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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik USB über D-SUB


Autor: mahjong (Gast)
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Hallo,

als etwas ungebildeter Mensch, was Standards betrifft, muss ich mal eine 
Nachfrage stellen.

Ich habe vor einer Weile ein schönes Gehäuse erworben, wo unter anderem 
ein Touchscreen fest verbaut ist. In diesem Gehäuse befindet sich auch 
ein kleiner Rechner (NUC-ähnlich), welcher direkt mit dem Touchscreen 
verbunden ist. Nun habe ich den Plan, aus dem Gehäuse einen 
USB-Anschluss herauszulegen und daran extern Geräte anzuschließen. Diese 
Lösung sollte möglichst verriegel- oder verschraubbar sein. Da in diesem 
Gehäuse bereits 9polige D-SUB-Buchsen verbaut sind, die allerdings nicht 
beschaltet sind, war meine Überlegung, so etwas hier daran zu klemmen: 
http://www.reichelt.de/SUB-D-Industrieverbinder/DE...;

...und auf der Terminalblock-Seite dann einfach von einem USB-Kabel den 
A-Stecker mit ein bisschen Kabel abzuschneiden, um damit dann den 
Terminalblock mit dem NUC zu verbinden. Das Gerät auf der anderen Seite 
bekommt ebenfalls die gleiche Lösung (dort steckt dann ein USB-Hub), und 
dazwischen kann dann ein verschraubbares D-Sub-Kabel (1:1 beschaltet) 
gezogen werden. Ziel wäre in meinen Augen theoretisch erreicht, denn die 
Verbindung ist ja verschraubt. Nun meine Frage: wie schaut das mit den 
Belastbarkeitsgrenzen amperemäßig bei so einem 9pol-Kabel aus und wie 
ist das dann mit der Schirmung der USB-Verbindung? Dürfte es da auf 2m 
Länge absehbar starke Störungen oder Performanceeinbußen geben? 
Hauptsächlich soll über die Verbindung Midi und Tastaturinput gesendet 
werden.

Wenn dazu jemand einen Tipp hat, oder jemand meint, ich solle das aus 
Grund X unbedingt sein lassen (...was ja gut möglich sein kann...), dann 
wäre ich für eine kurze Info dankbar.

Viele Grüße
Markus

Autor: hinz (Gast)
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mahjong schrieb:
> Hauptsächlich soll über die Verbindung Midi und Tastaturinput gesendet
> werden.

Das sind Low Speed Geraete, da ist USB ziemlich unkritisch.

Und die Strombelastbarkeit von Sub-D ist besser als die von USB.

Autor: Kai A. (kaiand1) Benutzerseite
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Nun USB ist ja geschirmt und wohl auch verdrillt die Datenadern.
In wie weiß es Probleme gibt wenn nen Stück ungeschirmt ist hängt wie 
immer von den Gegebenheiten ab.
Über dein Sub-D könnte es daher Problemlos gehen aber das siehst du halt 
in der Praxis dann ob es geht :)
Wir hatten selbst mal ca 1 Meter ungeschirmt verlegt durch Schaltschrank 
und ging problemlos (Tastatur) da grad kein geschirmtes zu den Zeitpunkt 
vorhanden war.

Die Kontakte von Sub-D sind so  mit 1A Belastbar aber dazu steht 
genaueres in den Datenblatt welche Buchse du verwendest.

Autor: Blubber (Gast)
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Würde ich nicht so machen.

1. USB-Signale über die Schraubklemmen kommt mir gruselig vor.

2. Was macht wohl dein Board, wenn es auf den USB die Normgerechten +/- 
x Volt einer RS232 Schnittstelle serviert bekommt, die einer aus 
versehen einsteckt.        ( ca. +/- 3-15V glaube ich )

Es gibt diverse saubere Lösungen.

Besorg dir ein PC-Slotblech mit USB-Buchsen. Die Buchsen kannst du 
anpassen.

Wenn es richtig Bühnen-tauglich werden soll nimmt man z.B.

https://www.thomann.de/de/neutrik_nausb.htm

MfG

Autor: Noch einer (Gast)
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Wir löten USB-Buchsen und Mikrocontroller auf Lochraster-Platinen. Da 
stimmen weder Abschirmung noch Wellenwiderstand. Entgegen der Theorie 
funktioniert es trotzdem.

Wenn es wirklich USB1 ist, würde ich mir keine Sorgen machen. 
Wahrscheinlich wird USB2 nicht mehr mit 5 Meter Kabel funktionieren.

Autor: hinz (Gast)
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Blubber schrieb:
> Es gibt diverse saubere Lösungen.

Da er nicht alle 9 Pins benoetigt kann er doch Stecker und Buchse 
kodieren, dann passiert da kein Versehen.

Autor: Tr (Gast)
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Die Schraubklemmen sehe ich auch etwas kritisch. Direkt angelötet würde 
ich das versuchen. Denn im USB Stecker liegen die Datenleitungen auch 
ein gutes Stück unverdrillt parallel.
Natürlich dann auch ein USB Kabel anlöten, keine RS232 Strippe nehmen!
Für eine bessere Abschirmung im Stecker kannst du die Pins neben den 
Datenleitungen mit GND beschalten (bzw. räumlich so ähnlich aufbauen wie 
ein USB Stecker).
Alternativ gibt es auch verschraubbare USB Anschlüsse. Die könnten mit 
einem kleinen Adapterblech in den D-Sub Ausschnitt passen.

Autor: Rolf M. (rmagnus)
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Blubber schrieb:
> Würde ich nicht so machen.
>
> 1. USB-Signale über die Schraubklemmen kommt mir gruselig vor.

Mir auch. Ich würd auch eher einen Stecker mit Lötkontakten nehmen und 
das USB-Kabel da anlöten.
Obwohl es erstaunlicherweise sogar für USB3 solche Stecker mit 
Schraubklemmen gibt...
http://www.reichelt.de/index.html?ARTICLE=127469

Ich sehe aber noch ein ganz anderes Problem: Beim USB-Stecker sind die 
Stromversorgungs-Kontakte länger als die für das Signal, da das Signal 
nicht vor der Stromversorgung verbunden werden darf. Wie soll man das 
bei einem SUB-D-Stecker garantieren?

Autor: Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)
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Rolf M. schrieb:

> Ich sehe aber noch ein ganz anderes Problem: Beim USB-Stecker sind die
> Stromversorgungs-Kontakte länger als die für das Signal, da das Signal
> nicht vor der Stromversorgung verbunden werden darf. Wie soll man das
> bei einem SUB-D-Stecker garantieren?

Die Datenpins im Stecker mit einem Seitenschenider um 1mm kürzen?
Duck und weg ... :-)

Autor: mahjong (Gast)
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Hallo erstmal,

danke für die ganzen konstruktiven Antworten. Dann würde ich erstmal auf 
jeden Fall von den Schraubklemmen Abstand nehmen und den Kolben 
schwingen. Ist gut zu wissen und ergibt durchaus Sinn.

Rolf M. schrieb:
> da das Signal
> nicht vor der Stromversorgung verbunden werden darf.

Das ist tatsächlich interessant und war mir bisher unbekannt. Und 
spricht natürlich gegen quasi alle Ansätze bisher. Ist das denn eher 
eine Richtlinie, deren Einhaltung empfehlenswert ist, oder sollte man 
sich da dringend dran halten? Dürfen USB-Geräte ohne Anmeldung nicht 
sowieso nur eine geringe Menge an Strom ziehen?

Viele Grüße und allerbesten Dank!

Markus

Autor: Georg (Gast)
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mahjong schrieb:
> Und
> spricht natürlich gegen quasi alle Ansätze bisher

Du kannst natürlich nur im ausgeschalteten Zustand stecken (Host UND 
Client!), aber das ist eine herbe Einschränkung der Vorteile von USB, 
und ausser dir darf niemand dran gehen.

Georg

Autor: restmuell (Gast)
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Oder Plus und Minus redundant an beiden Seiten, die Datenleitungen in 
der Mitte, dann ist auch gewährleistet, das die Betriebsspannung vorher 
verbunden wird, durch das unvermeidliche Verkanten beim Einstecken.
Genug Stifte hat der Sub-D ja.

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