Ansi C: Convertierung int to string

Gast #4702925
Lesenswert?

Dergute W. schrieb:
> auf geheimen Microcontrollern

Zumindest scheint der geheime µC ein 32 Bit Typ zu sein, sonst wäre der 
"unsigned int" wahrscheinlich zu klein für den Wert.

Insofern wächst die Wahrscheinlichkeit dass libs zu IP existieren und 
Funktionen wie inet_addr(), inet_aton() und inet_ntoa() schon 
existieren.

Vieleicht mal da schauen:
http://www.gnu.org/software/libc/manual/html_node/Host-Address-Functions.html
#4702939
Lesenswert?

Entwickler schrieb:
> In cip soll dan der string "192.168.1.12" drin stehen
>
> Wie könnte sowas in Ansi C realisiert werden?

Zum Beispiel so:

1
#include <stdint.h>
2
#include <stdio.h>
3

4
int main()
5
{
6
    uint32_t ip = 0xc0a8010c;
7
    char cip[16];
8
    
9
    sprintf(cip, "%d.%d.%d.%d", (uint8_t)(ip >> 24), (uint8_t)(ip >> 16), (uint8_t)(ip >> 8), (uint8_t)ip);
10
    
11
    printf("IP-Adresse als String: %s\n", cip);
12
    
13
    return 0;
14
}

1
IP-Adresse als String: 192.168.1.12
Gast #4702941
Lesenswert?

Oder etwas übersichtlicher:

unsigned int iip = 0xc0a8010c;
unsigned int ip1;
unsigned int ip2;
unsigned int ip3;
unsigned int ip4;
char         cip [16];

ip4 = iip & 0xff;
iip = iip >> 4;
ip3 = iip & 0xff;
iip = iip >> 4;
ip2 = iip & 0xff;
iip = iip >> 4;
ip1 = iip & 0xff;
sprintf ( cip, "%d.%d.%d.%d", ip1, ip2, ip3, ip4 );
Gast #4702958
Lesenswert?

So?
1
#include <stdio.h>
2
#include <stdlib.h>
3
//#include <arpa/inet.h>
4
//#include <netinet/in.h>
5
#include <winsock.h>
6

7
int main(int argc, char *argv[])
8
{ 
9
  union {
10
   unsigned int ip;
11
   unsigned char c[4];
12
  } u;
13
  
14
  unsigned int ip = 0xc0a8010c;
15
  char cip[16];
16
  
17
  u.ip = htonl(ip);
18
  
19
  sprintf(cip, "%d.%d.%d.%d", u.c[0], u.c[1], u.c[2], u.c[3]);
20
  printf("%s\n", cip);
21
  
22
  system("PAUSE");  
23
  return 0;
24
}

Beim Linken "-lwsock32" nicht vergessen...
Gast #4702968
Lesenswert?

Oder eben doch geschoben:
1
#include <stdio.h>
2
#include <stdlib.h>
3
//#include <arpa/inet.h>
4
//#include <netinet/in.h>
5
#include <winsock.h>
6

7

8
int main(int argc, char *argv[])
9
{
10
  unsigned int ip = 0xc0a8010c;
11
  char cip[16];
12
  
13
  ip = htonl(ip);
14
  
15
  sprintf(cip, "%d.%d.%d.%d\n", ip & 0xff, (ip >> 8) & 0xff, (ip >> 16) & 0xff, (ip >> 24) & 0xff);
16
  printf("%s\n", cip);
17
  
18
  system("PAUSE");  
19
  return 0;
20
}
Gast #4703015
Lesenswert?

Tim T. schrieb:
> So?
Die Verwendung einer union zur Daten-Konvertierung ist undefined 
behaviour in Ansi C, und je nach Plattform ist die IP-Adresse verdreht! 
(Littie/Big Endian).

Daher ist die Lösung mit Bitshifts besser, weil sie immer funktioniert, 
wie hier:

Mark B. schrieb:
> Zum Beispiel so:

Tim T. schrieb:
> Oder eben doch geschoben:
Das ist falsch so, denn deine Bitshifts funktionieren ohne htonl 
korrekt, mit htonl gehts aber auf manchen Plattformen schief! Richtig 
gewollt aber falsch gemacht :-)
Gast #4703025
Lesenswert?

Dr. Sommer schrieb:
> Tim T. schrieb:
>> So?
> Die Verwendung einer union zur Daten-Konvertierung ist undefined
> behaviour in Ansi C, und je nach Plattform ist die IP-Adresse verdreht!
> (Littie/Big Endian).

Nein, das union ist sehrwohl definiert, die daten im int jedoch nicht, 
das wurde durch htonl korrigiert.

>
> Daher ist die Lösung mit Bitshifts besser, weil sie immer funktioniert,
> wie hier:

Öhm, nein.


> Mark B. schrieb:
>> Zum Beispiel so:
>
> Tim T. schrieb:
>> Oder eben doch geschoben:
> Das ist falsch so, denn deine Bitshifts funktionieren ohne htonl
> korrekt, mit htonl gehts aber auf manchen Plattformen schief! Richtig
> gewollt aber falsch gemacht :-)

Und wieder nein.
Gast #4703050
Lesenswert?

Tim T. schrieb:
> Nein, das union ist sehrwohl definiert, die daten im int jedoch nicht,
> das wurde durch htonl korrigiert.
Ah stimmt, das htonl hab ich übersehen. Seltsamer Ansatz aber sollte 
funktionieren.

Tim T. schrieb:
> Öhm, nein.
Öhm, doch. z.B. "(0x12345678 >> 8) & 0xFF" liefert immer 0x56, 
unabhängig von der Byte-Reihenfolge der Plattform. Daher ist ein solcher 
Ansatz dem Umweg über eine union+htonl immer vorzuziehen...

Tim T. schrieb:
> Und wieder nein.
Doch.

Tim T. schrieb:
> ip = htonl(ip);
Verdreht auf Little-Endian Architekturen die Reihenfolge.

>   sprintf(cip, "%d.%d.%d.%d\n", ip & 0xff, (ip >> 8) & 0xff, (ip >> 16)
> & 0xff, (ip >> 24) & 0xff);
Gibt bei gegebenem Inhalt von "ip" immer das gleiche aus unabhängig 
von der Plattform. Da du also am Anfang je nach Plattform 1x verdrehst, 
kommt auf BE/LE Systemen jeweils was anderes heraus.

Hier noch ein Ansatz mit getnameinfo. Dieser funktioniert auf 
POSIX-kompatiblen Systemen. Der Vorteil ist hier, dass der auch trivial 
auf IPv6 umgebaut werden kann (mit sockaddr_in6 statt sockaddr_in). 
getnameinfo kann direkt mit der Adresse aus z.B. accept() oder 
getaddrinfo() genutzt werden, sodass das Programm komplett unabhängig 
von IPv4 vs. IPv6 wird.
1
#include <stdio.h>
2
#include <stddef.h>
3

4
#include <sys/types.h>
5
#include <netdb.h>
6
#include <arpa/inet.h>
7
#include <netinet/ip.h>
8

9
int main (void) {
10
  char hostname [100];
11
  int res;
12
  struct sockaddr_in addr;
13

14
  addr.sin_family = AF_INET;
15
  addr.sin_port = 0;
16
  addr.sin_addr.s_addr = htonl (0xc0a8010c);
17
  
18
  res = getnameinfo ((struct sockaddr*) &addr, sizeof (addr), hostname, sizeof (hostname), NULL, 0, NI_NUMERICHOST);
19
  if (res == 0) {
20
    printf ("Adresse als String: %s\n", hostname);
21
    return 0;
22
  } else {
23
    printf ("Fehler: %s\n", gai_strerror (res));
24
    return 1;
25
  }
26
}
Gast #4703076
Lesenswert?

Dr. Sommer schrieb:
> Tim T. schrieb:
>> So?
> Die Verwendung einer union zur Daten-Konvertierung ist undefined

Er ist in guter Gesellschaft:

https://msdn.microsoft.com/en-us/library/windows/desktop/ms738571(v=vs.85).aspx
1
typedef struct in_addr {
2
  union {
3
    struct {
4
      u_char s_b1,s_b2,s_b3,s_b4;
5
    } S_un_b;
6
    struct {
7
      u_short s_w1,s_w2;
8
    } S_un_w;
9
    u_long S_addr;
10
  } S_un;
11
} IN_ADDR, *PIN_ADDR, FAR *LPIN_ADDR;

Nenn mal ein ABI bei dem das nicht so funktionieren kann (korrekte 
Verwendung von htonl und ntohl natürlich vorausgesetzt).
Gast #4703096
Lesenswert?

Bernd schrieb:
> Er ist in guter Gesellschaft:
Du verwendest Microsoft als Referenz bei Fragen zum C-Standard? Wo sich 
Microsoft doch so gut mit Standards zu Programmiersprachen und 
Betriebssystemen auskennt... ;-) Wie z.B. das "FAR" genau da, das sieht 
total nach C-Standard aus. In einer C Standard Library ist eine union 
aber schon besser aufgehoben, da diese onehin plattformspezifisch ist.

Bernd schrieb:
> Nenn mal ein ABI bei dem das nicht so funktionieren kann (korrekte
> Verwendung von htonl und ntohl natürlich vorausgesetzt).
Darum gehts nicht... Ich habe sogar geschrieben dass es funktionieren 
müsste. Dennoch ist es so, dass der C-Standard da einfach sagt 
"undefined". Im C-Standard steht auch nichts von ntohl. Eine 
Undefiniertheit in der Programmiersprache mit einer 
Betriebssystem-Funktion auszubügeln ist unschön. Bitshifts sind die 
bevorzugte, einfache, sichere, wohldefinierte Methode. Ich verstehe 
nicht, warum sich da alle gegen wehren?
Mark Brandis hat eine einfache, korrekte, standard-konforme, immer 
funktionierende Lösung gepostet. Diese ist den anderen Frickelein, die 
"funktionieren müssten", zu bevorzugen...
Gast #4703454
Lesenswert?

Dr. Sommer schrieb:
> guest schrieb:
>> Was hat denn der C-Standard gegen Preprozessor Makros?
> Windowsspezifische Makros für far/near pointer Unterscheidung sind nicht
> gerade portabel. Ist zum Glück nur ein Relikt ohne Bedeutung.

far/near Pointer sind sowieso Platform-/Compilerspezifisch. Von daher 
wird das durch die Makros noch eher portabel als ohne.
Außerdem ist der Rest drum rum auch nicht portabel, nennt sich ja nicht 
Umsonst Platform SDK bzw. Windows SDK.

Das mit dem Relikt ist natürlich richtig.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren