Holzteile für eigenes Gehäuse bestellen?

Gast #4711904
Lesenswert?

Hallo,

Kennt jemand eine Webseite, bei der man passgenau zugeschnittene 
Holzbretter bestellen kann? Die Größe der Bretter die ich brauche bewegt 
sich im Bereich 20 bis 30 cm. Es dürfte aber auch nicht über 50€ kosten. 
Weis da jemand was?

Mfg
Loetman
#4711984
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
>> ich würde mal beim Tischler vor Ort nachfragen.
>
> Ich würde da eher in den nächsten Baumarkt gehen.

Davon wiederum kann ich nur abraten. Ist ein Glücksspiel, je nachdem wer 
bei den Zuschnitten sitzt. Geht von:
A) Wir machen nur gerade Schnitte
B) Wir schneiden nur auf den vollen Zentimeter
C) Wir schneiden nur über 50cm Kantenlänge
D) Wir schneiden keine Gehrung

bis
Mitarbeiter: Soll das ein Gehäuse für irgendwas werden?
Ich: Ja, da soll dann dies und das rein usw. usf.
Mitarbeiter: Oh, schönes Projekt, klar, kann ich machen.

Wenn es auch nur halbwegs "komplex" ist (Gehrung, Löcher für Holzdübel 
etc.): Direkt zum Tischler. Wird mit Sicherheit teurer aber ist mit 
Sicherheit besser!
Persönliche Seite #4712329
Lesenswert?

"Holzbretter" sind an sich ja schon ein sehr weites Feld
Und bei richtigem Holz hörts beim Baumarkt auch ganz schnell auf
Spanplatten aller Art bekommt man dort, wenn das den Anforderungen 
entspricht

wie gesagt machen die keine Gehrungs-, Rund- und Schrägsschnitte, Fasen 
muss man auch selbst machen

mancher Baumarkt lehnt Schnitte unter x cm ab, Toom z.B. unter 6cm

bei Bauhaus bekommt man Bretter (Rauspund, Dielen usw.) nur im 10er Pack

und mit ner Stichsäge "schöne" Bretter fürs Auge zu sägen ist schwere 
Übungssache
#4712482
Lesenswert?

Da mein Freund Tischler ist und somit auch gute Formatsägen hat,
habe ich mir das selbst zugeschnitten aus 16 mm Birkensperrholz...

Wenn man die Maße angibt, dann lässt sich das am besten in einer
Tischlerei durchführen, das geht auch auf ca. 0,5 mm genau, ist
wesentlich schneller durchzuführen als in jedem Baumarkt, die dieses
Material wahrscheinlich gar nicht haben...


Und warten braucht man nach Auftragserteilung nur mehr auf den
Anruf, dass alles fertig zugeschnitten ist, braucht es nur mehr
abzuholen - Zeitersparnis (Herumlaufen im Baumarkt, zur Kassa,
wieder zurück, zum Auto, warten müssen bis überhaupt ein
Mitarbeiter auftaucht und dann passt es meist ja nur auf 1 mm)


Beim Tischler findet man viele unterschiedliche Platten in
diversen Stärken - beim Baumarkt meist nur Spanplatten mit oder
ohne Beschichtung...


Und manche Märkte verlangen pro Schnitt ....Euro, womit der
Tischler wieder billiger sein wird, da er nur seine AZ
verrechnet - die Teile für meine Kiste hatte ich selbst in
einer viertel Stunde zugeschnitten...
Angehängte Dateien:
#4712690
Lesenswert?

Sebastian S. schrieb:
> Wenn es preiswert sein soll und nicht gerade auf ein 1/10-tel genau sein
> muss, wird der nächste Baumarkt wohl unschlagbar sein.
> Ab einer gewissen Größe umleimen die Dir die Teile auch.

Auf ein zehntel schafft es niemand, außer im Metallberuf,
umleimen hat ja nichts mit zusammenfischerln zu tun, sondern
maximal mit Kanten, die für Fächer geeignet sind, aber nicht
brauchbar für Gehäusebau...


Und ich möchte den Baumarkt sehen, der Birkensperrholz auf
Lager hat...
Persönliche Seite #4712781
Lesenswert?

Es gibt Dienstleister, die Sperrholz mit einem Laser zuschneiden. Sieht 
wegen der angekokelten Schnittkanten gewöhnungsbedürftig aus, aber 's 
ist ziemlich maßhaltig, und kann Formen annehmen, die auch der beste 
Tischler nicht mit einer Kreissäge und bezahlbarem Arbeitseinsatz 
hinbekommt.

Völlig willkürliches Google-Suchergebnis:

https://firstlaser.de/holz-lasern.html
#4712938
Lesenswert?

Bei den Baumärkten ist das stark filialabhängig. Im Programm haben die 
eigentlich alle auch Birkensperrholz, aber oft nur als Bestellware. Ich 
hab' für meine Werkbank u.a. 12mm Birkensperrholz gebraucht, da musste 
ich selbst bei Holz-Possling eine ganze Platte abnehmen. Aber 
zugeschnitten haben sie daraus sehr ordentlich.

Der Zuschnitt variiert dann nicht nur von Filiale zu Filiale, sondern 
auch noch von Mitarbeiter zu Mitarbeiter. Bau mal einen Schrank - der 
hat ja üblicherweise einen Sockel. Und der ist selten so hoch wie die 
Mindestmaße beim Zuschnitt. Das gibt jedesmal Diskussionen wie:

"Kann ick dir nich machen, mindestens 10cm breit!"
  "Mensch, das ist der Sockel, was soll ich mit einem 10cm hohen 
Sockel?!"
"Denn schneidst'n dir eben selber kleiner!"
  "Wenn ich selber sägen wollen würde, warum steh' ich hier dann wohl 
beim Zuschnitt?"
"Die Säge kann aber nich kleiner."
  "Erzähl mir nix, du schneidest von ner angestoßenen Platte auch drei 
Millimeter von der Kante ab!"
"Da schneid ich ja auch ab und nicht zu."
  "Dann schneid mit halt das Sockelbrett ab und nicht zu."
"Hmpf, ich schreib's mal auf, aber versprechen tu ich nix!"
  "Mach das..."

Das ist der positive Fall, es gibt auch Sturköppe. Wobei es durchaus 
sein kann, dass da Arbeitsschutz- oder Versicherungs-Gründe dahinter 
stehen. Für den Heimwerker ist das natürlich trotzdem blöd.

Andererseits kann ich auch nachvollziehen, dass die Baumärkte mit ihren 
Mindestmaßen verhindern wollen, dass da jemand eine ganze Holzplatte in 
Unterlegebrettchen von 5x5 cm Größe verarbeiten lässt...

Schrägschnitte, Gehrungen, Ausschnitte, Topfbandbohrungen, 
Arbeitsplatten-Verbindungen usw. machen viele Baumärkte hier in Berlin 
auch (gegen Bezahlung, natürlich), aber da wird dann meist nicht gesägt, 
sondern mit der Oberfräse gefräst. Und da werden natürlich die Dinge 
lieber gemacht, für die schon eine Schablone vorhanden ist - Freiformen 
macht einem dort niemand.
Gast #4713159
Lesenswert?

Die können nicht unter 10 cm schneiden, weil die Maße auf der linken 
Seite der Säge stehen. Wenn sie etwas abschneiden, dann ist der 
Abschnitt X cm + Sägeblatt breit. Aber für sowas müsste man ja messen 
und dazu haben sie keine Lust. Man kann natürlich auch den Anschlag vor 
dem Sägen einklappen, aber auf sowas kommen die nicht.
Gast #4713268
Lesenswert?

--- schrieb:
> Die können nicht unter 10 cm schneiden, weil die Maße auf der
> linken Seite der Säge stehen. Wenn sie etwas abschneiden, dann ist der
> Abschnitt X cm + Sägeblatt breit. Aber für sowas müsste man ja messen
> und dazu haben sie keine Lust. Man kann natürlich auch den Anschlag vor
> dem Sägen einklappen, aber auf sowas kommen die nicht.

Blödsinn.

Die haben meistens Rollen auf denen die Platten laufen und bei unter 
10cm liegen die Bretter nicht mehr auf genug Rollen auf um sauber 
geführt zu werden.

Aber auf so was kommt ja der Laie nicht.
#4713277
Lesenswert?

MaWin schrieb:

>> Die können nicht unter 10 cm schneiden, weil die Maße auf der
>> linken Seite der Säge stehen. Wenn sie etwas abschneiden, dann ist der
>> Abschnitt X cm + Sägeblatt breit. Aber für sowas müsste man ja messen
>> und dazu haben sie keine Lust. Man kann natürlich auch den Anschlag vor
>> dem Sägen einklappen, aber auf sowas kommen die nicht.
>
> Blödsinn.
>
> Die haben meistens Rollen auf denen die Platten laufen und bei unter
> 10cm liegen die Bretter nicht mehr auf genug Rollen auf um sauber
> geführt zu werden.
>
> Aber auf so was kommt ja der Laie nicht.

Siehe Matthias: "Dann schneid mir halt das Sockelbrett ab und nicht zu."

Bei diesen schmalen Brettern kommt es oft garnicht auf den mm an;
Hauptsache, alle Bretter sind gleichbreit. Und Abschneiden ist auf
Plattensägen kein Problem.
Gast #4713292
Lesenswert?

Harald W. schrieb:
> Siehe Matthias: "Dann schneid mir halt das Sockelbrett ab und nicht zu."
>
> Bei diesen schmalen Brettern kommt es oft garnicht auf den mm an;
> Hauptsache, alle Bretter sind gleichbreit. Und Abschneiden ist auf
> Plattensägen kein Problem.

Muss man nicht. Man kann den Sägekopf kippen und horizontal sägen. Damit 
kann er auch ein 1cm Streifen sauber längs zuschneiden. So lang wie die 
Sägs ist also bis zu 4 oder 5m.
Gast #4715386
Lesenswert?

MaWin schrieb:
> Blödsinn.
>
> Die haben meistens Rollen auf denen die Platten laufen und bei unter
> 10cm liegen die Bretter nicht mehr auf genug Rollen auf um sauber
> geführt zu werden.
>
> Aber auf so was kommt ja der Laie nicht.

Du willst dich doch wohl nicht als Experte bei Tafelsägen bezeichnen?
Ich weiß ja nicht, was du so beobachtet hast, aber die Rollen an
der Unterkante können um einige mm abgesenkt werden, so das die
Holzplatte für den genauen Schnitt auf einer geraden Kante aufliegt.
Wenn die Sachbearbeiter sich weigern kleinere Zuschnitte zu machen,
dann weil eine Kollision des Absaugniederhalters des Maschinenkopfs
mit dem Anschlag des Messnonius vermieden werden soll. Sicher könnte
man den Anschlag weg klappen, aber ob sich die Rohplatte beim Schnitt
nicht verschiebt und der Schnitt unkontrollierbar wird, ist dann
nicht mehr sicher gestellt. Daher wird es da auch eine Bedienvorschrift 
geben, die maßhaltige Schnitte unter x cm untersagt.
Verschnitt unter x cm ist dagegen erlaubt, aber die fallen dann ohne 
Anschlag am anderen Ende der Platte an, wo gar kein Anschlag ist.

Bei den hiesigen Baumärkten und Holzhändlern sind das 10cm.
http://www.kleinanzeigen-landesweit.de/anzeige-697420.html
#4716644
Lesenswert?

Hallo,

eine kleine Erfahrung:

Für ein Projekt brauchte ich ein Holzgehäuse, so ca:  230 x 140 x 160 
mmm, Frontplatte sollte Alu sein.
In den nächsten Baumarkt die Stärken von MDF gecheckt, und eine 
Aufstellung für 12 mm Materialstärke gemacht. Die Teile wurden gesägt, 
alles paßte 1A, gekostet hat der Spass 1,71 Eur.....geht doch, 
.....oder?

freundliche Grüsse

Wolfgang

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren