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Forum: Offtopic Frage zu Powerbank-Angaben


Autor: J. Ad. (gajk)
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Man findet heute diese Powerbanks zum Aufladen des Smartphones.

Als Ausgangsspannung benötigt man 5 V zum Laden. Wenn nun die Powerbank 
z.B. mit 6600 mAh beworben wird, hätte ich gedacht, dass die gesamte 
Energie dann 6,6Ah * 5 V = 33Wh beträgt.

Doch die mAh-Angabe bezieht sich wohl auf die Nennspanung der verbauten 
Zellen (3,7 V) - was mir als Verbraucher ja eigentlich wurscht sein 
sollte.
Die Hersteller könnten ja auch altmodische NiMH-Zellen nehmen - und 
schon hätte ich eine riesige Kapazität auf dem Label, aber nur wenig 
Energie mit der ich laden kann.

Grenzt das nicht schon an Schummelei?

Oder habe ich z. B. die Angaben auf Autobatterien "45Ah" bisher falsch 
verstanden, dass nicht 12V*45Ah der Energieinhalt ist sondern nur 1/6 
davon, da ja 6 Zellen in Reihe geschaltet sind?

Autor: A. K. (prx)
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J. A. schrieb:
> Grenzt das nicht schon an Schummelei?

Im Zeitalter von Switchern eine Kapazität in mAh anzugeben war Unsinn, 
ist Unsinn und wird stets Unsinn sein. Ist aber eine liebgewordene 
Gewohnheit.

Autor: J. Ad. (gajk)
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A. K. schrieb:
> J. A. schrieb:
>> Grenzt das nicht schon an Schummelei?
>
> Im Zeitalter von Switchern eine Kapazität in mAh anzugeben war Unsinn,
> ist Unsinn und wird stets Unsinn sein. Ist aber eine liebgewordene
> Gewohnheit.

Ich hätte jetzt so gerechnet, dass ich meinen 2000mAh-Handy Akku an 
einer 10.000Ah-Powerbank so grob mehr als 5 mal aufladen kann, da mein 
Akku ja die 3,7 V hat, der Ausgang der Powerbank aber 5,0 V beträgt. 
Abzüge natürlich wg. Wärmeentwicklung, Verlusten beim Wandeln etc. nicht 
mit eingerechnet.

Autor: J. Ad. (gajk)
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Dann könnte ich ja hergehen, 10 NiMH mit jeweils 2000mAh in Reihe 
schalten und auf die Powerbank draufschreiben: 20.000mAh Kapazität?

Autor: Guido B. (guido-b)
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Sorry, gehts noch dämlicher? Auch wenn wir im Offtopic sind:

Kapazität in F, Ladung in C, Leistung in W und Energie in J.
Was ist so schwer daran zu verstehen?

Autor: Mani W. (e-doc)
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J. A. schrieb:
> Dann könnte ich ja hergehen, 10 NiMH mit jeweils 2000mAh in Reihe
> schalten und auf die Powerbank draufschreiben: 20.000mAh Kapazität?

Lass Dich aber nicht erwischen mit so einem Unsinn!

Autor: Timm T. (Gast)
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J. A. schrieb:
> Dann könnte ich ja hergehen, 10 NiMH mit jeweils 2000mAh in Reihe
> schalten und auf die Powerbank draufschreiben: 20.000mAh Kapazität?

Ja, könnte man. Wird ja im Prinzip auch gemacht. Auf den Powerbänken 
steht die Ladungsmenge des Akkus drauf.

Mein LiPo mit 10.8V und 2200mAh vom Akkuschrauber kann halt mehr Energie 
speichern als das Handy mit 4000mAh bei 3.7V.

Autor: J. Ad. (gajk)
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Mani W. schrieb:
> J. A. schrieb:
> Dann könnte ich ja hergehen, 10 NiMH mit jeweils 2000mAh in Reihe
> schalten und auf die Powerbank draufschreiben: 20.000mAh Kapazität?
>
> Lass Dich aber nicht erwischen mit so einem Unsinn!

Ich empfinde es ja auch als Unsinn wenn man so rechnet. aber diese 
Berechnung scheint wohl gang und gäbe zu sein und so werden die 
Verbraucher mal wieder übers Ohr gehauen.

Dennoch treibt mich die Frage um, welchen Energie inhalt eine 
Autobatterie denn nun hat bei  die Angabe zum Beispiel von 45 
Amperestunden zu finden. Nimmt man da die Zellenspannung von 2 Volt oder 
die Batterie Spannung von 12 Volt?

Autor: Timm T. (Gast)
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J. A. schrieb:
> Dennoch treibt mich die Frage um, welchen Energie inhalt eine
> Autobatterie denn nun hat bei  die Angabe zum Beispiel von 45
> Amperestunden zu finden. Nimmt man da die Zellenspannung von 2 Volt oder
> die Batterie Spannung von 12 Volt?

Natürlich nimmt man für den Energiegehalt die Batteriespannung von 12V 
mal die Ah. Bei einem Akkuschrauber nimmt man auch die Batteriespannung 
von 10.8V oder 14.4V mal die Ah. Bei einer Powerbank ist die Spannung 
halt nur 3.7V.

Die Ladungsmenge ist nunmal entnommener Strom mal die Zeitspanne, über 
die dieser Strom entnommen werden kann. Und zwar entnommener Strom aus 
dem Akku, ohne Schaltregler.

Wenn dann ein Schaltregler aus den 3.7V am Ende 5V oder 12V macht und 
noch seine eigenen Verluste hat, kannst Du halt weniger Strom entnehmen.

Andererseits macht der Schaltregler im Handy aus den 5V wieder 3.7..4.2V 
für den Akku. Also lädt er den Akku mit mehr Strom, als er selbst aus 
den 5V zieht. Wenn er einen ausreichend hohen Wirkungsgrad hat.

Und im Handy ist die Akkukapazität auch wieder für die 3.7V angegeben.

Autor: Mani W. (e-doc)
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J. A. schrieb:
> Ich empfinde es ja auch als Unsinn wenn man so rechnet.

Na, geht doch mit der Logik!


Alles andere hat Timm schon erläutert...

Autor: Jan H. (jan_m_h)
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J. A. schrieb:
> Dann könnte ich ja hergehen, 10 NiMH mit jeweils 2000mAh in Reihe
> schalten und auf die Powerbank draufschreiben: 20.000mAh Kapazität?

Nein, DAS ist an ohne jeden Zweifel Betrug. Bei der Reihenschaltung 
steigt die Kapazität nicht. Bei der Powerbank kannst du ja wirklich die 
angegebene Kapazität aus den Akkus ziehen. Halt nicht aus der 
USB-Buchse. Bei dir steht schon nur auf den Akkus die falsche Kapazität!

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Die Kapazitätsangaben auf den Powerbänken sind ohnehin dreist gelogen. 
Das ist wie mit PMPO-Werten bei Verstärkern, allein Rechenkunst ergibt 
die phantastische Zahlen. Beispiel:

Ebay-Artikel Nr. 152044004272

50Ah auf einer Größe von 76x153x9.9 mm, ohne Worte...

Autor: J. Ad. (gajk)
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Jan H. schrieb:
> J. A. schrieb:
>> Dann könnte ich ja hergehen, 10 NiMH mit jeweils 2000mAh in Reihe
>> schalten und auf die Powerbank draufschreiben: 20.000mAh Kapazität?
>
> Nein, DAS ist an ohne jeden Zweifel Betrug. Bei der Reihenschaltung
> steigt die Kapazität nicht. Bei der Powerbank kannst du ja wirklich die
> angegebene Kapazität aus den Akkus ziehen. Halt nicht aus der
> USB-Buchse. Bei dir steht schon nur auf den Akkus die falsche Kapazität!

Sehe ich auch als Betrug. Andererseits: Wenn ich die 10 Akkus parallel 
schalte habe ich ja dann auch 20.000mAh Kapazität, halt bei nur 1,2 V. 
Mittels Wandlerbausteinen könnte man da sicher 5 V draus machen.

Was mein Punkt ist: Mir als Endverbraucher ist es doch egal, ob in der 
Powerbank ein Akku mit 9 V oder 1 V verbaut ist. Für mich ist doch 
wichtig, wie viele Ah ich bei 5 V herausbekomme, die ja ein 
Steckerladegerät auch liefern würde.

Insofern halte ich die reine Angabe der verbauten Akkukapazität für 
Schummelei.

Ich habe noch einen zweiten Powerpack, da steht klar drauf. Output 5 V, 
Cell capacity 6600mAh / 24,4 Wh. Auf dem anderen standen mal so eben 
10.000mAh auf der Packung und das wars.

Autor: J. Ad. (gajk)
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Timm T. schrieb:
> J. A. schrieb:
>> Dann könnte ich ja hergehen, 10 NiMH mit jeweils 2000mAh in Reihe
>> schalten und auf die Powerbank draufschreiben: 20.000mAh Kapazität?
>
> Ja, könnte man. Wird ja im Prinzip auch gemacht. Auf den Powerbänken
> steht die Ladungsmenge des Akkus drauf.
>
> Mein LiPo mit 10.8V und 2200mAh vom Akkuschrauber kann halt mehr Energie
> speichern als das Handy mit 4000mAh bei 3.7V.

Mein Denkfehler war, dass ich davon ausgangen bin, dass die Kapazität 
für die Spannung berechnet/angegeben wird, die der Nutzer der Powerbanks 
benötigt: 5 V.

Aber nehmen wir deinen LiPo vom Akkuschrauber, mit den wenigen 2200mAh. 
Mit etwas Elektronik dürfte es doch möglich sein, 5 V darzustellen und 
kann dann 4400mAh entnehmen. Dennoch würde man auf so einen Akkupack 
dann (als Powerbank) verkleidet, nur 2200mAh draufschreiben?

Da setzen die Hersteller doch lieber auf eine Zelle, die weniger als die 
5 V liefert und rechnen sich dann das Produkt schön.

Autor: Richard H. (richard_h27)
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J. A. schrieb:
> Ich hätte jetzt so gerechnet, dass ich meinen 2000mAh-Handy Akku an
> einer 10.000Ah-Powerbank so grob mehr als 5 mal aufladen kann, da mein
> Akku ja die 3,7 V hat, der Ausgang der Powerbank aber 5,0 V beträgt.
> Abzüge natürlich wg. Wärmeentwicklung, Verlusten beim Wandeln etc. nicht
> mit eingerechnet.

Gestern zappte ich zufällig in eine Verbrauchersendung rein, in der 
gerade Powerbänke und ihre vermeintliche Minderkapazität das Thema war. 
Dazu wurden auch die Hersteller befragt von denen einer die geringere 
Kapazität unter anderem mit Verlusten durch Reibung erklärte. Klingt, 
wie wenn in der Powerbank ein Leonardumformer arbeiten würde.

Autor: Johannes O. (jojo_2)
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J. A. schrieb:
> Grenzt das nicht schon an Schummelei?
Finde ich auch nicht in Ordnung. Ich hab mich auch immer gefragt, ob 
sich das auf die 5V bezieht oder die Zellspannung 3,7V. Vermutlich 
letzteres, weil dann ist ja die Zahl größer und es verkauft sich 
besser...

Grundsätzlich ist die einzig sinnvolle Angabe der Energiegehalt. Das ist 
dann unabhängig von der Akkutechnologie. Allerdings lässt sich mit "XX 
Wh" schlechter werben als mit "XX.XXX mAh".


Warum es doch fürs Handy(!)laden halbwegs nutzbar ist, liegt daran, dass 
die beiden Akkus eine ähnliche Technologie benutzen. D.h. wenn mein 
Handyakku X mAh hat und die Powerbank hat Y mAh, dann kann ich das Handy 
grob Y/X mal aufladen. Das passt, weil die Zellspannungen hier gleich 
sind, ist also (vermeintlich) erst mal Kundenfreundlich (bzw. kompatibel 
zum Technikverständnis der meisten Leute. Wenn schon oft nicht mal 
zwischen mA und mAh unterschieden wird, dann brauchen wir mit Wh gar 
nicht erst anfangen.).
Dennoch:
Wenn ich aber ein RaspberryPi betreiben will, dann interessiert mich die 
Ladung bei 5V, d.h. da ist diese Vereinfachung einfach unpassend.

Meiner Meinung nach ist eine ordentliche Beschreibung so:
X Wh
oder
X mAh bei 3,7 V

Aber das überfordert natürlich dann denn gemeinen Verbraucher -.-

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Johannes O. schrieb:
> Allerdings lässt sich mit "XX Wh" schlechter werben als mit "XX.XXX
> mAh".

Man könnte ja, um schön große Zahlen zu bekommen, mit mWh werben. Die 
sind dann sogar noch größer(!) als die fantastischen mAh-Angaben.

Das also kann nicht das Argument sein. Nein; ich denke, daß es vielmehr 
um Kundenverarschung geht, denn (m)Wh-Angaben könnte man ja einfach so 
miteinander vergleichen ...

Autor: K. J. (theborg0815) Benutzerseite
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Johannes O. schrieb:
>
> Meiner Meinung nach ist eine ordentliche Beschreibung so:
> X Wh
> oder
> X mAh bei 3,7 V
>
> Aber das überfordert natürlich dann denn gemeinen Verbraucher -.-

Der gemeine Verbraucher denkt ehr simpel "um so hör die zahl um so 
besser"

Bei meiner steht es genau so drauf (Kapazität: 10.000mAh 3,7V), durch 
die Reihenschaltung sind es dann ja nur die Hälfte wehre dann nicht ehr 
5.000mAh 7,4V  richtig ?

: Bearbeitet durch User
Autor: J. Ad. (gajk)
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Johannes O. schrieb:

> Wenn ich aber ein RaspberryPi betreiben will, dann interessiert mich die
> Ladung bei 5V, d.h. da ist diese Vereinfachung einfach unpassend.
>
> Meiner Meinung nach ist eine ordentliche Beschreibung so:
> X Wh
> oder
> X mAh bei 3,7 V
>
> Aber das überfordert natürlich dann denn gemeinen Verbraucher -.-

Ich habe so einen Zwischenadapter, der Spannung und Strom an 
USB-Schnittstellen anzeigt. Die Spannung bei der Powerbank ist 5 V, auch 
wenn ich damit einen 3.7-Akku im Handy laden will. Das Handy rechnet ja 
mit den 5 V, weil das normale Ladegerät auch auf 5 V ausgelegtist.

Mit einer Powerbank, die nur 3,8 V liefert, wird man nix sinnvolles 
aufladen können.

Autor: soul eye (souleye)
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J. A. schrieb:

> Grenzt das nicht schon an Schummelei?

Das ist halt Marketing. Die Leute wollen beim PC Megahertz, bei der 
Kamera Megapixel, beim Staubsauger Kilowatt und bei der Powerbank mAh. 
Dass diese Größen nur in einem bestimmten Kontext Sinn ergeben und nur 
unter gleichen Bedingungen vergleichbar sind, dass merkt ohnehin keiner.

Noch besser sind Fantasieeinheiten. Die Uhr ist "50M" wasserdicht. Man 
könnte auch IP65 draufschreiben, aber das klingt halt nicht so cool.

Autor: A. K. (prx)
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Icke ®. schrieb:
> 50Ah auf einer Größe von 76x153x9.9 mm, ohne Worte...

Eingangsspannung : DC 5V / 1A Max
Ladezeit : 6 ~ 9h

Also mit 30-45 Wh aufladen (Ladekurve nicht mit eingerechnet) und 
187/250 Wh (3,7/5V) wieder rausholen. Das wär mal ein Perpetuum 
Mobile.

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Richard H. schrieb:
> Dazu wurden auch die Hersteller befragt von denen einer die geringere
> Kapazität unter anderem mit Verlusten durch Reibung erklärte.

Umgangssprachliche "Reibungsverluste" haben meist nichts mit 
mechanischer Reibung zu tun. Sondern sind das, was auf dem Weg zwischen 
chinesischem Hersteller und deutschem Kunden unterwegs verloren geht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Gerald B. (gerald_b)
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A. K. schrieb:
> Richard H. schrieb:
>> Dazu wurden auch die Hersteller befragt von denen einer die geringere
>> Kapazität unter anderem mit Verlusten durch Reibung erklärte.
>
> Umgangssprachliche "Reibungsverluste" haben meist nichts mit
> mechanischer Reibung zu tun. Sondern sind das, was auf dem Weg zwischen
> chinesischem Hersteller und deutschem Kunden unterwegs verloren geht.

das Ganze wird dann im Spannungsabfalleimer fürs Recycling gesammelt 
:-)))

Autor: Icke ®. (49636b65)
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A. K. schrieb:
> Also mit 30-45 Wh aufladen (Ladekurve nicht mit eingerechnet) und
> 187/250 Wh (3,7/5V) wieder rausholen. Das wär mal ein Perpetuum
> Mobile.

Mehr als das, es ist der Beweis für freie Energie!

Autor: Gerald B. (gerald_b)
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Johannes O. schrieb:
> Warum es doch fürs Handy(!)laden halbwegs nutzbar ist, liegt daran, dass
> die beiden Akkus eine ähnliche Technologie benutzen. D.h. wenn mein
> Handyakku X mAh hat und die Powerbank hat Y mAh, dann kann ich das Handy
> grob Y/X mal aufladen. Das passt, weil die Zellspannungen hier gleich
> sind...

Da sind aber die "Reibungsverluste" außen vor.
Der StepUp in der Powerbank wird mit um die 80% j noch ganz passabel 
sein. Aber im Handy wird dann beim Laden der Rest verheizt! Hast du dir 
mal die kleinen USB zu LiPo Ladeplatinen angesehen? Da ist keine 
Induktivität drauf. Statt dessen hat das SO8 IC, wenn man es 
runterföhnt, auf der Unterseite ein Exposed Pad und ist mit der 
Leiterplatte zur Wärmeabfuhr verlötet. Mit 1:1 laden ist also nicht! ;-)

Autor: Johannes O. (jojo_2)
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Gerald B. schrieb:
> Da sind aber die "Reibungsverluste" außen vor.
> Der StepUp in der Powerbank wird mit um die 80% j noch ganz passabel
> sein. Aber im Handy wird dann beim Laden der Rest verheizt!
> [...]

Stimmt, da hast du Recht! Da geht nochmal einiges verloren.

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Das ist doch nichts neues. Man wird heute überall beschissen.

- "Bis zu"-Angaben kann man eigentlich generell sofort in die Tonne
  treten. Wenn da jemand schreibt "bis zu 3.000.000 Prozent
  Verbesserung", wäre diese Aussage schon bei 1% als wahr zu
  betrachten. Grenzt meiner Meinung nach an Betrug, aber niemand
  merkts, niemanden interessierts.

- PMPO-Leistungen bei HiFi-Anlagen. Angefangen hat das mit der
  "Musikleistung", da wurde die (brauchbarste reale Angabe)
  Sinusleistung einmal x2 genommen und so bekam der Verstärker
  werbewirksam das Doppelte an Leistung. Irgendwer hat dann gesagt
  "Ich garantiere Ihnen jede Leistung ihres Verstärkers, wenn Sie mir
  die Wahl des Messverfahrens überlassen" und die PMPO-Leistung war
  geboren. Damit bekommt man es sogar hin, daß ein 3000 Watt
  Lautsprechersystem mit einem 10W Steckernetzteil betrieben
  werden kann.

Das Schlimme daran ist, die Leute kaufen den Schrott, die sind damit 
glücklich. Also wird sich an den Maschen auch nichts ändern. Schade, 
aber die Menschheit IST so dämlich.

: Bearbeitet durch User
Autor: Asko B. (dg2brs)
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Ben B. schrieb:
> - PMPO-Leistungen bei HiFi-Anlagen. Angefangen hat das mit der
>   "Musikleistung", da wurde die (brauchbarste reale Angabe)
>   Sinusleistung einmal x2 genommen und so bekam der Verstärker
>   werbewirksam das Doppelte an Leistung

hmmm ...
Da wurden dann schon mal der linke und der rechte Kanal
einer Stereoanlage zusammengerechnet. Ist schon mal der doppelte Wert!
Aber kann man Lautstaerken addieren? (sind zwei Presslufthaemmer
lauter als ein einziger?)

Dann der Schrott mit PMPO usw. usf. ..
(und das ein damaliger A/B-Verstaerker einen maximalen Wirkungsgrad von
60% hatte, haben auch alle Werbefuzzis verschwiegen/vergessen.
Da wurde halt der "Stromverbrauch" als "Leistung" angegeben.

Gruss Asko

Autor: Timm T. (Gast)
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Asko B. schrieb:
> Aber kann man Lautstaerken addieren? (sind zwei Presslufthaemmer
> lauter als ein einziger?)

Jup, kann man. Das Iphone 7 hat zwei Lautsprecher und ist damit doppelt 
so laut wie das 6er mit nur einem Lautsprecher. Sagt Apple.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/iPhone-7-un...

Autor: Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)
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Die Lautstärke steigt nicht linear.

Für Konzertsaal-Lautstärke im Wohnzimmer reichen 2x3W völlig aus.
Für die doppelte Lautstärke bräuchte man das 10fache an Leistung oder 
so.

Autor: Johannes S. (jojos)
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Unnötige Aufregung. Da alle Hersteller die Angaben auf gleicher Basis 
machen ist das wieder gut vergleichbar.
Wichtig ist auch ein gutes Ladekabel zu verwenden, die billigen haben 
hohe Spannungsverluste und verheizen die wertvolle Akkuladung.

Autor: Timm T. (Gast)
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Ben B. schrieb:
> Die Lautstärke steigt nicht linear.

Darauf wußte schon Loriot zu sagen: Ach?

Oder Louis de Funes: Nein? Doch! Ohh!

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