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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik 7809 Braucht wie lange zum regeln.


Autor: DAVID ------ (bastler-david)
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Hallo
Wie lange Braucht ein 7809 zum regeln von 12 auf 9 Volt/350-400 mA 
runter ?
Und ist er für kurze einschalt interwale zugebrauchen?
Vielen dank

Autor: Thomas U. (thomasu)
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Der hat eine Bandbreite von so 1MHz, also ist einigermassen langsam. 
Wenn es kritisch wird und die kapazitive Last des Verbrauchers nicht 
reicht, eine Z-Diode parallel schalten.

Autor: Andreas Schweigstill (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite
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Der 7809 ist zwar kein Regler mit besonders schneller Regelung für 
Schaltungen mit sehr steilen Sprüngen der Stromaufnahme, aber zumindest 
Fairchild gibt im Datenblatt des LM7809 an, dass die Bestimmung des 
Spannungseinbruches bei Lastsprüngen mit 30us-Impulsen erfolgt, siehe:

https://www.fairchildsemi.com/datasheets/LM/LM7809.pdf

Ganz entscheidend sind aber auch die Eigenschaften der angeschlossenen 
Last, d.h. vor allem deren Kapazität. Benötigt man eine schnelle 
Regelung, darf weder der ausgangsseitige Abblockkondensator noch die 
Kapazität zu groß sein. Für eine Grobabschätzung setzt man einfach den 
maximalen Ausgangsstrom des Spannungsreglers abzüglich der Stromaufnahme 
der Last als maximalen Ladestrom der angeschlossenen Kapazitäten an und 
bestimmt darüber die Zeitkonstante. Multipliziert z.B. mit einem Faktor 
von zehn kann man dann als Einstellzeit nach dem Einschalten annehmen.

Ebenso wichtig ist aber auch die Anstiegsgeschwindigkeit am Eingang. 
Versorgt man den Regler aus einem normalen Netzteil mit Transformator, 
Gleichrichter und fetten Glättungskondensatoren, erhält man 
eingangsseitig ja schon eine Begrenzung des Spannungsanstiegs im 
Millisekundenbereich. Da ist der 7809 auf jeden Fall deutlich schneller.

Neben dem o.a. eher dynamischen Einschaltverhalten kommt es aber ggf. 
auch darauf an, wie lange das Erreichen eines thermischen Gleichgewichts 
dauert. So lange kann die Ausgangsspannung ggf. noch ordentlich 
wegdriften.

Wenn Du mit Hilfe eines externen Signals eine Versorgungsspannung 
einschalten willst, empfiehlt es sich wesentlich eher, einen 
Spannungsregler mit Enable-Eingang zu verwenden, statt die 
Eingangsspannung z.B. mit einem Transistor o.ä. zu unterbrechen.

Autor: A. K. (prx)
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DAVID -. schrieb:
> Wie lange Braucht ein 7809 zum regeln von 12 auf 9 Volt/350-400 mA
> runter ?

Bezogen auf was? Veränderung der Eingangsspannung? Veränderung der Last?

> Und ist er für kurze einschalt interwale zugebrauchen?

Was ist "kurz"?

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Andreas S. schrieb:
> Wenn Du mit Hilfe eines externen Signals eine Versorgungsspannung
> einschalten willst, empfiehlt es sich wesentlich eher, einen
> Spannungsregler mit Enable-Eingang zu verwenden,

Wobei es auch bei denen nicht so selbstverständlich zu sein scheint, das 
zeitliche Verhalten zwischen Enable-Eingang und Ausgangsspannung zu 
dokumentieren. Ich bin ein paar Datasheets durch und einzig beim (hier 
schon mangels Strom ungeeigneten) LP2951 fand ich dazu eine Aussage. Bei 
den anderen Typen mit Enable stand dazu reinweg nichts.

Die Information beim LP2951 ist allerdings recht interessant. Denn bei 
solchen LDOs ist der Ausgangskondensator ein wesentlicher Teil des 
Regelsystems und, wie man im Diagramm erkennt, entscheidet hier die 
kapazitive Last, ob es einen kontrollierten Anstieg oder einen kräftigen 
Overshoot gibt- Da Cl=1µF die offizielle Minimalkonfiguration ist, muss 
eine gezielt kleine Ausgangskapazität also auch nicht unbedingt die 
Lösung sein.

In einer Anwendung, in der dieses Verhalten entscheidend ist, sollte man 
also vorzugsweise einen Regler einsetzen, dessen entsprechendes 
Verhalten im Datasheet dokumentiert ist. Und sollte sich unabhängig 
davon das Verhalten in der realen Lastsituation auf dem Oszi ansehen.

: Bearbeitet durch User
Autor: A. K. (prx)
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Andreas S. schrieb:
> Wenn Du mit Hilfe eines externen Signals eine Versorgungsspannung
> einschalten willst, empfiehlt es sich wesentlich eher, einen
> Spannungsregler mit Enable-Eingang zu verwenden, statt die
> Eingangsspannung z.B. mit einem Transistor o.ä. zu unterbrechen.

Das Ausregelverhalten bei Lastwechsel ist immerhin regelmässig 
dokumentiert. Verwendet man einen normalen Regler und schaltet die Last, 
dann ist man im normalen Betriebsbereich der Regler und kann sich an die 
Datasheets halten. Wobei man - abhängig von den Ansprüchen - bei Reglern 
in Kollektorschaltung wohl tendentiell besser dran ist als bei LDOs.

Ich habe vor Äonen mal eine programmierbare Spannungsversorgung für 
Programmierung von PALs und ähnlichem Kram gebaut. Recht simpel, DAC 
plus OPV verstärkt durch 2 Leistungstransistoren in push/pull. Und habe 
die Schaltung dann am Oszi ausprobiert. Mit ein paar kHz on/off bei 20V 
beschickt, weil Analogoszi.

Die Spannungskurve war super, aber zwei kleine Nebenwirkungen gab es: 
Dahinter war ein Elko, die üblichen 10-22µF. Der nahm übel - der Finger 
auch, der den Elko anfasste. Und ein Kabel am Pull-Transistor lötete 
sich regelmässig ab, ohne dass dieser T sonderlich heiss wurde, bis ein 
kleiner R das abstellte.

: Bearbeitet durch User
Autor: tmomas (Gast)
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DAVID -. schrieb:
> interwale

Ein Intervall, zwei Intervalle.

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