Welche Sekundärspannung bei Trafo

Gast #4703532
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Hallo zusammen!
Ich habe eine Verständnisfrage: Welche Sekundärspannung wähle ich bei 
einem Trafo aus, wenn ich z.B. einen 12V Linearregler benutzen möchte?
Den angegebenen rms Wert der Sekundärseite (also 15V hier) oder rechne 
ich mir den Scheitelwert aus und käme auch mit Usek = 9V bei einem 12 V 
Regler hin?
Gast #4703544
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Danke dir. Auch für den informativen Link!

Trotzdem noch eine weitere Frage: Wenn ich dann einen Schaltregler 
anstelle des Linearregler benutze wird beschrieben, dass der ja eine 
Konstante Leistung möchte und etwas anders gerechnet wird. Die 
angegebene Formel enthält den Stromflusswinkel Tch/T. Was soll ich denn 
da für Werte annehmen? Der hängt doch von der Last, also auch dem C ab. 
Kann ich da irgendwas zu sagen oder so was wie 30 Grad annehmen?
Gast #4703574
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foobar schrieb:
> Kann ich da irgendwas zu sagen oder so was wie 30 Grad annehmen?

Wesentlich für einen Schaltregler ist doch nur, dass seine 
Eingangsspannung nicht unter das nötige Minimum fällt, interessant ist 
also die niedrigste Spannung während einer Periode. Da ein Schaltregler 
aber auch bei höheren Eingangsspannung genauso effektiv arbeitet, ist es 
sowieso besser, ihn mit höherer Spannung zu versorgen als einen 
Linearregler, bei dem man Verlustleistung einsparen will und die 
Differenz so knapp wie möglich macht.

Georg
Gast #4703579
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Wobei man sehen sollte dass man deutlich unter dem Maximum der erlaubten 
Eingangsspannung bleibt.
Also (Trafoleerlaufspannung (wichtig: Leerlaufspannung, nicht 
Nennspannung) + 10% Netztoleranz) * 1,4 sollte 10-20% weniger sein als 
die max. Eingangsspannung des Schaltreglers.
Gast #4703594
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foobar schrieb:
> oder rechne
> ich mir den Scheitelwert aus

Grundsätzlich: es geht nicht um die maximale Spannung, sondern um die 
minimale. Die hängt natürlich auch vom Innenwiderstand des Trafos ab und 
vom Siebelko und vom Strombedarf. Das kann man aus dem Bauch heraus 
schätzen oder die Schaltung simulieren. In alten Schaltungsbüchern 
findet man auch Faustformeln zur Grösse des Siebelkos für eine bestimmte 
Welligkeit. Bei einem Schaltregler kann man das alles viel entspannter 
sehen. Ausserdem führt eine höhere als die unbedingt notwendige 
Eingangsspannung auch zu einer längeren Überbrückungszeit bei 
Stromausfall.

Georg
Gast #4703740
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foobar schrieb:
> Wenn ich dann einen Schaltregler
> anstelle des Linearregler benutze wird beschrieben, dass der ja eine
> Konstante Leistung möchte und etwas anders gerechnet wird. Die
> angegebene Formel enthält den Stromflusswinkel Tch/T. Was soll ich denn
> da für Werte annehmen? Der hängt doch von der Last, also auch dem C ab.

Er hängt nicht vom C ab, sondern von der Ausgangslast nach dem 
Schaltregler, man muss immer von maxiamler Leisting/Belastung ausgehen

Steht auch in der dse-faq:

"Hat man keinen als konstant angenommenen Laststrom, sondern eine 
konstante Lieferleistung P wie bei einem nachfolgenden Schaltregler, so 
lautet die exaktere Formel für Kapazität C und Stromflusswinkel TCH/T:
1
 VDCmin = sqrt(2*VACmin^2-2*P*(1/2-(TCH/T)/(C*100))  [Fairchild AN-4159]
"

Aber die Unterschiede sind bei mässigem 
Eingangs-zu-Ausgangsspannungsunterschied zu vernachlässigen.
Gast #4703882
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hi,

meine Frage ging genau ob die zitierte Formel.
Wie komme ich an einen Wert für TCH/T?
Wenn ich in der Praxis einfach ein etwas größeres Elko vorsehe lässt 
sich das vermutlich umgehen, aber genau wegen der Stelle der Formel 
hatte ich gefragt.
Gast #4703967
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foobar schrieb:
> meine Frage ging genau ob die zitierte Formel.
> Wie komme ich an einen Wert für TCH/T?

Die Frage ist berechtigt. Meiner Ansicht nach ist der Stromflusswinkel 
stark abhängig von der entnommenen Leistung P (genauer wohl vom 
Laststrom), aber damit ist die Formel unbrauchbar - es sei denn, du 
bestimmst den Stromflusswinkel unter konkreten Lastbedingungen mit einem 
Oszi. Dann kannst du aber auch gleich die Mindestspannung direkt messen.

Georg

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