkten Artikel sind dazu einige Beispiele. Ein Ingenieur mit 
durchschnittlichem Gehalt und ohne hohes Vermögen bezahlt in Frankreich 
meist erheblich weniger Steuern, besonders mit Kindern.

Immobilien sind zudem auf französischer Seite häufig billiger. Daher 
gibt es in Grenznähe viele Deutsche die da wohnen. Die Kehrseite ist, 
dass es sehr viele Deutsche gibt, die gar nicht gerne gesehen werden. 
Weil sie sich null für Frankreich und die französische Kultur 
interessieren, sich nicht im Ort integrieren und in einer 
Paralellkkultur leben. Es sind daher sogar viele Deutsche zurück nach 
Deutschland gezogen, trotz der günstigeren Immobilien und des 
Steuerersparnisses. Auch darf man heutzutage nicht mehr erwarten, dass 
jeder im Elsass deutsch spricht, wie das früher mal der Fall war. Wer 
kein Französisch kann, braucht für alles mögliche jemanden der 
übersetzt. Dazu kommt, dass man dann in einem Land lebt, in dem eine 
rechtsextreme Partei nicht geringe Chancen hat, den nächsten Präsidenten 
zu stellen.
Wer mit dem allem kein Problem hat, wird in den meisten Fällen viel Geld 
sparen.

Autor: RalPeg (Gast)
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ja und wer es in deutschland versteht, das einkommensteuergesetz zu 
lesen, der bezahlt gar keine steuern - eine sache, die weltweit nicht so 
häufig vorkommt, sofern man nicht unbedingt umsätze in milliardenhöhe 
macht.

Autor: Tax (Gast)
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Mark B. schrieb:
> Der Tabelle nach liegt die Einkommenssteuer dort für normale
> Ingenieurgehälter also bei 30 oder 41 Prozent.

Das ist der Spitzensteuersatz, nicht der durchschnittliche Satz. 
Außerdem wird in Frankreich das französische Netto besteuert, nicht das 
Brutto. Beispiele dazu findet man im oben genannten Grenzgänger Wiki. 
Abgabentechnisch fährt ein Ingenieur ohne hohes Vermögen mit Wohnsitz 
Frankreich und Arbeitsort Deutschland fast immer besser. Zu Bedenken 
gilt es die eventuell längere Pendelzeit und die Integration in die 
Gesellschaft vor Ort. Sehr viele Makler im Elsass leben heute davon, 
Objekte von deutschen Rückwanderern wieder zu verkaufen. Deutsche die 
trotz günstigeren Immobilienpreisen, geringerer Versorgerpreise und 
weniger Steuern wieder nach Deutschland zurück sind. Auf die Nacht ein 
Rechenbeispiel für den TO, mit 50k Brutto Gehalt.

Brutto 50k
Sozialabgaben fallen ausschließlich in DE an, sowohl für AG wie auch AN
AN Sozialversicherungsabgaben ca. 10k Euro laut nettolohn.de
Der AG bezahlt nur in Deutschland Sozialabgaben für den AN, er bezahlt 
nichts in Frankreich, genausowenig wie der AN Sozialabgaben in 
Frankreich bezahlt. Das ist EU Recht.

Brutto      50k
- SV-AN ca. 10k
=           40k
10% von 40k Arbeitnehmerpauschale
= 36k zu versteuerndes Einkommen

Diese wird nach der Tabelle oben versteuert.

bis 6.011  0 %  0 %  0 %
6.012 – 11.991  5,5 %  0 %  5,5 %
11.992 – 26.631  14 %  0 %  14 %
26.632 – 71.397  30 %  0 %  30 %

Erste 6011 Euro mit 0%, die nächsten bis 11991 mit 5,5%, die nächsten 
mit 14% und der Rest mit 30%
Ergibt 4075 Euro Steuern.

Nettolohn.de gibt für das selbe Brutto ca. 9700 Euro Steuern aus, ergibt 
ein Ersparnis von fast 5000 Euro pro Jahr. Zu Bedenken gilt, dass es in 
Frankreich zusätzlich noch eine Wohnsteuer gibt, in etwa in der Höhe 
einer monatlichen Kaltmiete oder bei Eigenheimbesitzern einer 
kalkulatorischen Kaltmiete. Dafür kostet der Strom weniger, Wasser und 
Gas häufig auch. Andererseits ist es halt Atomstrom.

Für etwa 400 Euro im Monat mehr Netto muss sich selbst jeder überlegen, 
ob man dafür weiter pendelt, in einem fremden Land mit fremder Sprache 
und Kultur als Ausländer leben möchte, dessen Regeln, Gesetze und 
Sprache man erst erlernen muss. Ja muss, wer es nicht tut, wird auf 
Dauer dort nicht glücklich. Aber ja, finanziell ist es eine sehr gute 
Kombination. Wer noch mehr verdient und auch noch verheiratet ist und 
Kinder hat, kann sogar oft noch mehr sparen.

Alle Angaben natürlich ohne Gewähr, lediglich als grobes Beispiel.

Autor: oszi40 (Gast)
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Steuer sparen kann ein schönes Hobby sein. Ob es auf Dauer sinnvoll war, 
weiß man erst später.  Nur mal angenommen, die führen wieder gründliche 
Grenzkontrollen ein, dann verwartest Du das eingesparte Geld schon auf 
dem Arbeitsweg täglich...

Autor: Danilo (Gast)
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troll_hunter schrieb:
> Das Eigangs-
> posting wirkt nicht nur deshalb unglaubwürdig und ausgesprochen
> dümmlich erdichtet, sondern auch aus vielen anderen Details.
>
> Deshalb lautet die geschätzte Trollwahrscheinlich: > 95 Prozent.

Hallo Herr Troll-Jäger,

Das war wichtig, dass Sie das Posting in die Troll-Schublade schieben 
können. Um mehr geht es hier oft ja nicht.

Autor: Danilo (Gast)
Datum:

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Tax schrieb:
> Für etwa 400 Euro im Monat mehr Netto muss sich selbst jeder überlegen,
> ob man dafür weiter pendelt, in einem fremden Land mit fremder Sprache
> und Kultur als Ausländer leben möchte, dessen Regeln, Gesetze und
> Sprache man erst erlernen muss. Ja muss, wer es nicht tut, wird auf
> Dauer dort nicht glücklich. Aber ja, finanziell ist es eine sehr gute
> Kombination. Wer noch mehr verdient und auch noch verheiratet ist und
> Kinder hat, kann sogar oft noch mehr sparen.

Vielen Dank für die Infos.

Das muss man sich gut überlegen. Wenn man aber sowieso schon pendeln 
muss, kann das evtl. in Frage kommen.

Darf man halt nicht mehr arbeitslos oder gar krank werden. Dann gilt ja 
wahrsch. als Deutscher, der den Erstwohnsitz in FR hat, auch das dortige 
Sozialgesetz?

Für 400 € mehr 20 h mehr Autofahren pro Monat? 20 € Netto bekomme ich 
sonst ja auch nicht.

Autor: Nop (Gast)
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Tax schrieb:
> Die Kehrseite ist,
> dass es sehr viele Deutsche gibt, die gar nicht gerne gesehen werden.
> Weil sie sich null für Frankreich und die französische Kultur
> interessieren, sich nicht im Ort integrieren und in einer
> Paralellkkultur leben.

Das Umgekehrte gilt aber auch. Sobald man französisch spricht, selbst 
wenn nicht immer 100% korrekt, ist man schnell dabei. Die Logik von 
Franzosen lautet dabei in etwa so: "Aha, spricht französisch, na dann 
ist der wohl in Ordnung." Nachvollziehbar daran ist, daß es jedenfalls 
einen gewissen Integrationswillen zeigt.

Allgemein erwarten die Franzosen Eigeninitiative bei der Integration, 
was in jedem Land (außer Deutschland) auch völlig normal so ist, aber 
wenn man die zeigt, kommen sie einem auch bereitwillig entgegen.

Mit englisch braucht man es gar nicht erst probieren. Erstens mögen die 
das nicht, und zweitens, selbst wenn sie englisch können (etwa, weil sie 
in der technischen Branche international arbeiten), ist das ein so 
grauenhaftes Frenglisch, daß man das nicht wirklich hören will.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Nop schrieb:
> Mit englisch braucht man es gar nicht erst probieren. Erstens mögen die
> das nicht, und zweitens, selbst wenn sie englisch können (etwa, weil sie
> in der technischen Branche international arbeiten), ist das ein so
> grauenhaftes Frenglisch, daß man das nicht wirklich hören will.

Das war früher mal so. Zumindest bei den jüngeren Franzosen sind die 
Englischkenntnisse mittlerweile deutlich besser geworden.

Letztes Jahr im Urlaub in der Provence wollte ich im Restaurant das 
Essen auf Französisch bestellen. Der französische Kellner bestand 
darauf, mit mir Englisch zu reden, weil er merkte dass ich Englisch 
besser kann als Französisch. Jedenfalls war es ein sehr leckeres Essen 
:-)

Protip:
Die Franzosen erstmal auf Französisch ansprechen. Wenn sie merken, dass 
man sich redlich bemüht hat aber die Sprache eben nicht so gut 
beherrscht wie sie, dann sind sie deutlich gewillter ins Englische zu 
wechseln.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gästchen (Gast)
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Mark B. schrieb im Beitrag #4703738:
> Marine Le Pen vertritt aber nun mal stramm rechte Positionen. Zudem
> unterstützt sie Donald Trump. Welcher vernunftbegabte Mensch würde das
> tun?
Na und, wo ist das Problem? Ich sehe nichts rechtsextremes bei ihr, 
müssen alle Politiker links sein? Bis vor ein Paar Jahren war sogar 
unsere Mutti-Lieblingspartei CDU auch rechts und gar nicht links wie 
jetzt. Ist damals die Welt untergeganten? Es spielt keine Rolle wie sie 
sich alle bezeichnen sondern das was der Bürger will und wie seine 
Entscheidungen durch Politiker realisiert werden, nicht wahr?
Donald Trump ist ein ganz anderes Thema bei dem man lieber die 
Amerikaner selbst fragen muss und sich nicht durch Spiegel/Tagesschau 
informieren muss die sich bemühen ihn ständig in den Dreck zu ziehen und 
nur noch einseitig berichten. Wir können ganz gerne über Donald Trump 
diskutieren und ich kann dir was gerne erzählen (Verwandte in USA), aber 
nicht hier.

Mark B. schrieb im Beitrag #4703738:
> Wenn das so toll klappt, wieso läuft die Wirtschaft in Frankreich dann
> so viel schlechter als in Deutschland?
Die läuft nicht "so viel schlechter" wie hiesige Blödzeitungen es durch 
tendenziöse Artikel darstellen. Des weiteren: wenn jemand ständig was 
über tolle Wirtschaft in der Zeitung liest und deren Gewinne, aber 
selbst in Zeitarbeit steckt, was hat er nun davon? Merkel prallt ganz 
gerne mit ihrer Wirtschaft, aber ihre Wirtschaft besteht haupsächlich 
aus Bankern und Großkonzernen, aber nicht aus Arbeitnehmern. Ich habe 
die Wirtschaft lieber in meiner Geldbörse.

Mark B. schrieb im Beitrag #4703738:
> Das sind keine Steuern. Den Unterschied sollte man schon verstehen.
Natürlich sind es keine Steuern, aber die Auswirkung ist absolut die 
gleiche. Die Verpackung spielt keine Rolle sondern der Inhalt.

Mark B. schrieb im Beitrag #4703738:
> Selbstverständlich haben sie was davon: Die Arbeitslosenquote ist in
> Deutschland deutlich niedriger als in Frankreich. Gerade auch bei jungen
> Menschen, wo es besonders wichtig ist.
Die bessere Arbeitslosenquote im Schland kommt auch dadurch zustande 
dass man viele Arbeitslose gemäß Agenda 2010 in Hartz4 geschoben hat 
oder auch in die Zeitarbeit.
Jüngere Arbeitslose in Frankreich haben in der Regel einen 
Migrationshintergrund, genau das Gleiche wird hier passieren nachdem man 
feststellt dass die Firmen keine Afghaner oder Libanesen einstellen 
wollen, zum einen weil es im Grunde keine Arbeit gibt, zum Anderen weil 
sie einfach keine Kulturdifferenzen haben wollen. Schon jetzt fragen 
sich die Menschen warum die Wirtschaft so stark über Fachkräftemangel 
leidet, keine Flüchtlinge einstellt; im Jahr 2015 haben DAX30-Konzerne 
ganze 54 Flüchtlinge eingestellt, was denkst du wo sie alle landen?

Autor: Gästchen (Gast)
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Nop schrieb:
> Mit englisch braucht man es gar nicht erst probieren. Erstens mögen die
> das nicht, und zweitens, selbst wenn sie englisch können (etwa, weil sie
> in der technischen Branche international arbeiten), ist das ein so
> grauenhaftes Frenglisch, daß man das nicht wirklich hören will.

Das stimmt, Frankreich hängt eben an deren Sprache sie selbst sagen dass 
sie keine Flugzeugtechniker sind und deshalb Englisch nicht brauchen. 
Dort ist es noch erlaubt über Heimat etc. zu sprechen ohne ein Großnazi 
zu werden.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Gästchen schrieb:
> Nop schrieb:
>> Mit englisch braucht man es gar nicht erst probieren. Erstens mögen die
>> das nicht, und zweitens, selbst wenn sie englisch können (etwa, weil sie
>> in der technischen Branche international arbeiten), ist das ein so
>> grauenhaftes Frenglisch, daß man das nicht wirklich hören will.
>
> Das stimmt, Frankreich hängt eben an deren Sprache sie selbst sagen dass
> sie keine Flugzeugtechniker sind und deshalb Englisch nicht brauchen.

Dumm nur, dass die meisten anderen auf diesem Erdball kein Französisch 
aber ein leidliches Englisch sprechen. Und wenn man mit denen 
kommunizieren möchte, sollte man zumindest etwas Englisch können.

Ich kann auch nicht sehen, dass bei den jüngeren Franzosen das Englisch 
wirklich besser geworden wäre. Was wir hier an englischsprachiger 
Kommunikation mit französischen Unternehmen haben, ist wirklich richtig 
schlecht. Teilweise wird dort mit Google-Translate gearbeitet, was 
natürlich nicht wirklich funktioniert. Und das sind fast alles Leute mit 
dem entsprechenden technischen Hintergrund (sonst würden sie uns und wir 
sie nicht kontaktieren). Die müssten eigentlich täglich mit 
englsichsprachigen Dokumenten umgehen. Wie lesen die 
Dokumentation/Datenblätter?

Schlimmer ist das Englisch nur noch in den südlichen Ländern.

Ich bin sicher kein Meister der englischen Sprache (eher weniger ;-) und 
erwarte keine Perfektion, aber zumindest ein wenig Schulenglisch 
sollte doch hängengeblieben sein.

Autor: Nop (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Dumm nur, dass die meisten anderen auf diesem Erdball kein Französisch
> aber ein leidliches Englisch sprechen. Und wenn man mit denen
> kommunizieren möchte, sollte man zumindest etwas Englisch können.

Es geht teils nichtmal ums "können", sondern auch ums "wollen". Wenn Du 
in Frankreich einen Franzosen direkt auf englisch ansprichst, kann es 
Dir durchaus passieren, daß er Dich einfach ignoriert. Schaltest Du ein 
paar Brocken französisch vor und versuchst danach erst englisch, sieht 
es anders aus. Frankreich ist nunmal französisch, wer hätte es gedacht.

> Ich kann auch nicht sehen, dass bei den jüngeren Franzosen das Englisch
> wirklich besser geworden wäre. Was wir hier an englischsprachiger
> Kommunikation mit französischen Unternehmen haben, ist wirklich richtig
> schlecht.

Sowas kenne ich. Es ist allerdings dann aus Sicht Deiner Firma eine 
wertvolle und somit Deinen Job sichernde Fähigkeit, wenn Du außer 
englisch auch französisch kannst.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Alle Achtung schrieb im Beitrag #4703864:
> Mit welchem Recht sprichst Du Bürgern anderer Staaten die Vernunft ab?
> Das ist doch wohl nicht wahr!

Donald Trump hat politisch nichts drauf außer populistische Phrasen zu 
dreschen. Wenn er Präsident wäre, würde er das Tagesgeschäft vermutlich 
komplett anderen Leuten überlassen. Weil er es einfach nicht kann.

Ich verstehe sowieso nicht, wie jemand ohne jegliche Erfahrung Kandidat 
für ein sehr hohes politisches Amt werden kann. Wer an die Spitze eines 
Landes will, soll doch bitteschön vorher unter Beweis stellen, dass er 
in der Richtung auch tatsächlich etwas drauf hat. Sei es als Governor 
eines Bundesstaats oder auch als Bürgermeister einer Kleinstadt. Oder 
als Minister, Senator oder sonst etwas in der Art.

Donald Trump hat in der Hinsicht exakt nichts vorzuweisen. Alleine das 
disqualifiziert ihn schon für das Präsidentenamt.

: Bearbeitet durch User
Autor: D. I. (Gast)
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Mark B. schrieb:
> Ich verstehe sowieso nicht, wie jemand ohne jegliche Erfahrung Kandidat
> für ein sehr hohes politisches Amt werden kann. Wer an die Spitze eines
> Landes will, soll doch bitteschön vorher unter Beweis stellen, dass er
> in der Richtung auch tatsächlich etwas drauf hat. Sei es als Governor
> eines Bundestaats oder auch als Bürgermeister einer Kleinstadt. Oder als
> Minister, Senator oder sonst etwas in der Art.

Womit du dann Clinton für besser hältst? Sie hat ja einschlägige 
Erfahrung als Außenministerin. Ergebnisse unter ihrer Ägide lassen sich 
derzeit im Nahen Osten und in Nordafrika betrachten.
Ups, das war schon wieder zuviel Politik, ... besser nicht den Thread 
kentern.

Autor: Alle Achtung (Gast)
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Mark B. schrieb:
> Ich verstehe sowieso nicht, wie jemand ohne jegliche Erfahrung Kandidat
> für ein sehr hohes politisches Amt werden kann. Wer an die Spitze eines
> Landes will, soll doch bitteschön vorher unter Beweis stellen, dass er
> in der Richtung auch tatsächlich etwas drauf hat.

Ha, ha, ha! Das ist der Brüller schlechthin! Der Mann ist einer der 
erfolgreichsten Geschäftsleute seines Landes. Er ist nicht durch Sülzen 
und Phrasendrescherei in die Stellung gekommen. Das ist etwas NEUES und 
offenbar auch Etwas, mit dem sich die Bevölkerung dort anfreunden kann.
Leute, die nach Jura- oder Lehramtsstudium ohne jede Lebenserfahrung die 
Geschicke eines Landes leiten wollen, gibt und gab es genug.

Autor: Mark Brandis (markbrandis)
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Alle Achtung schrieb:
> Mark B. schrieb:
>> Ich verstehe sowieso nicht, wie jemand ohne jegliche Erfahrung Kandidat
>> für ein sehr hohes politisches Amt werden kann. Wer an die Spitze eines
>> Landes will, soll doch bitteschön vorher unter Beweis stellen, dass er
>> in der Richtung auch tatsächlich etwas drauf hat.
>
> Ha, ha, ha! Das ist der Brüller schlechthin! Der Mann ist einer der
> erfolgreichsten Geschäftsleute seines Landes.

Und was hat das mit der Fähigkeit zu tun, ein Land zu regieren? Genau: 
Exakt gar nichts.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Nop schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Dumm nur, dass die meisten anderen auf diesem Erdball kein Französisch
>> aber ein leidliches Englisch sprechen. Und wenn man mit denen
>> kommunizieren möchte, sollte man zumindest etwas Englisch können.
>
> Es geht teils nichtmal ums "können", sondern auch ums "wollen". Wenn Du
> in Frankreich einen Franzosen direkt auf englisch ansprichst, kann es
> Dir durchaus passieren, daß er Dich einfach ignoriert. Schaltest Du ein
> paar Brocken französisch vor und versuchst danach erst englisch, sieht
> es anders aus. Frankreich ist nunmal französisch, wer hätte es gedacht.

Richtig. Wobei das in anderen Ländern auch anders geht. Hier in DE 
versucht man zumindest, demjenigen zu helfen und ignoriert ihn nicht 
(Ausnahmen bestätigen die Regel).

Natürlich freut man sich, wenn es jemand auf Deutsch versucht - aber 
deswegen muss man ihn nicht dumm stehen lassen, wenn er es mit Englisch 
versucht.

Aber mir ging es ja um die Kommunikation mit dem Rest der Welt außerhalb 
Frankreichs. Und da ist es nicht wirklich besser.

>> Ich kann auch nicht sehen, dass bei den jüngeren Franzosen das Englisch
>> wirklich besser geworden wäre. Was wir hier an englischsprachiger
>> Kommunikation mit französischen Unternehmen haben, ist wirklich richtig
>> schlecht.
>
> Sowas kenne ich. Es ist allerdings dann aus Sicht Deiner Firma eine
> wertvolle und somit Deinen Job sichernde Fähigkeit, wenn Du außer
> englisch auch französisch kannst.

Die paar Brocken reichen leider nicht - davon abgesehen geht es 
praktisch ausschließlich um technische Dinge. Da fehlen dann oft die 
französischen Begriffe.

Ich versuche schon gar nicht mehr, nähere Infos per Telefon über 
französische Produkte zu erhalten. Da rufe ich lieber den chinesischen, 
indischen, russischen Konkurrenten an - die lernen offenbar Englisch in 
der Schule.

Die Franzosen helfen sich damit nicht wirklich.

Autor: Zocker_50 (Gast)
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> Re: Deutscher Ingenieur wohnt in Frankreich

Das macht Zuckerle auch.

Hatte vor 30 Jahren echt was ausgemacht, ist jetzt aber nur interessant 
wenn du Kinder und Familie hast.

Autor: IchGlaubeEsNicht (Gast)
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>Lies Dir den Verlauf seiner Karriere bei Wikipedia durch.

Hast du denn weitergelesen? Auch "Ermittlungen gegen Donald Trump" oder 
die kritischen Anmerkungen unter "Vermögen" oder unter "Politik".

Oder war dir der Text bis dahin zu lang.

Autor: Thomas S. (thommi)
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Die Franzosen sind mir deshalb sympathisch, weil sie ihre Sprache 
pflegen. Sie können sehr wohl englisch sprechen, wenn sie wollen. Ich 
sage auch lieber Rechner, statt Computer, allerdingst eher Telefon oder 
gar Fon zum Fernsprecher. Bildschreiber statt Fax gibt es eher nur noch 
bei der Bundeswehr.

Ein Videorecorder, manche kennen sowas noch, heisst bei den Franzosen 
Magnetoscope (etwa Magnetanzeiger), auch nicht gerade französisch, aber 
ob des historischen Feindbildes ggü der Briten eben dann doch lieber 
lateinisch oder griechisch.

Das "Feindbild" gibt es teilweise noch immer, aber eher latent.

Patriotismus darf schon sein, so lange es nicht radikal ausartet. Würden 
dei Franzosen partout (frz für: immer, ohne Kompromiss) auf ihre Sprache 
bestehen,dann wären sie dem Fluch der Globalisierung entgangen, und sie 
würden mangels der Fluch"vorteile" wirtschaftlich verschrumpeln.

Ich bin wirklich nicht so ne verkrustete Gesässbohrung, wie ein Walter 
U. der da was von jedem Dreck aus dem Westem wie "Jäh,jäh, jäh, Yeah 
konnte er nicht aussprechen) verurteilt, und ich sage auch nicht 
aufdatieren für updaten, aber ein Computer ist für mich ein Rechner, 
ein TV ein Fernseher, ein Handy ein (Mobil-) telefon, zumal Handy eh ein 
grottenfalscher Begriff für ein Mobiltelefon ist, ebenso wie Public 
viewing (Leichenschau), oder Bodybag (So ne Art Umhängetasche, aber 
eigentlich ein Leichensack).

Autor: Nop (Gast)
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Chris D. schrieb:

> Die paar Brocken reichen leider nicht - davon abgesehen geht es
> praktisch ausschließlich um technische Dinge. Da fehlen dann oft die
> französischen Begriffe.

Gut, ich muß auch sagen, daß ich Frankreich, Franzosen und Französisch 
ausgesprochen gerne mag und auch französisch spreche, Auslandssemester 
sei dank. Insofern sehe ich solche Eigenarten subjektiv von der 
wohlwollenden Seite. Allerdings, um im Thread zu bleiben, sollte man das 
auch, wenn man nach Frankreich ziehen will, sonst wird man da nicht 
glücklich.

> Da rufe ich lieber den chinesischen,
> indischen, russischen Konkurrenten an - die lernen offenbar Englisch in
> der Schule.

Uhh.. also bei Indern hatte ich auch schon alles von "exzellent" bis zu 
"vollkommen unverständlich". Sowohl bei Indern wie auch bei Chinesen hat 
man dann noch das Problem, daß sie brav nicken, auch wenn sie nichts 
verstanden haben, um das Gesicht nicht zu verlieren. Immerhin dieses 
Problem hat man in Osteuropa nicht.

So richtig tadellos können eigentlich nur Skandinavier und Niederländer 
englisch als Fremdsprache, weil man für die paar Leute dort die 
Kinofilme nicht synchronisiert.

Und Leute, da Donald Trump vorerst nicht in Frankreich kandidiert, ist 
das nicht nur Politik, es ist auch noch Politik mit Offtopic.

Autor: Thomas S. (thommi)
Datum:

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Nop schrieb:
> Gut, ich muß auch sagen, daß ich Frankreich, Franzosen und Französisch
> ausgesprochen gerne mag und auch französisch spreche

Somit bist du mir mal richtig sympathisch

Autor: Tax (Gast)
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Danilo schrieb:
> Darf man halt nicht mehr arbeitslos oder gar krank werden. Dann gilt ja
> wahrsch. als Deutscher, der den Erstwohnsitz in FR hat, auch das dortige
> Sozialgesetz?
>
> Für 400 € mehr 20 h mehr Autofahren pro Monat? 20 € Netto bekomme ich
> sonst ja auch nicht.

Wer arbeitslos wird, der fällt in der Tat unter das französische 
Sozialgesetzt. Grob vereinfacht ist es so:
Wer in die deutschen Sozialsysteme eingezahlt hat, da Berufstätigkeit in 
Deutschland, wird in Frankreich nach französischem Recht behandelt, 
bezahlen tut es am Ende die jeweilige deutsche Stelle.

Arbeitslosengeld 1 in Frankreich wird meist länger bezahlt als in 
Deutschland, was durchaus vorteilhaft ist. Aber wer in Frankreich 
arbeitslos ist, ist normalerweise nur noch dort krankenversichert, wenn 
man zuvor in der GKV in Deutschland war. Man kann dann nicht mehr ohne 
weiteres zu einem Arzt oder Krankenhaus in Deutschland, außer in 
Notfällen.

Zu den 400 Euro: Das war nur eine Grobrechnung, für jemand der nicht 
verheiratet ist und 50k Brutto verdient. Wer als Ingenieur 70k und mehr 
verdient und dazu noch Kinder hat, kann häufig noch deutlich mehr 
sparen. Dazu sind Immobilien häufig auch noch recht günstig, weil die 
Bevölkerungsdichte und die Kaufkraft niedriger sind im Durchschnitt. 
Ausnahmen sind natürlich Strasbourg und einige touristische Hot Spots, 
wie überall halt.

Zur Sprache: Man sollte schon gewillt sein diese zu lernen. Man sollte 
nicht gleich von den Leuten im Elsass oder in Lothringen erwarten, daß 
diese Deutsch sprechen. Viele auf dem Land tun es noch, oft aber eher 
die älteren. Viele Jüngere können es noch gebrochen oder zumindest 
passiv verstehen. Aber mit sinkender Tendenz.

Autor: A. K. (prx)
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Nop schrieb:
> So richtig tadellos können eigentlich nur Skandinavier und Niederländer
> englisch als Fremdsprache, weil man für die paar Leute dort die
> Kinofilme nicht synchronisiert.

Und weil in deren Sprachen die akustischen Elemente in all ihren ihren 
Feinheiten mindestens den Deutschen näher sind, als es das Französische 
ist - vielleicht auch dem Englischen. Die Wahrnehmung von Sprache ist 
nicht objektiv, sondern geprägt von der eigenen Muttersprache.

In den ersten Lebensjahren wird dein Hirn auf diese Elemente trainiert 
und nimmt sie gut wahr. Was später als Fremdsprache hinzu kommt wird 
nicht in gleicher Präzision wahrgenommen, die Sensorik dafür fehlt nun. 
Was einerseits das akzentfreie Lernen erschwert - andererseits aber auch 
zur Folge hat, dass man Sprecher als besser empfindet, die die gleichen 
Fehler machen wie man selber. Also jene, die man selber schlecht 
wahrnimmt.

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Tax schrieb:
> Viele Jüngere können es noch gebrochen oder zumindest
> passiv verstehen. Aber mit sinkender Tendenz.

Mit steigender Tendenz begegnet man dort freilich jenen, von denen man 
erwarten kann dass sie Deutsch können. Nämlich den dort wohnenden 
Deutschen.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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A. K. schrieb:
> Und weil in deren Sprachen die akustischen Elemente in all ihren ihren
> Feinheiten mindestens den Deutschen näher sind, als es das Französische
> ist - vielleicht auch dem Englischen. Die Wahrnehmung von Sprache ist
> nicht objektiv, sondern geprägt von der eigenen Muttersprache.

Ich würde Dir zustimmen, wenn die schriftliche Kommunikation nicht 
dasselbe Bild aufzeigen würde: Niederländer und Skandinavier sind auch 
im Schriftenglischen top, während die Franzosen (leider) auch hier 
extrem abfallen.

Gut im Englischen kommunizieren kann man in der Tat auch mit 
Osteuropäern.

Autor: Danilo (Gast)
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Tax schrieb:
> Zur Sprache: Man sollte schon gewillt sein diese zu lernen. Man sollte
> nicht gleich von den Leuten im Elsass oder in Lothringen erwarten, daß
> diese Deutsch sprechen. Viele auf dem Land tun es noch, oft aber eher
> die älteren. Viele Jüngere können es noch gebrochen oder zumindest
> passiv verstehen. Aber mit sinkender Tendenz.

War auch mal gut in Franz. aber als man dann franz. Texte schreiben oder 
gar zusammenhängende Sätze sprechen musste bin ich im Grundkurs auf 
mangelhaft gesackt (und hab das dann ganz schnell abgewählt). LOL

Sollte ich mir also besser überlegen, gerade weil ich schon im Englisch 
die riesigsten Probleme lange Zeit hatte.

Obwohl hier die Pfälzer kann man ja auch nicht so richtig verstehen wenn 
man nicht genau zuhört.

Ist alles nicht so einfach das Ganze.

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
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Danilo schrieb:
> War auch mal gut in Franz. aber als man dann franz. Texte schreiben oder
> gar zusammenhängende Sätze sprechen musste bin ich im Grundkurs auf
> mangelhaft gesackt (und hab das dann ganz schnell abgewählt). LOL
>
> Sollte ich mir also besser überlegen, gerade weil ich schon im Englisch
> die riesigsten Probleme lange Zeit hatte.

Man muss das immer auch vor dem Hintergrund betrachten, dass Du dort 
dann täglich die Möglichkeit hast, Französisch zu sprechen.

Ich war damals auch nicht wirklich gut im zweiten Französischjahr, aber 
der 14-tägige Austausch mit (toller) Integration in eine französische 
Familie gestaltete sich derart toll, dass ich nach der Rückkehr zuerst 
Mühe hatte, wieder Englisch zu sprechen, einfach weil man im Kopf schon 
französisch dachte.

Du solltest also Schule und "da leben" wirklich trennen.

> Obwohl hier die Pfälzer kann man ja auch nicht so richtig verstehen wenn
> man nicht genau zuhört.

Ja, genau so ist ein echtes, ortsabhängiges Eifler Platt auch heute noch 
wie eine Fremdsprache für mich :-)

> Ist alles nicht so einfach das Ganze.

Vor der Sprache hätte ich an Deiner Stelle keine Angst. Klar ist: wenn 
Du dort wohnen möchtest und den Großteil Deines Lebens dort verbringst, 
dann ist Französisch ein absolutes Muss! Sei es für den behördlichen 
Kram oder für einen echten Notfall (Polizei, Feuerwehr, ARZT!). Schon 
für den medizinischen Notfall solltest Du das können.

Außerdem: auch ein Franzose wird Dir nicht den Kopf abreissen, wenn Du 
anfangs nur Bruchstücke rausbringst.

Man muss sich auf die Menschen einlassen, dann geht das mit der Sprache 
sehr schnell.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Thomas S. schrieb:
> Nop schrieb:
>> Gut, ich muß auch sagen, daß ich Frankreich, Franzosen und Französisch
>> ausgesprochen gerne mag und auch französisch spreche
>
> Somit bist du mir mal richtig sympathisch

Laut Bismarck ist Frankreich ja unser Erbfeind....

Autor: A. K. (prx)
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Cyblord -. schrieb:
> Laut Bismarck ist Frankreich ja unser Erbfeind....

Bismarck ist tot und der Begriff ist nicht von ihm.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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A. K. schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Laut Bismarck ist Frankreich ja unser Erbfeind....
>
> Bismarck ist tot
Das stimmt.

> und der Begriff ist nicht von ihm.
Sondern?

Autor: A. K. (prx)
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Cyblord -. schrieb:
>> und der Begriff ist nicht von ihm.
> Sondern?

Laut Wikipedia, im Zusammenhang mit Frankreich: Ernst Moritz Arndt.

Völkerhass ist eine Konsequenz der Einheit von Volk und Nation. Ein 
Konzept, das überhaupt erst mit der französischen Revolution so richtig 
aufkam und in den deutschen Nationalismus während und nach Napoleon 
mündete - eben die Zeit Arndts. Davor bekriegten sich Herrscher über 
irgendwelche Interessen, ab da taten es die Völker ("Völker in Waffen").

Bismarck könnte das natürlich später aufgegriffen haben. Aber der war 
mehr von Interessen als von völkischem Nationalismus geprägt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Kommentar (Gast)
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A. K. schrieb:
> Und weil in deren Sprachen die akustischen Elemente in all ihren ihren
> Feinheiten mindestens den Deutschen näher sind, als es das Französische
> ist - vielleicht auch dem Englischen. Die Wahrnehmung von Sprache ist
> nicht objektiv, sondern geprägt von der eigenen Muttersprache.

Eben und wenn ich Ein Holländer wäre und nur das Genuschel sprechen 
würde, dann täte ich mir auch eine ordentliche Sprache zulegen wollen.

Autor: Bruder vom Arzt (Gast)
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Tax schrieb:
> und kann häufig nicht mehr ohne weiteres zu einem
> Arzt in Deutschland.

In Frankreich gibt es auch Ärzte und die Guten aus Deutschland sind 
sowie in der Schweiz oder in Schweden oder machen sowas:

www.mikrocontroller.net/topic/379095?goto=4700445#4700445

Wenn ich mich hier am Krankenhaus umsehe, sind da fast nur ausländische 
Ärzte.

Autor: Danilo (Gast)
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Chris D. schrieb:
> Vor der Sprache hätte ich an Deiner Stelle keine Angst. Klar ist: wenn
> Du dort wohnen möchtest und den Großteil Deines Lebens dort verbringst,
> dann ist Französisch ein absolutes Muss! Sei es für den behördlichen
> Kram oder für einen echten Notfall (Polizei, Feuerwehr, ARZT!). Schon
> für den medizinischen Notfall solltest Du das können.

Angst habe ich da sowieso nicht, ich muss halt nur verdammt viel Zeit 
investieren um in eine Sprache reinzukommen. Und ich habe mich im 
Englisch schon so reingekniet.

Sei es drum, da vsl. der Front National in 2017 da wohl in die Regierung 
kommt, überlege ich mir das zweimal. Wie schon richtig bemerkt wurde 
könnten ja wieder Grenzkontrollen kommen die alles hinfällig machen.

Allerdings reizt mich ein fremdes Land sowieso, weil ich in der Rente 
sowieso Ruckzuck aus der BRD abhauen muss. LOL

Autor: oszi40 (Gast)
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Danilo schrieb:
> weil ich in der Rente sowieso Ruckzuck aus der BRD abhauen muss. LOL

Einige Opas, die gesund nach Spanien gezogen sind, kommen jetzt langsam 
wegen ihrer Zipperlein wieder in die Heimat zurück.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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oszi40 schrieb:
> Einige Opas, die gesund nach Spanien gezogen sind, kommen jetzt langsam
> wegen ihrer Zipperlein wieder in die Heimat zurück.

Einige Opas, die die Kosten für einen Pflegeplatz in Deutschland nicht 
bezahlen konnten, gehen jetzt wegen ihrer Zipperlein in spanische 
Altenheime.

MfG Paul

Autor: D. I. (Gast)
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Paul B. schrieb:
> Einige Opas, die die Kosten für einen Pflegeplatz in Deutschland nicht
> bezahlen konnten, gehen jetzt wegen ihrer Zipperlein in *polnische*
> Altenheime.
>
> MfG Paul

FYP

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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D. I. schrieb:
> FYP

???

Fünf-Jahres-Plan?

MfG Paul

Autor: D. I. (Gast)
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Paul B. schrieb:
> ???

FYP = Fixed your post = Habe deinen Post angepasst

Autor: Karl (Gast)
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Die Überschrift liegt auf dem Niveau der Bildzeitung. Ich bin mir bloß 
noch nicht sicher ob das Niveau der Bildzeitung über oder unter dem 
Niveau des Threads liegt. In der Tendenz scheint die Bild aber das 
höhere Niveau zu erreichen. Hier noch ein paar Vorschläge:

"Französischer Ingenieur klaut deutschen Arbeitsplatz"
"Deutscher Ingenieur wohnt in Polen"
"Rumänischer Ingenieur bezieht Harz IV in Deutschland"
"Deutscher Ingenieurpensionär verjubelt Rente in Thailand"
"Syrischer Ingenieur kommt als Flüchtling"

Danilo schrieb:
> Kann da einer was zu sagen, ob beim Franzmann auch die ersten 1.000 €
> über 50k mit ca. 58 % wegrasiert werden wie beim Schäuble?

Sinnlose populistische Aussage. Man muss immer das Gesamteinkommen 
anschauen und bei 50.000 € darf man 58 % seiner Einkünfte behalten. Und 
warum muss der Ausdruck "Franzmann" fallen? Ist die es zu schwer das 
richtige Wort, nämlich Franzose, zu schreiben?

Autor: Danilo (Gast)
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Karl schrieb:
>> Kann da einer was zu sagen, ob beim Franzmann auch die ersten 1.000 €
>> über 50k mit ca. 58 % wegrasiert werden wie beim Schäuble?
>
> Sinnlose populistische Aussage. Man muss immer das Gesamteinkommen
> anschauen und bei 50.000 € darf man 58 % seiner Einkünfte behalten.

Zugegebenermaßen ist der Name des Freds nicht ganz auf Höchstniveau.

Mich interessiert in dem Fall nicht das Gesamteinkommen sondern wie viel 
von jeden weiteren 1.000 € Mehreinkommen (brutto) übrigbleibt. Da sich 
da in Dtld. Steuer und SV noch addieren liegen die Abzüge eben doch bei 
60 % für mich. Weshalb das auch noch in Zweifel gezogen werden muss 
verstehe ich nicht.

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