Heinz schrieb:
> Ich möchte eine Pulslänge mit einem ADC messen.
Warum? Du erscheinst mir wie ein Handwerker, dessen einziges Werkzeug
ein Hammer ist. Und der dewegen jedes Problem für einen Nagel hält.
> Angenommen der ADC sampelt mit 100kSps, dann kann man damit ja nach dem
> Nyquist-Shannon-Theorem maximal ein 50kHz-Signal sampeln. Aber so wie
> ich das verstehe, bezieht sich das auf ein Kontinuierliches Signal.
"Kontinuierlich" ist die falsche Kategorie. Aber ja, Shannon impliziert
eine Bandbreitenbegrenzung. Und ein Signal mit Sprüngen hat nun mal eine
potentiell unenendlich große Bandbreite, kann also mit einer endlichen
Abtastrate nicht exakt reproduziert werden.
> Mit dem ADC kann ich ja feststellen, wenn z.B. ein Signal zwischen zwei
> Samples ansteigt, damit kann man die Pulsänge auf 1 Sample "genau"
> auflösen.
Wenn du zum Zeitpunkt T ein L sampelst und zum Zeitpunkt T+dt ein H,
dann weißt du daß irgendwann während der Zeitdauer dt dein Impuls eine
steigende Flanke hatte. Da das gleiche für die fallende Flanke gilt,
kann die wahre Pulslänge nachher um bis zu 2 dt von der gemessenen
Pulslänge abweichen. Mit deinen 100kHz - entsprechend dt=10µs - kommst
du da nicht weit.
> Muss dann der Eingangsfilter für die maximale zeitliche
> Auflösung in diesem Beispiel auf 100kHz oder 50kHz ausgelegt sein?
Das ist egal. Beide Filter ergeben die gleiche zeitliche Auflösung.