Festnetzklingel mit Arduino

OP #4700805
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Hallo zusammen,
ich versuche eine Möglichkeit zu suchen mit der ich zwischen Telefon und 
Telefondose einen eingehenden Anruf erkennen kann um ein Relai für eine 
Klingel zu schalten. Das ganze soll dann so aussehen, dass zwischen Dose 
und Telefon ein Kästchen hängt mit einem arduino, der erkennt ob ein 
Anruf ein oder abgeht. Wenn ein Anruf eingeht soll ein Relai geschalten 
werden.
Hat jemand von euch eine Ahnung mit welchem Protokoll das ganze arbeitet 
und wie ich dass am besten anfangen könnte?

MFG programmierer12
Gast #4700814
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Ganz einfach: Nimm den Arduino, leg ihn ganz weit weg.
Dann nimmst Du einen Konsensator (1µf, 100V) und schaltest den in Reihe 
zum Relais. Das hängst Du jetzt an die Telefonleitung.
Wenn das Telefon klingelt zieht auich das Relais an.

Fertig.
Gast #4700819
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Horst schrieb:
> Dann nimmst Du einen Konsensator (1µf, 100V) und schaltest den in Reihe
> zum Relais. Das hängst Du jetzt an die Telefonleitung.
> Wenn das Telefon klingelt zieht auich das Relais an.

Und wenn das nicht funktioniert, dann schaltest Du vor das Relai_s_ eine 
kleine Graetzbruecke.

asdfg
#4700956
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Wenn das Telefon klingelt, dann kommen aus der Telefonleitung ungefähr 
60 Volt und durchaus genug Leistung, um damit eine mechanische Klingel 
zu versorgen. Telefone haben mal ohne Stromanschluss funktioniert.

Dein Telefonnetzbetreiber muss damit klarkommen.

PS: Relais schreibt man grundsätzlich mit s am Ende.
Gast #4701075
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Wenns klingelt ne Wechselspannung.
Deshalb auch einen Kondensator in Reihe, der blockt die ansonsten 
anliegende Gleichspannung, einen Gleichrichter und das Relais.
Läuft bei uns auch so.

In der Fritzbox werden nur bestimmte Nummern an diesen Anschluss 
weitergeleitet, sonst könnte ja jeder die Tür aufmachen.
#4701162
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asdfg schrieb:
> Cyblord -. schrieb:
>> Heute hast du VoIP über eine lustige Box und die hat wieder analoge
>> Anschlüsse.
>
> Und die haben immer noch eine Wechselspannung zum Klingeln und einen
> Gleichstrom zur Schleifenerkennung.

Genau. (Oder war das eine Frage? <-- man beachte das Satzzeichen)

Zumindest kann man selbst uralte Damals-Post-Leihtelefone noch daran 
betreiben. Und die Klingeln sogar.
Gast #4701248
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Cyblord -. schrieb:
> asdfg schrieb:
>> Cyblord -. schrieb:
>>> Heute hast du VoIP über eine lustige Box und die hat wieder analoge
>>> Anschlüsse.
>>
>> Und die haben immer noch eine Wechselspannung zum Klingeln und einen
>> Gleichstrom zur Schleifenerkennung.
>
> Genau. (Oder war das eine Frage? <-- man beachte das Satzzeichen)

Nein, der Punkt ist korrekt. Ausrufezeichen erschien mir uebertrieben, 
ist ja nichts Besonderes.

asdfg
Gast #4706019
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Genau gesagt wird die Klingelspannung (von ursprünglich 60V~ 25Hz) zur 
Versorgungsspannung (von ursprünglich 60V DC) addiert. In Reihe zum DC 
Netzteil der Vermittlungsstelle liegen wiederum die Spulen von Relais 
und die lange Leitung mit insgesamt ca 2kΩ Innenwiderstand.

Heute liefern die allermeisten Telefonanlagen etwas geringere 
Spannungen.

Das mit dem Kondensator ist schon korrekt. Allerdings belastet die 
Schaltung auch das Sprach-Signal, der Ton wird leiser und dumpfer.

Analoge Telefone unterbrechen daher die Leitung zur Klingel, wenn man 
den Hörer abhebt. Für externe Klingeln haben sie einen speziellen 
Ausgang - unter anderem deswegen haben die TAE Stecker mehr als 2 Pins.

Nur ist dieser Ausgang bei sehr vielen Telefonen heute leider nicht mehr 
auf den TAE Stecker herausgeführt.

Lösung: Statt Relais nimm einen Optokoppler, der weniger Strom benötigt. 
Dann kannst du einen kleineren Kondensator verwenden, und das 
Sprachsignal wird weniger bedämpft.
1
     220 Ohm     Optokoppler
2
a o---[===]--------|>|----+
3
                          |
4
b o----||-----------------+
5
      100nF

Achtung: Nimm einen Kodnensator für 250V~/400V=. Ein kleiner 63V 
Kondensator verträgt die Summenspannung nicht.
#4706079
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Hallo  Lukas,
in der ELV 04/1993 ist eine Telefon Klingelerkennung.
Die Schaltung habe ich genommen.

Die beiden Drähte vom Festnetz werden über einen 470 nF Kondensator auf 
einen Brückengleichrichter aus 1N400x Dioden geschaltet.

Vom Gleichrichter geht es über eine 2,7 Volt, 1,3 Watt Zenerdiode (in 
Sperrrichtung) und einen 2,2 kOhm Widerstand auf einen CNY17 
Optokoppler.

Die Ausgangsseite ist mit einem 1 kOhm Widerstand beschaltet.
Ich schalte mit dem Ausgang des Optokopplers direkt den Arduino-Eingang.

Gruss
Kurti
Gast #4706701
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>> Versorgungsspannung (von ursprünglich 60V DC) addiert
> Wo lebst Du denn, daß da 60V Speisung verwendet wurden?

"Ursprünglich" deutet an, dass dies sich zwischenzeitlich geändert hat. 
Und zwar mit Einführung der digitalen Vermittlungsstellen.

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