Björn schrieb:
> Könntest du Bitte diesen Satz mal genauer erläutern ?
>
> Mir sagt Stromzeitflächse nichts! meinst du hiermit die Summe aus der
> positiven und negativen Halbwelle ?
>
> Kannst du bitte mal das verhalten bildlich beschreiben ?
Der eingeschwungene Zustand beim Kondensator äußert sich dadurch, dass
im Mittel keine Ladung zu bzw. abfließt. Ladung ist Strom über die Zeit
integriert. Die Stromzeitfläche ist also nichts anderes als die Ladung.
Zwei Begriffe, selbe Bedeutung. Und die Forderung, dass diese über eine
Periode null sein soll, entspricht der obigen Aussage, dass eine
Ladungsbalance im stationären Betrieb vorherrschen muss.
Deswegen kann im stationären Zustand kein Gleichstrom über den
Kondensator fließen, sondern nur ein AC Strom. Der Gleichstrom würde
bildlich gesehen weiter Ladung auf den Kondensator draufscheffeln und
diesen weiter aufladen. Dies kann im eingeschwungenen Zustand nicht
möglich sein. Ein AC Strom scheffelt genau so viel Ladung auf den
Kondensator, wie auch wieder von diesem weggebracht wird. Die Ladung
ändert sich im Mittel also nicht.
Da gilt: C=Q/U
Und wir gerade festgestellt haben, dass sich im Mittel die Ladung nicht
ändert, kann sich auch die mittlere Spannung über dem C nicht ändern. Im
Mittel ist diese gleich dem DC Wert, welcher eben durch den Kondensator
geblockt wird. Die Kapazität wählt man im übrigen (afaik) normalerweise
ausreichend groß, sodass sich die Spannung über dem C durch den AC-Strom
nicht wesentlich ändert und man annehmen kann, dass die Spannung
konstant bleibt.