mikrocontroller.net

Forum: Offtopic CD, Sticks und Co


Autor: Mani W. (e-doc)
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Wir leben ja seit langem in der "digitalen Welt", digitalisieren
unsere Photos, Filme, Dias, usw...


Abgesehen von einem Totalabsturz gibt es immer wieder die
Version xxx, früher WIN 95, dann XP, usw...


Ändert sich das System und man achtet nicht darauf, ist es meist
unmöglich, darauf zuzugreifen...

Bsp:

Was auf Win 95 gelaufen ist, ist auf Win7 scheinbar nicht
mehr möglich, also entsorgen der Kamera, Mikroskop, etc...


Wenn ich jetzt meine Schallplatten her nehme, brauche ich nur
ein analoges (Plattenspieler) Abspielgerät über "Normal Audio
Verstärker"

Bei Digitalismus ist aber nach einigen Jahren Schluss,
außer es wurde rechtzeitig konvertiert in das neue System...


Wie geht Ihr damit um im Laufe der Jahre?


Jedes neue System lässt nach vielen (wenigen) Jahren nicht mehr
zu, dass alte Systeme weiterhin benutzt werden können...


Was wäre eine sinnvolle Lösung?

Autor: Md Ma (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)
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Mani W. schrieb:
> Was auf Win 95 gelaufen ist, ist auf Win7 scheinbar nicht
> mehr möglich, also entsorgen der Kamera, Mikroskop, etc...

Da bin ich ja mal auf ein konkretes Beispiel gespannt.

> Wenn ich jetzt meine Schallplatten her nehme, brauche ich nur
> ein analoges (Plattenspieler) Abspielgerät über "Normal Audio
> Verstärker"
>
> Bei Digitalismus ist aber nach einigen Jahren Schluss,
> außer es wurde rechtzeitig konvertiert in das neue System...

Mit "Digitalismus" sind doch aber genau die Probleme, die du ansprichst 
gelöst. Denn das Problem ist bisher entweder das Speichermedium oder 
aber ein Wald-und-Wiesen-Format, das keiner kennt. Beides kommt (bei 
Otto-Normal-Usern) nicht mehr so häufig vor wie vor ein paar 
Jahrzehnten. Deine USB-Festplatte wirst du noch ewig auslesen können, 
sofern sie nicht kaputt geht und es wird bestimmt in 50 Jahren noch ein 
Programm geben, das deine MP3s abspielt.

> Wie geht Ihr damit um im Laufe der Jahre?

Hin und wieder mal überlegen, ob ich mit meiner Backup-Strategie noch 
zufrieden bin.

> Jedes neue System lässt nach vielen (wenigen) Jahren nicht mehr
> zu, dass alte Systeme weiterhin benutzt werden können...

Wie gesagt, seit Daten und Medium voneinander gelöst sind, sehe ich 
solche Probleme eigentlich nicht mehr.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Md M. schrieb:
> Da bin ich ja mal auf ein konkretes Beispiel gespannt.

Bsp::

Fernglas mit Digitalkamera - "C"

Nr. 67 14 39


Installations-CD vorhanden


Meldung:

Auf das angegebene Gerät bzw. Pfad oder Datei kann nicht
zugegriffen werden. Sie verfügen eventuell nicht über ausreichende
Berechtigung, um auf das Element zugreifen zu können.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Md M. schrieb:
> Mit "Digitalismus" sind doch aber genau die Probleme, die du ansprichst
> gelöst.

Sehe ich nicht so...


 Denn das Problem ist bisher entweder das Speichermedium oder
> aber ein Wald-und-Wiesen-Format, das keiner kennt. Beides kommt (bei
> Otto-Normal-Usern) nicht mehr so häufig vor wie vor ein paar
> Jahrzehnten.

Vor einigen Jahrzehnten war es analog, sprich Tonband,
Schallplatte...


Deine USB-Festplatte wirst du noch ewig auslesen können,
> sofern sie nicht kaputt geht und es wird bestimmt in 50 Jahren noch ein
> Programm geben, das deine MP3s abspielt.

Das bezweifle ich jetzt ganz stark, denn ohne Anpassung an alte
Systeme wird mal gar nichts mehr gehen, und die Industrie wird
auch immer darauf achten, dass es neuere Standards gibt und die
alten können sich dann verpissen...

Autor: Timm T. (Gast)
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Mani W. schrieb:
> Wenn ich jetzt meine Schallplatten her nehme, brauche ich nur
> ein analoges (Plattenspieler) Abspielgerät über "Normal Audio
> Verstärker"

Hm, die 78er Schellackplatten klangen auf dem Plattenspieler mit 33rpm 
schon ziemlich komisch.

Die Tonbänder von meinem Vater paßten schonmal gar nicht in das 
Kassettendeck. Und selbst die eigenen Kasetten klangen auf einem anderen 
Gerät schräg, wenn der Tonkopf etwas verstellt war.

Von meinen alten Kasetten ist nichts mehr übrig, selbst vom Rumliegen 
sind die mies geworden. Darunter auch Sachen, die ich nicht 
wiederbekommen werde.

Und wenn ich meiner Großen die Abenteuerbücher aus meiner Kindheit, noch 
von meinem Vater, in altdeutscher Schrift in die Hand drücke, kann die 
damit auch nichts anfangen.

Also so dolle kombatibel war die analoge Welt auch nicht immer.

Autor: John Drake (drake)
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Habe gerade nachgeschaut. Auf der Synology finde ich nach wie vor die 
Daten, die sich auf der Festplatte meines 386ers befanden:
/Monster/H/D_john/Sicherung_von_C/alt_efghi/C_386/
(Wegen solcher Konstrukte hatte ich diesen Ordner "Monster" genannt)

Meine Kasetten aus dieser Zeit sind schon vor Langem unbrauchbar 
geworden. Mittlerweile könnte ich sie mangels Kasettenspieler auch gar 
nicht mehr abspielen.

Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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Mani W. schrieb:
> Das bezweifle ich jetzt ganz stark, denn ohne Anpassung an alte
> Systeme wird mal gar nichts mehr gehen, und die Industrie wird
> auch immer darauf achten, dass es neuere Standards gibt und die
> alten können sich dann verpissen...

Also nochmal das "Weisse Album" kaufen auf dem dann neusten Standard.
Sämtliche Fotos, Dateien, MP3, .. dann in den neusten Standard 
umwandeln.

Timm T. schrieb:
> Und wenn ich meiner Großen die Abenteuerbücher aus meiner Kindheit, noch
> von meinem Vater, in altdeutscher Schrift in die Hand drücke, kann die
> damit auch nichts anfangen.
>
> Also so dolle kombatibel war die analoge Welt auch nicht immer.

Die alten Bücher in der seltsamen Schrift, bei der das "s" so aussieht 
wie ein f oder t , kann man aber mit etwas Übung lesen.

Das dürfte bei einer 8″ DS - Diskette schwerer sein.

Autor: Sebastian E. (s-engel)
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Mani W. schrieb:
> Was auf Win 95 gelaufen ist, ist auf Win7 scheinbar nicht
> mehr möglich, also entsorgen der Kamera, Mikroskop, etc...
>
> Wenn ich jetzt meine Schallplatten her nehme, brauche ich nur
> ein analoges (Plattenspieler) Abspielgerät über "Normal Audio
> Verstärker"

Der Vergleich hinkt.

Wenn ich eine Schallplatte mit einem alten Plattenspieler hören kann,
kann ich altes PC Hardware mit einem alten PC betreiben.

Aber der Gedanke kommt rüber.
Meinen alten Flachbettscanner konnte ich nur noch mit nem alten XP 
Rechner nutzen. Für Win7 wurden keine Treiber geschrieben.

Wenn man Glück hat und besondere alte Geräte verwenden möchte, gibt es 
Treiber oder Tweaks aus spezialisierten Foren.

Meine alte Logitech Webcam ist dank CCD-Sensor besonders 
Lichtempfindlich und für die Astronomie interessant. Daher gibt es genug 
Anleitungen diese Webcam unter Win7 zu nutzen.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Timm T. schrieb:
> in altdeutscher Schrift

Du meinst Fraktur. "Altdeutsche Schrift" ist was anderes, eine 
tatsächlich annähernd unlesbare Handschrift, die von einer anderen, 
ebenfalls kaum lesbaren Handschrift namens "Sütterlin" abgelöst wurde.

Fraktur lesen können sich sogar Erstklässer selbst beibringen.

Autor: Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)
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Meine Daten liegen seit etwa 30 Jahren auf einem Server, der zuerst ein 
AppleShare-mit-Localtalk-Apparat war (Mac SE mit 40MB Platte) und dann 
auf Linux PCs umgezogen ist, bis es nun ein RAID System mit Samba, 
netatalk etc. auf Debian ist. Seit der Erfindung von iTunes gilt das 
auch für Musik - seit der Erfindung von Streaming TV auch für Filme.
Allerdings reichen da 40MB nicht mehr ganz, im Laufe der Zeit wurden die 
Serverplatten immer grösser.

: Bearbeitet durch User
Autor: soul eye (souleye)
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Mani W. schrieb:

> Wie geht Ihr damit um im Laufe der Jahre?

Meine unter Windows 95 heruntergeladenen mp3-Dateien spielt mein 
Smartphone problemlos ab. Deren 96 kbit/s klingen aber so scheisse dass 
mir die noch älteren Vinylplatten lieber sind.

Die mit der Digitalkamera aus dem Uni-Institut aufgenommenen Fotos zeigt 
mein Core i7 problemlos an. Leider sind die 640x480 Pixel auf dem 
4k-Monitor nur briefmarkengroß. Dabei war es damals das Top-Modell mit 
vollelektronischer Speicherung auf einem Halbleiterchip. Ganz ohne 
Disketten!

Meine Word 2.0 und Acrobat PDF 1.0 - Dokumente lassen sich immer noch 
problemlos öffnen. Mit GeoWorks 2.0 sieht's schlechter aus. CorelDraw 
4.0 und Micrografx Designer 9.0 kennt heute auch keiner mehr, aber das 
läuft wenigstens noch halbwegs unter W7.


Digitaldaten muss man halt regelmäßig migrieren um sie am Leben zu 
halten.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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soul e. schrieb:
> Digitaldaten muss man halt regelmäßig migrieren um sie am Leben zu
> halten.

Ganz genau. DAS ist nämlich der Schlüssel. Darum bringt es auch nichts, 
die Daten auf toten Datenträgern abzulegen und verstauben zu lassen.
Die Daten müssen zugreifbar abliegen, dann ist eine praktisch 
unbegrenzte Sicherung möglich. Weil dann auch die physischen Medien auf 
denen sie lagern regelmäßig erneuert werden können. Eine DVD brennen und 
für 50 Jahre im Schließfach lagern bringt eben wenig.

Autor: Dieter B. (debe)
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Wer sich für Schriften interessiert wird bei Pelikan.com fündig.
Deutsche Schrift z.B.:

https://www.pelikan.com/pulse/vfs-public/Downloads...

Mit etwas rumschmökern auch für Sütterlin und Ausgangschriften.

Autor: Timm T. (Gast)
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Rick M. schrieb:
> Die alten Bücher in der seltsamen Schrift, bei der das "s" so aussieht
> wie ein f oder t , kann man aber mit etwas Übung lesen.
> Das dürfte bei einer 8″ DS - Diskette schwerer sein.

Schallplatten und Kasetten kannst Du auch nicht lesen. Disketten wurden 
üblicherweise nicht dafür gemacht, von Menschen ausgelesen zu werden.

Möglich ist das trotzdem alles, es ist nur eine Frage des technischen 
Aufwandes. Und der steigt mit höherer Datendichte.

Die 78er Schellackplatten hatten 5min Spielzeit pro Seite, das war 
üblicherweise ein Lied. Eine Kasette hatte das 10fache, eine CD das 
20fache. Als MP3 komprimiert bekommst Du 100 Lieder auf eine CD. Und auf 
eine fingernagelgroße Mikro-SD mit 32GByte bekommst Du 5.000 Lieder, das 
wären also 2.500 Schellackplatten.

soul e. schrieb:
> Digitaldaten muss man halt regelmäßig migrieren um sie am Leben zu
> halten.

Nur ist das Migrieren von Digitaldaten deutlich einfacher als bei 
Analogdaten. Meine Gudsde liegt mir auch in den Ohren, ihre alten 
VHS-Märchenfilme mal zu digitalisieren. Ich glaub, ich kauf die lieber 
bei Amazon nochmal neu.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Du meinst Fraktur. "Altdeutsche Schrift" ist was anderes

Fraktur ist neben Schwabacher und anderen eine Unterart der gebrochenen 
Schriften, die als altdeutsche Schriften bezeichnet werden. Sütterlin 
ist eine reine Schreibschrift und kaum in einem Buch zu finden, und nur 
ein kurzes Intermezzo in der deutschen Kurrentschrift, die dann mit der 
Fraktur 1941 verboten wurde.

Rufus Τ. F. schrieb:
> Fraktur lesen können sich sogar Erstklässer selbst beibringen.

Ist nur eine Frage der Mustererkennung. Erstklässler können sich auch 
Spiegelschrift lesen selbst beibringen. Ändert nichts dran, daß diese 
Schriften digital deutlich einfach zu konvertieren sind als analog.

Autor: Md Ma (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)
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Mani W. schrieb:
>> Da bin ich ja mal auf ein konkretes Beispiel gespannt.
>
> Bsp::
>
> Fernglas mit Digitalkamera - "C"
>
> Nr. 67 14 39
>
> Installations-CD vorhanden
>
> Meldung:
>
> Auf das angegebene Gerät bzw. Pfad oder Datei kann nicht
> zugegriffen werden. Sie verfügen eventuell nicht über ausreichende
> Berechtigung, um auf das Element zugreifen zu können.

Weil Windows mit dem Gerät auf Anhieb nichts anfangen kann, stellst du 
das Teil aufs Abstellgleis? Lass es mich so sagen: Dein Problem ist 
nicht dein Fernglas.

Mani W. schrieb:
> Md M. schrieb:
>> Mit "Digitalismus" sind doch aber genau die Probleme, die du ansprichst
>> gelöst.
>
> Sehe ich nicht so...
>
>  Denn das Problem ist bisher entweder das Speichermedium oder
>> aber ein Wald-und-Wiesen-Format, das keiner kennt. Beides kommt (bei
>> Otto-Normal-Usern) nicht mehr so häufig vor wie vor ein paar
>> Jahrzehnten.
>
> Vor einigen Jahrzehnten war es analog, sprich Tonband,
> Schallplatte...

Äh.. ja. Und ich hab geschrieben, dass digital die Lösung für die 
Probleme bei analogen Medien ist, nämlich dass man kein Abspielgerät 
braucht. Worauf willst du hinaus?

> Deine USB-Festplatte wirst du noch ewig auslesen können,
>> sofern sie nicht kaputt geht und es wird bestimmt in 50 Jahren noch ein
>> Programm geben, das deine MP3s abspielt.
>
> Das bezweifle ich jetzt ganz stark, denn ohne Anpassung an alte
> Systeme wird mal gar nichts mehr gehen, und die Industrie wird
> auch immer darauf achten, dass es neuere Standards gibt und die
> alten können sich dann verpissen...

Hä? Verstehe ich nicht. Deine Daten sind doch digital. Du wirst nie 
Probleme haben, deine Daten irgendwo hinzuschieben. Wo und wie du sie 
speicherst ist egal, der Inhalt ist der selbe. Und warum glaubst du, 
dass in 50 Jahren MP3s nicht mehr abspielbar sein sollten? Weil Windows 
5107 SE das nicht können wird? Dann auch hier: Dein Problem ist nicht 
MP3.

: Bearbeitet durch User
Autor: Rick McGlenn (rick-nrw)
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Timm T. schrieb:
> Schallplatten und Kasetten kannst Du auch nicht lesen.

SChallplatten - Drehteller - Nadel an ein Stück Papier kleben und los 
geht es.
Qualität - unterirdisch - ich kann die aber hören.

https://de.wikipedia.org/wiki/Voyager_Golden_Record

Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Unser Zeitalter wird mal als die dunkle Zeit im Zeitstrahl der 
Geschichte eingehen weil nichts bleibendes ausser Plastik im Meer und 
Atommüll übrig bleibt. Alle Speichermedien sind verfallen, Ausdrucke 
oder höherwertiges gibts nicht mehr.
Schaut euch nur die Magnetbänderaufzeichnungen aus den 70ern an, Rudi 
Carell und so weiter. Das Fernsehen betreibt sicher einen hohen Aufwand 
um die alten Kassetten nicht verfaulen zu lassen, die Qualität ist 
dennoch grottig.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Md M. schrieb:
> Weil Windows mit dem Gerät auf Anhieb nichts anfangen kann, stellst du
> das Teil aufs Abstellgleis?

Habe das Gerät noch immer, werde es auch nicht entsorgen, darum frage
ich ja hier nach...


Bin eben ein Analog-Fuzzi...

Autor: Md Ma (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)
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Mani W. schrieb:
> Habe das Gerät noch immer, werde es auch nicht entsorgen, darum frage
> ich ja hier nach...

Falls du ein Linux zur Hand hast (Live-System o.ä.), mal anschließen und 
gucken, ob dmesg was ausgibt. Würde mich auch nicht wundern, wenn du 
einfach auf dein Teil zugreifen kannst, ohne was machen zu müssen.

Mani W. schrieb:
> Bin eben ein Analog-Fuzzi...

Du gönnst dir aber auch echt garnichts :)

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Wer sagt denn, dass das alte Zeug garantiert nicht mehr lesbar ist? Ich 
habe kürzlich einen heftig vergilbten Big-Tower im AT-Format mit 
Turbotaste in die Finger bekommen, verbunden mit der Frage: Ist da noch 
was drauf?

Vorsichtig angeschaltet, keine Rauchzeichen aus dem Netzteil und es 
bootete sauber ein lauffähiges Windows 3.11. Und die Nutzdaten waren 
problemlos lesbar...

Ich weiß, eine statistische Basis von n=1 ist nicht aussagefähig, aber 
ich war positiv überrascht.

Autor: Timm T. (Gast)
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Matthias L. schrieb:
> Vorsichtig angeschaltet, keine Rauchzeichen aus dem Netzteil und es
> bootete sauber ein lauffähiges Windows 3.11. Und die Nutzdaten waren
> problemlos lesbar...

Alternativ hättest Du auch die Festplatte in einen anderen Rechner 
hängen können und die Daten auslesen. Der Rechner hätte sich nur 
gewundert, wieso die Festplatte so klein ist.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Natürlich. Aber der Nostalgie-Effekt des laufenden 3.11 war auch nicht 
schlecht. Die Kiste fühlte sich auch gar nicht mal langsam an...

Autor: Md Ma (Firma: Potilatormanufaktur) (mdma)
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Matthias L. schrieb:
> Die Kiste fühlte sich auch gar nicht mal langsam an...

Wenn da mal nicht die Turbotaste gedrückt war.

Autor: A. D. (egsler)
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Komisch, kaum setzt man nicht auf aufgeblähten Mist, der künstlich alles 
verlangsamt, ist sogar ein 20 Jahre alter Rechner noch flink unterwegs. 
Wer hätte es gedacht...

Autor: Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)
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Auf meinem 386DX40 mit Tseng ET4000 war Doom richtig flott!

Autor: Wolfgang Erbes (Firma: janeeisklar) (whattheheck)
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Mani W. schrieb:
> Wenn ich jetzt meine Schallplatten her nehme, brauche ich nur
> ein analoges (Plattenspieler) Abspielgerät über "Normal Audio
> Verstärker"
>
> Bei Digitalismus ist aber nach einigen Jahren Schluss,
> außer es wurde rechtzeitig konvertiert in das neue System...

Also ich kann immer noch meine alten USB-Sticks und CF-Cards lesen, und 
die haben fast 20 Jahre auf dem Buckel.

Keine Ahnung, was du mit "Normal Audio Verstärker" konkret meinst. Für 
einen Plattenspieler benötgt man einen Phono-Eingang am Verstärker - hat 
auch nicht mehr jeder.

Mani W. schrieb:
> Bin eben ein Analog-Fuzzi...

Da wundert es nicht, wenn für dich Digitaltechnik "Digitalismus" ist.

Autor: Richard H. (richard_h27)
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Julian S. schrieb:
> Komisch, kaum setzt man nicht auf aufgeblähten Mist, der künstlich alles
> verlangsamt, ist sogar ein 20 Jahre alter Rechner noch flink unterwegs.
> Wer hätte es gedacht...

Niklaus Wirth: Die Software wird schneller langsamer, als die Hardware 
schneller wird.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Matthias L. schrieb:
> Die Kiste fühlte sich auch gar nicht mal langsam an...

Nichts tun geht nunmal schnell.
Meine Erinnerungen an W3.11 sind nicht so dolle. Man konnte damit 
Solitär spielen, vielmehr aber auch nicht.
Das erste brauchbare war Windows-NT.

Autor: Martin L. (maveric00)
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Hallo,

Timm T. schrieb:
> Alternativ hättest Du auch die Festplatte in einen anderen Rechner
> hängen können und die Daten auslesen.

hm, ja... bei einer ST506-Schnittstelle an der Platte könnte schwierig 
werden, einen MFM- oder RLL-Controller zu finden, der mit den heute 
gängigen Bussystemen kompatibel ist. Wenn es schon PATA gewesen sein 
sollte, dann besteht zumindest die Chance, noch ein PATA auf USB-Adapter 
zu finden.

Stimmt schon, digitale Daten sollte man regelmäßig migrieren, sonst sind 
sie zwar noch erhalten, aber eben leider nicht mehr einfach lesbar.

Analoge Daten lassen sich dafür in der Regel nicht mehr als 2 bis 3 mal 
migrieren, bevor die Qualität zu schlecht wird. Und hier ist Papier mit 
100 bis 500 Jahren Verweildauer die langfristigste Option, die üblichen 
Medien für Massendaten (Fotos, Video, Ton) liegen normalerweise bei 
deutlich unter 100 Jahren, bevor die Qualität zu schlecht wird und 
migriert werden muss. Und damit sind die üblichen analogen Daten auch 
nach 200 bis 300 Jahren zum größten Teil verloren.

Schöne Grüße,
Martin

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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soul e. schrieb:
> Digitaldaten muss man halt regelmäßig migrieren um sie am Leben zu
> halten.

und trotzdem trötet es stets und ständig von überall her:

Die Welt wächst zusammen(...)
Standards... Globalisierung etcpp.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Martin L. schrieb:
> Stimmt schon, digitale Daten sollte man regelmäßig migrieren,...

Martin L. schrieb:
> Analoge Daten lassen sich dafür in der Regel nicht mehr als 2 bis 3 mal
> migrieren,...

Martin L. schrieb:
> bevor die Qualität zu schlecht wird und
> migriert werden muss...

Jetzt weiß ich, daß der schöne Begriff "Migrationshintergrund" aus der 
EDV stammt. Man lernt nicht aus...

MfG Paul

Autor: Stephan W. (swal)
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Dass man Schallplatten heute noch halbwegs sinnvoll abspielen kann, 
liegt aber auch nur daran, dass es immer noch ausreichend Interesse 
daran gibt, so dass man auch heute noch in den Laden gehen und einen 
neuen Plattenspieler erstehen kann. Bei vielen anderen Technologien ist 
das nicht mehr der Fall. Versuch doch heute nochmal jemand ein Tefifon 
in die Finger zu bekommen. Oder einen Wire Recorder. Das ist ganz sicher 
auch nicht einfacher als eine Festplatte mit ST506-Schnittstelle 
auszulesen.

Und das Argument, eine Schallplatte mit Nadel und Drehteller abspielen 
zu können, möchte ich so nicht akzeptieren. Klar kann man da etwas 
hören, ab es ist ganz sicher nicht das, was der Hersteller des Mediums 
uns hören lassen wollte. Da würde ich eher noch das Betrachten alter S/W 
Fotos in den Ring werfen - oder halt Hölenmalereien. Wollen wir uns 
wieder dahin entwickeln?

Autor: Peter Dannegger (peda)
Datum:

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Ich möchte es nicht mehr missen, daß man seinen gesamten Schrunz bequem 
auf eine einzige HDD ablegen kann. Und 2 oder 3 Backups persönlich 
wichtiger Daten sind damit auch spottbillig und platzsparend.

Nie wieder gewellte oder zerkratzte Schallplatten.
Nie wieder leiernde Kassetten oder Bandsalat
Nie wieder zerknitterte Dokumente mit Kaffee- oder Fettflecken.
Nie wieder durch Kratzer oder Sonnenlicht unlesbare CDs.
Nie wieder nicht wohin wissen mit den vielen Kilos und Regalmetern an 
Papier und sonstigen altmodischen Datenträgern.

Natürlich gab es zu Anfang PC-Geräte, die nicht sonderlich kompatibel 
waren. Aber seit USB und FAT32 läufts doch schon recht lange 
zuverlässig.
Bei Schallplatten und Tonbändern hat es sogar wesentlich länger 
gedauert, ehe sich einheitliche Normen durchsetzen konnten und die 
Tonträger auch auf Geräten der Konkurrenz abspielbar waren.
Dann gab es noch einige Treppenwitze, wie Beta, Video 2000, Bildplatte, 
Minidisk, die kurz auftauchten und gleich wieder verschwanden.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Stephan W. schrieb:

> oder halt Höhlenmalereien. Wollen wir uns
> wieder dahin entwickeln?

dann hätte ich meine Lebenserwartung längst überschritten...

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
Datum:

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Oh, da habe ich wohl ein paar Humorbefreiten auf die Zehen getreten?!
Beitrag "Re: CD, Sticks und Co"

Na sowas aber auch...

Da sollte ich doch wohl um Verzeihung bitten. Sollte. Mache ich aber 
nicht.

MfG Paul

Autor: H-G Sch (haenschen)
Datum:

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Ich sehe evtl. ein Problem das in Zukunft aufkommen könnte:

Alle Medien sind perfekt überwach- und manipulierbar, da vernetzt oder 
gar gleich in der Cloud gespeichert.


Wenn man Pech hat und jemand da oben einem nicht zugetan ist hat man 
verschissen :-)

Ganz zu schweigen von Verarschungen, die können aber auch schon in 
jetzigen Medien drin sein - ich denke da nur an absichtliche 
Datenfehler, unterschwelliger Kram etc.



Aber keine Sorge: der Ultradumme aka der perfekte Zukunftsmensch wird 
damit keine Probleme haben  ...

Autor: Sni Ti (sniti)
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Mani W. schrieb:
> Bei Digitalismus ist aber nach einigen Jahren Schluss,
> außer es wurde rechtzeitig konvertiert in das neue System...

Noch mal zurück zu der Anfangsbehauptung; welche (verbreiteten) 
Datenformate werden denn nicht mehr unterstützt? Codecs kosten jetzt 
nicht viel Speicherplatz und der wird eh immer billiger, warum also 
Support entfernen?

Mit aktuellen

-Bildbearbeitungsprogrammen
-Office-Versionen
-Multimedia-Programmen

lassen sich nahezu alle

- Bilder (einschl. Rohdaten) jeglicher Kameras
- Textdokumente
- Video/ Audiodateien

öffnen/bearbeiten/abspielen.

Ausgenommen sind ein paar Standards, die aufgrund von Lizenzproblemen eh 
nie verbreitet waren. Nutzt hier irgendwer JPEG2000?

Im Linuxkernel sind dann zusätzlich noch Treiber für Hardware aus den 
80ern enthalten. Da läuft dann auch noch vergilbte Museumshardware.

Autor: Sni Ti (sniti)
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Noch als Ergänzung; Eine VM mit Windows 95/98/xP/7/.. ist in weniger als 
einer Stunde aufgesetzt. Da lässt sich dann wirklich jede alte 
Gammelsoftware auf aktuelle Systeme migrieren. Der Punkt der 
Inkompatibilität fällt also selbst unter Windows weg.

Autor: Paul Ahner (wandkletterer)
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Benutzt OpenSource Programme mit offenen Dateiformaten. Das macht es 
vielleicht nicht einfacher Uraltsoftware zum laufen zu bekommen, aber 
ihr könnt im Notfall Schnittstellen für die Daten selber bauen.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Sni T. schrieb:
> Noch als Ergänzung; Eine VM mit Windows 95/98/xP/7/.. ist in weniger als
> einer Stunde aufgesetzt. Da lässt sich dann wirklich jede alte
> Gammelsoftware auf aktuelle Systeme migrieren. Der Punkt der
> Inkompatibilität fällt also selbst unter Windows weg.

Auch wenn ich oben etwas über überraschende Haltbarkeit von 
Systeminstallationen geschrieben habe, habe ich trotzdem schon mal 
digitale Medien verloren, auch wenn sie nicht weg sind. Paradox? Jein:

Ich hab' seinerzeit auf dem C64 einige Dokumente geschrieben, die ich 
ganz gerne behalten möchte, u.a. die mit einem Freund und 
Studienkollegen zusammen verfasste Diplomarbeit. Die ist ein paar Jahre 
älter als Win 3.11... Sie liegt auf einer 5 1/4"-Diskette vor, auf der 
auch brav das Textprogramm mit drauf ist. Die Diskette habe ich vor ein 
paar Jahren mal auf den PC retten können. Und C64-Emulatoren gibt's ja 
auch. Also - kein Probem?

Au contraire. Also, das Textprogramm startet im Emulator und die 
Textdokumente lassen sich auch laden und erscheinen auf dem Bildschirm 
wie damals. Toll. Ich kann das Programm aber nicht mehr bedienen! Damals 
lief Alles über Hotkeys, mangels Maus gab's nichts anzuklicken und die 
Bedienung war alles andere als selbsterklärend. Aber selbst wenn ich 
damit noch umgehen könnte, die in den Text eingebetteten Steuerzeichen 
sind nicht mehr interpretierbar, weil sie auf den verwendeten Drucker 
abgestimmt waren - und den ollen 9-Nadler gibt's nun wirklich nicht 
mehr.

Also - die Daten sond komplett erhalten, aber sie nützen mir nichts. Und 
bevor ich die so umbastle, dass z.B. Word etwas damit anfangen kann, 
scanne ich lieber die Papierversion wieder ein und lasse eine OCR 
drüberlaufen - geht schneller. Papier schlägt (alte) Daten...

Paul A. schrieb:
> Benutzt OpenSource Programme mit offenen Dateiformaten.

Für die Zukunft sicher eine gute Idee - aber für den Umgang mit den 
Jugendsünden hilft das nicht, deren Format liegt ja fest.

Autor: Sni Ti (sniti)
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Matthias L. schrieb:
> Aber selbst wenn ich
> damit noch umgehen könnte, die in den Text eingebetteten Steuerzeichen
> sind nicht mehr interpretierbar, weil sie auf den verwendeten Drucker
> abgestimmt waren - und den ollen 9-Nadler gibt's nun wirklich nicht
> mehr.

OK, das ist tatsächlich ein recht spezieller Fall ;-) Aber;

Matthias L. schrieb:
> Paul A. schrieb:
>> Benutzt OpenSource Programme mit offenen Dateiformaten.
>
> Für die Zukunft sicher eine gute Idee - aber für den Umgang mit den
> Jugendsünden hilft das nicht, deren Format liegt ja fest.

hätte geholfen, mindestens Tex, wenn nicht sogar LaTeX, gab's schon vor 
dem C64.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Diplomarbeit auf dem C64?

also soweit wie ich die Kisten noch kenne,
gab es ja im selben Hause Commodore
auch damals schon Inkompatibilitäten.
Software vom Plus4 (damit hatte ich angefangen)
lief auf dem C64 nur bedingt.

Heute dürften dank der "Durchdringung" die Standards
wohl doch etwas haltbarer sein...

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Sni T. schrieb:
> mindestens Tex, wenn nicht sogar LaTeX, gab's schon vor
> dem C64.

Vor dem C64 ist nicht AUF dem C64. Und auf dem Großrechner bekam man 
seinerzeit noch Terminal- und Rechenzeit zugeteilt, da haben wir 
deutlich lieber zu Hause geschrieben, und auf welchem Heimcomuter in den 
80ern lief denn Tex oder LaTeX?

● J-A V. schrieb:
> Diplomarbeit auf dem C64?

Warum nicht? Die Mehrzahl der Kommilitonen hat noch auf der 
Schreibmaschine getippt oder tippen lassen...

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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dann war das aber wenigstens gleich auf absturzsicherem Papier ;)

-'ne Zeitersparnis war das mit dem 64er bestimmt auch nicht.

Autor: John Drake (drake)
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● J-A V. schrieb:
>
> -'ne Zeitersparnis war das mit dem 64er bestimmt auch nicht.

Du hast dich auf der mechanischen Schreibmaschine nie vertippt? Respekt.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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tüllich.
aber Nadelausdrucke sehen ja nun auch nicht gerade gut aus.
Ich hab damals Bewerbungen auf einer Schreibmaschine geklöddert.

der 64 war ja nun aber auch nicht sofort zum Drucken fähig,
was gabs da nicht alles für Befehle und bis das alles "saß"...

Autor: John Drake (drake)
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Ist jetzt schon so lange her, dass ich keine Details mehr weiss. Aber 
mit dem richtigen Programm war es möglich, recht gute Ausdrucke aus dem 
Citizen 120D herauszubekommen (gut nach damaligem Standard natürlich).

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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ja es gab damals GEOS als Betriebssystem.
Das hatte ich aber nie, habs nur ein paar mal beim Kumpel gesehen.

damit mags wohl überhaupt erst vernünftig gefunzt haben.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Nein, GEOS war für mich eine interessante Spielerei, aber nicht mehr...
Warum soll den mit Oberflächen, auf denen es nix zu klicken gibt, nicht 
gearbeitet werden können? Linux-User schwören auf ihre Konsole, DOS hat 
auch jahrelang ausgereicht - für durchaus ernsthafte Anwendungen.

Schreibmaschine war für uns ein No-Go. Beim Umformulieren eines Absatzes 
die ganze Seite neu tippen? Beim Vertippen auch? Never ever.

Ja, die Drucker waren ein Problem, die Schreibmaschinen aber auch. 
Einige Kommilitonen hatten Schreibmaschinen-fähige Freundinnen, die die 
Diplomarbeiten getippt haben - es sind in der Zeit aber auch ein paar 
Beziehungen in die Brüche gegangen...

Wir hatten keine tippfreudigen Freundinnen und waren selbst auch nicht 
soooo sicher auf der Tastatur, also wollten wir auf einem Rechner 
schreiben. Die VAX in der FH wäre eine Möglichkeit gewesen, aber die 
Terminal- und Rechenzeitquota waren störend. Und der Zeilendrucker 
machte auch keine repräsentativen Ausdrucke. Und die Matrixdrucker dort 
auch nicht.

Zuhause hingegen hatte ich zwar auch nur einen 9-Nadler, aber der konnte 
mit einem Zusatz zum C64-Textprogramm die Zeilen als Grafik ausgeben - 
in voller Druckerauflösung, und da passten in beiden Dimensionen zwei 
zusätzliche Pünktchen zwischen die regulären Punkte. Doch, das sah gut 
aus, Proportionalschriften gab's dafür auch und die sogar im Blocksatz. 
Der Nachteil war die Rechenzeit für die Text-Grafikwandlung, eine gute 
halbe Stunde musste man für den Ausdruck einer Seite schon einplanen.

Autor: John Drake (drake)
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Nein Geos wars definitv nicht. Ich habe leider keine Zeit den C64 aus 
dem Keller zu holen und zu reaktivieren (obwohl, jucken täts mich 
schon). Es war ein dezidiertes Textverarbeitungsprogramm.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Ich hatte Vizawrite...

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Matthias L. schrieb:
> Ich hatte Vizawrite...

Wünsche gute Genesung.

Autor: Matthias L. (limbachnet)
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Ist ja schon wieder weg...

Später gab's noch "Printfox". Der konnte immerhin schon eine grafische 
Voransicht - einer halben Seite, mehr passte in 64 kB RAM nun mal nicht 
'rein. Der rechnete in einfacher 9-Nadler-Auflösung und interpolierte 
direkt beim Ausdruck in beiden Dimensionen jeweils einen Punkt 
dazwischen. Ich hab' dessen Druckroutinen für mich noch umgeschrieben, 
damit jeweils zwei Punkte interpoliert werden. Damals war's, Geschichten 
aus dem alten Berlin...

Heute hat der Laserdrucker 60 Seiten pro Minute 'raus, und was da im 
Hintergrund alles abläuft, will man eigentlich gar nicht so genau 
wissen. Manchmal ist der Fortschritt schon ganz praktisch. ;-)

Autor: Axel Schwenke (a-za-z0-9)
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Mani W. schrieb:
> Wir leben ja seit langem in der "digitalen Welt", digitalisieren
> unsere Photos, Filme, Dias, usw...

Ja ...

> Ändert sich das System und man achtet nicht darauf, ist es meist
> unmöglich, darauf zuzugreifen...

Auf was zugreifen?

> Was auf Win 95 gelaufen ist, ist auf Win7 scheinbar nicht
> mehr möglich, also entsorgen der Kamera, Mikroskop, etc...

> Bei Digitalismus ist aber nach einigen Jahren Schluss,
> außer es wurde rechtzeitig konvertiert in das neue System...

Geht es dir jetzt um Hardware oder um Daten? Hardware veraltet selbst- 
verständlich. Das Treibergedöhns bei Windows ist zwar in der Tat noch 
einmal ein Punkt oben drauf, den man bei z.B. Linux nicht hat - für was 
es da einmal einen Treiber gibt, für das gibt es immer einen Treiber - 
aber spätestens wenn es keinen SCSI-Controller mehr gibt, der in ein 
aktuelles Board paßt, ist Essig mit SCSI-Laufwerken und den zugehörigen 
Medien. Hardware hat also ein gewissermaßen eingebautes Verfallsdatum.

Bei Daten gehe ich aber nicht mit. Da hat man es selber in der Hand, 
daß man ein standardisiertes Datenformat verwendet und im Fall der Fälle 
(was auf ca. "einmal in einem Menschenalter" hinauslaufen dürfte) in ein 
neues Format konvertiert.

Jedenfalls sind alle JPEG Bilder und PDF Dateien die ich jemals 
archiviert habe, mit aktueller Software noch genauso nutzbar wie damals 
als ich sie erstellt habe. Dito Textdokumente mit LaTeX Markup, C 
Quellcode etc. Viele archaische Formate sind einfach nur angereicherte 
Textdokumente. Vizawrite z.B. ist ein Stream von CBM Bildschirmcodes, 
das kann man mit einem simplen Perl-Script nach ASCII konvertieren 
(abzüglich ein bißchen Formatierung).

> Wie geht Ihr damit um im Laufe der Jahre?

Ich speichere Daten bevorzugt in komplett dokumentierten und 
standardisierten Datenformaten, die von möglichst vielen Programmen 
gelesen/geschrieben werden können. Alle 3-5 Jahre sind die Platten in 
meinem Server ohnehin EOL. Dann kommt die nächste Plattengeneration rein 
(was auch gleich zu der regelmäßig erforderlichen Vergrößerung des 
Speicherplatzes führt) und die Daten werden kopiert. Fertig.

Datenformate mußte ich bis jetzt nicht konvertieren. Ich habe vor 
einigen Jahren mal überlegt, ob ich paar AMI-Pro und Word für Windows 
Dokumente (Jugendsünden ;) mit z.B. OpenOffice konvertieren sollte, habe 
mich dann aber dagegen entschieden. Die damals schon angefertigten 
PostScript- bzw. PDF-Versionen der Dokumente sind für meinen Bedarf 
ausreichend, denn ändern will ich die sicher nie mehr.

Autor: ● J-A VdH ● (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite
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Matthias L. schrieb:
> Heute hat der Laserdrucker 60 Seiten pro Minute 'raus, und was da im
> Hintergrund alles abläuft, will man eigentlich gar nicht so genau
> wissen.

Kopierer legen das kopierte gerne als Datei
in einer eingebauten Festplatte ab.
-Gab doch mal 'ne Story eines Anwalts,
der beim Verkauf seines Kopierers beruflich drüber gestolpert ist.

wie siehts bei "Gross-Druckern" aus,
gibts da mittlerweile ähnliches?

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