Hallo!
Nach mehreren Jahren Entwicklungszeit ist meine Haussteuerung seit Mitte
des Jahres endlich im frisch sanierten Haus in Betrieb. Da ich durch
Lesen dieses Forums viel Information gefunden habe und dadurch einige
Fehler ausbessern konnte, an denen ich sonst gescheitert wäre, möchte
ich euch mein Projekt nicht vorenthalten.
Doch bevor ich auf das Projekt eingehe einen ganz großen Dank an Peter
Fleury (I2C), Fabian Greif (CAN), Ulrich Radig (Ethernet Stack) und
Peter Dannegger (Tasterentprellung und Auswertung), die durch das zur
Verfügung stellen ihrer Projekte zum Gelingen meiner Haussteuerung zu
einem sehr großem Teil beigetragen haben.
Im Folgenden beschreibe ich den derzeitigen Ist-Stand der Haussteuerung,
da ich noch viele Ideen habe, die ich in den nächsten Jahren umsetzen
möchte. Wegen Familienzuwachs und Fertigstellen des Gartens habe ich
leider nur wenig Zeit, die Steuerung zu vollenden. Zum Glück ist meine
Frau sehr entgegenkommend und versteht es meistens dass dieses Projekt
wohl nie ganz zu Ende sein wird.
Konzept:
Die Steuerung ist zum Großteil zentral in einem Schaltschrank aufgebaut.
Alle Taster, Reedkontakte, geschaltene und ungeschaltene 230V Abgänge
wurden in den Schaltschrank gezogen. Im Schaltschrank sind 8 Controller
(IH_CON) und ein Ethernet-Gateway (IH_EGW) verbaut. Die Ansteuerung der
im Wohnraum verbauten LED-Strips erfolgt dezentral an der jeweiligen
Position durch eigene Led-Module (IH_LED). Die Kommunikation zwischen
den einzelnen Modulen erfolgt über CAN-Bus. Als Taster kommen
handelsübliche UP-Installationen von Gira zum Einsatz. Als
Steuerspannung habe ich mich für 24V entschieden, da dies in der
Industrie gebräuchlich ist. Das Schaltern der 230V Abgänger erfolgt je
nach Anforderung über Relais, Stromstoßschalter oder Dimmer, die über
die Controller angesteuert werden.
Komponenten:
IH_EGW:
Das Ethernet-Gateway ist die Verbindung meiner Haussteuerung nach Außen
und zentrales Element, welches die Uhrzeit des Systems und die
Außen-Sensorwerte (Temperatur, Helligkeit) an die restlichen Komponenten
weiter gibt.
Für die Uhrzeit und das Datum kommt eine DS1307 I2C Echtzeituhr zum
Einsatz, wobei jetzt nur mehr der 1Hz Takt verwendet wird, der mir im µC
eine eigene Uhr antreibt. Zusätzlich soll die Uhr täglich einmal über
NTP synchronisiert werden (noch nicht endgültig implementiert). Die
Uhrzeit und das Datum werden sekündlich über CAN zu allen Komponenten
geschickt. Somit habe ich eine einheitliche Systemzeit.
Die Kommunikation über Ethernet erfolgt über UDP Telegrammen nur im
eigenen Netzwerk. Folgende Funktionen können zurzeit über Ethernet
ausgeführt werden: CAN Telegramm schicken, Uhrzeit und Datum manuell
stellen.
Die beiden Außensensoren (DS1820 Temperatursensor und Fotowiderstand)
werden ebenfalls vom IH_EGW ausgewertet. Die Messdaten werden auch
zyklisch über CAN mit allen Komponenten geteilt.
Der aktuelle Status aller Komponenten wird gespeichert um einen
Gesamtstatus über Ethernet bereitstellen zu können.
µC: Atmel Mega-644PA
CAN-Schnittstelle: MCP2515 Controller und MCP2551 Transceiver
IH_CON:
Jeder Controller besitzt 14 digitale Eingänge (wobei 2 potentialfrei
ausgeführt sind), 8 digitale Ausgänge und eine CAN Schnittstelle. Als
Stromversorgung und für die Ein- und Ausgänge werden 24V verwendet.
Jeder Controller arbeitet für sich eigenständig und alle sind gleich
priorisiert. Jeder Controller steuert 1-3 Räume. Ein Status (Ein- und
Ausgänge, interne Infos) wird minütlich ausgesendet, damit jeder im
System über jeden Bescheid weiß.
Die Eingänge haben eine Tastenauswertung um mit einem Taster mehrere
Möglichkeiten zu haben. Die Auswertung unterschiedet zwischen: 1x kurz,
2x kurz oder lang drücken.
Mit den Ausgängen werden entweder Stromstoßschalter (für Licht und
Steckdosen), Relais (für Rollos) oder Dimmer (für Licht) angesteuert.
Sämtliche Stromstoßschalter haben einen 2. Meldekontakt der wiederrum
auf einen Eingang aufgelegt ist, damit der Schaltzustand kontrolliert
werden kann.
µC: Atmel Mega-644PA
CAN-Schnittstelle: MCP2515 Controller und MCP2551 Transceiver
IH_LED:
Diese Module sind dezentral verbaut. Jedes Modul hat 4 MOSFET gesteuerte
24V Ausgänge an denen Led-Strips angeschlossen werden können. Die
Led-Module folgen nur den Befehlen der Controller. Sie haben keine
eigene Funktionslogik.
µC: Atmel Mega-168PA
CAN-Schnittstelle: MCP2515 Controller und MCP2551 Transceiver
Alle Komponenten verfügen über eine 2-farbige Statusled (rot/grün) die,
wenn keine Störungen vorliegen, synchron grün blinken. Somit kann auf
einen Blick festgestellt werden, ob bei alle Modulen die CAN
Kommunikation funktioniert. Tritt eine Störung in einem Modul auf, zeigt
die Statusled einen Fehlercode an.
Sensorik und Eingabegeräte:
In jedem Raum ist neben der Tür ein Taster für das Licht verbaut. Die
Räume mit Rollos haben darunter noch einen geteilten Taster. Darüber
hinaus gibt es noch Taster bei der Küchenarbeitsplatte oder beim
Waschtisch im Bad für die Beleuchtung dieser. Im Gang und im Stiegenhaus
(nur Druchzugsräume) sind keine Taster verbaut.
Die Wohnräume (Küche, Esszimmer, Wohnzimmer), Bad, Klo, Gang und
Stiegenhaus haben Deckenbewegungsmelder für die Lichtsteuerung. In
diesen Räumen (bis auf Gang und Stiegenhaus) kann das Licht mit den
Tastern manuell betätigt werden, wenn der Automatismus nicht alles
abdeckt.
Die Fenster, welche mit einem Rollo ausgestatten sind, werden mit
Reedkontakten überwacht, ob sie offen oder geschlossen sind. Dadurch
wird beim Öffnen der Fenster auch das Rollo leicht geöffnet um eine
Luftzirkulation zu ermöglichen.
Die Tür in den Vorratsraum (Speis) ist ebenfalls mit einem Reedkontakt
ausgestattet um das Licht aufzudrehen sobald man eintritt.
Licht:
Wie schon oben erwähnt, sind entweder 24V Led-Strips oder 230V Lampen
verbaut. Die Lampen werden Großteils mit Stromstoßschaltern oder Dimmern
betätigt.
Steckdosen:
Die Mehrzahl der Steckdosen ist ungeschalten. Nur einige (TV, Media, PC,
Christbaum, Außenweihnachtsbeleuchtung, WLAN-Access Point, NAS, Modem,
Switch) sind ebenfalls mit Stromstoßschalter angesteuert.
Funktionen:
- Licht per Bewegungsmelder oder Taster ein/ausgeschalten
- Rollos per Tastendruck steuern
Funktionen, an denen ich gerade arbeite:
- NTP Zeitsynchronisation
- Außensensorik auslesen
- Automatische Licht- und Rollosteuerung mit Einbezug der Zeit,
Außen-Helligkeit und Temperatur
Zukünftige Funktionen und Ideen:
- Ansteuerung des Mediasystems
- Bedienpult in den Räumen mit Sensoren (Temperatur, Luftfeuchte), LCD
und Bedienelementen
- Wecker mit Einbindung des Lichts und der Rollos in den Schlafräumen
Angehängt findet ihr den derzeitigen Stand (Programm, Schaltpläne,
Dokumente). Da ich an den Programmen noch arbeite kann ich nicht
garantieren, dass sie komplett fehlerfrei sind. Aber sie zeigen den
derzeitigen Zwischenstand.
In den letzten 7 Jahren habe ich mal mehr mal weniger Zeit in dieses
Projekt investiert, da ich seit jeher ein Fan von Heimautomatisierung
bin. Ich bin sehr froh, dass ich trotz einiger Rückschläge und
Konzeptänderungen das Projekt bis heute weiterverfolgt habe. Jetzt
müssen noch alle Funktionen, die ich für meine Hausautomatisierung
vorgesehen habe, ausprogrammiert und getestet werden. Das wird sicher
noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ich halte euch natürlich am
Laufenden.
Mfg
Florian
Hallo leibiflo,
noch ein "Respekt" von mir, auch wenn gleich ein paar kritische Fragen
kommen, die aber weniger an Dich gerichtet sondern eher allgemein sind.
Leider wird das Projekt hier wohl unter den anderen 1000
Smart-Home-Projekten unter gehen. Irgendwie scheint das Thema dazu
verdammt zu sein, selbst die Industrie bekommt da ja keinen
einheitlichen Standard hin (mal von dem m.E. überteuerten KNX/EIB
abgesehen).
Die Schaltpläne und der Code sehen ordentlich aus. Das weckt die Neugier
nach mehr Info's und Bilder, da ich mir die Platinen mangels Eagle nicht
anschauen konnte (steige gerade auf KiCad um).
Jetzt die Fragen:
1. Wenn Ihr Euch schon mit CAN auseinander setzt, warum dann der
zentrale Ansatz im Schaltschrank/Verteiler? Wäre ein Bus - zumindest für
die vielen Sensoren und Taster - nicht sinnvoller? Klar sind die vielen
CAN-Knoten etwas teurer als ein paar Meter Kabel, aber der Wust an
Kabeln im Schrank ist doch enorm. Ich überlege gerade einen Ansatz mit
dezentralen CAN-Controllern am KNX-Kabel. Gerade an den Fenstern ist die
Anbindung wesentlich einfacher (Rolladenmotor, Fensterkontakte,
Temperatur-/Lichtsensor, ...). Bei KNX wird ja oft der Weg gegangen, die
Sensoren verteilt per Bus zu machen und die Aktoren im Verteiler. Der
Vorteil eines komplett dezentralen Ansatzes wäre noch, dass die
einzelnen Knoten autark arbeiten, solange nur Strom da ist.
2. Warum wird bei Verwendung von CAN im Haus immer die
Informationsrichtung umgekehrt? Also Schalter sagt: "Licht an". Bei
mehreren Schaltern für ein Licht kann es also zu Kollisionen kommen, die
man durch Hinzufügen des Absenders in der CAN-Adresse umgehen kann. Aber
beim CAN ist es doch genau umgekehrt, der Schalter sagt: "Taster wurde
gedrückt" und die Aktoren müssen entscheiden, was sie mit der Info
anfangen. Im Prinzip auch nicht komplizierter, nur die Intelligenz liegt
in den Aktoren. So war CAN doch mal angedacht.
3. Hast Du darüber nachgedacht, wenigstens Teile fix und fertig zu
übernehmen um den immensen Aufwand zu minimieren, z.B. per FHEM und ein
paar Sachen fertig zu kaufen?
Trotzdem schön mal wieder von einem System mit CAN zu hören. Wir bauen
gerade selber und auch bei uns wird die tatsächliche Umsetzung des
Smart-Homes wohl noch ein paar Jahre auf sich warten lassen.
HAllo ich habe selbst auch einen Haussteuerung mit Webserver
installiert.
Die Steuerung wurde von mir selbst entworfen.
Alle Taster des Hauses laufen im zentrall auf. Versorgungspannung 24V
werden galvanisch getrennt eingelesen. Ausgänge sprich die 230V sind
über Relais realisiert. Bewegungsmelder wurden für die Steuerung
angepasst, denn es gibt keine die mit 24V laufen. Zumindest nich von (
Gira, Merten usw.)
Messe Zimmertemperatur, Aussentemperatur Helligkeit.
Das ganze hat noch einen Websever um die einzelnen Lichter / Rollos
ein-, auszuschalten / hoch-, und runterfahren. Oder einfach den Status
zu sehen welche Lampen grad an sind oder wie weit der Rollo geschlossen
ist.
Für die Rollos kommt jetzt noch das sie Zeit/ Helligkeits / Temperatur
abhängig gesteuert werden.
Ich finde ein zentralle Lösung einfacher kostengünstiger als eine
Buslösung. Da hier einfache Standartschalter / Taster verwendet werden
können. Mann benötigt paar Meter Kabel. Die Steuerung ist auch Modular
erweiterbar. Einen Standart wird es für sowas eh nie geben den die
gewöhnlichen Herrsteller wollen ihr Zeugs verkaufen.
Zunächst mal meinen Respekt vor dem Engagement!
Bei solchen Eigenlösungen kommen mir allerdings immer sofort zwei Themen
in den Sinn:
1. Was passiert nach dem eigenen Tod? Das geht ja manchmal schneller,
als man denkt! Es wird definitiv keine zweite Person auf der Erde geben,
die sich da hineindenken kann bzw. will. Da bleibt den armen Angehörigen
nach gewisser Zeit leider nur die komplette Neuinstallation mit allen
Konsequenzen. Da nützt auch keine Doku was - wer sollte gegen
überschaubares Geld Ersatzteile fertigen oder Änderungen einbauen? Meist
dürften die Hinterbliebenen auch nicht in der Position sein, die Anlage
"um jeden Preis" zu erhalten.
2. Bei einem Brand freut sich die Versicherung. Man kann einem Eigenbau
- mag er auch noch so professionell sein - eben sehr gut das Prädikat
"Fahrlässigkeit" anheften. Ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht -
das Gegenteil mag der Geschädigte gegenüber dem Versicherer gerne auf
dem Klageweg beweisen.
Mich hat das jedenfalls zum Kauf eines kommerziellen Systems bewogen.
Das kann (fast) jeder Elektriker durchschauen/erweitern/ersetzen. Durch
die vorhandenen Deklarationen ist die Versicherungsfrage relativ klar.
Harald schrieb:> Was passiert nach dem eigenen Tod?
also wenn ich auf der Beerdigung die Hauptperson bin,
wäre mir das irgendwie egal.
zur Technik:
vom Schrank würde ich gerne mal ein Bild sehen.
Ja gib ich dir recht. Aber ein Tausch der Relais durch Stromstoß Relais
sollte für jeden Elektriker kein Problem sein. Denn jeder Schalter und
Jede Lampe / Rolle ist ja zentrall.
Noch vergessen:
3. Hausverkauf: Man male sich mal die Konsequenzen aus. Klar könnte man
als Verkäufer einfach sagen "Mir doch egal" - aber ist das rechtlich
durchhaltbar?
Ich frage immer wieder bzw. versuche aus der Beschreibung zu lesen, was
eigentlich der Sinn von so einem Projekt ist?
Was wolltest Du damit erreichen bzw. welche Probleme wolltest du dadurch
lösen?
PS. Die Fragen sind nicht böse gemeint.
Harald schrieb:>> also wenn ich auf der Beerdigung die Hauptperson bin,>> wäre mir das irgendwie egal.>> Yep, nach mir die Sintflut!
Es gibt aber auch noch andere Varianten. Demenz z.B. Ich stell mir nur
vor wie blöd du guckst wenn dich die vielen Fremden in deinem Haus
überhaupt nicht mehr leiden können...
temp schrieb:> Harald schrieb:
Nö, DAS schrieb ich nicht! Ich schrieb das Plädoyer für das kommerzielle
System, denn mir ist es eben nicht egal, wie der Rest der Familie evtl.
ohne mich klarkommt.
Der Kommentar "nach mir die Sintflut" war Ironie auf die Antwort von J-A
V.
Harald schrieb:> Zunächst mal meinen Respekt vor dem Engagement!>> Bei solchen Eigenlösungen kommen mir allerdings immer sofort zwei Themen> in den Sinn:>> 1. Was passiert nach dem eigenen Tod? Das geht ja manchmal schneller,> als man denkt! Es wird definitiv keine zweite Person auf der Erde geben,> die sich da hineindenken kann bzw. will.> 2. Bei einem Brand freut sich die Versicherung. Man kann einem Eigenbau> - mag er auch noch so professionell sein - eben sehr gut das Prädikat> "Fahrlässigkeit" anheften. Ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht -> das Gegenteil mag der Geschädigte gegenüber dem Versicherer gerne auf> dem Klageweg beweisen.>> Mich hat das jedenfalls zum Kauf eines kommerziellen Systems bewogen.> Das kann (fast) jeder Elektriker durchschauen/erweitern/ersetzen. Durch> die vorhandenen Deklarationen ist die Versicherungsfrage relativ klar.
Du triffst den Nagel auf den Kopf !! Deshalb hatte ich mich auch für KNX
entschieden. Da kann jeder andere außer mir auch was tun und Ersatzteile
muss ich mir nicht basteln. Gib es für solchen Eigenbau überhaupt einen
gültigen E-Check ?
Harald schrieb:> 2. Bei einem Brand freut sich die Versicherung. Man kann einem Eigenbau> - mag er auch noch so professionell sein - eben sehr gut das Prädikat> "Fahrlässigkeit" anheften. Ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht -> das Gegenteil mag der Geschädigte gegenüber dem Versicherer gerne auf> dem Klageweg beweisen.
Inzwischen ist grobe Fahrlässigkeit be den meisten
Wohngebäudeversicherungen mitversichert; damit wäre das unproblematisch.
Harald schrieb:> 3. Hausverkauf: Man male sich mal die Konsequenzen aus. Klar könnte man> als Verkäufer einfach sagen "Mir doch egal" - aber ist das rechtlich> durchhaltbar?
Ja, das ist ein Argument.
Aber ich finde trotzdem, dass man nicht bei allem was man tut daran
denken muss, was das vielleicht in 10-30 Jahren für Auswirkungen hat.
Wenn man Spaß an einem Eigenbau hat und sich nicht mit teuren
unflexiblen fertigen Systemen rumschlagen will, warum dann nicht selber
bauen?
Zur Not muss das System halt vor einem Verkauf wieder raus.
Hallo!
Jetzt versuch ich mal alle obigen Fragen zu beantworten.
- den (großteils) zentralen Ansatz habe ich gewählt, da ich im Falle von
großen Problemen oder wenn ich mal keine Lust mehr auf µC habe das
gesamte System leichter wechseln kann auf ein kommerzielles Produkt,
z.B.: Loxone oder einer SPS. Bei dezentralen System tut man sich dann
sehr schwer.
Jeder Controller in meinem System fungiert gleichgestellt. Fällt einer
aus, funktionieren nur 1-2 Räume nicht.
- Großteils wird der CAN Bus von mir nur zur Statusübertragung (Uhrzeit,
Status I/Os, Systeminformationen) genutzt. Es werden nur wenige Befehle
darüber verschickt (z.B.: Led-Module). Ansonsten ist ein Controller
immer für einen Raum. Da hat dann alle Logik Platz.
- von anderen Hausautomatisierungsprojekten habe ich mir viel
abgeschaut. Übernommen habe ich aber immer nur Teile davon und bei mir
integriert. Was ich fertig gekauft habe sind alle Komponenten, die mit
230V in Kontakt kommen (Dimmer, Relais, Stromstoßschalter). Mein
Selbstbau arbeitet nur mit 24V.
- Wegen dem Tot. Ja der kommt oft plötzlich und sehr überraschend. Mein
System gibt aber nicht gleich nach mir den Geist auf. Darum halte ich
auch immer den Schaltplan up-to-date, denn dann kann ein Elektriker das
System auf ein kommerzielles Umstellen. Es muss nur der Schaltschrank
neu aufgebaut werden.
- Bezüglich Versicherung: ich habe eine Ausbildung als Mechatroniker
und bin Beruflich mit Verkabelungen und Schaltschrankbau vertraut. Darum
ist auch alles nach Normen ausgeführt und sicher nicht schlechter oder
gefährlicher als vom Haus-und-Hof Elektriker. Aber ja, man sollte schon
wissen was man tut.
- Ein Schaltschrankfoto habe ich leider gerade nicht zur Hand. Anbei ein
Foto der Controller.
- Bezüglich Sinn hinter solch einem Projekt: ich habe vor etlichen
Jahren angefangen mit µC hobbymäßig zu basteln. Nach den ersten kleinen
Projekten (Led-Cube, selbstfahrender Roboter, verschiedenen Schaltungen)
habe ich nach einem Projekt gesucht, dass auch sinnvoller ist und einen
Nutzen für mich hat. Da ich das Thema Hausautomatisierung schon immer
interessant fand, war es nur logisch selber eine Steuerung von 0 auf
Aufzubauen. Über den Sinn einer Steuerung im Haus, gibt es viele
verschiedene Sichtweisen. Meine ist, es bringt mir mehr Komfort im
Alltag.
So, ich hoffe allen eine zufriedenstellende Antwort gegeben zu haben.
Anbei auch noch der aktuelle Code von 2 Controllern. Ist aber auch nur
der derzeitige Zwischenstand und noch nicht fertig. Arbeitet aber zur
Zeit gut genug zum Leben.
lg
Florian
Auch wenn ich ziemlichen Respekt vor solch umfangreichen Projekten habe,
aber was ist, wenn im Haus neben Dir ein Funkamateur einzieht und Deine
selbstgebauten Controller ohne jegliche Homologation sämtliche
Grenzwerte überschreiten?
Kannst Du mit einem Betriebsverbot der Anlage durch die BNetzA leben?
Ist Dein Haus bzw. die Elektrik dann überhaupt noch "normal" zu
benutzen, wenn die Anlage ausgeschaltet ist?
Und ja, Dein neuer Nachbar wird es sehr schnell bemerken, dass Du Dich
über das Betriebsverbot hinwegsetzt und wird ggf. wieder die BNetzA
hinzuziehen und dass kostet dann richtig Geld, hast Du das?
Verstehe mich bitte nicht falsch, ich möchte Dir nicht den Spaß
verderben! Ich finde den Aufbau und auch die Verdrahtung im
Schaltschrank wirklich sehr gelungen. Man sieht, dass Du Dir sehr viel
Mühe gegeben hast! :) Es unterliegen aber auch solche Anlagen dem EMVG.
Viele Grüße!
Sven
Hallo Sven,
die BNetzA ist für mich überhaupt kein Problem, da ich in Österreich
lebe :-)
Ich versteh aber was du meinst. In deinem Szenario, dürfte man aber
keinerlei selbstgebauter elektronischer Komponenten betreiben, da dass
dann immer gelten würde. Und das halte ich für sehr unwahrscheinlich.
lg
Florian
der (einzige?) Plan hängt aber nicht mit im Kasten
hinter den Leitungen verklemmt, oder täuscht das?
könnte im Brandfalle interessant werden,
wenn man nicht alles im Kopp hat.
was mich dabei immer interessiert:
was zieht der ganze Kram im Beistandsmodus?
Nein, der Plan liegt ausgedruckt im Schaltschrank und digital auf der
NAS. Wenn alles mal soweit fertig ist, wird es auch noch eine
ausgedruckte Doku geben, die wo anders aufbewahrt wird.
Den Verbrauch habe ich noch nicht gemessen. Möchte ich bei Gelegenheit
aber auch mal machen.
Sven L. schrieb:> Auch wenn ich ziemlichen Respekt vor solch umfangreichen Projekten habe,> aber was ist, wenn im Haus neben Dir ein Funkamateur einzieht und Deine> selbstgebauten Controller ohne jegliche Homologation sämtliche> Grenzwerte überschreiten?>> Kannst Du mit einem Betriebsverbot der Anlage durch die BNetzA leben?> Ist Dein Haus bzw. die Elektrik dann überhaupt noch "normal" zu> benutzen, wenn die Anlage ausgeschaltet ist?
Ob du in einem Forum für Verschwörungstheoretiker nicht besser
aufgehoben wärst?
Alle bisher genannten Argumente waren ja noch nachvollziehbar, aber die
BNetzA ist das letzte was hier wohl eine Rolle spielt. Ich glaube nicht,
dass man mit 10 8Mhz Quarzen nah an einem AVR so gravierende Böcke
schießen kann, dass der Funkamateur im Nachbarhaus nichts mehr empfängt.
Und das in einem Umfeld wo in jedem Haushalt 30 Wandwarzen jeweils 330V
zerhacken, Powerlineadapter ihr Unwesen treiben, haufenweise Motoren vom
Kollektor funken u.s.w. Auch ein paar Meter CAN-Bus Leitung an einem
üblichen CAN-Tranceiver sind kein Teufelswerk was man nur dann in
Betrieb nehmen kann, wenn irgendein Prüflabor 5stellige Summen abgefasst
hat.
temp schrieb:> Ich glaube nicht,> dass man mit 10 8Mhz Quarzen nah an einem AVR so gravierende Böcke> schießen kann
da machen offene Verbindungne im BK-Netz mehr Probleme.
Es geht auch nicht um seine 8 MHz-Quarze, sondern um seine
LED-Spielereien, den CAN-Bus, sowie die Burst- und Surge-Festigkeit
seiner Schaltungen und die leitungsgebundene Abstrahlung seiner
Schaltungen, die jedes Stück Stromversorgungungskabel oder Buskabel zur
Antenne werden lassen. Spezielle CAN-Transceiver-IC sind nicht der
Garant dafür, dass die Schaltung den Bus nicht mit einem ordentlichen
Störspektrum vollkotzt.
Ist doch schön, wenn die neu gebaute Hütte abfackelt, weil durch
netzseitige Transienten bei einem Gewitter die eigenen Schaltungen
abrauchen und im schlimmsten Falle den Unterverteiler in Brand setzen,
oder?
Oder quasi jeder "Furz" von außen das ach so tolle Bussystem stört oder
der Radioempfang mies ist, solange das LED-Gebimmel leuchtet.
Manche hier haben von EMV so viel Ahnung wie eine Kuh vom Fliegen! - Das
ist mit auch der Grund dafür, warum die Elektronik heutzutage im
Consumerbereich mehr nur noch drittklassig ist.
Wie gesagt, ich will hier den Aufwand des TE nicht geringschätzen, da
steckt mit Sicherheit einiges an Zeit drinnen, aber genau diese Punkte
sind es, welche in der Entwicklung richtig Geld kosten. Ein
funktionierendes Produkt ist noch kein verkaufbares Produkt und mit
entsprechend wenig Erfahrung schmeißt man auch schon mal eine
funktionierende Schaltung weg, weil das CE-Labor das einem um die Ohren
gehauen hat!
Man braucht gar kein teures Equipment: Ein einfaches Taschenradio reicht
oft, um amoklaufende Schaltnetzteile oder Schaltregler zu
identifizieren. Ebenso werden 95% aller Probleme bereits beim korrekten
Schaltungsdesign und Layout vermieden.
Auch die Aussage des TE, dass es ja keine BNetzA in AU gibt, zeugt nicht
gerade von Sachverstand oder den Willen den Kern des Problems zu
erfassen. Dort ist das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie zuständig und wird bei Funkstörungen sicherlich auch schnell
tätig.
Wenn der TE mein Nachbar wäre und es würden Störungen abgestrahlt, würde
ich nicht zögern entsprechende Stellen einzuschalten, denn die legitimen
Nutzer zahlen für die Nutzung der ihnen zugewiesenen Frequenzbereiche.
Viele Grüße!
Sven
Hallo Sven,
da ich jahrelang im Industrieanlagenbau (Steuerungstechnik) tätig war
kenne ich die Störanfälligkeit von Busleitungen und welche EMV gerechten
Lösungen zu beachten sind, damit ein Bussystem auch unter widrigsten
Bedingungen einwandfrei funktioniert (Erdung, Leitungsverlegung,
Vermeidung von Schleifen, richtiges Kabel, ...).
Was du LED-Gebimmel nennst, sind kleine Platinen, die direkt vor Ort
(also keinen Meter) vom Led-Strip verbaut sind und durch PWM diese
dimmen. Warum habe ich das wohl so gemacht, obwohl ich ein stark
zentrales System bevorzuge? Ich wollt auch keine 25m langen Kabel mit
PWM quer durch mein Haus legen, ist aber bei kommerziellen Steuerungen
gang und gebe.
Welche Ahnung ich von EMV habe oder nicht, kannst du denk ich nicht
wirklich beurteilen, da wir uns persönlich noch nicht getroffen haben.
Vor amoklaufenden Schaltnetzteilen habe ich nicht wirklich Angst, da die
verbauten auch in der Industrie Anwendung finden. Würdest du aber im
Schaltplan sehen.
Nur zu Info zu deiner Aussage mit dem Radio. Ich habe im ganzen Haus
einwandfreien Empfang ohne Rauschen.
lg
Florian
Hallo Florian,
ich möchte etwas detaillierter antworten:
leibiflo schrieb:> da ich jahrelang im Industrieanlagenbau (Steuerungstechnik) tätig war> kenne ich die Störanfälligkeit von Busleitungen und welche EMV gerechten> Lösungen zu beachten sind, damit ein Bussystem auch unter widrigsten> Bedingungen einwandfrei funktioniert (Erdung, Leitungsverlegung,> Vermeidung von Schleifen, richtiges Kabel, ...).
Du kennst die Bedingungen, in denen der Bus funktioniert, mehr aber ohne
Messmittel auch nicht.
> Was du LED-Gebimmel nennst, sind kleine Platinen, die direkt vor Ort> (also keinen Meter) vom Led-Strip verbaut sind und durch PWM diese> dimmen. Warum habe ich das wohl so gemacht, obwohl ich ein stark> zentrales System bevorzuge? Ich wollt auch keine 25m langen Kabel mit> PWM quer durch mein Haus legen, ist aber bei kommerziellen Steuerungen> gang und gebe.
Mit abgeschirmten Kabeln ist das auch kein Problem. Obwohl die ganzen
passiven LED-Stripes eh problematisch sind, da keine nennenswerte
Abschirmung vorhanden ist und bei größeren Längen und höheren Strömen
das Störpotenzial deutlich ansteigt.
> Welche Ahnung ich von EMV habe oder nicht, kannst du denk ich nicht> wirklich beurteilen, da wir uns persönlich noch nicht getroffen haben.
Das mag sein, aber wenn ich mir Deine Schaltungen ansehe, dann kannst Du
noch eine Menge lernen: Deine Schaltungen verfügen über keinerlei
Transientenschutz an deren Schnittstellen. HF-Entkopplung ist für Dich
auch kein Thema, oder? Die Spule...das unbekannte Wesen... :)
Was hat der LM257x für eine Eingangsspannung? Max. 40 V? Im CE-Test
fällt das glatt durch und Dein Simpleswitcher ist hin, die nachfolgende
Schaltung vermutlich ebenfalls. Kein VDR, keine TVS-Diode, nix! Auch ist
da nix verpolungssicher...
Deine CAN-Bus-Schnittstellen sehen auch nicht besser aus, auch hier
gehört ein wirksamer Transientenschutz hin, gerade wenn Du ein
CAN-Netzwerk als Hausbus missbrauchst.
Einzig die OpenCollector-Ausgänge über die Optokoppler sind okay, aber
da sollten es trotzdem Exemplare sein, die mind. 2 kV isolieren können,
eher 4 kV. Willst Du den Strom durch die LEDs der Koppler nicht
irgendwie mit Vorwiderständen begrenzen? Oder brauchen die 5V
TTL-Pegel?- Ggf. baut man den kompletten Ausgangs-Schaltungsteil
galvanisch getrennt zum Rest der Schaltung auf (mittels ADUM-Serie
entkoppeln).
AM /Reset-Pin fehlt eine (Schottky-)Diode nach Vcc, da der AVR keine am
/Reset-Pin besitzt (HV-Programming).
> Vor amoklaufenden Schaltnetzteilen habe ich nicht wirklich Angst, da die> verbauten auch in der Industrie Anwendung finden. Würdest du aber im> Schaltplan sehen.
Fertige Schaltnetzteile kann man kaufen und je nach Preisklasse stören
die viel oder eben wenig. Richtig gute Netzteile, deren Störspektren als
Gleich- und Gegentaktstörungen auf Primär- und Sekundärseite verdrosselt
sind, sucht man. Auch bei vielen kommerziellen Netzteilen muss man
häufig nachbessern, um im Gesamtsystem die leitungsgebundene Abstrahlung
in den Griff zu bekommen.
Bist Du Dir eigentlich ganz genau sicher, was Dein LM257x so macht? :)
> Nur zu Info zu deiner Aussage mit dem Radio. Ich habe im ganzen Haus> einwandfreien Empfang ohne Rauschen.
Ich spreche jetzt nicht von Webradio oder DAB, sondern AM-Mittelwellen-
und AM-Kurzwellenempfang.
Du siehst Florian, der Teufel steckt im Detail.. Ich finde Deine Arbeit
dennoch interessant, aber es gibt eben auch eine Menge Dinge, die Du
besser machen kannst! - Wenn Du das als konstruktive Kritik auffassen
kannst, dann lernst Du noch etwas dabei.
Viele Grüße!
Sven
Sven L. schrieb:> Das mag sein, aber wenn ich mir Deine Schaltungen ansehe, dann kannst Du> noch eine Menge lernen: Deine Schaltungen verfügen über keinerlei> Transientenschutz an deren Schnittstellen. HF-Entkopplung ist für Dich> auch kein Thema, oder? Die Spule...das unbekannte Wesen... :)
Ja, er kann noch viel lernen. Aber er kann auch auf die Oberlehre
pfeifen die denken auf Grund ihres Herrschaftswissens immer alles
richtig zu machen.
> Was hat der LM257x für eine Eingangsspannung? Max. 40 V? Im CE-Test> fällt das glatt durch und Dein Simpleswitcher ist hin, die nachfolgende> Schaltung vermutlich ebenfalls. Kein VDR, keine TVS-Diode, nix! Auch ist> da nix verpolungssicher...
Du hast sicher Recht damit, dass er durch einen CE-Test fallen würde.
Das interessiert hier aber keine Sau, er kann da machen was er will,
solange er das nicht verkaufen will. Und ob das verpolungssicher ist
oder nicht kann dir doch auch herzlich egal sein. Wenn er für sich
sicherstellt, dass eine kleine Überspannung oder eine Verpolung nicht
das Haus abbrennt ist es ok. Was dabei ungefährlich in die ewigen
Jagdgründe eingeht nimmt er halt in Kauf.
> Deine CAN-Bus-Schnittstellen sehen auch nicht besser aus, auch hier> gehört ein wirksamer Transientenschutz hin, gerade wenn Du ein> CAN-Netzwerk als Hausbus missbrauchst.
Der ach so gelobte Transistentenschutz an CAN- und RS485-Leitungen ist
auch nicht immer das einzig Wahre. Wenn ich sehe wieviel Geräte mit
solchen Schnittstellen es zu kaufen gibt bei denen er auch nicht
vorhanden ist, frage ich mich wie die jemals ihr CE-Zeichen gekriegt
haben. Die zusätzlichen Maßnahmen machen das auch nicht komplett
Transistentensicher, sie können max. den Schutz etwas erhöhen. Wenn da
eine 230V Leitung dran kommt hilft das auch nicht mehr.
Zu den LEDs. Wenn es solche LED Streifen sind wie sie zu Hauf im Handel
incl. Controller angeboten werden, dann wirf mal einen Blick in diese
Controller. Da findet man überall TSV-Dioden, Varistoren und Optokoppler
mit 6kV, Schutz gegen Einstecken eine falschen Netzteiles u.s.w. Die
machen das da schon richtig, anders hätten die da ja auch niemals ein CE
Zeichen draufmachen dürfen.
Hier wird über Zeugs gestritten wo ich mich fragen muss was das soll.
Es will hier keiner was verkaufen.
Und wenn wir von CE und EMV sind dann schaut doch mal alle zuhause in
Steckernetzteile oder LED Lichterketten das kommt alles von irgendwo
her. Wo mann sich da fragen muss ob das alles sicher und entstört ist.
Wir streiten nicht - wir diskutieren! ;)
Fakt ist eines: Egal ob selbstgebaut oder aus China gekauft...wenn ein
Gerät die Grenzwerte nicht einhält und es fällt jemanden auf oder stört
sogar jemanden, dann wird ein Betriebsverbot durch entsprechende Stellen
auferlegt werden.
Im Falle der des 2,99 € China-Steckernetzteils ist das nicht weiter
wild, im Falle einer Haussteuerung, die hunderte von Mannstunden
gekostet hat, aber schon.
Viele Grüße!
Sven
temp schrieb:> Ja, er kann noch viel lernen. Aber er kann auch auf die Oberlehre> pfeifen die denken auf Grund ihres Herrschaftswissens immer alles> richtig zu machen.
Erstens mache ich beileibe nicht alles richtig und zweitens habe ich
kein Herrschaftswissen, denn ich habe E-Technik noch nicht einmal
studiert. Und trotzdem kann man sich methodische Arbeitsweisen aneignen
und sich weiterbilden. Alles ein Frage der Bereitschaft...
> Zu den LEDs. Wenn es solche LED Streifen sind wie sie zu Hauf im Handel> incl. Controller angeboten werden, dann wirf mal einen Blick in diese> Controller. Da findet man überall TSV-Dioden, Varistoren und Optokoppler> mit 6kV, Schutz gegen Einstecken eine falschen Netzteiles u.s.w. Die> machen das da schon richtig, anders hätten die da ja auch niemals ein CE> Zeichen draufmachen dürfen.
Das CE-Zeichen bei diesen Produkten ist in mehr als 95% der Fälle eh zu
unrecht angebracht, was einem jedes Jahr die Weihnachtszeit wieder
zeigt, in welcher die Störpegel im Kurzwellenbereich innerstädtisch
problemlos 20 db zulegen. Schlimmer sind eigentlich nur noch alte
Weihnachtsbeleuchtungen mit Glimmlampenoszillator. - Da sich das Theater
auf ein paar Wochen im Jahr beschränkt, mache ich da nicht viel
Aufhebens darum. - Bei dauerhaften Störungen, die 24 Stunden am Tag da
sind, sieht das anders aus.
Viele Grüße!
Sven
Sven L. schrieb:> Wir streiten nicht - wir diskutieren! ;)>> Fakt ist eines: Egal ob selbstgebaut oder aus China gekauft...wenn ein> Gerät die Grenzwerte nicht einhält und es fällt jemanden auf oder stört> sogar jemanden, dann wird ein Betriebsverbot durch entsprechende Stellen> auferlegt werden.
Wenn irgendwas soviel HF ins Gelände bläst, dass es jemanden auffällt
oder stört hast du natürlich Recht. Das hat aber nichts mit den
Grenzwerten zu tun die für CE nötig sind. Diese Grenzwerte gab es schon
lange bevor es überhaupt CE gab. Das alles betrifft auch nur die
Ausstrahlung nach außen.
Ob ein Gerät durch Spikes, Surges oder fremde HF außer Tritt kommt
interessiert nur jemanden wenn es in Verkehr gebracht wird. Und selbst
das interessiert es keine "entsprechende" Stelle. Niemand macht hier
unaufgefordert bzw. unbegründet Stichproben. Was anderes ist es wenn ein
Konkurrent seine Zweifel hat und eine Chance sieht dir einen ans Zeug zu
flicken oder ein Kunde sein Geld wieder haben will.
Jedenfalls sehe ich die Gefahr der übermäßigen HF-Ausstrahlung bei
diesem Projekt nicht. Ich lasse mich gern eines besseren belehren wenn
mir einer ein kontrollierbares Beispiel zeigt wo eine "entsprechende
Stelle" ein Betriebsverbot für eine simple µC-Schaltung oder einen
simplen CAN-Bus auferlegt hat. Ob die Baugruppen incl. Schaltregler das
machen was sie sollen lässt sich mit einem einfachen Oszi feststellen.
Wir sprechen hier schließlich auch nicht von Schaltnetzteilen oder
Umrichtern im kW-Bereich.
Sven L. schrieb:> Da sich das Theater> auf ein paar Wochen im Jahr beschränkt, mache ich da nicht viel> Aufhebens darum.
Mit anderen Worten, du bist als Amateurfunker im Kurzwellenbereich
aktiv? Dann kann ich dich wenigstens verstehen. Dass hier das
Grundrauschen in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen hat
bestreitet keiner. Und dass es um die Weihnachtszeit deutlich schlimmer
ist glaube ich auch aufs Wort. Das liegt aber auch daran, dass es da
schon 16Uhr dunkel ist und die normale Beleuchtung heute fast immer
irgendwie 324V zerhackt. In dem Nebel möchte ich mal den sehen der da
einen µC mit Quarz dran raushört.
Zunächst mal auch von mir ein Lob.
Super Projekt und Cool das es funktioniert. Ich denke gerade wenn man da
Hobbymäßig dran arbeitet ist es mit viel Arbeit verbunden.
Ich lese hier interessiert mit,
weil ich selber ein CAN basiertes System plane.
Es soll im Wohnmobiel Bereich eingesetzt werden....
Nein keine Angst. Keine Sicherheitsrelevanten Teile.
Bedient keine Bremse. Wird nicht mit dem Fahrzeug CAN verbunden.
Meine Frage hierzu. Nur in der Theorie, nicht das ich das anstrebe, aber
würde man CHANCEN haben hier weniger negative Kritik zu erhalten wenn
man.
1. Die CAN Signaleingänge mit TVS Dioden versieht
2. Die CAN Leitungen mit Common mode filtern versieht.
3. Die DC Eingänge mit TVS Dioden und pMOS reverse current Protection
bzw. Over / Reverse Protection Controllern wie dem LTC4365 versieht?
4. PI filter vor die SMPS Bausteine setzt.
5. AD Eingänge mit Schottky Dioden schützt.
Muss man wenn man Analog Schalten möchte (Lampen) PROFETs noch
zusätzlich mit TVS Dioden gegen transiente Schützen oder reichen die
eingebauten Überspannungs Massnahmen?
Dann hätte ich noch ne Frage zu dem oben geposteten Kommentar:
Man braucht gar kein teures Equipment: "Ein einfaches Taschenradio
reicht
oft, um amoklaufende Schaltnetzteile oder Schaltregler zu
identifizieren. Ebenso werden 95% aller Probleme bereits beim korrekten
Schaltungsdesign und Layout vermieden"
Mir ist klar das das natürlich kein Super Testgerät ist...
Ich habe mir ein 5V 2A SMPS gebaut. Das hat nen Common mode und nen Pi
filter am Eingang, so wie nen zweifachen Ausgangsfilter.
Ich kann damit weder im Radio (FM/AM) noch im Fernsehen oder bei meinem
Röhrenverstärker irgendwelche Klang oder Bildartefakte erzeugen.
Nehme ich nun mein Laptop Netzteil und Packe es neben das TV Kabel oder
Stecke en in die gleiche Steckdose kann ich das im Fernsehen sehr gut
daran erkenne das der Analoge Bildempfang teilweise unmöglich wird.
Kann ich daraus jetzt den Schluss ziehen dass mein Netzteil weniger
ausstrahlt? Das Laptop Netzteil hat immerhin das gelobte CE draufkleben.
Vielen Dank.
Und Viel Spaß noch beim Weiterbasteln.
Könnte mal jemand eine Schaltung posten (am besten mit Teilen, die man
auch bei Reichelt kaufen kann und Angaben zur Dimensionierung) mit der
man die Stromversorgung und die Busleitungen an jedem Modul schützen
kann? Welche Dioden wählt man am besten? (In meinem Fall wären es
übrigen 5V statt 24V und RS485 stat CAN. Knoten sind über CAT7 im ganzen
Haus verteilt)
Mich würde interessieren, warum du bei jedem Busteilnehmer den unnötigen
Mehraufwand in Kauf nimmst und einen Mikrocontroller ohne integrierten
CAN-Controller verwendest (zB PIC18F26K80)?
Christian schrieb:> Könnte mal jemand eine Schaltung posten (am besten mit Teilen, die man> auch bei Reichelt kaufen kann und Angaben zur Dimensionierung) mit der> man die Stromversorgung und die Busleitungen an jedem Modul schützen> kann? Welche Dioden wählt man am besten? (In meinem Fall wären es> übrigen 5V statt 24V und RS485 stat CAN. Knoten sind über CAT7 im ganzen> Haus verteilt)
www.ti.com/lit/an/slva664/slva664.pdf
Stimmy schrieb:> Zur Not muss das System halt vor einem Verkauf wieder raus.
Genau. Und nicht nur dafür, sondern weils einfach super flexibel ist wär
eigentlich eine Funk-Vernetzung aller Sensoren und Aktoren mit einer
Internet-verbundenen Zentrale statt dieses 70ger Jahre Schaltschrank CAN
Drahtverhaus die beste, moderne Lösung. Dazu müsste man allerdings seine
Vorurteile gegenüber Funk ablegen... Ich sag das so entschieden weil
meine eigene Haussteuerung so seit Jahren problemlos läuft, trotz viel
(fremdem) Dampf auf allen Funk-Kanälen. Und dann immer wieder Taster,
Taster, Taster- ja, manchmal braucht man wirklich welche, das meiste ist
aber mit etwas Überlegung zu den eigenen Bedürfnissen und Abhängigkeiten
automatisierbar. Ob das Tür-oder Fensteröffnung betrifft, Jalousien,
Heizung, Licht sowieso.
JB schrieb:> statt dieses 70ger Jahre Schaltschrank CAN> Drahtverhaus
Da hat jemand richtig Ahnung... ;) Laut brüllen aber keine Begründung
liefern. Eine Begründung müsste man in diesem Forum mal als Pflicht
einführen, dann hört ggf. mal das Gelaber der Planlosen auf. Und ja, das
geht direkt gegen dich und jeden der in dieser Art und Weise hier
Beiträge schreibt.
JB schrieb:> Dazu müsste man allerdings seine> Vorurteile gegenüber Funk ablegen...
Das ist nicht das Problem, sondern eher:
JB schrieb:> mit einer> Internet-verbundenen Zentrale
DAS ist ein Problem! Internet-Security auf diesen Systemen ist eine
eigene Entwicklung! Und bisher hat jeder (auch die Großen) irgendwo im
Code einen Bug den man ausnutzen kann!
PS: Funk ist genial! Egal ob 433 MHz oder 868 MHz! Sobald irgendwo ein
Funkmodul kaputt geht und einen Dauerträger sendet, war es das mit der
"HomeControl"
Planlosvertreiber! schrieb:> JB schrieb:> statt dieses 70ger Jahre Schaltschrank CAN> Drahtverhaus>> Da hat jemand richtig Ahnung... ;) Laut brüllen aber keine Begründung> liefern.
Nun, Du mußt sie nur lesen...
Vielleicht findest Du ja sogar ein paar Gegenargumente, über die wir
gern diskutieren können!
Nichtsdestotrotz ist jedes funktionierende Eigenbau-Smarthome Projekt
aller Ehren wert, meist steckt eine Menge Zeit und Arbeit drin.
Marc H. schrieb:> Internet-Security auf diesen Systemen ist eine> eigene Entwicklung!
Dazu wäre zweierlei zu sagen:
Bei weitem nicht alles was theoretisch denkbar wäre trifft praktisch
auch ein. Wer sein Eigenbau Smarthome-Projekt nicht gerade an die
große Glocke hängt hat wohl eher einen Sechser im Lotto als einen
Hackerangriff mit nachteiligen Folgen.
Zweitens: Es kommt auf die konkrete Lösung an.
Mit Standard Hard/Software (z.B. Anbindung über Raspii) wird das Risiko
immer ein kleinwenig größer sein als etwa über ein simples serielles
Netzwerk-Interface das man individuell ansteuert.
> Sobald irgendwo ein> Funkmodul kaputt geht und einen Dauerträger sendet, war es das mit der> "HomeControl"
Da geht nichts eher kaputt als irgendwelche drahtgebundenen Komponenten.
Und wenn kaputt dann ists genauso schnell detektiert und ausgetauscht.
JB schrieb:> Da geht nichts eher kaputt als irgendwelche drahtgebundenen Komponenten.> Und wenn kaputt dann ists genauso schnell detektiert und ausgetauscht.
Aber nicht, wenns beim Nachbarn ist und du nichtmal weißt, bei welchem
Nachbar sein Funk* ausgefallen ist.
Wolfgang schrieb:> Aber nicht, wenns beim Nachbarn ist und du nichtmal weißt, bei welchem> Nachbar sein Funk* ausgefallen ist.
Was interessiert in meinem Smarthome der Funk eines Nachbarn?
Nick Nolte schrieb:> Wolfgang schrieb:>> Aber nicht, wenns beim Nachbarn ist und du nichtmal weißt, bei welchem>> Nachbar sein Funk* ausgefallen ist.>> Was interessiert in meinem Smarthome der Funk eines Nachbarn?
Wenn sein Funk bei dir reinfunkt: ganz viel!
Beispiel: schon mal vor dem Auto gestanden und der Funkschlüssel geht
nicht?
Du glaubst nicht wie viele dumm durch die Gegend schauen anstatt den
Schlüssel ins Loch zu stecken!
Nick Nolte schrieb:> Was interessiert in meinem Smarthome der Funk eines Nachbarn?
Meinen Nachbarn hat es interessiert wie ich mit Arduino und 433 MHz
brute force sein Licht und Radio geschaltet hatte.
War aber nur ein Test und wir verstehen uns weiter gut, aber
Spiel-Kiddis gibts ne Menge von daher sind schon einzelne 3er Sets
Baumarkt Funksteckdosen vllt. ein Problem.
Also wie war das? "wer Funk kennt nimmt Kabel"
Canbus gefällt mir, warum aber nicht RS485?.
Mittlerweile denke ich eher an Wlan ESP Steckdosen (in Maßen) wo es
mobil bleiben soll oder temporär keine weiteren Kabel verlegt werden
können.
PS. Automatisierung, meine Rolläden fahren zum berechneten
Sonnenuntergang an meinem Wohnort automatisch runter, lustig war das als
auf meinem Geburtstag einige auf dem Balkon standen und rauchten ich
auch, aber der Handfunksender lag in Reichweite, hoffentlich werde ich
nicht zu schnell dement.
Marc H. schrieb:> Wenn sein Funk bei dir reinfunkt: ganz viel!
Von Hundert Nachbarn betreibt einer ein funkgesteuertes Smarthome.
Von Hundert dieser Smarthome-Besitzer funkt einer just auf dem gleichen
Kanal. Von Hundert auf dem gleichen Kanal wohnt einer just in der
unmittelbaren Nähe. Von Hundert dieser Nachbarn in der unmittelbaren
Nähe funkt einer so stark daß mein Funk beeinträchtigt würde.
Merkste was? Wir reden hier von grauer Theorie! Und in der Praxis würde
man im höchst unwahrscheinlichen Fall einer dauerhaften Blockade einfach
auf einen anderen Kanal/Frequenz wechseln. Das merkt man ohnehin
schnell.
Kurze Funkstörungen aus welchem Grunde auch immer sind dagegen durchaus
mal möglich. Deshalb nimmt man da auch ein bidirektorales Protokoll mit
Erfolgskontrolle. Ob mein Fenster zum Öffnen/Schließen jetzt in kurzem
Abstand 2 oder 20 Mal angefunkt werden muß krieg ich nicht mit und muß
ich auch gar nicht wissen. Fakt ist, alles funktioniert "mit Erfolg" wie
beabsichtigt- und das schon seit Jahren. Dieses 'alles' ist allerdings
auch kein billiger everyone-Baumarktkrempel.
Joachim B. schrieb:> Also wie war das? "wer Funk kennt nimmt Kabel"
Wer Kabel(drahtverhau) kennt nimmt Funk!
Flexibel. Rückstandsfrei abbaubar. Galvanisch getrennt.
Und deshalb Trend der Zukunft.