Grengou schrieb:
> wollte fragen ob jemand da einen passenden kennt, sonst würde mir nichts
> anderes übrig bleiben wie die zu drehen.
Kontrollier erst einmal anhand der Leiterbahnen auf der Platine, ob
tatsächlich der falsche Footprint verwendet wurde.
Ich meine, dass ich vor vielen Jahren mal etwas von einem derartigen
Fehler in einem Designprogramm (Eagle?) gelesen habe.
Iirc war Motorola nicht ganz unschuldig daran, weil die die
Transistoranschlüsse anders nummerierten als der Rest der Welt.
Wenn man das dann mit einem Standard SOT-23 verquickt, ist das Unheil
vorprogrammiert.
Wenn es wirklich so ist wie du schreibst, wird dir nichts anderes überig
bleiben als mit Zange und Pinzette die Beinchen so zu verbiegen, dass du
den Transistor über Kopf montieren kannst.
Falls ein Transistor dabei zerbricht, ist das auch nicht schlimm, denn
die Teile kosten ja kaum etwas.
Gelegentlich gab es auch Spezialanfertigungen, die der Hersteller
absichtlich spiegelverkehrt ins Gehäuse montiert hat. Die hatten oft den
Buchstaben R hinter der normalen Bezeichnung, aber es lohnt sich nicht
danach zu suchen. Das ist vertrödelte Zeit.
Wenn du die Beinchen (vor allem bei B und E) umbiegst, dann versuche
möglichst keine mechanischen Spannungen in das Kunststoffgehäuse
einzuleiten, denn dadurch könnten die feinen Bonddrähtchen im Innern
reissen.
Beim C ist das Biegen weniger kritisch, weil da kein feines Drähtchen
existiert, sondern der Kristall auf das Metall des Anschlusses
aufgelötet ist.
Auf jeden Fall solltest du nach dieser Operation mit der
Diodentestfunktion des Multimeters nachsehen, ob du die B-E- und die
B-C-Diode noch nachweisen kannst.