Schaltregler fiept - Langzeitschäden zu befürchten?

Gast #4702186
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Hallo!

Ich habe einen Schaltregler für 3,3V für Modellbauanwendungen 
(Quadrokopter) gebaut, der aus bis zu 28.4V (7 Zellen) Eingangsspannung 
3,3V generiert. Der maximale Ausgangsstrom ist mit 50mA eher klein.

Zuerst hatte ich den Ausgang mit einem Tantal (ESR = 4 Ohm) abgeblockt, 
dann jedoch im Datenblatt gesehen, dass ein ESR <= 0,8 Ohm 
vorgeschrieben ist. Setze ich nun einen entsprechenden Kerko ein, fiept 
der Regler ganz leise aber hörbar vor sich hin. Ausgangsspannung und 
Ripple liegen noch im akzeptablen Bereich, allerdings habe ich Sorge das 
mir mein Flieger irgendwann auf den Kopf fällt da auf Dauer Regler, 
Spule oder Kondensator geschädigt werden?

Die (geringere) Kapazität bei DC-Bias des Kerko scheint es nicht zu 
sein, da selbst wenn ich nun den (vorher schon geräuschlos eingesetzten) 
Tantal parallel schalte das Fiepen bleibt (wenn auch subjektiv etwas 
leiser ist).

Scheinbar wird die Spule durch den niedrigeren ESR anders angeregt 
(höhere Stromspitze) - aber scheinbar möchte der Hersteller dies ja!?

Spule wurde auch schon gegen eine andere Type getauscht - Ergebnis ist 
sogar ein lauteres Fiepen - wahrscheinlich weil es ein 
unvergossener/ungeschirmter Typ ist. Beide Spulen sind korrekt bezüglich 
Impedanz, Sättigungsstrom und Resonanzfrequenz (2 Dekaden über der 
Schaltfrequenz).

Grüße
Matthias
Gast #4702224
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Matthias M. schrieb:

> Die (geringere) Kapazität bei DC-Bias des Kerko scheint
> es nicht zu sein, da selbst wenn ich nun den (vorher
> schon geräuschlos eingesetzten) Tantal parallel schalte
> das Fiepen bleibt (wenn auch subjektiv etwas leiser ist).
>
> Scheinbar wird die Spule durch den niedrigeren ESR anders
> angeregt (höhere Stromspitze) - aber scheinbar möchte der
> Hersteller dies ja!?

Die bei hochkapazitiven KerKos eingesetzten Werkstoffe
sind häufig piezoelektrisch. Es kann also gut sein, dass
es der Kondensator selbst ist, der pfeift.

Ich bin verwundert, dass sich das noch nicht herumgesprochen
hat; das Thema wird ungefähr jede Woche hier diskutiert.
Gast #4702353
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Man sollte wirklich mal einen Kerko an einen Oszi anschliessen
und dann mal draufklopfen.
Dann merkt sich das viel besser...

Schwingende (DVB-T-)Antennenverstaerker koennen dank der Kerkos
auch gut zur Wanze mutieren.
#4702362
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Guck mal, ob die Induktivität eine Markierung (Punkt) hat.
Wenn ja -> Seite mit Punkt in Richtung Switch auflöten.
Klingt witzig, kann aber das Fiepen beseitigen.
Der Punkt markiert die inneren Windungen, die mechanisch durch die 
äusseren Windungen besser gehalten werden, also weniger schwingen 
können.
Gast #4702492
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Joe F. schrieb:
> Possetitjel schrieb:
>> Ich bin verwundert, dass sich das noch nicht herumgesprochen
>> hat
>
> Weil es halt doch meistens die Induktivitäten sind, die fiepen (bekommt
> man leicht mit nem Strohhalm als "Mini-Stethoskop" heraus)

Weil es dann trotz dieser Behauptung meistens doch die 
Ausgangskondensatoren waren, aber wegen der guten Lötstelle day ganze 
PCB fiept.

Lösung 1: Dir Verdächtigen Bauteile mit Drähtlein anbinden. Dann sollte 
Ruhe sein und die Ursache lokalisiert.

Lösung 2: Bei uC gesteuerten Netzteilen einmal versuchen die Supermario 
Musik einzubauen und schauen wie lang der Code im Projekt bleibt.

Habe beides gemacht und beides hat geklappt. Bei Lösung 2 meinten einige 
trotzdem noch, es seien die Spulen. Spätestens beim TÜV musste das 
Feature wieder aus dem Code. Leider...
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #4702506
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./. schrieb:
> Man sollte wirklich mal einen Kerko an einen Oszi anschliessen
> und dann mal draufklopfen. Dann merkt sich das viel besser...
Man kann einfach mal einen Kerko an die Stereoanlage anschließen. Dann 
hört man Musik. Das ist dann wirklich beeindruckend. Da kann man sich 
dann richtig vorstellen, dass der auch mal pfeifen könnte...

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