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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kofhörer mit Schalter unterbrechen


Autor: Basil (Gast)
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Hallo liebe Forenmitglieder

Meine Frage lautet wie folgt: Kann ich die beiden Signaldrähte eines 
Kopfhörers mit einem Schalter bzw. einem Taster unterbrechen?
Hat dies Auswirkungen auf die Audioqualität?

Basil

Autor: Rainer U. (r-u)
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Basil schrieb:
> Kann ich die beiden Signaldrähte eines
> Kopfhörers mit einem Schalter bzw. einem Taster unterbrechen?

ja. Beim Einstecken des KH passiert ja u.a. genau das

Basil schrieb:
> Hat dies Auswirkungen auf die Audioqualität?

Nicht, solange die Kontakte sauber / niederohmig bleiben. Deshalb oft 
vergoldet.

Autor: Joachim B. (jar)
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Basil schrieb:
> einem Taster unterbrechen?
> Hat dies Auswirkungen auf die Audioqualität?

das Signal wäre dann weg!

Autor: Karl B. (gustav)
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Hallo,
die Frage ist gar nicht so trivial, wie sie zunächst klingt.
Annahme:
Ein Kopfhörer ist doch meistens "stereo".
D.h. Jede "Kapsel" hat üblicherweise zwei Drähte.
Verstehe die Frage so, dass ein Schalter mit zwei Kontakten jeweils 
"rechts" bzw. "links" abschaltet und die jeweils zweite Ader (als 
Rückführung) durchgeschleift bleibt. Meistens dann am Stecker auf die 
gemeinsame "Masse" zusammengeklemmt. So dass man insgesamt nur 3 Adern 
braucht.

Das ist aber bei vielen Verstärkern anders, bei Push-Pull massefreien 
Ausgängen beim Autoradio z.B.
Hier brauche ich 4 Drähte (plus Abschirmung).

Ich hatte selbst einmal den Fehler gemacht und nur pro Kanal eine Ader 
geschaltet. Wundere mich dann, dass der Rest des Kabels - wie eine 
Antenne - EMV-Störungen in den Verstärker reinkoppelt. (Handygeknatter 
hinterher auf dem gleichzeitig angeschlossenen Cassettenrecorder.)

Dann:
An welchen Verstärkerausgang - an welches Gerät - soll der KH geschaltet 
werden?
Da gibt es auch Unterschiede. Nachher ist der Verstärker kaputt, wenn er 
ganz ohne Last läuft.
(Ist kaum anzunehmen, aber ganz ausschließen kann man das nicht. Wenn 
ein Stecker in der Kophörerbuchse steckt, sollte auch was angeschlossen 
sein.)


Bitte noch ein paar Infos evtl. Schaltbildchen, wie Du es gedacht 
hättest.


ciao
gustav

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

Karl B. schrieb:
> Das ist aber bei vielen Verstärkern anders, bei Push-Pull massefreien
> Ausgängen beim Autoradio z.B.
> Hier brauche ich 4 Drähte (plus Abschirmung).

und wieviele Kopfhörer in dieser Beschaltung kennst Du?
Welcher Kopfhörerausgang eines Industriegerätes ist empfindlich auf 
Leerlauf?

Ich gehen bis jetzt noch davon aus, der TO meinst einen "üblichen" 
Kopfhörer, der irgendwo in eine Kopfhörerbuchse (meist klinke) 
reingesteckt wird.

Sonst muß er eben mit ein paar mehr Angaben fragen.

Gruß´aus Berlin
Michael

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Michael U. schrieb:

> und wieviele Kopfhörer in dieser Beschaltung kennst Du?

Z.Z. der Würfelbuchsen für KHs war das Standard.

Autor: Karl B. (gustav)
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Michael U. schrieb:
> und wieviele Kopfhörer in dieser Beschaltung kennst Du?

Sennheiser HD414 z.B.
Und ich kann momentan garnicht mehr sagen, wieviele mir davon 
kaputtgegangen sind, weil sie "falsch" angeschlossen waren.
(Mit "Würfelstecker", Buchse am Gerät schaltet eingebauten Lautsprecher 
ab, je nachdem, wie herum man den Stecker reinsteckte. Gibt es nicht 
mehr neu.)

(Nach Möglichkeit erst Lautstärke runter oder "muting", dann Kopfhörer 
an-/abstöpseln bzw. schalten.)

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
Autor: Karl B. (gustav)
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Hi,
möchte doch noch etwas dazu sagen. Ist vielleicht im konkreten Fall 
anders, aber....

Bild 2
zeigt einen KH-Anschluss mit den besagten "Würfelsteckern", bei denen 
darüber k e i n e Abschaltung der Lautsprecher erfolgt. (Dafür gibt es 
Schalterstellungen beim LS-Gruppen-Schalter (rechts im Bild).)
Hier kann eigentlich nicht viel mit dem KH passieren. Der Verstärker ist 
auch für "Leerlauf" vorbereitet, das sieht man ja an den konzipierten 
LS-Schaltern.

Bild 1
Hier wird es schon kritischer, weil der LS in die Spannungsversorgung 
des Verstärkers mit einbezogen ist (Plus an Masse). Hier hatte ich dann 
den KH immer dran - mit den besagten Durchbrennern. Heute würde ich das 
anders machen.

Fazit:
Am besten in der Bedienungsanleitung des Geräts mal nachschauen, ob die 
"Zweitlautsprecher"-Buchse auch tatsächlich "Kopfhörerbuchse" ist, und 
welcher KH am besten verwendet werden sollte, ob dieser auch extern 
"gemutet" werden kann. (Dann ist man wohl auf der sicheren Seite.)


ciao
gustav
(Kopfhörerkiller, hi)

: Bearbeitet durch User
Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

ich gebe zu, daß ich nicht damit gerechnet habe, daß noch soviele (???) 
Geräte mit Würfelstecker im Umlauf sind, ich hielt die eher für ziemlich 
ausgestorben.
Muß ich jetzt beim nächsten der nach einem Antennenaschluß seines TV 
fragt, auch erst nachhaken, ob er vielleicht IEC-Stecker in 240 oder 300 
Ohm benutzt?

Manchmal bin ich wohl auf meine "alten" Tage doch schon verwirrt...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Joachim B. (jar)
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Karl B. schrieb:
> Bild 2
> zeigt einen KH-Anschluss mit den besagten "Würfelsteckern", bei denen
> darüber k e i n e Abschaltung der Lautsprecher erfolgt.

das kommt halt auf die Buchse an, meist konnte man um 180° drehen für LS 
aus!

Michael U. schrieb:
> ich gebe zu, daß ich nicht damit gerechnet habe, daß noch soviele (???)
> Geräte mit Würfelstecker im Umlauf sind

gute Technik hält eben länger!

Ich habe auch noch einen Sennheiser HD430 aus den '70er, musste zwar 2x 
die Polster wechseln (das erste Mal lag es an einem Produktionfehler, 
Teile kamen kostenlos!, ich sehe gerade die gibt es immer noch als 
Ersatzteile! und die Kabel sind unverwüstlich)

Autor: Harald W. (wilhelms)
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Michael U. schrieb:

> ich gebe zu, daß ich nicht damit gerechnet habe, daß noch soviele (???)
> Geräte mit Würfelstecker im Umlauf sind, ich hielt die eher für ziemlich
> ausgestorben.

Leider! Die Kontaktsicherheit dieser Würfelstecker und auch
anderer sog. DIN-Stecker war deutlich besser als der heute
übliche Koax-Schrott. Insbesondere die Buchsen der Fa.Tuchel
mit Mehrfachkontakt (Ich glaube, sechs Kontaktstellen) gaben
praktisch nie Anlass für Probleme.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Karl B. schrieb:
> Bild 1
> Hier wird es schon kritischer, weil der LS in die Spannungsversorgung
> des Verstärkers mit einbezogen ist (Plus an Masse).

Sollte im Normalfall aber kein DC fließen können.


> Hier hatte ich dann
> den KH immer dran - mit den besagten Durchbrennern.

Naja, mag auch am falsch gepolten Elko gelegen haben ...



> Heute würde ich das anders machen.

Seit Germanium Transistoren und DIN-LS Buchsen hat sich viel verändert! 
;-)



Gruß

Jobst

Autor: michael_ (Gast)
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Basil schrieb:
> Meine Frage lautet wie folgt: Kann ich die beiden Signaldrähte eines
> Kopfhörers mit einem Schalter bzw. einem Taster unterbrechen?

Ja

Basil schrieb:
> Hat dies Auswirkungen auf die Audioqualität?

Ja, es ist nichts mehr zu hören!

Autor: Basil (Gast)
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Habe im Anhang mal die Schaltung angehöngt wie ich es mir vortstelle. 
Die "Öffner" und "Schliesser" werden zur selben zeit aktiviert bzw. 
deaktiviert. Die KH sollten ausschalten und die Verbindung zu den Boxen 
wird hergestellt.

Basil

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