Bezugspotenzial bei serieller Schnittstelle

OP #4716186
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Hallo Leute, ich habe mal eine Frage zur Verdrahtung der seriellen 
Schnittstelle. Ausgangssituation:

Ich habe ein Display über einen USB-TTL-Adapter am PC betrieben, dabei 
waren die Anschlüsse wie folgt verbunden:

5 V -> 5 V
GND -> GND
TX -> RX
RX -> TX

Das funktionierte auch so prima, weil das kleine Display nur wenig Strom 
benötigte. Jetzt habe ich vom gleichen Hersteller eine 5-"-Variante 
gekauft und die braucht eine externe Versorgung. Der Hersteller sagt 
dazu, ich solle einfach ein Netzteil oder eine Batterie an 5 V und GND 
anschließen und die Datenleitungen so belassen. Was ich dabei nicht 
verstehe:

Der serielle Pegel ergibt sich auf der Display-Seite doch dann zwischen 
der RX- bzw. TX-Leitung und dem Minuspol (bei einer Batterie) und auf 
der Seite des Adapters zwischen den Datenleitungen und dem 
GND-Potenzial. Aber zwischen dem Minuspol und GND ist doch keine 
Verbindung, also würde doch der Referenzpunkt fehlen. Auf nochmaliger 
Nachfrage sagt mir der Hersteller explizit, es würde so wie er es 
beschrieben hat funktionieren.

Wo ist mein Denkfehler?

Vielen Dank an Euch im Voraus!
Gast #4716211
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> Aber zwischen dem Minuspol und GND ist doch keine Verbindung

Normalerweise schon. Falls nicht, ist einfach nur die Aussage

> Der serielle Pegel ergibt sich auf der Display-Seite doch dann
> zwischen der RX- bzw. TX-Leitung und dem Minuspol

falsch. Allgemein beziehen sich alle Signale auf GND, sofern nicht 
ausdrücklich anders festgelegt. Und GND ist meistens auch gleich dem 
Minuspol der Spannungsversorgung.

Es gab früher mal Autos mit + Pol am Chassis.
#4716225
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Stefan U. schrieb:
> falsch. Allgemein beziehen sich alle Signale auf GND, sofern nicht
> ausdrücklich anders festgelegt. Und GND ist meistens auch gleich dem
> Minuspol der Spannungsversorgung.

Wandwarzen sind i.A. isoliert. Und wenn Du den GND nicht mit dem PC bzw 
USB-TTL verbindest, würden RX und TX Potential tatsächlich in der Luft 
hängen.

Ich hätte einfach noch ein USB Kabel in den PC gesteckt, falls das 
Display nicht mehr als ~1A bei 5V zieht.
OP #4716305
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Hallo zusammen,

herzlichen Dank für Eure schnellen Antworten. Genau so wie Erwin es 
beschreibt (und die anderen ja im Grunde auch bestätigen), würde ich es 
auch nachvollziehen können. Deshalb irritiert mich die Aussage des 
Herstellers:

"Es ist nicht notwendig, den Minuspol der Batterie und den GND des 
Adapters zu verbinden, weil es sich um TTL-Pegel handelt."
#4716437
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Werner B. schrieb:
> ... irritiert mich die Aussage des Herstellers:
>
> "Es ist nicht notwendig, den Minuspol der Batterie und den GND des
> Adapters zu verbinden, weil es sich um TTL-Pegel handelt."

OMG

Man sollte ernsthaft darüber nachdenken, einem Hersteller mit derart 
inkompetentem Personal nichts mehr abzukaufen.

Denn weder sind das TTL-Pegel, noch hat das auch nur ansatzweise etwas 
mit der Frage zu tun. Selbstverständlich müssen die GND-Anschlüsse 
beider Baugruppen verbunden werden. Nur die +5V-Anschlüsse nicht. Weil 
das neue (größere) Display ja sein eigenes Netzteil hat, das an GND und 
+5V angeschlossen wird.

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