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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Fritzbox an 12V Solaranlage betreiben


Autor: Florian Carstens (flo444)
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Hallo zusammen,

mein Name ist Florian, ich bin 32 und komme aus Niedersachsen.
Hobbymäßig beschäftige ich mich viel mit Elektronik und Computern, 
berufsmäßig komme ich aus einem völlig anderen Bereich. Will sagen: Ich 
weiß zwar vieles, aber eben nicht alles...

Nun stehe ich vor einem Problem, das seit Tagen meinen Ehrgeiz packt und 
mich aber irgendwie bisher überfordert, weswegen ich mich hier 
angemeldet habe und auf eure Hilfe hoffe.

Ich habe hier eine FBF7360, die an einem VDSL2-Anschluss mit 50Mbit 
läuft. Sie läuft da auch absolut einwandfrei, solange ich sie mit dem 
mitgelieferten Netzteil betreibe.

Ich möchte sie aber gerne, der Gedanke kam mir einfach vor ein paar 
Tagen, über die Solaranlage unseres Gartenhauses betreiben anstatt mit 
Netzteil.
Es geht mir dabei nicht um eine Diskussion ob das Sinn macht oder nicht: 
natürlich macht es bei einem Stromverbrauch von vielleicht 15 Euro im 
Jahr keinen Sinn, das ist mir selber klar. Ich habe aber nunmal eine 
Solaranlage für die Gartenbeleuchtung im Schuppen (120 Watt 
Solarleistung mit 60Ah Blei-Gel-Akku) und die Kabel liegen auch schon, 
von daher hält sich der Aufwand in Grenzen und es geht mir einfach nur 
um den Spaß an der Freude. Bastel-Hobby halt.

Vom Gartenschuppen habe ich ein LAN-Kabel ins Haus zur FBF liegen. Das 
liegt da schon länger, weil ich im Gartenschuppen einen Raspberry Pi 
installiert habe, der dort ein paar Steuerungsaufgaben übernimmt. Da das 
LAN-Kabel aber ja nur vier von acht Adern benutzt, kam mir vor ein paar 
Tagen der Gedanke, über die bisher unbenutzten Adern die 12V von der 
Solaranlage ins Haus zu leiten und damit die FBF zu betreiben.

Im Haus kommen 13,1V an. Das sollte für die FBF okay sein, da das 
serienmäßig mitgelieferte Netzteil unstabilisiert ist und die gesamte 
Spannungsregelung meines Wissens in der FBF erfolgt. Wahrscheinlich 
benötigt sie intern sowieso keine 12V, sondern eher 5V und 3,3V. Auch 
gibt es unendlich viele Berichte von Leuten, die eine FB im Wohnwagen 
oder Auto am Bordnetz betreiben.
Da kommt dann aber offenbar der Knackpunkt: Die haben alle kein DSL in 
ihrem Wohnwagen...

Bei mir ist es nämlich so, dass die FBF zwar einwand- und absturzfrei 
läuft, aaaaber das VDSL sich ständig (wirklich alle paar Minuten) neu 
synchronisiert.

Was habe ich bisher probiert, um das Problem in den Griff zu bekommen? 
Nun, einiges:
- Spannungen und Ströme gemessen. Es kommen 13,1V im Haus an, die sind 
stabil und brechen auch unter Last nicht zusammen. Ich habe beide freien 
Adernpaare des LAN-Kabels benutzt, also zwei Adern für + und zwei für -, 
um eine möglichst hohe Belastbarkeit und wenig Spannungsabfall zu 
erreichen.
Ich habe testweise das Kabel mit einer 20W Halogenlampe belastet, die 
13,1V bleiben stabil und die Kabel werden dabei auch nicht fühlbar warm.
- direkt vor der FBF einen 1000uF Elko und einen 100nF Kerko in die 
Zuleitung eingelötet, um a) die Spannung zu stützen und b) HF-Störungen 
zu reduzieren
- zusätzlich das Kabel direkt vor der FBF mit 5 Wicklungen durch einen 
kleinen Ferritkern geführt, ebenfalls um HF-Störungen zu reduzieren
- sämtliche Regler in den DSL-Einstellungen auf maximale Stabilität 
gestellt
- testweise die Verkabelung der Solaranlage umgestrickt: alles vom 
Solarakku abgeklemmt und nur das Kabel zur FBF angeschlossen, um 
Störungen durch die Solaranlage oder angeschlossene Verbraucher 
auszuschließen

Gebracht hat all das nichts, und ich bin mit meinem Latein definitiv am 
Ende.

Was mir aufgefallen ist, ist dass die "Störabstandsmarge 
Empfangsrichtung" in der FBF mit Netzteil bei beständig 26dB liegt, mit 
Solarstrom bei den kurzen Syncs die sie zustande bringt nur bei 21dB.

Die Solaranlage ist recht weitläufig verkabelt, um Strom für 
Gartenbeleuchtung in den verschiedensten Ecken unseres Gartens zur 
Verfügung zu stellen. Da dürften insgesamt schon mindestens 100m Kabel 
zusammen kommen, die alle sternförmig zur Solarbatterie (bzw. zum 
Laderegler) als Mittelpunkt führen.
Das Kabel zur FBF ist wie gesagt ein Netzwerkkabel, billiges Cat.5e 
ungeschirmt und wohl knappe 20m lang.

Das also zu meinen technischen Daten und Lösungsversuchen - ich bin für 
jede Hilfe und jeden Gedanken dankbar. Warum schafft es die FBF nicht, 
stabil zu syncen?

Liebe Grüße
Florian

Autor: oszi40 (Gast)
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Florian C. schrieb:
> über die bisher unbenutzten Adern die 12V von der
> Solaranlage ins Haus zu leiten und damit die FBF zu betreiben.

Spannungsabfall und Störungen od. Wasser im Kabel?
Nimm mal zur Gegenprobe ein neues Kabel und berichte.

Autor: Florian Carstens (flo444)
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Hallo,

oszi40 schrieb:
> Spannungsabfall und Störungen od. Wasser im Kabel?
> Nimm mal zur Gegenprobe ein neues Kabel und berichte.

Danke für deine Antwort.

Spannungsabfall meine ich eigentlich durch meinen Test mit einer 20W 
Halogenlampe ausgeschlossen zu haben. Die Spannung bleibt mit 
angeschlossener Halogenlampe nahezu konstant und das Kabel wird nicht 
fühlbar warm.

Wasser im Kabel oder Beschädigungen halte ich für unwahrscheinlich. Das 
Kabel läuft komplett in so einem Panzer-Wellrohr, Anfang und Ende kommen 
jeweils überdacht raus, also kann es nicht in das Rohr regnen oder 
reinlaufen. Frost hat es seit der Installation (Ostern dieses Jahr) auch 
noch nicht gegeben, also kann da eigentlich nichts unterirdisch kaputt 
sein.
Ich werde aber gerne mal morgen ein neues Kabel fliegend verlegen und 
berichten.

Liebe Grüße
Florian

: Bearbeitet durch User
Autor: Jakob (Gast)
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Meine Flitzbox hat ein Netzteile 12 V / 2,5 A.
Die 7360 braucht wohl nur 1,4 A.

Die 12 V / 1,5 A sollte deine Solarschaltung aber stabil
bereitstellen. Da AVM nix weiter angibt, sollte man mindestens
mit  < +/-5% rechnen.

Deine stabilen 13,1 V lassen sich mit 20 W belasten und
bleiben auch noch über etliche Meter LAN-Kabel-Adern stabil?
Da fließen 1,5 A. - Glaube ich nicht!

Wo bleiben denn die 0,4 V eines üblicherweise auf 13,5 V
geladenen PB-Akkus? Nachts dürften das auch eher 12 V sein...

Autor: Teo Derix (teoderix)
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Sind die verdrillten Leitungen parallel geschaltet o. führen sie jeweils 
+/-?
Verdrillt würde besser vor Einstrahlungen schützen.

: Bearbeitet durch User
Autor: wibo (Gast)
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Teo D. schrieb:
> würde besser vor Einstrahlungen schützen.

Erdatrahlen! Ganz gefährlich für Witzboxen sind Erdstrahlen! Und 
verdrillen schützt auch hervorragend vor diesen Erdstrahlen.

Autor: Florian Carstens (flo444)
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Hallo,

Jakob schrieb:
> Die 7360 braucht wohl nur 1,4 A.
Das mag hinkommen, das Original-Netzteil hat 1,5A.

> Die 12 V / 1,5 A sollte deine Solarschaltung aber stabil
> bereitstellen. Da AVM nix weiter angibt, sollte man mindestens
> mit  < +/-5% rechnen.
Davon bin ich auch erstmal ausgegangen.


> Deine stabilen 13,1 V lassen sich mit 20 W belasten und
> bleiben auch noch über etliche Meter LAN-Kabel-Adern stabil?
> Da fließen 1,5 A. - Glaube ich nicht!
Nun, rein gefühlt finde ich das auch recht viel für die dünnen 
AWG24-Äderchen des LAN-Kabels. Deshalb habe ich ja immerhin beide 
Adernpaare benutzt. Messtechnisch sieht es so aus, dass die 13,1V mit 
angeschlossener Halogenlampe auf 13,0V sinken. Und warm wird dabei 
nichts.

> Wo bleiben denn die 0,4 V eines üblicherweise auf 13,5 V
> geladenen PB-Akkus? Nachts dürften das auch eher 12 V sein...
Ich habe im Gartenschuppen eine kleine Anschlussbox für das Stromkabel 
zur FBF mit Schalter und Kontroll-LED und Sicherung installiert. Darin 
habe ich auch eine 1N5059 (2A Gleichrichterdiode) als Verpolungsschutz 
eingebaut, nicht dass ich da mal irgendwie bastele und die Fritzbox 
plötzlich falschrum angeschlossen wird. Daher die etwas geringere 
Spannung.

Nachts sinkt die Spannung natürlich. Wobei bei 12,0V sowieso gar kein 
Strom mehr da wäre, da würde nämlich meine Unterspannungsabschaltung 
greifen um den teuren Bleiakku möglichst zu schonen.
So weit bin ich aber bisher noch gar nicht gekommen, ich habe bisher nur 
tagsüber getestet und gebastelt. Da haben die Solarpanels locker und 
lässig das Bisschen Strom was die Fritzbox zieht nachgeliefert.



Teo D. schrieb:
> Sind die verdrillten Leitungen parallel geschaltet o. führen sie
> jeweils +/-?
> Verdrillt würde besser vor Einstrahlungen schützen.
Ich habe in jedem verdrillten Adernpaar jeweils + und -, also minus auf 
braun und blau, plus auf braun-weiß und blau-weiß.

Liebe Grüße
Florian

Autor: Bastler (Gast)
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Hallo

da ja mit deiner Verkabelung soweit alles i.O. ist (steht ja indirekt in 
deinen Text - man muss nur alles lesen, gelle lieber o....?!) liegt es 
wohl nicht direkt an der Spannungsquelle.

Ich nehme an das dein Laderegler oder ein anderer Verbraucher 
(wahrscheinliche irgendeine Form von Schaltregler) stört.
Ich habe hier so ein preiswerten DCDC Wandler ("Netzteilplatine") über 
den ich Spaßeshalber ein DAB Radio (9V) aus einer 12V Batterie versorge 
- und genau wenn ich diese DCDC Platine nutze (Schaltwandler) kann ich 
einige Programme (Ensemble) aus einen anderen Bundesland nicht mehr 
Empfangen, und die Fehlerrate bei den starken Programmen (mein 
Bundesland) nimmt zu.
Erst mit zwei Entstörferritringkernen und mehrfach durchgeführter 
Leitung auf beiden Seiten des DCDC Wandlers wurde es besser aber die 
Fehlerrate liegt trotzdem immer noch höher als bei den Originalnetzteil 
oder direkten Gerätebatterieversorgung.
Auch die 20m Kabellänge selber können Problematisch sei - insbesondere 
wenn man bedenkt wie DSL funktioniert (Mit vielen Frequenzen die auch im 
MW und KW Bereich oder sogar im "tiefen" UKW Bereich genutzt werden).

Versuch doch mal die FB über einen (kleinen) 12V Akku und "kurzen" Kabel 
direkt zu betreiben - wenn das dann gut funktioniert, dann über deine 
Solaranlage aber mit abgeklemmten Laderegler und ohne den weiteren 
Verbrauchern - also letztendlich nur über deine Solarbatterie.
Funktioniert das Schritt für Schritt den Laderegler und dann die anderen 
Verbrauch zuschalten.
Danach kommt dann das Entstören  an den richtigen Stellen- dabei das 
richtige Entstörmaterial wählen:
Ferrit ist nicht gleich Ferrit und auch die Windungszahl und Art ist 
unter Umständen kritisch -  wenige Windungen bringen hier oft wenig aber 
viel auch nicht unbedingt viel (Kapazitive Effekte und auch einfach der 
Platzbedarf).
Das ganz nennt sich EMV und ist eine §Wissenschaft" für sich die man 
viel Erfahrung oder Experimentierwillwen braucht und die selbst Profis 
zu Verzweiflung bringen kann da wohl wenig wirklich gut berechenbar ist 
und viel "nur" Erfahrungssache und "Gefühl dafür" ist - so was ist 
normalerweise in der Elektronik keine gute Vorgehensweise aber EMV ist 
andere...
Viel Erfolg

Bastler

Autor: Andreas M. (elektronenbremser)
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Florian C. schrieb:
> Darin habe ich auch eine 1N5059 (2A Gleichrichterdiode) als
> Verpolungsschutz eingebaut,

Das funktioniert nicht als Verpolungsschutz, reduziert nur deine 
Spannung um ca. 0,7V. Eine Diode als Verpolungsschutz gehört ins Gerät. 
Das nur zur Info, löst aber dein Problem nicht.

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Autor: Florian Carstens (Gast)
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Hallo,

Bastler schrieb:
> einen Haufen sinnvolle Tipps und einiges zu EMV und Entstörung

vielen Dank. Ich werde mich da mal durcharbeiten und weiter berichten. 
Ich tippe ja auch am ehesten auf HF-Störungen wegen der Kabellängen.
Den (in der Tat PWM und fies fiepsend) Laderegler hatte ich ja testweise 
schon mal ab.



Andreas M schrieb:
> Das funktioniert nicht als Verpolungsschutz, reduziert nur deine
> Spannung um ca. 0,7V. Eine Diode als Verpolungsschutz gehört ins Gerät.

Doch, das funktioniert sehr gut, vielleicht hatte ich es nicht ganz klar 
beschrieben.
Ich habe im Schuppen eine kleine Anschlussdose mit Schalter, Sicherung 
und Kontroll-LED für die FBF installiert. Da drin sind zwei 
Schraubklemmen, an die ich die Zuleitung vom Solarsystem anschließe, 
also lösbar und ggfs. auch verpolbar. Die Diode ist hinter den 
Schraubklemmen, und ab da ist auch alles weitere bis zum Hohlstecker für 
die FBF gelötet. Nun klar?
Die 0,7V Spannungsreduzierung habe ich dabei gerne bewusst in Kauf 
genommen, schließlich liegt meine Systemspannung ja sowieso schon 
deutlich über dem, was die Fritzbox regulär von ihrem Netzteil bekommt.

Liebe Grüße,
Florian

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Florian C. schrieb:
> Das sollte für die FBF okay sein, da das serienmäßig mitgelieferte
> Netzteil unstabilisiert ist und die gesamte Spannungsregelung meines
> Wissens in der FBF erfolgt.

Wie kommst Du auf die Idee, daß das ein unstabilisiertes Netzteil 
wäre?

Autor: Florian Carstens (Gast)
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Wie kommst Du auf die Idee, daß das ein unstabilisiertes Netzteil
> wäre?

Auf dem Netzteil steht "12V" aufgedruckt und daneben dieses Zeichen mit 
"oben durchgehender Strich und unten gepunkteter" - das heißt 
"unstabilisierter Gleichstrom".

Autor: Stefan P. (form)
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Ich vermute das sich die FB durch die "100 m Antenne" einfach zuviel 
Dreck einfängt.

Mach mal folgenden Test:
1. Betreibe Sie mit dem mitgelieferten Netzteil
2. Stell sicher das wieder alles stabil läuft
3. Nun verbinde nur die GND Leitung zwischen FB und "Antenne"
4. Falls die Verbindung nun wieder instabil wird, weisst Du woran es 
liegt.

Autor: Florian Carstens (Gast)
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So, ich melde mal ganz vorsichtig Vollzug, die FBF hat nun seit einer 
Stunde eine stabile DSL-Verbindung ohne Abbruch. Ich hoffe, dass es 
dabei bleibt, sonst werde ich natürlich weiter berichten...

Ich habe nach euren ganzen freundlichen Tipps testweise ein Kabel 
fliegend direkt vom Solarakku zur FBF gezogen, und zwar in 2x1,5mm², um 
jegliche Probleme mit eventuellem Spannungsabfall definitiv 
auszuschließen. Ergebnis: keins, die FBF syncte auch damit nicht besser 
als vorher.

Dann habe ich die FBF aus einem kleinen 10Ah Bleiakku mit kurzem Kabel 
versorgt - das mochte sie offenbar, damit lief es.
Also habe ich den Bleiakku in den Gartenschuppen gestellt und dort an 
die Zuleitung zur FBF angeschlossen - das gefiel ihr nicht, und zwar 
weder mit dem dünnen LAN-Kabel noch mit dem dicken Testkabel. 
Interessant.

Daraufhin habe ich den HF-Störungsgedanken mal weiter verfolgt und 
geschaut, was ich im Keller noch so finde.

Ich habe nun, als einzige Änderung, anstatt des bisherigen kleinen 
Ferritrings einen ziemlich großen (so um die 5cm Durchmesser) kurz vor 
der FBF in das Stromkabel eingeschlauft und mit 8 Wicklungen umwickelt.

Die beiden Kondensatoren habe ich drin gelassen, sie schaden sicherlich 
zumindest nicht.

Des Rätsels Lösung war offenbar tatsächlich, dass über die weitläufigen 
Kabel der Solaranlage einfach Störungen eingefangen werden, die ich mit 
meinen bisherigen Maßnahmen nicht wirkungsvoll genug unterdrückt hatte.

Inzwischen ist beides (Ferrit und Cs) auch in einem hübschen kleinen 
Plastikgehäuse verschwunden, um Schäden vorzubeugen.

Vielen Dank nochmals für eure Hilfe!

Liebe Grüße
Florian

Autor: Teo Derix (teoderix)
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Florian Carstens schrieb:
> Des Rätsels Lösung war offenbar tatsächlich, dass über die weitläufigen
> Kabel der Solaranlage einfach Störungen eingefangen werden, die ich mit
> meinen bisherigen Maßnahmen nicht wirkungsvoll genug unterdrückt hatte.

Ich wusste es doch, ERDSTRAHLUNG!
Die fängt sich jetzt in den Seltenenerden im Ferrit (ab und zu ausleeren 
nich vergessen).


Wenn noch Verbbesserungspotential zu sehen ist, würde ich es auch mal 
mit einer richtigen Gleichtaktdrossel testen.

Autor: Florian Carstens (flo444)
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Hallo,

Teo D. schrieb:
> Ich wusste es doch, ERDSTRAHLUNG!
> Die fängt sich jetzt in den Seltenenerden im Ferrit (ab und zu ausleeren
> nich vergessen).
Wow, du scheinst dich aber gut auszukennen mit dem Thema! Respekt, danke 
dass du mir da hilfst. Ich tue mir aber eigentlich sehr schwer, das zu 
glauben. Immerhin habe ich damals beim Aufbau der Solaranlage für ein 
Schweinegeld einen Erdstrahlenfilter nach Dr. Gernot Hochbürder vom 
Fachbetrieb nachrüsten lassen, da die gemessene Globalstrahlung an den 
Solarmodulen nicht mit der prognostizierten Globalstrahlung 
übereinstimmte und daher der Verdacht nahelag, dass hier eine 
Überlagerung mit der Erdstrahlung zustande kam. Jedenfalls hat mir der 
Filter-Fachberater das so erklärt. Seitdem die das eingebaut haben, hat 
die Solaranlage auch wirklich gut funktioniert.
Mag aber natürlich sein, dass der Filter aufgrund der langen Kabellängen 
einfach viel Strahlung aufgefangen hat und inzwischen verstopft ist. Ich 
meine mich dunkel zu erinnern, dass er dann in einen Bypass-Betrieb geht 
und den Strom ungefiltert durchlässt, um nicht zu platzen oder 
auszulaufen. Leider habe ich die alte Version ohne Status-LEDs, von 
daher weiß ich nicht ob das Ding noch tut. Aber das wäre ja echt 
ärgerlich bei dem Preis... :-(
Ich werde bei Gelegenheit mal den Betrieb, der das damals eingebaut hat 
anrufen, damit er eine Wartung vornimmt.

Das mit der Leerung des Ferritrings ist ein guter Hinweis von dir. Es 
müsste aber doch eigentlich genau so gut klappen, wenn ich einfach ein 
kleines Loch in mein Plastikgehäuse reinmache. Dann kann die gebundene 
Erdstrahlung doch einfach nach unten ablaufen, denn mein Router-Schrank 
hat zur Besseren Belüftung unten im Boden einen Spalt. Dadurch könnte 
ich dann doch die gebundene Erdstrahlung einfach ganz normal beim 
Staubsaugen mit aufnehmen, oder? Oder verwirbelt der Staubsauger das 
dann zu sehr und das ganze Spiel geht wieder von vorne los? Eigentlich 
ist mein Staubsauger ein recht guter, und ein mehrfach-Filtersystem hat 
er auch.

Da fällt mir ein, warum haben die sowas eigentlich nicht in den 
Hochbürder-Filter eingebaut? Scheint mir reine Abzocke mit 
Wartungsarbeiten zu sein, sowas.

> Wenn noch Verbbesserungspotential zu sehen ist, würde ich es auch mal
> mit einer richtigen Gleichtaktdrossel testen.
Jetzt aber schnell mal wieder [OT off]: Zur Zeit sehe ich tatsächlich 
kein Verbesserungspotential, die Fritzbox ist immer noch online und hat 
tatsächlich auch die tollen 26dB Störabstand wie mit dem Netzteil. 
Nichtsdestotrotz werde ich mir beim nächsten Reichelt-Besuch mal eine 
Gleichtaktdrossel mitnehmen, vielen Dank dass ich dank Dir ein neues 
Bauteil und seinen Einsatzzweck kennen lernen darf ;-)

Liebe Grüße
Florian

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Autor: Teo Derix (teoderix)
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Florian C. schrieb:
> Das mit der Leerung des Ferritrings ist ein guter Hinweis von dir. Es
> müsste aber doch eigentlich genau so........

Wirf das bloß nich mit in die Spannungsabfallkiste!
In DEN Keller, traut sich seit Jahren keiner mehr.


> vielen Dank....

Ä.. WOW.. Bitte
(eigentlich kann ich ja nur bis 1 zählen;)

Autor: Schmittlich (Gast)
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Hallo zusammen,

ich hatte ein ähnliches Problem mit meiner FB.
Sie hängt an einem elektronischen Umschalter, welcher entweder 12V von 
einem Netzteil oder 11-14V von der Solaranlage mit Bleiakku auf die FB 
schaltet.
Im Netzbetrieb hatte ich nie Probleme.
Aber mit der Solarspannung musste ich die FB immer wieder mal neu 
starten.
Seit ich einen Ultra-low-drop Spannungsregler(eingestellt auf 12Vmax) 
davor geschaltet habe, hatte ich kein Probleme mehr.
Anscheinend verträgt die FB keine zu hohe Spannung.
Mit 11V kommt sie noch klar, aber nicht mit zu großen Spannungen.

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