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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Festnetzklingel mit Arduino


Autor: Lukas D. (programmierer12)
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Hallo zusammen,
ich versuche eine Möglichkeit zu suchen mit der ich zwischen Telefon und 
Telefondose einen eingehenden Anruf erkennen kann um ein Relai für eine 
Klingel zu schalten. Das ganze soll dann so aussehen, dass zwischen Dose 
und Telefon ein Kästchen hängt mit einem arduino, der erkennt ob ein 
Anruf ein oder abgeht. Wenn ein Anruf eingeht soll ein Relai geschalten 
werden.
Hat jemand von euch eine Ahnung mit welchem Protokoll das ganze arbeitet 
und wie ich dass am besten anfangen könnte?

MFG programmierer12

Autor: Horst (Gast)
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Ganz einfach: Nimm den Arduino, leg ihn ganz weit weg.
Dann nimmst Du einen Konsensator (1µf, 100V) und schaltest den in Reihe 
zum Relais. Das hängst Du jetzt an die Telefonleitung.
Wenn das Telefon klingelt zieht auich das Relais an.

Fertig.

Autor: asdfg (Gast)
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Horst schrieb:
> Dann nimmst Du einen Konsensator (1µf, 100V) und schaltest den in Reihe
> zum Relais. Das hängst Du jetzt an die Telefonleitung.
> Wenn das Telefon klingelt zieht auich das Relais an.

Und wenn das nicht funktioniert, dann schaltest Du vor das Relai_s_ eine 
kleine Graetzbruecke.

asdfg

Autor: Lukas D. (programmierer12)
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Meinst du da passiert nichts wenn du Peaks vom Relai bzw. Vom 
Kondensator hast die auf die Telefonleitung zurückschlagen? Und würde 
das Relai dann nicht auch anziehen wenn ein Anruf abgeht?

Autor: S. R. (svenska)
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Wenn das Telefon klingelt, dann kommen aus der Telefonleitung ungefähr 
60 Volt und durchaus genug Leistung, um damit eine mechanische Klingel 
zu versorgen. Telefone haben mal ohne Stromanschluss funktioniert.

Dein Telefonnetzbetreiber muss damit klarkommen.

PS: Relais schreibt man grundsätzlich mit s am Ende.

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Autor: Lukas D. (programmierer12)
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Danke für den Tipp mit der Schreibweise. Aber wie kann ich einen ein und 
einen abgehenden Anruf unterscheiden?

Autor: Oliver S. (oliverso)
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Beim eingehenden Anruf klingelt das Telefon. Beim abgehenden nicht....

Oliver

Autor: nigel (Gast)
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Lukas D. schrieb:
> Danke für den Tipp mit der Schreibweise. Aber wie kann ich einen ein und
> einen abgehenden Anruf unterscheiden?

Eins nach dem anderen. Mach erst den eingehenden Anruf wie oben 
vorgeschlagen. Vielleicht ergibt sich die Lösung für den abgehenden von 
allein.

Autor: Oliver S. (oliverso)
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Vielleicht sollte erst einmal geklärt werden, was genau da aus der 
Festnetzdose kommt. Denn die Zeiten analoger Klingeltechnik sind ja nun 
eigentlich vorbei.

Oliver

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Autor: Kurt (Gast)
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Wenns klingelt ne Wechselspannung.
Deshalb auch einen Kondensator in Reihe, der blockt die ansonsten 
anliegende Gleichspannung, einen Gleichrichter und das Relais.
Läuft bei uns auch so.

In der Fritzbox werden nur bestimmte Nummern an diesen Anschluss 
weitergeleitet, sonst könnte ja jeder die Tür aufmachen.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Oliver S. schrieb:
> Vielleicht sollte erst einmal geklärt werden, was genau da aus der
> Festnetzdose kommt. Denn die Zeiten analoger Klingeltechnik sind ja nun
> eigentlich vorbei.

So? Dann lass mal hören was sonst. Die Zeiten von ISDN sind vorbei. 
Heute hast du VoIP über eine lustige Box und die hat wieder analoge 
Anschlüsse.

Autor: asdfg (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> Heute hast du VoIP über eine lustige Box und die hat wieder analoge
> Anschlüsse.

Und die haben immer noch eine Wechselspannung zum Klingeln und einen 
Gleichstrom zur Schleifenerkennung.

asdfg

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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asdfg schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Heute hast du VoIP über eine lustige Box und die hat wieder analoge
>> Anschlüsse.
>
> Und die haben immer noch eine Wechselspannung zum Klingeln und einen
> Gleichstrom zur Schleifenerkennung.

Genau. (Oder war das eine Frage? <-- man beachte das Satzzeichen)

Zumindest kann man selbst uralte Damals-Post-Leihtelefone noch daran 
betreiben. Und die Klingeln sogar.

Autor: Thomas Forster (igel)
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Cyblord -. schrieb:
> Zumindest kann man selbst uralte Damals-Post-Leihtelefone noch daran
> betreiben.

Ich hatte schon ein paar Telefonanlagen welche keine Impulswahl mehr 
unterstützten. Die Post-FeTap mussten dann leider weichen.

> Und die Klingeln sogar.

Das tun sie.

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Autor: asdfg (Gast)
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Cyblord -. schrieb:
> asdfg schrieb:
>> Cyblord -. schrieb:
>>> Heute hast du VoIP über eine lustige Box und die hat wieder analoge
>>> Anschlüsse.
>>
>> Und die haben immer noch eine Wechselspannung zum Klingeln und einen
>> Gleichstrom zur Schleifenerkennung.
>
> Genau. (Oder war das eine Frage? <-- man beachte das Satzzeichen)

Nein, der Punkt ist korrekt. Ausrufezeichen erschien mir uebertrieben, 
ist ja nichts Besonderes.

asdfg

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Thomas F. schrieb:
>> Ich hatte schon ein paar Telefonanlagen welche keine Impulswahl mehr
> unterstützten.

Das habe ich auch nicht behauptet.

>> Und die Klingeln sogar.
>
> Das tun sie.

Das reicht dem TE ja dann wohl.

Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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Hallo Lukas,
interessiert Dich das Thema noch ?
Ich habe vor kurzem so etwas umgesetzt.

Gruss
Kurti

Autor: Lukas D. (programmierer12)
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Kurti K. schrieb:
> Hallo Lukas,
> interessiert Dich das Thema noch ?
> Ich habe vor kurzem so etwas umgesetzt.
>
> Gruss
> Kurti

Na klar ich bin noch recht interessiert

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Genau gesagt wird die Klingelspannung (von ursprünglich 60V~ 25Hz) zur 
Versorgungsspannung (von ursprünglich 60V DC) addiert. In Reihe zum DC 
Netzteil der Vermittlungsstelle liegen wiederum die Spulen von Relais 
und die lange Leitung mit insgesamt ca 2kΩ Innenwiderstand.

Heute liefern die allermeisten Telefonanlagen etwas geringere 
Spannungen.

Das mit dem Kondensator ist schon korrekt. Allerdings belastet die 
Schaltung auch das Sprach-Signal, der Ton wird leiser und dumpfer.

Analoge Telefone unterbrechen daher die Leitung zur Klingel, wenn man 
den Hörer abhebt. Für externe Klingeln haben sie einen speziellen 
Ausgang - unter anderem deswegen haben die TAE Stecker mehr als 2 Pins.

Nur ist dieser Ausgang bei sehr vielen Telefonen heute leider nicht mehr 
auf den TAE Stecker herausgeführt.

Lösung: Statt Relais nimm einen Optokoppler, der weniger Strom benötigt. 
Dann kannst du einen kleineren Kondensator verwenden, und das 
Sprachsignal wird weniger bedämpft.
     220 Ohm     Optokoppler
a o---[===]--------|>|----+
                          |
b o----||-----------------+
      100nF

Achtung: Nimm einen Kodnensator für 250V~/400V=. Ein kleiner 63V 
Kondensator verträgt die Summenspannung nicht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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Hallo  Lukas,
in der ELV 04/1993 ist eine Telefon Klingelerkennung.
Die Schaltung habe ich genommen.

Die beiden Drähte vom Festnetz werden über einen 470 nF Kondensator auf 
einen Brückengleichrichter aus 1N400x Dioden geschaltet.

Vom Gleichrichter geht es über eine 2,7 Volt, 1,3 Watt Zenerdiode (in 
Sperrrichtung) und einen 2,2 kOhm Widerstand auf einen CNY17 
Optokoppler.

Die Ausgangsseite ist mit einem 1 kOhm Widerstand beschaltet.
Ich schalte mit dem Ausgang des Optokopplers direkt den Arduino-Eingang.

Gruss
Kurti

Autor: Lukas D. (programmierer12)
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Danke für deine Erklärung! Hast du zufällig den Schaltplan zur Hand und 
könntest mir den zukommen lassen?

Autor: Georg G. (df2au)
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Als Beispiel ein CLIP Decoder, wertet auch das Klingeln aus. Mit Kurtis 
Beitrag solltest du die 5 betreffenden Bauteile schnell finden (an der 
Telefonbuchse anfangen).

Autor: Kurti Kurti (kurti_kurti)
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Hallo,
wenn Du eine Mailadresse für mich hast.
Ich möchte aus urheberrechtlichen Gründen den Plan hier nicht posten.

Gruss
Kurti

Autor: Horst (Gast)
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Stefan U. schrieb:
> Versorgungsspannung (von ursprünglich 60V DC) addiert

Wo lebst Du denn, daß da 60V Speisung verwendet wurden?

Autor: Georg G. (df2au)
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Horst schrieb:
> Wo lebst Du denn, daß da 60V Speisung verwendet wurden?

War Norm weltweit. POTS...

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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>> Versorgungsspannung (von ursprünglich 60V DC) addiert
> Wo lebst Du denn, daß da 60V Speisung verwendet wurden?

"Ursprünglich" deutet an, dass dies sich zwischenzeitlich geändert hat. 
Und zwar mit Einführung der digitalen Vermittlungsstellen.

Autor: Joachim B. (jar)
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Stefan U. schrieb:
> Und zwar mit Einführung der digitalen Vermittlungsstellen.

Die Vorschriften für ungefährliche Kleinspannung wurden geändert von 60V 
auf 48V und damit die Versorgung, die bei EWSD auch auf 96V angehoben 
werden konnten (Ein Schelm der böses denkt, ich wunderte mich auch)

Autor: Stefanus F. (stefanus)
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Ich meine, im analogen Telefonnetz gab es nie den Anspruch, dass die 
Spannung ungefährlich sein soll.

Autor: Georg G. (df2au)
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Joachim B. schrieb:
> Ein Schelm der böses denkt, ich wunderte mich auch

Wieso? Für das Spleissen einer Leitung unter Spannung gab es Zuschläge. 
OK, wenn man nicht aufgepasst hat, hat es schon mal gekribbelt. Aber die 
extra Pfennige nahm jeder gern mit. Heute wäre das völlig undenkbar. Ein 
Wunder, dass die Menschheit überlebt hat.

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