Sowas habe ich vor einiger Zeit auch mal zusammengebaut.
Hatte Sender und Empfänger ebenfalls von Pollin, aber beide von Sharp.
Die haben ein Praktisches Befestigungsloch ;-)
Als Multiplexer habe ich einen Analogen Multiplexer aus der Grabbelkiste
genommen.
Musst ins Datenblatt gucken, ob der die entsprechenden Frequenzen
schalten kann.
Sonst ist das von optisch auf elektrisch gewandelte Signal recht einfach
zu verarbeiten.
Sebro schrieb:> Dazu wollte ich im groben 4 Toslink Reciever über einen Multiplexer auf> einen Toslink Transmitter legen.
Das geht ohne Probleme. Entweder nimmst Du einen integrierten
Multiplexer (74LS251 oder 74HCT251) oder Du baust Dir die Funktion aus
vier Oder-Gattern und einem Und-Gatter selbst zusammen.
Es kann allerdings sein, dass Dein Receiver beim Umschalten der
Signalquelle kurz knackst. Da er den Umschaltvorgang nicht selber
steuert kann er seine Ausgänge erst muten, wenn das Signal schon weg bzw
umgeschaltet ist. Bei dem internen Multiplexer wird erst gemutet, dann
geschaltet, und nach Aufsynchronisieren der PLL der Ausgang wieder
freigegeben.
Moin,
Sebro schrieb:> Da frage ich mich echt, wie die auf Preise von über 100€ kommen für> solche Geräte...
Naja, du solltest vielleicht nicht die BOM einer "naggerten" Platine mit
einem Komplettgeraet tutto kompletto im Karton vergleichen.
Gruss
WK
Gegen das Knacksen könnt man ja noch nen kleinen µC mit SPDIF IO
reinbauen.
Manche STM32 hab nen SAI und der kann SPDIF.
µC bekommt Umschaltwunsch, wartet enn AUdioframe ab, muted, schaltet um
und das Signal wieder an.
Mw E. schrieb:> µC bekommt Umschaltwunsch, wartet enn AUdioframe ab
Und das Ende eines Audioframes fällt auch immer mit einer Stelle
zusammen, an der der Audiopegel nahe 0 ist?
Natürlich ned, hab ich vergessen hinzuschreiben.
Was man im Kopf hat kommt nicht immer zu den Fingern raus ...
Sonst knackts ja auch.
ALso warten bis R und L recht nache an einem Nulldurchgang sind.
Oder kurz die Lautsärke verrringern und dann Umschalten.
Paul P schrieb:> Mw E. schrieb:>> µC bekommt Umschaltwunsch, wartet enn AUdioframe ab>> Und das Ende eines Audioframes fällt auch immer mit einer Stelle> zusammen, an der der Audiopegel nahe 0 ist?
Kann man ja machen. µC bekommt Umschaltwunsch, fadet herunter, zieht die
Clock langsam auf die neue Quelle rüber um die PLL nicht zusehr zu
fordern, und fadet dann da wieder hoch.
Irgendwie kommen wir schon auf die 100 Euro Teilepreis.
Um da was zu faden würde man aber schon einen Decoder und Encoder
brauchen. Der Datenstrom des Signals kann ja allerlei verschiedene
Formate annehmen.
Ich hab auch einen selbstgebauten Umschalter in Betrieb - da gibts keine
Geräusche beim Umschalten. Sobald an der Decoder in der Anlage einen
Abbruch des Signals erkennt schaltet er den Ausgang stumm.
Sascha
>zieht die Clock langsam auf die neue Quelle rüber um die PLL nicht zusehr >zu
fordern, und fadet dann da wieder hoch.
Interessanter Satz. Macht man das wirklich so? Die PLL nicht zu sehr
belasten?
Wahrscheinlich nicht. Die meisten Umschalter schalten einfach um.
Aber wenn man schon einen 32bit-Controller einsetzt, dann kann der ja
auch was tun für sein Geld ;-)
Wo wir schon bei den knackfreien und überblendenden Lösungen sind,
welche sich nicht mehr mit 100€ realisieren lassen, hier noch ein
Vorschlag:
Jedem der Toslink-Empfänger einen S/P-DIF-Empfänger und einen
Samplerate-converter spendiert, dies in einem µC mit 4 dazu fähigen SPI
Schnittstellen (z.B. PIC32MZ) mit der jeweiligen gewünschten Lautstärke
multiplizieren und diese Werte dann alle addieren und über
S/P-DIF-Encoder und Toslink-Sender wieder rausschmeißen.
Dabei wird man dann auch Lästigkeiten, wie das Copybit, los.
Gruß
Jobst
Danke für eure Anregungen
Ich glaube ein kleines knacken nehme ich in kauf...
Vielleicht mache ich das ganze noch per Fernbedienung steuerbar über
einen kleinen Mikrocontroller...
Gruß Sebastian
> Da frage ich mich echt, wie die auf Preise von über 100€ kommen für> solche Geräte...
Oehlbach halt, sowas ist für Voodoo-Gläubige, die meinen je teurer umso
besser. Das Alu-Gehäuse ist vermutlich das teuerste ;)
So,
der Schaltplan steht.
Ist alles recht basic, aber sollte seinen Zweck erfüllen.
Das Umschalten geht über einen Taster, der an dem Counter aus zwei JK
Flipflops aufgebaut ist angeschlossen ist. Über den Encoder leuchtet die
entsprechende LED. Die ICs werden später alle 74 HCT... sein, konnte die
aber bei Eagle nicht finden und die Pinbelegung sollte identisch sein.
Fallen noch jemanden Fehler auf?
Gruß Sebastian
Ich habe noch jeden Toslink Sender/Empfänger ein kleines L für VCC
spendiert.
Ein Knacksen beim Umschalten habe ich bisher nicht gehört.
Zum Umschalten habe ich nen kleinen AVR für IRMP eingebaut.
Das sind nur wenige Bauteile + eine alte FB für den Bedienkomfort. :-)
Sebro schrieb:> So,>> der Schaltplan steht.
als Zähler könnte man auch einen 4017 nehmen, die LED`s an die ersten 4
Ausgänge und ab dem 2. Ausgang auch an den Muxer. Am MUX dann Y0, Y1, Y2
und Y4 verwenden.
Spart einen IC.
Sascha
Moin,
Sascha W. schrieb:> Spart einen IC.
Alternativ kann man auch den Zaehler so lassen, aber die 4
LEDs+Vorwiderstaende jeweils zwischen die Ausgaenge/invertierenden
Ausgaenge der beiden D-Flipflops haengen. Spart auch den '139 ein.
Gruss
WK
Mw E. schrieb:> ALso warten bis R und L recht nache an einem Nulldurchgang sind.
Das ist ein gerne gemachter Fehler zu glauben, dass das den Knack
verhindert. Der Nulldurchgang ist beim Audio nie definiert, weil er
gleichstromfrei übertragen wird. Es reicht ein kleiner Offset und man
hat trotzdem einen Knack.
> Oder kurz die Lautsärke verrringern und dann Umschalten.
So schon eher.
Audiomann schrieb:> Es reicht ein kleiner Offset und man> hat trotzdem einen Knack.
Auch das zu glauben, ist nicht ganz korrekt.
Wenn man ein NF-Signal mit einem Rechteck moduliert, entstehen immer die
selben Mischprodukte. Unabhängig von der Phasenlage.
Also selbst wenn man den Nulldurchgang treffen würde, knackt es.
Und selbst wenn nicht, müsste man beide Kanäle getrennt schalten.
Die einzige Lösung dies zu umgehen ist, und da sind wir uns einig, die
Modulation mit einer Flanke, deren Frequenz unterhalb der
Wahrnehmbarkeit liegt.
Gruß
Jobst