Erster Grundsatz ist: Master und Slave dürfen bei einem MS-FF nicht
gleichzeitig beide offen sein, da es sonst zum Schwingen kommt. Dazu
gibt es zwei Lösungen zur Ansteuerung mit dem Takt:
Bei zustandsgesteuerter Arbeisweise haben daher M und S verschiedene
Eingangs-Schaltschwellen (master schaltet bei tieferer Spannung ein als
slave
in älteren Datenbüchern zu TTL-FFs ist der zeitliche Ablauf zu finden,
in etwa:
0V : Slave zu, Master offen ; 1V: Master geht zu ; 3V: slave geht auf ;
5V: Slave ist offen, Master ist zu. 3V; slave geht zu ; :2V Master geht
auf.
Deshalb werden die Daten von slave auf Master während der fallenden
Flanke des Takts übergeben.
Solche FFs fordern keine Mindeststeilheit der Taktflanke. Im
Schaltzeichen ist das durch den Winkel beim Ausgang angezeigt.
Beim dynamischen Verfahren ist in der Taktleitung zwischen Slave und
Master ein Inverter. Auch damit wird erreicht, dass bei idealem
Verhalten niemals Slave und Master gleichzeitig geöffnet sind.
Da wird aber die zeitliche Trägheit des Inverters (oder drei in Kette)
zur Zustandsübergabe slave-master genutzt, dass bei fallender Flanke des
Takts zuerst der slave gesperrt und danach der Master geöffnet wird.
Das sieht man daran, dass ein Pfeilsymbol am Takteingang ist.
Solche flankengesteuerte FFs benötigen eine Mindeststeilheit der
Taktflanke.
(Soweit ich weiß hat die flankengesteuerte Form sich gegen der
zustandsgesteuerten Form durchgesetzt.
ich selbst habe den Eindruck, dass die taktzustandsgesteuerten FFs nur
noch in Prüfungsaufgaben vorkommen)