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Forum: Offtopic Prototype - Produkt


Autor: Matthias P. (wahnberger)
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Hallo zusammen :)

Mich interessiert folgendes und ich hoffe dass mir hier jemand eine Info 
geben kann. Es gibt ja mittlerweile Unmengen an brauchbaren Developer 
Boards, die sich hervorragend zum "Prototyping" eignen.

Wenn man am Ende ein Produkt daraus machen will, muss man ja jemanden 
finden, der aus dem Developer-Boards ein Produkt "baut". Soweit ich 
recherchiert habe, kann man da zT mit den Unternehmen über 
Serienfertigungen sprechen, die die Develkits verkaufen. Das ist auch 
soweit klar und vermittelbar. Aber wie laeuft das mit der Software? 
Übernimmt ein solcher Hersteller auch das flashen mit einer Software, 
die man selbst zur Verfügung stellt?


Danke für Eure Inputs :)

Autor: Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)
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Gegen Geld machen die das, ja... Viele Prozessorhersteller liefern auch 
vorprogrammierte Prozessoren gegen Bezahlung. Ist stark 
Stückzahlabhängig!

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Matthias Pfeifer (wahnberger)

>geben kann. Es gibt ja mittlerweile Unmengen an brauchbaren Developer
>Boards, die sich hervorragend zum "Prototyping" eignen.

Wozu die Anführungszeichen? Das ist genau der Zweck dieser Boards.

>Wenn man am Ende ein Produkt daraus machen will, muss man ja jemanden
>finden, der aus dem Developer-Boards ein Produkt "baut".

Nennt sich Entwickler bzw. Ingenieurbüro. Diese Dienstleistung bieten 
viele Firmen an.

> Soweit ich
>recherchiert habe, kann man da zT mit den Unternehmen über
>Serienfertigungen sprechen, die die Develkits verkaufen.

Jain. Zwar haben viele dieser Firmen eine Entwicklungsabteilung, die das 
machen kann.

> Das ist auch
>soweit klar und vermittelbar. Aber wie laeuft das mit der Software?
>Übernimmt ein solcher Hersteller auch das flashen mit einer Software,
>die man selbst zur Verfügung stellt?

Das Flashen der Software ist das allerkleinste Problem, das macht der 
Hersteller deiner Boards. Das ist im Normalfall NICHT die 
Entwicklerfirma, sondern ein Auftragsfertiger, also eine Firma, die nur 
auf die Produktion spezialisiert ist.

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Matthias P. schrieb:
> Hallo zusammen :)
>
> Mich interessiert folgendes und ich hoffe dass mir hier jemand eine Info
> geben kann. Es gibt ja mittlerweile Unmengen an brauchbaren Developer
> Boards, die sich hervorragend zum "Prototyping" eignen.

Ja nur hört dann DEINE Arbeit leider noch nicht auf. Es wäre blauäugig 
zu denken, dass du eine Applikation auf einem DevBoards baust und dann 
ab damit zum Dienstleister und der stellt dir ein fertiges Produkt hin.

Natürlich geht das, aber damit lagerst du einen Großteil der 
eigentlichen Entwicklung aus, mit entsprechenden Kosten.

Zum Kern des Produkts gehört immer auch die Platine sowie andere 
wichtige Betrachtungen: Die Anschlüsse, deren Anordnung, Kühlung, 
Abstände, Strombelastbarkeit usw.

Das ist nichts was man als reines Doing mal schnell weg gibt. Man lagert 
den Kern der Entwicklung damit aus.

Daran siehst du auch, dass sich eben DevBoards nur mäßig eignen, ein 
echtes Produkt herzustellen. Denn der unerfahrene Anwender hackt da 
schnell eine Anwendung zusammen und hat dann riesen Probleme das Ding 
unabhängig von seinem DevBoards zu betreiben.

Der Profi nutzt so was gar nicht um ein Produkt zu entwickeln, sondern 
um Features und Brauchbarkeit z.B. eines Controller auszutesten. Und 
vielleicht noch für eine gewisse Vorentwicklung darauf. Aber man muss 
eher früher als später auf die echte HW umsteigen. Und das machen 
unerfahrene Leute wie du ja dann praktisch gar nicht.

: Bearbeitet durch User
Autor: Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)
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Development Boards sind in 99% der Fälle nicht EMV-tauglich!

Autor: Matthias P. (wahnberger)
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Cyblord -. schrieb:
> Ja nur hört dann DEINE Arbeit leider noch nicht auf. Es wäre blauäugig
> zu denken, dass du eine Applikation auf einem DevBoards baust und dann
> ab damit zum Dienstleister und der stellt dir ein fertiges Produkt hin.

Das ist mir klar. MEINE Arbeit besteht auch darin ein System zu 
entwickeln, wobei ein IoT Device nur einen kleinen Teil ausmacht. Aber 
um das Gesamtsystem greifbar zu erklären, habe ich einen PoC mit einem 
NodeMcu Lua ESP8266 Develkit zusammengedengelt. Und das Gerät tut jetzt 
das, was das Endprodukt am Ende auch tun soll.

Wenn ich also nun weiss, dass es funktioniert, würde ich Leute 
hinzuziehen, die in diesem speziellen Bereich das nötige mitbringen.

Als da wären auf der Basis der Vorlage ein solches Gerät zu bauen. Das 
bedeutet Platine, Stromversorgung und die nötigen Bauteile. Kennt hier 
jemand europäische/deutsche Unternehmen, die solche Aufträge annehmen 
und die auch für das Endergebnis anständige Dokumentation liefern? 
Vielleicht kann sogar jemand eine direkte Empfehlung geben oder selbst 
anbieten.
Generell hätte ich da noch viele Fragen, zb ob das ESP8266 überhaupt für 
größere Produktionen taugt (Langlebigkeit, Robustheit, Energieverbrauch 
etc.) oder ob man da komplett andere Wege gehen sollte.

Für die Software würde ich einen erfahrenen Programmierer von 
Mikrocontrollern beauftragen, die Software nach Anforderung zu 
erstellen.

Nach Preisen zu fragen macht vermutlich keinen Sinn. Wenn ich mich da 
irre, würde ich mich über grobe Hausnummern freuen.



>Der Profi nutzt so was gar nicht um ein Produkt zu entwickeln, sondern
>um Features und Brauchbarkeit z.B. eines Controller auszutesten. Und
>vielleicht noch für eine gewisse Vorentwicklung darauf. Aber man muss
>eher früher als später auf die echte HW umsteigen. Und das machen
>unerfahrene Leute wie du ja dann praktisch gar nicht.

Das leuchtet ein. Deswegen frage ich ja nach den korrekten Prozessen.

Autor: Lars R. (lrs)
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b2c,
b2b oder
oem (letztlich auch b2b)?

Aus der b2c-Elektronikentwicklung und auch aus dem Verkauf ziehen sich 
selbst die ganz Großen seit Jahren in Deutschland immer weiter zurück. 
Das Problem ist, dass die Aufwände zur Erfüllung aller Vorschriften 
derart hoch sind, dass nur eine Umlegung auf hohe Stückzahlen (oder ein 
hochpreisiger Verkaufspreis) Rentabilität verspricht. B2C bedeutet 
meistens auch: Ein Stück (oder wenige Stück) pro Kunde. Das ist auch 
schlecht: Versandkosten, Garantieabwicklung, Rücksendung, usw.

Falls es sich um B2C handelt, so ist die Frage: Wie bekommst Du das 
überhaupt verkauft.

Die Frage beschäftigt mich schon lang (für b2c und auch b2b). Die 
Gesellschaftsform (Freiberufler, 
Personengesellschaft,Kapitalgesellschaft) ist nur ein Aspekt. Ich 
glaube, Lösungen gibt es, aber die meisten, die hier im Forum schreiben 
und in diesem Bereich selbständig tätig sind, machen letztlich nur OEM, 
dh. Zuarbeit bei der Entwicklung. Dh, sie treten gar nicht aus 
Inverkehrbringer auf.

Autor: Jens Martin (jens-martin)
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Matthias P. schrieb:
> Wenn man am Ende ein Produkt daraus machen will, muss man ja jemanden
> finden, der aus dem Developer-Boards ein Produkt "baut"

Das kann jedes Ing. Büro in diesem Bereich. Such dir eines in deiner 
Nähe und schau auf die Referenzen. Aber rechne mit 5 stelligen Summen.

Das größte Problem ist m.E. die feudalstaatliche Überregulierung. Du 
hast es de facto mit einem kafkaesken Vorschriftenwirrwar in allen 
Bereichen (Produktion, Umwelt-, Verbrauch, Emissionsschutz, Entsorgung, 
Batterien und Verpackung ) sowie glatter Selbstjustiz zur 
Selbstbereicherung des juristischen Sektors zu tun (sog. Abmahnunwesen).

Nur zwei DaDaismen zum googlen: Containerverlosung und 
"EU-Online-Schlichtungs-Plattform"

Das wird dann europaweit mit einem Wirrwar an Vorschriften 
(Harmonisierung gilt immer nur dann wenn einer der Feudalherren davon 
profitiert) und z.B. in jedem Land unterschiedlichen Patentlagen 
multipliziert.

Wenn du dir das antun willst, bitte. Besser ist du machst ne Bude in 
China auf. Da wird es nur schwierig wenn du im Land verkaufen willst, 
aber bei Export kannst du fast alles machen was du willst.

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias P. (wahnberger)
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>b2c,
>b2b oder
>oem (letztlich auch b2b)?

B2C wäre es.

Das Device würde der Kunde nahezu kostenlos bekommen.
Wie schon angedeutet, ist das IoT Device nur ein Bestandteil eines 
größeren Systems. Der Kunde zahlt für eine dauerhaft laufende 
Dienstleistung.
Wenn das Device am Ende im EK im Bereich 20 USD liegt, ist das völlig 
OK, weil sich das über das Gesamtprodukt innerhalb 6 Monte amortisiert.
Es geht also nicht darum ein solches Device als (alleiniges) Produkt 
marktfähig zu machen.

>Das größte Problem ist m.E. die feudalstaatliche Überregulierung. Du
>hast es de facto mit einem kafkaesken Vorschriftenwirrwar in allen
>Bereichen (Produktion, Umwelt-, Verbrauch, Emissionsschutz, Entsorgung,
>Batterien und Verpackung ) sowie glatter Selbstjustiz zur
>Selbstbereicherung des juristischen Sektors zu tun (sog. Abmahnunwesen).

Das sind wichtige Punkte, die aber meinen Part nicht betreffen - damit 
dürfen sich dann Juristen beschäftigen. Aber der Hinweis ist wichtig und 
das werde ich als "should look at" mit abliefern.

Autor: Lars R. (lrs)
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Matthias P. schrieb:

> B2C wäre es.
>
> Das Device würde der Kunde nahezu kostenlos bekommen.

egal.

> Wie schon angedeutet, ist das IoT Device nur ein Bestandteil eines
> größeren Systems.

Mit cloud. egal.

> Der Kunde zahlt für eine dauerhaft laufende
> Dienstleistung.

Product as a service. egal.

> Wenn das Device am Ende im EK im Bereich 20 USD liegt, ist das völlig
> OK, weil sich das über das Gesamtprodukt innerhalb 6 Monte amortisiert.

amortisiert sich oder nicht. abgesehen von FA: egal. Ob am Ende etwas 
übrig bleibt oder nicht, war bisher hier gar nicht thematisiert.

> Es geht also nicht darum ein solches Device als (alleiniges) Produkt
> marktfähig zu machen.

Deine Ansicht, wie etwas zu interpretieren sei: abgesehen von der 
Diskussion hier im Forum: egal.

>>[Überregulierung]
> Das sind wichtige Punkte, die aber meinen Part nicht betreffen - damit
> dürfen sich dann Juristen beschäftigen. Aber der Hinweis ist wichtig und
> das werde ich als "should look at" mit abliefern.

Entweder Du machst b2c, dann betrifft Dich das. Oder Du machst nur OEM, 
dann betrifft es Dich weniger.
"should look at" ist ein schlechter Scherz. Falls in einem kleinen Team 
die anderen diesbezüglich weniger Ahnung haben als Du, so wird es 
scheitern. Ein Indiz dafür ist, dass Du hier nach Leistungen im 
4-5stelligen EUR-Bereich fragst, während diese Thematik scheinbar noch 
nicht bearbeitet oder sogar noch ungeklärt ist. Der Marketing-und 
Web-Experte und auch der allgemeine BWL-Absolvent sind darin keine 
Experten.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lars R. (lrs)
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Jens M. schrieb:
> Wenn du dir das antun willst, bitte. Besser ist du machst ne Bude in
> China auf. Da wird es nur schwierig wenn du im Land verkaufen willst,
> aber bei Export kannst du fast alles machen was du willst.

Geht das nicht auch anders? Beispiel:
Firma A verkauft funktionslose HW an Kunden. Firma B spielt Firmware auf 
(oder stellt Firmware zur Verfügung).

Oder gibt es das Versenden aus China bereits für deutsche Firmen als 
Service? Die Geräte müssen schließlich auch erst dort hin kommen und 
sollten nicht zu einfach zu kopieren sein.

: Bearbeitet durch User
Autor: Matthias P. (wahnberger)
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>Ein Indiz dafür ist, dass Du hier nach Leistungen im
>4-5stelligen EUR-Bereich fragst, während diese Thematik scheinbar noch
>nicht bearbeitet oder sogar noch ungeklärt ist.

Das ist auch schlichtweg nicht meine Baustelle. Der Kunde hat eine Idee 
- Ich soll dem Kunden ein funktionierendes Gesamtmodell vorstellen 
(poc), Informationen einholen und dokumentieren, während andere Leute 
sind dabei den Markt und mögliche Vertriebspartner anzuschauen. Sollte 
der Kunde sich zu einer Kalkulation entschliessen, dann kommen auch 
konkrete Angebote und Preise ins Spiel.

Autor: Lars R. (lrs)
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Matthias P. schrieb:
> Das ist auch schlichtweg nicht meine Baustelle. Der Kunde hat eine Idee
> - Ich soll dem Kunden ein funktionierendes Gesamtmodell vorstellen
> (poc), Informationen einholen und dokumentieren, während andere Leute
> sind dabei den Markt und mögliche Vertriebspartner anzuschauen.

Achso. Also mal wieder eine zur kostenlosen Bearbeitung ins Forum 
ausgelagerte Dienstleistung. Hatte ich nicht gleich erkannt, sorry.
Deshalb hast Du auch nach b2c gefragt...

> Sollte
> der Kunde sich zu einer Kalkulation entschliessen, dann kommen auch
> konkrete Angebote und Preise ins Spiel.

Dann kannst ja wieder im Forum fragen und Dir hier vorrechnen lassen.

Autor: Johannes O. (jojo_2)
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Matthias P. schrieb:
> Aber wie laeuft das mit der Software?
> Übernimmt ein solcher Hersteller auch das flashen mit einer Software,
> die man selbst zur Verfügung stellt?

Je mehr Geld du in die Hand nimmst, desto mehr wird das Produkt auf dich 
angepasst.
Das Flashen der Chips bereits beim Hersteller ist eine der einfachsten 
Formen davon. Davon gibts auch wieder mehrere Abstufungen. Manchmal 
kommt gleich 100% der Software drauf. Manchmal bringt der Hersteller nur 
deinen Bootloader auf, in DEINER Firma wird dann die restliche Software 
aufgespielt. Dies hat vor allem den Grund, dass du dein IP in deiner 
Software schützen willst und es nicht dem Hersteller anvertraust.

Mir sind noch weitere Fälle bekannt, in denen ein Hersteller sogar die 
Firmware(!) auf einem IC für den Kunden angepasst hat. Das kostet aber 
dann schon ORDENTLICH Aufpreis, da hier bereits während der Fertigung 
ein paar Schritte geändert werden mussten.

Autor: Matthias P. (wahnberger)
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@Johannes

Danke, das sollte dann der Hersteller machen. IP gibt's dabei nicht zu 
beachten. Das Device soll nur einen Webservice anrufen, wenn es 
getriggert wird. Das ließe sich praktisch sogar mit dieser LUA Firmware 
realisieren.
Der Endkunde soll noch eine ID, sowie sein WLAN konfigurieren können 
ueber einen kleinen Webservice oder eine kleine Client Software.

Autor: Jens Martin (jens-martin)
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Lars R. schrieb:
> Geht das nicht auch anders? Beispiel:
> Firma A verkauft funktionslose HW an Kunden. Firma B spielt Firmware auf
> (oder stellt Firmware zur Verfügung).

Nein, als Inverkehrbringer unterliegst du den diversen Bestimmungen. Ob 
ein Gerät funktioniert spielt keine Rolle.

>
> Oder gibt es das Versenden aus China bereits für deutsche Firmen als
> Service? Die Geräte müssen schließlich auch erst dort hin kommen und
> sollten nicht zu einfach zu kopieren sein.

Wenn ein B2C Kunde aus China bestellt gibt es keinen Inverkehrbringer. 
Von Rechts wegen kann der Zoll das alles zurückweisen. Dann wird Otto 
Normalverbraucher aber sauer und ihm fällt auf was für wunderbar 
korrupte Selbstbedienugkonstrukte in der EU existieren (er soll gegen 
Chinalöhne konkurrieren, aber die Geräte darf er dort nicht kaufen). 
Daher wird das "kulant" gehandhabt.

Matthias P. schrieb:
> Das Device soll nur einen Webservice anrufen, wenn es
> getriggert wird.

So wie der Amazon Dash button? Dann würde ich mich nicht drauf verlassen 
das "keine IP" - im Sinne von Intellectual Property- existiert.

Matthias P. schrieb:
> Der Kunde hat eine Idee
> - Ich soll dem Kunden ein funktionierendes Gesamtmodell vorstellen

Gehört dazu auch die Patent- , Gebrauchsmuster und Markenlage?.

: Bearbeitet durch User
Autor: Lars R. (lrs)
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Jens M. schrieb:
> Lars R. schrieb:
>> Geht das nicht auch anders? Beispiel:
>> Firma A verkauft funktionslose HW an Kunden. Firma B spielt Firmware auf
>> (oder stellt Firmware zur Verfügung).
>
> Nein, als Inverkehrbringer unterliegst du den diversen Bestimmungen. Ob
> ein Gerät funktioniert spielt keine Rolle.

Doch. Es ist deutlich einfacher, eine Platine ohne Firmware und Gehäuse 
in Verkehr zu bringen, als ein fertiges Produkt mit Gehäuse und 
Firmware. WEEE für die Platine allein ist einfacher und bereits die 
Einstufung b2c ist diskutierbar. Dafür (nicht allein) maßgeblich ist der 
Verwendungszweck, nicht (nur) der Käufer.

Wenn man so etwas insgesamt gestaltet, muss man sich ja nicht 
ungeschickt anstellen. Der Firmware-Verkäufer weiß schließlich, auf 
welcher Platine seine Firmware läuft und kennt das passende Gehäuse.

Der NVA, der hier im Forum öfters erwähnt wird, wurde in China kopiert 
und die HW wird nun aus China zum Bruchteil hierher verkauft. Der Käufer 
importiert die HW und spielt die originale, kostenlos verfügbare 
Firmware auf (bzw nutzt die passende SW). Damit hat der Käufer/Kunde 
kein Problem und akzeptiert sogar div. Schwierigkeiten, weil zum 
Entwickler/Verkäufer in China keine Kommunikationsmöglichkeit besteht 
und diesen eventuelle Schwierigkeiten und Inkompatibilitäten auch gar 
nicht interessiert.

>> Oder gibt es das Versenden aus China bereits für deutsche Firmen als
>> Service? Die Geräte müssen schließlich auch erst dort hin kommen und
>> sollten nicht zu einfach zu kopieren sein.
>
> Wenn ein B2C Kunde aus China bestellt gibt es keinen Inverkehrbringer.
> Von Rechts wegen kann der Zoll das alles zurückweisen. Dann wird Otto
> Normalverbraucher aber sauer und ihm fällt auf was für wunderbar
> korrupte Selbstbedienugkonstrukte in der EU existieren (er soll gegen
> Chinalöhne konkurrieren, aber die Geräte darf er dort nicht kaufen).
> Daher wird das "kulant" gehandhabt.

Ne. So ist das nun einmal mit offenen Grenzen. Die Mengen sind auch 
nicht mehr beherrschbar. Es gibt auch genügend, die nach D importieren 
und dann von D aus in Verkehr bringen. Macht man von diesen Firmen eine 
zu, machen dafür zwei neue auf. Meine Vermutung ist, dass manche dieser 
Firmen ihre Marge mit der Aufstockung vom Amt für ihre Mitarbeiter 
(falls es überhaupt mehr als einer ist) kalkulieren. Dh, das Arbeitsamt 
finanziert chinesische Billigimporte zu Lasten der deutschen Industrie 
und des deutschen Handels.

Autor: Jens Martin (jens-martin)
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Lars R. schrieb:
>> Nein, als Inverkehrbringer unterliegst du den diversen Bestimmungen. Ob
>> ein Gerät funktioniert spielt keine Rolle.
>
> Doch. Es ist deutlich einfacher, eine Platine ohne Firmware und Gehäuse
> in Verkehr zu bringen, als ein fertiges Produkt mit Gehäuse und
> Firmware.

Das sehe ich auch so, aber in diesem Thread geht es um B2C Geräte.

> Ne. So ist das nun einmal mit offenen Grenzen. Die Mengen sind auch
> nicht mehr beherrschbar. Es gibt auch genügend, die nach D importieren
> und dann von D aus in Verkehr bringen. Macht man von diesen Firmen eine
> zu, machen dafür zwei neue auf.

Das kommt automatisch da durch die Überregulierung Lücken entstehen in 
denen sich "halblegales" handeln lohnt.

> Meine Vermutung ist, dass manche dieser
> Firmen ihre Marge mit der Aufstockung vom Amt für ihre Mitarbeiter
> (falls es überhaupt mehr als einer ist) kalkulieren. Dh, das Arbeitsamt
> finanziert chinesische Billigimporte zu Lasten der deutschen Industrie
> und des deutschen Handels.

Nicht nur das Arbeitsamt, was ich so mitbekommen habe finanziert das 
auch die Krankenkasse. Da könnte ich einiges zu beitragen, aber das geht 
dann scharf an die Kante Politikverbot hier (das ich im übrigen für ganz 
sinnvoll halte).

Autor: Lars R. (lrs)
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Jens M. schrieb:
> Lars R. schrieb:
>> Geht das nicht auch anders? Beispiel:
>> Firma A verkauft funktionslose HW an Kunden. Firma B spielt Firmware auf
>> (oder stellt Firmware zur Verfügung).
>
> Nein, als Inverkehrbringer unterliegst du den diversen Bestimmungen. Ob
> ein Gerät funktioniert spielt keine Rolle.
>

Jens M. schrieb:
> Lars R. schrieb:
>>> Nein, als Inverkehrbringer unterliegst du den diversen Bestimmungen. Ob
>>> ein Gerät funktioniert spielt keine Rolle.
>>
>> Doch. Es ist deutlich einfacher, eine Platine ohne Firmware und Gehäuse
>> in Verkehr zu bringen, als ein fertiges Produkt mit Gehäuse und
>> Firmware.
>
> Das sehe ich auch so, aber in diesem Thread geht es um B2C Geräte.

Also geht es eben doch anders (?). Was ist das Ziel? Von sich behaupten 
zu können, b2c-Geräte in Verkehr zu bringen, oder etwas zu verkaufen?
...mit Service und (ansatzweise) konkurrenzfähig zu Chinaimporten.

Autor: Matthias P. (wahnberger)
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>So wie der Amazon Dash button? Dann würde ich mich nicht drauf verlassen
>das "keine IP" - im Sinne von Intellectual Property- existiert.

Nein, das Device wird kein Button im Sinne des Dash Buttons sondern ein 
simpler Sensor der einen betätigten Schalter (Spannung) bemerkt und 
Meldung macht.

Amazon benutzt selbst freien Code (u.a. uIP, newlib) in dem Produkt und 
macht leider keine konkreten Angaben zu möglichen eigenen Patenten bei 
dem Produkt.

>> Der Kunde hat eine Idee
>> - Ich soll dem Kunden ein funktionierendes Gesamtmodell vorstellen

>Gehört dazu auch die Patent- , Gebrauchsmuster und Markenlage?.
Nein - nur Technik und Software, eben ein Prototyp - PoC.
ELV, ElektroGesetz, Entsorgung/WEEE, IP und was sonst noch nicht zu 
programmieren ist, gehört nicht dazu.

Autor: Matthias P. (wahnberger)
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Nach eingehender Beschäftigung komme ich auch jetzt dahinter wo bei 
manchen hier die Zweifel liegen.

Die Einführung von Elektrogeräten für den Verkauf an Endkunden ist, 
soweit ich das sehen kann, sehr kompliziert und mit sehr viel Aufwand 
und Geld verbunden.

In meinem Bericht darüber habe ich das gleich am Anfang als separaten 
Punkt mit aufgenommen und empfehle dort, sich zunächst erst einmal mit 
Experten auf diesem Gebiet zu verständigen. Ich bin mich sicher dass der 
Auftraggeber hier nicht den Umfang der Bürokratie kennt.

Insofern Danke für den Input an euch!


PS: Der Nebeneffekt ist, dass ich durch diesen Auftrag gewaltig angefixt 
wurde mit Elektronik zu spielen und Mikrocontroller zu programmieren.
Kleine Sensoren und Schalter funktionieren schon und mein (fern)Ziel ist 
es, einen kleinen Roboter mit Kettenfahruntersatz zu bauen (did wollte 
ich schon als Kind machen :D ).

Autor: Zitronen Falter (jetztnicht)
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> PS: Der Nebeneffekt ist, ..

Und schon soviel Vertrauen so ein Projekt zu stemmen ...

Autor: Cyblord ---- (cyblord)
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Matthias P. schrieb:
> Nach eingehender Beschäftigung komme ich auch jetzt dahinter wo bei
> manchen hier die Zweifel liegen.

Du meinst nach eingehender Beratung durch das Forum welches DEINEN Job 
gemacht hat?

> Die Einführung von Elektrogeräten für den Verkauf an Endkunden ist,
> soweit ich das sehen kann, sehr kompliziert und mit sehr viel Aufwand
> und Geld verbunden.

Ach ne? Warum haben die gleich nochmal DICH damit beauftragt sie zu 
beraten und nicht jemand der sich mit der Materie auskennt?

Autor: Jens Martin (jens-martin)
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Matthias P. schrieb:
...

> Die Einführung von Elektrogeräten für den Verkauf an Endkunden ist,
> soweit ich das sehen kann, sehr kompliziert und mit sehr viel Aufwand
> und Geld verbunden.
...

> Insofern Danke für den Input an euch!

Von meiner Seite gern. Übrigens: Das die Politik da ein 
feudalstaatliches Bürokratiemonstrum geschaffen hat ist ihr durchaus 
bewusst. Die innere Logik dieser Einrichtungen macht es aber unmöglich 
einmal vereinnahmte Strukturen wieder aufzugeben.

Wie immer wird versucht mit Geld gegenzusteuern. In diesem Fall mit 
Fördermitteln. Wenn dein Auftraggeber nicht zu den Global Playern gehört 
kannst du ihm empfehlen die zutreffende Förderlandschaft abzugrasen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jens Martin (jens-martin)
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Cyblord -. schrieb:
> Du meinst nach eingehender Beratung durch das Forum welches DEINEN Job
> gemacht hat?

Er hat ja nicht danach gefragt sondern höflich! (und imho sauber) wo er 
die eine Firma mit entsprechendem know how findet. Was darüber hinaus 
geht sind freiwillige Beiträge.

> Ach ne? Warum haben die gleich nochmal DICH damit beauftragt sie zu
> beraten und nicht jemand der sich mit der Materie auskennt?

Vielleicht weil er die Fähigkeit hat sich Infos höflich (und 
möglicherweise auch clever) zu beschaffen? Eine Fähigkeit die so manchem 
Ing. abzugehen scheint ;-).

Autor: Matthias P. (wahnberger)
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> Ach ne? Warum haben die gleich nochmal DICH damit beauftragt sie zu
> beraten und nicht jemand der sich mit der Materie auskennt?

Vielleicht kommen die aus dem Baugewerbe? :D


>Wie immer wird versucht mit Geld gegenzusteuern. In diesem Fall mit
>Fördermitteln. Wenn dein Auftraggeber nicht zu den Global Playern gehört
>kannst du ihm empfehlen die zutreffende Förderlandschaft abzugrasen.
Global spielt der nicht aber ich vermute stark dass die 
Fördermöglichkeiten, wo möglich, in Anspruch genommen werden. Startups 
sind ihm nicht neu - nur der Schilderwald der Elektroprodukte dürfte 
Neuland sein.

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