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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik S/PDIF Switch


Autor: Sebro (Gast)
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Hi,

ich plane einen ganz primitiven S/PDIF Switch zu bauen.
4 Eingangssignale auf ein Ausgangssignal.

Dazu wollte ich im groben 4 Toslink Reciever über einen Multiplexer auf 
einen Toslink Transmitter legen.
Im Anhang ist ein grober Schaltplan.

Ist das so einfach möglich, oder bekomme ich da Probleme mit Jitter oder 
so was?

Reciever: 
http://www.pollin.de/shop/dt/MTQxODQ1OTk-/Unterhal...

Transmitter: 
http://www.pollin.de/shop/dt/MDk5NzQ1OTk-/Baueleme...

Gruss Sebastian

Autor: Georg A. (georga)
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Geht, nimm nur nicht grad die langsamsten Steinzeit-CMOS-Multiplexer 
(CD4xxx).

Autor: SE (Gast)
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Sowas habe ich vor einiger Zeit auch mal zusammengebaut.
Hatte Sender und Empfänger ebenfalls von Pollin, aber beide von Sharp. 
Die  haben ein Praktisches Befestigungsloch ;-)

Als Multiplexer habe ich einen Analogen Multiplexer aus der Grabbelkiste 
genommen.
Musst ins Datenblatt gucken, ob der die entsprechenden Frequenzen 
schalten kann.

Sonst ist das von optisch auf elektrisch gewandelte Signal recht einfach 
zu verarbeiten.

Autor: soul eye (souleye)
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Sebro schrieb:

> Dazu wollte ich im groben 4 Toslink Reciever über einen Multiplexer auf
> einen Toslink Transmitter legen.

Das geht ohne Probleme. Entweder nimmst Du einen integrierten 
Multiplexer (74LS251 oder 74HCT251) oder Du baust Dir die Funktion aus 
vier Oder-Gattern und einem Und-Gatter selbst zusammen.

Es kann allerdings sein, dass Dein Receiver beim Umschalten der 
Signalquelle kurz knackst. Da er den Umschaltvorgang nicht selber 
steuert kann er seine Ausgänge erst muten, wenn das Signal schon weg bzw 
umgeschaltet ist. Bei dem internen Multiplexer wird erst gemutet, dann 
geschaltet, und nach Aufsynchronisieren der PLL der Ausgang wieder 
freigegeben.

Autor: Sebro (Gast)
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Danke für eure die Antworten.
Da frage ich mich echt, wie die auf Preise von über 100€ kommen für 
solche Geräte...

https://www.conrad.de/de/4-port-toslink-switch-oeh...

Gruß Sebastian

Autor: Dergute Weka (derguteweka)
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Moin,

Sebro schrieb:
> Da frage ich mich echt, wie die auf Preise von über 100€ kommen für
> solche Geräte...

Naja, du solltest vielleicht nicht die BOM einer "naggerten" Platine mit 
einem Komplettgeraet tutto kompletto im Karton vergleichen.

Gruss
WK

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Läuft hier problemlos als Matrix mit 8x 74HCT4051 (8 Eingänge, 8 
Ausgänge, jeweils 4 optisch, 4 Koax)

Edit: Receiver = TORX1952, Transmitter = TOTX1952


Gruß

Jobst

: Bearbeitet durch User
Autor: Mw En (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)
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Gegen das Knacksen könnt man ja noch nen kleinen µC mit SPDIF IO 
reinbauen.
Manche STM32 hab nen SAI und der kann SPDIF.
µC bekommt Umschaltwunsch, wartet enn AUdioframe ab, muted, schaltet um 
und das Signal wieder an.

Autor: Paul P (Gast)
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Mw E. schrieb:
> µC bekommt Umschaltwunsch, wartet enn AUdioframe ab

Und das Ende eines Audioframes fällt auch immer mit einer Stelle 
zusammen, an der der Audiopegel nahe 0 ist?

Autor: Mw En (Firma: fritzler-avr.de) (fritzler)
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Natürlich ned, hab ich vergessen hinzuschreiben.
Was man im Kopf hat kommt nicht immer zu den Fingern raus ...

Sonst knackts ja auch.
ALso warten bis R und L recht nache an einem Nulldurchgang sind.
Oder kurz die Lautsärke verrringern und dann Umschalten.

Autor: soul eye (souleye)
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Paul P schrieb:
> Mw E. schrieb:
>> µC bekommt Umschaltwunsch, wartet enn AUdioframe ab
>
> Und das Ende eines Audioframes fällt auch immer mit einer Stelle
> zusammen, an der der Audiopegel nahe 0 ist?

Kann man ja machen. µC bekommt Umschaltwunsch, fadet herunter, zieht die 
Clock langsam auf die neue Quelle rüber um die PLL nicht zusehr zu 
fordern, und fadet dann da wieder hoch.

Irgendwie kommen wir schon auf die 100 Euro Teilepreis.

Autor: Sascha Weber (sascha-w)
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Um da was zu faden würde man aber schon einen Decoder und Encoder 
brauchen. Der Datenstrom des Signals kann ja allerlei verschiedene 
Formate annehmen.
Ich hab auch einen selbstgebauten Umschalter in Betrieb - da gibts keine 
Geräusche beim Umschalten. Sobald an der Decoder in der Anlage einen 
Abbruch des Signals erkennt schaltet er den Ausgang stumm.

Sascha

Autor: PLL (Gast)
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>zieht die Clock langsam auf die neue Quelle rüber um die PLL nicht zusehr >zu 
fordern, und fadet dann da wieder hoch.

Interessanter Satz. Macht man das wirklich so? Die PLL nicht zu sehr 
belasten?

Autor: soul eye (souleye)
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Wahrscheinlich nicht. Die meisten Umschalter schalten einfach um.

Aber wenn man schon einen 32bit-Controller einsetzt, dann kann der ja 
auch was tun für sein Geld ;-)

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Wo wir schon bei den knackfreien und überblendenden Lösungen sind, 
welche sich nicht mehr mit 100€ realisieren lassen, hier noch ein 
Vorschlag:

Jedem der Toslink-Empfänger einen S/P-DIF-Empfänger und einen 
Samplerate-converter spendiert, dies in einem µC mit 4 dazu fähigen SPI 
Schnittstellen (z.B. PIC32MZ) mit der jeweiligen gewünschten Lautstärke 
multiplizieren und diese Werte dann alle addieren und über 
S/P-DIF-Encoder und Toslink-Sender wieder rausschmeißen.
Dabei wird man dann auch Lästigkeiten, wie das Copybit, los.


Gruß

Jobst

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Ach ja: Am anderen Ende der Preisliste befindet sich dann eine rein 
opto-mechanische Umschaltung:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=47293


Gruß

Jobst

Autor: Sascha Weber (sascha-w)
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Jobst M. schrieb:
> Ach ja: Am anderen Ende der Preisliste befindet sich dann eine rein
> opto-mechanische Umschaltung:
> http://www.reichelt.de/?ARTICLE=47293
Und die arbeitet sogar bidirektional! :)

Sascha

Autor: Sebro (Gast)
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Danke für eure Anregungen
Ich glaube ein kleines knacken nehme ich in kauf...
Vielleicht mache ich das ganze noch per Fernbedienung steuerbar über 
einen kleinen Mikrocontroller...

Gruß Sebastian

Autor: Georg A. (georga)
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> Da frage ich mich echt, wie die auf Preise von über 100€ kommen für
> solche Geräte...

Oehlbach halt, sowas ist für Voodoo-Gläubige, die meinen je teurer umso 
besser. Das Alu-Gehäuse ist vermutlich das teuerste ;)

Autor: Sebro (Gast)
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So,

der Schaltplan steht.
Ist alles recht basic, aber sollte seinen Zweck erfüllen.
Das Umschalten geht über einen Taster, der an dem Counter aus zwei JK 
Flipflops aufgebaut ist angeschlossen ist. Über den Encoder leuchtet die 
entsprechende LED. Die ICs werden später alle 74 HCT... sein, konnte die 
aber bei Eagle nicht finden und die Pinbelegung sollte identisch sein.

Fallen noch jemanden Fehler auf?

Gruß Sebastian

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Sebro schrieb:
> Fallen noch jemanden Fehler auf?

Logisch! Wie immer hier fehlen die ganzen 100nF Blocker an jedem IC und 
den Wandlern.


Gruß

Jobst

Autor: Sebro (Gast)
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Stimmt da war was...

Autor: SE (Gast)
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Ich habe noch jeden Toslink Sender/Empfänger ein kleines L für VCC 
spendiert.

Ein Knacksen beim Umschalten habe ich bisher nicht gehört.

Zum Umschalten habe ich nen kleinen AVR für IRMP eingebaut.
Das sind nur wenige Bauteile + eine alte FB für den Bedienkomfort. :-)

Autor: Sascha Weber (sascha-w)
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Sebro schrieb:
> So,
>
> der Schaltplan steht.
als Zähler könnte man auch einen 4017 nehmen, die LED`s an die ersten 4 
Ausgänge und ab dem 2. Ausgang auch an den Muxer. Am MUX dann Y0, Y1, Y2 
und Y4 verwenden.
Spart einen IC.

Sascha

Autor: Dergute Weka (derguteweka)
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Moin,

Sascha W. schrieb:
> Spart einen IC.

Alternativ kann man auch den Zaehler so lassen, aber die 4 
LEDs+Vorwiderstaende jeweils zwischen die Ausgaenge/invertierenden 
Ausgaenge der beiden D-Flipflops haengen. Spart auch den '139 ein.

Gruss
WK

Autor: Audiomann (Gast)
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Mw E. schrieb:
> ALso warten bis R und L recht nache an einem Nulldurchgang sind.
Das ist ein gerne gemachter Fehler zu glauben, dass das den Knack 
verhindert. Der Nulldurchgang ist beim Audio nie definiert, weil er 
gleichstromfrei übertragen wird. Es reicht ein kleiner Offset und man 
hat trotzdem einen Knack.

> Oder kurz die Lautsärke verrringern und dann Umschalten.
So schon eher.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Audiomann schrieb:
> Es reicht ein kleiner Offset und man
> hat trotzdem einen Knack.

Auch das zu glauben, ist nicht ganz korrekt.

Wenn man ein NF-Signal mit einem Rechteck moduliert, entstehen immer die 
selben Mischprodukte. Unabhängig von der Phasenlage.
Also selbst wenn man den Nulldurchgang treffen würde, knackt es.

Und selbst wenn nicht, müsste man beide Kanäle getrennt schalten.


Die einzige Lösung dies zu umgehen ist, und da sind wir uns einig, die 
Modulation mit einer Flanke, deren Frequenz unterhalb der 
Wahrnehmbarkeit liegt.


Gruß

Jobst

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