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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik MC34072 Raucht ab.


Autor: Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)
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In einer industriellen Anwendung haben wir als Ausgangstreiber den 
MC34072 im SO8 Gehäuse öfter im Einsatz.

Seit ca 1,5 Jahren rauchen manche dieser Teile ab.

Laut Datenblatt ist das Ding aber praktisch unverwüstbar. Sprich, er 
begrenzt seinen Eigenen Ausgangsstrom, auch wenn er mal im Kurzschluß 
betrieben wird. (hab ich auch öfters ausprobiert...)

Wir benutzen es mit 24V Betriebsspannung.
Wir wissen langsam nicht weiter, wieso das passiert.
Das Abrauchen bläht sogar das Gehäuse dieser Teile auf, der gesamte 24V 
Strom, der in den Filterkondis gespeichert ist, entlädt sich über diese.
Die Max Versorgungs-Spannung der Verstärker ist im Datenblatt als 44V 
angegeben, und als Ausgang geben wir max ca 15V bis 24V aus.

Wisst ihr von solchen Problemen?

Wir können leider nicht jedes dieser Teile verfolgen, und die Fehler 
treten eher sporadisch, meistens bei den ersten Testläufen auf.

Herstellerproblem?

Autor: Christian L. (cyan)
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Laut ON-Semi Datenblatt ist der IC nicht frei von Latch-ups:

"It is also possible to source up to approximately 5.0 mA of current 
from VEE through either inputs clamping diode without damage or 
latching, although phase reversal may again occur."

Kann es sein, dass die Eingangsspannungen und die Ausgangsspannungen 
teilweise so ungünstig zu einander sind oder hochlaufen, dass es zum 
Latch-up kommt? Das würde auch erklären, warum der IC so hohe Ströme 
zieht, sodass er sich selbst zerstört. Der Latch-up würde dann wie ein 
Kurzschluss an der Versorgungsspannung wirken.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Da wäre eure Schaltung gefragt, um das beurteilen zu können...

Autor: Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)
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to the inputs?

Latch up?

Also die 24V schießen da ganz durch bei sowas über beide 
Ausgangstransistoren?

Ich sehe das wird eine unendliche Geschichte...

Wie finde ich das jetzt raus bei uns, wie ein Latchup passiert?

Aus der Traum von unkaputtbar...

Autor: Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)
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Schaltung ist nix besonderes. Ganz einfacher Spannungsverdoppler. aus 
0...5V von nem DAC sollen 0..10V am Ausgang werden.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Martin G. schrieb:
> Schaltung ist nix besonderes. Ganz einfacher Spannungsverdoppler. aus
> 0...5V von nem DAC sollen 0..10V am Ausgang werden.

Ob sie jetzt nix besonderes für Dich ist oder nicht!

Herzeigen, vielleicht kann Dir dann jemand helfen...


Und ich wette mal, dass 2 Dioden fehlen...

: Bearbeitet durch User
Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Was wird dort am Ausgang angeschlossen? Von wem?


Gruß

Jobst

Autor: Mark Space (voltwide)
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ich kenne ähnliche Probleme mit anderen CMOS-OpAmps. Latchup wird 
getriggert durch irgendwelche Transienten - irgendwann. Dadurch wird ein 
parasitärer Thyristor gezündet, der Vcc mit Vee kurzschließt.
Begrenzt man den Strom aus der Versorgung unter den Wert des 
latch-up-Stromes, fällt der Thyristor innerhalb kurzer Zeit ab und alles 
bleibt heil.
Es hat sich in der Praxis bewährt, Widerstände von einigen 10Ohm in die 
IC-Versorgungsleitungen zu legen.
Man kann das ganze auch testen: IC mit der ESD-Pistole triggern und dann 
schaun was passiert.

Autor: MaWin (Gast)
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Der MC34072 ist aber kein CMOS OpAmp, und zerstörerischer latch up vs. 
nur funktional blockierender lock up (der fast immer durch phase 
reversal gervorgerufen wird) wird manchmal sprachlich nicht sauber 
getrennt.

Autor: Joe F. (easylife)
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Bei 24V und 30mA Kurzsschlussstrom sind das 0,72W pro Verstärker.
Da im MC34072 2 Stück davon vorhanden sind, ergibt das im ungünstigsten 
Fall 1,44W.
Dein SO8 kann aber bei 20° lediglich ca. 0,8W abführen...
Also nur bedingt (für kürzere Zeit) kurzschlussfest.

Andere mögliche Fehlerquelle wäre, dass der Op-Amp schwingt. Bei G=2 
zwar unwahrscheinlich, aber z.B. bei zu großer kapazitiver Last am 
Ausgang und ohne Gegenmaßhahmen durchaus möglich. Könnte man anhand des 
Stromlaufplanes beurteilen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Mark Space (voltwide)
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Der MC34072 ist wohl rein bipolar. Allerdings gab es auch immer 
"sporadische" Ausfälle mit bipolar chips. Ich denke da z.B. an L292  von 
ST, die regelmäßig ihr Gehäuse sprengten.

Autor: Mani W. (e-doc)
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Und wo ist jetzt wieder der TE geblieben?

Autor: Martin G. (Firma: http://www.gyurma.de) (martin_g)
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So, jetzt wirds interessant. Jetzt ist mir so ein Teil aufn Tisch 
gekommen, wo gleicher Baustein auch als Eingangsverstärker abgeraucht 
ist.

Die werden mir immer unheimlicher.

Autor: Jobst M. (jobstens-de)
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Lass mich raten: Auch den Schaltungsteil darfst Du nicht zeigen ...

Autor: Joe F. (easylife)
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Martin G. schrieb:
> Ich sehe das wird eine unendliche Geschichte...

Martin G. schrieb:
> So, jetzt wirds interessant.

Ich stelle schon mal Bier kalt.

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