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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ersatz für Panasonic CGR18650C gesucht.


Autor: Achim K. (achim67)
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Ich möchte die Zellen eines Notebook-Akkus tauschen. Darin verbaut sind 
6 ungeschützte Zellen von Panasonic Typ CGR18650C, die so verschaltet 
sind, daß 10,8V und 4400mAH raus kommen.

Als Ersatz ziehe ich folgende Zellen in Betracht, auch um die Kapazität 
ein wenig zu pimpen:
https://www.amazon.de/Panasonic-Akku-NCR18650B-340...
oder
https://www.akkuteile.de/lithium-ionen-akkus/18650...

Kann ich die Bedenkenlos verwenden oder was spricht dagegen? Spielt z.B. 
die Zusammensetzung (CGR, NCR oder bei anderen Zellen auch ICR) eine 
bedeutende Rolex?

Danke und Gruß
Achim

Autor: LastLampe (Gast)
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Mit grosser Warscheinlichkeit wird das Zellentauschen nichts bringen 
weil das BMS nach Abklemmen der Zellen evtl nicht wieder startet oder es 
speichert den letzten Zustand der alten Zellen und der neue Akku hat 
dann genausowenig Leistung wie der alte.

Autor: Achim K. (achim67)
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Das Notebook ist so alt, da gab es noch keine BMS, die Bürger 
entmündigen. ;-D

Autor: ichbin (Gast)
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Du kannst dir auch die Panasonic kaufen
https://www.akkuteile.de/lithium-ionen-akkus/18650...

Ansonst ist es egal welche Zellen Du nimmst solange sie von LG, Samsung, 
Panasonic oder Sanyo sind. Kauf blos keine Xxxfire oder ähnliches mit 
Fantasiekapazitäten.
Ich hätte derzeit noch etliche unbenutzte ICR18650-26H von Samsung 
liegen die ich einem Kollegen in mehrere Laptopakkus verpflanzen wollte.
Leider hatten dessen Schutzschaltungen schon dicht gemacht so dass die 
Zellen seit einem halben Jahr nur daliegen. Die würde ich für 2€ das 
Stück abgeben.

Ichbin

Autor: LastLampe (Gast)
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Dann würd ich Samsung INR18650-35E empfehlen

Autor: Olaf (Gast)
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> Das Notebook ist so alt, da gab es noch keine BMS, die Bürger
> entmündigen. ;-D

Was ist das genau fuer ein Laptop? Das aelteste Notebook das ich von 
Panasonic habe ist ein Let's Note N4 mit 120Mhz CPU, Trackball und im 
Original Win98.

http://imaran.fc2web.com/img/n4.jpg

Und selbstverstaendlich hatte das bereits einen BQ2040 mit I2C-Bus in 
jedem Akku. Und natuerlich konnte man die Akkus im Betrieb genauso 
wechseln wie bei meinem aktuellen CF-MX4. :-)
Du darfst da Panasonic nicht mit Billigkram verwechseln. Panasonic war 
schon immer was besonders, sowohl vom Preis wie aber auch Verarbeitung, 
Zubehoer und Leistung.

Leider bedeutet das auch das du die Zellen nicht so einfach wechseln 
kannst. In die UeberwachungsICs muss man nach dem Wechsel wieder 
sinnvolle Daten reinschreiben. Jetzt koennte man natuerlich auf die Idee 
kommen beim wechsel die Spannung am IC zu erhalten und es gibt auch ICs 
mit externem EEPROM. Das kann aber trotzdem Probleme bereiten weil sich 
die ICs den aktuellen Zustand der Akkus merken koennen. Wie weit sich 
das in der Praxis auswirkt kann natuerlich vom Bios oder anderer 
Zusatzsoftware abhaengen. Eventuell gibt es die Moeglichkeit einen 
Lernzyklus zu fahren.

Und noch was. Panasonic ist ja selber ein Hersteller von Lithiumakkus. 
Die hatten in ihren Laptops zwei Serien. Manche Geraete haben 'normale 
Lithiumakkus verwendet, andere hatten eine Serie mit besonders kleinem 
Innenwiderstand. (rot/rosa Farbe) Wenn du letzteres hast musst du auch 
wieder etwas entsprechendes Einbauen weil sonst die neuen Akkus nicht 
lange halten.

Olaf

Autor: Achim K. (achim67)
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Es handelt sich um einen HP Pavilion ZE2356 Bj 2005. Dazu habe ich 2 
original HP Akkus:

1) Typ HSTNN-UB17, 11,1V, 4.0AHr (6 Zellen)
2) Typ HSTNN-IB10, 10,8V, 95Wh (doppelte Zellenzahl, also 12)

Im Eröffnungsthread hab ich die Parameter leider etwas 
durcheinandergeworfen, sorry.
Jedenfalls, den 95Wh hab ich geöffnet, da sind blaue Panasonic CGR18650C 
Zellen drin.

Läßt sich das prüfen, ob bei mir eine Überwachung drin ist, indem ich 
die Zellen kurz trenne und dann wieder anschließe? Wenn ein 
Diktator-Chip vorhanden ist, müßte anschließend garnix mehr gehen, oder?

Ansonsten wären die NCR18650B in der engeren Wahl, die Samsung INR... 
sind leider deutlich teurer...

Autor: ..,- (Gast)
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Achim K. schrieb:
> Läßt sich das prüfen, ob bei mir eine Überwachung drin ist,

Das brauchst Du nicht prüfen. Das haben alle Notebooks mit LiIon Akkus - 
zumindest nach der Jahrtausendwende - bei NiMH wars evtl. mal anders.
Da ist doch sicher ne Platine im Akkupack oder irgendwo in der Nähe... 
die kann natürlich etwas versteckt sein.

Autor: Achim K. (achim67)
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Eine Platine ist da, da gehen Temperaturfühler dran, eine 
Schutzschaltung ist das also schon. Wie weit die geht, ist die Frage. 
Ich versuche mal die Käfer darauf zu identifizieren, vieleicht gibt das 
ja Aufschluß...

Autor: LastLampe (Gast)
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Wenn du das Experiment machst dann bitte Reihenfolge beachten.
Zuerst B+ trennen danach B2, B1 und zum Schluss B-
beim Wiederanschliessen dann genau Umgekehrt.

Autor: Achim K. (achim67)
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Danke für den Tip, werde ich dann berücksichtigen... :-)

Autor: Armin X. (werweiswas)
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Oder, besser noch so wie ichs bei den Laptops meiner Töchter gemacht 
habe.
Die Schaltung während dem Akkutausch puffern so dass gar kein 
Spannungseinbruch entsteht.
Beim älteren ging sich das prima aus.
Beim Neueren meint der Entmündigungschip, dass nach Vollladung nur noch 
für 10min Energie drin wäre und fährt das Laptop runter.
Nach Neueinschalten läufts trotzdem wieder über 2Stunden. Und das trotz 
mehrfacher Neukalibrierungsversuche.

Autor: Achim K. (achim67)
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Über das "Wie" muss ich mir noch Gedanken machen. Allzuviel Risiko 
wollte ich da nicht investieren. Hab bereits einen kompletten Ersatzakku 
gekauft, bin aber mit dessen Performance nicht so zufrieden. Daher rührt 
die Überlegung, die Alten zusätzlich zu restaurieren.

Anbei mal ein Bild der Platine aus dem 12-Zellen-Akku. Da sind jeweils 4 
Zellen parallel, davon 3 Pakete in Reihe. Seltsamerweise sind aber nur 2 
Viererpacks mit Temperaturfühler überwacht.

Nun ja, laut 
http://www.ti.com/product/BQ29312/description&lpos...

ist der 29312PW ein Battery Monitor mit I2C. Muss mich mal durch die 
Datenblätter hangeln.

Jedenfalls blockiert die Elektronik das Aufladen des Akkus nicht nach 
einer Tiefentladung, wie das modernere Akkus machen.

: Bearbeitet durch User
Autor: Jonas G. (jstjst)
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Achim K. schrieb:
> ist der 29312PW ein Battery Monitor mit I2C. Muss mich mal durch die
> Datenblätter hangeln

Dieser oder ein ähnlicher chip war es auch bei mir. Hatye dann aber 
nicht die Zeit mir das Datenblatt durchzulessn, aber es gibt eine 
Möglichkeit die Daten zurück zusetzen.

Autor: Achim K. (achim67)
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Sodale, nachdem ich nun die Zellen in o.g. Reihenfolge von der 
Elektronik kurzzeitig abgeklemmt habe, geht nun tatsächlich erstmal nix 
mehr. Die Ladeleuchte am Läppi blinkt bei angeschlossenem Ladegerät nur 
noch. Die Windows-Akkuanzeige zeigt permanent "Null".
Nun denn, mal schauen ob und wie ich da einen Reset machen kann...

Autor: Dirk K. (dekoepi)
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Keinesfalls die 18650B als Ersatztyp nehmen. Die 18650CG waren für 
höhere Lasten als 6,8A ausgelegt. Mindestens also die Sanyo-Zellen, aber 
besser noch höher belastbare Zellen nehmen. Die halten die Lasten dann 
länger aus als das Original ;)

Beispielsweise:
Samsung 25R - 2.500mAh, 20A belastbar: 
https://www.nkon.nl/samsung-18650-inr18650-25r.html, grad im günstigen 
Angebot.

Sony VTC4 - 2.100mAh, 30A belastbar: 
https://www.nkon.nl/sony-us18650vtc4-flat-top.html - auch sehr günstig, 
Kapazität vergleichbar mit den Panasonic 18650CG

LG He4 - 2.500mAh, bis 20A belastbar: 
https://www.nkon.nl/icr18650he4-2500mah.html

Alles mal grad als günstiges Angebot zu haben und ordentlich belastbar.

Autor: Achim K. (achim67)
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Hm, für was brauch ich 30A? Ich will mit dem Läppi nicht dampfen! :-D
Die CGR18650CG sind auch nur mit 4,7A angegeben:
https://www.akkuteile.de/lithium-ionen-akkus/18650...
Mehr, denke ich, brauch ich also nicht wirklich...

Wie auch immer, zunächst muss ich eine Lösung dafür finden, wie ich den 
Akku wieder aktivieren kann. Steige nicht so wirklich durch die 
Datasheets durch, wenn also einer ne Idee hat (außer die mit der 
Fremdspannung g)...

Autor: ichbin (Gast)
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ArminX. Schrieb ja wohl genau wegen dem Deaktivieren was von wegen 
Puffern...
Aber Vielleicht hilft ja bei deinem Chip der Abschnitt Initalisierung 
aus dem Datasheet:

Initialization
The bq29312 internal control circuit is powered by the REG voltage, 
which it also monitors. When the voltage at REG falls below 2.3 V, the 
internal circuit turns off the FETs and disables all controllable 
functions, including the REG and TOUT outputs. REG does not start up 
unless a voltage above V(STARTUP) is supplied to the PACK terminal. 
After the regulator has started, based on PACK voltage, it keeps 
operating through the BAT input, even if the PACK voltage is removed. If 
the BAT input is below the minimum operating range, then the bq29312 
does not operate if the supply to the PACK input is removed. After start 
up, when the REG voltage is above 2.4 V, the bq29312 is in Normal mode.
The initial state of the CHG output depends on the PMS input. If PMS = 
PACK then CHG = ON however, if PMS = GND then CHG = OFF.

Ichbin

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