mikrocontroller.net

Forum: HF, Funk und Felder DAB+ Reichweite


Autor: Alter Lateiner (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Hi.  Bin im Urlaub auf Rügen. Kann hier zeitweise Polnische DAB+Sender 
empfangen.    Aber nicht einen einzigen deutschen Sender auf DAB +. 
Warum?

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
4 lesenswert
nicht lesenswert
Weil der NDR (der dafür zuständig ist) als DVB-T-Verfechter DAB lange 
ignoriert hat und erst laaangsam mit dem Senderbau für die 
Landversorgung insb. im Osten anfängt. Laut 
ukwtv.de/cms/deutschland-dab/mecklenburg-vorpommern-dab.html steht der 
nächste Sender in Rostock und hat kümmerliche 2.5kw. Marlow soll ab Ende 
2016 mit 5kw senden und könnte laut empfangsprognose.de zumindest den 
Südzipfel von Rügen erreichen. Aber gute Versorgung ist was anderes...

Autor: Wellenfänger (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Laut
> ukwtv.de/cms/deutschland-dab/mecklenburg-vorpommern-dab.html steht der
> nächste Sender in Rostock und hat kümmerliche 2.5kw.

Wobei es wenig Sinn macht, die Leistung von UKW-FM-Sendern mit denen von 
DAB+ modulierten Sendern zu vergleichen. Zumal DAB Netze im 
Gleichwellenbetrieb realisiert werden.

Sehr informativ dieses Dokument:
"Wieviel Feldstärke ist notwendig für akzeptable 
portabel-indoor-Versorgung mit digitalem Rundfunk?"

http://www.adv-radio-sci.net/4/337/2006/ars-4-337-2006.pdf


Nach diesem Abhandlung sind für aktzeptablen Empfang folgende 
Feldstärken notendig:

DAB (Band III): 64 dB(µV/m)
UKW-FM (Stereo): 93 dB(µV/m)

UKW braucht für störungsfreien Empfang also theoretisch um 29dB höhere 
Antennenpegel im Vergleich zu DAB. Allerdings sind UKW Frequenzen in der 
Versorgung von Tälern und Geländeeinschnitten im Vorteil. Da sehe ich 
einen großen Nachteil von DAB.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Wobei es wenig Sinn macht, die Leistung von UKW-FM-Sendern mit denen von
> DAB+ modulierten Sendern zu vergleichen. Zumal DAB Netze im
> Gleichwellenbetrieb realisiert werden.

Bitte keine Eulen nach Athen tragen... Das "kümmerlich" bezog sich auf 
die sonst üblichen Leistungen bei DAB.

> Allerdings sind UKW Frequenzen in der Versorgung von Tälern und
> Geländeeinschnitten im Vorteil. Da sehe ich einen großen Nachteil von DAB.

Wobei bei DAB Reflexionen in den Tälern keine störenden Interferenzen 
wie bei UKW verursachen, was wiederum ein Vorteil auch bei der 
Netzplanung ist.

Autor: Lurchi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Auch wenn DAB+ weniger Leistung benötigt, ist auch für DAB ein 2,5 KW 
Sender einer der kleineren. Der Standard scheint 10 kW zu sein.

MV ist bei der Versorgung auch wirklich das Schlusslicht. Da kommen kaum 
10 kW für alle Sender im Land zusammen.

Autor: michael_ (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vergiß es.
"Für die Position '54° 22' 53" N 13° 23' 44" E' konnten leider keine 
empfangbaren Programme ermittelt werden. Bitte überprüfen Sie den 
tatsächlichen Empfang mit Hilfe eines Leihgerätes bevor Sie sich ein 
Digitalradio kaufen."

Von hier:
http://www.digitalradio.de/index.php/de/empfangneu

Autor: Alex S. (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
OMG, das ist ja echt das Tal der Ahnungslosen!
Und das für nen Urlaubsort.
Welche Ensembles (Kanäle) aus Polen kannst du denn empfangen?

Autor: michael_ (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Deine Karte kann nicht stimmen.
Z.Bsp. fehlt Neubrandenburg.
Etwa zu alt?

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
michael_ schrieb:
> Z.Bsp. fehlt Neubrandenburg.
> Etwa zu alt?

Kann nicht sein. Schließlich heißt es NEU-Brandenburg.

-----------------------------------------------------------------

Immer schön DAB+ Geräte kaufen! Vielleicht hat man Glück und es wird 
schneller wieder abgesägt als DAB und DVB-T.

:((

Verarsche.

-Paul-

Autor: Alex S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Öhm?
Eben gerade mit FMList erstellt. 250 km Radius um Rügen herum.
Laut NDR soll NB erst im September oder Oktober aufgeschaltet werden. 
[1]
So stehts auch bei in der Datenbank von DABScan, wenn man die geplanten 
und inaktiven Sender im Filter berücksichtigt. [2]

[1] 
http://www.ndr.de/der_ndr/technik/Informationen_zum_DAB_Sendernetzausbau,dabsendernetzausbau100.html
[2] http://www.fmscan.org/info.php?i=2000467

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Die geplanten Aufschaltungsdaten stehen auch in der Sendertabelle auf 
ukwtv.de. Die Bilder auf empfangsprognose.de sind meistens etwas 
hinterher. Da die IFA aber ansteht sind sie für Aufschaltungen im 
Oktober/November etwas vorne dran.

> Immer schön DAB+ Geräte kaufen! Vielleicht hat man Glück und es wird
> schneller wieder abgesägt als DAB und DVB-T.

Geht das schon wieder los... Vor 6000 Jahren wäre das RAD wohl auch für 
dich Verarsche gewesen. Da braucht man auf einmal einen "Wagner" als 
Dienstleister und das ist alles soviel teurer als einfach ein paar 
Stämme als Unterlage, die man überall bekommt. Und dann ruckelt es noch 
so und geht so schnell kaputt. Und nach Gebrauch heizen sie auch kaum 
noch. Und RAD+ mit Gummi ist erst recht ein Dreck...

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Geht das schon wieder los...

Ja, das geht schon wieder los mit der Verschwendung von Technik. Kostet 
ja Alles nichts.

Georg A. schrieb:
> Vor 6000 Jahren wäre das RAD wohl auch für
> dich Verarsche gewesen.

Blah.

Georg A. schrieb:
> Und dann ruckelt es noch
> so und geht so schnell kaputt.

Genau so. Es ruckelt und es ist entweder voll da, oder gar nicht. UKW 
kann ich auch noch verrauscht entziffern, DAB ist taubstumm.

Unausgegorener Scheißdreck!
:(

-Paul-

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
> Blah.

Hab da auch noch was ähnlich Schlagkräftiges: Blub.

Du musst es ja nicht kaufen, andere scheinen aber durchaus Gefallen 
daran gefunden zu haben. Bei den heutigen Preisen für DAB-Module (ein 
paar EUR) gibt es keinen Grund mehr, ein Radio ohne zu kaufen. Im Auto 
ists zugebenermassen noch etwas mühsam, weil sich die Hersteller das 
vergolden lassen.

> Unausgegorener Scheißdreck!

Uiuiui, jetzt werden die Argumente aber kaum noch widerlegbar...

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Bei den heutigen Preisen für DAB-Module (ein
> paar EUR) gibt es keinen Grund mehr, ein Radio ohne zu kaufen.

Es sind Millionen von Radios im Umlauf. Es gibt Aberzehntausende von 
sog. Weltempfängern, die nicht billig waren. Es gibt neue Autos nur mit 
UKW-Tuner. Das ist Geldschneiderei vom Feinsten.

Georg A. schrieb:
> Uiuiui, jetzt werden die Argumente aber kaum noch widerlegbar...

Bring mal ein paar Argumente DAFÜR.

-Paul-

Autor: MarcOni (Gast)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
> Es gibt Aberzehntausende von
> sog. Weltempfängern, die nicht billig waren.

Wowww, ein wirklich überzeugendes Argument gegen DAB.

Weltempfänger zeichnen sich doch durch AM Lang- Mittel- und Kurzwelle 
aus, nicht durch UKW. Seitdem ein Großteil der "Welt" dort nicht mehr 
sendet sind Weltempfänger heute so wertvoll wie Heizer auf einer 
Elektrolok.

Autor: Joachim B. (jar)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
> Bring mal ein paar Argumente DAFÜR.

die alten FM Radios halten einfach zu lange (solange es kein SW1 ist 
mein größter Ärger)

Für das Wachstum und die Industrie musste einfach was Neues kommen und 
wir sollen jeden shice mitmachen DVB-T, T2, DAB, DAB+ usw.

Autor: Alexander S. (esko) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Laut Tagesschau [1] ließen sich durch Abschaltung von UKW und 
Verbesserung der heutigen DAB+ Ausstrahlung jährlich 15 Millionen Euro 
einsparen.

Das sind etwa 0,18€ pro Jahr und Bürger.

Die gesamten Einnahmen der GEZ beliefen sich auf 8131 Millionen Euro,[2] 
das sind ca. 100€ pro Jahr und Bürger.

[1] https://www.tagesschau.de/digitalradio-101.html
[2]http://m.tagesspiegel.de/medien/8-1-milliarden-euro-rundfunkgebuehren-gez-einnahmen-umstritten-aber-stabil/13738728.html?utm_referrer=

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Bring mal ein paar Argumente DAFÜR.

Warum soll ich mir für dich Arbeit machen? Du weisst doch eh schon 
alles. Zumindest den Stand vor 50 Jahren.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
MarcOni schrieb:
> Wowww, ein wirklich überzeugendes Argument gegen DAB.

Gell, das dachte ich auch. Schön, daß Du mich darin bestätigst.
;)

MarcOni schrieb:
> Seitdem ein Großteil der "Welt" dort nicht mehr
> sendet sind Weltempfänger heute so wertvoll wie Heizer auf einer
> Elektrolok.

Eben.

In einer Notsituation hätte man weitreichende Sender nötig, nicht 
irgendwelchen Rotz, der eine Reichweite von ein paar Kilometern hat und 
im Zweifelsfall auf Grund der Kompliziertheit als Erstes die Hufe 
hochreißt.

Aber was rede ich: Alles Neue ist SUPER, so super, daß es nach kurzer 
Zeit in der Versenkung verschwindet. Macht ja nichts -die Gelder 
versiegen nie, man kann sich immer wieder neue "Projekte" von den 
machtlosen Leuten finanzieren lassen.

Ich bin draußen -meinen DVB-T-Empfänger auseinander nehmen.

..und weg
-Paul-

Autor: Radiofreund (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo

Ich springe mal ein:

-Deutlich geringere Betriebskosten im Vergleich zu Analogen Breitband FM 
davon Profitiert auch wir als Hörer.

-Viele Programme auf einen Kanal. Analoges Breitband FM ist ein 
Frequenzfresser mit etwa 200KHz Bandbreitenbedarf (+Schutzabstand) für 
ein einzelnes Programm.

-Die sehr störenden Effekte bei Mehrwegempfang fallen weg.

-Es ist nicht die sehr hohe Feldstärke nötig die man bei Analogen FM für 
ein hochwertiges und sauberes Stereosignal braucht - wer schon mal 
Klassische oder Jazz Musik im  analogen (terrestischen) FM gehört hat 
ist bekannt das beim mobilen Empfang das selten ein Genuss ist - und 
selbst Stationär trotz dichten Sendernetz oft nicht wirklich qualitativ 
Hochwertiger Empfang möglich ist.
Bei der anderen Musik fällt das wegen der "nicht" vorhandenen leisen 
Stellen kaum auf.

-Je nach dem was der Programmbetreiber anbietet sind die Zusatztextinfos 
ein wirklicher Mehrwert (Und einige Sender machen das sogar)- das im 
analogen UKW Rundfunk vorhandene RDS bietet technisch zwar auch 
zusätzliche Textinfo nur wird diese "nie" genutzt.

-DLF DLRK sind Großflächig (aber leider auch nur innerhalb von 
Deutschland bzw. im grenznahen Bereich) problemfrei zu empfangen, ganz 
im Gegenteil zum Analogen UKW  - das ist wichtig für die welche ein 
Niveau volles Vollprogramm hören möchten was es bei den Öffentlich 
rechtlichen leider durchgängig nur bei den Programmen mit Klassischer 
Musik gibt.

Schade und für mich auch falsch war es allerdings das alle Analogen AM 
Sender des DLF abgeschaltet wurden, wenigsten zwei bis drei der 
leistungsstarken Sender auf LW und MW hätten als Backup und als für den 
Hörer kostenlose und Mobil sicher funktionierende Auslandsversorgung 
bestehen bleiben sollen - aber daran ist wohl nicht mehr zu ändern...

Radiofreund

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Radiofreund schrieb:
> Hallo
>
> Ich springe mal ein:
>
> -Deutlich geringere Betriebskosten im Vergleich zu Analogen Breitband FM
> davon Profitiert auch wir als Hörer.

Worin manifestieren sich die "deutlich geringeren Betriebskosten"?
Die geringere Sendeleistung? (ist ja eher ein Problem)
Weitgehende Automatisierung der Prozesse? (würde bei FM auch gehen)

> -Viele Programme auf einen Kanal. Analoges Breitband FM ist ein
> Frequenzfresser mit etwa 200KHz Bandbreitenbedarf (+Schutzabstand) für
> ein einzelnes Programm.

Viele Programme sind für was gut? (noch mehr Dödelfunk und Werbung?)

> -Die sehr störenden Effekte bei Mehrwegempfang fallen weg.

Ist ein Argument!

> -Es ist nicht die sehr hohe Feldstärke nötig die man bei Analogen FM für
> ein hochwertiges und sauberes Stereosignal braucht - wer schon mal
> Klassische oder Jazz Musik im  analogen (terrestischen) FM gehört hat
> ist bekannt das beim mobilen Empfang das selten ein Genuss ist - und
> selbst Stationär trotz dichten Sendernetz oft nicht wirklich qualitativ
> Hochwertiger Empfang möglich ist.

Bei datenreduziertem Digitalfunk ist das auch kein Vergnügen! 
Vergleichbar mit CD vs. MP3!

> -Je nach dem was der Programmbetreiber anbietet sind die Zusatztextinfos
> ein wirklicher Mehrwert (Und einige Sender machen das sogar)- das im
> analogen UKW Rundfunk vorhandene RDS bietet technisch zwar auch
> zusätzliche Textinfo nur wird diese "nie" genutzt.

Ist beides ein nettes Gimmik, im realen Leben schaut doch keine Socke 
ständig auf die Minnidisplays.

> Schade und für mich auch falsch war es allerdings das alle Analogen AM
> Sender des DLF abgeschaltet wurden, wenigsten zwei bis drei der
> leistungsstarken Sender auf LW und MW hätten als Backup und als für den
> Hörer kostenlose und Mobil sicher funktionierende Auslandsversorgung
> bestehen bleiben sollen - aber daran ist wohl nicht mehr zu ändern...

Zustimmung!

Old-Papa

Autor: Joachim B. (jar)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
bin vor 2 wochen durch Thüringen gefahren,

DAB geht, geht nicht (digitale Stille), geht, geht nicht.....

da lobe ich mir FM es wird zwar schwächer setzt aber nicht aus!

Autor: michael_ (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Radiofreund schrieb:
> -Deutlich geringere Betriebskosten im Vergleich zu Analogen Breitband FM
> davon Profitiert auch wir als Hörer.
Nein! Was auf der Senderseite eingespart wird, muß der Radiohörer 
zahlen.
Vergleiche mal den Energieverbrauch von UKW und DAB Geräten.

Paul B. schrieb:
> Kann nicht sein. Schließlich heißt es NEU-Brandenburg.
Häh?

Georg A. schrieb:
> Hab da auch noch was ähnlich Schlagkräftiges: Blub.
>
> Du musst es ja nicht kaufen, andere scheinen aber durchaus Gefallen
> daran gefunden zu haben. Bei den heutigen Preisen für DAB-Module (ein
> paar EUR) gibt es keinen Grund mehr, ein Radio ohne zu kaufen.

Eines mit DAB kostet mehr als 40EUR.
Ein gleichwertiges mit UKW kriegst du für 15EUR.

Autor: Marek N. (bruderm)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Bin eben durch Bremen gefahren.
Funkturm in Sichtweite (600 m). Bremen NEXT (200 W-Funzel): zischel, 
knister, prassel, brizzel
Der automatische Suchlauf wollts nicht mal finden.
Im DAB+ klappts selbst indoor einwandfrei (5 kW fürs Ensemble)

P.S. bei Kaufland gibts ein Technisat DAB+Radio als Dauerangebot für 
29,95 €.

SDR-Stick kostet vom Chinamann 6-8 € inkl. Versand.

Bitte kein Bashing, wenn es eins gibt, das beim Radio 
verbesserungswürdig ist, dann ist es nicht der Übertragungsweg, sondern 
die Inhalte.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> da lobe ich mir FM es wird zwar schwächer setzt aber nicht aus!

Wenn DAB da die Pegel des in 50 Jahren gut ausgebauten UKW hätte, wäre 
es auch nicht weg... Schau dir das doch mal den UKW-Lattenzaun auf dem 
Spektrumanalyzer an, alles andere ist da pegelmässig deutlich drunter.

> Worin manifestieren sich die "deutlich geringeren Betriebskosten"?
> Die geringere Sendeleistung? (ist ja eher ein Problem)

Ja. Schau die mal in der Sendertabelle auf ukwt.de die Anzahl und die 
Sendeleistung der UKW-Sender verglichen mit denen von DAB an. Bayern 1 
allein hat 41 Sender (=41 Frequenzen) in Bayern, viele Funzeln mit 
10-100W, aber in Summe so >800kW. Dann gibts aber noch B2, B3, B4, und 
B5... Ich rechne es nicht nach, aber das wird wohl mehr als 2MW und über 
200 Endstufen samt Exciter etc.

Das DAB-Sendernetz des BR (in B1-B5 und noch etwas mehr drin ist), 
besteht aus 47 Sendern (ohne Tunnel-Füllsender). Aber alle auf derselben 
Frequenz und mit gesamt ca. 300kW. DAB-Sender sind etwas ineffizienter 
als FM-Sender, aber mehr als 30% des UKW-Verbrauchs werden es sicher 
nicht.

Klar braucht es für extrem abgeschattete Bereich auch bei DAB Funzeln, 
die kann man aber recht bequem und für das Gesamtnetz auch an den 
Übergängen nicht störend als Repeater betreiben (solange es keine 
Rückkopplung gibt ;) ).

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
> Vergleiche mal den Energieverbrauch von UKW und DAB Geräten.

Ich dachte, es sind noch sooooviele alte UKW-Radios in Betrieb? Die 
Dinger sind garantiert nicht besser, schon gar nicht, wenn das so ein 
Modell Volksempfänger mit warmen Klang und 50W-Dauerheizung ist.

Wenn überhaupt zählt das Argument nur bei kleinen Kofferradios (mit 
grottigem Klang, egal ob DAB oder UKW...). Aber die paar 100mW gehen 
echt unter.

Autor: michael_ (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Wenn überhaupt zählt das Argument nur bei kleinen Kofferradios (mit
> grottigem Klang, egal ob DAB oder UKW...). Aber die paar 100mW gehen
> echt unter.

Eben!
Massenhaft gibt es Strand- oder Gartenradios.
Sicher hast du sowas nicht.
Bei meinem Hollywood-Mittags-Schlaf-Rentner-Radio und UKW reichen 4AA 
Zellen den ganzen Sommer.
Bei DAB reichten 6AA Zellen da nur zwei Wochen.

Und du wirst einen Unterschied im Klang von einem SONY-Deck UKW mit 
einem DAB unterscheiden?
In der Werbung wird ja jetzt massiv auf UKW rumgehackt, weil es 
angeblich verrauscht sein soll.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Wie lange hielten denn 4 AA Batterien eines UKW-Kofferradios mit Stereo 
so 1965 rum? Gab es da sowas überhaupt schon?

Wir sind hier in einem technischen Forum, aber anscheinend ist es 
trotzdem für viele nahezu unvorstellbar, dass sich auch HEUTIGE Technik 
weiterentwickeln wird...

Ich habe noch einen DAB-Pilotprojekt-Empfänger aus '96 vom Schrott, das 
war ein DSP+FPGA-Grab mit so 20-30W Verbrauch und ein paar kg. Knapp 20 
Jahre später passt das mit mehr Funktion (WLAN, Ethernet, etc.) schon 
auf 3*3*.5cm und braucht 100mW. Ist es so unwahrscheinlich, dass das 
nicht noch kleiner und sparsamer wird?

> In der Werbung wird ja jetzt massiv auf UKW rumgehackt, weil es
> angeblich verrauscht sein soll.

Ist es, wer das nicht hört, hat was auf/mit den Ohren *). Und der 
japanische 10000DM-Referenz-UKW-Tuner an der schönen 2000DM-Anlage mit 
Antenne am Dach zählt da nicht. Das war in den 80ern evtl. noch ein 
verbreiteter Use-Case, ist aber fast nicht mehr zu finden.

Radio wird heute im wesentlichen (quasi)portabel bzw. mobil gehört. Da 
fehlt es dann an vernünftiger Antenne und konstanten 
Empfangsbedingungen. Klar kann man was dagegen tun (ala Sharx von 
Blaupunkt), aber das ist auch recht DSP-aufwendig und löst die 
eigentliche Probleme nicht (zB die deutliche Verschlechterung des SNR 
durch die Stereokodierung). Und wenn man dann noch Kopfhörer nutzt, ist 
mobiles UKW unerträglich.

*) Das meine ich ernst... Im Pflegeheim meiner Mutter lief lange Zeit 
die Stereoanlage im Gemeinschaftsraum auf Mittelwelle 801kHz. Mein Vater 
(auch recht schwerhörig) fand den Mittelwellenklang  "besser" als den 
von UKW... Aber auch zischelnder UKW-Empfang hat ihn nicht gestört ("ich 
hör da nix, was hast du?").

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Wie lange hielten denn 4 AA Batterien eines UKW-Kofferradios mit Stereo
> so 1965 rum? Gab es da sowas überhaupt schon?
>
> Wir sind hier in einem technischen Forum, aber anscheinend ist es
> trotzdem für viele nahezu unvorstellbar, dass sich auch HEUTIGE Technik
> weiterentwickeln wird.

Davon ist auszugehen.
Rauschen auf UKW (besser FM) ist vorhanden, keine Frage! Doch was ist 
nun besser: Die feinsten Harfenklänge klassischer Musik gehn etwas im 
Rauschen unter oder sind beim Digitalfunk der Datenreduktion zum Opfer 
gefallen?
Mit einem guten "rauschfreien" FM-Empfänger kann ich sie vielleicht doch 
noch gut heraushöhren, beim Digitalen sind se weg!
Für Dudelfunk und Werbeschleudern ist das auch egal, für gute Musik eben 
nicht. Doch genau das wird den Konsumenten seit Jahren vorgegaukelt.

Un ja, eigentlich ist es derzeit auch wurscht, UKW und DABxx 
funktionieren parallel ganz ordentlich! Warum willst Du (und andere 
DAB-Fetischisten) den "Analoghörern" unbedingt ihr "Digital-Glück" 
aufzwingen?

Old-Papa
Der auch DAB+-Geräte hat...

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Warum willst Du (und andere DAB-Fetischisten) den "Analoghörern"
> unbedingt ihr "Digital-Glück" aufzwingen?

Will ich nicht, bin jetzt auch nicht so der Early-Adopter. Aber man 
sollte doch bei technisch korrekten bzw. ehrlichen Argumenten bleiben. 
Da gäbe es auch genügend gegen DAB, so wie auch bei anderen Standards 
immer Nach- und Vorteile gibt. Stattdessen kommt nur Verarsche, Abzocke 
& Co., weil man sich eben nicht technisch mit was auseinandersetzen 
will, Hauptsache gegen was Neues. Und diese Haltung geht mir auf den 
Senkel.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Stattdessen kommt nur Verarsche, Abzocke
> & Co., weil man sich eben nicht technisch mit was auseinandersetzen
> will, Hauptsache gegen was Neues.

Nein. Nicht, weil man sich technisch nicht mit etwas Neuem 
auseinandersetzen will, sondern, weil sich das Ganze wieder nur als 
Beschäftigungstherapie für die Industrie und als Geld- und 
Materialvernichtungs-Maschinerie erweisen wird. Genau so, wie vorher 
schon das "normale" DAB und auch DVB-T. Dazu kommen noch die Kampagnen 
im Rundfunk, die den Leuten zusätzlich auf den Sack gehen. So etwas 
erzeugt dann sicher keine Sympathien.




MfG Paul

Autor: Alex S. (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Niemand will hier irgendjemandem das Digitalradio aufzwängen!

Kollege "Alter Lateiner" hat bereits ein Gerät und fragte, warum er an 
seinem Urlaubsort keinem Empfang (deutscher Ensembles) hat.

Es wurden diverse Quellen, Frequenzlisten und Empfangsprognosen zur 
Erklärung zitiert.

Kollege Baumann war der erste, der sich wie die Axt im Walde aufgeführt 
hat und von "Verarsche" und "Scheißdreck" skandiert hat.

Autor: Meister E. (edson)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Wie lange hielten denn 4 AA Batterien eines UKW-Kofferradios mit Stereo
> so 1965 rum? Gab es da sowas überhaupt schon?
>
> Wir sind hier in einem technischen Forum, aber anscheinend ist es
> trotzdem für viele nahezu unvorstellbar, dass sich auch HEUTIGE Technik
> weiterentwickeln wird...

Naja, in die (technische) Zukunft schauen ist so einfach nicht. Wie Du 
eingangs eröffnest, kennst Du ja noch nicht mal die Vergangenheit, was 
aber vergleichbar einfach wäre.

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

http://kailo.de/1996/01/01/fehlstart-auf-den-radio-highway/

ich habe mein DAB-Radio aus dem Feldversuch ca. 1998 gekauft, die 
"Home"-Version mit PC-Anschluß. Die ISA-Karte davon habe ich wohl 
immernoch im Keller liegen. Mein Bekannter hatte die Version im Auto, 
mit Info-Display usw.
Den Noxon-Stick habe ich mir bei seinem Erscheinen gehohlt, hätte ja 
sein können, daß DAB+ mehr bietet als DAB damals. War ein Irrtum, aber 
als RTl-SDR geht er ja auch.

In der Bastelbude steht eine defekt billg gekaufte "Anlage" mit UKW und 
DAB+.
Einen Vorteil, den mir DAB+ gegenüber UKW bietet, habe ich damit real 
noch nicht gefunden.

Um 2000 rum wurden kurze Zeit lokale Infos im Datenstrem geschickt. Das 
hat meinen Bekannten gefreut, er konnte unterwegs dann schnell schauen, 
welcher Film in den Kinos leif und vielelicht einfach noch hinfahren.
ok, hat sich nur kurz gehalten, mußte ja jemand den Kram readaktionell 
aufbereiten...

Mir reicht es völlig, wenn ich im Radio am Tag 3x die gelchen Titel 
hören, 5x den gleichen Höreranruf eingespielt bekomme und wie letztens 
auf Berliner Rundfunk am Freitag Nachmittag den Wetterbericht vom 
votigen Montagmorgen alle halbe Stunde eingespielt bekomme und 
vermutlich keiner da ist, der das merkt oder ändert...

Es ist mir auch ziemlich egal, ob ich, wenn ich unterwegs bin, auf UKW 
oder auf DAB+ keine Reportage über ein WM-Endpiel hören kann, weil es 
ohnehin keiner sendet.

UKW-Rundfunk, Stereo-Schallplatte, Stereo-Rundfunk, Farbfernsehen, 
Sat-TV. Alles Entwicklungen, die irgendwie einen Mehrwert bieten 
sollten, die für Firmen den Anreiz boten, ein Marktsegment zu 
erschließen, um sich von anderen abzuheben und Geld zu verdienen.

DAB/DAB+ hat es in fast 20 Jahren nicht geschafft, in den Markt zu 
kommen. Es hätten längst in allen neuen UKW-Radios DAB-Tuner sein 
müssen, selbst, wenn es nur einen MUX gegeben hat. Auch UKW war drin, 
als es nicht mehr als 1-2 Ortssender gab, Stereo und Farb-TV, als es nur 
stundenweise gesendet wurde. Dazu kam die Werbung: diese Sendung ist in 
Stereo, in Farbe usw.

Die Zeiten sind lange vorbei, darin gebe ich Paul uneingeschränkt recht.
DAB kennen nur Insider und Argumente für DAB hat kein Verkäufer.

http://www.digitalradio.de/index.php/de/empfang-berlin

was soll man mit solchen Bilderbuchseiten? Eine Liste mit Sendern, einer 
Kurzübersicht der Zielgruppe usw. wäre da wohl angebracht.
Sucht mal die DVB-T/T2-Belegung für berlin und sagt mir, was da in 
welchem MUX vorhanden ist und was DVB-T und was DVB-T2 ist. Findet man 
nicht? Stimmt...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Diodenes (Gast)
Datum:

Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Schon mal einen Praxistest gemacht?

30-50DM/€-Klasse:
UKW-Küchenradio von ca. 1978 mit ca. einem Dutzend Transistoren gegen 
ein DAB+-Radio von 2015

und aus dem gehobeneren Preissegment:
Tandberg-Receiver/Onkyo-Tuner gegen einen DAB+-Boliden für 200 plus x 
Euro

Das Ergebnis der beiden Vergleiche war für das jeweilige DAB+-Gerät 
nichts weniger als VERNICHTEND. Das Kuriose dabei war, daß ich mir 
selbst mithilfe der Vergleiche eigentlich genau das GEGENTEIL hatte 
beweisen wollen, nämlich daß DAB+ klanglich ganz bestimmt überlegen sei 
- Pustekuchen!

Schon der Klang des gesprochenen Wortes auf DLF und Bayern 2 waren 
bemerkenswert "dosenmäßiger" als auf UKW, aber bei B4 Klassik hat es mir 
dann vollends den Stöpsel rausgehauen - was für eine quakende Schei...! 
Man merkt es erst so richtig im unmittelbaren Vergleich, am besten an 
ein- und demselben HiFi-Verstärker mit vernünftigen Lautsprecherboxen.

Wer dann den frappanten Unterschied wirklich nicht hört, der hat erstens 
- ganz ernstgemeint - mein aufrichtiges Beileid, und zweitens sollte so 
jemand vielleicht gar nicht vorrangig über den Kauf eines Radios 
nachdenken, sondern über die Anschaffung eines Hörgeräts ;-)

Daß DAB+ dabei quasi unter Wert durchs Ziel geht, weil die Bitraten ja 
nicht so mickrig sein müssten, wie sie es aus Reibacherwägungen nun halt 
mal sind, steht auf einem anderen Blatt. Diese Kastration ist nunmal 
politisch gewollt und auch nicht wirklich verwunderlich, wenn an den 
entscheidenden Stellen der zuständigen Gremien mehr oder weniger 
hörbehinderte Polit- und Wirtschafts-Tattergreise sitzen, die oberhalb 
von 5khz allenfalls noch das Geklimper ihrer Münzsammlungen 
registrieren.

Daß die DAB+-Radios fast durchweg maßlos überteuert sind, oft idiotische 
Benutzerschnittstellen haben, und daß auch die Stromverbräuche oft 
störend hoch sind, kommt noch dazu.
Letzteres hängt wohl mit dem konzeptionellen Fehlentscheidung oder sagen 
wir "Feature" zusammen, daß bei DAB+ immer ein ganzer Rattenschwanz an 
Programmen aka Ensemble gleichzeitig dekodiert wurden muß, aus dem man 
dann zu guter Letzt das gewünschte Programm herauszieht. Gleichzeitig 
wird dadurch auch die benötigte Bandbreite höher als sie sein müsste, 
was bei schwierigeren Empfangsverhältnissen möglicherweise zum Bumerang 
wird.

Womit meine Ernüchterung dann einigermaßen komplett ist. Denn die 
Empfangsleistung "inhouse" ist hier, nur etwa 3km vom Sendeturm 
entfernt, bereits eigentlich nicht konkurrenzfähig. Schwupps, ist der 
Sender futsch.

Tja, was soll ich also sagen? Auch wenn man Neuem offen und 
aufgeschlossen gegenübersteht, ist es nicht immer einfach, das Neue auch 
gleich herzlich zu lieben ;-) Was mir tatsächlich gut gefällt, ist die 
Anzahl an inhaltlich brauchbaren Sendern. Das will ich nicht kleinreden.

P.S.
Nun hat unsere stets hellwache Regierung ja kürzlich gemahnt, der brave 
Bürger möge sich für Krisenszenarien wappnen und bevorraten, und dafür 
u.a. auch ein Radio mit Batterien vorsehen. Leider hat man nicht näher 
erläutert, auf welchen Verbreitungswegen, Frequenzen, Betriebsarten etc, 
die Krise dann musikalisch orchestriert werden soll. Am besten hat man 
wohl vom Detektor über KW-Pendler und Selbstbau-Superhet bis zum DAB+er 
alles parat, und dann ist der Keller eh fast voll ...

P.P.S.
Alex S. schrieb:
> Niemand will hier irgendjemandem das Digitalradio aufzwängen!
Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Alex S. schrieb:
> Kollege Baumann war der erste, der sich wie die Axt im Walde aufgeführt
> hat und von "Verarsche" und "Scheißdreck" skandiert hat.

Kollege Baumann nennt die Dinge so, wie sie sind beim Namen, Kollege 
unangemeldeter Nutzer. Die Erfahrung lehrt, daß man einen Haufen Dreck 
nicht mit dem Überschütten von Parfüm gefälliger machen kann.

-Paul-

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

Diodenes schrieb:
> Wer dann den frappanten Unterschied wirklich nicht hört, der hat erstens
> - ganz ernstgemeint - mein aufrichtiges Beileid, und zweitens sollte so
> jemand vielleicht gar nicht vorrangig über den Kauf eines Radios
> nachdenken, sondern über die Anschaffung eines Hörgeräts ;-)

die Problematik aller verlustbehafteten Audiokompressionsverfahren ist 
es, daß der geschichte ein mehr oder weniger gutes Psycho-Akustisches 
Modell des Gehörs zugrunde liegt.
Das funktioniert nur 100%, wenn man eine solches Standardgehör hat.
Der c't-Test irgendwann Anfang der 2000er hat da interessante Ergebnisse 
erbracht, die prinzipiell immernoch passen.

DAB+ war für mich definitv schlechter als das alte 192kBit MP2 und auch 
schlechter als alte 128kBit MP3 aus den Lame-Anfangszeiten.
Mehr Artefakte und ein verfälschter Frequenzgang. Natürlich hätte der 
aktuelle Codec Vorteile haben können. Bei 192kBit, aber nicht bei 
96kBit.
Das ist aber nicht Sinn der Sache, die Qualität zu verbessern. Sinn ist 
es, bei möglichst nicht allzuviel schlechterer Qualität 10 Sender mehr 
in den MUX zu packen. Die Leute werden sich schon dran gewöhnen, muß ja 
besser sein.

Empfangsbedingungen ist ähnlich. Natürlich hat das UKW-Kofferradio mal 
ein paar Verzerrungen oder Rauscheinbrüche, wenn man ungünstig an der 
Antenne vorbei läuft. Dreht man eben subjektiv etwas an der Antenne oder 
stellt es 1m daneben und gut. Bei DAB darf man sich mit dem Gestotter 
anfreunden, ein Versuch der Abhilfe ist sinnlos, weil es keine direkte 
Rückmeldung zwischen Empfangsqualität und dem Gehörten gibt. DVB-T 
genauso, ein Geisterbild oder den Schnee konnte man minimieren oder 
ertragen. Die unberechenbaren Klötzchen und Standbilder mit Tonverlust 
weniger.

Natürlich könnte man die BER mit einem Magischen Auge anzeigen, wäre 
zumindest ein Ansatz...

Gruß aus Berlin
Michael

: Bearbeitet durch User
Autor: Ordner (Gast)
Datum:

Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
> Unausgegorener Scheißdreck!
> :(
>
> -Paul-

Du bist doch Berliner, geh doch am Wochenende zur Funkausstellung und 
unterzieh dem "Scheißdreck" einen Ingenieursmäßig harten Test und den 
Spezialisten dort eine hgochnotpeinliche Befragung - das hast doch 
gelernt?!

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ordner schrieb:
> Du bist doch Berliner,

Ich esse gern welche, bin aber keiner.

> geh doch am Wochenende zur Funkausstellung

Da müßte ich fahren und zwar ziemlich weit.
>  und
> unterzieh dem "Scheißdreck" einen Ingenieursmäßig harten Test und den
> Spezialisten dort eine hgochnotpeinliche Befragung

Was sollte ich denn fragen? Wie lange sich diese Technologie diesmal 
hält?
Das weiß der Spezialist auch nicht.
> - das hast doch
> gelernt?!

Ich habe gelernt, daß böswillige Unterstellungen bei mir nicht fruchten.

-Paul-

Autor: Ordner (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:

>> - das hast doch
>> gelernt?!
>
> Ich habe gelernt, daß böswillige Unterstellungen bei mir nicht fruchten.
>
> -Paul-

???Sorry, aber Dir zu "unterstellen" das du was gelernst hast ist 
böswillig??? - Jetzt bin ich verwirrt!?

Autor: John D. (drake)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ordner schrieb:
>
> ???Sorry, aber Dir zu "unterstellen" das du was gelernst hast ist
> böswillig??? - Jetzt bin ich verwirrt!?

"- das hast doch gelernt?!" an einem Satzende würde man normalerweise 
auf den zu letzt genannten Begriff beziehen. Das war "hochnotpeinliche 
Befragung", also eine Befragung unter Anwendung von Foltermethoden.

Autor: Joachim B. (jar)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
> Die Erfahrung lehrt, daß man einen Haufen Dreck
> nicht mit dem Überschütten von Parfüm gefälliger machen kann.

sost (so ist es)

Autor: Joachim B. (jar)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Ordner schrieb:
> Du bist doch Berliner, geh doch am Wochenende zur Funkausstellung

ist er das?

Ich war auf mehreren IFAs

(OK schon länger her) Frage am LCD TV Stand nach Bootzeit bis Bild und 
Ton kommt warum es so ewig dauert, kein Ton sofort, kein Bild nach 6s 
das nenne ich Rückschritt -> betretenes Schweigen!

Frage wo ich das teuerste Netzkabel der Welt 12500,-€ für 1,5m 
reinstecken darf, ich die 10,-€ Steckdose mit dem 50m Ring NYM für 30,-€ 
dahinter?

Hört mir auf mit IFA, das Meiste ist doch unausgegorender Schrott

von D2MAC (auch wenn die Bilder gut waren bis zur Quadrophonie (ein 
Glück das ich nicht allen Mist mitmache, sonst wäre ich schon bei 
digital 11.4, da kommt man ja kaum mit dem Verkabeln hinterher)

Autor: Oliver S. (oliverso)
Datum:

Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
DAB+ löst Probleme, die niemand hat.

Hier in SWR3-Land macht SWR ja mal wieder heftig Werbung dafür. Titel 
des aktuellen Songs ablesen (funktioniert analog mit RDS völlig 
problemlos), schnellere Verkehrsfunkinfos (bis SWR3 mal einen Stau 
mitbekommen hat, ist der schon lange wieder vorbei), dazu weitere völlig 
nutzlose Features. Im Dafür weiße Flecken auf der DAB-Landkarte, soweit 
das Auge schaut. Wenns denn mal flächendeckend eingeführt ist, 
funktioniert es im Idealfall genauso gut wie FM-Radio aus dem letzten 
Jahrtausend.

Das braucht kein Mensch.

Oliver

Autor: Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Michael U. schrieb:
> DAB/DAB+ hat es in fast 20 Jahren nicht geschafft, in den Markt zu
> kommen. Es hätten längst in allen neuen UKW-Radios DAB-Tuner sein
> müssen, selbst, wenn es nur einen MUX gegeben hat.

Ja, das ist ein recht deutlicher Fingerzeig.

Man sieht nicht recht, welchen Mehrwert DAB bieten soll.

Zuhause kann es immer weniger punkten, weil es mittlerweile gute 
WLAN-Radios gibt, die sich teilweise bequem per Browser konfigurieren 
lassen und die Senderauswahl unübertroffen ist.
Dazu kommt noch die deutlich höhere mögliche Datenrate (=Qualität).
Am PC/Tablet/Smartphone hört man noch viel einfacher per Stream.

Und wem UKW zuhause reicht, der erhält eine vernünftige Qualität, wenn 
er erst einmal die Antenne richtig ausgerichtet hat.

Als einzig interessanter Ort für DAB-Geräte bleibt das Auto. Aber da 
sind die Grundgeräusche meist deutlich höher als das UKW-Grundrauschen. 
Dafür hab ich mit UKW hier in der "Grünen Hölle" überall zumindest 
irgendeinen Sender in erstaunlich guter Qualität drin.

Und wenn ich im Auto wirklich Klassik hören will, dann schalte ich auf 
USB/CD/Smartphone um und erhalte die Qualität und die Musik, die ich 
haben möchte.

In heutigen WLAN/Funknetzzeiten wirkt DAB schon etwas angestaubt.

Autor: Joachim B. (jar)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
mein neues sonie Radio (hat man mir leider aufgedrängelt würde ich NIE 
kaufen), Sendersuchlauf gibt es nicht, ich muss mich durch 5 Tunermenüs 
hangeln, bei nächster Sender kommt in DAB(+) nur unbelegt, was soll der 
Mist?
Das konnten alle FM Radios besser, nächste Station preset oder 
automatischer Sendersuchlauf, DAS war Komfort!

Autor: Dieter P. (low_pow)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Autor: Wellenfänger (Gast)
>Datum: 30.08.2016 12:29

>Sehr informativ dieses Dokument:
>"Wieviel Feldstärke ist notwendig für akzeptable
>portabel-indoor-Versorgung mit digitalem Rundfunk?"

>http://www.adv-radio-sci.net/4/337/2006/ars-4-337-2006.pdf

>Nach diesem Abhandlung sind für aktzeptablen Empfang folgende
>Feldstärken notendig:

>DAB (Band III): 64 dB(µV/m)
<UKW-FM (Stereo): 93 dB(µV/m)

Toll,bezogen auf guten Stereoempfang.

Es dürfte auch andere sachliche und unabhängige Untersuchungen
dazu geben als eine Fragebogenaktion.

DAB+ hat gegenüber UKW-FM empfangsmäßig einen Nachteil von 15dB.
Das liegt darin, daß um überhaubt Empfang zu haben, eine Schwelle
überschritten werden muß.Band III hat gegenüber UKW-FM eine höhere
Freiraumdämpfung ( ausgleich mit höherem Antennengewinn ? ).
Die hohe Bandbreite bei DAB+ mit ca 1,6 MHz ist halt gegenüber 0,3 MHz
( oder auch weniger bei Mono ) von UKW-FM bei schlechtem Empfang
einfach ein NO GO.

Der UKW-Empfang wird ja auch künstlich verschlechtert mit dem
200 kHz Raster, Nachbarkanalstörungen selbstverständlich.
Besser ein Programm einmal stark und dreimal schlecht,
sonst wäre außer dem BR als Platzhirsch noch anderer Empfang
möglich.

Ob da wohl ein paar Interessenvertreter einfach nur Lizenzgebüren
einschieben und teure Technik verkaufen wollen ?

Wenn ich das richtig sehe, funktioniert das in Deutschland nur
wegen der Zwangsabgabe, andere Länder schalten diese tolle
( teure ) Technik wieder ab.

Hat der vorgesehene digitale Nachfolger von UKW-FM, Namens
DRM+ zu wenig Lobbyisten?

Autor: Lurchi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Im UKW Bereich wird der Platz einfach knapp: für die etwa 6 starken 
Sender geht das ganz gut, aber bei einigen schwächeren Sendern hat man 
dann schon mal deutliche Störungen drauf, als Rauschen oder die Mischung 
aus 2 Sendern. Von daher ist das alte UKW keine Alternative zu einem 
neuen Verbreitungsweg - da reicht einfach die Bandbreite nicht aus.

Der Klang beim DLF auf DAB+ ist tatsächlich irgendwie komisch, wohl für 
eine bessere Sprachverständlichkeit. Klingt irgendwie noch fast wie AM. 
Da ist der Kang auf UKW tatsächlich besser - sofern man denn ungestörten 
Empfang hat. Die Datenrate ist eigentlich nicht so schlecht, und andere 
Programme haben einen guten Klang. Das ist also klein Prinzipielles 
Problem von DAB+, eventuell noch eines der Geräte / Sender, denn das 
Datenformat ist nicht einheitlich.

Autor: Lurchi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der oben zitierte Vergleich mit der Signalstärke ist tatsächlich etwas 
fragwürdig. Es hängt halt davon ab, welche Qualität und Häufigkeit von 
schlechtem Empfang man ansetzt - danach ändern sich die Zahlen noch 
etwas. Es bleibt aber dabei, das DAB+ mit deutlich weniger Sendeleistung 
auskommt, ob da jetzt 20 dB oder 28 dB sind, darüber kann man streiten.

Bei der Feldstärke wo DAB+ anfängt Aussetzer zu zeigen, kann man einen 
UKW Sender kaum noch finden.

So wirklich mehr Antennengewinn kann man bei DAB+ mit mobilen Geräten 
nicht erwarten. Die Sendeantennen sind auch für UKW nicht so groß. Für 
den einfachen Draht hat man eher das Problem, das dies ggf. ein 
Kompromiss für UKW und DAB+ sein soll. Für eine stationäre 
Empfangs-Antenne könnte man etwas mehr Antennengewinn erwarten, schon 
weil man weniger Senderstandorte hat und überhaupt ein gerichtete 
Antenne gebrauchen kann. Auf UKW ist ein gerichtete Antenne nur 
eingeschränkt sinnvoll (ohne Rotor).

Im Ausland ist die Akzeptanz bei DAB+ eher besser als hier - wenn auch 
nicht überall. Die Schweiz will sogar schon recht bald das UKW Netz 
abschalten.

Autor: Alter Lateiner (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Leute.  Ich bin der der diesen Thread angestoßen hat.  Danke für die 
vielen Antworten.  Aber nach der ersten Antwort war meine Frage 
eigdntlich beantwortet.  Nur mal also Info am Rande.  Mein DAB + Radio 
Philips ae5020-b12 fand ich im elektoschrott eines bekannten 
elektromarktes. Die haben es selber entsorgt. Nur die originalverpackung 
Anleitung und Steckernetzteil fehlten...

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Die hohe Bandbreite bei DAB+ mit ca 1,6 MHz ist halt gegenüber 0,3 MHz
> ( oder auch weniger bei Mono ) von UKW-FM bei schlechtem Empfang
> einfach ein NO GO.

Wobei in die 1.6MHz von DAB dann aber auch so 8-16 Programme reinpassen, 
effektiv wird also weniger Bandbreite bei weniger Pegel benötigt.

Andersrum lohnt es sich natürlich auch nur mit sovielen Programmen. 
Dieser Multiplexzwang wurde früher immer kritisiert, weil damit die 
Anbieter zwangsweise irgendwie bei Media Broadcast unterkommen müssen. 
Allerdings wäre eh keiner von denen in der Lage, ein eigenes Ensemble zu 
betreiben und dann wäre das heute mit einer möglichen Zubringung über 
IP/DSL statt dem teuren S2M zumindest technisch kein Problem mehr. So 
ein Multiplexer ist aus informatischer Sicht auch ein eher triviales 
Ding, wird nur immer soviel Popanz drumrum gemacht.

> Der Klang beim DLF auf DAB+ ist tatsächlich irgendwie komisch, wohl für
> eine bessere Sprachverständlichkeit.

Erst recht komisch, weil der noch eine deutlich höhere Bandbreite wie 
die anderen Privaten hat. Die Privaten ruinieren sich ihren Klang aber 
auch gerne durch extremes Soundprocessing. Sehr oft wird auch das 
Optimod-Signal von UKW genommen, was für ganz andere Anforderungen 
zurechtgebogen wurde...

Autor: Marcus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Erst recht komisch, weil der noch eine deutlich höhere Bandbreite wie
> die anderen Privaten hat.

Speziell DLF wurde ja erst ab dem 1.6. DAB+, vorher war es ja nur DAB, 
also MPEG Audio Layer 2. Ich finde es jetzt wesentlich besser und wenn 
das Signal wegbricht, gibt es kein Zischeln mehr - es wird nur noch 
stumm :)

Autor: Diodenes (Gast)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
>> Die hohe Bandbreite bei DAB+ mit ca 1,6 MHz ist halt gegenüber
>> 0,3 MHz
>> ( oder auch weniger bei Mono ) von UKW-FM bei schlechtem Empfang
>> einfach ein NO GO.
>
> Wobei in die 1.6MHz von DAB dann aber auch so 8-16 Programme reinpassen,
> effektiv wird also weniger Bandbreite bei weniger Pegel benötigt.

Naja, also das ist natürlich eher eine Hütchenspielerargumentation ;-) 
Denn mit dieser Überlegung könntest Du auch sagen, daß ab sofort alle 
PKWs abgeschafft gehörten und nur noch mit Bussen herumgefahren wird, um 
Straßenbreite und damit Asphalt zu sparen: im PKW hocken bei 1,80m 
Breite 4 Personen, in einem 2,55m breiten Reisebus dagegen 50 Leute. 
Effektiv würde es dann also reichen, pro Fahrspur nur mehr 2,55m/50 = 
5,1cm zu kalkulieren. Daß das völliger Unfug wäre, ist natürlich klar, 
denn die 2,55m müssen ja trotzdem ganz offensichtlich irgendwie "durch", 
da beisst die Maus keinen Faden ab.

Und so ist es auch mit der vergleichsweise happigen Bandbreite von 
1,6Mhz:
Leider muß dieser 1,6Mhz-Bus mit zig (ungebetenen) 
Multiplex-Programm-Passagieren an Bord in ganzer Breite und völlig ohne 
Kratzer durch den Äther rumpeln, obwohl Du eigentlich nur EINEN dieser 
Passagiere bei Dir zu Hause in der Küche haben willst ;-)

D.h. für den Empfang eines einzigen Programms muß notwendigerweise 
zugleich auch noch der Datenschwall für mehr als ein Dutzend weiterer 
Programme in voller Breite durch die Luft gezwängt, im Empfänger 
prozessiert und am Schluss zu über 90℅ wieder nutzlos weggeworfen 
werden. Gerade in Sachen Batteriebetrieb ist dieser Gedanke besonders 
verdrießlich! Insgesamt kann der Empfang sehr leicht problematisch 
werden - besonders in Gebäuden, aber vielleicht auch bei sehr schneller 
Autobahnfahrt, so wie bei DVB-T?

Daß es mit Gebäuden tatsächlich schwierig ist, wird durch die Existenz 
dieses Dokuments deutlich, in dem der Verkäuferseite ein Mittel an die 
Hand gegeben wird, den potentiellen Käufer durch eine besonders gutes 
Vorführerlebnis zu beeindrucken - wehe, wenn der dann zu Hause unter 
normalen Bedingungen das Radio anschließt...
http://www.digitalradio.de/repeater/formular/download/Information_zur_Digitalradio_Versorgung_in_Verkaufsmaerkten_181012.pdf

Andere Konzepte basieren auf schmalbandiger Übertragung, z.B. DRM(+). Es 
gibt also reichlich Alternativen. Hierzulande soll aber mit ziemlich 
massiver Propaganda DAB+ durchgedrückt werden. Schaumer mal.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Diodenes
Das war eine fundierte Annelise, äh Analyse. Trotzdem werden die (evtl. 
bezahlten) Verfechter nach wie vor ihr Hohelied auf diese Technik 
singen.
:(
MfG Paul

Autor: Lurchi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das zusammenfassen von mehr Kanälen zu einem Multiplex hat wohl vor 
allem den Grund, dass man dann nicht so viele Frequenzen benötigt. Je 
nach Qualität / Aufwand den man für die Radios vorsieht, braucht man 
zwischen 2 Sendern noch etwas ungenutzten Bandbereich. Beim 
Zusammenfassen zu einem Multiplex verliert man dagegen kaum etwas - vor 
allem ggf. unnötige Sendeleistung, wenn ein Multiplex nicht voll belegt 
ist. Einiges kann man da auch mit der Datenrate ausgleichen: solange 
Platz frei ist könnte man mit höherer Datenrate senden, wenn es knapp 
wird, könnte man etwas quetschen, vor allem bei Info / Sprach Sendern. 
Das gibt es sogar dynamisch, für Kanäle die nicht rund um die Uhr 
senden. Die Regel dürften 6-10 Programme je MUX sein. Info-sender gibt 
es sogar wieder in Mono.

Die geringere nötige Feldstärke hat man trotz der höheren Bandbreite für 
einen Multiplex. D.h. im Bild oben zu bleichen ist der Bus schmaler / 
leichter als die Autos die er ersetzen soll.

Für den Empfang muss man die volle Decodierung auch nur für den zu 
hörenden Sender machen - die anderen können weiter als MP3 oder was auch 
immer gepackt bleiben. Nur die Rohdaten bis zum Aufteilen auf die 
Multiplexe und die Fehlerkorrektur dazu muss man decodieren. Man könnte 
bei einzelnen Kanälen wie bei DRM ggf. etwas bei der Decodierung sparen 
- bräuchte dafür aber einen besseren analogen Teil, um mit enger 
liegenden Kanälen klar zu kommen. Wenn man sieht wie sparsam die Handys 
/ MP3 Player geworden sind, dürfte der Stromverbrauch für DAB+ Empfänger 
auch noch runter gehen, wenn auch wohl nicht so weit wie es für eine 
einfaches (mono ?) UKW radio möglich wäre.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Leider muß dieser 1,6Mhz-Bus mit zig (ungebetenen)
> Multiplex-Programm-Passagieren an Bord in ganzer Breite und völlig ohne
> Kratzer durch den Äther rumpeln, obwohl Du eigentlich nur EINEN dieser
> Passagiere bei Dir zu Hause in der Küche haben willst ;-)

Der Vergleich hinkt aber ganz massiv. Solange auch nur ein einziger 
Hörer das Programm hören will, muss auch bei UKW ein Sender dauernd 
senden und Bandbreite belegen. Das ist eben das "Rund" beim Rundfunk...

Dass da jetzt mehrere gebündelt werden, stört nur dann, wenn der 
Multiplex nicht aufgefüllt wird. Ansonsten ist es effektiver, wie oben 
aufgeführt.

> Andere Konzepte basieren auf schmalbandiger Übertragung, z.B. DRM(+).

Jo, super. Das ist ja auch nochmal vieeeeel erfolgreicher unterwegs als 
DAB ;) Hätte man DRM von Anfang nicht nur als Kurz/Mittelwellenersatz 
entwickelt, sondern auch zielgerichtet für den Einsatz im UKW-Band (was 
erst mit dem + deutlich später kam), wäre es vermutlich etwas anders 
gelaufen. Aber selbst IBOC in USA scheint nicht so der Knaller zu sein. 
Naja, ist halt alles nur langweiliges Radio...

Autor: Bernhard D. (pc1401)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich hatte am Wochenende die Gelegenheit, meinen neuen fahrbaren 
Untersatz (mit DAB+ Option) von Wolfsburg in die Oberrheinebene zu 
bewegen, und habe DAB+ Stationen aus dem Bundesmux gehört. Ergebnis: 
Kaum Ausfälle, selbst in hügeligem Terrain nicht. Ich bin wirklich 
positiv überascht, also zumindest fürs Auto ist DAB+ sehr zu empfehlen.
Zusätzlich gibt es noch visuelle Infos (z.B. Plattencover des gespielten 
Titels, Kurznachrichten, Karten mit Staus...)
Gut, man sollte sich lieber aufs Fahren konzentrieren.

Ich hätte mehr Aussetzer erwartet, nach meinen eher gemischten 
Erfahrungen mit dem Indoor-Empfang von tragbaren DAB+ Radios bzw. 
USB-Sticks. Vermutlich geben sich die Autohersteller mehr Mühe mit 
Empfängern und Antennen.

Gruß,
Bernhard

Autor: Diodenes (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Naja, entlang der wichtigen Autobahnen halt. Natürlich prinzipiell 
trotzdem zu begrüßen.

Glückwunsch zum neuen Wägelchen ;-) Gab's auch wieder Sitze dazu?

Autor: Joachim B. (jar)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Diodenes schrieb:
> Insgesamt kann der Empfang sehr leicht problematisch
> werden - besonders in Gebäuden, aber vielleicht auch bei sehr schneller
> Autobahnfahrt, so wie bei DVB-T?

ach DESWEGEN soll das Tempo begrenzt werden auf Autobahnen, damit alle 
die Fortschritte bei DAB hören, kein Wunder das andere Länder da schon 
weiter sind.

Bernhard D. schrieb:
> DAB+ Stationen aus dem Bundesmux gehört. Ergebnis:
> Kaum Ausfälle, selbst in hügeligem Terrain nicht.

dann fahre mal durch Thüringen, geht geht nicht usw.

Mich ärgert immer noch das komische DAB Konzept, wenn mein Radio in 
einem Block Platz für 10 Sender hat, warum ist der Block nur zu einem 
viertel belegt, der Rest leere Plätze, für andere Sender muss ich den 
Block wechseln im Auto schlecht zu bedienen während der Fahrt, nicht mal 
Sendersuchlauf gibt es beim Verlassen des Empfangsgeietes.

Autor: Marcus (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Joachim B. schrieb:
> Mich ärgert immer noch das komische DAB Konzept, wenn mein Radio in
> einem Block Platz für 10 Sender hat, warum ist der Block nur zu einem
> viertel belegt, der Rest leere Plätze, für andere Sender muss ich den
> Block wechseln im Auto schlecht zu bedienen während der Fahrt, nicht mal
> Sendersuchlauf gibt es beim Verlassen des Empfangsgeietes.

Dann ist das bei dir nur schlecht implementiert bei dir. Bei OEM Radios 
sieht man das alles gar nicht und hört meist auch gar nicht den Wechsel 
auf UKW, wenn DAB keinen Empfang hat. Naja, und Sendersuchlauf bringt ja 
bei DAB auch nicht viel, da im Ensemble schon die Info drin steht, auf 
welchen FM Sender (PI Code) geschalten werden kann oder auf welchen 
anderen Sender in DAB (siehe SWR RP und SWR BW).

Autor: Jack (Gast)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Radiofreund schrieb:
> Hallo
>
> Ich springe mal ein:
>
> -Deutlich geringere Betriebskosten im Vergleich zu Analogen Breitband FM
> davon Profitiert auch wir als Hörer.

Nein, weil die Kohle vom Staat dann einfach anderweitig verblasen wird. 
Du, ich, wir alle werden davon gar nichts sehen.

> -Viele Programme auf einen Kanal. Analoges Breitband FM ist ein
> Frequenzfresser mit etwa 200KHz Bandbreitenbedarf (+Schutzabstand) für
> ein einzelnes Programm.

Ja, und? Ob nun 100 FM oder 1000 DAB+ Kanäle in den 20 MHz des 
UKW-Bandes übertragen werden ist völlig Schurz, solange es keine 
deutliche Verbesserung beim Inhalt gibt.

> -Die sehr störenden Effekte bei Mehrwegempfang fallen weg.

Komisch, der Normalnutzer kann mit den Effekten ganz problemlos leben.

> -Es ist nicht die sehr hohe Feldstärke nötig die man bei Analogen FM für
> ein hochwertiges und sauberes Stereosignal braucht

Das hat man uns schon bei DVB-T erzählt. Gleichwellennetz regelt - und 
so. Also wurden die Füllsender abgeschaltet, braucht man nicht mehr - 
dachte man. Von der dabei gesparten Kohle hat übrigens niemand etwas 
gesehen. Aber sogar im offiziellen Empfangsgebieten brach keine 
Begeisterung aus. Es war nämlich vielerorten nicht einmal vorhanden. 
Also wurden die Leistungen nach und nach wieder hoch gedreht. 
Mittlerweile sind 100 kW schon keine Seltenheit mehr.

> - wer schon mal
> Klassische oder Jazz Musik im  analogen (terrestischen) FM gehört hat
> ist bekannt das beim mobilen Empfang das selten ein Genuss ist - und
> selbst Stationär trotz dichten Sendernetz oft nicht wirklich qualitativ
> Hochwertiger Empfang möglich ist.

Das ist für eine Minderheit von Hörern sicher schlimm. Gerade beim 
mobilen Empfang, wo man noch die Fahrzeug- und Umweltgeräusche dämpfen 
muss um ein einmaliges Klangerlebnis zu erhalten. Die echten 
Connoisseure werden sicher schon lange auf andere Medien in ihren mobile 
Schallarmen Räumen ausgewichen und nicht auf UKW angewiesen sein.

> Bei der anderen Musik fällt das wegen der "nicht" vorhandenen leisen
> Stellen kaum auf.

Also bei nahezu 100% der Musik.

> -Je nach dem was der Programmbetreiber anbietet sind die Zusatztextinfos
> ein wirklicher Mehrwert (Und einige Sender machen das sogar)- das im
> analogen UKW Rundfunk vorhandene RDS bietet technisch zwar auch
> zusätzliche Textinfo nur wird diese "nie" genutzt.

Und bei 100en neuer DAB+-Sender werden alle eigene Redaktionen dafür 
aufbauen?

> -DLF DLRK sind Großflächig (aber leider auch nur innerhalb von
> Deutschland bzw. im grenznahen Bereich) problemfrei zu empfangen, ganz
> im Gegenteil zum Analogen UKW  - das ist wichtig für die welche ein
> Niveau volles Vollprogramm hören möchten was es bei den Öffentlich
> rechtlichen leider durchgängig nur bei den Programmen mit Klassischer
> Musik gibt.

Ehm, ja, hmmmm.

> Schade und für mich auch falsch war es allerdings das alle Analogen AM
> Sender des DLF abgeschaltet wurden, wenigsten zwei bis drei der
> leistungsstarken Sender auf LW und MW hätten als Backup und als für den
> Hörer kostenlose und Mobil sicher funktionierende Auslandsversorgung
> bestehen bleiben sollen - aber daran ist wohl nicht mehr zu ändern...

Anders gesagt, dir geht es sowieso nur um DLF.

Wobei ich es ziemlich lustig finde bei DAB+ damit zu argumentieren dass 
es eine bessere Qualität hat und gleichzeitig für die Ohrenqual LW und 
MW zu argumentieren.

Autor: Bernhard D. (pc1401)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Diodenes schrieb:
> Naja, entlang der wichtigen Autobahnen halt. Natürlich prinzipiell
> trotzdem zu begrüßen.

Ich habe mir jetzt nicht die Karte mit den Senderstandorten angeschaut. 
Vermutlich wurden die Sender so platziert, dass mit möglichst wenig 
Aufwand möglichst viele Zuhörer erreicht werden. Bzw. wurden vorhandene 
Masten einfach erweitert.

Vielleicht lag die Route einfach glücklich, es scheint den Kommentaren 
nach noch genügend "weiße Flecken" in Deutschland zu geben.

Ich glaube aber nicht, dass speziell die Autobahnen im Visier sind wie 
beim Mobilfunk, das widerspricht doch eher dem Gedanken des Rundfunks.

> Glückwunsch zum neuen Wägelchen ;-) Gab's auch wieder Sitze dazu?

Danke! Ich musste nicht auf einer Bierkiste sitzen, und das Getriebe 
hatte auch seinen Deckel :-P

Autor: Radio Erwin. (Gast)
Datum:

Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
>> Andere Konzepte basieren auf schmalbandiger Übertragung, z.B. DRM(+).
>
> Jo, super. Das ist ja auch nochmal vieeeeel erfolgreicher unterwegs als
> DAB


Die Nutzerzahl von Kurzwelle geht ja sowieso schon gegen Null. Oh 
Wunder.
Wenn die schlafmützige Industrie mal Endgeräte geliefert hätte, hätte 
sich DRM auf Kurzwelle auch durchgesetzt. Irgendwelche Bastellösungen 
sind nix für den Endverbraucher. So schaltet man Kurzwelle lieber 
komplett ab, weils eh keiner mehr nutzt.

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Radio Erwin. schrieb:
> So schaltet man Kurzwelle lieber
> komplett ab, weils eh keiner mehr nutzt.

Da hatte doch vor Jahren mal jemand das Ganze so formuliert:
"Die Quote ist der ultimative Sieg des Proletariats"

Nun ja, früher gab's den Sommerschlußverkauf, wofür extra für die 
Grabbelkisten billigste Textilien produziert wurden. Wohlgemerkt nicht 
zum tatsächlichen Tragen sondern für das Erlebnis, etwas in der Kiste zu 
ergrabbeln und als Trophäe (aka Schnäppchen) heimzubringen. Inzwischen 
ist das ganze Jahr SSV und produziert wird nur noch das Zeug, was früher 
ausschließlich für die Grabbelkiste hergestellt wurde. So eben auch beim 
Hör-Rundfunk in allen Arten. selbst bei Klassikradio fallen einem die 
MP3-Artefakte auf. Das wäre glatt vermeidbar, die 15 kHz von UKW reichen 
aus. Aber an das Geklirre bei leiser Pianomusik oder höheren Geigentönen 
muß man sich wohl gewöhnen oder das Radio abschalten.

In gewisser Weise ist das alles verstehbar, die Eigenart der Kurzwelle, 
auch bei mäßigen Sendeleistungen und mickrigen Radios empfangbar zu 
sein, war zu Zeiten des kalten Krieges ne Informations- und 
Selbstdarstellungs-Notwendigkeit. Das ist vorbei.
Es gab auch Zeiten, wo Leute sich daheim Musik zwecks Genuß anhören 
wollten, wozu es Stereoanlagen mit gutem Dynamikbereich gab. Das ist 
auch vorbei, denn offensichtlich haben all diejenigen, die sich vor 20 
Jahren die Ohren mit ihren Walkmans versaut hatten, keinerlei Bedürfnis 
mehr an allem unter 80% Aussteuerung - sonst wird's zu langweilig.

Was bleibt - außer der Quote und den danach bemessenen Produkten?
Richtig: nichts.

W.S.

Autor: Joachim B. (jar)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> produziert wird nur noch das Zeug, was früher
> ausschließlich für die Grabbelkiste hergestellt wurde.

und die liegen zu Hunderten in den Kisten und keiner will sie haben weil 
XXXS nun mal nicht der Renner bei uns ist!

Ich verstehe den Einkauf nicht, jedes Jahr dasselbe Theater, die 
Ärmelschoner passen nicht liegen aber dutzendweise rum, aber richtige 
Hemden oder T-Shirts sind aus.

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Joachim B. schrieb:
>
> Ich verstehe den Einkauf nicht, jedes Jahr dasselbe Theater, die
> Ärmelschoner passen nicht liegen aber dutzendweise rum, aber richtige
> Hemden oder T-Shirts sind aus.

Man muss den DAB-Lemmingen nur erzählen, dass der Empfang mit 
Ärmelschonern besser ist, dann "gehn se weg wie warme Semmeln"

Old-Papa
(womit der Zusammenhang zwischen OT und T wieder hergestellt ist...) ;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Oliver S. (phetty)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mein Argument FÜR DAB+: http://www.sunshine-live.de

Rummst im Auto schön, macht gute Laune. Regt euch ab. UKW hatte ich 
schon lange nicht mehr an, wozu auch.

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Oliver S. schrieb:
> Mein Argument FÜR DAB+: http://www.sunshine-live.de
>
> Rummst im Auto schön, macht gute Laune. Regt euch ab. UKW hatte ich
> schon lange nicht mehr an, wozu auch.

Na wenn es "schön rummst..." Das nenn ich doch mal ein Argument!
<Vogelzeiger>

Old-Papa

Autor: Joachim B. (jar)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Oliver S. schrieb:
> Mein Argument FÜR DAB+: http://www.sunshine-live.de
>
> Rummst im Auto schön,

ja durch die tolle Dynamikkompression!

aber Rummst & schön?

Autor: Thosch (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Ich bin nach anfänglicher Skepsis inzwischen ein begeisterter
DAB+ Hörer.
Bin erst relativ spät eingestiegen (erst nach der DAB+ Einführung)
Habe zuerst mein im Bad benutztes UKW-Radio in Rente geschickt und
durch ein DAB+ Kofferradio ersetzt.
Im Wohnzimmer hab ich keinen DAB+ Tuner, da nutze ich zum Radiohören
meist Internetradio und DVB-S Radioempfang, sehr selten UKW.

Aber geradezu genial ist es, DAB+ im Auto nutzen zu können!
Seit 2 Jahren habe ich ein Kenwood KDC-BT73DAB, damit kann ich hier
in Braunschweig MDR Kultur (vormals MDR Figaro) praktisch aussetzerfrei 
hören (bis auf wenige Stellen in der Innenstadt).
Dabei ist das hier außerhalb des offiziellen Versorgungsgebietes,
der Sender steht auf'm Brocken.

Auf UKW 107,8MHz dagegen macht das Hören dieses Senders hier gar keinen 
Spaß, ständige Rauscheinbrüche und Interferenzeffekte durch 
Mehrwegeempfang (beim Herannrollen an eine rote Ampel periodisches 
Abrauschen, usw.)

Das Autoradio kann übrigens (dank Delayausgleich) nahtlos
zwischen UKW und DAB+ Empfang überblenden, wenn man am Rande
der DAB-Versorgung unterwegs ist. Klappt natürlich nur, wenn das
Programm auch auf UKW empfangbar ist.

Dort, wo die Versorgung entsprechend gut ist, wie z.B. hier in
Niedersachsen, brauch ich kein UKW im Auto mehr. Wenn man wie ich
auch im Auto gern Jazz und Klassik anstatt Mainstream hört, ist
der Unterschied zum UKW Empfang wirklich auffällig.
Kein Rauschen, kein Zwitschern und sauberes Stereo, während man
auf UKW entweder einen Rauschteppich und Gezwitscher hinnehmen muß,
oder gleich auf Mono schaltet...

Ich hoffe, daß der bundesweite Ausbau jetzt endlich vorankommt,
dann brauch ich UKW gar nicht mehr.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Radiofreund schrieb:
> -Deutlich geringere Betriebskosten im Vergleich zu Analogen Breitband FM
> davon Profitiert auch wir als Hörer.

Das glaubst du doch selber nicht. Ehe die Rundfunkkopfgebühr gesenkt 
wird, fallen Pfingsten und Ostern auf einen Tag.
Im Gegenteil: der Umbau auf DAB+ (oder dann DAB HD oder was sie sich als 
nächstes einfallen lassen) wird zu einem 'erhöhten Gebührenbedarf' der 
ÖR führen - das ist sicherer als das Amen in der Kirche.

Autor: Lurchi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Eine leichte Senkung der Rundfunkgebühren könnte tatsächlich kommen - 
aber wohl eher als Nachwirkung von der Umstellung auf alle Haushalte. 
Der Umstieg von UKW auf DAB+ könnte die Sender auch etwas sparen, auch 
wenn die Beträge nicht so wirklich groß sein werden und ggf. in 
irgendeine Portokasse unter gehen oder für Web-radio verpulvert werden.

Für einige Sender / Radios kann man die so beliebte Dynamikkompression 
auch extra einschalten, oder auch weglassen, wenn man über DAB+ statt 
UKW empfängt. Gedacht ist das aber wohl mehr für bessere 
Verständlichkeit in etwas lauterer Umgebung.

Auch wenn hier der Empfang nur Grenzwertige (nach der Karte ggf. gerade 
noch mit Außenantenne) ist, weil der Ausbau noch nicht so weit in den 
Norden vorangekommen ist, hat mich DAB+ weitgehend überzeugt.

Autor: Jochen S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Oliver S. schrieb:
> DAB+ löst Probleme, die niemand hat.
> Hier in SWR3-Land macht SWR ja mal wieder heftig Werbung dafür.

... und gibt dafür ungeniert und äusserst grosszügig das Geld der 
Beitragszahler aus. Dies zeigt sich bisweilen gerade in kleinen Details, 
wenn man einfach mal genauer hinschaut.

Auf einer grossen Verbrauchermesse (Maimarkt Mannheim) machte der SWR
mit vollmundigen Sprüchen Werbung für das Digitalradio. Als Give-Away
lagen Kugelschreiber mit Werbeeindruck aus. Es handelte sich aber nicht
um diese einfachen 12-Cent-Dinger, die üblicherweise an solchen Messe-
ständen verteilt werden. Nein, es waren richtig solide Kulis mit
Grossraum-Mine, die rund sechsmal soviel kosten.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Da kommt anscheinend nochmal eine richtige Mogelpackung in Bezug auf die 
Rundfunkgebühren auf uns zu. Die Jungs wollen mal wieder richtig 
abmelken:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/rundfunkbeitrag-soll-in-2021-steigen-nach-senkung-in-2017-14174539.html
'Erhöhter Finanzbedarf' - war ja klar.

Autor: grrrr (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wieso sind solche technischen Spielereien überhaupt zulässig? Die 
Programmqualitäten ließe sich mit den Geldern spielend leicht 
verbessern.

Exorbitante Gehälter etc. Zusatzversorgungen ...

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
grrrr schrieb:
> Wieso sind solche technischen Spielereien überhaupt zulässig? Die
> Programmqualitäten ließe sich mit den Geldern spielend leicht
> verbessern.

Wohl kaum.

Man ist immer in einer schlechten Lage, wenn man von Staats wegen zu 
Abgaben gezwungen wird. Ich meine nicht Steuern, sondern sowas wie eben 
Rundfunkgebühren, über deren anschließende Verwendung man nicht einmal 
per Wahl einen Einfluß hat.

An solchen Stellen sammeln sich bekanntermaßen schon immer die Drohnen 
und Parasiten - und dazu gehören eben nicht nur die Ö.R.Anstalten, 
sondern auch Leute, die sowas wie Digitalradio quasi von oben der 
Bevölkerung aufdrücken wollen.

Ich will nicht Bösartigkeit unterstellen, sondern eher eine Mischung aus 
technischem Spieltrieb und kommerzieller Egozentrik: "mit Digital 
könnten wir 7x mehr an Programmen und dann Kanalpreis auch noch nach 
Bits/Sek viel feiner staffeln, oh fein, endlich mehr Kanäle zu 
vermarkten und auch noch bedürfnisgerecht nach Bandbreite (nach eigenem 
Gusto).. und naja.. neue Radios brauchen die Leute zwar, aber das ist ja 
nur einmal und dann haben sie es ja und PC's und Handies kaufen sie ja 
auch alle Nase lang und über Kompatibilität reden wir schon mal 
garnicht, denn UNSER digitales System ist ja so unglaublich gut, das 
ist garnicht mehr zu übertreffen..."

Aber Verbesserung der Programmqualitäten? Sind wir hier im Kindergarten 
und glauben noch an den Osterhasen? Höhere Gehälter in den 
Ö.R.Anstalten.. oh ja, alternativ mehr Sprecher, die natürlich bemüht 
sind, ihre Mikrofon-Zeit zu vergrößern. So herum.

Im Grunde ist die Idee von öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten ja 
durchaus humanistisch gedacht, aber das ist wie die Idee vom 
Sozialismus, wo es allen gut gehen soll. In Wirklichkeit züchtet man 
damit Dünkel, Egozentrik und Verantwortungslosigkeit, weil den Leuten, 
die dort was zu sagen haben, die Basis für verantwortungsvolles Handeln 
genommen ist: die Notwendigeit, Ökonomie, Kundennähe und Kulturpflege 
unter einen Hut zu kriegen. Rundfunk ist etwas, das tatsächlich als Teil 
der Öffentlichkeit gebraucht wird, analoger Rundfunk erfüllt die ihm 
obliegenden Aufgaben durchaus, die zur Verfügung stehenden Frequenzen 
sind bislang ausreichend, eine tatsächliche Notwendigkeit zu digitalem 
Rundfunk besteht nicht. Das ist Neugier und Mütchen-kühlen. Man könnte 
sowas zusätzlich machen, für Testzwecke und Liebhaber - aber eben 
nicht mit Gewalt von oben.

Allenfalls müßte man sich mal die tatsächliche Frequenzaufteilung mal 
näher ansehen. 88-108 MHz sind 20 MHz Bandbreite für die Öffentlichkeit, 
108-138 MHz allein für Flugfunk ist mit 30 MHz bereits wesentlich mehr 
und wenn man mal die anderen Frequenzbereiche anschaut (BOS, Militär 
etc.) dann kommt mir schon die Frage auf, wieso eigentlich alle anderen 
sich derart dreist an Bandbreite selbstbedienen und für die 
Öffentlichkeit nur noch die Brosamen übrigbleiben.

W.S.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> neue Radios brauchen die Leute zwar, aber das ist ja
> nur einmal

Das hatten wir doch gerade mit den DVB-T Receivern. Klar, wir haben alle 
einen - mittlerweile oft fertig in die Glotze eingebaut. Brauchen wir 
auch nur einmal - ach nee, wir brauchen ja bald welche für DVB-T2. Und 
die Senderkette muss auch wieder umgestellt werden und die Feeds auch...
Wenn das mal nicht wieder 'erhöhter Finanzbedarf' bedeutet :-P

: Bearbeitet durch User
Autor: Harald (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Allesamt interessante Gedanken! Im radiomuseum.org wurde es bereits auf 
den Punkt gebracht (wenn auch andere Überschrift):

UKW-Abschaltung? http://www.radiomuseum.org/forum/ukw_abschaltung_1.html

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> 108-138 MHz allein für Flugfunk ist mit 30 MHz bereits wesentlich mehr

Da bin ich ganz froh drüber. Besser einem sicherheitsrelevanten, wenn 
auch völlig veralteten (AM) System ein paar Mhz mehr gönnen, als zu 
riskieren, das die Jungs auch digital funken müssen und alle paar 
Sekunden mit Aussetzern oder Audiofetzen kämpfen müssen. Immerhin sind 
die ersten 10 Mhz (108-118 MHz) mit dem alten VOR System besetzt, das 
sicher in Zukunft mal durch ein anderes Navigationsverfahren ersetzt 
wird. Wer jetzt allerdings reflexartig 'GPS' ruft, übersieht dabei, das 
das ein rein militärisches Projekt der USA ist und deswegen ungeeignet 
für globale zivile Navigation.

Autor: John D. (drake)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Matthias S. schrieb:
> die ersten 10 Mhz (108-118 MHz) mit dem alten VOR System besetzt, das
> sicher in Zukunft mal durch ein anderes Navigationsverfahren ersetzt
> wird. Wer jetzt allerdings reflexartig 'GPS' ruft, übersieht dabei, das
> das ein rein militärisches Projekt der USA ist und deswegen ungeeignet
> für globale zivile Navigation.

Da bist du nicht ganz auf dem Laufenden. Primäres Navigationssystem wird 
definitiv GPS. Sekundär dann DME; DME-Bodenstationen sind billiger als 
VOR-Bodenstationen.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
John D. schrieb:
> Da bist du nicht ganz auf dem Laufenden. Primäres Navigationssystem wird
> definitiv GPS.

Wer sagt das? Ich vermute mal, das z.B. die Russen da nicht so ohne 
weiteres mitmachen. Und was sollen die Milliarden, die Europa in Galileo 
steckt?

DME (Distance Measuring Equipment) ist übrigens nur eine Erweiterung von 
VOR und die beiden sind nicht getrennt voneinander zu betrachten:
https://en.wikipedia.org/wiki/VOR/DME

Autor: John D. (drake)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Matthias S. schrieb:
> John D. schrieb:
>> Da bist du nicht ganz auf dem Laufenden. Primäres Navigationssystem wird
>> definitiv GPS.
>
> Wer sagt das? Ich vermute mal, das z.B. die Russen da nicht so ohne
> weiteres mitmachen. Und was sollen die Milliarden, die Europa in Galileo
> steckt?

Es gibt immer mehr GPS-Approaches und -Waypoints. GPS ist längst ein 
zugelassenes Flugfunknavigationsverfahren.

> DME (Distance Measuring Equipment) ist übrigens nur eine Erweiterung von
> VOR und die beiden sind nicht getrennt voneinander zu betrachten:
> https://en.wikipedia.org/wiki/VOR/DME

Üblicherweise. Es gibt aber auch DME ohne VOR (hier sind ein paar 
gelistet: 
https://www.pilotsofamerica.com/community/threads/dme-station-without-vor.32290/).
Man wird ein alternatives Navigationssystem brauchen. Vermutlich wird 
das DME-only.

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Oha, verstehe ich richtig, DAB+ wird auch für Flugsicherheit verwandt?
Oder sind die Kollegen nur kräftig ins OT gerutscht?
;-)

Old-Papa

Autor: Lurchi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Kollegen sind in OT gerutscht, wegen dem Frequenzbereich direkt über 
UKW. Der wird wohl für den Flugfunk / Navigation genutzt und wäre 
theoretisch eventuell eine eher abwegige Option mehr Frequenzen für UKW 
zu bekommen, als Alternative zu DAB+.

Ein Grund für DAB+ ist schließlich, dass im UKW Band bereits eng wird. 
Sogar im nicht so reichlich mit Privatsender "gesegneten" und von der 
Topographie günstigen Norddeutschland gehen bereits die Frequenzen aus 
und man hat lokal Störungen durch überlappende Sender. Für mehr 
Programme oder besseren Empfang auf UKW ist da einfach keine Bandbreite 
da.
Auch bei einer Erweiterung des Frequenzbandes bräuchte man aber in der 
Regel neue Radios. Mit dem Aufkommen der Privaten hatten wir ja schon 
mal ein Erweiterung nach oben.

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lurchi schrieb:
> Der wird wohl für den Flugfunk / Navigation genutzt und wäre
> theoretisch eventuell eine eher abwegige Option mehr Frequenzen für UKW
> zu bekommen, als Alternative zu DAB+.

Nein, das war nur ein Vergleich der für unterschiedliche Dienste 
verfügbaren Bandbreiten. Für UKW wäre es wesentlich einfacher, den 
Bereich 76..88 MHz weltweit dazu zu nehmen.

W.S.

Autor: Michael B. (alter_mann)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> Für UKW wäre es wesentlich einfacher, den
> Bereich 76..88 MHz weltweit dazu zu nehmen.

Das führt aber zum selben Effekt: Alle Alt-Radios können das nicht 
empfangen. Und die bereits vorhandenen Digitalgeräte auch nicht, ätsch!

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nachdem die niedrigeren Frequenzen noch mehr Tropo-anfällig sind, könnte 
das die Frequenzplanung auch mehr als sonst erschweren.

DAB-Radios mit UKW-Teil könnten mit einem Firmware-Update möglicherweise 
den Bereich sogar. Der UKW-Kram wird ja auch per DSP demoduliert und die 
Frontendchips haben intern einstellbare Vorselektionen.

Aber die Privaten würden sich da auch verweigern, da das Kosten ohne 
Mehrwert würden. Die Hörer sind im wesentlichen verteilt, da ist 
jegliche Investition ein Verlust, da es nicht mehr Hörer und damit mehr 
Werbeeinnahmen werden. Nur darf man das dem Hörer so nicht sagen...

Autor: WalTTer #. (walterp)
Datum:

Bewertung
-3 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
> @Diodenes
> Das war eine fundierte Annelise, äh Analyse. Trotzdem werden die (evtl.
> bezahlten) Verfechter nach wie vor ihr Hohelied auf diese Technik
> singen.
> :(
> MfG Paul

Dann will ich auch ein bisschen Geld verdienen.
Ich(Fischkopp nähe Osnabrück) habe meinen TTS mit DAB+ letztes Jahr aus 
Ingolstadt abgeholt. Habe "Rock Antenne" eingestellt und den Sender erst 
in den Kasseler Bergen verloren.
In meinem Aufenthaltsbereich NDS und Nord NRW höre ich nur noch DAB+
Vorteile:
Sound besser UKW (meiner Meinung)
Sender Deutschlandweit (wenn denn hoffentlich bald der Ausbau 
abgeschlossen ist)
Bin nicht mehr angewiesen auf Hochleistungsindoktrinationsender wie NDR1 
bis NDR_pipapo oder WDR1 bis WDR_pipapo. Ich möchte mir nicht 
vorschreiben lassen wann ich Nachrichten hören muss.
Entschuldige Paule, aber bei 60k für das Auto bin ich auf jeden Cent 
angewiesen...

walTTer Elektrikergeselle

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
WalTTer #. schrieb:

> Bin nicht mehr angewiesen auf Hochleistungsindoktrinationsender wie NDR1
> bis NDR_pipapo oder WDR1 bis WDR_pipapo. Ich möchte mir nicht
> vorschreiben lassen wann ich Nachrichten hören muss.

Aha, beim DAB+ werden die dann extra wenn es Dir passt vorgelesen?

Was für ein Bullshit!

Wenn ich keine Nachrichten hören will, stell ich den Sender um. Will ich 
aber meistens doch, nur bei Werbung drück ich den Powerknopf.

Und wenn ich Gedudel will, kommt ein Stick oder CD rein.

Old-Papa

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
das übliche schrieb im Beitrag #4718808:
> Das übliche Geschwätz von Old-Papa

Wieso? Er hat doch recht. Auch DAB+ ist genauso ein Frontal Medium wie 
UKW FM und man kann sich nicht aussuchen, wie das Programm gestaltet 
ist. Wenn Nachrichten kommen, ist das egal, ob auf UKW oder DAB+, wobei 
ich ja vermute, das DAB+ wie alle digitalen Medien wieder eine Latenz 
einführt :-P, also schlicht zu spät piepst.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
WalTTer #. schrieb:
> Entschuldige Paule, aber bei 60k für das Auto bin ich auf jeden Cent
> angewiesen...

Pass nur auf, daß nicht mal der Nachbar brüllt: "Kredite raustreten!". 
Dann sitzt Du auf dem Chassis im Freien.
:)

MfG Paul

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
> WalTTer #. schrieb:
>> Entschuldige Paule, aber bei 60k für das Auto bin ich auf jeden Cent
>> angewiesen...
>
> Pass nur auf, daß nicht mal der Nachbar brüllt: "Kredite raustreten!".
> Dann sitzt Du auf dem Chassis im Freien.
> :)
>
> MfG Paul

Witz vom Schulhof:
Kind-1 "Ätsch, wir haben ein neues Auto"....
Kind-2 "Ätsch unseres ist schon bezahlt"

Old-Papa

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>  wobei ich ja vermute, das DAB+ wie alle digitalen Medien wieder eine
> Latenz einführt :-P, also schlicht zu spät piepst.

Tut es. Wenn man nicht allzu grossen Mist in der Zuführung macht, kann 
man das aber in der Gegend von 1-1.5s halten. Webradio hat immer 
deutlich mehr Verzögerung und von den Latenzen von DVB-* ist das noch 
weit weg. Allerdings spielt das Latenzthema eigentlich nur eine Rolle, 
wenn man "seamless" zwischen UKW und DAB umschalten will.

Autor: Alexander S. (esko) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Weiß hier jemand wir beim seamless blending zwischen UKW (FM) und DAB+ 
die Latenz ermittelt wird um das Analogsignal entsprechend zu verzögern?

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wird wohl eine Art Korrelation über die stark reduzierten/dezimierten 
Streams sein.

Autor: WalTTer #. (walterp)
Datum:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
> WalTTer #. schrieb:
>> Entschuldige Paule, aber bei 60k für das Auto bin ich auf jeden Cent
>> angewiesen...
>
> Pass nur auf, daß nicht mal der Nachbar brüllt: "Kredite raustreten!".
> Dann sitzt Du auf dem Chassis im Freien.
> :)
>
> MfG Paul

Du willst oder kannst die Ironie in meinem Text nicht verstehen?
Also nochmal nur für dich.
Was soll der Spruch:

"Trotzdem werden die (evtl.bezahlten) Verfechter nach wie vor ihr 
Hohelied auf diese Technik singen."

Was soll das. Glaubst du das ich oder die anderen Foristen die DAB+ im 
Einsatz haben und zufrieden sind das nur äußern weil sie evtl. bezahlt 
sind?

manmanman

Ich möchte meine ehrliche Meinung sagen aber ich glaube ,dass das von 
einem Moderator zu Recht gelöscht wird...

walTTer Elektrikergeselle

Autor: Thomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also die allgemeine Verstimmung wenn man von der Politik etwas 
aufgezwungen bekommt kann ich verstehen, aber gerade in einem so 
Technik-affinen Forum hätte ich mir doch etwas mehr Begeisterung für die 
technischen Grundlagen von DAB+ erwartet. Es stecken schon ziemlich 
clevere Entwicklungen hinter der ganzen Signalverarbeitungskette und die 
Effizienz (spektral und bezogen auf die notwendige Signalleistung) ist 
nun mal um Größenordnungen besser als bei analogem FM.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
5 lesenswert
nicht lesenswert
Es geht doch gar nicht um die ganz tolle Technik, sondern um die 
Rücksichtslosigkeit der DAB+ Verfechter, damit Millionen von UKW Hörern 
eine Technik aufzuzwingen, die ihre Investition obsolet macht.
Wie das funktioniert, zeigt ja der Reinfall mit DAB (ohne Plus), die 
Empfänger wurden teuer verkauft und sind mittlerweile nur noch 
Audioquellen für Stummfilme.
Ähnliches zeichnet sich ja bei DVB-T auch ab. Die Empfänger des 'Überall 
Fernsehens' sind nach wenigen Jahren nur noch für 'Nirgendwo Fernsehen' 
zu gebrauchen und liefern wieder mal eine Elektroschrott Halde, die sich 
gewaschen hat - von TV Geräten mit eingebautem DVB-T Tuner mal ganz zu 
schweigen.
Die haben wir aber alle kaufen müssen, als nur noch Rauschen aus dem 
Analog Tuner kam. Was soll das also?
Ich jedenfalls bin mit dem hervorragenden Sound meines B&O Receivers auf 
UKW sehr zufrieden, das zeitlose Design von 1971 kriegen die DAB+ 
Konstrukteure garantiert nicht hin, sondern packen ihre bestimmt 
genialen Chips in Plastikgehäuse, die ich nicht in meinem Wohnzimmer 
haben will.
Meine Vorhersage für die nächsten zehn Jahre ist also, das die Jungs, 
wenn sie den Markt durchdrungen haben, 'DAB Ultra' oder 'DAB 5.1' 
auflegen, das alle DAB+ Empfänger zu Alteisen werden lässt.

Thomas schrieb:
> (spektral und bezogen auf die notwendige Signalleistung) ist
> nun mal um Größenordnungen besser als bei analogem FM.

Aber man kann sie auf Rügen nicht empfangen. Das ist eben der Haken. Man 
kann die Technik nur begrenzt so überlisten, das man mit 1% der 
bisherigen Sendeleistung die gleiche Versorgung hinbekommt.

Ein sensibler Upgrade war bis vor einiger Zeit garadezu Usus. Das PAL 
System war 100% kompatibel zum schwarz-weissen CCIR, UKW Stereo hat auf 
Mono Empfängern prima funktioniert.

: Bearbeitet durch User
Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
WalTTer #. schrieb:
> Du willst oder kannst die Ironie in meinem Text nicht verstehen?

Nein, weil das keine Ironie war -das war Sarkasmus. Wenn Du eine Karre 
für 60 K-Euro kaufst, dann ist Dir wahrscheinlich auch gleichgültig, 
wenn man alle 2 Jahre das Rundfunk-Empfangsprinzip ändert und Du neue 
Geräte brauchst. Es gibt aber eben Leute, denen das nicht egal ist, 
wofür sie iher Geld verschleudern sollen.

> Also nochmal nur für dich.
> Was soll der Spruch:
>
> "Trotzdem werden die (evtl.bezahlten) Verfechter nach wie vor ihr
> Hohelied auf diese Technik singen."
>
> Was soll das.

Das soll genau DAS heißen, was Du verstanden hast.

> Glaubst du das ich oder die anderen Foristen die DAB+ im
> Einsatz haben und zufrieden sind das nur äußern weil sie evtl. bezahlt
> sind?

Ja, das glaube ich. Ganz un-ironisch.

MfG Paul

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

Matthias S. schrieb:
> Ein sensibler Upgrade war bis vor einiger Zeit garadezu Usus. Das PAL
> System war 100% kompatibel zum schwarz-weissen CCIR, UKW Stereo hat auf
> Mono Empfängern prima funktioniert.

DIE Zeiten sind lange vorbei.
Eigentlich bin ich schon froh, daß mein 3D-TV überhaupt nicht-3D 
darstellt und nicht ein Schild raushängt, daß ich ein Sky-Abo für den 
3D-Sender abschließen soll...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
> Ein sensibler Upgrade war bis vor einiger Zeit garadezu Usus. Das PAL
> System war 100% kompatibel zum schwarz-weissen CCIR, UKW Stereo hat auf
> Mono Empfängern prima funktioniert.

Wobei "früher" solche Technik im Vergleich zum Einkommen auch 
schweineteuer war. Da ging für eine Stereoanlage oder Fernseher fast ein 
ganzes Monatsgehalt weg. Da war es dann auch sinnvoll, sich was zu 
Kompatibilität zu überlegen. Ein normaler Radio (egal ob mit oder ohne 
Jehova) liegt heute eher bei ein paar Arbeitsstunden, ein grössenmässig 
vergleichbarer Fernseher bei ein paar Tagen.

Allerdings hat sowas auch immer Nachteile. Das wirklich gute SNR von 
Mono-UKW wurde mit Stereo deutlich verschlechtert, die Frequenzplanung 
wurde erschwert und auf guten Schwarzweiss-Glotzen war ein ziemlich 
lästiges Punktgeflimmer zu sehen.

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Thomas schrieb:
> aber gerade in einem so
> Technik-affinen Forum hätte ich mir doch etwas mehr Begeisterung für die
> technischen Grundlagen von DAB+ erwartet. Es stecken schon ziemlich
> clevere Entwicklungen hinter der ganzen Signalverarbeitungskette...

Kennst du noch den Blubb-Blubb? Ein Ding aus der Klimbim-Serie. Etwa so 
aufwendig und fast so nützlich wie DAB+

Im Klartext: Niemand hat etwas dagegen, wenn sich Ingenieure was gutes 
ausdenken und Firmen das auf den Markt bringen - als zusätzliches 
Angebot für diejenigen, die es haben wollen.

Aber die Verfechter von DAB+ müssen eben auch die Akzeptanz beim Kunden 
berücksichtigen und die ist hier eher nicht gegeben, denn die 
Zielrichtung war ja nicht, den Käufern etwas technisch besseres zu 
offerieren, sondern etwas abzuwürgen, was sich in langen Jahren bestens 
etabliert hat.

Hätte man also DAB so eingerichtet, daß es parallel zu UKW läuft, 
ordentliche Sendeleistung hat UND seinen Hörern mindestens CD-Qualität 
bietet oder noch besser, so daß es für Audiophile und für die bereits 
bestehenden Stereo-Anlagen geeignet ist, dann hätte was draus werden 
können. Aber die Zielrichtung war mehr Kanäle in die Bandbreite zu 
quetschen, deshalb verlustbehaftete Kompression, deshalb niedrige 
Bitraten, deshalb aufwendigere Dekodierung, deshalb Strombedarf, der 
portable Geräte nicht zuläßt und deshalb allen cleveren Entwicklungen 
zum Trotz eben schlechtere Audioqualität.

Als Radiohörer will ich Radio hören und keinen Vortrag über noch so 
clevere Kompressionsverfahren, wo dennoch leise Klavierstücke oder 
höhere Flötentöne klirren. Und ich will meine Stereo-Anlage nicht alle 2 
Jahre wegschmeißen müssen.

W.S.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Das wirklich gute SNR von
> Mono-UKW wurde mit Stereo deutlich verschlechtert, die Frequenzplanung
> wurde erschwert und auf guten Schwarzweiss-Glotzen war ein ziemlich
> lästiges Punktgeflimmer zu sehen.

Wenn du dann allerdings die Monotaste gedrückt hast, war das Rauschen 
weg und du hattest wieder alles so, wie es war. Und die nächste 
Generation S/W Fernseher hatte ja dann auch die Farbfalle drin und alles 
war gut. Die konnte sogar jeder TV Techniker nachrüsten.
Aber niemand kann die DAB Receiver auf DAB+ nachrüsten und das gleiche 
gilt für DVB-T auf DVB-T2.

Autor: Lurchi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Die Mono Taste fehlt leider bei einigen der neueren UKW Radios, und die 
Schwelle zur automatischen Umschaltung auf Mono liegt oft viel zu 
niedrig.

Die Tonqualität ist bei DAB+ eigentlich schon ausreichend, zumindest 
wenn die Kanäle genügend Bandbreite haben. Nachrichten und die 
Bundestagsdebatten brauche ich aber wirklich nicht in CD Qualität - da 
erübrigt sich schon Stereo.

Die meist geringe Sendeleistung und der immer noch schleppende Ausbau 
der DAB+ Sender ist allerdings schon ein Fehler. Wenn schon muss man es 
auch richtig angehen um die Hörer zu überzeugen. So viel Vertrauen 
sollten die schon haben, auch nach dem nicht so guten Erfolg vom alten 
DAB. Wenn schon auf der Senderseite nur zögerlich ausgebaut wird, muss 
man sich nicht wundern das auch die Hörer da ggf. noch auf die DAB++ 
warten.

Das einzig gute an der Anfangs geringen Signalstärke ist, dass die 
Hersteller da wenigstens darauf achten, dass er Empfangsteil 
einigermaßen empfindlich ist.

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Lurchi schrieb:
> ...
> Das einzig gute an der Anfangs geringen Signalstärke ist, dass die
> Hersteller da wenigstens darauf achten, dass er Empfangsteil
> einigermaßen empfindlich ist.

Wovon träumst Du denn Nachts? Das Einzigste, worauf die Hersteller 
achten ist: billig ! Das haben sie übrigens mit den Kunden gemeinsam.
Letzlich kann man aber Physik nicht wirklich überlisten und ab einem 
geringen Pegel ist halt Ende.

Old-Papa

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
> Wovon träumst Du denn Nachts? Das Einzigste, worauf die Hersteller
> achten ist: billig !

Erstaunlicherweise geht das aber wenig auf Kosten der Empfindlichkeit. 
Die normalen DAB-Frontends um 2000 rum waren technisch deutlich 
aufwendiger (zig Filter) und stromfressender aber im Vergleich zu heute 
eigentlich recht taub. Einzig die die Nachbarkanalselektion ist 
schlechter, das stört aber eher selten.

Das sind alles (Neben)Ergebnisse der WLAN-Entwicklung. Da waren die 
ersten Karten ala PRISM auch ziemlich konventionell aufgebaut. Erste ZF, 
SAW, zweite ZF, ADC und gefühlt hunderte von diskretem Gemüse drumherum. 
Jetzt passt der ganze HF-Kram in einen lausigen CMOS-Chip, braucht 
höchstens noch einen Koppelkondensator zur Antenne und hat 
Eigenschaften, die man "damals" noch mit SiGe erreicht hat. Und dann 
kostet das nur ein paar Cent (siehe ESP8266...).

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> und stromfressender

Mag sein, aber stromfressend sind die heutigen DAB+ Radios immer noch. 
Siehe der Thread zum Pollinschen Denver DAB33.

OK, für ne stationäre Anlage im Wohnzimmer wäre das egal, ebenso für's 
Autoradio. Aber all die Plastik-Schachteln im Mediamarkt und Konsorten, 
wo man 4x AA reinstecken darf, die dann selbst bei leisestem Hören 
binnen 5..6 Stunden ratzekahl leer sind?

Die Dekodiererei kostet immer noch ne Menge Leistung und es ist bei dem 
derzeitigen Verfahren von DAB+ nicht abzusehen, daß selbige auch nur 
annähernd in die Region des FM-Demodulierens kommt.

Man sollte mal ne energetische Hochrechnung machen, wieviel 
Elektroenergie tatsächlich benötigt wird. Also Summe der Sendeleistungen 
und der zum Empfang/Dekodierung benötigten Leistungen - und das im 
Vergleich zum FM Rundfunk.

W.S.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
4 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> Man sollte mal ne energetische Hochrechnung machen, wieviel
> Elektroenergie tatsächlich benötigt wird. Also Summe der Sendeleistungen
> und der zum Empfang/Dekodierung benötigten Leistungen - und das im
> Vergleich zum FM Rundfunk.

Die Infrastruktur zu Lasten des Kunden zu ändern, ist ja nicht nur eine 
Domäne der Rundfunkanstalten - alle Leute mit IP Telefonie müssens ja 
ähnlich machen. Und spart den Betreibern eine Menge Strom und Geräte, 
die wir (die Kunden) dann bereitstellen müssen.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Kommt der Mist wieder hochgekrochen...

> Die Dekodiererei kostet immer noch ne Menge Leistung und es ist bei dem
> derzeitigen Verfahren von DAB+ nicht abzusehen, daß selbige auch nur
> annähernd in die Region des FM-Demodulierens kommt.

Soso. Du (als ausgewiesener Experte) kannst das nicht absehen? Jetzt 
bekomme ich echt Angst.

Hast du auch nur ansatzweise eine Ahnung, wie DAB funktioniert?

Ja, ich weiss, ist ein wenig anspruchsvoller als AM oder FM. Deswegen 
sind wohl gerade die Leute/Funkamateure, die noch das "gute" alte FM/AM 
als einzige Modulation gelernt haben, so gegen den "modernen" Kram (kenn 
da noch mehr von dem Typ). Sie verstehens nur einfach nicht mehr. IQ ist 
sinnloses mathematisches Rumgewi*e und die FFT schlicht nur noch 
Teufelszeug. Damit ist es Dreck und kann auch nix mehr werden. Punkt, 
aus, Argumentation zu Ende.

> Man sollte mal ne energetische Hochrechnung machen, wieviel
> Elektroenergie tatsächlich benötigt wird. Also Summe der Sendeleistungen
> und der zum Empfang/Dekodierung benötigten Leistungen - und das im
> Vergleich zum FM Rundfunk.

DANN MACH DOCH MAL UND LABER NICHT DAUERND RUM!

Weiter oben hatte ich ja schon mal abgeschätzt, wieviel DAB in Bayern an 
Sendeleistung spart. Ich würde mal grob 1.7MW ansetzen. Wenn ein 
DAB-Modul 250mW mehr als UKW braucht (nur Empfang, kein Amp, etc., die 
Chips von Frontier Silicon brauchen nur 100mW), bräuchte es also knapp 
7Mio dauerhaft(!) angeschaltete DAB-Geräte, um den Verbrauch der 
UKW-Sender wieder zu erreichen.

Oder andersrum: Laut Funkanalyse Bayern 2016 gibt es eine 
Tagesreichweite werktags von ca. 3.4Mio Hörern. Die mittlere Hördauer 
ist werktags 238min (WE <200). Wenn also alle 3.4Mio Hörer die 4h am Tag 
ausschliesslich über DAB hören, würde der zusätzliche Verbrauch knapp 
150kW entsprechen. Ginge gegen die 1.7MW völlig unter, wenn man UKW 
abschalten könnte.

Nachdem die Chips sicher noch sparsamer und die Hörerzahlen ebenso 
sicher nicht wesentlich steigen werden, ist das dauernde Gesülze, dass 
das alles viel mehr Strom als die UKW-Sender kosten wird, also 
ausgemachter BLÖDSINN.

Aber ich weiss, in den Zeiten besorgter Bürger ist Nachdenken oder gar 
Nachrechnen und ins Verhältnis setzen verpöhnt :(

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Kann mir mal einer erklären, warum mich als Hörer der Stromverbrauch 
beim Sender interessieren soll? Ja, aus ökologischer Sich eventuell, 
doch als Argument für DAB+ taugt der ja wohl am wenigsten.
Ich bin durchaus gegen sinnlosen Stromverbrauch, aber durchaus für 
sinnvollen. Das die geringe Sendeleistung vom DAB-Geraffel nicht 
wirklich taugt, hat ja der TS auf Rügen gemerkt.

Old-Papa
(der parallel gerade die Kopfhörer am DAB-Gerät hat)

Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> wo man 4x AA reinstecken darf, die dann selbst bei leisestem Hören
> binnen 5..6 Stunden ratzekahl leer sind?

Old P. schrieb:
> Ja, aus ökologischer Sicht eventuell,

Aus ökologischer Sicht ist Batteriebetrieb bei DAB+ ein teures 
Vergnügen. Pro Tag ein Batteriesatz? Da lohnt sich ein 40er-Pack. 
http://www.idealo.de/preisvergleich/MainSearchProductCategory.html?q=40x+Batterie+AA+Mignon+Varta

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
> Kann mir mal einer erklären, warum mich als Hörer der Stromverbrauch
> beim Sender interessieren soll? Ja, aus ökologischer Sich eventuell,

Den normalen Hörer nicht, aber ist das hier kein technisches Forum, wo 
man auch darüber reden kann?

> doch als Argument für DAB+ taugt der ja wohl am wenigsten.

Naja, so zig MWh in Stromkosten pro Tag allein in Bayern läppern sich 
auch zusammen... Aber natürlich glaube ich auch nicht, dass etwaige 
Einsparungen da sich in verringerten GEZ-Gebühren wiederspiegeln würden 
;)

> Ich bin durchaus gegen sinnlosen Stromverbrauch, aber durchaus für
> sinnvollen. Das die geringe Sendeleistung vom DAB-Geraffel nicht
> wirklich taugt, hat ja der TS auf Rügen gemerkt.

Wenn UKW so toll ist, warum haben NDR1-3, NJOY, DLF, Antenne MV und 
Ostseewelle jeweils 10-50kW-Brummer direkt auf Rügen stehen? Bei DAB 
würden auf Rügen für alle Programme zusammen wohl 5-10kW reichen...

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
>
> Den normalen Hörer nicht, aber ist das hier kein technisches Forum, wo
> man auch darüber reden kann?

Natürlich. Doch als Argument scheint mir das, neben anderem, an den 
Haaren herbeigezogen.

> Naja, so zig MWh in Stromkosten pro Tag allein in Bayern läppern sich
> auch zusammen...

Dafür dürfen die Verbraucher Diamon, Varta und Konsorten trefflich 
päppeln.
Bei meinem ollen Taschenradio wechselte ich alle paar Wochen mal die 
beiden AA-Zellen. Bei meinen DAB+ (Pure Move 2500) ist in einer Nacht 
der 1000mAh-Akku alle.

> Aber natürlich glaube ich auch nicht, dass etwaige
> Einsparungen da sich in verringerten GEZ-Gebühren wiederspiegeln würden
> ;)

Ist ja wohl auch nicht das Ziel von DAB+

> Wenn UKW so toll ist, warum haben NDR1-3, NJOY, DLF, Antenne MV und
> Ostseewelle jeweils 10-50kW-Brummer direkt auf Rügen stehen? Bei DAB
> würden auf Rügen für alle Programme zusammen wohl 5-10kW reichen...

Wenn DAB+ so toll ist, warum stellen sie denn keinen Sender auf Rügen 
daneben?

Zum X-ten male, ich bin überhaupt nicht gegen DAB+! Mir gehen nur Leute 
auf den Beutel, die das wie eine Monstranz vor sich hehr tragen. Vor 
allem, wenn sie diejenigen für rückständige, alte Idioten halten, die 
mit UKW (besser FM) völlig zufrieden sind.
Und mir geht ds gehörig auf den (Geld)Beutel, wenn sich die Verbraucher 
laufend neue Technik kaufen müssen, nur um das (Grund)Recht auf 
Information wahrzunehmen. Das war ja beim erzwungenen Wechsel vom 
Analogfernsehen zum DVB-T so und jetzt bald bei DVB-T2 nach ein paar 
Jahren wieder. In den Elektronikmärkten wird noch heute 
Elektrknikschrott verkauft. Geräte, die bald nicht mehr bestimmungsgemäß 
benutzt werden können.
Wenn es nach den DAB-Fundamentalisten hier im Forum geht, dann würde 
sich das beim Abschalten von UKW genau so wiederholen. Und genau diese 
Fundamentalisten gehen mir besonders auf den Beutel!

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Hast du auch nur ansatzweise eine Ahnung, wie DAB funktioniert?

Ja, hab ich.

Aber bei dir sehe ich sehr deutlich, daß du sofort anfängst, zu pöbeln, 
sobald jemand deine durchaus einseitigen Ansichten kritisiert.

Mal ein bissel Klartext: hab eben grad nachgemessen: 120 mA bei 6 Volt, 
macht summa 720 mW ohne Displaybeleuchtung. Ich bin ja großzügig und geb 
120 mW aus für HF+ZF (20mA bei 6V ist nicht unrealistisch), aber da 
bleiben immer noch 600 mW für den Dekoder. So ungefähr sieht das aus.

Wieviele Radios wollen wir nun veranschlagen?
Ich sag ne Zahl: 26 Millionen.
Bei einem 80 Millionen-Land sollte es nicht grundfalsch sein, 1/3 der 
Kopfzahl anzunehmen, die 24/7 das Radio angeschaltet haben. Macht 15.5 
MW für die DAB+ Dekoder dieses Landes. Zuzüglich 3.12 MW für den Rest 
der Elektronik in den Radios dieses Landes.

Deine Behauptung, man käme mit "5-10kW" anstatt "10-50kW-Brummer", also 
Faktor 0.2 bis 0.5 aus, teile ich nicht. Dazu ist erwiesenermaßen selbst 
hier in Berlin der DAB+ Empfang noch immer zu schwachbrüstig.

Ich nehme stattdessen an, daß man die Sendeleistungen allenfalls auf das 
0.6 bis 0.8 fache des Bisherigen reduzieren könnte - wahrscheinlicher 
ist es jedoch, daß man besser täte zwecks Empfangbarkeit DAB+ mit eben 
derselben Leistung zu senden wie FM auf UKW.

OK, worüber reden wir eigentlich?
Wessen Auto hat bittesehr wieviel kW und wieviel davon verbraten wir auf 
dem täglichen Arbeitsweg? Die ganzen Sendeleistung aller bayrischen 
Sender - sowohl UKW als auch DAB+ - dürften in Summe weniger verbraten 
als die Dienstwagen des BR.

Bei Autoradios und Stationäranlagen fällt das auch nicht so sichtbar ins 
Gewicht - aber bei Portables sieht das ganz anders aus.

OK, man könnte jetzt argumentieren, daß ja heutige Mobiltelefone auch 
nur ein paar Stunden durchhalten (was vor einigen Jahren noch ganz 
anders war) und daß man deshalb diese eigentlich sauschlechte 
Eigenschaft auch beim Radio als gesellschaftsfähig ansehen wolle. Mit 
Dreistigkeit könnte man so argumentieren.

W.S.

Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> Mal ein bissel Klartext: hab eben grad nachgemessen: 120 mA bei 6 Volt

Wenn alle täglich portable DAB+Radios mit Batterie betreiben würden, 
könnte man mindestens eine neue Batteriefabrik + Recyclingfirma bauen. 
Es wäre an der Zeit, daß die Entwickler endlich mal den Stomverbrauch 
dieser Geräte reduzieren bevor man sie auf den Markt wirft!

Autor: Lurchi (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn die neueren Decoder chips 100 mW brauchen, dürfte ein ein modernes, 
sparsames DAB+ Radio nicht mehr als die 100 mW mehr brauchen als die UKW 
Variante. Der Verstärker und HF teil sind ja vergleichbar. Für Betrieb 
mit Batterien ist das ggf. schon merkbar, aber wirklich kein Drama.
Bei den Netz betriebenen Varianten haben die UKW Teile oft noch einen 
kleinen klassischen Trafo, die DAB+ Geräte oft ein Schaltnetzteil. Damit 
sind die neuen Geräte trotz zusätzlicher Funktion im Mittel wohl sogar 
sparsamer als die alten, halten aber ggf. auch nicht so lange.

Die nötige Sendeleistung ist tatsächlich deutlich kleiner, zumindest im 
freien. In Gebäuden trifft einen die etwas höhere Dämpfung bei der 
höheren Frequenz. Die 5-10 kW sind für einen MUX mit 6-10 Kanälen, gegen 
10-50 kW je Programm. Das ist also eher ein Faktor 10, auch mit etwas 
Reserve für etwas besseren BAD Empfang.

Auch bei der alten UKW-Technik gab es schon mal die Erweiterung des 
Frequenzbandes. Auch da brauchte man neue Empfänger wenn man alle 
Programme empfangen wollte. Ohne DAB stände eine ähnlicher Erweiterung 
des Bandbes wohl auch wieder an.

Autor: Radiofreund (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo

"Kann mir mal einer erklären, warum mich als Hörer der Stromverbrauch
beim Sender interessieren soll?"

Ganz einfach:
Ohne den doch sehr hohen "Energieverbrauch" der AM Sender den die 
öffentlich Rechtlichen und der DLF bis noch vor wenigen Jahren betrieben 
haben, gäbe es heute wohl wenigstens vom DLF noch einige Sender in 
diesen wichtigen und einzigartigen Rundfunkbereich (2 Langwellensender 
hatten Deutschland bist tief in die angrenzenden Länder auch tagsüber 
Problemlos versorgt).
DAB(+) hört schon kurz nach den Grenzen auf und reicht auch nicht nach 
anbruch der Dunkelheit locker Europaweit, genauso wie das analoge UKW 
auch nicht schafft.
Auch wenn das nicht zum Auftrag der öffentrechtlichen gehört so war das 
doch ein sehr guter Service für Urlaub und Fernfahrerversorgung ("Europa 
Welle Saar" sagt sicher noch einigen etwas) - das kann das Mobile 
Internet aus vielen Gründen nicht brauchbar leisten.

Radiofreund

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>> Hast du auch nur ansatzweise eine Ahnung, wie DAB funktioniert?
> Ja, hab ich.

Das zweifele ich bei einigen Aussagen einfach mal an.

> Aber bei dir sehe ich sehr deutlich, daß du sofort anfängst, zu pöbeln,
> sobald jemand deine durchaus einseitigen Ansichten kritisiert.

Ich hab was dagegen, dass technischer Unfug erzählt wird und das immer 
wieder hochploppt und sich in den Köpfen festsetzt. Wie schon gesagt, 
man kann bei DAB vieles kritisieren (technisch und erst recht 
medienpolitisch), lustigerweise kommen die DAB-"Gegner" hier nicht mal 
ansatzweise in die kritische Gegend. Da werden dann munter technische 
Missverständnisse, Abneigungen gegen die Konsumwelt im Allgemeinen, die 
Öffentlich-Rechtlichen GEZ-Wasserköpfe im Besonderen und die 
austauschbaren Dudel-Privatradios vermischt und zu Argumenten gegen die 
Technik verwurstet.

> Mal ein bissel Klartext: hab eben grad nachgemessen: 120 mA bei 6 Volt,
> macht summa 720 mW ohne Displaybeleuchtung. Ich bin ja großzügig und geb
> 120 mW aus für HF+ZF (20mA bei 6V ist nicht unrealistisch), aber da
> bleiben immer noch 600 mW für den Dekoder. So ungefähr sieht das aus.

Habs bei meinem Dual DAB12 (mit dem Kino3-Chip von FS aus 2011) mal 
genau nachgemessen. Das Empfangsmodul (HF+Dekoder+DAC) läuft mit 3.3V 
only. Die Dual-"Experten" produzieren die aus den 9V per Linearregler. 
Praktischerweise haben sie aber noch einen 4R7-Widerstand vor dem 
Regler, an dem bei DAB-Empfang recht genau 500mV abfallen. Macht knapp 
110mA, insgesamt also 350mW für "HF rein, L+R analog raus". Bei 
UKW-Empfang ist der Stromverbrauch netterweise 15mA höher, aber das ist 
ausser Konkurrenz ;)

Vom Kino4 aus 2014 erzählt das Infoblatt was von "50% lower power 
consumption vs. Kino3", das Modul damit soll mit HF-Teil 100mW brauchen. 
Hab kein Radio damit, klingt aber recht realistisch. Mein 
DAB-Autoradioadapter DR56 mit Gyrosignal-Chip (sicher auch schon 3 Jahre 
alt) braucht mit Farb-LCD und Bluetooth (Freisprecheinrichtung) knapp 
100mA bei 5V. Sind also auch nur 500mW für das gesamte Gerätchen.

Und jetzt? >50% Reduktion bei den FS-Chips in 3 Jahren willst du jetzt 
einfach wegdiskutieren, nur weil dein Radio zufälligerweise 600mW 
braucht? Vermutlich auch, weil die "Designer" aus Kostegründen 
Linearregler verbaut haben. Das ist dann (wie bei DAB12) natürlich Mist, 
aber kein Zeichen für eine Schwäche des Systems.

Ich glaube man kann ohne grosse Bauchschmerzen prognostizieren, dass ein 
DAB+-Modul mit der Technik von 2020 <40mW braucht. Möglicherweise sind 
das noch ein paar mW mehr als TDA7021+TDA7040, dafür kann man dann damit 
auch mehr machen...

Autor: aseeert (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Ich glaube man kann ohne grosse Bauchschmerzen prognostizieren, dass ein
> DAB+-Modul mit der Technik von 2020 <40mW braucht.

Das mag sein, aber man kann auch ohne Bauschmerzen - nur aus den 
bisherigen Erfahrungen - prognostizieren, dass DAB+ im Jahr 2020 schon 
wieder abgekuendigt ist und die "naechste Sau" durchs Dorf getrieben 
wird.

aseeert

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn man Georgs Rechnung mal weiterverfolgt, fehlen die Kosten und der 
Energieaufwand für die Chipproduktion. Das ist ja kein TBA120, sondern 
ein IQ Dekoder mit ROM und RAM, der eigens zur Demodulation von DAB+ 
entwickelt und hergestellt wurde.

Das gleiche gilt in verringertem Maße auch auf der Senderseite. DAB+ 
Koder fallen ja nicht vom Himmel, sind allerdings zugegeben deutlich 
seltener als Dekoder im Umlauf.

Im Moment ist sogar die Website down:
http://www.digitalradio.de/

: Bearbeitet durch User
Autor: Bernhard D. (pc1401)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Matthias S. schrieb:
> Wenn man Georgs Rechnung mal weiterverfolgt, fehlen die Kosten und der
> Energieaufwand für die Chipproduktion. Das ist ja kein TBA120, sondern
> ein IQ Dekoder mit ROM und RAM, der eigens zur Demodulation von DAB+
> entwickelt und hergestellt wurde.

Das ist natürlich das ultimative Argument gegen jedwede neue 
Technologie. Vermutlich benötigt ein DAB+ Dekoder in Sub-µm 
Strukturbreite nebst allem Beiwerk weniger Siliziumfläche als der 
vergleichsweise grob geschnitzte TBA120. Da liegen halt 50 Jahre 
dazwischen, ein Zeitsprung wie vom VE301 zum PLL-Stereo-Tuner...

Autor: aseeert (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Bernhard D. schrieb:
> weniger Siliziumfläche als der
> vergleichsweise grob geschnitzte TBA120. Da liegen halt 50 Jahre

Richtig. Nur die ganzen TBA120 sind alle schon da.

aseeert

Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Das Empfangsmodul (HF+Dekoder+DAC) läuft mit 3.3V
> only. Die Dual-"Experten" produzieren die aus den 9V per Linearregler.

Die Experten haben sich bestimmt gedacht, daß ein Linearregler weniger 
stört oder billiger war. Der Kunde bezahlt dann die neuen Batterien...
@Georg:Es verbietet Dir aber keiner, ALLES besser zu machen. Fragt sich 
nur, ob zum Zeitpunkt der Marktreife nicht schon die nächste Sau durchs 
Dorf getrieben wird. DAB+++?

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Matthias Sch.:
> Das gleiche gilt in verringertem Maße auch auf der Senderseite. DAB+
> Koder fallen ja nicht vom Himmel, sind allerdings zugegeben deutlich
> seltener als Dekoder im Umlauf.

Einen vollständigen DAB-Coder mit HF-Ausgang habe ich schon vor 14 
Jahren auf einem 600MHz Notebook und einem kleinen FPGA-Board für die 
FFT gebastelt. Heute ist das alles mit einem normalem PC "am Stück" kein 
Problem mehr, der steckt halt nur ein einem Rackgehäuse und sieht wenig 
nach PC aus. Der einzige Aufwand für den "professionellen" Einsatz sind 
die etwas ungewöhnlichen Schnittstellen am Ein/Ausgang.

Gegen einen UKW-Sender ist da auch eigentlich kein grosser Unterschied 
im Aufwand mehr. Bis auf wenige Ausnahmen, wo noch analoge 
Standleitungen im Einsatz sind, wird UKW heutzutage typischerweise 
digital über Codecs und S2M zugebracht. Ds ist das Argument mit der 
Notfall/Krisensicherheit auch eher müssig. "Vor" dem Empfänger des 
UKW-Hörers ist soviel Technik in der ganzen Sendekette, dass es IMO 
keinen grossen Unterschied in der Zuverlässigkeit macht, wenn da 
wirklich mal die K*cke dampft...

aseeert:
> Richtig. Nur die ganzen TBA120 sind alle schon da.

Wo ist denn in aktuellen UKW-Tunern noch ein TBA120 im Einsatz?

oszi40 :
> @Georg:Es verbietet Dir aber keiner, ALLES besser zu machen.

Mach ich ja ;) Das DAB-Radio, das ich vor 17 Jahren entwickelt habe, 
funtioniert heute über USB am PC "trotz" DAB+ immer noch...

> Fragt sich nur, ob zum Zeitpunkt der Marktreife nicht schon die nächste
> Sau durchs Dorf getrieben wird. DAB+++?

Ich sehe nicht, dass hier "dauernd" gross was getrieben wird. Die erste 
Sau hat ja in D nur wenigen geschmeckt (wurde auch nur sehr selektiv 
angeboten....) und hat trotzdem gut 15 Jahre gehalten...

Autor: ach? (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Old P. schrieb:

> [viel Gesülze]
> Wenn es nach den DAB-Fundamentalisten hier im Forum geht,


> Und genau diese
> Fundamentalisten gehen mir besonders auf den Beutel!


Sagte DER Fundamentalist dieses Forums schlechthin.

W.S. schrieb:
> Aber die Verfechter von DAB+ müssen eben auch die Akzeptanz beim Kunden
> berücksichtigen und die ist hier eher nicht gegeben

Kein Wunder. Es gibt kaum Werbung dafür. Ottonormalo weiß deshalb meist 
gar nicht was DAB+ überhaupt ist. Außerdem sind die Endgeräte einfach zu 
teuer.

Georg A. schrieb:
> Ja, ich weiss, ist ein wenig anspruchsvoller als AM oder FM. Deswegen
> sind wohl gerade die Leute/Funkamateure, die noch das "gute" alte FM/AM
> als einzige Modulation gelernt haben, so gegen den "modernen" Kram (kenn
> da noch mehr von dem Typ). Sie verstehens nur einfach nicht mehr. IQ ist
> sinnloses mathematisches Rumgewi*e und die FFT schlicht nur noch
> Teufelszeug. Damit ist es Dreck und kann auch nix mehr werden. Punkt,
> aus, Argumentation zu Ende.

Ja leider ist diese Denke bei vielen Funkamateuren verbreitet. Digital- 
und Computertechnik ist Teufelszeug und bestenfalls eine Erschleichung 
von Vorteilen. Aber zum Glück sind nicht alle Funkamateure so. Die 
Situation ist da heute schon besser geworden als vielleicht vor 10-15 
Jahren. Die Zeiten wo Funkamateure mal Pioniere der modernen Technik 
waren, sind längst vergangen.

Autor: Marco H. (damarco)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Aus der Praxis heraus ist selbst der Empfang in Berlin (Indoor) nicht 
immer unproblematisch.

Vom Klang her mag man die immer angepriesene Qualität etwas bezweifeln. 
Bei Datenraten von ich glaube 86kbits bis 16kbits kann man kaum von CD 
Qualität sprechen.  Wie schon bei DVB-T, gilt Digitalradio für Arme 
Leute.

Warum das Schwein so durch Dorf getrieben wird hat einfach 
Wirtschaftliche Gründe.

Mit einen Sender lassen sich viele Programme betreiben. z.Bsp 9 von 10 
Sender können damit abgeschaltet werden. Das spart enorm viel Geld. Der 
Rundfunkbeitrag wird dadurch natürlich nicht sinken.

Das zweite viel bessere Geschäft ist das versteigern der Frequenzen.

Wie viel Elektromüll dabei erzeugt wird oder ob diese Technik auch so 
Leistungsfähig ist im Katastrophenfall wie der UKW Rundfunk interessiert 
der Politik nicht. Hier steht eine riesige Lobby der Elektroindustrie 
und Mobilfunk dahinter.

Noch ein anderer Aspekt, bei diesen DAB+ Radios wissen wir kaum was drin 
ist. Es gibt nur wenige Firmen die ICs dafür anbieten. Wer sagt uns das 
diese nicht unbrauchbar gemacht werden können ?  In ein UKW Radio kann 
ich rein schauen und es in der Not aus Teilen zusammen basteln.  1 
Transistor ein paar Kondensatoren und der Pendelempfänger ist bereit zum 
Empfang.

Wer kann von sich behaupten einen DAB+ Empfänger zusammen zu basteln ?

Noch ein Aspekt, die Kosten für DAB+ wurden durch die Abschaltung der MW 
und KW Sender finanziert. Wie soll ein Öffentliches Medium ohne diese 
Technik ungefilterte Nachrichten in die Welt verbreiten ? Das ist die 
eigentliche Aufgabe dieser Anstalten.  Das Radio ist das ein zigste 
Medium das Weltweit ohne Restriktionen Empfangen werden kann.

Radios hätte in den aktuellen Krisen viele Probleme vermieden.

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Vom Kino4 aus 2014 erzählt das Infoblatt was von "50% lower power
> consumption vs. Kino3", das Modul damit soll mit HF-Teil 100mW brauchen.
> Hab kein Radio damit, klingt aber recht realistisch.

Ja. Du hast nix handgreifliches, aber die Produktwerbung klingt für dich 
realistisch und ist in deinen Augen deshalb schon ein besseres Argument 
als ne gemessene Tatsache.

Nochmal Klartext: mein Meßergebnis stammt aus nem Radio, wo ein Kino-4 
Chip verbaut ist, ganz konkret ein FS1445-A. Also erzähle mir nicht 
solche Geschichten, die lediglich aus deiner eigenen Phantasie 
entsprungen sind. Von wegen 50% lower power. Marketing-Gedröhn können 
wir hier etwas weniger gebrauchen.

W.S.

Autor: Wolle R. (oldschool)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ach? schrieb:
> Außerdem sind die Endgeräte einfach zu
> teuer.

Na ja, ich hab mir letzte Woche im Supermarkt ein DAB+ Radio für 30.- 
Euro mitgenommen. Dachte, da mache ich nichts falsch, denn UKW kann es 
ja auch noch.

Muss aber sagen, dass ich in meiner Situation sehr froh bin, denn nun 
kann ich endlich wieder Deutschlandfunk hören. Bei mir (Bodenseekreis) 
gibt es keine gescheite UKW Frequenz für den DLF.

Daher habe ich bis Ende 2015 den DLF noch über Mittelwelle gehört und 
nun über DAB+. Die Qualität ist ausreichend (104kBps), natürlich kein 
Hi-End, aber der Indoor Empfang ist stark und rauschfrei und sehr viel 
besser als UKW.
Auch keine Aussetzer, ist also stabil der Empfang/Datenstrom.

Ich weiß, ist nur ein subjektiver Bericht, aber ich werde das Radio 
behalten. Wenn es schon eine neue Technik gibt, dann kann man ihr eine 
Chance geben.

Einzig die Sache mit dem Energieverbrauch bei tragbaren Geräten ist noch 
ein Problem, das stimmt und wird auch bei aller Werbung immer 
verheimlicht.

Ist eben mehr ein Computer als ein klassisches Radio.

Gruß, Wolle

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Wolle R. schrieb:
> Einzig die Sache mit dem Energieverbrauch bei tragbaren Geräten ist noch
> ein Problem,

Hatte hier gerade ein modernes AM/FM Kofferradio von Philips mit NXP 
Single-Chip Frontend und Toshiba 9-pol SIL Endstufe.(Bezeichnungen nicht 
parat, war was mit TEAnnnn und TAnnnn).
Bei Zimmerlautstärke zieht dieses Kofferadio gemessene 16mA aus 3 
Monozellen(!) Das will ich bei DAB+ erstmal sehen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolle R. (oldschool)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Matthias S. schrieb:
> Hatte hier gerade ein modernes AM/FM Kofferradio von Philips mit NXP
> Single-Chip Frontend und Toshiba 9-pol SIL Endstufe

Interessant. Wie "modern" ist das Gerät denn? Aus den 90ern oder noch 
neu erhältlich? Sowas könnte ich gut für Reisen gebrauchen. Danke!

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ach? schrieb:
>
> Sagte DER Fundamentalist dieses Forums schlechthin.

Na endlich werden meine Qualitäten mal anerkannt, herzlichen Dank! ;-)

> Kein Wunder. Es gibt kaum Werbung dafür. Ottonormalo weiß deshalb meist
> gar nicht was DAB+ überhaupt ist. Außerdem sind die Endgeräte einfach zu
> teuer.

Was aber nicht die Schuld der "Normal-FM-Hörer" ist.

> Ja leider ist diese Denke bei vielen Funkamateuren verbreitet. Digital-
> und Computertechnik ist Teufelszeug und bestenfalls eine Erschleichung
> von Vorteilen. Aber zum Glück sind nicht alle Funkamateure so. Die
> Situation ist da heute schon besser geworden als vielleicht vor 10-15
> Jahren. Die Zeiten wo Funkamateure mal Pioniere der modernen Technik
> waren, sind längst vergangen.

Was hampelst Du laufend mit Funkamateuren herum? Die nutzen für ihr 
Hobby eh kein DAB. Und ja, Funkamateure haben schon Computer benutzt, da 
hatten andere noch nochtmal ein Modem! Ich war und bin zwar kein 
Funkamateur, kenne aber die Kollegen und ihre Technik seit den 70er 
Jahren. Mein erster Computer (kompletter Eigenbau, teilweise 
Eigenentwicklung) hätte schon Mitte der 80er Jahre an ein Funkgerät 
gestöpselt werden können. Aber ich hatte ja kein Funkgerät (naja, 
zumindest offizell).

Um mal auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen: Was machwn die Polen denn 
besser, wenn sie auf Rügen noch hörbar sind, der Sender vor der Haustür 
aber nicht? Ich kann hier vor den Toren Berlins prima DAB+ empfangsn, 
ein paar Dutzend Kilometer weiter aber nicht mehr. Was soll so ein 
Scheiß?
Wen wundert es dann, wenn die Hörer lieber UKW einschalten, auch wenns 
beim Piano etwas rauscht?
Und wen wundert es, das die Kunden kaum DAB+ kaufen, wenn berechtigt zu 
befürchten ist, dass nach Ablauf der Garantie DAB++ oder +++ aktuell 
ist. Zumal die im Handel angebotenen Kisten mit ihren mickrigen 
Alibidisplays zum kotzen aussehen und umständlich zu bedienen sind. 
Einzig bei Autoradios scheint das etwas besser (der Empfang leider 
nicht)

Also mein lieber Fundamentalist: Ich höre durchaus auch DAB+ wo es gsht, 
habe eine große Affinität zu Computern, bin zwar ein Funkfreund aber 
kein Funkamateur.

Old-Papa

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolle R. schrieb:
> Wie "modern" ist das Gerät denn? Aus den 90ern oder noch
> neu erhältlich?

Wir habens bei Rewe aus dem Batteriecontainer gezogen - mit 
Originalverpackung und Kassenzettel von 2011. Preis war 29,95 Euro. 
Merkwürdig, was die Leute so wegwerfen.

Autor: Bernhard D. (pc1401)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Old P. schrieb:

> Um mal auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen: Was machwn die Polen denn
> besser, wenn sie auf Rügen noch hörbar sind, der Sender vor der Haustür
> aber nicht? Ich kann hier vor den Toren Berlins prima DAB+ empfangsn,
> ein paar Dutzend Kilometer weiter aber nicht mehr. Was soll so ein
> Scheiß?

Sie klotzen halt, andere kleckern...

> Zumal die im Handel angebotenen Kisten mit ihren mickrigen
> Alibidisplays zum kotzen aussehen und umständlich zu bedienen sind.

In der Tat liegt da noch vieles im Argen. Es fällt auf, dass in diesen 
Geräten keine in Großmengen billige kundenspezifische Displays verbaut 
sind, wie bei Massenprodukten sonst üblich. Sondern eher teure 
Standard-Punktmatrix-Anzeigen. Das lässt schon Rückschlüsse auf die 
Produktionsziffern zu.

> Einzig bei Autoradios scheint das etwas besser (der Empfang leider
> nicht)

Mit Verlaub, das ist Bullshit. Schaue bzw. höre Dir doch mal z.B. die 
aktuellen DAB+ Radios eines skandalumwaberten norddeutschen 
Autoherstellers an. Die Empfangsleistung ist ungleich besser als die 
meines tragbaren DAB+ Chinaböllers, und die Bedienung geht wesentlich 
angenehmer vonstatten.

Gruß,
Bernhard

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Bernhard D. schrieb:
>
> Mit Verlaub, das ist Bullshit. Schaue bzw. höre Dir doch mal z.B. die
> aktuellen DAB+ Radios eines skandalumwaberten norddeutschen
> Autoherstellers an. Die Empfangsleistung ist ungleich besser als die
> meines tragbaren DAB+ Chinaböllers, und die Bedienung geht wesentlich
> angenehmer vonstatten.

Tut mir leid, ich kann mir diese inzwischen schweineteuren 
Hausmeisterdienstwagen nicht leisten. Bei mir reicht es nur für einen 
Lieferwagen aus Köln (eher Spanien) 2015er Ford Tourneo Grand Connect in 
Titanium ;-) Extra mit Navi geordert, DAB war dann mit an Bord. Nutze 
aber überwiegend UKW. Und verglichen mit meinem popligen 
DAB-Taschenradio ist nüscht besser. Ok, die Bedienung schon.

Old-Papa

Autor: ach? (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Old P. schrieb:
> Was hampelst Du laufend mit Funkamateuren herum? Die nutzen für ihr
> Hobby eh kein DAB.

Ja und? Muss man alles ablehnen was nichts mit dem Hobby zu tun hat?
Muss man auch im Hobby generell Digitaltechnik ablehnen, auch wenns 
sinnvoll ist?
Ja das trifft nicht auf alle zu, wie ich schon erwähnt hatte. Aber für 
dich nochmal.


> Und ja, Funkamateure haben schon Computer benutzt, da
> hatten andere noch nochtmal ein Modem!

Ja einige wenige. Erzähl mir keine Märchen. Und noch vor ca. 15 Jahren 
waren die meisten OMs zu blöde einen Computer sinnvoll zu nutzen. Was 
haben sie gegen PSK31, Packet-Radio, DSPs und Logbuchsoftware 
geschimpft, waren oft nicht mal in der Lage eine E-Mail zu verschicken 
usw.
Wobei ich weiß ja nicht ob du weißt ab wann es Modems für 
Normalverbraucher gab. Ich hatte eines in den 80ern; also eins fürs 
Telefon (Mailboxbetrieb) und eins für Packet-Radio. Genaues Jahr weiß 
ich nicht mehr.


> Mein erster Computer (kompletter Eigenbau, teilweise
> Eigenentwicklung) hätte schon Mitte der 80er Jahre an ein Funkgerät
> gestöpselt werden können.

Hätte, könnte,...
Dass du der tollste bist und dich immer rechtfertigen musst, ist hier im 
Forum bekannt.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
W.S.:
> Nochmal Klartext: mein Meßergebnis stammt aus nem Radio, wo ein Kino-4
> Chip verbaut ist, ganz konkret ein FS1445-A. Also erzähle mir nicht
> solche Geschichten, die lediglich aus deiner eigenen Phantasie
> entsprungen sind. Von wegen 50% lower power. Marketing-Gedröhn können
> wir hier etwas weniger gebrauchen.

Ich verdiene an keinem verkauften Gerät egal von welchem Hersteller und 
hab mit FS auch nix zu tun. Wenn dein Gerät (welches nochmal?) mit Kino4 
soviel braucht, ist das schade. Trotzdem glaube ich bei FS den 
Datenblattangaben. Warum sollte mein älteres Modul soviel weniger Strom 
ziehen als ein neueres? Das ist nicht glaubhaft. Was um das Modul herum 
an Müll gemacht wird (Linearregler, ineffiziente Hintergrundbeleuchtung, 
etc., könnte man durchaus rausbekommen), ist dann ein Armutszeugnis der 
Integratoren, aber immer noch nicht das Systemproblem, auf das du 
dauernd raus willst.

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
ach? schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Was hampelst Du laufend mit Funkamateuren herum? Die nutzen für ihr
>> Hobby eh kein DAB.
>
> Ja und? Muss man alles ablehnen was nichts mit dem Hobby zu tun hat?
> Muss man auch im Hobby generell Digitaltechnik ablehnen, auch wenns
> sinnvoll ist?
> Ja das trifft nicht auf alle zu, wie ich schon erwähnt hatte. Aber für
> dich nochmal.

Mal eine ehrliche Frage: Was rauchst Du so?
Woraus schlussfolgerst Du, das ich Digitaltechnik ablehne?

> Ja einige wenige. Erzähl mir keine Märchen. Und noch vor ca. 15 Jahren
> waren die meisten OMs zu blöde einen Computer sinnvoll zu nutzen. Was
> haben sie gegen PSK31, Packet-Radio, DSPs und Logbuchsoftware
> geschimpft, waren oft nicht mal in der Lage eine E-Mail zu verschicken
> usw.

Wieviele Funkamateure kennst Du? Versetzt das Dich in die Lage so 
pauschal und beleidigend über diese User zu urteilen?
Die paar die ich kenne, waren und sind von den Möglichkeiten begeistert.
Natürlich gibt es immer Menschen die alles neue ablehnen (Gurtmuffel, 
Handyverweigerer usw.) Doch sind deshalb alle Menschen blöde?

> Wobei ich weiß ja nicht ob du weißt ab wann es Modems für
> Normalverbraucher gab.

Ich als Normalverbraucher bekam erst 1992 Telefonanschluss und hatte ein 
paar Tage später ein Modem. Ein Verwandter auf der anderen Seite der 
Mauer (ja, begeisterter Funkamateur) hat schon davor von den ganzen 
Möglichkeiten der Computer geschwärmt. Er war quasi "schuld" an meinem 
Eigenbau ;-)

> Ich hatte eines in den 80ern; also eins fürs
> Telefon (Mailboxbetrieb) und eins für Packet-Radio. Genaues Jahr weiß
> ich nicht mehr.

Aha...

> Hätte, könnte,...
> Dass du der tollste bist und dich immer rechtfertigen musst, ist hier im
> Forum bekannt.

<Scherz On>
Ha, Du solltest erstmal in anderen Foren über mich lesen, da bin ich der 
Größte
<Scherz-Off>

Dich allerdings nehme jch erst ernst, wenn Du nichtmehr als Gast 
rumeierst.

Old-Papa

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Wenn dein Gerät (welches nochmal?) mit Kino4
> soviel braucht, ist das schade. Trotzdem glaube ich bei FS den
> Datenblattangaben. Warum sollte mein älteres Modul soviel weniger Strom
> ziehen als ein neueres? Das ist nicht glaubhaft.

Ja sag mal, merkst du überhaupt noch etwas?

Der einzige, der hier nicht glaubhaft ist, bist du. Du hast schon seit 
Jahren hier in fast jedem Beitrag die Anderen für zu doof und ahnungslos 
und mental rückständig erklärt - und das allen real beobachteten 
Tatsachen zum Trotz.

Es heißt zwar, der GLAUBE könne Berge versetzen, aber das gilt hier 
nicht - eigentlich ist dieses Forum nämlich kein Esoterik-Forum. Oder 
sollte es jedenfalls nicht sein.

W.S.

ähm... nochwas wegen des weiter oben angesprochenen Columbus: Ich sag's 
mal so, für einen Aufpreis von zierlichen 2000 € anstelle des simplen 
Radios sollte man auch was erwarten können. Mir ist dieses Teil 
definitiv viel zu teuer. Da ist es auch kein sonderlicher Trost, daß 
andere Autobauer eine ähnliche Raffgier an den Tag legen.

Autor: ach? (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
> Mal eine ehrliche Frage: Was rauchst Du so?
> Woraus schlussfolgerst Du, das ich Digitaltechnik ablehne?

Ein Fundamentalist (die Wortwahl stammt nicht von mir) gegen DAB+ bist 
du aber schon. Und was du in anderen Threads schon alles abgelassen 
hast... Nur weil bei dir die Abdeckung schlecht ist, glaubst du das wäre 
überall so. Ich war vor 2 Jahren mal in Teltow. Da gab es an vielen 
Stellen noch nicht mal Handyempfang.
Nur weil du die Vorzüge der Bedienung eines DAB-Radios nicht begreifst, 
muss das nicht für alle Leute gelten. Und wo habe ich behauptet, dass du 
Digitaltechnik ablehnst?

> Wieviele Funkamateure kennst Du? Versetzt das Dich in die Lage so
> pauschal und beleidigend über diese User zu urteilen?
> Die paar die ich kenne, waren und sind von den Möglichkeiten begeistert.
> Natürlich gibt es immer Menschen die alles neue ablehnen (Gurtmuffel,
> Handyverweigerer usw.) Doch sind deshalb alle Menschen blöde?

Wieviele Funkamateure kennst du um deine pauschale Gegenbehauptung 
begründen zu können?
Ich kenne vielleicht 100 ziemlich persönlich und durch meine fast 
30jährige aktive Vereinsarbeit im DARC und VFDB habe ich gewisse 
Einblicke, die mir gewisse Urteile erlauben.

> Ich als Normalverbraucher bekam erst 1992 Telefonanschluss und hatte ein
> paar Tage später ein Modem. Ein Verwandter auf der anderen Seite der
> Mauer (ja, begeisterter Funkamateur) hat schon davor von den ganzen
> Möglichkeiten der Computer geschwärmt. Er war quasi "schuld" an meinem
> Eigenbau ;-)

Kann ja sein. Bestreitet ja niemand. Nur wie relevant ist dieser 
Einzelfall?

>> Ich hatte eines in den 80ern; also eins fürs
>> Telefon (Mailboxbetrieb) und eins für Packet-Radio. Genaues Jahr weiß
>> ich nicht mehr.
>
> Aha...

Ja du weißt natürlich immer zu allem das genaue Datum.

> Ha, Du solltest erstmal in anderen Foren über mich lesen, da bin ich der
> Größte

Das glaube ich dir ohne Ironie.

> Dich allerdings nehme jch erst ernst, wenn Du nichtmehr als Gast
> rumeierst.

Das beruht auf Gegenseitigkeit. Ich sehe keinen Grund, mich nur für dich 
mit einem erfundenen Namen anzumelden. Der Admin des Forums erlaubt 
Gastbeiträge und das Telekommunikationsgesetz erlaubt anonyme 
Forenbeiträge.

Autor: W.S. (Gast)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
ach? schrieb:
>>> Ich hatte eines in den 80ern; also eins fürs
>>> Telefon (Mailboxbetrieb) und eins für Packet-Radio. Genaues Jahr weiß
>>> ich nicht mehr.
>>
>> Aha...
>
> Ja du weißt natürlich immer zu allem das genaue Datum.

Es hat ein Modem oder Packet-Radio wohl eher nichts mit DAB+ zu tun.

Allerdings ist ein Modem in den 80er Jahren durchaus erhellend. Mein 
erstes Modem hatte ich erst in den 90ern, Stichwort FidoNet. Ich nehme 
mal an, den meisten hier geht es ähnlich.

W.S.

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
W.S. schrieb:
> Allerdings ist ein Modem in den 80er Jahren durchaus erhellend.

Ja, ist es, vor Allem dann, wenn in der Frontplatte eine ganze Reihe LED 
sitzen, so wie beim VM2400:
http://www.robotrontechnik.de/html/zubehoer/modems.htm

Davon hatte 5 Stück im Betrieb in Betrieb. (Schöner Satz -ich bin stolz) 
:)

> Mein
> erstes Modem hatte ich erst in den 90ern, Stichwort FidoNet. Ich nehme
> mal an, den meisten hier geht es ähnlich.

Nein, wie Du siehst, war man in der DDR schneller. Diese Modems waren ab 
1985 verfügbar.

MfG Paul

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
-2 lesenswert
nicht lesenswert
Paul B. schrieb:
>
> Nein, wie Du siehst, war man in der DDR schneller. Diese Modems waren ab
> 1985 verfügbar.
>
> MfG Paul

Mooooment mal: Ab 1985 gab es in der DDR Modems? Keine Sau hatte 
Telefon, wozu Modems? Ok, Industrie und "gesellschaftliche Kräfte" 
hatten natürlich einige Telefone aber auch Modems?
Ich jedenfalls erst ab ca. 1992, mein Westverwandter hantierte noch mit 
Akustikkopler herum. Er schwörte drauf, weil dieser wohl auch in der 
Telefonzelle und natürlich auch an fremden Anschlüssen funktionierte. 
Viele Telefone waren ja noch fest verdrahtet (nix Stecker)

Old-Papa
PS: Das hat nun aber wirklich nichts mehr mit DABxxx zu tun.

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ach? schrieb:
> Und wo habe ich behauptet, dass du
> Digitaltechnik ablehnst?

Hier:

ach? schrieb:
> Ja und? Muss man alles ablehnen was nichts mit dem Hobby zu tun hat?
> Muss man auch im Hobby generell Digitaltechnik ablehnen, auch wenns
> sinnvoll ist?
> Ja das trifft nicht auf alle zu, wie ich schon erwähnt hatte. Aber für
> dich nochmal.^
 ^^^^^^^^^^^^

Oder wie soll man das Geschreibsel sonst interpretieren?
Aber egal, bei Dir bin ich raus.

Old-Papa

Autor: Michael U. (amiga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo,

Old P. schrieb:
> Mooooment mal: Ab 1985 gab es in der DDR Modems? Keine Sau hatte
> Telefon, wozu Modems? Ok, Industrie und "gesellschaftliche Kräfte"
> hatten natürlich einige Telefone aber auch Modems?
>
>PS: Das hat nun aber wirklich nichts mehr mit DABxxx zu tun.

stimmt, trotzdem: ja, es gab Modems, unsere Anbindung im Kaufhaus an den 
Großhandel müßte 1988 in Betrieb gegangen sein.
Wann die Geldkartengeschichte der Sparkasse in Betrieb ging, weiß ich 
nicht mehr, dürfte auch 1988 gewesen sein.

1200 oder 2400Baud, ziemlich unhandliche Kisten von Robotron.
Privat nicht beschaffbar.

1989 Weihnachten lief im Haus der junden Talente die Mailbox.
C64, 1581, Akustikkoppler aus dem Westen geschenkt bekommen.
Seltsame Stabilbaukasten-Kontruktion, die den abnehmen und auflegen 
erledigte. Gibt davon leider kein Bild.
Anfang 1990 lief bei meinem Bekannten eine private Mailbox auf einem 
A500 mit 2400er Modem.
1992 hatte ich bereits ein 14400er Zyxel am Amiga, umgerüstet, damit es 
mit Zyxel am anderen Ende 19200 konnte.
Irgendwo da hatte ich dann auch ISDN.

Daß ich einer der Nutzer des ersten DAB-Feldversuchs war, hatte ich ja 
oben schon irgendwo geschrieben.

So, nun ist DAB wieder erwähnt. ;)

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Paul B. (paul_baumann)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Old P. schrieb:
> Mooooment mal: Ab 1985 gab es in der DDR Modems?

Was habe ich geschrieben? Soll ich noch einmal umformulieren?

> Keine Sau hatte
> Telefon, wozu Modems?

Was macht man gemeinhin mit Modems?

Ich helfe Dir:
https://de.wikipedia.org/wiki/Modem

Old P. schrieb:
> Ich jedenfalls erst ab ca. 1992,

Es ist gleichgültig, wann DU ein erstes Modem hattest, das war nicht die 
Frage.

> mein Westverwandter hantierte noch mit
> Akustikkopler herum. Er schwörte drauf....


Nein, er schwor darauf.

MfG Paul

Autor: Gerhard O. (gerhard_)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Ich glaube, hier in Kanada haben wir z. Zt. die beste DAB lösung:

UWW im Stadtbereich. Satelliten DAB wie Sirius für Landesweiten Empfang. 
Da kann sich jeder aussuchen. Auf unseren langen Autobahnen funktioniert 
das wesentlich besser. Auf einer 1000km langen Reise gab es keinen 
einzigen Aussetzer. In den Städten und Häusern ist Satelitten Empfang 
natürlich viel problematischer.

Terrestrischer DAB wurde in den 90ern in Ontario versucht. Hat sich aber 
wegen fehlenden Interesse und unbefriedigenden Grenzempfangsverhalten 
nicht durchgesetzt. Die Mobilen langen Aussetzer befriedigten einfach 
nicht. Die Leute finden manchmal kurzzeitig verrauschten UKW Empfang als 
viel weniger störend. Abgesehen davon wäre die Klangqualität von UKW für 
den mobilen Empfang mehr als ausreichend. Dann hatten auch die 
kommerziellen Betreiber Bedenken mit unakzeptablen Hörerverlust wenn UKW 
abgeschaltet werden sollte. Ingesamt gesehen war man mit DAB also nicht 
wirklich zufrieden. Erschwerend für DAB kommt noch die unbefriedegende 
Hörerschaft im Falle von Krisen. UKW Empfänger haben praktisch 100% der 
Bevölkerung. Und auf Internet und WLAN könne man sich dann in 
Krisensituation nicht unbedingt verlassen.

Erschwerend kam noch dazu, daß die Industrie nicht imstande war, 
ansprechende, preiswerte DAB Geräte zu entwickeln und vermarkten. Auch 
wäre der viel höhere Stromverbrauch bei batteriebetriebenen DAB Geräten 
ein nachteiliger Faktor.

Terrestrischer DAB wurde dann von der CRTC offiziell beendigt. So viel 
wie ich weiß wird es noch lange Zeit dauern bis man es wieder versucht. 
Als Ersatz für DAB dient halt Satelliten flächenbedecktes DAB. Das 
funktioniert super zuverläßig und man ist damit sehr zufrieden. Für $100 
im Jahr Lizenzgebühr hat man sehr gute Leistung. Ich verstehe eigentlich 
nicht warum man das nicht auch in D so gemacht hat. In den Städten bei 
ausreichender Feldstärke ist UKW sowieso zufriedenstellend. Auf den 
weiten Strecken in Kanada würde ein terrestrisch aufgebautes DAB 
Sendernetz immer noch teurer sein wie Satelliten Funk.

So ich denke, ich werde mich in voraussehbarer Zukunft zu Hause noch 
sehr lange an meinen Grundig Satellit 6002 und seiner guten 
Klangqualität erfreuen können und im Auto Sirius DAB oder UKW.

: Bearbeitet durch User
Autor: Radiofreund (Gast)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo

"Für $100 im Jahr Lizenzgebühr hat man sehr gute Leistung. Ich verstehe 
eigentlich nicht warum man das nicht auch in D so gemacht hat."

Mit der Frage hast du dir eigentlich schon selbst die Antwort gegeben.
Falls du dich nicht mehr erinnern kannst:
In Deutschland gibt es eine Rundfunkgebühr, nahezu niemand wir bereit 
sein für Radioprogramme, wenn sie keinen ausgesprochenen und exklusiven 
Mehrwert bieten zusätzliches Geld zu zahlen(das wäre eigentlich nur ein 
Sender der aktuelle und vielfältige Hörbücher in technisch hochwertiger 
Qualität ungekürzt verbreitet eventuell sogar selbst welche produziert, 
und keinerlei Beschränkungen oder Extragebühren bezüglich digitaler, 
verlustfreier Aufzeichnung und Privater Nutzung auch im größeren 
Freundeskreis hat.)
Alles andere gibt es schon bei den vorhandenen Programmen ,auch Kultur 
und Anspruchsvolles - da ist Radio bei uns in DL den TV noch immer weit 
überlegen. Und selbst der Musikfreund mit speziellen Interessen findet 
eigentlich alles als Internetradio - das sogar Weltweit.

Die technische Lösung Satellit (wenn ich richtig verstehe ist Empfang 
mit kleinen Antennen möglich welche keine exakte Ausrichtung benötigen):

Der deutsche und sein Auto... -ein Loch Bohren für eine nachträglich 
eingebaute Antenne? lol
Technik die man sieht, und das noch am Auto? -lol
Und für zu Hause in einer Mietwohnung? - Sakrileg wenn auch nur die 
kleinste Antenne an der Hausfassade zu sehen ist, selbst der Balkon ist 
vermintes Gebiet.

Du bist wirklich schon zu lange in Kanada ansässig wenn du solche Fragen 
stellst.

Radiofreund

Autor: M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Habe jetzt in meinem neuen Auto DAB+ mitgeliefert bekommen und keinerlei 
Empfang. Hört das jemand und ist im Sendegebite Offenbach unterwegs?

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Auf empfangsprognose.de sind bei Hessen 3 Ensembles gelistet, die 
besonders in der Umgebung von Frankfurt keinerlei Lücken aufweisen. Da 
sollte eigentlich schon eine Stecknadel als Antenne reichen, erst recht 
outdoor. Dass alle 3 gleichzeitig gestört sind und es keine Meldungen 
dazu bei den üblichen Stellen gibt, ist auch auszuschliessen.

Entweder gibts bei dem Radio einen Trick (aka erzwungener 
Sendersuchlauf), oder er ist kaputt oder jemand hat vergessen, die 
DAB-Antenne anzustecken.

: Bearbeitet durch User
Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mar. W. schrieb:
> neuen Auto DAB+ mitgeliefert bekommen und keinerlei Empfang.

Handbuch und Sendersuchlauf sollten helfen
(sofern das Auto nicht im Keller steht). Sendersuchlauf ist öfter nötig 
an anderen Orten.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
oszi40 schrieb:
> Sendersuchlauf ist öfter nötig an anderen Orten.

Hängt vom Radiotyp ab (Single-Tuner oder was besseres). Die 
höherwertigen haben immer einen Überblick, was gerade on-air ist.

Autor: Tim (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Mar. W. schrieb:
> Habe jetzt in meinem neuen Auto DAB+ mitgeliefert bekommen und keinerlei
> Empfang. Hört das jemand und ist im Sendegebite Offenbach unterwegs?

Im Raum Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Mannheim ist der 
Empfang von DAB+ excellent, sogar Indoor mit Stummelantenne. Vermutlich 
ist dein Radio kaputt.

Autor: Anarchist (Gast)
Datum:

Bewertung
-4 lesenswert
nicht lesenswert
Ich bin dafür UKW-Radio komplett abzuschaffen und die freien Frequenzen 
für jedermann freizugeben. Dann kann jeder seine Radiostation eröffnen 
und nach Lust und laune herumsenden. So eine Art CB nur ohne B und 
stattdessen mit R (für Radio).

Autor: Old P. (old-papa)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Anarchist schrieb:
> Ich bin dafür UKW-Radio komplett abzuschaffen und die freien Frequenzen
> für jedermann freizugeben. Dann kann jeder seine Radiostation eröffnen
> und nach Lust und laune herumsenden. So eine Art CB nur ohne B und
> stattdessen mit R (für Radio).

Klar doch. Am Besten Polizei u d Gerichte gleich mit und jedem seinen 
Schießprügel. Dann kann auch jeder gleich "Gerechtigkeit" nach seinem 
Gutdünken vollziehen. Als nächstes dann Ärzte und Sanitäter, im Internet 
steht doch eh alles besser drin. Oder aber in den jetzt freien 
(vermeintlich unzensierten) Radiosendern wird erläutert, wer gerade auf 
der Flucht ist, bzw. wie man am besten den Blinddarm entfernt. Dann kann 
man beherzt zu Skalpell und Schießprügel greifen.
Ach? Die Info im Radio war falsch? Dumm gelaufen, wenn der Patient auf 
dem Küchentisch verreckt ist und der vermeintliche Übeltäter zwar 
unschuldig aber auch bewaffnet war.
Noch ein Radiohörer weniger!

Nein, möge uns der ÖrR noch lange erhalten bleiben und ja, möglichst 
auch UKW.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
Autor: Dieter (Gast)
Datum:

Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Anbei eine DAB-Kritik auf Grund einer Stakeholderanalyse. Nach 
angelsächsischen Business und Management Prinzipien gehört immer eine 
Stakeholderanalyse dazu um Strategien der Gegenseite besser 
einzuschätzen. Diese besteht aus Brainstorming, ausbauen der Gedanken 
und erst am Schluss steht das Bewerten und Ranking. Die Phasen 
Brainstorming, Ausmalen und Versuche zu dies zu belegen, wird bei uns 
fälschlicherweise gleich als Verschwörungstheorien abgetan, wer das 
macht als Verschwörungstheoretiker.

Stakeholder Industrie:
Mit dem Abschalten des UKW kann durch den Zwang zu DAB+ Geräten Geld 
verdient werden. Wenn der Markt stroniert wird einfach analog zum DVT 
ein DVT2 aufgelegt und wieder muss der Konsument in die Tasche greifen. 
Übrigens die öffentlichen Rundfunkanstalten ebenfalls um schon wieder 
umzurüsten. Zutreffen wird das alle 10 Jahre.

Stakeholder Politik:
Aus obigen Grund wird man von der Lobbyarbeit hofiert von dem 
Stakeholder Industrie und private Medienbranche. Die Kosten werden der 
Allgemeinheit aufgebürdet. Man meint noch was gutes zu tun, weil ja 
dadurch Arbeit entstehen würde (die entsteht aber eigentlich nur in 
Billiglohnländern).

Stakeholder Bevölkerung:
Dabei handelt es sich um jene Charaktergruppe, die auch stundenlang 
wegen des neune IPhones anstehen. Die leider stille Mehrheit möchte den 
UKW-Empfang beibehalten.

Stakeholder private Medienbranche:
Private Anstalten möchten gerne Pay-Radio anbieten. Eine Verschlüsselung 
geht aber nur über digitalen Funk, wie DAB++. Dies wird analog DVBT zu 
DVBT2 erfolgen. (frei nach Schielen im Flieger (Lobbyisten zuarbeitendes 
Personal wird halt auch in die Holzklasse gesteckt) was andere denn so 
lesen...)

Stakeholder totalitäre Staaten:
Das Abschalten von LW, MW und KW-Sendern ist übrigens nur ein Geschenk 
für totalitäre Staaten dessen eigene Bevölkerung vor unzensierten 
Informationen zu schützen. Denn Internet IPv5 kann man gut überwachen. 
In Regionen ohne Internet sind damit perfekt von der Möglichkeit 
abgeschnitten an unzensierte Informationen zu kommen.
Die DAB+ Reichweite stellt auch sicher, dass Informationen nicht zu weit 
in den Nachbarstaaten empfangen werden können. Vor 1989 wäre die Stasi 
glücklich gewesen, es hätte diese Technik schon gegeben. Daher können 
totalitäre Staaten mit dem Ausbau weiter sein.
Beschränkung von Empfang durch Verschlüsselung nur für Landsleute im 
Ausland (wie zum Beispiel ÖRF über Satelit) ist durch die Technik auch 
möglich. Nebenbei sei angemerkt, dass diese Sender in totalitären 
Staaten von der armen Bevölkerung zum FremdSprachen lernen verwendet 
werden und auch manchmal nur die einzige Quelle darstellt.
Hier bin ich jetzt mal von UKW abgedriftet um die Brisanz anderer 
Wellenbereiche anzureißen.

Autor: Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)
Datum:

Bewertung
2 lesenswert
nicht lesenswert
Auch wenn UKW mal abgeschaltet wird, wird man da immer noch Sender 
Empfangen können die nicht legal dort senden.

Mit Guten Antennen ist sogar Tropoempfang aus ~300km möglich.

Selbst die LW und MW sind nach der Abschaltung nicht leer.
Abends und Nachts gibt es noch genug zu empfangen.

Auch auf der KW sind auf diversen Frequenzen Deutschsprachige Sender zu 
empfangen.

Autor: Georg A. (georga)
Datum:

Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Dieter schrieb:
> Stakeholder private Medienbranche:
> Private Anstalten möchten gerne Pay-Radio anbieten. Eine Verschlüsselung
> geht aber nur über digitalen Funk, wie DAB++. Dies wird analog DVBT zu
> DVBT2 erfolgen. (frei nach Schielen im Flieger (Lobbyisten zuarbeitendes
> Personal wird halt auch in die Holzklasse gesteckt) was andere denn so
> lesen...)

Wo warst du die letzten 20 Jahre? Der private Rundfunk wehrt sich mit 
Händen und Füssen gegen DAB (und eine UKW-Abschaltung), gerade die Big 
Player. Mit DAB gibts mehr Konkurrenz und damit verschieben sich die 
seit langer Zeit eingefahrenen Hörerverhältnisse. Änderung ist schlecht, 
gerade jetzt, wo es mit der Anzahl der Radio-Hörern kontinuierlich 
bergab geht. Pay-Radio ist gar kein Business-Case.

Und wenn schon der Teil der "Analyse" von keinerlei Kenntniss der Fakten 
getrübt ist, kann man auf den Rest schliessen...

: Bearbeitet durch User
Autor: oszi40 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Georg A. schrieb:
> Mit DAB gibts mehr Konkurrenz und damit verschieben sich die
> seit langer Zeit eingefahrenen Hörerverhältnisse.

Es wird vielfältiger, aber wie Dieter oben schon schrieb kann man durch 
eingegrenzte Reichweite und Verschlüsslung der Verdummung auch Vorschub 
leisten wie ehemals "im Tal der Ahnungslosen". Als ich im Ausland 
arbeitete, habe ich öfter die Deutsche Welle auf KW gehört um mich zu 
informieren. Heute ???

Autor: M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Heute längere Autofahrt gehabt: DAB+ mehrfach ausgesetzt. UKW überall 
Empfang gehabt. Im Odenwald im Schwarzwald und in der Rhön.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.