Hallo,
Ich möchte folgende Bereiche will ich automatieren/mit sensoren
ausstatten.
- Licht
- Rolladen
- Heizung
- Türsprechanlage
- Fenster-/Türkontakt (Einbruchmeldung)
Alle Systeme sollten zentral steuerbar können aber getrennt
voneinenander laufen.
Ich schaue mir gerade verschiedene Systeme an. Als offenes System bin
ich natürlich auf FHEM gestoßen und dessen verschiedenen Schnittstellen.
Hier könnte ich sehr güstig Sensoren selber machen und dann fertige
Aktoren ansteuern.
Als Alternative das relativ günstige Busch Jäger Free@Home (leider wenig
Auswahl was jetzt auch RGB-LED betrifft)
Hier soll keine Grundsatzdiskusion über selbstbau bzw freier System
entstehen. Gerade wenn es auch als Hobby bzw Arbeitsausgleich betrieben
wird. Ich möchte nur wissen was ihr euch dabei gedacht habt, bevor ihr
die Entscheidung getroffen habt ein bestimmtes System zu umzusetzen.
Dazu ein paar konstruierte Fälle, bei denen ihr euch vostellt ein Sensor
fällt aus oder die Zentrale Steuerkomponente und etwas geht nicht.
Ihr seit im Winterurlaub. Ihr habt dadurch einen Schaden, Sachlich (Rohr
eingeforen und geplatzt) oder Finanziell (zu viel geheizt). Was passiert
dann.
Eure Frau will Abends das Licht anmachen und ihr seid nicht da(hies das
nicht Wife acceptence Factor)...
Kurz und knapp. Euer selbstbau geht plöztlich nicht mehr und ihr seid
nicht vorort um es zu rapariern, oder bekommt es einfach auch gar nicht
mit.
Rechtfertigt das gesparte Geld wirklich den Ärger? (sofern man den Spaß
nicht als Hobby bezeichnet)
Wer will darf auch gerne Systeme vorschlagen wo ich bei einer defekten
komponente auch auf Schadensersatz klagen könnte wenn etwas nicht mehr
funktioniert und Schaden verursacht
Grüße
Unschlüssig schrieb:> auf Schadensersatz klagen könnte wenn etwas nicht mehr> funktioniert und Schaden verursacht
Das ist nicht zielführend. Klagen dauert ewig, der Erfolg ist keineswegs
sicher. Es raubt einem unglaublich viel Zeit und Nerven.
Wenn du fähig bist, machs selbst und sorge dafür, dass die wichtigen
Dinge auch unabhängig davon funktionieren.
Alarmanlage: professionelles Teil zugekauft, selbst verbaut
Jalousiesteuerung: selbst gemacht, die Vorortschalter haben einen
Fernsteuereingang, den ich bespiele
Gastherme: Junkers, heizt einen Kombispeicher, hab ich so gelassen, wies
der Installateur gemacht hat
Solaranlage, Fußbodenheizung: Steuerung selbst gemacht, Raspi-Basis
WAF: hoch, da kein unnützer Schnickschnack, somit auch robust
Die Verantwortung hat man nach Ende der Gewährleistung sowieso an der
Backe. Da habe ich lieber ein System, welches ich zwar selbst errichtet
habe, welches ich aber auch zu 100% selbst reparieren und warten kann.
Verantwortung wäre wohl eher: Die selbstgebaute Schaltung wurde
laienhaft fest ans Stromnetz angeschlossen und tötet Menschen z.B. weil
sie Brandursache ist.
Natürlich bist du verantwortlich für deinen Pfusch und den Vetstoss drn
Festanschloss nicht einem Elektriker überlassen zu habdn, denn der hätte
drauf geachtet dass die Teile CE tragen.
Verantwortung für Unbedienbarkeit des Hauses: Na ja, das kann als
Verkaufspreis schon zum Totalschaden werden. Die ganzen Spielereien per
Smartphone, Arduino oder rPi halten doch bloss 2 Jahre, das Haus
hoffentlich 100.
MaWin schrieb:> Natürlich bist du verantwortlich für deinen Pfusch und den Vetstoss drn> Festanschloss nicht einem Elektriker überlassen zu habdn, denn der hätte> drauf geachtet dass die Teile CE tragen.
Was ist aber beispielsweise wenn ich 12-48V einen 1wire temperatur
sensor auslese und damit meine FBH steuere. Das dinge geht hobs werum
auch immer oder ein lötpunkt passt nicht. Die nicht selbst geschrieben
software macht murks draus und fährt den HeizKreis zu (gekauft verbauen
lassen mit CE)
Dann habe ich durch bastelei hintenraus einen erheblichen Schaden der
per se erst mal nichts mit dem Elektriker zu tun hat
Unschlüssig schrieb:> Dann habe ich durch bastelei hintenraus einen erheblichen Schaden der> per se erst mal nichts mit dem Elektriker zu tun hat
So ist es. Wenn du damit nicht leben kannst, dann laß die Bastelei sein.
Allerdings kann auch deine ganz unverbastelte Heizungsanlage während
deines Winterurlaubs ausfallen, und dann alle Wasserleitungen
kaputtfrieren.
Shit Happens, und zahlen darfst du so oder so.
Oliver
Oliver S. schrieb:> Shit Happens, und zahlen darfst du so oder so.
Sollte aber meine Versicherung übernehmen sofern vom Fahcmann
abgenommen.
Wenn ich denen sage mein Temperatursensor ist ausgefallen und die
Heizung hat darufhin nicht geregelt. Bleib ich auf den Schaden sitzen.
Oliver S. schrieb:> So ist es. Wenn du damit nicht leben kannst, dann laß die Bastelei sein.
Eigentlich gehts hier nicht darum ob ich damit leben will sondern wie
ihr euch sicher sein könnt dass das alles funktioniert wie es soll.
Oder habt ihr einfach so viel Zeit dafür?
Unschlüssig schrieb:> sondern wie> ihr euch sicher sein könnt dass das alles funktioniert wie es soll.
In dem man sich beim Aufbau an die geltenden Vorschriften hält.
Unschlüssig schrieb:> ihr euch sicher sein könnt dass das alles funktioniert wie es soll.
man kann nicht sicher sein. Man kann nur gewissenhaft arbeiten und alle
vorhersehbaren, realistischen Probleme soweit möglich abfangen.
Schief gehen kann immer etwas, blöd nur, wenn man dir (oder du dir
selbst) berechtigt Fahrlässigkeit vorwerfen kann.
Unschlüssig schrieb:> Eigentlich gehts hier nicht darum ob ich damit leben will sondern wie> ihr euch sicher sein könnt dass das alles funktioniert wie es soll.
Anscheiend lebst du völlig weltfremd. Alles kann kaputt gehen, und alles
und jedes geht irgendwann kaputt. Dank Murphy natürlich dann, wenn du es
am wenigsten gebrauchen kannst. Egal, ob fertig gekauft, oder selbst
gebaut.
Solange du dir allerdings über den "finaziellen Schaden" eine Kopp
machst, der entsteht, wenn du im Urlaub zu viel heizt, kannst du dir
jegliche Automatisierung eh nicht leisten.
Oliver
Unschlüssig schrieb:> Euer selbstbau geht plöztlich nicht mehr und ihr seid> nicht vorort um es zu rapariern, oder bekommt es einfach auch gar nicht> mit.
Das passiert mit gekauften Sachen natürlich nie. ;-)
MaWin schrieb:> Unschlüssig schrieb:>> sondern wie>> ihr euch sicher sein könnt dass das alles funktioniert wie es soll.>> In dem man sich beim Aufbau an die geltenden Vorschriften hält.
Das gibt nur Versicherungsschutz, aber garantiert lange nicht, dass
alles funktioniert, wie es soll :-)
Guido schrieb:> man kann nicht sicher sein. Man kann nur gewissenhaft arbeiten und alle> vorhersehbaren, realistischen Probleme soweit möglich abfangen.> Schief gehen kann immer etwas, blöd nur, wenn man dir (oder du dir> selbst) berechtigt Fahrlässigkeit vorwerfen kann.
Eben.
Die Systeme sollten dafür entsprechende Redundanz und "Intelligenz"
(plausibler Sensorwert bzw. dT/dt?) erhalten.
Aber: wenn der Brenner auf Störung geht weil er verschmutzt ist, dann
platzen die Rohre trotzdem.
Wenn ich so ein System planen würde (ich halte die für vollkommen
überflüssig), dann würde ich eines nehmen, bei dem Quellcode/Elektronik
bereits entwickelt wurden. Da haben sich dann schon einige
Gedanken/Arbeit gemacht und man stolpert nicht mehr ganz so oft.
Kaufen würde ich solche Systeme nicht: bei der Lebensdauer eines Hauses
steht man sonst vor der Frage: "Dafür gibbet es schon lange nichts
mehr!" oder "Schon lange insolvent!"
Aber wie gesagt: mMn wird bei so etwas viel Energie/Zeit/Geld in wenig
Ertrag investiert. Ein neuer Riemen für den Rollladen kostet 2 Euro ...
und funktioniert immer. Ist eben eine Spielwiese für große Kinder :-)
Oliver S. schrieb:> Anscheiend lebst du völlig weltfremd. Alles kann kaputt gehen, und alles> und jedes geht irgendwann kaputtOliver S. schrieb:> Solange du dir allerdings über den "finaziellen Schaden" eine Kopp> machst, der entsteht, wenn du im Urlaub zu viel heizt, kannst du dir> jegliche Automatisierung eh nicht leisten.
Man kann mir jetzt durchaus unterstellen unerfahren im Bereich Selbstbau
zu sein. Man kann mir auch vorwerfen, dass ich zu jung bin um das
vertrauen zu haben das ihr habt.
Aber es ist durchaus was anderes wenn ich geprüfte Markenware im
Verteilerschrank habe und mich darauf verlasse dass sie getestet wurde
oder ob ich eine Platine gelötet irgendwo in de Unterputzdose hängen
habe und daruf vertraue, dass sie 24/7 die nächsten jahre läuft.
Unschlüssig schrieb:> Aber es ist durchaus was anderes wenn ich geprüfte Markenware im> Verteilerschrank habe und mich darauf verlasse dass sie getestet wurde
Wenn eine Komponente eines gekauften Marken-Systems kaputt geht,
kann es sein, dass man das ganze System wegwerfen kann, weil es genau
diese Komponente so nicht mehr nachzukaufen gibt.
Es gibt Millionen individuelle Gründe, es so oder doch anders zu machen,
ist für mich keine Glaubensfrage, sondern einfach meine pers.
Einschätzung der Sachlage.
Bei mir werkeln FS20 und Zwave-Komponenten zusammen mit einigen händisch
angesteuerten Relais und einer zugekauften Leiterplatte, auf der ein
Raspi steckt. Also ein bunter Mix, aber alles für sich ersetzbar durch
was anderes. Alles lässt sich zerstörungsfrei rückbauen, sodass man im
Falle
des Verkaufs ein konventionell funktionierendes Haus übergeben kann.
...Also ich habe bei mir FHEM im einsatz - was mich überzeugt hat ist
einfach die Tatsache, dass ich (beinahe) jedes System integrieren kann.
Bei mir ist das ganze da das Haus schon Stand viel mit Homematic
vernetzt. Ich habe es auch so gemacht, dass die Funksender direkt mit
den Aktoren verbunden sind. So kann Frau immer Rolläden hoch oder runter
machen oder am Raumthermostat die Temperatur ändern.
Nur die "Komfortfunktionen" wie z.B. Rolladen hoch bei Öffnen der
Terrassentüre habe ich "zentral" implementiert.
Guido schrieb:> Wenn du fähig bist, machs selbst und sorge dafür, dass die wichtigen> Dinge auch unabhängig davon funktionieren.
sehe ich auch so!
> Alarmanlage: professionelles Teil zugekauft, selbst verbaut
wäre ein Argument für mich, oder nur halb, ist ja keine Raketentechnik,
Gekauftes ist auch Einbrecher (Profis) bekannt, bei Selbstgebauten haben
die keinen Plan oder willst du den offenlegen?
> Jalousiesteuerung: selbst gemacht, die Vorortschalter haben einen> Fernsteuereingang, den ich bespiele
Ich habe Intertechnofunkempfänger die ein Arduino nach Sonnenauf- und
untergangsberechnung an meinem Wohnort nach Geo Koordinaten ansteuert,
spart die Lichtsensorverkabelung, die Fahrzeit kann ich a ermitteln und
so auch halbe Fahrzeiten machen für halb auf oder halb zu wenn die Sonne
zu sehr aufheizt. Handbedienung an der Tür per Relais override oder per
Fernbedienung.
Temperaturen in jedem Raum misst ein DS18B20 mit parasitärer Speisung
auf 2 freien Telefonadern, spart auch Leitungsverlegung und die kleinen
Biester kann man auch mit Schrumpfschlauch unter jedem Telefondosen
Deckel gucken lassen, als Serber dient ein NETIO AVR Bausatz von Pollin
hochgerüstet mit Schaltregler und ATmega1284p, mit der Radig/Scnell SW
ist auchFernbedienung möglich über Checkboxen und rückmeldungen machen
bunte Signal Gifs die auf der Webseite on oder off leuchten oder nicht.
> Solaranlage, Fußbodenheizung: Steuerung selbst gemacht, Raspi-Basis> WAF: hoch, da kein unnützer Schnickschnack, somit auch robust
Das mit einem Raspi? wo meine schon mal geklemmt hatten, openSSH
Verbindung abgelaufen, kein Fernzugriff möglich, anderen ist der
Plastikhalter gebrochen, SD ohne Funktion und auch Linux ist ein
komplexes OS wo man durchaus nicht mehr alles selber im Griff hat ausser
vielleich I/O wenn man alles andere rauswirft, Netzwerk, Dateiverwaltung
usw.
> Die Verantwortung hat man nach Ende der Gewährleistung sowieso an der> Backe. Da habe ich lieber ein System, welches ich zwar selbst errichtet> habe, welches ich aber auch zu 100% selbst reparieren und warten kann.
stimmt ja, entweder du bist ein Genie oder dein Tag hat 48 Stunden und
du muss nur 5 Minuten @work Wegezeit oder Arbeitszeit?
Bei mir liegt vieles noch auf Eis.
Ein Glück das bei mir noch nicht alles automatisch ist, runterfahrende
Rollläden weil es Zeit ist kann unpraktisch sein wer als Single grad mal
auf dem Balkon sitzt weil das Wetter passt und die Fernbedienung im
Zimmer liegt.
Joachim B. schrieb:> ....runterfahrende> Rollläden weil es Zeit ist kann unpraktisch sein wer als Single grad mal> auf dem Balkon sitzt weil das Wetter passt und die Fernbedienung im> Zimmer liegt.
Dann braucht man eine Kamera auf dem Balkon, die das Gesicht des
Benutzers in diesem Moment filmt und auf der SD-Karte der Steuerung
ablegt.
mfG Paul
Hallo Unschlüssig.
Unschlüssig schrieb:> Sollte aber meine Versicherung übernehmen sofern vom Fahcmann> abgenommen.>> Wenn ich denen sage mein Temperatursensor ist ausgefallen und die> Heizung hat darufhin nicht geregelt. Bleib ich auf den Schaden sitzen.
Du hast noch nicht erlebt, wie sich Versicherungen quer stellen können,
selbst wenn "scheinbar" alles vertraglich formal richtig war.
Insofern verlasse ich mich auf Versicherungen auch nicht wirklich. ;O)
Unschlüssig schrieb:> Eigentlich gehts hier nicht darum ob ich damit leben will sondern wie> ihr euch sicher sein könnt dass das alles funktioniert wie es soll.
Sehe es mal andersherum: Der ganze Konsumerkram soll ja kostengünstig
sein, und bei Millionenstückzahlen lohnt sich das Geizen auch noch im
zehntel Cent Bereich. Wenn ich es aber für mich selber baue, kann ich es
an entsprechenden Stellen so solide bauen, wie ich es für richtig halte.
> Oder habt ihr einfach so viel Zeit dafür?
Auch das würde ich andersherum formulieren: Ich habe leider nicht die
Zeit, um bei den ganzen gekauften Kram, bei dem mir Schwachstellen
auffallen, selber nachzubessern.
Unschlüssig schrieb:> Man kann mir jetzt durchaus unterstellen unerfahren im Bereich Selbstbau> zu sein. Man kann mir auch vorwerfen, dass ich zu jung bin um das> vertrauen zu haben das ihr habt.
Ich unterstelle Dir jetzt mal nicht nur Unerfahrenheit mit Selbstbau,
sondern auch Unerfahrenheit mit Industrieprodukten über die letzten 100
Jahre. Wenn Du die hättest, könntest Du einschätzen, wo auch aktuelle
Produkte im Zweifelsfalle Ihre Schwachstellen haben, und wie
Alternativlösungen aussehen könnten. Das würde das ganze auch für Dich
relativieren. ;O)
> Aber es ist durchaus was anderes wenn ich geprüfte Markenware im> Verteilerschrank habe und mich darauf verlasse dass sie getestet wurde> oder ob ich eine Platine gelötet irgendwo in de Unterputzdose hängen> habe und daruf vertraue, dass sie 24/7 die nächsten jahre läuft.
Du Vergisst, das viele der hier Schreibenden durchaus im Beruf
Schaltungen für die Industrie entwickeln oder entwickelt haben, und sehr
wohl wissen, was sie tun. Meinst Du, die gehen nach Hause und lassen
Ihre Erfahrungen auf dem Labortisch liegen? ;O)
Allerdings sehe ich für mich persönlich auch nicht wirklich einen
Anwendungsfall für Heimautomation. Ich besitzte auch keinen Kühlschrank,
keine Kaffemaschine und keinen Fernseher. Was man nicht hat, kann auch
nicht kaputtgehen. ;O)
Wenn ich im Winter wegfahre, drehe ich die Heizkörper auf Frostwächter,
und hoffe, das der Vermieter genug Öl im Tank hat und die Anlage
gewartet ist. Das kann, je nach Umständen, schon wacklig genug sein. ;O)
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Bernd,
Danke. dein Beitrag war bis jetzt der sinnvollste.
Also kann davon ausgehen, dass jeder hier der bausautomTisierung
garantiert nicht unter 30 ist und auch nicht zwingend über 50. Bitte
nicht falsch verstehen.
Entweder ihr macht es weil ihrs lange jahre macht oder ihr habt keinen
Anwendungsfall weil altmodisch.
Das soll keinesfalls irgendwie anstößig sein, aber wenn ich jetzt sage
ich baue gerade mit 28 mein Haus und muss natürlich gestehen dass ich
auch nicht Elektrontechnik sonder technische Informatik mit großen
teilen Elektrotechnik studiert habe, werdet ihr sagen: Na dann kann er
gar nicht weder mit Berufserfahrung noch mit Lebenserfahrung das Wissen
was wir wissen.
Deswegen vesteht meine zwei überlegungen
Warum also selbstbau, klar ist günstiger, ist aber zeitaufwendiger evtl
probleme die ich nicht ohne weiteres lösen kann.
Warum kauf, wenig zeitaufwand, geprüfte qualität, kostet halt.
Hallo Unschlüssiger.
Unschlüssig schrieb:> Also kann davon ausgehen, dass jeder hier der bausautomTisierung> garantiert nicht unter 30 ist und auch nicht zwingend über 50. Bitte> nicht falsch verstehen.
Nicht jeder, aber viele. Und man kann auch voneinander lernen.
> Entweder ihr macht es weil ihrs lange jahre macht oder ihr habt keinen> Anwendungsfall weil altmodisch.
Zum einen muss sich das nicht ausschliessen, und zum anderen gibt es
auch "Transferdenken". Meint die Anwendung von Erfahrung auf einem
Gebiet in einem anderen mit partiell ähnlicher Problemstellung.
> Das soll keinesfalls irgendwie anstößig sein, aber wenn ich jetzt sage> ich baue gerade mit 28 mein Haus und muss natürlich gestehen dass ich> auch nicht Elektrontechnik sonder technische Informatik mit großen> teilen Elektrotechnik studiert habe, werdet ihr sagen: Na dann kann er> gar nicht weder mit Berufserfahrung noch mit Lebenserfahrung das Wissen> was wir wissen.
Mit 28 hat man aber im allgemeinen viel mehr Erfahrung als mit 18. Sooo
unerfahren bist Du vermutlich nicht.
Und Erfahrung macht auch, das man manches "nicht braucht". ;O)
Keine Sorge, Erfahrung kommt von selber, und Du wirst auch feststellen,
das Erfahrung dunkle Seiten hat. In gewissem Sinne ist sie auch ein
Klotz am Bein. Du bezeichnest es als "altmodisch"....;O)
> Warum also selbstbau, klar ist günstiger, ist aber zeitaufwendiger evtl> probleme die ich nicht ohne weiteres lösen kann.> Warum kauf, wenig zeitaufwand, geprüfte qualität, kostet halt.
Du vergisst einen weiteren Punkt: Wenn Du Dir etwas selber baust, hast
Du die Chance, etwas speziell auf Deine Anforderung hin zu optimieren.
Das ist im allgemeinen bei gekauften Sachen nicht so möglich, aber sie
sind oft gute Ausgangsbasen für einen Umbau. Kommerziell gefertigte
Waren sind im allgemeinen auf die Hauptanwendungsfälle zugeschnitten.
Der Rest wird nur mehr oder weniger gut abgedeckt. Mangels Wissen ist
aber vielen nicht klar, dass es viel besser ginge....
Geprüfte Qualität....naja. Im allgemeinen streut eine Qualität recht
stark. Um die Härtefälle nach unten loszuwerden, führt man nun
Qualitätsstandards und Prüfungen ein. Das hat zur Folge, das sich alles
an dem Standard orientiert. In vielen Fällen ist das aber eine
Orientierung nach unten. Du weist jetzt, wie schlecht Du sein darfst, um
noch aktzeptiert zu werden. Das heisst, so ein Standard beseitigt die
Ausreisser nach unten, aber senkt im allgemeinen den Standard des Rests
auf das absolute Minimum. Und alles was aus dem Standard herausragt,
wird nun zum Luxusobjekt.
Desweiteren haben Leute, die Standards festsetzten, entweder schon
vorher eine gewisse Marktmacht, oder bekommen sie dadurch. Es stehen
also durchaus finanzielle Interessen dahinter, und es muss nicht so
sein, dass das was nun als Standard aktzeptiert ist, wirklich das
Sinnvollste ist. Weder für die Allgemeinheit und noch weniger für Deinen
möglichen Spezialfall.
Standards sollte man offiziell und im geheimen immer hinterfragen. Und
sie sind hierzulande viel zu hoch. Das schafft Barrieren und spaltet die
Gesellschaft.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Unschlüssig schrieb:> Rechtfertigt das gesparte Geld wirklich den Ärger?
Wie, gespartes Geld? Du hast doch trotzdem Geld ausgegeben.
Unschlüssig schrieb:> Ich möchte nur wissen was ihr euch dabei gedacht habt, bevor ihr> die Entscheidung getroffen habt ein bestimmtes System zu umzusetzen.
Ich habe das System "In einem EFH genügen Schalter" umgesetzt, weil
jeder damit klar kommt, sogar Kinder und Besuch.
Unschlüssig schrieb:> Wer will darf auch gerne Systeme vorschlagen wo ich bei einer defekten> komponente auch auf Schadensersatz klagen könnte wenn etwas nicht mehr> funktioniert und Schaden verursacht
Absurd.
meine 2 Cents:
bleiben lassen oder:
Industriesteuerungen verwenden (Siemens , B&R etc.)
also nix raspi oder arduino !
Die Unterschiede in puncto EMV-Beeinflussung, Fühlerbruch, Brownout
sind riesig.
Für deine Software bist du dann eh selbst verantwortlich.
Runout
Die Einstellung, daß auf jeden Fall immer irgend eine Versicherung für
mögliche Probeleme aufkommen muß, sei der finanzielle Schaden auch noch
so klein, passt einfach nicht zum Selbermachen.
Lass es einfach bleiben.
Oliver
Ich kann Bernd nur zustimmen. Der Vorteil des Eigenbaus ist die
Möglichkeit auf die eigenen Bedürfnisse zu optimieren und u.U. auch die
Qualität gegenüber industriellen Massen-Produkten zu erhöhen (und seien
es nur hochwertigere Kondensatoren ;-). Über den Preis dafür kann man
streiten, da der Zeitfaktor für den Eigenbau immer unterschätzt wird.
Wenn man eine saubere Dokumentation dazu führt und auf
Bauteile/Baugruppen setzt, die es in ein paar Jahren noch gibt, ist
alles chic.. Meine Erfahrung (EFH mit eigener Steuerung seit 20 Jahren)
ist: Versuche vor Beginn der Arbeiten abzuschätzen, wie die Technik in
30 Jahren aussehen könnte, welche Komponenten brauchst Du dann noch, was
könnte inkompatibel werden usw. Ich hatte 1989 z.B. in jeden Raum 2
Koaxkabel gelegt: 1x terrestrischen TV und 1x Rückkanal für z.B.
Videorecorder. Dann kam Sat mit getrennten Leitungen für
vertikal/horizontal auf: also zunächst Rückkanal ade. Dann kam der
1-Leitungsanschluss für den Sat-Receiver, Rückkanal wieder
angeschlossen, zentralen Multischalter getauscht. Dann kam LAN auf, es
lagen aber nur ungeschirmte Telefonleitungen im Haus... Mittlerweile
wird der Rückkanal nicht mehr genutzt - mangels Geräten die terrestrisch
senden und empfangen können. Mein Sohn sieht nur selten fern und dann
auch noch übers Netzwerk. Wozu eigentlich die Sat-Schüssel? Der
Telefon-Festnetzanschluss verliert langsam auch seinen Sinn.
Sicher, das Haus steht noch und die 230V Verteilung mit Lichtschaltern
und Steckdosen sind noch dieselben. Neu sind jetzt WLAN mit über 30
Komponenten und und LEDs als Lampen. Mein Eigenbau-Projekt setzte damals
(1992) ausschließlich auf auf einen IBM-kompatiblen PC und LAN-Kabeln
neben den selbst gebauten Komponenten - und es funktioniert immer noch!
- Durch ständige Weiterentwicklung läuft das Ganze jetzt unter Linux mit
aktueller Verschlüsselung auf einem Thin-Clienten.
Wife-aceptance-factor=100%. Ich bin jetzt 57 und habe einen etwas
Jüngeren Arbeitskollegen gefunden, der notfalls mein System reparieren
kann, weil er die gleichen Komponenten hat ;-) In den vielen Jahren
dazwischen habe ich etliche "elektronische Massenprodukte" gesehen,
genutzt und wieder entsorgt...
Auf Raspberry würde ich im Moment noch nicht setzen (die Hardware ist
noch zu unausgegoren), eher auf einen aktuellen Industrie-PC mit
Hardware Watchdog und 24/7 geeignet.
Bernd W. schrieb:> Du hast noch nicht erlebt, wie sich Versicherungen quer stellen können,> selbst wenn "scheinbar" alles vertraglich formal richtig war.
unterschreibe ich, wie war das mit dem Mann der sein teures Rad sogar
mit 2 Schlösser sicherte? Die Versicherung unterstellte Fahrlässigkeit
und zahlte nicht, den der Mann wusste ja das es geklaut werden kann,
warum hätte er sonst 2 Schösser genutzt.
Als mir meine hintere Schürze vom PKW durch einen Auffahrunfall
eingebeult wurde und ein Oszi zu Schaden kam unterstellte man mir auch
mangelnde Ladungssicherung der Oszi hätte ja auch beim scharfen Bremsen
zu Schaden kommen können, den Unterschied zwischen eingedrückten
Kofferraum und scharfen Bremsen mochte die Versicherung aber nicht
erkennen.
.. habe ich vergessen zu erwähnen: jede Teil-Komponente hat einen
programmierbaren fail-save Status. Wenn also der zentrale Rechner
ausfällt, dann friert nicht die Heizung ein usw. Außerdem wird der
zentrale Rechner bei Ausfall automatisch auf eine kalte Reserve
umgeschaltet. Bei etlichen Stromausfällen in den Jahren hat sich das
System bewährt. Auch die Ausfallerkennung von Sensoren (Maus und Marder
hatten mal Appetit ;-) ist bei weitem einer Simens-SPS überlegen:
automatische, "heuristische" Sensorumschaltung für die Heizung gibt es
dort meines Wissens nach nicht. Das sehe ich als Vorteil bei eigenen
Systemen - Komfort durch individuelle Anpassungen, weil es geht!
Hallo Thomas.
Thomas T. schrieb:> Industriesteuerungen verwenden (Siemens , B&R etc.)> also nix raspi oder arduino !>> Die Unterschiede in puncto EMV-Beeinflussung, Fühlerbruch, Brownout> sind riesig.
Naja, als Funkamateur sehe ich gerade bei kommerziellen Produkten dicke
Probleme bei EMV. Passiv und aktiv.
Brownout muss ich halt über ausreichende Stützung zu vermeiden suchen
und per Hardware detektieren, um dann einen sicheren default Zustand zu
erreichen. Auch dabei kann ich leicht besser werden als kommerzielle
Produkte.
Das ist aber nur am Rande ein Problem der Plattform, sondern eher der
damit verbundenen Stromversorgung.
Deutschland hat nicht eine so sichere Stromversorgung, wie man aus dem
Bauch heraus glaubt. ;O)
> Für deine Software bist du dann eh selbst verantwortlich.
Richtig. Ich kann auch eine S7 so programmieren, dass sie Mist baut.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Unschlüssig
Ich bin grade am Eigenheim bauen und stand selber vor einem Jahr vor den
Fragen:
Hausautomatisierung, ja oder nein?!
Was evtl selber bauen?!
Welches System?!
Wo kann ich sparen?!
Ausfallsicherheit!
....
Letztendlich war dann für MICH die beste Lösung:
Alle Leitungen Zentral in der Verteilung zusammen fassen -> jeder Zeit
die Möglichkeit auf ein anderes System umzustellen.
Loxone als Zentrale Steuerung -> von hausaus KNX und LAN Schnittstelle
und integrierten Webserver (keine Teuren Panel, sondern Raspi mit
Touchscreen). RS232, RS485, 1Wire, DMX,... stehen über Erweiterungen.
KNX Aktoren für Heizung und wichtigste Beleuchtung -> Heizaktor geht in
Notmodus bei fehlenden Sollwerten, Licht kann notfalls am Aktor
gesteuert werden + KNX "Panic Button" falls Loxone aussteigt um im Haus
das Licht mit einem Taster einschalten zu können.
DIY: z.B.: Bewegungsmelder in fast allen Räumen, die auf yC auflaufen
und mittels RS485 dem Loxone melden. WatchDog für Loxone, der aufm
Rasperry läuft! Anwesenheit im Haus über Handy MAC-Adresse die der Raspi
dann dem Loxone mitteilt.
Fensterkontakte über 1-Wire eingebunden.
.....
Das soll keine Werbung sein und ich will das auch keinem aufs Auge
drücken.
So wie beschrieben ist es für MICH die beste Lösung. Jeder hat andere
Prioritäten, Bedürfnisse und Kenntnisse, also wird jede Lösung anders
ausfallen.
Gruß Joe
Guido schrieb:> Also ein bunter Mix, aber alles für sich ersetzbar durch> was anderes.
So habe ich es auch gelöst. Quer Beet, aber nur als Spielerei
(Lichtszenarien) oder Ergänzung (Heizung).
> Alles lässt sich zerstörungsfrei rückbauen, sodass man im> Falle des Verkaufs ein konventionell funktionierendes Haus übergeben kann.
Bei mir ging's nicht um einen evtl. Verkauf, sondern um Redundanz für
"nicht-technische" Hausbewohner. Beispiel: Es gibt konventinelle
Lichtschalter, die bei Wunsch nach "automatisch" von einem Relais
überstimmt werden ;)
Allerdings laufen bei mir alle Schalter, Steckdosen, Sensoren, Aktoren
etc. pro Etage Sternförmig in einer UV auf und sind mit mehr Adern
angefahren als eigentlich nötig, i.d.R. 5adrig. Zusätzlich liegt zu
jeder UP-Dose ein Cat5e. Überall tiefe UP-Dosen versteht sich von
selbst. Zwischen den UV gibt's ein Bündel Cat5e als Steuer- und
Netzwerkleitungen. Somit kann ich nach Belieben alles umtüfteln. Platz
für weitere Strippen wäre auch noch im Schacht ;)
Der Irrsinn hat im Bau ca. € 2500,- mehr ggü. koventioneller Verkabelung
gekostet - kein Betrag, der bei einem ordentlich Neubau auch nur
ansatzweise weh tut.
Joachim B. schrieb:> Ein Glück das bei mir noch nicht alles automatisch ist, runterfahrende> Rollläden weil es Zeit ist kann unpraktisch sein wer als Single grad mal> auf dem Balkon sitzt weil das Wetter passt und die Fernbedienung im> Zimmer liegt.
Finde ich immer lustig, das im Jahr 2016 so dämliche "Automatisierungen"
scheinbar gang und gäbe sind.
Bei mir wirkt der Türkontakt direkt als Öffner im (selbstgebauten 24V)
Rollladen-Trennrelais, d.h. Tür entriegelt (=auf oder angelehnt) und der
Rollladen bewegt sich nur noch nach oben aber nicht mehr nach unten.
Dazu muss man nun eben die Tür schliessen, aber das bricht einem nicht
den Zacken aus der Krone.
Josef T. schrieb:> falls Loxone aussteigt um im Haus> das Licht mit einem Taster einschalten zu können.
Beleuchtung wird bei mir z.B. mit zentral verkabelten
24V-Stromstoßschalter gemacht, da kann die gesamte Automatisierung
ausfallen - ist vollkommen egal - das Licht geht trotzdem an oder aus.
Wenn die Automatisierung im Haus als Zusatz daherkommt macht es auch gar
nichts aus wenn diese ausfällt.
Persönlich würde ich kein System ins Haus einbauen, das bei einem Defekt
einer zentralen Komponente das ganze Haus lahmlegt.
Die Redundanz (z.B. mit Stromstoßschalter) kostet natürlich erstmal mehr
Geld, nimmt aber auch den Druck raus, wenn etwas an der Automatisierung
nicht funkioniert...