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Forum: Haus & Smart Home Dunstabzugssteuerung ohne Standby-Verbrauch?


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von Jochen (Gast)


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Hallo Forum,

gibt es eigentlich Dunstabzugssteuerungen ohne Standby-Verbrauch? Habe 
kurz im Internet gesucht, aber selbst Lösungen ohne Funk haben 
unverständlicherweise einen Standby-Verbrauch von bis zu 2,2W (z.B. 
Schabus KDS110) ...

Im Anhang mal ein Versuch einer "Steuerung" ohne Standby.

Gruß

  Jochen

von ./. (Gast)


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Meine hat 2 Schalter.

Beide Aus := Nuex Strom.

Wo ist das Problem.

von Jochen (Gast)


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Zur Aufklärung: Dunstabzugssteuerungen benötigt man bei dichten Häusern 
und/oder bei raumluftabhängigen Kaminen und/oder Gasthermen (die in der 
Nähe der Küche sind) in Verbindung mit Abluft-Dunstabzügen. Sonst zieht 
der Dunstabzug seine Luft aus dem Schornstein des Kamins, der Gastherme 
oder bei dichten Häusern auch mal aus den Siphons. Für sowas gibt es 
dann Dunstabzugssteuerungen, die verhindern das der Dunstabzug angeht 
wenn das Fenster an dem der Fensterkontakt der Dunstabzugssteuerung 
montiert ist geschlossen ist. Denn durch das Fenster bekommt der 
Dunstabzug seine Frischluft.

von Tom P. (booner)


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Hei,

das hast Du im ersten Posting nicht dazu geschrieben.
Darum darf der geneigte (und auch der gerade) Leser vermuten, dass sich 
"Dunstabzugssteuerung" auf die Steuerung in der Dunstabzugshaube 
bezieht... ;-)

Warum nimmst Du nicht einfach einen Fensterkontakt, der die Leistung der 
Dunstabzugshaube direkt schalten kann? Dann hast Du keinen Standby 
Verbrauch.

Oder muss dieser dämliche Kontakt auch schon eine Baumusterprüfung, 
Genehmigung usw. zwecks Kaminkehrer haben?

Ein Nachteil kann sein, dass man ein Kabel von Haube zum Kontakt 
braucht.


Such mal den nws-tkt von EATON. Der sollte das können.
Ist aber auch ziemlich hässlich. Aber wenigstens nicht Signal-Gelb. ;-)



Viele Grüße,

Tom

von Harald W. (wilhelms)


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Tom P. schrieb:

> Warum nimmst Du nicht einfach einen Fensterkontakt, der die Leistung der
> Dunstabzugshaube direkt schalten kann?

Da käme dann aber wohl nur ein mechanisch betätigter
Mikroschalter in Frage.

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Das eine Dunstabzughaube den Betrieb verweigert wenn keine 
Nachströmluftöffnung zur Verfügung steht ist m.E. der falsche Ansatz, 
leider aber der am weitest verbreitete. Die vorgestelle Lösung ist noch 
ein Versuch das Pferd von hinten aufzuzäumen, nur halt schneller.

Ohne Nachströmluft funktioniert eine Abluft-zu-Fortluft Dunstabzugshaube 
nicht. Dem Gesetzgeber ist das egal, da keine Gefahr besteht. Bei 
Dunstabzugshaube und raumluftabhängige Feuerstätten besteht 
Vergiftungsgefahr, deshalb der Eingriff des Gesetzgebers.

In meiner 30 m3 Küche entfernt die Dunstabzugshaube bis zu 350 m3/h. Die 
Nachströmluft stelle ich sicher, indem bei Einschalten des 
Abluft-Fortluft-Ventilators ein Klappenmotor eine Nachströmöffnung von 
Aussenluft aufmacht. Da der Klappenmotor federbelastet ist, zieht er 
selbsstätig bei Spannungsfreiheit die Klappe zu. (hier: Belimo TF230/, 
Torx, Siemens bauen ähnliches). Der Standby-Stromverbrauch ist 0.

Besser ist natürlich eine balancierte Lüftungsanlage mit 
Wärmerückgewinnung in VAV. Die Teile dafür sind alle marktüblich.

Wer 2016 noch raumluftabhängige Feuerstätten zu baut hat m.E. nicht ganz 
aufgepasst.


@Harald Wilhelms: Der Mikroschalter ist eine einfache Lösung. Nur musst 
du dann 2*1,5 von der Haube zum Fenster ziehen. Das war das dann mit 
"Mikro".

von Carsten W. (eagle38106)


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Sebastian L. schrieb:
> Wer 2016 noch raumluftabhängige Feuerstätten zu baut hat m.E. nicht ganz
> aufgepasst.

Nun ja, was soll man denn in einer Mietwohnung machen, in der eine 15 
Jahre alte atmosphärische Gastherme in der Küche an der Wand hängt?

von Der Andere (Gast)


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Sebastian L. schrieb:
> Da der Klappenmotor federbelastet ist, zieht er
> selbsstätig bei Spannungsfreiheit die Klappe zu.

Und bei einem Versagen der Klappe wird prima Unterdruck durch den Abzug 
erzeugt. Ganz klasse :-)

Sebastian L. schrieb:
> Wer 2016 noch raumluftabhängige Feuerstätten zu baut hat m.E. nicht ganz
> aufgepasst.

Deine Meinung, ich dagegen genieße es vor einem Gussofen mit großer 
Glastür vor einem Holzfeuer zu sitzen und zu entspannen, ohne mir 
Gedanken über Energieverschwendung machen zu müssen, weil das Holz, das 
ich brenne sonst eh im Wald vermodert wäre.
So kann ich auch ohne Reue bei 24°C im T Shirt sitzen und die Heizung 
steht auf 0!

Sebastian L. schrieb:
> Nur musst du dann 2*1,5 von der Haube zum Fenster ziehen.

Du kannst damit auch ein Relais schalten. Auch mit den 24V die vieleicht 
eh wegen Hausautomatisierung rumliegen.

von Harald W. (wilhelms)


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Carsten W. schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> Wer 2016 noch raumluftabhängige Feuerstätten zu baut hat m.E. nicht ganz
>> aufgepasst.
>
> Nun ja, was soll man denn in einer Mietwohnung machen, in der eine 15
> Jahre alte atmosphärische Gastherme in der Küche an der Wand hängt?

Einen Umluftdunstabzug verwenden.

von Peter II (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Einen Umluftdunstabzug verwenden.

um dann ständig den Kohlefilter zu wechseln damit sie überhaupt etwas 
bringt. Dafür dann mehr Geld ausgibt also die paar Watt die man an Wärme 
nach außen pustet.

von Tom P. (booner)


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Sebastian L. schrieb:

> Wer 2016 noch raumluftabhängige Feuerstätten zu baut hat m.E. nicht ganz
> aufgepasst.
>

Hei,

ich habe eine "raumluftunabhängige" Feuerstätte.
Das heißt leider nicht, dass man auf den Fensterkontakt bei Ablufthauben 
verzichten kann. Vielleicht fehlen Dir da ein paar technische 
Informationen?

Ich hab ne Umlufthaube und eine Lüftungsanlage. Zumindest die 
Lüftungsanlage muss mit einem zugelassenen und sauteuren 
Unterdruckwächter überwacht werden.
Denn die raumluftunabhängige Feuerstätte ist nur bis zu einem Unterdruck 
von 8Pa zugelassen. 8Pa entsprechen ca. 0,8mm Wassersäule! :-O


Grüße,

Tom

von Jochen (Gast)


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Tom P. schrieb:

> Zumindest die
> Lüftungsanlage muss mit einem zugelassenen und sauteuren
> Unterdruckwächter überwacht werden.
> Denn die raumluftunabhängige Feuerstätte ist nur bis zu einem Unterdruck
> von 8Pa zugelassen. 8Pa entsprechen ca. 0,8mm Wassersäule! :-O

Ich dachte bei DIBt-zertifizierten Kaminöfen (=dichter Verbrennungsraum, 
dicht schliessende Tür + externe Luftversorgung) wäre ein 
Unterdruckwächter nicht zwingend vorgeschrieben? Oder legt das jeder 
Bezirksschornsteinfeger unterschiedlich aus?

Gruß

  Jochen

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Der Andere schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>> Da der Klappenmotor federbelastet ist, zieht er
>> selbsstätig bei Spannungsfreiheit die Klappe zu.
>
> Und bei einem Versagen der Klappe wird prima Unterdruck durch den Abzug
> erzeugt. Ganz klasse :-)

Dann nimm eienen Stellantrieb mit Rückmeldung.
>
> Sebastian L. schrieb:
>> Wer 2016 noch raumluftabhängige Feuerstätten zu baut hat m.E. nicht ganz
>> aufgepasst.
>
> Deine Meinung, ich dagegen genieße es vor einem Gussofen

Der Ofen muss ja nicht raumluftabhängig sein. Es gibt Modelle die haben 
einen Zuluftkanal.
BTW Holzheizung habe ich auch. Der Ofen hat ca 400MW und macht nebenbei 
noch Strom.



> So kann ich auch ohne Reue bei 24°C im T Shirt sitzen und die Heizung
> steht auf 0!

Bei redundanten Anlagen ist es nicht unüblich eine Anlage abzuschalten.


>
> Sebastian L. schrieb:
>> Nur musst du dann 2*1,5 von der Haube zum Fenster ziehen.
>
> Du kannst damit auch ein Relais schalten. Auch mit den 24V die vieleicht
> eh wegen Hausautomatisierung rumliegen.
Das dumme ist nur, dass die 24V PSU Standby Verluste macht. Das war der 
Einstieg in die Diskussion. Klar mit 24V ist das einfacher.

von Harald W. (wilhelms)


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Sebastian L. schrieb:

> BTW Holzheizung habe ich auch. Der Ofen hat ca 400MW und macht nebenbei
> noch Strom.

Also die Leistung eines mittelgroßen Atomkraftwerks in der Wohnung?
Toll! Oder meinst Du mW(Milliwatt)?

von Tom P. (booner)


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Jochen schrieb:
> Tom P. schrieb:
>
>> Zumindest die
>> Lüftungsanlage muss mit einem zugelassenen und sauteuren
>> Unterdruckwächter überwacht werden.
>> Denn die raumluftunabhängige Feuerstätte ist nur bis zu einem Unterdruck
>> von 8Pa zugelassen. 8Pa entsprechen ca. 0,8mm Wassersäule! :-O
>
> Ich dachte bei DIBt-zertifizierten Kaminöfen (=dichter Verbrennungsraum,
> dicht schliessende Tür + externe Luftversorgung) wäre ein
> Unterdruckwächter nicht zwingend vorgeschrieben? Oder legt das jeder
> Bezirksschornsteinfeger unterschiedlich aus?
>
> Gruß
>
>   Jochen

Hei,

tja die sind halt nur bis 8Pa Unterdruck zertifiziert...


Grüße,

Tom

von Sebastian L. (sebastian_l72)


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Harald W. schrieb:
> Sebastian L. schrieb:
>
>> BTW Holzheizung habe ich auch. Der Ofen hat ca 400MW und macht nebenbei
>> noch Strom.
>
> Also die Leistung eines mittelgroßen Atomkraftwerks in der Wohnung?
Ne - unten am Hafen. Dann kann man die Holzabfälle anschibbern, dann ist 
das nicht so ne Schietbukkelei, die den Rücken krum macht.

Die Leistung teile ich mir mit meinen Nachbarn. Am Netz hängen ca. 
410.000 Haushalte, Gewerbebetriebe und öffentliche Gebäude. Da muss ich 
nicht frickeln und die Wärme kommt geräuschlos ins Haus. Einen 
Schornstein und dazugehörigen Feger braucht es auch nicht. Den Feinstaub 
holt der Elektrofilter, die NOx der Scrubber.

> Toll!
Eben.

Oder meinst Du mW(Milliwatt)?
Ne, am Wärmenetz hängen 2,2 GW Grund- & Mittellast, 1,4 GW Spitzlast und 
660 MW Speicher.

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