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Forum: PC Hard- und Software Mini-PC für wartungsfreien 24/7 Betrieb auslegen


Autor: Markus R. (maggus)
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Hallo zusammen,

gerade beschäftigt mich folgende Problemstellung: Ein Messsystem, 
bestehend aus Mini-PC und Sensor, der über RS232 angeschlossen ist, soll 
über mehrere Wochen autonom betrieben werden und Daten aufzeichnen. Ich 
komme in dieser Zeit nicht mehr an das System ran, es sollte also so 
stabil wie möglich laufen.

Es geht mir jetzt erst mal nur um den Mini-PC, das Betriebssystem und 
die Software zum auslesen der Sensordaten.
Zur Verfügung steht ein Mini-PC (Pokini Z), auf dem laut Hersteller 
Windows XP/7 oder Linux laufen kann. Nachdem meine Linux-Kenntnisse sehr 
eingeschränkt sind, würde ich gerne Windows verwenden. Die Software zur 
Datenerfassung ist in Matlab geschrieben und kann auch als exe 
kompiliert werden. Inwiefern es da Probleme mit 32/64 Bit gibt, muss ich 
noch testen.

Link zum Mini-PC Pokoni Z:
http://www.pokini.de/de/produkte/fanless-pcs/pokini-z

Meine Anforderung an die Ausfallsicherheit des Systems ist, dass über 
den gesamten Zeitraum halbwegs regelmäßig Messungen gemacht werden 
können. D.h. es ist kein Beinbruch, wenn mal ein paar Stunden keine 
Daten aufgezeichnet werden. Das System sollte aber in der Lage sein, 
z.B. nach einem Stromausfall oder einem "hängen" des Betriebssystems 
oder der Anwendungssoftware neu zu starten und den Betrieb wieder 
aufzunehmen.

Meine Fragen sind daher zunächst einmal:
Ist die genannte Hardware/Software dafür geeignet oder ist ein Scheitern 
quasi vorprogrammiert?
Welche Fehlerquellen sind möglich, worauf sollte geachtet werden?
Welche Möglichkeiten gibt es, die Zuverlässigkeit des Systems vor dem 
eigentlichen Versuch auf Herz und Nieren zu prüfen?

Über ein paar nützliche Hinweise, Links, Suchbegriffe etc. würde ich 
mich freuen.

Autor: A. K. (prx)
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Ja nach BIOS kann man PCs so einstellen, dass sie nach Stromausfall 
automatisch wieder starten.

Hänger zu erkennen ist freilich eine deutlich schwierigere Aufgabe, da 
normale PCs dafür üblicherweise keine Mechanismen enthalten.

Autor: Jörg R. (solar77)
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Du hast viel geschrieben, aber das wichtige hast du weggelassen.

Welche Art von Daten (Analog, Digital) willst Du aufzeichnen?
Was heißt autonom? Gibt es einen Stromanschluß oder muss das System 
autark laufen?

Vielleicht reicht ja auch ein Raspi oder ein Arduino.

Autor: Lukey S. (lukey3332)
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Deine Hardware sieht soweit robust genug aus. Eigentlich würde ich Linux 
Empfehlen, da es für diesen fall einige vorteile hat (kleinerer 
Footprint, Software Watchdog, root als ro Mountbar oder gar ins Ram 
ladbar usw.) aber dir dass alles zu erklären oder eine 
schritt-für-schritt Anleitung hinzuwerfen hab ich jetzt keine lust zu.
Evtl. könntest du nen USB Watchdog nehmen, aber die dinger sind schei*e 
teuer.

PS: Die Daten mit nem µC + SD Karte aufzuzeichnen dürfte die beste 
lösung sein. Wäre aber je nach Protokoll viel aufwändiger.

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus R. (maggus)
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Hallo und danke für die bisherigen Antworten.

> Welche Art von Daten (Analog, Digital) willst Du aufzeichnen?
Es ist ein digitaler Sensor, der wie gesagt über RS232 angeschlossen 
ist.

> Was heißt autonom? Gibt es einen Stromanschluß oder muss das System
> autark laufen?
Stromanschluss ist vorhanden, kann aber wie gesagt auch mal für ein paar 
Stunden ausfallen.

> PS: Die Daten mit nem µC + SD Karte aufzuzeichnen dürfte die beste
> lösung sein. Wäre aber je nach Protokoll viel aufwändiger.
Wobei hier die Ausfallsicherheit - gerade bzgl. der Firmware - evtl. 
auch nicht ganz Problemlos wäre. Matlab-code ist halt auch einfach 
schnell geschrieben.


> Ja nach BIOS kann man PCs so einstellen, dass sie nach Stromausfall
> automatisch wieder starten.
Danke für den Tipp. Muss ich mal nachschauen, ob das im BIOS einstellbar 
ist.

Der Pokini verfügt laut Manual auch über einen Hardware-Watchdog. Weiß 
jemand, wie der bedient wird? Muss ich ihn im Anwendungsprogramm 
regelmäßig zurücksetzen und falls ja, wie wird das gemacht?

Autor: Herbert (Gast)
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Z.B. Shuttle DS67U-Serie ist auch Fanless und für Dauerbetrieb explizit 
zugelassen. Hat sogar serielle Schnittstellen.

Autor: Horst (Gast)
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Markus R. schrieb:
> Nachdem meine Linux-Kenntnisse sehr
> eingeschränkt sind, würde ich gerne Windows verwenden.

Freundlich gesagt: Das ist eine selten dämliche Idee, besonders wenn es 
ausfallsicher laufen soll. Wie wärs wenn du dir einfach grundlegende 
Kenntnisse anlernen würdest!?

Autor: Dirk D. (dicky_d)
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Horst schrieb:
> Markus R. schrieb:
>> Nachdem meine Linux-Kenntnisse sehr
>> eingeschränkt sind, würde ich gerne Windows verwenden.
>
> Freundlich gesagt: Das ist eine selten dämliche Idee, besonders wenn es
> ausfallsicher laufen soll. Wie wärs wenn du dir einfach grundlegende
> Kenntnisse anlernen würdest!?

... ich bin ja ein ausdrücklicher Linuxfreund, und froh seid Jahren kein 
windows mehr bedienen zu müssen.

Ich würd' aber niemals auf die Idee kommen jemanden, der in absehbarer 
Zeit ein stabiles System aufsetzen muss und keine Ahnung von Linux hat, 
ihm genau das zu empfehlen.
Wenn sich Markus jetzt "Mal eben" in Linux einarbeitet, und da evtl 2-3 
Tage versenkt, kommt da am ende garantiert eswas schlechteres aus als 
wenn er 2-3 Tage in ne Windowslösung steckt, da hat er dann nämlich 2-3 
Tage zeit Probleme zu lösen und muss nicht Werkzeug lernen.
Das nen Linux, bei gleichem Kenntnisstand die wahrscheinlich sinnvollere 
Lösung ist ist da ein ganz anderes Thema.

Autor: Lukey S. (lukey3332)
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Markus R. schrieb:
>> PS: Die Daten mit nem µC + SD Karte aufzuzeichnen dürfte die beste
>> lösung sein. Wäre aber je nach Protokoll viel aufwändiger.
> Wobei hier die Ausfallsicherheit - gerade bzgl. der Firmware - evtl.
> auch nicht ganz Problemlos wäre. Matlab-code ist halt auch einfach
> schnell geschrieben.
Arg viel kann man da nicht falsch machen (zummindest nicht beim reinen 
Loggen nicht), man braucht sich nochnichtmal um das FS zu kümmern, 
einfach Roh auf die Karte Schreiben. Richtig Programmiert schläft das 
ding die meiste Zeit und wartet auf Interrupts vom uart, spi und Timer. 
D.h. die Chance auf Hardware-Fehler ist ebenfalls verschwindend Gering.

>> Ja nach BIOS kann man PCs so einstellen, dass sie nach Stromausfall
>> automatisch wieder starten.
> Danke für den Tipp. Muss ich mal nachschauen, ob das im BIOS einstellbar
> ist.
>
> Der Pokini verfügt laut Manual auch über einen Hardware-Watchdog. Weiß
> jemand, wie der bedient wird? Muss ich ihn im Anwendungsprogramm
> regelmäßig zurücksetzen und falls ja, wie wird das gemacht?

Bei Downloads&Treiber gibts ganz unten nen Download samt. Laut readme 
setzt der Treiber den timer von selbst zurück, er resetet also, wenn 
sich dass komplette OS aufhängt.

Autor: Peter II (Gast)
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Horst schrieb:
> Freundlich gesagt: Das ist eine selten dämliche Idee, besonders wenn es
> ausfallsicher laufen soll. Wie wärs wenn du dir einfach grundlegende
> Kenntnisse anlernen würdest!?

und was soll denn an Linux ausfallsicherer als an Windows sein?

Linux hat genauso seine macken wie auch Windows. Da kann es z.b. bei 2 
LAN Anschlüssen nach einem Kernelupdate passieren, das eth0 und eht1 
getauscht sind. Genauso wie bei USB-Serial Adaptern, ohne Anpassung vom 
UDEV hat man bei mehre Adapter jedes mal ein andere Bezeichnung.

Dazu kommen noch die aktuellen Problem bei Linux das nicht immer alle 
Stromspardinge funktionieren, also braucht das System sehr oft mehr 
Energie als unter Windows.

Autor: Planlos (Gast)
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Markus R. schrieb:
> Sensor, der über RS232 angeschlossen ist,

An RS232 können auch zwei Empfänger gleichzeitig lauschen.
Wenn die Ausfallsicherheit so wichtig ist:

Häng parallel zum PC noch eine minimale, uC-Basierte, 
Batterie-gepufferte Backup-Lösung an die Leitung.

Arduino + SD-Card + RTC Hardware gibt's billig fertig (nur noch ein paar 
i2c + SPI-Drähte legen). Software ebenso, bzw. ist leicht aus den 
Arduino-Modulen zusammenzustöpseln.

Autor: Flo (Gast)
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Peter II schrieb:
> Da kann es z.b. bei 2
> LAN Anschlüssen nach einem Kernelupdate passieren, das eth0 und eht1
> getauscht sind. Genauso wie bei USB-Serial Adaptern, ohne Anpassung vom
> UDEV hat man bei mehre Adapter jedes mal ein andere Bezeichnung.

Falsch konfiguriert. Kann man mit "udev" problemlos lösen solche 
"Probleme".

Gruß,
Flo

Autor: Peter II (Gast)
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Flo schrieb:
> Falsch konfiguriert. Kann man mit "udev" problemlos lösen solche
> "Probleme".

Da muss man das Problem erst mal kennen. Sich mit udev beschäftigen. Das 
macht man nicht alles ein 1-2Tagen.

Unter Windows hat man diesen Problem nicht, da fragt man sich doch auch 
warum das Linux nicht ohne eingriff hinbekommt.

Autor: A. K. (prx)
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Peter II schrieb:
> Unter Windows hat man diesen Problem nicht,

Neuer Adapter, also neue MAC Adresse, kann die alten Einstellungen 
wirkungslos machen. Das kann gut oder schlecht sein, je nachdem was man 
erreichen will. Für einen Klon ist es gut. Beim Ersatz eines defekten 
Adapters hingegen wäre eine Identifikation durch Slot-Id angenehmer als 
eine durch MAC-Adresse.

> da fragt man sich doch auch
> warum das Linux nicht ohne eingriff hinbekommt.

Tut es, nur hängt das von der Distribution ab. Selbst ähnliche Distris 
können sich unterschiedlich verhalten. So ist Centos fast eine freie 
Version vom Redhat Enterprise Linux, liefert aber bei einer neuen 
Adresse einen zweiten Adapter mit neuem Namen (vgl. Windows), während 
das beim Original nicht so ist.

Die von dir erwähnte Vertauschung durch Update ist mir bei 
Netzwerkadaptern in Linux noch nicht passiert. Bei Disks freilich schon, 
da habe ich ein System, das bei jedem Boot die /dev/sdN anders sortiert 
als beim Boot vorher. Mit Id statt Nummer im /etc/fstab ist das aber 
egal.

Da dies bei den Disks in verschiedenen parallel startenden Treibern und 
deren Zeitverhalten begründet ist, mag es Distris geben, bei denen neue 
Kernels und insbesondere neue Startup-Verfahren sich anders verhalten. 
Wenn eine Distri dann Name und Konfiguration eines Adapters an die 
erkannte Reihenfolge statt an die MAC Adresse koppelt, dann gibts 
potentiell Probleme.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerd E. (robberknight)
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Markus R. schrieb:
>> Was heißt autonom? Gibt es einen Stromanschluß oder muss das System
>> autark laufen?
> Stromanschluss ist vorhanden, kann aber wie gesagt auch mal für ein paar
> Stunden ausfallen.

Bei einer Linux-Lösung könnte man das Filesystem des OS Read-Only 
mounten, und z.B. 2 Filesysteme zum Loggen bei denen immer nur 
abwechselnd eines read-write gemountet ist. Dann kann da bei 
Stromausfall höchstens ein Messwert verloren gehen, nicht aber das ganze 
System durch schwere Dateisystemfehler unbrauchbar werden.

Bei Windows hast Du diese Möglichkeiten nicht. Daher musst Du das 
Problem plötzlicher Stromausfall anders angehen: ne kleine USV und die 
unbedingt mit einer passenden Agent-Software auf dem PC verbinden die 
den PC sauber runterfährt wenn der Akku zur Neige geht.

Autor: A. K. (prx)
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Gerd E. schrieb:
> Stromausfall höchstens ein Messwert verloren gehen, nicht aber das ganze
> System durch schwere Dateisystemfehler unbrauchbar werden.

Wann hast du das letzte Mal einen schweren Dateisystemfehler erhalten, 
der nicht durch einen Hardwarefehler provoziert wurde? Unprovozierte 
Dateisystemfehler sind bei stabilen Filesystemen ziemlich aus der Mode 
gekommen.

In diesen Sinn wär es naheliegender, die Hardwarefehler zu vermeiden, 
wenn relativ einfach möglich. Etwa durch Verwendung von ECC RAMs.

Alternativ die Planlose Version: 2 Logger unterschiedlicher Technik.

: Bearbeitet durch User
Autor: Peter II (Gast)
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Gerd E. schrieb:
> Bei Windows hast Du diese Möglichkeiten nicht.

auch bei Windows geht das, wenn man unbedingt will.

Autor: Nase (Gast)
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Markus R. schrieb:
> Windows XP/7

Meine Erfahrung aus der Praxis ist, dass zumindest Windows XP nach zwei 
bis drei Wochen Dauerbetrieb ohne Neustart gerne mal zufriert.
Keine Ahnung warum, ist halt meine Beobachtung hier im Betrieb. Sieht 
aus, als ob irgendwas langsam den Arbeitsspeicher auffrisst.

Muss auch nicht an nur Windows liegen, aber die Linux-Terminals in den 
Maschinen laufen im Gegensatz dazu Monatelang fehlerfrei durch.

Autor: Peter II (Gast)
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Nase schrieb:
> Meine Erfahrung aus der Praxis ist, dass zumindest Windows XP nach zwei
> bis drei Wochen Dauerbetrieb ohne Neustart gerne mal zufriert.
> Keine Ahnung warum, ist halt meine Beobachtung hier im Betrieb. Sieht
> aus, als ob irgendwas langsam den Arbeitsspeicher auffrisst.

dann liegt es vermutlich an einer Fremdsoftware.

WinXP hat keine Problem über 1 Jahr Uptime zu erreichen. Leider musste 
ich mein spielsystem vor 2 Monaten neu booten, das war über 400Tage ohne 
Neustart aktiv. jetzt sind es nur noch 40Tage.

Autor: A. K. (prx)
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Nase schrieb:
> Meine Erfahrung aus der Praxis ist, dass zumindest Windows XP nach zwei
> bis drei Wochen Dauerbetrieb ohne Neustart gerne mal zufriert.

Ich habe auch mit einigen normalen XP Systemen zu tun, die 24x7 in 
Steuerungen und Ähnlichem eingesetzt werden. Die sind durchaus solide im 
Dauereinsatz, vorausgesetzt die Anwendungssoftware ist es.

Wenn Anwendungssoftware irgendwelche Lecks hat, etwa wenn ein 
Oracle-Server igendwann an der harten Grenze von 16 Mio Handles in 
Windows zum Stehen kommt, dann ist das nicht dem Windows anzulasten.

Autor: Pete K. (pete77)
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Ist der PC denn auch an das Internet angeschlossen, oder wirklich 
autark? Falls ersteres würde ich die alle Update-Funktionen ausschalten, 
inkl. Windowsupdate und Virus-Update.

Lass das System doch jetzt mal ein paar Wochen im Test laufen. Noch eine 
UPS gegen Stromausfall dazu und dann kann man vielleicht sehen, wo noch 
etwas klemmt.

: Bearbeitet durch User
Autor: Markus R. (maggus)
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Danke Lukas S. für den Hinweis mit dem Watchdog. Damit sollten sich 
zumindest Hänger des OS "beheben" lassen.
Aber wie sieht es mit Fehlern der Anwendungssoftware aus?

A. K. schrieb:
> Wenn Anwendungssoftware irgendwelche Lecks hat, etwa wenn ein
> Oracle-Server igendwann an der harten Grenze von 16 Mio Handles in
> Windows zum Stehen kommt...

Genau das meine ich. Gibt es erprobte Methoden, so etwas zu detektieren 
und z.B. einen Reset durchzuführen?

Einen zusätzlichen Datenlogger als reinen Empfänger auf die RS232 
Leitung zu legen wird nicht funktionieren, da der Sensor mit Befehlen 
angesteuert werden muss.
Ich hatte aber vor, mehrere Datenspeicher redundant zu beschreiben (SSD, 
SD-Karte, USB-Stick?).

Autor: Peter II (Gast)
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Markus R. schrieb:
> Aber wie sieht es mit Fehlern der Anwendungssoftware aus?

kann man meist einfach im Taskmanager beobachten. Einfach mal jeden Tag 
auf dem Speicher und die Handle anzahl von der Anwendung schauen. Wenn 
es jeden Tag mehr wird, dann stimmt etwas nicht.

Da kann man aber auch einfach abhelfen, in dem man die Software z.b. 
jeden Tag neu startet.

> Genau das meine ich. Gibt es erprobte Methoden, so etwas zu detektieren
> und z.B. einen Reset durchzuführen?
dafür hast du doch den WatchDoc. - Frage doch mal beim Hersteller ob es 
dazu ein paar mehr Infos gibt.

Autor: A. K. (prx)
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Markus R. schrieb:
> Einen zusätzlichen Datenlogger als reinen Empfänger auf die RS232
> Leitung zu legen wird nicht funktionieren, da der Sensor mit Befehlen
> angesteuert werden muss.

Wird nur etwas komplizierter. Der zweite Logger braucht dann einen 
Watchdog (Monoflop, oder per Software) an der RS232 Schnittstelle und 
eine kleine Schnittstellenanpassung, die beide Tx der Logger auf einer 
Leitung zum Sensor zulässt, ohne dass die Pegel aus dem Ruder laufen.

Wenn der Watchdog Inaktivität erkennt, dann übernimmt der zweite Logger 
aktiv den Job der Sensoransteuerung. Andernfalls schnüffelt er bloss 
passiv mit und protokolliert als zweiter Speicher.

: Bearbeitet durch User
Autor: GeGe (Gast)
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Markus R. schrieb:
> Der Pokini verfügt laut Manual auch über einen Hardware-Watchdog. Weiß
> jemand, wie der bedient wird? Muss ich ihn im Anwendungsprogramm
> regelmäßig zurücksetzen und falls ja, wie wird das gemacht?

Unter Downloads ganz unten bei Software gibt es das ZIP-File: WatchDog
zum runterladen. Packe das aus und ließ mal die readme.txt, da steht so 
einiges beschrieben.

Autor: GeGe (Gast)
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sry, wurde ja schon gesagt ;)
hatte die seite vor dem mittagessen noch offen...

Autor: Lukey S. (lukey3332)
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Markus R. schrieb:
> Aber wie sieht es mit Fehlern der Anwendungssoftware aus?

AFAIK hat Windows (so wie linux mit /dev/watchdog<x>) auch nen Software 
Interface zum Watchdog. Leider spukt Google nur "How to remove Windows 
Internet Watchdog virus" dazu aus.
Am besten (zuverlässigsten) wäre natürlich nen zusätzlicher Software 
Watchdog im Kernel. Aber du kannst dir ne eigene Watchdog App schreiben 
die deine Anwendung überwacht (mit irgendwas Pingartigem über localhost 
oder mit pipes oder Fifos).

>Ich hatte aber vor, mehrere Datenspeicher redundant zu beschreiben (SSD, 
>SD-Karte, USB-Stick?).
Am besten (und einfachsten) wäre hier nen Software Raid1.

Funfact: Mein Laptop sowie die Billig Allwinner SBCs hier haben 
ebenfalls nen Echten Hardware Watchdog. Gut zu wissen :)

: Bearbeitet durch User
Autor: Root (Gast)
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Es ist egal,ob Windows oder Linux. Für diesen zweck ist ein PC einfach 
das schlimmste, was man sich antun kann. Natürlich kann man es 
hinkriegen, aber die Ausfallsicherheit beim PC ist ein Witz. Wenn es nur 
darum geht einen digitalen Sensor zu loggen, dann ist ein MC das einzig 
sinnvolle. Es gibt nichts, was absturzsicherer ist, da kein OS oder 
andere Layer vorhanden sind.
Einen MC kannst du auch problemlos mit einem Akku puffern, in den 
Schlafmodus versetzen, wieder aufwachen lassen und deine Messung machen 
und ab in den Schlafmodus.
Wenn du völlig sicher gehen willst, lässt du einen zweiten MC daneben 
laufen, der den ersten jede paar Minuten überwacht und gegebenfalls 
resettet.
Und ein Matlab Programm für Langzeitmessungen ist lachhaft. Überleg dir 
das 100mal. Das hatten wir schon an der Uni verworfen, da es eine 
Glückssache ist.
Digitale Sensoren sind ja leicht logbar. Die Auswertung kannst du in 
Matlab machen, wenn du die Daten beteits hast, aber eine direkte 
Auswertung vor Ort ist blödsinn. Mach das System so minimalistisch, wie 
es geht. Einen PC zum Aufzeichnen einen Digitalen Sensors ist genauso, 
wie 350m zur Post mit einem 1000PS Auto über eine Feldstrasse zu fahren. 
Nimm doch das Fahrrad.

Autor: Pete K. (pete77)
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Root schrieb:
> Mach das System so minimalistisch, wie
> es geht. Einen PC zum Aufzeichnen einen Digitalen Sensors ist genauso,
> wie 350m zur Post mit einem 1000PS Auto über eine Feldstrasse zu fahren.
> Nimm doch das Fahrrad.

Aber der PC ist doch schon vorhanden. Warum dann noch ein Fahrrad 
kaufen?

Autor: kaltstart (Gast)
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Weil dich der exorbitante Verschleiß des 1000-PS-Autos bei solchen 
Kurzstrecken schnell sehr viel mehr kosten wird als ein gutes Fahrrad!

Autor: Peter II (Gast)
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kaltstart schrieb:
> Weil dich der exorbitante Verschleiß des 1000-PS-Autos bei solchen
> Kurzstrecken schnell sehr viel mehr kosten wird als ein gutes Fahrrad!

was soll den an einen PC schneller verschleißen?

Autor: Root (Gast)
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Naja, wenn der PC schon da ist, dann ist ja alles eh zu spät.
Der PC ist dafür einfach nicht gebaut. MC mit SD Karte wäre hier die 
Lösung gewesen. Das mit dem PC ist einfach reine Glückssache. Es kann 
gutgehen, ist aber eindeutig die anfälligste Methode, wegen dem 
riesiegen Overhead.

Autor: döfd (Gast)
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über mehrere Wochen !!
Die Unzuverlässigkeit steigt entsprechend mit der Komplexität der 
eingesetzten Software.
Wiki: Programme mit einer Fehlerdichte von weniger als 0,5 Fehlern pro 
1000 Zeilen Code gelten als stabile Programme.
Betriebssystem, ein Haufen Treiber, Matlab, Windows 10 upgrade blocker 
;-)

Als großes Problem sehe ich auch eine zuverlässige 
Stromversorgung/Pufferung.
10 Watt (das Netzteil hat 18 Watt bei 12 Volt) Zuverlässiger Betrieb mit 
automatischer Umschaltung etc. (Temperatur??)
Stromversorgung könnte teurer kommen als ein Low-Power uC Lösung.

Ist alles machbar - ich würde mir das aber nicht mit einem PC antun.
Wenn du wirklich nach Zuverlässigkeit suchst dann Keep it simple [and] 
stupid.

Autor: Peter II (Gast)
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Root schrieb:
> Der PC ist dafür einfach nicht gebaut.

für was er denn gebaut? Wenn er für 24/7 betrieb ausgelegt ist?

Autor: hink (Gast)
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Peter II schrieb:
> Linux hat genauso seine macken wie auch Windows. Da kann es z.b. bei 2
> LAN Anschlüssen nach einem Kernelupdate passieren, das eth0 und eht1
> getauscht sind.
Die meisten Distributionen haben schon ziemlich lange statische 
Device-Namen. USB-Sticks werden üblicherweise anhand des Labels (wenn 
vorhanden) eingehängt.

Ansonsten falle ich (ähnlich wie du) auf:
"Linux hat genauso seine macken wie auch Windows"
zurück.

Ich würde aber auch Linux bevorzugen, hier muss zwar öfter manuell 
eingegriffen werden, aber meiner Erfahrung nach ist es einfacher. Für 
mich ist ein manuelles Eingreifen unter Windows immer eher 
anstrengend... ;-)

Autor: Jörg R. (solar77)
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a) ich würde den Rechner mit Win 7 betreiben
b) ich würde den Rechner jede Nacht booten
c) der Rechner unterstützt lt. Handbuch Auto On. Ein Stromausfall ist 
also kein Problem, der Rechner startet automatisch wenn die 
Stromversorgung wiederkehrt. Du musst nur daran denken die von Dir 
verwendete Software in den Autostart-Ordner zu legen.
d) der Rechner benötigt max. 10 Watt und hat einen weiten 
Eingansspanungsbereich von 10-15 Volt. Die Pufferung über einen 
Bleigelakku, eine kleine Autobatterie o.ä. ist mit etwas 
Zusatzbeschaltung kein Problem.

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